SPONSOR: Hyperkonvergente Lösungen – Cloud Flexibilität unter eigener Kontrolle

Cisco HyperFlex Systems - Bildrecht: Cisco IT-Verantwortliche für die Infrastruktur in Unternehmen stehen heute im direkten Wettbewerb mit externen Dienstleistern. Fachabteilungen wollen neue Produkte und Projekte möglichst schnell und möglichst ohne Widerstand umsetzen. Das setzt die IT zunehmend unter Druck. Als interner Dienstleister kommen immer wieder neue Anforderungen aus den Fachabteilungen auf die IT zu.

Konkurrenz von außen für die IT

Strenge IT-Richtlinien, längerfristige Projektpläne und eingeschränkte Skalierbarkeit der Systeme sorgen oft nur für Unverständnis bei den Kollegen aus der Produktentwicklung. Das führt dazu, dass interne Projekte plötzlich mit externen Anbietern umgesetzt werden sollen. Die IT sieht sich dann in Konkurrenz zu externen Cloudanbietern und soll ähnlich flexibel handeln können, um nicht als Projektbremse zu gelten.

Hyperkonvergente Systeme können zukünftig erheblich dazu beitragen, dass die IT wesentlich schneller und flexibler Anforderungen aus Fachabteilungen umsetzen kann. In hyperkonvergenten Lösungen sind Netzwerk, Server und Speicher in einem System integriert. Storage wird mit Ciscos „HyperFlex“- Plattform (HX) software-basiert verwaltet und fügt sich nahtlos in die existierende Umgebung ein. Der Hauptvorteil: Die Lösung bietet eine cloud-ähnliche Flexibilität und Skalierbarkeit und ist extrem einfach zu verwalten. Innerhalb weniger Klicks sind neue Knoten hinzugefügt und tragen sofort und automatisch zur Rechenleistung oder Storagekapazität bei, auf die die virtuellen Maschinen zugreifen können.

DC & Cloud Tech Days

Wer sich direkt von den Experten von Cisco über die neue HyperFlex-Plattform informieren möchte, sollte sich für die DC & Cloud Tech Days anmelden, die im Juni an sechs Standorten in ganz Deutschland stattfinden. Auf der zweitägigen Konferenz dreht sich der erste Tag um Data-Center-Infrastruktur. Automatische Provisionierung, Application Centric Infrastructure und Hyperflex zählen zu den Themen des ersten Tages.
Am zweiten Tag geht es ganz um die Cloud. Effizientes Cloud-Management, der Nutzen von Analytics und wie sich interne und externe Services ideal als Hybridlösung nutzen lassen.

Die Teilnahme an den DC & Cloud Tech Days ist kostenlos, die Veranstaltung findet in Hamburg, Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart statt.

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltungen in Hamburg und Frankfurt bereits ausgebucht sind.
Wir bitten darum, auf andere Standorte auszuweichen.

Gezielt Storage- oder Compute-Kapazität erweitern

Für das klassische Management von IT-Infrastruktur ist das kurzfristige Erweitern eines Clusters eine große Herausforderung. Bei einem HyperFlex-Cluster ist dies ganz anders: Um neue Knoten zu den bereits bestehenden hinzuzufügen, sind nur zwei Schritte erforderlich: Im UCS Manager wird zuerst das Serviceprofil „HyperFlex-Knoten“ gewählt und dann werden die neuen Knoten im Vcenter einfach zum Cluster hinzugefügt.

Ab sofort befinden sich die zusätzlichen Ressourcen im Pool des Clusters und alle VMs greifen auf die Ressourcen zu. Die Initialisierung dauert dabei maximal 60 Minuten. Ciscos HX-Software und VMware sind auf den HyperFlex-Knoten HX220c und HX240c bereits vorinstalliert. Die Knoten bieten mit Intel® Xeon® Prozessoren maximale Leistung auf 1 oder 2 Höheneinheiten.

Dies funktioniert ebenso einfach, wenn Knoten nicht direkt On Premise, sondern in einer Zweigstelle des Unternehmens aufgestellt werden sollen. Diese können wie jeder lokale Knoten Remote aus der Zentrale eingerichtet werden, sobald sie mit dem Netzwerk verbunden sind.

Wer die Rechenleistung seines Clusters erweitern will, ohne zusätzliche HyperFlex-Knoten anzuschaffen, kann mit UCS Blade Servern gezielt Rechenleistung zum HyperFlex-System beisteuern. Diese werden dank der IOVisor-Bibliothek in VMWare automatisch Teil des Clusters und stellen ihre Rechenleistung im Cluster bereit und können gleichzeitig den Storage der HX-Knoten nutzen.

Maximale Ausfallsicherheit

UCS, das Cisco Unified Computing System, bildet gemeinsam mit dem Filesystem „HX Data Platform“ das Rückgrat des Hyperflex-Clusters. Dieses verwaltet die Datendistribution und -Redundanz automatisch. R/W-Befehle gehen an alle virtuellen Controller im Cluster. Klingt nach viel Overhead durch die Abstimmung der Knoten untereinander, aber da alle Knoten per Fabric Interconnect (10Gb/s) miteinander kommunizieren, geschieht dies mit minimaler Latenz.

Insgesamt sind von jeder Datei im Cluster drei Instanzen vorhanden, das bedeutet in der Praxis, dass mehrere Festplatten oder Knoten ausfallen oder vom Netz gehen könnten, ohne dass Daten verloren gehen. Durch automatische Deduplizierung und Kompression nutzt das Filesystem die vorhandenen Ressourcen sehr effektiv – und dies bei voller Datenredundanz. Ist ein Knoten oder eine Festplatte nicht mehr erreichbar, tritt je nach Auswirkung auf den Cluster der entsprechende Recoveryprozess in Kraft. Wird die defekte Platte ausgetauscht oder der Knoten repariert, balanciert die HX Data Plattform automatisch den gesamten Cluster wieder aus, damit keine Hotspots entstehen..

Das gesamte Management des HyperFlex Clusters erfolgt aus dem VMWare vCenter heraus und bietet damit eine sehr einfache und komfortable Bedienbarkeit. Ein spezieller Storage-Skill ist hierfür nicht notwendig.

Mit Cisco HyperFlex lassen sich damit Cloud-ähnliche Prozesse in der IT abbilden, ohne den Zwang zu verspüren, diese Dienste von einem externen Anbieter beziehen zu müssen.

Damit sind sie mit Cisco HyperFlex bestens für die IT Anforderungen von Morgen gerüstet.

Dieser Sponsored Post entstand in Zusammenarbeit mit Cisco & Intel.

Intel-Logo

*Intel, the Intel logo, Xeon, and Xeon Inside are trademarks or registered trademarks of Intel Corporation in the U.S. and/or other countries.


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Startups schaffen in Berlin mehr Arbeitsplätze als Siemens

Das Institut für Strategieentwicklung (IFSE) hat vor ein paar Tagen eine interessante Studie (PDF) über den aktuellen Stand der jungen Technologieunternehmen in Berlin (vulgo: Startups) veröffentlicht.

Hier ein paar interessante Zahlen aus der Studie:

20121: 270 Startups mit insgesamt 6.700 Mitarbeitern
Dem gegenüber 2015: 620 Startups mit insgesamt 13.200 Mitarbeitern

Alle Startups zusammen liegen im Ranking der ‚größten Arbeitgeber‘ Berlins auf Platz 5; noch vor Siemens, das seinen größten Standort in Berlin hat. Dieser, natürlich unfaire, Vergleich zeigt sehr deutlich die steigende wirtschaftliche Bedeutung der jungen High-Tech-Branche für Berlin.

Nicht vergessen sollte man dabei, dass nach der Startup-Definition der Studienmacher lokale Riesen wie Zalando bereits herausfallen. (Würde man das maximale Alter von Startups von 5 auf 10 Jahre erhöhen, würden sich die Zahlen verdoppeln, so die Studienmacher.)

2015 flossen laut einer Ernst&Young-Studie 2,1 Milliarden Euro Risikokapital nach Berlin. Das waren 1,25 Mia. Euro mehr als im Vorjahr. Europas Nummer Zwei, London, kam 2015 auf 1,8 Milliarden Euro Risikokapital.

Sehr viel von diesem Kapital floss zu einigen wenigen großen Unternehmen: Delivery Hero bekam 586 Mio. €, HelloFresh 185 Mio. € und Foodpanda 193 Mio.

2012 gab es 2 Corporate Accelerators in Berlin. 2015 waren es 10.

Es gibt, und das lassen wir hier einmal unkommentiert stehen, allein 13 Inkubatoren aus öffentlicher Hand in Berlin.

Ich spreche in Hier & Jetzt 5: ‚Wo Berliner Startups heute stehen‘, mit Hergen Wöbken ausführlich über die Studie:

Marcel Weiß spricht mit Hergen Wöbken vom Institut für Strategieentwicklung (IFSE) über die Studie von IFSE zur Entwicklung und dem aktuellen Stand der Technologie-Startups in Berlin.

Hörenswert zum Thema ist auch die jüngste Ausgabe der Exchanges von Jochen Krisch und mir: Exchanges #139: Berlin brummt (mehr denn je)


  1. Das IFSE hat bereits 2012 eine Studie zum Thema gemacht, diese aber anschließend nicht veröffentlicht. Positiv heute daran ist natürlich, dass man jetzt zu vielen Aspekten zwei Datenpunkte hat. 

Das Beste: April 2016 auf neunetz.com

April 2016 im neunetz-Universum:

Artikel auf neunetz.com

Die besten und populären Artikel auf Early Moves

Neue Episoden von Exchanges, dem Podcast von Exciting Commerce

Artikel auf newnetland.com

Blendle ist „kein zentraler Bestandteil der digitalen Erlösstruktur“ der Presseverlage

Blendle

Meedia:

Das deckt sich mit Infos der SZ, dass Verkäufe zwischen 500 und 1.000 für eine Platzierung in der Blendle-Top Ten reichen. Für die Verlage ist das monetär betrachtet ein mageres Zubrot. Der SZ sagte Enrique Tarragona, Mitglied der Geschäftsführung bei Zeit Online, dass die Blendle-Verkäufe weniger als ein Prozent der Erlöse ausmachten. Bei Condé Nast heißt es, das Online-Kiosk sei „kein zentraler Bestandteil der digitalen Erlösstruktur“.

Ein reichliches halbes Jahr am deutschen Markt ist noch keine lange Zeit, aber es ist absehbar, dass Blendle nicht durch die Decke gehen und die Medienwelt grundlegend verändern wird.

Das war natürlich komplett vorhersehbar.

Blendle: Wer braucht ein „iTunes für Zeitungsartikel“? (August 2015):

Wer aber glaubt -wie sicherlich viele in der deutschen Pressebranche-, dass ein Angebot, bei dem artikelbasiert bezahlt wird, die digitale Erlös-Nadel bei klassischen Massenmedien bewegen wird, ist schief gewickelt.

Selbst wenn wir Produkte und Kostenstrukturen der klassischen Massenmedien einmal beiseite lassen (beides kaum überlebensfähig in der Zukunft), müsste eine Bezahl-Lösung für Publikumsmedien eher wie Netflix aussehen: Bündel-Abos, Flatrates. Und selbst das würde nur auf einem Niveau funktionieren, das die aktuellen Strukturen nicht tragen könnte; was uns zurück zum Anfang dieses Absatzes bringt: man kann diese Aspekte nicht beiseite lassen.

Blendle und das Transaktionskostenproblem bei Micropayments (September 2015):

[D]er Blendle-Ansatz ist wenn schon nicht zum Scheitern, dann mindestens zu einem „Ferner Liefen“-Platz im Erlösmix verdammt.
(…)

Die enorme Aufmerksamkeit, die Blendle erhält, ist erschütternd. Aber so zeigt Blendle zumindest eines: Die Debatte rund um den Medienwandel ist in Deutschland seit ihrem Anfang keinen Millimeter vorangekommen.

Magic Leap und die langfristigen Perspektiven von Augmented Reality

Magic Leap

Wired hat ein sehenswertes Video von Magic Leap, dem Augmented-Reality-Startup, das Millionen an Risikokapital eingesammelt hat und noch lang nicht bereit zu sein scheint, ein Produkt auf den Markt zu bringen.

VR und AR sind aktuelle Hype-Themen. Echte Relevanz werden diese Themen erst in ein paar Jahren erlangen. Frühestens 5, wahrscheinlich eher 10. VR/AR sind, wenn man die Entwicklung der Technologie mit jener von Smartphones vergleicht, noch nicht einmal in der BlackBerry-Phase angekommen.

Deshalb wird auf neunetz.com auch praktisch nie über VR und AR geschrieben. Es ist schlicht nicht relevant.

Das Video ist allerdings sehenswert, um sich die langfristigen Perspektiven vor Augen zu führen.

Wired hat eine ganze Serie von Artikeln mit einer Titelstory über Magic Leap veröffentlicht:

Magic Leap Shopping

Man muss das als PR-Gegenoffensive von Magic Leap lesen. Das Unternehmen war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil der fehlende Produktfokus zu einer katastrophalen Unternehmenskultur geführt hat und nicht wenige Entwickler das Unternehmen frustriert verlassen haben.

Magic Leap hat zuletzt in einer Series C 793,5 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 4,5 Milliarden US-Dollar von unter anderem Alibaba eingesammelt.

Netflix wächst um 6,74 Millionen auf 81,5 Millionen Abonnenten

heise online / dpa:

Netflix hat nun 81,5 Millionen Mitglieder weltweit, davon kommen knapp 47 Millionen aus dem langjährigen Kernmarkt USA. (…)

Der Umsatz wuchs im ersten Quartal im Jahresvergleich um rund 30 Prozent auf 1,81 Milliarden US-Dollar und der Gewinn von 24 auf 28 Millionen US-Dollar, wie Netflix nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Der internationale Ausbau brachte außerhalb der USA einen operativen Verlust von 104 Millionen US-Dollar ein, während es im Heimatmarkt auf dieses Basis einen Gewinn von 413 Millionen US-Dollar gab.

Das Wachstum ist nicht explosionsartig, aber es geht vorhersehbar aufwärts. Venturebeat:

netflix subscribers

Die sagenhafte globale Expansion von Netflix zur diesjährigen CES wird wohl die meisten Früchte erst mit verstärkten Lokalisierungen tragen. Nichtsdestotrotz ist Netflix weiterhin gut auf dem Weg auch bei der Abonnentenverteilung ein internationales, globales Unternehmen zu werden, via Venturebeat:

netflix-international

Warum Exklusivitätsklauseln bei Plattformen streng reguliert werden müssen

Markus Reuter auf netzpolitik.org über die öffentliche Tagung des Ausschusses Digitale Agenda zum Thema „Wettbewerbsrecht bei Online-Plattformen“:

Professor Justus Haucap formulierte seine Sorge vor Konzentrationsprozessen. Es sei deshalb auch sehr wichtig, sehr kritisch mit Exklusivklauseln umzugehen. Solche Exklusivklauseln beinhalten, dass zum Beispiel ein Taxifahrer nur bei einer Plattform sein dürfe. Großen Anpassungsbedarf sah er dafür im Kartellrecht aber nicht.

Eine strenge Regulierung -bis hin zu expliziten Verboten in den meisten Fällen- von Exklusivklauseln halte ich1 für eine notwendige gesetzliche Entwicklung, um den Missbrauch von Marktmacht durch Plattformen zu mindern.

Ein Beispiel: Uber-Fahrer können zwei Smartphones gleichzeitig betreiben. Eins mit einer offenen Uber-App, eins mit einer offenen Lyft-App oder einer vergleichbaren Ridesharing-App. Jetzt können die Fahrer von Auftrag zu Auftrag zwischen Uber und anderen Diensten wechseln. Schreibt Uber eine Exklusivitätsklausel bei Fahrern vor, zementiert der Dienst damit automatisch seinen Marktvorsprung, weil potenzielle Fahrer in der Regel natürlich zu der Plattform gehen, welche die meisten Aufträge und damit die besten Aussichten auf Verdienst bringen. Auf der anderen Seite der Plattform-Verbindungen kooperiert Uber mit Unternehmen wie zum Beispiel Airlines, um Fluggästen Uber-Fahrten direkt nach der Landung anbieten zu können. Exklusivitätsklauseln mit diesen Airlines sorgen dafür, dass potenzielle Partner mit dem Marktführer kooperieren und diese Partnerschaften anschließend für Konkurrenten von Uber nicht mehr zur Verfügung stehen.

In einer Welt, in der sich selbst verstärkende Netzwerkeffekte sehr viel wichtiger geworden sind, müssen solche Vertragswerkzeuge unterbunden werden.


  1. Ich habe über die letzten Jahre in einigen Podcasts über Exklusivitätsklauseln und deren notwendiges Verbot gesprochen. Aus naheliegenden Gründen könnte ich, selbst wenn mein Leben davon abhängen würde, nicht auf die entsprechenden Podcastepisoden verlinken. 

Elektromobilität: Niederlande, Norwegen, Indien wollen Verbrennungsmotoren verbieten

Der Regulierungsrahmen ist ein wesentlicher Treiber oder eine wesentliche Bremse des Wandels vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität.

Es wird mittlerweile deutlich, dass die Bewegung der Regulierung parallel zur Entwicklung der Technologie global sehr unterschiedlich ausfallen wird.

Golem.de über die Niederlande:

Der Vorschlag kam von der sozialdemokratischen Partij van de Arbeid (PvdA). Demnach dürfen ab 2025 keine Autos mehr zugelassen werden, die fossile Treibstoffe verbrennen. Das gilt auch für Autos mit Hybridantrieb. Die Zweite Kammer des Parlaments hat die Vorlage angenommen.

Für bereits zugelassene Verbrennungsfahrzeuge gilt Bestandsschutz. Sie müssen also nicht verschrottet werden. Neu zugelassen werden aber nur noch Elektroautos. (..)

Norwegen hat im vergangenen Monat beschlossen, dass dort ebenfalls ab 2025 nur noch Elektroautos zugelassen werden dürfen. Bis 2050 soll der ganze norwegische Straßenverkehr auf Elektromobilität umgestellt sein.

Noch ambitionierter sind die Pläne der indischen Regierung: Dort sollen schon 2030 ausschließlich Elektroautos unterwegs sein.

Deutschland wird wohl eher auf das andere Ende der Skala fallen.

Elektromobilität ist ein notwendiger erster Schritt bevor die Branche selbstfahrende Automobile im breiten Stil auf den Markt bringen kann, weil es die Markteintrittsbarrieren massgeblich verringert und mehr Spielraum bei der Herstellung erlaubt.

Mehr zum Thema:

Warum Amazon Prime Video in Deutschland auf bis zu 5€/Monat heruntergehen sollte

Amazon Prime Video

Amazon hat in den USA begonnen, Monatspläne für Prime und Prime Video als allein stehenden Service anzubieten.

Was wenige zu wissen schienen ist, dass Prime -das Gesamtbündel- auf den Monatspreis heruntergebrochen schon immer günstiger war als Netflix.

Ich habe auf Early Moves darüber geschrieben:

The pricing makes it clear that those plans are at the moment just for promoting the yearly Amazon Prime membership by eliminating the biggest hurdle for those Amazon customers who are still hesitating to join Prime: The upfront yearly fee.

Lets look at the pricing for Amazon Prime in the US:

  • Traditional $99/year for free Prime shipping, video, etc. -> $8.25 per month
  • New monthly Prime -> $10.99 per month
  • New monthly Prime Video only -> $8.99 per month

One can clearly see here that even the monthly video stand alone service is, on a monthly basis, more costly than the whole Prime bundle, if payed by year.

One can be sure that Amazon is going to point out this price difference on a very regular basis to its customers who will have chosen the monthly video plan. Video will help drive the Prime adoption this way even further(…)

Für Deutschland gilt das noch mehr als für die USA. Amazon Prime kostet hierzuland 49€/Jahr. Das entspricht 4,08€/Monat.

Hierzulande wird Amazon Prime nicht im Monatspaket angeboten, dafür aber Prime Video. Golem:

Hierzulande kann Prime Video seit längerem auch einzeln für monatlich 7,99 Euro gebucht werden – groß beworben wird es vom Anbieter allerdings nicht. Im Vergleich zum Prime-Jahresabo ist das monatliche Video-Abo im Jahr fast doppelt so teuer.

Der Preisunterschied ergibt schlicht keinen Sinn im Verhältnis zum Preis des deutschen Amazon Prime und dürfte eine Altlast aus der Lovefilm-Übernahme sein. Während die Unterschiede in den USA (nur Video: 8,99$/Monat vs. traditionelles Prime 8,25$/Monat) das monatliche Streaming zum Einstieg in die Prime-Welt machen, ist der Preisunterschied in Deutschland eher befremdlich. Wer alles will, bekommt es für 49€ pro Jahr; wer nur Videostreaming will, bezahlt
95,88€ pro Jahr.

Ein aus dem Prime-Bündel gelöstes Amazon Prime Video würde in Deutschland mit einem monatlichen Preis weit unter 8€ und eher in der Region von 5€ pro Monat Sinn ergeben.

Diese Preisspanne würde bedeuten: Prime Video liegt wesentlich unter dem deutschen Netflix, aber über dem, was man jährlich hierzulande für Amazon Prime bezahlt ohne absurd höher zu liegen. So könnte der zweite im Markt aufholen; und im Preis gleichzeitig die Unterschiede in den Bibliotheken wiederspiegeln.

Amazon kann so über den Preis mit Netflix konkurrieren und gleichzeitig den vom Video-Angebot überzeugten Kunden das gesamte Prime-Bündel schmackhaft machen. (Einmal im Jahr bezahlen und man bekommt sehr viel mehr für weniger Geld.)

Für das deutsche TV wäre das ein weiterer bitterer Schlag. Nehmen wir das Worst Case Scenario: 5 Euro im Monat sind mehr noch als der Netflix-Preis (7,99 Basis, 9,99 Standard, 11,99 Premium) in einer Höhe, bei der ein solcher Dienst nebenbei herlaufen kann, ohne dass man groß über den Preis nachdenkt. Und, ebenso wie Netflix, kann Prime Video nach und nach kostbare Zeit übernehmen.

Gleichzeitig zeigt dieses Gedankenspiel, was für ein guter Deal die 49€ pro Jahr für Amazon Prime sind. (Ein weiterer Grund für Amazon das Monatsspiel richtig zu spielen. Es bringt Kunden dazu, über das Prime-Angebot nachzudenken, weil es die relativ hohe mentale Hürde der Jahresgebühr umgeht.)

Warum die Entbündelung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein erster Schritt zur internationalen Expansion von Prime Video sein wird, habe ich ebenfalls auf Early Moves ausgeführt. Wichtiger sind dafür natürlich weniger Länder wie Deutschland, sondern Märkte, in denen Amazon Prime selbst noch nicht verfügbar ist:

As the adoption of Amazon Prime is rather mature in the U.S., I suspect the monthly plan additions will launch very fast in other Prime markets because they may significantly drive the eventual adoption of the yearly Amazon Prime memberships.

As Amazon’s TV ambitions grow, a more flexibly priced TV streaming service makes more sense as well. So, in the future we may see more streaming options from Amazon, which recently also launched its first ad-supported original streaming TV show and Style Code Live, a live fashion show.

Also, an unbundled Prime Video can more easily be rolled out internationally. (Far faster than the whole Prime bundle can.) Given the cost structure of high fixed production and licensing costs and very low variable costs of actually streaming the content to customers, a faster international rollout of Prime Video is something we will probably see over the course of this year.

Amazon Deutschland machte 2015 mehr Umsatz als der komplette Otto-Handel

Jochen Krisch auf Exciting Commerce:

Bezeichnend auch, wenn das deutsche Amazon-Geschäft alleine (“Amazon Deutschland wächst 2015 auf 10,6 Mrd. € (+19%)“) 2015 erstmals mehr Umsatz gemacht hat als der komplette Otto-Handel zusammen.

Aus der Pressemitteilung von Otto:

Nach vorläufigen Berechnungen steigerte die Otto Group die Umsätze um mehr als 500 Millionen Euro auf 12,572 Milliarden Euro*. Das entspricht einem Zuwachs von 4,3 Prozent. (…)

Einer der wesentlichen Treiber des Geschäfts war abermals der Online-Handel. Weltweit legte der Online-Umsatz um 400 Millionen Euro, respektive 6,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu**. In Deutschland wuchsen die Online-Erlöse um rund 10 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro. Damit behauptete die Otto Group ihre Position als einer der weltweit größten Onlinehändler mit dem Endverbraucher.

Man vergleiche die 10% Online-Zuwachs im deutschen Markt bei Otto mit den 19% Zuwachs bei Amazon Deutschland. Dazwischen liegen Welten.

Es ist nur noch eine Frage der (kurzen) Zeit bis Amazon Deutschland die gesamte Otto Group umsatzseitig überholt.

Bitterer für Otto ist vielleicht nur der Vergleich mit dem gegenüber Otto noch jungen Mode-Konzern Zalando; Jochen Krisch:

Mit einem Umsatzschub von 740 Mio. Euro auf knapp 3 Mrd. Euro (+34%) ist Zalando 2015 nicht nur bei den Gesamtumsätzen klar vorbeigezogen, sondern hat unseren Beobachtungen zufolge im deutschsprachigen Raum außerdem erstmals mehr Mode verkauft als Otto.de (“Zalando wächst im DACH-Raum auf 1,58 Mrd. Euro (+28%)“).

Diese Verteilung der Größenordnungen dürfte in der Öffentlichkeit noch kaum bekannt sein.1


  1. Eine Folge der exzellenten Otto-PR und einer deutschen Journalisten-Welt, die nach wie vor eklatant große Probleme damit hat, die Onlinewirtschaft angemessen einzuordnen.