Das Beste: April 2016 auf neunetz.com

April 2016 im neunetz-Universum:

Artikel auf neunetz.com

Die besten und populären Artikel auf Early Moves

Neue Episoden von Exchanges, dem Podcast von Exciting Commerce

Artikel auf newnetland.com

Blendle ist „kein zentraler Bestandteil der digitalen Erlösstruktur“ der Presseverlage

Blendle

Meedia:

Das deckt sich mit Infos der SZ, dass Verkäufe zwischen 500 und 1.000 für eine Platzierung in der Blendle-Top Ten reichen. Für die Verlage ist das monetär betrachtet ein mageres Zubrot. Der SZ sagte Enrique Tarragona, Mitglied der Geschäftsführung bei Zeit Online, dass die Blendle-Verkäufe weniger als ein Prozent der Erlöse ausmachten. Bei Condé Nast heißt es, das Online-Kiosk sei „kein zentraler Bestandteil der digitalen Erlösstruktur“.

Ein reichliches halbes Jahr am deutschen Markt ist noch keine lange Zeit, aber es ist absehbar, dass Blendle nicht durch die Decke gehen und die Medienwelt grundlegend verändern wird.

Das war natürlich komplett vorhersehbar.

Blendle: Wer braucht ein „iTunes für Zeitungsartikel“? (August 2015):

Wer aber glaubt -wie sicherlich viele in der deutschen Pressebranche-, dass ein Angebot, bei dem artikelbasiert bezahlt wird, die digitale Erlös-Nadel bei klassischen Massenmedien bewegen wird, ist schief gewickelt.

Selbst wenn wir Produkte und Kostenstrukturen der klassischen Massenmedien einmal beiseite lassen (beides kaum überlebensfähig in der Zukunft), müsste eine Bezahl-Lösung für Publikumsmedien eher wie Netflix aussehen: Bündel-Abos, Flatrates. Und selbst das würde nur auf einem Niveau funktionieren, das die aktuellen Strukturen nicht tragen könnte; was uns zurück zum Anfang dieses Absatzes bringt: man kann diese Aspekte nicht beiseite lassen.

Blendle und das Transaktionskostenproblem bei Micropayments (September 2015):

[D]er Blendle-Ansatz ist wenn schon nicht zum Scheitern, dann mindestens zu einem „Ferner Liefen“-Platz im Erlösmix verdammt.
(…)

Die enorme Aufmerksamkeit, die Blendle erhält, ist erschütternd. Aber so zeigt Blendle zumindest eines: Die Debatte rund um den Medienwandel ist in Deutschland seit ihrem Anfang keinen Millimeter vorangekommen.

Magic Leap und die langfristigen Perspektiven von Augmented Reality

Magic Leap

Wired hat ein sehenswertes Video von Magic Leap, dem Augmented-Reality-Startup, das Millionen an Risikokapital eingesammelt hat und noch lang nicht bereit zu sein scheint, ein Produkt auf den Markt zu bringen.

VR und AR sind aktuelle Hype-Themen. Echte Relevanz werden diese Themen erst in ein paar Jahren erlangen. Frühestens 5, wahrscheinlich eher 10. VR/AR sind, wenn man die Entwicklung der Technologie mit jener von Smartphones vergleicht, noch nicht einmal in der BlackBerry-Phase angekommen.

Deshalb wird auf neunetz.com auch praktisch nie über VR und AR geschrieben. Es ist schlicht nicht relevant.

Das Video ist allerdings sehenswert, um sich die langfristigen Perspektiven vor Augen zu führen.

Wired hat eine ganze Serie von Artikeln mit einer Titelstory über Magic Leap veröffentlicht:

Magic Leap Shopping

Man muss das als PR-Gegenoffensive von Magic Leap lesen. Das Unternehmen war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil der fehlende Produktfokus zu einer katastrophalen Unternehmenskultur geführt hat und nicht wenige Entwickler das Unternehmen frustriert verlassen haben.

Magic Leap hat zuletzt in einer Series C 793,5 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 4,5 Milliarden US-Dollar von unter anderem Alibaba eingesammelt.

Netflix wächst um 6,74 Millionen auf 81,5 Millionen Abonnenten

heise online / dpa:

Netflix hat nun 81,5 Millionen Mitglieder weltweit, davon kommen knapp 47 Millionen aus dem langjährigen Kernmarkt USA. (…)

Der Umsatz wuchs im ersten Quartal im Jahresvergleich um rund 30 Prozent auf 1,81 Milliarden US-Dollar und der Gewinn von 24 auf 28 Millionen US-Dollar, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Der internationale Ausbau brachte außerhalb der USA einen operativen Verlust von 104 Millionen US-Dollar ein, während es im Heimatmarkt auf dieses Basis einen Gewinn von 413 Millionen US-Dollar gab.

Das Wachstum ist nicht explosionsartig, aber es geht vorhersehbar aufwärts. Venturebeat:

netflix subscribers

Die sagenhafte globale Expansion von Netflix zur diesjährigen CES wird wohl die meisten Früchte erst mit verstärkten Lokalisierungen tragen. Nichtsdestotrotz ist Netflix weiterhin gut auf dem Weg auch bei der Abonnentenverteilung ein internationales, globales Unternehmen zu werden, via Venturebeat:

netflix-international

Warum Exklusivitätsklauseln bei Plattformen streng reguliert werden müssen

Markus Reuter auf netzpolitik.org über die öffentliche Tagung des Ausschusses Digitale Agenda zum Thema „Wettbewerbsrecht bei Online-Plattformen“:

Professor Justus Haucap formulierte seine Sorge vor Konzentrationsprozessen. Es sei deshalb auch sehr wichtig, sehr kritisch mit Exklusivklauseln umzugehen. Solche Exklusivklauseln beinhalten, dass zum Beispiel ein Taxifahrer nur bei einer Plattform sein dürfe. Großen Anpassungsbedarf sah er dafür im Kartellrecht aber nicht.

Eine strenge Regulierung -bis hin zu expliziten Verboten in den meisten Fällen- von Exklusivklauseln halte ich1 für eine notwendige gesetzliche Entwicklung, um den Missbrauch von Marktmacht durch Plattformen zu mindern.

Ein Beispiel: Uber-Fahrer können zwei Smartphones gleichzeitig betreiben. Eins mit einer offenen Uber-App, eins mit einer offenen Lyft-App oder einer vergleichbaren Ridesharing-App. Jetzt können die Fahrer von Auftrag zu Auftrag zwischen Uber und anderen Diensten wechseln. Schreibt Uber eine Exklusivitätsklausel bei Fahrern vor, zementiert der Dienst damit automatisch seinen Marktvorsprung, weil potenzielle Fahrer in der Regel natürlich zu der Plattform gehen, welche die meisten Aufträge und damit die besten Aussichten auf Verdienst bringen. Auf der anderen Seite der Plattform-Verbindungen kooperiert Uber mit Unternehmen wie zum Beispiel Airlines, um Fluggästen Uber-Fahrten direkt nach der Landung anbieten zu können. Exklusivitätsklauseln mit diesen Airlines sorgen dafür, dass potenzielle Partner mit dem Marktführer kooperieren und diese Partnerschaften anschließend für Konkurrenten von Uber nicht mehr zur Verfügung stehen.

In einer Welt, in der sich selbst verstärkende Netzwerkeffekte sehr viel wichtiger geworden sind, müssen solche Vertragswerkzeuge unterbunden werden.


  1. Ich habe über die letzten Jahre in einigen Podcasts über Exklusivitätsklauseln und deren notwendiges Verbot gesprochen. Aus naheliegenden Gründen könnte ich, selbst wenn mein Leben davon abhängen würde, nicht auf die entsprechenden Podcastepisoden verlinken. 

Elektromobilität: Niederlande, Norwegen, Indien wollen Verbrennungsmotoren verbieten

Der Regulierungsrahmen ist ein wesentlicher Treiber oder eine wesentliche Bremse des Wandels vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität.

Es wird mittlerweile deutlich, dass die Bewegung der Regulierung parallel zur Entwicklung der Technologie global sehr unterschiedlich ausfallen wird.

Golem.de über die Niederlande:

Der Vorschlag kam von der sozialdemokratischen Partij van de Arbeid (PvdA). Demnach dürfen ab 2025 keine Autos mehr zugelassen werden, die fossile Treibstoffe verbrennen. Das gilt auch für Autos mit Hybridantrieb. Die Zweite Kammer des Parlaments hat die Vorlage angenommen.

Für bereits zugelassene Verbrennungsfahrzeuge gilt Bestandsschutz. Sie müssen also nicht verschrottet werden. Neu zugelassen werden aber nur noch Elektroautos. (..)

Norwegen hat im vergangenen Monat beschlossen, dass dort ebenfalls ab 2025 nur noch Elektroautos zugelassen werden dürfen. Bis 2050 soll der ganze norwegische Straßenverkehr auf Elektromobilität umgestellt sein.

Noch ambitionierter sind die Pläne der indischen Regierung: Dort sollen schon 2030 ausschließlich Elektroautos unterwegs sein.

Deutschland wird wohl eher auf das andere Ende der Skala fallen.

Elektromobilität ist ein notwendiger erster Schritt bevor die Branche selbstfahrende Automobile im breiten Stil auf den Markt bringen kann, weil es die Markteintrittsbarrieren massgeblich verringert und mehr Spielraum bei der Herstellung erlaubt.

Mehr zum Thema:

Warum Amazon Prime Video in Deutschland auf bis zu 5€/Monat heruntergehen sollte

Amazon Prime Video

Amazon hat in den USA begonnen, Monatspläne für Prime und Prime Video als allein stehenden Service anzubieten.

Was wenige zu wissen schienen ist, dass Prime -das Gesamtbündel- auf den Monatspreis heruntergebrochen schon immer günstiger war als Netflix.

Ich habe auf Early Moves darüber geschrieben:

The pricing makes it clear that those plans are at the moment just for promoting the yearly Amazon Prime membership by eliminating the biggest hurdle for those Amazon customers who are still hesitating to join Prime: The upfront yearly fee.

Lets look at the pricing for Amazon Prime in the US:

  • Traditional $99/year for free Prime shipping, video, etc. -> $8.25 per month
  • New monthly Prime -> $10.99 per month
  • New monthly Prime Video only -> $8.99 per month

One can clearly see here that even the monthly video stand alone service is, on a monthly basis, more costly than the whole Prime bundle, if payed by year.

One can be sure that Amazon is going to point out this price difference on a very regular basis to its customers who will have chosen the monthly video plan. Video will help drive the Prime adoption this way even further(…)

Für Deutschland gilt das noch mehr als für die USA. Amazon Prime kostet hierzuland 49€/Jahr. Das entspricht 4,08€/Monat.

Hierzulande wird Amazon Prime nicht im Monatspaket angeboten, dafür aber Prime Video. Golem:

Hierzulande kann Prime Video seit längerem auch einzeln für monatlich 7,99 Euro gebucht werden – groß beworben wird es vom Anbieter allerdings nicht. Im Vergleich zum Prime-Jahresabo ist das monatliche Video-Abo im Jahr fast doppelt so teuer.

Der Preisunterschied ergibt schlicht keinen Sinn im Verhältnis zum Preis des deutschen Amazon Prime und dürfte eine Altlast aus der Lovefilm-Übernahme sein. Während die Unterschiede in den USA (nur Video: 8,99$/Monat vs. traditionelles Prime 8,25$/Monat) das monatliche Streaming zum Einstieg in die Prime-Welt machen, ist der Preisunterschied in Deutschland eher befremdlich. Wer alles will, bekommt es für 49€ pro Jahr; wer nur Videostreaming will, bezahlt
95,88€ pro Jahr.

Ein aus dem Prime-Bündel gelöstes Amazon Prime Video würde in Deutschland mit einem monatlichen Preis weit unter 8€ und eher in der Region von 5€ pro Monat Sinn ergeben.

Diese Preisspanne würde bedeuten: Prime Video liegt wesentlich unter dem deutschen Netflix, aber über dem, was man jährlich hierzulande für Amazon Prime bezahlt ohne absurd höher zu liegen. So könnte der zweite im Markt aufholen; und im Preis gleichzeitig die Unterschiede in den Bibliotheken wiederspiegeln.

Amazon kann so über den Preis mit Netflix konkurrieren und gleichzeitig den vom Video-Angebot überzeugten Kunden das gesamte Prime-Bündel schmackhaft machen. (Einmal im Jahr bezahlen und man bekommt sehr viel mehr für weniger Geld.)

Für das deutsche TV wäre das ein weiterer bitterer Schlag. Nehmen wir das Worst Case Scenario: 5 Euro im Monat sind mehr noch als der Netflix-Preis (7,99 Basis, 9,99 Standard, 11,99 Premium) in einer Höhe, bei der ein solcher Dienst nebenbei herlaufen kann, ohne dass man groß über den Preis nachdenkt. Und, ebenso wie Netflix, kann Prime Video nach und nach kostbare Zeit übernehmen.

Gleichzeitig zeigt dieses Gedankenspiel, was für ein guter Deal die 49€ pro Jahr für Amazon Prime sind. (Ein weiterer Grund für Amazon das Monatsspiel richtig zu spielen. Es bringt Kunden dazu, über das Prime-Angebot nachzudenken, weil es die relativ hohe mentale Hürde der Jahresgebühr umgeht.)

Warum die Entbündelung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein erster Schritt zur internationalen Expansion von Prime Video sein wird, habe ich ebenfalls auf Early Moves ausgeführt. Wichtiger sind dafür natürlich weniger Länder wie Deutschland, sondern Märkte, in denen Amazon Prime selbst noch nicht verfügbar ist:

As the adoption of Amazon Prime is rather mature in the U.S., I suspect the monthly plan additions will launch very fast in other Prime markets because they may significantly drive the eventual adoption of the yearly Amazon Prime memberships.

As Amazon’s TV ambitions grow, a more flexibly priced TV streaming service makes more sense as well. So, in the future we may see more streaming options from Amazon, which recently also launched its first ad-supported original streaming TV show and Style Code Live, a live fashion show.

Also, an unbundled Prime Video can more easily be rolled out internationally. (Far faster than the whole Prime bundle can.) Given the cost structure of high fixed production and licensing costs and very low variable costs of actually streaming the content to customers, a faster international rollout of Prime Video is something we will probably see over the course of this year.

Amazon Deutschland machte 2015 mehr Umsatz als der komplette Otto-Handel

Jochen Krisch auf Exciting Commerce:

Bezeichnend auch, wenn das deutsche Amazon-Geschäft alleine (“Amazon Deutschland wächst 2015 auf 10,6 Mrd. € (+19%)“) 2015 erstmals mehr Umsatz gemacht hat als der komplette Otto-Handel zusammen.

Aus der Pressemitteilung von Otto:

Nach vorläufigen Berechnungen steigerte die Otto Group die Umsätze um mehr als 500 Millionen Euro auf 12,572 Milliarden Euro*. Das entspricht einem Zuwachs von 4,3 Prozent. (…)

Einer der wesentlichen Treiber des Geschäfts war abermals der Online-Handel. Weltweit legte der Online-Umsatz um 400 Millionen Euro, respektive 6,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu**. In Deutschland wuchsen die Online-Erlöse um rund 10 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Damit behauptete die Otto Group ihre Position als einer der weltweit größten Onlinehändler mit dem Endverbraucher.

Man vergleiche die 10% Online-Zuwachs im deutschen Markt bei Otto mit den 19% Zuwachs bei Amazon Deutschland. Dazwischen liegen Welten.

Es ist nur noch eine Frage der (kurzen) Zeit bis Amazon Deutschland die gesamte Otto Group umsatzseitig überholt.

Bitterer für Otto ist vielleicht nur der Vergleich mit dem gegenüber Otto noch jungen Mode-Konzern Zalando; Jochen Krisch:

Mit einem Umsatzschub von 740 Mio. Euro auf knapp 3 Mrd. Euro (+34%) ist Zalando 2015 nicht nur bei den Gesamtumsätzen klar vorbeigezogen, sondern hat unseren Beobachtungen zufolge im deutschsprachigen Raum außerdem erstmals mehr Mode verkauft als Otto.de (“Zalando wächst im DACH-Raum auf 1,58 Mrd. Euro (+28%)“).

Diese Verteilung der Größenordnungen dürfte in der Öffentlichkeit noch kaum bekannt sein.1


  1. Eine Folge der exzellenten Otto-PR und einer deutschen Journalisten-Welt, die nach wie vor eklatant große Probleme damit hat, die Onlinewirtschaft angemessen einzuordnen. 

SoundCloud Go: Auf den Pfaden von YouTube Red

SoundCloud hat sein neues Abo-Modell für den US-Markt vorgestellt:

  • 10$/Monat
  • Werbefrei
  • Möglichkeit, Songs offline zu hören
  • Weitere Länder sollen dieses Jahr folgen

SoundCloud wird damit ein Hybrid aus (für Hörer) kostenfreiem, werbefinanziertem Angebot und einem kostenpflichtigen Angebot. Das ist vergleichbar mit YouTube, das mit YouTube Red ebenfalls ein kostenpflichtiges Angebot eingeführt hat. Eine Ausdifferenzierung zwischen den beiden Angeboten -kostenfrei/Werbung vs. kostenplfichtig- über die Zeit wird sicher auch bei SoundCloud Einzug halten. Exklusive Inhalte wie bei YouTube Red sind aber unwahrscheinlich.

(Eine weitere Ähnlichkeit ist das vergleichbare Marktumfeld: YouTube und SoundCloud sind in ihren Feldern bereits alte Hasen und kommen zunehmend unter Druck durch anders ausgerichtete Anbieter: Netflix/Amazon Prime Video bei YouTube; Spotify und co. bei SoundCloud)

Inwiefern beide Modelle, Finanzierung über Werbekunden und Finanzierung über Hörer, tatsächlich friedlich nebeneinander existieren können, ist bei SoundCloud wie bei YouTube noch eher ungeklärt; und durchaus fraglich.

SoundCloud hat als drittes Standbein noch die Einnahmen von Musikern und Labels, die kostenpflichtige Premiumaccounts betreiben.

Re/code:

SoundCloud will continue to have a free, ad-supported version, but this will be one the labels say they’re comfortable with: Unlike the versions that Spotify and YouTube offer, labels and other music owners will be able to decide what songs are available for free, and which ones go behind the pay wall.

And as Billboard reported last week, SoundCloud will also offer something similar to YouTube’s “Content ID” system that will allow music owners to identify parts of their songs that show up in DJ-created remix tracks, and profit from them if they want to leave the tracks up on the service.

SoundCloud Go war, so scheint es zumindest von außen, vor allem auch ein Wunsch der Musiklabels ohne deren Segen SoundCloud nur schwer existieren kann. (Dank des Copyright-/Urheberrechtsumfeldes)

SoundCloud-Investor Fred Wilson:

Here are some of the things you can only do on SoundCloud Go:

  1. build a playlist that includes the top hits, emerging unsigned artists, and remixes and listen to it on the subway to work
  2. stream your favorite podcasts online or offline and ad free
  3. listen to mixtapes legally in a way that honors the rights of the underlying content creators
  4. start a listening experience with a top hit and find emerging artists that are similar

You can either build a content platform on the internet top down or bottom up. It is easier to do it top down, going to the industry for the content. But it is better to do it bottom up, going directly to the creators for the content. Because a service with an upload button in it is fundamentally different than a service without one.

Der zweite Punkt von Fred Wilson ist natürlich unfreiwillig komisch und zeigt, wie sehr die Kapazitäten bei SoundCloud vom Musikmarkt gefangen gehalten werden. Für eine Weiterentwicklung des Dienstes, um ein wirklich ernsthafter (Infrastruktur-)Player im wachsenden Podcastmarkt zu werden, scheint das Management keine Ressourcen frei zu haben.

SoundCloud hat laut eigenen Angaben 175 Millionen Hörer weltweit. Das ist aber ohne weitere Angaben eine relativ bedeutungslose Zahl. (Wie viele davon, haben in ihrem Facebook-Feed auf einen SoundCloud-Track getippt? Wie viele haben einen Account? Wie viele nutzen die Apps? etc.)

Peter Kirn hat auf Create Digital Music vor ein paar Tagen in einem ausführlichen Porträt des Dienstes den Kontext, in dem sich SoundCloud bewegt, gut zusammengefasst.

~

Randnotiz:

You can pay more, if you want, by ordering the service via Apple’s iOS app, and the credit card connected to your iTunes account. People who subscribe that way will pay $13 a month, because SoundCloud needs to give Apple 30 percent of any in-app subscription fees. If you want to use the service on iOS and pay $10 a month, you’ll need to sign up for the service via SoundCloud’s website.

Apple wird diese Praxis nicht lang erlauben. (Das ist explizit in den App-Store-Regeln verboten.)

Vernetzte Welt #46: Bosch startet IoT Cloud

Immer Mittwochs erscheint auf neunetz.com eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen aus der Welt der vernetzten Geräte, dem ‚Internet der Dinge‘.
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