Auch der Onlinehandel wird vom mobilen Gerätewandel durchgewirbelt werden

Jochen Krisch auf Exciting Commerce: Wo bleibt der Online-Handel mobil – zwischen Buy Button und Wallet?:

Gerade frontendseitig gäbe es für die Shoptechszene (“Die Spryker-Debatte um die E-Commerce-Systeme der Zukunft”) noch so einiges, worüber sie sich dringend den Kopf zerbrechen müsste, damit der Online-Handel (wie wir ihn bisher kannten) nicht unter die Räder kommt (“Das mobile Schreckensszenario, das der Handel gerne ausblendet”).

Treiben doch auf der einen Seite die Paymentdienste – von Klarna über Paypal bis Stripe – ihre mobilen Wallet-Ambitionen mit Hochdruck voran – frei nach der Devise: “This 1990s ‘add to cart’ model we have today isn’t everything that commerce should be”.

Auf der anderen Seiten versuchen zunehmend mehr mobile Player, sich mit Buy Buttons vor die Warenkörbe der Shopbetreiber zu setzen. Siehe dazu auch die Exchanges #67 (“Wenn der Buy Button hin zum Kunden rückt”).

Dem klassichen Onlinehandel "blüht" das Gleiche wie auch allen mit dem Desktop-Web groß gewordenen Techunternehmen. Der Gerätewandel würfelt die Wertschöpfung durcheinander, entbündelt und bündelt an anderen Stellen neu.

Das ist eine Herausforderung für Groß wie Klein. Unter anderem liegt hier einer der Hauptgründe, warum Amazon überhaupt den Versuch eines eigenen Smartphones wagt. Das Amazon Fire Phone ist -wie Googles Android seinerzeit- eine sehr offensive Defensivstrategie.

Die große Frage ist natürlich, wie viel die Smartphonenutzung gegenüber dem Desktop-Web additiv und wie viel substituierend sein wird.

Und, vielleicht noch wichtiger, wie die Gerätenutzungsverteilung langfristig aussehen wird. Es ist unwahrscheinlich, dass das Desktop-Web in den wichtigen Metriken eine Mehrheit behalten wird.

Thingonomics: Neuer Podcast über das “Internet der Dinge”

Thingonomics ist ein neuer Podcast auf neunetz.fm, in dem Martin Spindler und ich die Entwicklungen bei der Vernetzung der Geräte, dem „Internet der Dinge“, analysieren werden.

Ich freue mich, den Podcast zusammen mit Martin machen zu können, da Martin zweifellos einer der führenden Experten im deutschsprachigen Raum zu diesem Themenfeld ist.

Thingonomics 1: Die Vernetzung der Welt:

Martin Spindler und Marcel Weiß sprechen in der ersten Ausgabe von Thingonomics, dem neuen Podcast über das ‘Internet der Dinge’, darüber, was man unter diesem weiten Themenfeld verstehen kann. Weitere Fragen, die in der ersten Ausgabe angesprochen werden: Wo stehen wir jetzt, was kommt als nächstes? Welche großen Fragen stellen sich nun, da die Vernetzung der Geräte an Fahrt aufgenommen hat?

Neben dieser ersten Bestandsaufnahme werden der Markt der Smartphone-Betriebsysteme als Blaupause für die Plattformmärkte der vernetzten Geräte debattiert, welche Konferenzen zum Themenfeld empfehlenswert sind und was wir für 2015 erwarten können.

Der RSS-Feed kann hier abonniert werden. iTunes folgt in Kürze.

Analyse: 60 Millionen Apple Watches in den ersten 24 Monaten

2015 wird das Jahr der Wearables. Nahezu jedes Konsumententechnologieunternehmen hat 2014 eigene Wearables, oft, aber nicht immer Smart Watches, vorgestellt oder für 2015 angekündigt.

Der Markt wird 2015 in Fahrt kommen. Im Gegensatz zu andern Formfaktoren, wie etwa Google Glass, hat das Handgelenk für Wearables frühzeitig erkennbar den meisten Sinn ergeben. 

Die große Frage lautet, wie die vielversprechendste Smart Watch, die Apple Watch, sich verkaufen wird.

Der unabhängige Apple-Analyst Neil Cybart hat die Analyse mit der bisher vielversprechendsten Methode vorgelegt, wie die Aussichten für die Apple Watch aussehen.

Ausgehend von der Zahl der Nutzer, die innerhalb eines Tages nach der Veröffentlichung einer neuen iOS-Version das Betriebsystem ihres iPhones updaten, ermittelt Cybart das Marktpotenzial der Apple Watch im ersten Jahr.

Das ist besser als Befragungen (Menschen wissen noch zu wenig über das Produkt) oder Vergleichswerte aus dem Markt der Armbanduhren (die Apple Watch hat noch weniger mit klassischen Uhren gemein als das iPhone mit Featurephones, entsprechend wenig vergleichbar sind die Marktpotenziale).

Stattdessen lassen sich mit der Methode von Cybart diejenigen Nutzer identifizieren, die  zu den early adoptern mit Apple-Geräten zählen. Da iPhones Voraussetzung für die Apple Watch sind, lässt sich hieraus grob ableiten, wie viele Menschen überhaupt in Frage kommen, sowohl von der eigenen Gerätebasis als auch der persönlichen Einstellung bei der ersten Edition der Apple Watch zuzuschlagen.

Neil Cybart kommt auf diesem Weg auf einen adressierbaren Markt für die Apple Watch im ersten Jahr von 60 Millionen Nutzern. Das entspricht 15% der iPhone-Gerätebasis. Seine Einschätzung geht davon aus, dass jede/r in dieser Gruppe innerhalb der ersten 12 bis 18 Monate eine Apple Watch kaufen wird. Für das erste Jahr geht er von 20 bis 30 Millionen verkauften Geräten aus und 30 bis 40 Millionen verkauften Geräten im zweiten Jahr.

Die Analyse von Neil Cybart ist als eine erste, informierte Einschätzung des Martkpotenzials der Apple Watch in Gänze lesenswert.

Lesenswert in diesem Zusammenhang ist auch seine Ergänzung, in der er das größte Risiko der Apple Watch anspricht: Akzeptanz des neuen Formfaktors bei Nutzern. Es ist noch nicht klar, inwiefern der Formfaktor der Smartwatches angenommen werden wird. (Der Wechsel von Featurephone zu Smartphone war aus vielen Gründen sehr viel leichter vorhersehbar.)

Alle Shows auf neunetz.fm jetzt auch in iTunes

Alle aktuellen Shows auf neunetz.fm findet man seit kurzem auch in iTunes.

Hier & Jetzt, die neue Interviewreihe mit Experten zu digitalen Aspekten, findet man hier in iTunes und hier als RSS-Feed. Zu den ersten Ausgaben zählen:

Das dienstälteste neunetzcast bleibt mit laut Feed.press ca. 2.000 Abonnenten wenig überraschend der Spitzenreiter unter den neunetz.fm-Shows. neunetzcast kann man hier als RSS-Feed, in iTunes und bei Bedarf auch auf Twitter abonnieren.

neunetz aktuell, die Instant-Analyse-Reihe folgenreicher Ereignisse im Technologiesektor, gibt es ebenfalls in iTunes und als RSS-Feed.

Wer immer auf dem Laufenden bleiben will und alle Shows von neunetz.fm abonnieren möchte, kann das am bequemsten mit dem Masterfeed des Podcastnetzwerks tun, den es nicht nur in RSS-Form gibt sondern nun ebenfalls auch bequem in iTunes. In einem Rutsch abonniert man so alle aktuellen und künftigen Podcasts.

Das lohnt sich, wenn man keine neuen Showformate verpassen will. Eine populäre Option: Knapp 300 Menschen haben den Masterfeed laut Feed.press bereits abonniert, ohne dass die iTunes-Integration offiziell verkündet wurde.

neunetz.fm lässt sich auch per Soundcloud, Facebook, Twitter und Email verfolgen.

In den nächsten Tagen werden auf neunetz.fm zwei neue reguläre Podcasts starten.

neunetzcast 54: Slack als das nächste Microsoft

Slack befindet sich in der (für ein so junges Unternehmen bemerkenswerten) Situation, im Enterprise-Sektor so bedeutsam zu werden wie es heute nur Microsoft ist. Eine Wachstumsrate für ein B2B-Unternehmen wie es Slack erlebt hat es in dieser Form noch nicht gegeben.

Die Begründung in Kurzform: Aufsetzend auf ein sehr gelungenes Kommunikationsangebot (interner Chat, kann unter anderem Email ersetzen) hat Slack bereits jetzt eine Plattform etabliert, die die sinnvolle Integration anderer SaaS-Produkte ermöglicht und damit zum Klebstoff wird, der die verschiedensten Angebote zusammenhält, die ein Unternehmen für die Organisation der eigenen Arbeitsprozesse nutzt. Slack kann damit je nach Bedarf reguläre Kommunikation und passive Kommunikation in Form von Activitystreams vereinen.

Auf welcher Ebene liegt heute die wichtige Plattform? In den Neunzigern war es das Betriebssystem. Slack (und das aus dem selben Grund mittlerweile zu Microsoft gehörende Yammer) zeigt, dass das künftig nicht mehr zwingend der Fall sein wird.

Die Begründung in etwas längerer Form und mehr in neunetzcast 54: Full Stack Agentur:

Johannes Kleske und Marcel Weiß sprechen über Newsletter, Slack und mobile Apps für Städte. Zum Abschluß gibt es Spekulationen über Foursquare.

8 Jahre neunetz.com: Zur Lage der digitalen Nation

Vor einigen Tagen ist neunetz.com acht Jahre alt geworden. Wie es mittlerweile Tradition ist, ziehe ich hier anlässlich des Jubiläums Bilanz und versuche mich an einer Einordnung der aktuellen digitalen Gesamtsituation.

mobile

Smartphones haben nach dem (und durch das) iPhone in den letzten Jahren einen sensationellen weltweiten Siegeszug hingelegt. Heute ist klar: iOS und Android haben gewonnen. Nicht trotz sondern gerade weil es zwei sehr unterschiedliche Modelle von zwei sehr unterschiedlichen Unternehmen sind: Bei iOS kommen OS und Hardware aus einer Hand. Apple verdient sein Geld mit dem Verkauf der Hardware. Android war die offensivste Defensivstrategie der jüngsten Wirtschaftsgeschichte. Um ein zweites Windows (und den Distributionsverlust im mobilen Sektor) zu verhindern, hat Google Android gekauft und aufgebaut. Androids Ziel für Google war und ist: Googles Dienste -Maps, Mail, die Suche usw.- zu möglichst vielen Menschen zu bringen. Maximale Reichweite. Google ist ein werbefinanziertes horizontales Unternehmen. Deshalb bietet Google natürlich auch iOS-Appausgaben seiner mobilen Angebote an.

Android ist das populärste mobile OS weltweit. Apples iOS ist das in jeder Hinsicht lukrativste OS der Welt. Android ist der Marktanteilsgewinner, iOS der Profitanteilsgewinner. Lange Zeit gab es zwei Unternehmen, die im Smartphonemarkt mit Hardware noch Geld verdient haben: Apple und Samsung. Samsung ist (auch dank Xiaomi) auf dem absteigenden Ast. 2014 ist deutlich geworden, was Analysten auch vorher bereits klar war: Android ist eine schwierige, oft unlukrative Plattform für Hardwarehersteller. Problem nur: Es gibt für viele keine Alternative.

Das Zweigestirn Android-iOS und seine Dynamiken ist unter anderem eine Blaupause für den riesigen Markt der Smart Devices und damit für die kommende digitale Weltordnung. Diese Märkte sind riesig genug, um mehre Plattformmodelle parallel zu tragen.

Aber noch einmal einen Schritt zurück. Die Digitalisierung verläuft in Etappen:

  1. Einzelne Computer: Vom Mainframe bis zum Minicomputer und PC.
  2. Vernetzung dieser Computer: Das Internet.
  3. Miniaturisierung, Personalisierung, Mobilisierung: Das Smartphone als der Taschencomputer mit Sensoren und Internetverbindung für jede/n jederzeit.
  4. Vernetzung aller Geräte: Das “Internet der Dinge”

Erstaunlicherweise wird in den öffentlichen Debatten vornehmlich noch über die Digitalisierung und ihre Auswirkungen bis (2) gesprochen. (3) ist währenddessen mit seiner Verbreitung in der Bevölkerung in den westlichen Ländern fast abgeschlossen. (In den USA und Westeuropa erreichen wir in den nächsten zwei Jahren die Sättigungsphase, wenn über 90 Prozent der Erwachsenen ein Smartphone besitzen werden.) (3) ist außerdem direkt an der Verbreitung von (4) beteiligt. Smartphones werden die Schaltzentralen vieler vernetzter Geräte.

(3) und (4) bilden zusammen den digitalen Sturm, der auf Wirtschaft und Gesellschaft zukommt. Das klassische Desktopweb, mit dem Browser auf Websites am Laptop, war eine harmlose Vorstufe dessen, was dieses Jahr bereits angefangen hat und sich nächstes Jahr fortsetzen wird.

Zu behaupten, der Möglichkeitsraum durch Smartphones und vernetzte Geräte wäre ein Vielfaches dessen was mit Web und Laptop möglich war, wäre eine Untertreibung. Wir sprechen bei smartphonebasierten Märkten allein von mindestens der zehnfachen Größe. Vernetzte Devices entsprechen einem weiteren Vielfachen.

Das Smartphone ist die Zukunft. Es ist das Zentrum, um das alles andere kreist. Apps sind reichhaltiger als Websites, aber sie sind auch aufwendiger und, zumindest auf absehbare Zeit, auch nicht auf eine Protokollplattform aufsetzend.

Mobile Apps sind aber auch keine Programme, die man mit den alten Desktopprogrammen gleichsetzen kann. Die ständige Internetverbindung, welche die Distribution der Apps und die Appinhalte selbst bestimmt und formt, wirkt auch auf das Wesen von Apps. Wir sehen bereits erste Auflösungserscheinungen der Apps auf iOS und Android. Was ist eine App heute? Was ist eine App in fünf Jahren? Die Antworten auf diese Fragen werden sehr unterschiedlich ausfallen. Notifications und Peripherie (Wearables) werden daran keinen kleinen Anteil haben.

Nur eins ist sicher: Der Browser wird nicht wieder die dominierende Interaktionsplattform werden. Zumindest nicht ohne Apperweiterungen.

Das Web ist aber alles andere als tot. Es ist und bleibt die Plattform, die überall dargestellt werden kann. Das Web ist die Verbindung über Betriebssysteme und einzelne Apps hinweg. Mobile Apps erweitern das Web wie es Browser nie gekonnt hätten. (Oft indem sie angebotspezifische Browser mit eigenen Interfaces sind. Again: Das Wesen der meisten mobilen Apps speißt sich aus der Internetverbindung. Viele Apps sind die Interfaces der Internetdienste.)

In spätestens 2 Jahren wird Internet synonym für das stehen, was wir heute noch unter ‘mobile’ verstehen. Die Post-PC-Ära ist hier. Und Smartphones werden nebenbei zu Fernbedienungen für alles.

“Internet der Dinge”

Das “Internet der Dinge” ist ein umständlicher Begriff für einen Trend, der unsere Zeit massgeblich definieren wird. Die Vernetzung aller Geräte, von groß bis klein, von privatem Alltag bis Industrie. 2014 war in jeder Hinsicht der Druchbruch dieser Entwicklung. Investitionen sind nach oben geschnellt. Sowohl was Risikokapital als auch Crowdfunding angeht. Ebenso Unternehmensgründungen und Forschungsprojekte. Last not least gab es auch die ersten großen Übernahmen (Nest an Google, SmartThings an Samsung).
Diese Aktivitäten finden auf jeder Ebene des Stacks statt. Bei den Endgeräten, auf der Plattformebene (die jeder gern kontrollieren würde), bis hinunter zu den Einzelkomponenten. Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Es findet gerade enormer Fortschritt bei Sensoren und Batterietechnologie statt. Beides wichtige Einzelkomponenten, die günstiger und effizienter werden. Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem es kaum noch Kostengründe gibt, ein neues Produkt nicht mit Vernetzungskomponenten auszustatten. So wie Smartphones Featurephones verdrängt haben und die günstigsten Android-Telefone kaum teurer sind als die noch angebotenen Featurephones, so werden sich nun nach und nach vernetzte/vernetzbare Geräte ausbreiten.

Die Implikationen sind enorm.

Ich verfolge die Entwicklung für Exciting Commerce in der Rubrik “Smart Devices“. Zusätzlich starten wir in den nächsten Tagen einen neuen, regelmäßigen Podcast zum Thema der vernetzten Geräte auf neunetz.fm.

Ein echtes digitales Ökosystem

Was passiert, wenn jede/r einen Taschencomputer besitzt und immer dabei hat?
Man kann, zum Beispiel, vernetzte Geräte ohne Display anbieten. Das Display/Interface und (eventuell) auch das ‘Hirn’ des Gerätes können an die immer leistungsfähigeren Taschencomputer ausgelagert werden.

Das ist nur ein Beispiel für etwas, das mich seit einigen Monaten beschäftigt. Wir sind 2014 endgültig an einem Punkt angekommen, an dem wir von einem echten digitalen Ökosystem sprechen können.

Im Technologiesektor wird oft von Ökosystemen gesprochen, wenn eigentlich ‘nur’ Plattformen gemeint sind, die über Programmierschnittstellen einen mehr oder weniger kontrollierten Zugang zur Plattform für Drittanbieter bereitstellen. In diesem Zusammenhang ist ‘Ökosystem’ oft nur ein Euphemismus.

Gesamtheitlich betrachtet, sehen wir allerdings nun ein ‘echtes’ digitales Ökosystem. Ein digitales, miteinander mehr oder weniger verbundenes System, das alles Denkbare bereitstellt. Ein sehr schlichtes Beispiel: Neben Google ist Facebook als massiver Distributionskanal entstanden. Das macht Publikationen wie Buzzfeed möglich. (So wie Google die SEO-Industrie und eBay seine Powerseller ermöglicht haben.) Immer mehr Plattformen haben eine Reichweite und eine Reife erreicht, die sie selbst zu Zentren machen, die einbezogen werden können. Das heißt auch, dass immer mehr Plattformen miteinander verbunden werden können. (Man denke etwa an Apples Appstore und Ubers Spotifyverknüpfung.) Was meine ich damit: Crowdfundingplattformen wie Kickstarter sind nicht mehr für sich allein interessant. Interessant ist, was um sie herum entsteht und durch sie ermöglicht wird.

  • Wie können Dienstleister den Crowdfundingprojektmachern beim Management und der Erfüllung helfen?
  • Welche externen Werkzeuge können bei der Discoverability neuer Crowdfundingprojekte helfen?
  • Wie könnte heute zum Beispiel eine völlig neu gedachte Literaturagentur aussehen, die Selfpublisher und Crowdfunding konsequent mitdenkt? Die, selbst auf eigene Software setzend (und somit skalierend), ein Rundummanagement für die anbietet, die unabhängig aber nicht allein arbeiten wollen? Was passiert mit “Selfpublishing” als Sektor, wenn es eine Vielzahl solcher Unternehmen geben wird?
  • Wie viel attraktiver werden Kickstarter und Startnext, wenn um sie herum eine effiziente Dienstleistungswirtschaft im Millionenbereich entstanden ist?

In den USA, wo diese Märkte in jeder Hinsicht reifer sind als hierzulande, kann man bereits die Anfänge dieser Entwicklungen beobachten. Crowdfunding ist nur ein Beispiel, um das digitale Ökosystem zu verdeutlichen. Weitere Beispiele:

  • Was passiert mit dem klassischen TV, wenn On-Demand-Streaming eine von vielen Funktionen des Hubs ist, an dem Unterhaltung (TV) und Steuerung des Smart Homes im Haushalt zusammenlaufen? Was ist überhaupt noch TV zwischen Twitch, Netflix und YouTube?
  • Was passiert mit dem klassischen Hörfunk wenn Musikstreamingdienste wie Spotify und Deezer (das dieses Jahr den Podcastdienst Stitcher übernommen hat) Podcasts, also gesprochenes Wort, integrieren?
  • Wie könnte in so einer integrierten Audiowelt ein neuer, organisatorisch frisch gedachter “Radiosender” aussehen?
  • Was passiert mit dem Radio, wenn Spotify und Podcasts im Auto per Smartphone integriert sind? Was bewirkt die Integration von Spotify in Uber?
  • Wie muss man eine Reiseagentur neu denken in einer Welt, in der Uber und AirBnB ihre jeweiligen Kategorien dominieren? Die Kategorien sind Transport und Übernachtung.
  • Was passiert wenn in jeder Weltmetropole jeweils Tausende Fahrer mit Smartphoneanbindung mit Uber, Lyft und co. ihr Geld verdienen? Diese Fahrer also bereits im On-Demand-(Klein)unternehmer-Modus verfügbar sind und möglichst geringe Downtime haben möchten? Was passiert, wenn man als neuer mobiler Appdienst im Wissen dieser existierenden Fahrerflotte sein Angebot konzipieren kann? Welche Auswirkungen hat das zum Beispiel auf die Logistik des Onlinehandels?
  • Wie kann man in so einer Welt das digitale Ökosystem nicht zum Mittelpunkt seines Schaffens machen?
  • Die Antwort auf die letzte Frage wird immer einfacher. Die Richtung ist eindeutig. Das einzig schwierige bleibt das ‘Wie’.

Die Folge: Wir haben international einen Tipping Point erreicht, der in Deutschland noch weniger sichtbar ist als anderenorts. Der Default neuer Unternehmen oder neuer Produkte war bisher das analoge Angebot. Langsam sind digitale Komponenten hinzugekommen. Aber sie waren immer: zusätzlich. Wir erreichen nun einen Punkt, an dem sich das umdreht. Bestehende wie neue Produkte und Unternehmen brauchen zunehmend einen digitalen Kern oder zumindest eine sinnvolle digitale Komponente.

Alles, was vollständig losgelöst ist vom digitalen Ökosystem wird langsam aber sicher marginalisiert. (Die Betonung liegt sowohl auf ‘langsam’ (Jahre bis in wenigen Fällen Jahrzehnte) als auch auf ‘sicher’ (100%).)

Dieser Trend bedeutet für etablierte Unternehmen vor allem eins: Die Geschwindigkeit des Wandels selbst wird sich in den nächsten Jahren enorm beschleunigen. Man vergleiche etwa die Dauer des Wandels der Musikindustrie, angefangen Ende der Neunziger, mit den Taxidiskussionen rund um myTaxi und Uber. Die Taxibranche hat es mit größerer Wucht getroffen.

Neue Dienste, die all die neu verfügbaren Hooks richtig nutzen, setzen auf ein Distributionssystem, das sich zu den klassischen Strukturen wie ein Gepard auf Speed zu einer Schildkröte verhält. Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Möglichkeitsräumen erreichen cartoonhafte Dimensionen.

Neben den neuen digitalen Strukturen und der Geräteverbreitung gibt es einen weiteren Faktor, der die Veränderungen beschleunigt: Das Verhalten der Bevölkerung wird auf selbstverständliche Weise digital. Wer seit zehn Jahren ab und an bei Amazon bestellt und seit neuestem per WhatsApp mit den Enkeln kommuniziert, wird heute eher ein Uber oder Netflix testen als vor fünf, zehn oder 15 Jahren. Berührungsängste gehen, der Tipping Point kommt.

Auch hier können die Auswirkungen der Smartphones, echte Volkscomputer, kaum überschätzt werden.

Europa

Was passiert mit Europa, wenn die Zukunft zwischen China, Indien und den USA aufgeteilt wird?

Diese Frage stellt sich auch ohne Digitalisierung. Europa verliert in jeder Beziehung global an Bedeutung. Wie schwer sich Europa und sein stärkstes Land Deutschland mit der Digitalisierung tun, kommt erschwerend hinzu.

Es sieht nicht gut aus für Europa. Das Recht auf Vergessen, eine nicht zielführende Debatte über eine Google-Zerschlagung. Nichts davon ist agieren, nichts davon ist Vorbereitung auf eine eigene Zukunft. Es ist reagieren und versuchen, zu verhindern.

Es macht nach wie vor nicht den Eindruck, als wäre den Regierungen Europas bewusst, wie dringend Handlungsbedarf besteht, etwas aufzubauen. Dabei ist die Zeit für einen wirksamen Kurswechsel fast abgelaufen. Es verstärkt sich zunehmend der deprimierende Eindruck, als würden wir den Niedergang Europas als global relevante Region erleben. Noch sind die reichen Länder Europas zumindest wichtige Absatzmärkte. Aber wie lang bleibt das so, wenn es an der Infrastruktur fehlt, auf Jahre keine ernsthaften Investitionen angestrebt werden und die asiatischen Märkte aufsteigen? Was passiert, wenn irrgeleitete Regulierung zum Schutz hiesiger Konzerne Europa zusätzlich unattraktiver für genuin digitale Modelle macht?

Die irrwitzige Valley-als-Feindbild-Fetischierung deutscher und europäischer Eliten täuscht darüber hinweg, was global passiert. Wir haben dieses Jahr beobachten können, dass der Technologiesektor sehr wohl neben seiner US-Zentriertheit auch global erfolgreich agiert. Das chinesische Alibaba hat den größten Börsengang aller Zeiten vollzogen. Die zwei nächsten großen Internet-Börsengänge kamen aus Deutschland: Rocket Internet und Zalando. (siehe meine Anmerkungen zu Rocket Internet) Der Onlinehandel hat weitere signifikante Börsengänge in UK und Australien gesehen.

Es bleibt abzuwarten, wie die deutsche Öffentlichkeit und wie Europa als Ganzes auf die höhere Geschwindigkeit des Wandels 2015 reagieren werden. Aktuell macht es den Eindruck als würde man sich hinter den Kulissen für einen größeren Backlash für die nächsten Jahre aufstellen. Springer mit europäischem Politico, Oettinger statt Kroes an der Spitze der digitalen EU. Axel Springer dürfte, für Aufmerksame wenig überraschend, der toxischse Akteur in diesem Spiel werden.

Man sollte das nicht unterschätzen: Wie die digitale Regulierungsschlacht in Europa ausgeht, wird direkt beeinflussen, ob Europa noch eine global relevante Zukunft hat oder nicht.

Politik

Die Totalüberwachung ist ein politisches Problem, das, so scheint es, von der aktuellen Politikergeneration nicht mehr gelöst werden wird. Technische Lösungen werden notwendig. Und bei ihnen steht und fällt alles mit dem, was die großen Konzerne als Defaults in ihre Angebote einbauen.

Eine in der Bevölkerung verbreitete Verschlüsselung der Kommunikation, und damit eine Rückkehr zu so etwas wie digitaler Privatsphäre, wird nicht aus der Hacker- und Aktivistenwelt kommen können; zumindest nicht, ohne dass die Lösung von den Konzernen übernommen wird. Die oben angesprochene gigantische Ausweitung der Informationstechnologie in den Alltag der gesamten Bevölkerung hat auch hier ihre Auswirkungen, die vielen Aktivisten noch nicht vollständig bewusst zu sein scheint. (Mit einem Mindset der Neunziger, das von Computern ausgeht, an denen nur interessierte, aktive Bastler sitzen -verbunden mit einer impliziten, manchmal expliziten Beschimpfung aller Nichtbastler-, entlarven sich all zu viele Aktivisten hierzulande als anachronistisch. Ein gesellschaftliches Problem, das aktuell noch größer zu werden scheint. Denn mehr denn je braucht es Menschen, die auf der Höhe der Zeit im Namen der Bürger aktiv werden.)
Wie diese und andere technologischen Entwicklungen auch abseits des Erwartbaren von Blockchain bis Mesh-Netzwerken aussehen können, werden wir hier künftig unter dem Label “Post-Snowden” beleuchten.

Fazit

Software is, indeed, eating the world.

Here is to the future.

Weitere Rück- und Ausblicke:

Nach neun Jahren Angela Merkel

Sascha Lobo auf Spiegel Online:

Was die von Angela Merkel angesprochenen “digitalen Chancen” angeht – bei einer seit neun Jahren regierenden Bundeskanzlerin kann man den Status quo als Produkt ihrer Politik betrachten.

Dabei gibt es ein bestimmendes Schlagwort der Merkelschen Digitalpolitik: Versagen. Natürlich muss man hier differenzieren. Und zwar zwischen mutwilligem und fahrlässigem Versagen. Fahrlässig ist etwa, seit vielen Jahren nichts Messbares erreicht zu haben, was die dringend notwendige Glasfaserverkabelung der Bundesrepublik angeht. Mutwilliges Versagen wird es dort, wo Merkel die Netzneutralität verkauft, im Tausch gegen ein bisschen Netzausbau. Kaum ein Bereich, in dem das Problem des Merkelschen Politikansatzes kristalliner zu Tage tritt.

Neun Jahre Angela Merkel sind neun Jahre, in denen Deutschland die eigene Zukunft verschlafen hat.

Das reiche Deutschland liegt beim Glasfaserausbau im europäischen Vergleich auf dem letzten Platz. Das ist allein Angela Merkels Verdienst.

Auch die nächsten drei Jahre unter Angela Merkel werden allem Anschein nach nicht anders aussehen.1 Angela Merkel wird höchstwahrscheinlich in die Deutsche Geschichte eingehen als die Bundeskanzlerin, die in ihren 12 oder mehr Jahren im Amt Deutschland visionslos in die Bedeutungslosigkeit geführt hat.

Es ist bemerkenswert, wie wenig medialen Gegenwind sie dafür erfährt.2

Sie ist als pure Machtpolitikerin die denkbar schlechteste Person an der Spitze des Landes in einer Zeit, in der Weichen für die Zukunft gestellt werden müssen.


  1. Tatsächlich ist statt Stillstand Rückschritt noch wahrscheinlicher. Weitere Gesetze für Axel Springer und die Abschaffung der Netzneutralität für mehr Telekom-Profit sind nur die offensichtlichsten Kandidaten. 

  2. Mindestens ebenso bemerkenswert ist, wie wenig sie in der Internetstartupwelt dafür kritisiert wird. Angela Merkel ist direkt persönlich für die Grenzen des deutschen Digitalmarktes verantwortlich. Sie ist direkt dafür verantwortlich, dass es an Breitbandausbau fehlt. Sie ist direkt dafür verantwortlich, dass es nach wie vor viele gesetzliche Grauzonen gibt, die Onlinegeschäfte erschweren. Und ihr alternativloser Opportunismus ist auch der Grund, warum sie immer nur auf die Belange großer Konzerne hört. Diese Kanzlerin wird niemals junge “disruptive” Unternehmen auch nur ernst nehmen, solang sie nicht konstant öffentlich für ihr Verhalten kritisiert wird. 

Facebook hat jetzt 4 Produkte, die mehr Nutzer haben als Twitter


Instagram erreicht 300 Millionen monatliche aktive Nutzer. Wie Kurt Wagner auf Twitter anmerkt, bedeutet das, dass Facebook jetzt vier Produkte hat, die mehr Nutzer haben als Twitter (284 Mio. User):

  • Instagram (300 Mio. User)
  • Whatsapp (600 Mio. User)
  • Facebook selbst (1,35 Mia. User)
  • Messenger (500 Mio. User)

neunetzcast 53: Moto 360 und der Stand bei Android Wear

neunetzcast 53: Leere Akkus nach dem Frühstück:

Markus Angermeier und Marcel Weiß sprechen über Markus’ neue Moto 360 und Android Wear und Smartwatches allgemein.

Markus spricht ausführlich über seine Erfahrungen mit seiner Moto 360. Hörenswert für alle, die sich dafür interessieren wie es um Smartwatches allgemein und um Android Wear speziell steht.

Axel Springer wird seinen rücksichtslosen, destruktiven Lobbyweg fortsetzen

Professor Dr. Thomas Hoeren auf Legal Tribune Online:

Die Gier von Springer und anderen richtete sich darauf, selbst Textfragmente, die unterhalb der Schutzhöhe für urheberrechtliche Werke liegen, für sich und ein eigenes Leistungsschutzrecht usurpieren zu wollen. Das kann schon deshalb nicht sein, weil Leistungsschutzberechtigte beim urheberrechtlichen Gestaltungsprozess nur Hilfspersonal sind. Die Zeitungsverleger meinen jedoch, ihre Leistung sei deutlich schutzwürdiger als die der Urheber selbst. Und diese Arroganz wird jetzt bestraft. Das Urteil der Experten, welche sich in der vergangenen Woche vor dem Ausschuss Digitale Agenda im Bundestag äußerten, war vernichtend, fast ausnahmslos plädierten die Gutachter für die Abschaffung des Leistungsschutzrechts.

Mit dem Tod des Leistungsschutzrechts für Zeitungsverleger sollte überlegt werden, wie man das Urheberrecht vor solchen fehlgeleiteten Angriffen von Springer und Co. sichern kann. Und es wieder zu dem machen, was einmal war: ein effektives Schutzinstrument im Interesse der Kreativen selbst.

Die Machtstrukturen in Berlin sind keinesfalls derart, dass das Leistungsschutzrecht für Presseverleger wieder abgeschafft würde, nur weil alle Experten dafür plädieren. Die Expertenmeinungen haben beim Schreiben des Gesetzes keine Rolle gespielt, sie werden es nun auch nicht tun. Der alternativlose Opportunismus der Kanzlerin ist eine hervorragende Projektionsfläche für Axel Springer.

Axel Springer, ab Frühling 2015 Miteigentümer des neuen Europäischen Politico, wird seinen destruktiven, rücksichtslosen Lobbyweg fortsetzen – auch und vor allem auf Europäischer Ebene. Das Presseleistungsschutzrecht war erst der Anfang.

Axel Springer wird die treibende Kraft des Backlashs in Europa werden. Es wird darum gehen, mittels Regulierung Konzerne wie Axel Springer, das so orientierungslos ist wie seine Peers, auf Kosten aller anderen zu retten.

Das betrifft auch und besonders Internetstartups, deren Rahmenbedingungen auf dem Europäischen Markt dadurch erschwert werden.

Eine Tatsache, der sich aktuell noch kaum ein hiesiger Gründer bewusst zu sein scheint.

Europa braucht Breitbandausbau, keine Google-Zerschlagung

Nico Lumma platzt die Hutschnur: Nur tut mir bitte mal einen Gefallen, wenn Ihr Eure Zerschlagungsphantasien in den Zeitungen Europas publiziert, wenn ihr in den Parlamenten wettert und in den Hinterzimmern der Republik geheimnisvoll tuschelt. Tut … [Continue reading]

Immer mehr mobile Apps konzentrieren sich auf Städte

Für Wired habe ich über den Megatrend stadtspezifischer Apps geschrieben.[1] Warum Apps wie Uber nur in Städten funktionieren | WIRED Germany: Die unterschiedliche Bevölkerungsdichte ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass immer mehr mobile … [Continue reading]

Fall fürs Kartellamt: Wenn nur Google vom Leistungsschutzrecht freigestellt wird

Thomas Stadler auf Internet-Law: Das Leistungsschutzrecht scheitert vorerst und verzerrt dennoch den Wettbewerb: Die jetzige Ankündigung der VG Media führt allerdings zu dem absurden Ergebnis, dass von Google vorläufig keine Lizenzzahlungen mehr … [Continue reading]

Was wenn Apple den S1-Computer in der Apple Watch austauschbar macht?

In der Apple Watch steckt der S1. In Apples eigenen Worten ein "Computer auf einem Chip". SoCs, Systems on a Chip, sind nichts neues. Der S1 könnte aber, so hat es den Anschein, eine neue Ära einleiten. Apple bewegt sich bereits mit dem … [Continue reading]

“Ein allenfalls an Jahren fortgeschrittenes Kulturpublikum”

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Youtube baut weltweit kostenfreie Aufnahmestudios für Youtube-Stars

YouTube eröffnet ein Aufnahmestudio in Manhattan, das von YouTubern mit mehr als 5.000 Abonnenten kostenfrei genutzt werden kann. David Carr in der New York Times: The same could be said for the 20,000-square-foot space we stepped out into on the … [Continue reading]

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Erster Schritt zur Smart-Home-Zentrale: Apple TV bekommt HomeKit-Zugang

Anfang September schrieb ich, dass Apple TV prädestiniert ist, zur Schaltzentrale des Smart Homes ausgebaut zu werden: Apple könnte, wie einige Experten bereits zu recht vermuten, das Apple TV zum Smart-Home-Hub ausbauen. Smart Homes brauchen eine … [Continue reading]

Mesh-Chatapp FireChat verbreitet sich in Hongkong aus Angst vor Internetzensur

FireChat, der mobile Chatdienst, der auf Mesh-Netzwerkfunktionalität setzt und im Notfall auch ohne Internet auskommt und über Wifi oder Bluetooth kommunizieren kann, hat seinen ersten großen Kriseneinsatz gefunden: Hongkong.  Nach einem Aufruf eines … [Continue reading]

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