Ist Jet.com ein erfolgversprechender Amazon-Herausforderer?

Was ist Jet.com?

Jet.com ist der große, mit viel Risikokapital, 220 Mio. $ vor dem Launch, ausgestattete neue Onlinehandelsansatz, der in den USA den Onlineriesen Amazon herausfordern soll.

jet.com

Alexander Graf auf Kassenzone über Jet.com:

In der Internetworld wird das Modell heute kurz erklärt. Jet.com ist eine Art Marktplatz mit Eintrittsgebühr (50$ im Jahr) der auf jegliche Handelsspanne verzichten will und alle Kickback Einnahmen (Affiliate Guthaben….) direkt den Kunden zuschreibt. Ok, ich schreibe hier mal “laut” mit:

Jet.com gewinnt Kunden mit dem Versprechen, dass man dort Produkte zum niedrigsten Preis kaufen kann und presst bei weiterem Wachstum so viel Handelsmarge wie möglich aus dem System, so dass strategisch weder für Hersteller, noch für Händler Sinn macht Produkte an/über Jet.com zu liefern. Für Kunden macht der Kauf solange Sinn wie das enorme Funding der Plattform in die Subventionierung des Angebotes gesteckt werden. Eine echte Kundenbindung gibt es nicht. (Die Jahresgebühr bindet mE nicht). Gut, eine ähnliche Strategie hatte Amazon auch – aber die haben das schon vor 20 Jahren gemacht und hatten keine bösartigen Wettbewerber, wie z.B. Amazon :-). Gedankliches Zwischenfazit: WTF

Jet.com ist interessant. Ich sehe es nicht so skeptisch wie Graf aus verschiedenen Gründen.

Alles im Fluß

Der Vergleich von Jochen Krisch und Alexander Graf (und Investoren) mit Costco ist naheliegend. Mitgliedergebühr, günstige Preise. Ende der Geschichte. Nun ist das aber nur die Launch-Inkarnation von Jet.com.

Ich habe mir über die Jahre der Marktbeobachtung abgewöhnt, (Tech-)Unternehmen als feste Gebilde mit fester Ausrichtung zu betrachten; was leichter gesagt als getan ist. Je länger der Betrachtungszeitraum, desto wahrscheinlicher ist die gedankliche Schublade zu eng. Besonders (aber nicht nur) im digitalen Sektor zeichnen sich erfolgreiche Angebote dadurch aus, dass sie sich im Zeitverlauf konzeptionell weiterentwickeln.

Amazon ist kein reiner Buchverkäufer mehr, Google keine reine Suchmaschine und Facebook mehr als ein Social Network und Apple mehr als ein Computerhersteller. Und Uber war nie nur als reiner Taxi-Konkurrent gedacht.

Angebote nicht als stehendes sondern als fließendes Gewässer betrachten: Den Zeitverlauf, also den Betrachtungshorizont und die unwiderrufliche Veränderung, zumindest als (strategisch wichtiges) Potenzial immer mitdenken, ist enorm wichtig.

Kein Produkt ist so anpassbar wie Software, und daraus folgend Websites, Apps, Services; auch von Onlinehändlern.

Jet.com einordnen

Diese Betrachtungsweise ist auch hilfreich, um zum Beispiel Jet.com einzuordnen.

  1. Wenn wir einen Vergleich brauchen, dann würde ich Jet.com nicht als ein neues Costco sondern eher als ein von Amazon entbündeltes Prime betrachten.

  2. Heißt also: 50$ Mitgliedsgebühr pro Jahr. Was kann man damit machen? Zunächst erst einmal niedrige Preise, weil man nicht auf die Handelsmarge angewiesen ist. Es lässt sich datengetrieben mit bereits stattfindenden Warenkorb-Optimierungen arbeiten. Prime zeigt aber auch, was noch geht: Musikstreaming, Filmstreaming, schnelle/bequeme Lieferung. Ein attraktives, im wahrsten Sinne des Wortes unvergleichliches (also unvergleichbares) Angebot.

  3. Ein von Amazon entbündeltes Prime könnte all das beispielsweise in weiten Teilen über Partnerschaften abdecken: Musikstreaming mit einem speziellen (quersubventionierten) Deal mit Rdio, Deezer oder Rhapsody, also Second-Tier-Streaminganbietern. TV mit Hulu, HBO oder Showtime, Lieferungen mit Shyp und co.

  4. Bandbreite der Preismodelle: All das kann je nach Partnerschaft im Grundangebot enthalten sein oder zusätzlich gegen eine geringere Monatsgebühr für Jet.com-Mitglieder angeboten werden. Jet.com-Mitglieder zahlen nur die Hälfte oder ein Drittel des normalen Preises für HBO Now zum Beispiel. Oder Jet.com bietet Mitgliedern ein zusätzliches Entertainment-Bündel an: Film-& Musikstreaming für die ganze Familie von vom Kunden ausgewählten Anbietern für zusätzliche 10$ im Monat. Eine ausreichende Zahl an Partnerschaften vorausgesetzt, kann Jet.com zum einen sehr attraktiv für Kunden werden, weil sich die Mitgliedsgebühr mit vergünstigten Flatrates wegkalkulieren lässt, und gleichzeitig auf der anderen Seite ein wichtiger Distributionskanal für andere Anbieter werden. (Witzigerweise wäre die Jet.com-Mitgliedsgebühr auf dieser Seite wieder ein Argument gegen die Angst vor Selbstkannibalisierung.)

  5. Es gibt hier, das dürfte nach (3) und (4) deutlich geworden sein, zumindest das Potenzial für sehr viele Experimente beim Geschäftsmodell. Das digitale Gesamtökosystem ist weit genug, um in die Hände von Jet.com zu spielen.

Diese Potenziale sprechen für Jet.com, nicht zuletzt weil es dank des vielen Risikokapitals auch ein bisschen Spielraum bekommt, diese anzugehen. (Für die für Jet.com notwendigen Größenordnungen braucht es allerdings sehr viel mehr Risikokapital.)

Was gegen Jet.com spricht:

Die von Alexander Graf angesprochenen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gegen die AGBs der Anbieter verstoßende Nutzung von Affiliategebühren, die dem Kunden als Preisnachlass zugeschrieben werden, deuten auf ein großes Problem für Jet.com hin:

Amazon ist nicht der fette Mittelsmann, dem man einfach nur die Marge wegkürzen muss.

Amazon arbeitet selbst preisfixiert und mit geringen Gewinnmargen. Da bleibt für einen Herausforderer wie Jet.com nicht viel Handlungsspielraum, um nicht nur niedrigere sondern, für das Modell wichtig, spürbar niedrigere Preise anbieten zu können. Entsprechend verzweifelt ist die Affiliate-Strategie.

Letztlich könnte das auch darauf hindeuten, dass Jet.com sich nicht zu stark über seine Position zu Amazon definieren sollte.

(Eine auch unabhängig von der konkreten Situation sinnvolle Überlegung. Man darf Amazon nicht ignorieren, aber man darf sich auch nicht hundertprozentig über einen Konkurrenten, Amazon oder ein anderes Unternehmen, definieren.)

Auf jeden Fall sollte Jet.com bald von der reinen Preisfixierung –siehe auch Grafs Argumente– weggehen und mehr mit den Bündelmöglichkeiten à la Prime spielen. Das macht die Kundenansprache weniger einfach. („Die günstigsten Preise!“ vs. „Schaut mal, was ihr hier alles für 50$ pro Jahr bekommen könnt.“) Aber das erscheint mir notwendig, weil der niedrige Preis allein an keiner Front reichen wird.

(Vernachlässigbar bei der Betrachtung erscheinen mir dagegen die zum Teil hohen Anfangsverluste pro Bestellung bei Jet.com, wenn man es als Kunde darauf anlegt. Das ist mehr oder weniger eine reine Herausforderung der Umsetzung, die man ohne konkrete Einblicke in die Prozesse nicht sinnvoll beurteilen kann. Tendenziell würde ich mir aber erst Sorgen machen, wenn das nach einem Jahr, und nicht nur direkt nach dem Start, immer noch beobachtbar ist.)

Fazit

Das alles bringt uns zu dem Blick, unter dem man Angebote wie Jet.com (und alle anderen Startups) bewerten kann: Nicht nach dem Zustand, in dem sie starten, sondern anhand der Geschwindigkeit, in der sie sich weiterentwickeln und auf die Herausforderungen des Marktes reagieren, lassen sich Unternehmen einschätzen.

Die Frage ist also: Was wird uns Jet.com in den nächsten 12 Monaten präsentieren?

Erst die Antwort auf diese Frage wird uns bei der Beantwortung der Frage in der Überschrift weiterhelfen.

3 von 4 verkauften Smartwatches in Q2 2015 waren Apple Watches

Die Marktanalysten von Strategy Analytics kommen zu dem Schluss, dass die Apple Watch aus dem Stand 75 Prozent des Smartwatch-Marktes in Q2 2015 übernommen hat:

According to the latest research from Strategy Analytics, global smartwatch shipments grew an impressive 457 percent annually to hit a record 5 million units in the second quarter of 2015. Apple Watch was the star performer, capturing a dominant 75 percent marketshare in first place.

An zweiter Stelle kommt Samsung mit 7,5 Prozent Marktanteil.

Der gesamte Smartwatch-Sektor ist, aufgrund der Apple Watch, gewachsen:

Global smartwatch shipments grew an impressive 457 percent annually from 1.0 million units in Q2 2014 to hit a record 5.3 million in Q2 2015. It was the smartwatch industry’s fastest ever growth rate. Volumes in the second quarter of 2015 were higher than for the whole of last year, when 4.6 million smartwatches shipped globally in 2014.

Es ist also für die Industrie durchaus positiv: Die Apple Watch macht den Formfaktor bekannter, vergrößert den Kuchen.

Man sollte aber die anfängliche Dominanz dieses jungen Marktes durch Apple nicht beschönigen: 3 von 4 verkauften Smartwatches in Q2 2015 waren Apple Watches.

 

(via)

Argumentationsfiguren der Urheberrechtsmaximalisten

Leonhard Dobusch auf netzpolitik.org über Argumentationslinien von Urherberechtsmaximalisten:

Jede Stärkung von Urheberrechten, sei es durch längere Schutzfristen oder durch Ausweitung des Schutzbereiches (z.B. neue Leistungsschutzrechte) wird ausschließlich positiv gesehen. Urheberrecht kann demnach nicht „zu stark“ sein und jede Einschränkung des Schutzniveaus (z.B. durch neue oder erweiterte Schrankenregelungen) wird abgelehnt bzw. als prinzipieller Angriff auf das Urheberrecht gewertet.

Eine derartige Position verkennt aber, dass es nicht nur zu wenig Schutz – häufig und oft fragwürdig als „Tragedy of the Commons“, Tragik der Allmende bechrieben –, sondern auch zu viel Schutz geben kann. Der US-Urheberrechtsforscher Michael Heller spricht in diesem Zusammenhang von „Anti-Commons“ oder „Gridlock“, der aus zu weitreichenden und verteilt gehaltenen Rechtspositionen resultiert. Fehlen bei der Tragedy of the Commons Anreize zu produzieren und kommt es deshalb zu Unterversorgung und -nutzung, führt die Tragedy of the Anti-Commons aus anderen Gründen – zu komplizierte und damit teure Rechteklärung – zu denselben negativen Ergebnissen. Ein Beispiel für Anti-Commons-Probleme sind Mashups, Klangcollagen aus einer größeren Zahl vorhandener Songs, die sich zwar wachsender Beliebtheit in sozialen Netzwerken erfreuen – David Wessel aka Mashup Germanyverfügt über mehr als 250.000 Facebook-Fans – aber mangels praktikabler Rechteklärung weder im Radio gespielt noch verkauft werden dürfen. Selbst die bloße nicht-profitorientierte Veröffentlichung ist entweder mit Abmahngefahr verbunden oder nur bis auf Widerruf durch Plattformbetreiber wie Soundcloudmöglich. Übermäßig weitreichende Urheber- und Leistungsschutzrechte führen so dazu, dass eine ganze Kunstform marginalisiert wird.

tragedy of the commons vs. tragedy of the anti-commons

Seinem Fazit kann ich nur zustimmen:

Die Penetranz und Akzeptanz urheberrechts-extremistischer Argumentationsfiguren im aktuellen Urheberrechtsdiskurs ist einer der Gründe dafür, dass jede auch noch so moderate Anpassung des Urheberrechts an die Anforderungen einer digitalen Gesellschaft unendlich schwer fällt. Es ist deshalb an der Zeit, diese Positionen als Extrempositionen zu erkennen und zu benennen.

Diese Schieflage des Diskurses wird sich aber, vor allem im von den konservativen Ländern Deutschland und Frankreich geführten Europa, auf längere Zeit nicht ändern. Dafür sind die hiesigen Industrien zu stark eingebettet und zu der Technologiesektor zu schwach.

Spannend wird es in den USA, wenn 2023 das Copyright für Mickey Mouse ausläuft. Disney wird erneut versuchen, aus diesem Grund eine Schutzfristverlängerung zu erwirken, könnte aber erstmals scheitern.

Gerücht des WSJ: Audi, BMW und Daimler kaufen Here Maps von Nokia

Es sieht so aus, als würde das deutsche Autombil-Konsortium um Audi, BMW und Mercedes tatsächlich künftig Kartenbesitzer und -betreiber sein. Wall Street Journal:

A group of German auto makers agreed to pay slightly more than €2.5 billion ($2.7 billion) for Nokia’s digital mapping service, prevailing over Silicon Valley bidders in a battle for a key enabling technology for self-driving cars.

German luxury car makers Audi, a unit of Volkswagen AG, Mercedes-Benz parent Daimler AG, and BMW AG have agreed in principle to purchase the telecommunications group’s digital mapping service Nokia Here, according to a person familiar with the situation.

Sollte der Deal zustande kommen, gibt es einiges zu analysieren. Denn es ist nicht eindeutig, ob die deutschen Automobilhersteller mit einem eigenen Kartendienst wirklich einen Vorteil im kommenden Umbruch gewinnen. (Genau so wenig lässt sich aber auch sagen, dass sie keinen eigenen Kartendienst kontrollieren müssen.)

Karten sind wichtig. Die Frage ist aber vor allem, was man mit ihnen macht.

Earnings Report Apple: iPhone 6 weiterhin hohe Verkäufe, Watch erfolgreich

Apple-Logo Apple hat im dritten Quartal 2015 erneut ein Rekordergebnis vorgelegt. Hier ein paar Zahlen und (wichtiger) Einordnungen.

Allgemeine Zahlen: iPhone dominiert, Wachstum bei Services, Verdoppelung der iPhone-Verkaufszahlen in Deutschland

Apples Q3/2015 ist gegenüber dem Vorjahr um 33 Prozent auf einen Umsatz von 49,6 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Der Anteil des iPhones am Gesamtumsatz von Apple wächst weiter an und liegt jetzt bei 63 Prozent.

Entwicklung der iPhone-Verkäufe visualisiert:

iphoneverkäufe

Bemerkenswert auch, auf welche Größe Services (hautpsächlich Appstore und Download-Verkäufe über iTunes) gewachsen ist:

apple services

Für die Perspektive Services im Vergleich mit dem Mac:

Apple Services vs Mac

iPhoneBlog.de:

 

  • Der durchschnittliche iPhone-Verkaufspreis liegt bei 660 US-Dollar. Das sind 99 US-Dollar mehr als noch vor einem Jahr. Der Grund: das iPhone 6 Plus.
  • Erst 27-Prozent der iPhone-Bestandskunden haben das Upgrade auf einen 6/6 Plus wahrgenommen.
  • Die iPhone-Verkäufe wachsen gegenüber dem Vorjahr um 35-Prozent – dreimal stärker als die Branche insgesamt wächst. In Deutschland und Südkorea verdoppelten sich beispielsweise die Verkäufe; Indien legt um 93-Prozent zu.

 

(Hervorhebung von mir.)

Besonders die deutschen Zahlen sind interessant. Deutschland ist (war?) traditionell ein starkes Android-Land. Das könnte sich drehen, jetzt wo sich der Smartphone-Markt vom Wachstumsmarkt zum gesättigten Markt wandelt und die ‚Konkurrenz‘ nicht mehr Featurephones sondern andere Smartphones sind. (Und mehr Menschen lernen, was sie sich eigentlich von einem Smartphone wünschen.)

China bleibt, auch dank des iPhone 6 Plus, ein Wachstumstreiber:

China sales grew 112%, Asia-Pacific 26%, Europe 19%, Americas 15%, Japan 9%.

Apple Watch ein Hit

Die Apple Watch, unter „Others“ mit iPod, Apple TV und Beats-Zubehör geführt und deshalb nur mit reverse engineering analysierbar, ist ein Wearables-Hit.

The Verge:

In an interview with The New York Times, Apple CFO Luca Maestri said that sales for the Apple Watch „sales in its first nine weeks exceeded those of the iPhone and iPad in their first nine weeks of availability.“ Apple itself said that the iPad sold 3 million units in the first 11 weeks, so that gives us some kind of ballpark. More specifics may be hard to come by, though. In Apple’s press release, CEO Tim Cook said it was „a great start for Apple Watch“ and also noted that watchOS 2 would come out in the fall.

One thing we can look at is the revenue in that „Other“ category. As you can see in the chart below, Apple earned around $1.7 billion last quarter in the category. This quarter, that number jumped to $2.64 billion. That’s a big jump, and though of course we can’t say it’s all due to the Apple Watch, that’s going to be the thing everybody supposes until Apple tells us otherwise.

Marktanalyst Jan Dawson errechnet auf Basis der bekannten Daten folgende Zahlen für die Apple Watch:

$1-1.2 billion in revenue

2-3 million shipments

$400-450 ASP.

Mit mehr oder weniger einer Milliarde Umsatz in einem Quartal hat die Apple Watch in ihrem ersten Quartal mehr Stückzahlen verkauft als alle anderen Smartwatches in diesem Quartal zusammen.

Eine Milliarde $ Umsatz in einem Quartal ist (wenig überraschend) höchstwahrscheinlich ein Rekord auf dem Wearables-Markt.

Die große Frage ist natürlich auf welchem Updatezyklus die Apple Watch sich einpendeln wird. Also alle wie viele Jahre alte Geräte durch neue ersetzt werden. Die ersten Quartale des iPads lieferten höhere Verkaufszahlen als das iPhone. Die Verkaufszahlen des iPads sind in letzter Zeit aber gefallen, weil die Geräte über 3, 4 und mehr Jahre benutzt werden können. Das Leben eines iPads ist lang im Vergleich zum iPhone-Bruder, was spürbaren Einfuss auf die Verkaufszahlen hat.

Wir sind beim iPad immer noch im ersten Upgrade-Zyklus. Das werden wir bei der Apple Watch auch auf absehbare Zeit bleiben. (Unwahrscheinlich, dass die Mehrheit der Watch-Nutzer öfter neue Watches kaufen wird als iPhones. Für die nächsten 3+ Jahre sind wir jetzt im ersten Upgrade-Zyklus bei der Apple Watch.)

Alle bisherigen Earnings Reports der großen Technologie-Unternehmen auf neunetz.com findet man in dieser Übersicht.

Exchanges #102: Berlin brummt

Von Anfang Juli über Berlin:

Exchanges #102: Berlin brummt:

In Berlin entsteht langsam aber sicher ein echtes, lokales Ökosystem mit Netzwerken, Angelinvestoren und lokalen Playern in allen Bereichen, allen Entwicklungsstufen und Unternehmensgrößen. Jochen Krisch und Marcel Weiß blicken in den neuesten Exchanges begeistert auf die Berliner (E-Commerce-)Szene zwischen Zalando und den Startups der nächsten Generation.

Links zu den Themen und mehr auf Exciting Commerce.

Thingonomics 7: Fitbits Nutzerzahlen & Googles Beaconansatz Eddystone

Jetzt im neuen 30-Minuten-Format: Thingonomics 7: Fitbits Nutzerzahlen & Googles Beaconansatz Eddystone:

Martin Spindler und Marcel Weiß sprechen über die Nutzerzahlen von Fitbit, die im Zuge des Börsengangs veröffentlicht wurden, und über Eddystone, Googles neuem Open-Source-Ansatz für Beacons.

(Datei)

 

Die Links zu den Themen in den Shownotes auf neunetz.fm.

Aktuelles: iPods, Quip, Shyp, WeWork

Lesenswerte Analysen und Hintergrundberichte zu aktuellen Entwicklungen:

  • Aggregation Theory „I suspect that nearly every industry will belatedly discover it has a critical function that can be digitized and commodified, precipitating this shift.“ Ja.
  • Who’s Actually Buying iPods These Days? — BirchTree „iPods remain somewhat relevant amongst the very young and very old. But once again, the rise of affordable tablets has made even those markets shrink by the day. It’s hard to think the iPod line is going to do anything but continue shrink even with this refresh.“
  • Reda-Report zu EU-Urheberrecht angenommen: Keine Einschränkung von Panoramafreiheit, keine Mehrheit für LSR „Zusammengenommen zeichnet sich an Hand der Abstimmung über den Reda-Report zumindest im EU-Parlament eine große Mehrheit für zumindest moderate, aber doch Reformen des EU-Urheberrechts ab.“
  • Introducing Quip Desktop – Quip Blog Quip wird mittlereile von Tausenden Unternehmen benutzt. (Wir nutzen es intern bei neunetz.fm für die Podcast-Vorbereitungen. Ich bin seit Jahren begeistert.) Mit den Desktop-Apps erlangt Quip ein interessantes Rundumangebot, das Vorteile sowohl gegenüber Office als auch gegenüber Google Docs hat:“The best part of Quip Desktop is its speed. Every document opens instantly.When you’re using Quip Desktop, all your documents and messages are synced to your computer’s hard drive. So when you open a document, it opens immediately — no downloading and no waiting.“
  • „Eigentum verpflichtet. Musik-Miete nicht.“ Streaming vs. Kaufen
  • Why On-Demand Shipping Service Shyp Is Turning Its Couriers Into Employees | Fast Company Überraschende Entwicklung, die vor allem eins bedeutet: Shyp wird ab sofort sehr viel langsamer wachsen und expandieren.
  • “EU plans to destroy net neutrality by allowing Internet fast lanes” Glyn Moody at Ars Technica UK:“In a fact sheet on the agreement, the European Commission tries to hide the reality that net neutrality is being destroyed by defining something called the open Internet : “Under today’s agreement, paid prioritisation in the open Internet will be banned. Based on this new legislation, all content and application providers will have guaranteed access to end-users in the open Internet. This access should not be dependent on the will or particular commercial interest of Internet service providers.”But running alongside this “open Internet,” on the same network, there will be “specialised services,” which are not open and where paid prioritisation is permitted: “The new EU net neutrality rules guarantee the open Internet and enable the provision of specialised or innovative services on condition that they do not harm the open Internet access.” The caveat is vague, and in practice will not prevent “specialised services” competing with those offered on the “open Internet”—the Commission mentions “internet TV” as an example of a specialised service—so large companies will be able to offer premium services at attractive prices, which startups with limited resources will find hard to match.“

    Nothing’s set in stone just yet:

    „Calling the details of the deal “blurry” and “ambiguous,” particularly on “specialised services,” Joe McNamee of the digital rights group EDRi wrote today: “This is ‘just’ a provisional agreement. First, the explanatory recitals need to be finalised. Then, the EU institutions need to decide if they are really prepared to create such legal uncertainty for European citizens and business. This will become clear in the coming weeks.”“

  • Why WeWork Might Be Worth $10 Billion Ben Thompsons on WeWorks $10 Billion valuation in its newest round (paywall):“The biggest bull case for Uber isn’t simply that it replaces taxis, or even that it takes a big bite out of traditional logistics companies. Rather, it’s that Uber replaces the very concept of car ownership.It can be argued that a potentially similar seismic shift is happening with work: it’s not simply that WeWork appeals to new startups in the way that Uber appeals to tech workers in San Francisco; it’s that the economy is fundamentally transforming from the traditional big corporate model that has dominated for the last 70 years to one based on individual actors and ever-shifting worker alliances that come together to work on a specific project and then disband. In this vision WeWork’s communal aspects are not just a nice perk but in fact a fundamental part of how work gets done, and WeWork itself the best possible way to bet on this new economy’s long tail.“

    New York-based WeWork is essentially providing office space as a service. Think something similar like a coworking space (a little bit more expensive but flexible and with additional services) but by a big provider.

  • Mixed tech messages from France Liam Boogar at Rude Baguette:“What I want to talk about is how France is sending mixed messages abroad.Few were aware that, at the same time as Paris was making headlines worldwide for its anti-Uber offensive – some video shots recalled all too well the 2009 Paris suburb riots, only they were happening inside of Paris – a two-day conference was going on in New York City to promote French technology abroad.“
  • Perfekt Schlafen: Wie Sleepz zur Börsenhoffnung wurde „Die bmp Holding, bekannt u.a. für seine Brand Eins Beteiligung, will bzw. muss zu einer Art ECommerce Alliance (bzw. Rocket Internet) werden, nachdem die Finanzaufsicht die Regularien für reine Beteiligungsgesellschaften verschärft hat.Zu den Übernahmekandidaten zählen aufstrebende Matratzenstartups wie Bruno, die hierzulande Casper & Co. nacheifern, oder Bettenriese & Co.“
  • In eigener Sache: News von Golem.de bei Xing lesen – Golem.de „Ähnlich wie bei den Nachrichtenseiten von Facebook können Verlage Artikel auf ihrer Xing-Seite veröffentlichen. Die Nutzer sehen das Vorschaubild und einen Auszug aus der Meldung. Mit einem Klick auf den Beitrag werden Leser zum Originalartikel weitergeleitet. Nutzer können Beiträge wie bei anderen Netzwerken kommentieren.Die Xing-News-Seiten gibt es für die Bereiche Marketing und Werbung, Internet und Technologie, Medien, Automobil sowie Wirtschaft und Management. Derzeit sind außer Golem.de unter anderem die FAZ, die Süddeutsche, t3n und Business Punk vertreten.“
  • ReplayKit schneidet Gameplay von App-Store-Spielen mit – direkt auf dem iPhone. „Einen ersten Blick aufs neue Framework geben die letzten 22 Minuten dieser WWDC-Session: „Going Social with ReplayKit and Game Center“. Insbesondere Entwickler_innen von App-Store-Spielen sollten motiviert sein ReplayKit einzubinden, wenn so die Erfolge und Leistungen aus ihren Spielen in kurzen Clips durch Facebook und Twitter schwimmen.“
    Interessant. Das hatte ich übersehen.
  • Source Rise „We connect journalists to nonprofit sources from all over the world.
    It’s simple, powerful, free PR for nonprofits.“

Die Linktipps gibt es regelmäßig Donnerstags. Sie können auf Twitter und auf App.net abonniert werden.

Vernetzte Welt #21: Acer, Misfit, Moov, China

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen aus der Welt der vernetzten Geräte, dem ‚Internet der Dinge‘.
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Wearables

Wearables, die Smartphones weniger alltagsinvasiv machen

The New York Times über Wearables (und andere Ansätze), die Smartphone-Zeit minimieren (sollen):

“Technology has evolved so quickly that we have spiraled out of control and nobody has stopped to think about how this is going to impact our lives,” said Kate Unsworth, the founder of a British company, Kovert, that also makes high-tech jewelry to filter out everything but the most urgent stuff.

Many of these distraction-reducing products fall into the growing “wearable technology” niche. Smartwatches like the Apple Watch are designed to encourage more glancing and less phone checking. Last month Google and Levi’s announced plans for a line of high-tech clothes that will allow people to do things like turn off a ringing phone by swiping their jacket cuff.

“If there is a chance to enable the clothes that we already love to help us facilitate access to the best and most necessary of this digital world while maintaining eye contact with the person we’re eating dinner with, this is a real value,” said Paul Dillinger, Levi’s head of global product innovation.

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Acer Liquid Leap+: Smartwatch mit Fitness-Schwerpunkt

..oder Fitnesstracker mit Smartwatch-Funktionen, je nach Blickwinkel.

Aktuell für 99$ in den USA erhältlich (und kurz sogar für 79$):

The Liquid Leap+ combines fitness tracking with some smartwatch capabilities, giving you the best of both worlds in a single device. From the Liquid Leap+ you will be able to control your music, be notified of incoming emails and text messages, as well as track your fitness and sleep. 

The Liquid Leap+ features a capacitive touch screen that lets you navigate through the functions, and the battery is shown to last for 120 hours of run time or 240 hours of standby time per charge. With its IPX7 waterproof capabilities, the Liquid Leap+ can be used in just about any situation you would want.
Acer Liquid Leap+

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Misfit Flash Link: Fitnesstracker für 19$

Misfits Flash Link hat neben dem niedrigen Preis eine interessante App-Verknüpfung:

Priced at $19, the Flash Link adds a smart button that allows you to control features of its new Link app. Some of the features include:

  • Track Activity + Sleep
  • Take A Selfie
  • Control Your Music
  • Turn Lights On or Off
  • And much more in store!

Siehe auch TechCrunch.

Die Rettung einfacher Wearables vor der Übernahme durch ausgewachsene Smartwatches könnte eine Funktionsauslagerung in zugehörige Apps sein.

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Moov stellt Moov Now vor, 59$, besserer AI-Trainer

Es geht um das gesamte Erlebnis, nicht nur die Hardware:

A coach, in the voice of Siri, instructs you while you work out and makes suggestions on how to improve your form. If you prefer listening to music while you exercise, Moov integrates with Spotify so your music fades in and out when the coach is speaking to you.

After you work out with the band a couple of times, your coach automatically places you on a level. Running, for instance, has 69 different levels and five programs tailored to different goals, like burning calories, correcting form, or increasing speed.

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Microsoft Band unterstützt jetzt ‚Web-Apps‘ auf RSS-Basis

Nichts sensationelles, aber interessant, dass Microsoft überhaupt an die Integration von RSS denkt und es auch umsetzt:

Microsoft is now making it even easier to build apps for the Band by allowing anyone to create RSS-powered web tiles. The tiny apps will pull data from an ATOM or RSS feed and display the content on the Microsoft Band.

You can create the web tiles through an online site that just requires an icon file and an RSS feed.

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Marketingfotos von Nokias Smartwatch aufgetaucht

Nach der Übernahme von Microsoft eingestampft. Wahrscheinlich weil der addressierbare Markt bei der geringen Zahl an Windows Phone-Geräten die Investition nicht wert gewesen wäre? Schade.

Via The Verge:

Nokia Moonraker

Smart Home

Energieunternehmen British Gas stellt Smart-Home-Geräte vor

TechCrunch:

U.K. energy supplier British Gas is making good on its recent acquisition of smart home platform provider AlertMe.

Hive, the company’s connected home brand, has unveiled its ‘next generation’ smart thermostat, upgraded features for the Hive app, and — perhaps most noteworthy — a pipeline of soon-to-be-launched smart home products covering lighting, plugs, motion detection, and door and window sensors.

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Erfahrungen mit Amazon Echo

Business Insider-Autor Steve Kovach über seine Eindrücke von Amazon Echo:

I’m no audio expert, so I won’t even attempt to dive into the technicalities of the Echo’s acoustics. But I did like how the Echo could fill my entire living room with sound even though it’s a relatively tiny device.

When you couple that with the wow factor of just asking a gadget to play what you want to hear, the Echo becomes a delightful way to listen to music. (..)

It’s already an amazing, intelligent music player today, but it also has the potential to evolve into the hub for everything electronic in my home.

It’s that potential that makes the Echo an amazing value. It’s worth the $180 for the music features alone, and the fact that it’s going to get a lot better makes it a steal.

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Analysen & Berichte

M2M-Verbindungen in China

Aus dem Executive Summary einer GSMA-Studie zu Maschine-zu-Maschine-Verbindungen in China(PDF):

China leads the world in the adoption of M2M services, with 74 million connections at the end of 2014, representing almost a third of the global base. GSMA Intelligence forecasts this figure will grow at a compound annual rate of 29% to reach 336 million by 20201, helping the country achieve its goal of building out an extensive Internet of Things (IoT).

Die (in der Studie offen ausgesprochene) Implikation: China ist eine enorme Chance Skaleneffekte auf Produktions- wie Netzwerk-/Systemseite.

Sichtbar werden die volkswirtschaftlichen Nebeneffekte einer IoT-Politik unter anderem an diesem Zitat zum vernetzten Automobil:

Volvo believes the Chinese government’s drive to create smarter cities will give the connected car market a further fillip. “the Shanghai government has already setup the Public new energy Vehicle remotely monitoring centre to track and serve new energy Vehicles sold in Shanghai,” says Lin. “Volvo Cars has also developed a system to integrate with it based on the current telematics solution. we are also working on the hot “car sharing” topic… and investigation of the future business model is on-going.”

Ein Ländervergleich in der Grafik:

China IoT

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Zubie, Plattform für das „Internet der Automobile“

OStatic:

Zubie, a company specializing in  connected-car services for enterprises, small business and consumers, is focused on the Internet of Cars. It has created an open API platform called ZinC (Zubie for the Internet of Cars), tht purportedly lets developers and engineers build third-party apps and service integrations on top of Zubie’s existing connected-car platform.

Some developers and partners, including Openbay and Urgent.ly, have already registered for the ZinC platform in beta. ZinC currently powers deployments for Safeco’s Teen Driving Program, GeekSquad and Telefonica’s O2 Car Connection.

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Beacons in der Reisebranche

Skift:

The trick is data exchange with airports, and between airlines. The commercial and strategic value of the Big Data airlines gather about us at various stages of the journey makes them loathe to share too much.

IBM und 12 weitere Unternehmen neue Mitglieder der AllSeen Alliance

Die AllSeen Alliance kann sich über 13 neue Mitglieder freuen:

The group is welcoming IBM, Pivotal, CertiVox, KONA S, Appception, Granite River Labs, Hackster, Novatel Wireless, Omni m2m, Visible Energy, Fabita, Skyworth and TOPEAST. (..)

With increasing interest in AllJoyn and demand for innovative IoT technologies on the rise, the second annual AllSeen Alliance Summit will unite top operators, product companies, security and cloud experts, retailers, information technology and service providers who are collaborating to create an open ecosystem for IoT. The AllSeen Alliance Summit will take place in Seattle October 19-21, 2015.

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Bericht: Apple HomeKit erfordert Apple-zertifizierte Chips

Business Insider:

Apple had previously planned to allow device makers to run their own security solutions inside peoples’ homes, but the company shifted gears and is now requiring manufacturers to integrate Apple-certified chips and firmware into their products if they want to be compatible with HomeKit, according to a report from The Register.

Das würde die Verzögerungen auf Herstellerseite erklären. Interessant, dass Apple anscheinend radikal auf Sicherheit setzt und dafür für die langfristige Aussicht auf kurzfristige Verbreitung verzichtet. (Das Risiko für Apple ist minimal: Es gibt kaum jemand, der aktuell nennenswert mit HomeKit konkurriert. Sowohl Nest als auch Samsungs SmartThings erlangen keine Vorsprünge aktuell durch ein de facto nicht existentes HomeKit.)

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Vernetzte Welt #20: Google Eddystone, Amazon Echo, trakkies

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Top-Thema: Google baut mit „Eddystone“ eine Open-Source-Alternative zu iBeacon

Ars Technica über „Eddystone“:

Eddystone is cross-platform—support is built into Google Play Services‘ Nearby API on Android, and it can be used via a library on iOS. Eddystone is also open source and is available on GitHub under the Apache v2.0 license (we’ll update with links later once this all goes live). (..)

Sehr interessant (aber nicht überraschend, weil sehr im Interesse von Google) ist der Einsatz von URLs bei Eddystone:

URLs—Sending a URL instead of a UUID is much more universal and friction free—it just opens in a Web browser. While a loyal Starbucks customer may have no problem keeping the Starbucks app installed, a user standing in front of a soda machine really doesn’t want to install a special app to just buy a soda. For those one-time data transactions, you’d want a URL. (..)

Gute Aussichten für Eddystone:

Wallace told us that developers and companies won’t need a bunch of different boxes to support Apple and Google’s competing beacon standards. All of Radius Networks‘ devices will supports iBeacon, Eddystone, and AltBeacon, Radius’s own open source beacon standard. In fact, current beacon devices could work with Eddystone with just a firmware update—it’s all just Bluetooth. The downside is that you won’t be able to run iBeacon and Eddystone at the same time from a single beacon.

Und wie bereits beim URL-Aspekt angesprochen, alles sehr im Interesse von Google, was man auch auf API-Seite sehen kann:

As for the API side of things, Google will be launching a new cloud API called the „Proximity Beacon API,“ which allows them to register beacons and associate data to the beacons in the cloud. On the client side, Eddystone support will be rolled into Google’s Nearby API which, along with picking up Eddystone’s Bluetooth LE signals, will implement the packet parsing, frame formats, and all the necessary reception „glue“ to make the system work. In Android, the Nearby API is part of Google Play Services, so every Android phone running Android 2.3 and higher able to listen to Google’s beacons. For iOS, Google has a Nearby API library that developers can include with their app.

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Podcast

Thingonomics 6: Gebrauchter Fortschritt:

Martin Spindler und Marcel Weiß sprechen über die Daseinsberechtigung von vernetzten Dingen, den Fortschritt, unterschätzte Reibung und die oft irreführende Frage “ob man das überhaupt braucht”. Weitere Themen: Sprachsteuerung und konversationsbasierte Userinterfaces und Withings’ Switching-Kampagne.

Weitere Berichte & Analysen

Amazon Echo unterstützt jetzt auch manche Wink-Geräte

iMore:

All you need to do is configure the Wink hub with your smart home devices (as you normally would) and then connect the Amazon Echo using the official Echo app. Currently, Amazon’s speaker supports Leviton’s Decora Plug-In Appliance Control switch, Lutron’s Caseta Plug-In Lamp Dimmer, as well as select GE LED lights.

Dazu passend formuliert Fortune (wenn auch etwas voreilig):

Amazon has just outmaneuvered Apple when it comes to the smart home.

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Google cofinanziert IoT-Campus an der Carnegie Mellon University

Passend zum Top-Thema: Google hilft bei der Finanzierung eines IOT-Campus an der Carnegie Mellon University. Business Insider:

Google is helping Carnegie Mellon University in Pittsburgh become a testing ground for Internet of Things solutions through a $500,000 grant and access to unreleased Google IoT technologies, according to the Pittsburgh Post Gazette. The plan is to outfit many of the campuses everyday items, ranging from coffee pots to bus stops, with wireless sensors to collect data and provide reactionary features. The university and city officials hope the technologies deployed at Carnegie Mellon will eventually be used citywide.

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Target setzt auf (erlebnisbasiertes) Open House Shopping und erste Back-End-Integrationen

Fast interessanter als das exemplarische Open House des Handelsriesen Target sind die ersten Backend-Plattformintegrationen. Recode:

Target convinced some of the startups to give it backend access to the smart devices so they could connect with other devices in ways their makers hadn’t intended. As a result, shoppers will have to download a separate app called Yonomi to replicate some of the interactions on display in Open House’s vignettes. Target doesn’t have control over the Yonomi experience, which could lead to disappointed customers if they run into any trouble with the app.

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trakkies: Ein Mesh-Netzwerk für alle Dinge

Ob aus dem Kickstarter-Projekt trakkies, an ‚alles‘ anheftbare Minicomputer, am Ende ein funktionierendes Produkt wird oder nicht, das von Techdirt beschriebene Szenario wird auf die eine oder andere Art in naher Zukunft Einzug in den Alltag halten:

The network can communicate with lots of other smart devices and can be hooked into IFTTT for programmable behaviours based on a wide variety of factors. And the buttons on each node can be set up with context-sensitive functions — so the button on your coat could be set to tell you if your phone isn’t with you, but serve as a music skip control if it is; it could check for your wallet and keys when you’re getting off the bus, but turn on and off your smart lightbulbs when you’re at home. Trakkies take a big leap beyond solving a simple problem, and actually spark excitement about the new things they could enable.

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