Apple Pay ist für Payments was Google Maps für Karten war

Hervorragender Vergleich von Apple Pay mit Google Maps von Igor Schwarzmann:

What Google did is provide easy access to the best location and map data in a simple, easily integratable way. Without Google Maps, we wouldn’t have companies like Foursquare, Yelp, etc. They all would have needed to build their own mapping infrastructure or rely on a more expensive / less accurate one. With Google they just used the best possible solution, for free. It suited both sides. Google got a lot of data out of this symbiosis and achieved what it always wants: more data. And app developers didn’t have to worry about location data and just build the best possible services around it.

Apple just did the same for payment. By integrating a payment services on the OS level, they basically are taking care of the whole, extremely complex process that is required to authenticate payments. Now any developer out there can just use the Apple Pay API to integrate payment into their own application.

iOS ist nicht das mobile Betriebsystem mit der größten installed base. (Das ist Android.) Aber iOS hat Eigenschaften, die es für Integrationen wie Apple Pay prädestiniert: Zahlungskräftige Nutzer und leichte Messbarkeit des adressierbaren Marktes rund um neue Features. Ein Markt, der gleichzeitig schnell eine signifikante Größe in Märkten wie den USA erreicht.

Das ermöglicht es Apple, solche iOS-Integrationen für die anderen notwendigen Seiten der Plattformen attraktiv zu machen. (In diesem Fall Händler und Kreditkartenunternehmen, die von der zusätzlichen Sicherheit durch TouchID profitieren.)

Das Ergebnis kann nicht nur potenziell gefährlich sein für Amazon, es ermöglicht auch eine Verbindung von Handel, Dienstleistungen und Apps und daraus folgende Experimente, die es vorher dank der Implementierungshürden nicht gegeben hat.

Auf Apple Pay können mobile Marktplatz-Experimente ebenso aufsetzen wie Dienste wie Foursquare oder AirBnB, die ihre Funktionen erweitern.

Die erste Apple Watch ist wie das erste MacBook Air

In neunetzcast 48 sprechen Johannes Kleske und ich ausführlich über die Apple Watch, deren erste Inkarnation mehr mit dem ersten MacBook Air gemeinsam hat, als Apple lieb sein dürfte.

Sprich: Die Apple Watch kann als Produktfamilie in einigen Jahren die populärste Familie in einer der wichtigsten künftigen Computerkategorien werden. Aber die erste Inkarnation sieht aktuell eher unnutzbar aus.

 

 Auch in neunetz aktuell habe ich mich mit der Apple Watch beschäftigt.

Ebenfalls hörenswert sind Johannes Kleske und Florian Schumacher in I Grow Digital 9 und Ben Thompson und James Allworth in Exponent 17 zur Apple Watch.

Siehe auch:

Aktuelles: Podcasts, Uber, Leistungsschutzrecht

Lesenswerte Analysen und Hintergrundberichte zu aktuellen Entwicklungen:

Die Linktipps gibt es immer Montags und Freitags. Sie können auch auf Twitter und auf App.net verfolgt werden.

Die Implikationen der Apple Watch

„iPhone required”

„iPhone required“. Die Apple Watch wird natürlich, zumindest vorerst, ‚nur’ als Erweiterung des iPhones agieren. Das war absehbar. Das iPhone ist der neue Personal Hub.

Das mag sich irgendwann drehen. Immerhin war das iPhone selbst, als es begann, eine Erweiterung des Laptops. Der klassische Rechner, aus Sicht von Apple natürlich ein Mac, war das Personal Hub. Alles andere waren Satelliten, die um dieses Zentrum kreisten. Jetzt ist, vollkommen logisch, das iPhone, beziehungsweise natürlich das Smartphone, dieses Zentrum. Das Hub, um das sich alles andere dreht. An das andere Geräte andocken können.

Die Apple Watch ist der jüngste und schlagartig natürlich der meistdiskutierteste Neuzugang.

Sensoren machen Watches smart

Mit vielen Sensoren ausgestattet, der M7-Nachfolger M8 kann sogar dank Barometer Höhenunterschiede von Stufen erkennen, ist die Apple Watch ein fast eigenständiger Computer. Das unterscheidet sie massgeblich von allem, was unter Android Wear am Markt verfügbar ist.

Android Wear ist fast ausnahmslos ein Second Screen für das (Android-)Smartphone. Die Apple Watch ist voller eigener Funktionen. Ein Handgelenkcomputer, abhängig vom Smartphone. Aber trotzdem ein Handgelenkcomputer.

Das hat diverse Implikationen.

Die vorgestellten Funktionen der Apple Watch auf der Keynote waren zahlreich. Apple scheint, ähnlich wie beim iPad, noch nicht so richtig zu wissen, welche der Einsatzzwecke der Watch sich im Alltag als die wichtigen herausschälen werden. Was also wird der Hauptgrund, um eine Apple Watch zu besitzen? Fitnesstracker? Schnelle Kommunikation mit engen Freunden? Notifications? Maps? Egal, einfach alles drin.

Die Apple Watch ist ambitioniert. Sie ist ein ambitioniertes Projekt, das auch ein Projekt des CEOs ist.

Apple-CEO Tim Cook hat die Apple Watch vorgestellt, sie wird mit seinem Apple, dem Post-Jobs-Apple, untrennbar verbunden werden und er war bei der Vorstellung sichtlich euphorisch.

Das macht die Apple Watch nicht zu einem automatischen home run. Aber es macht sie sofort zu einem zumindest spannendem Produkt.

Sie ist vom Start weg mehr als ein ‘Hobby‘. Wahrscheinlich nicht zuletzt auch, weil sie im Gegensatz zum Apple TV nicht gegen einen Rechtedschungel antreten muss.

Die Sensoren definieren die Watch: Sie helfen als Kartenzusatz bei der subtilen Richtungsfindung, sie machen sie zur Fernbedienung des AppleTVs -nur ein Nebensatz von Cook, der beim nächsten AppleTV-Event wieder aufgenommen werden wird-, und lässt die Watch erkennen, wenn sie vom Arm getrennt wird. Das ist praktisch für Apple Pay: Die Watch muss nach dem Abnehmen erst wieder entsperrt werden, um mit ihr zahlen zu können.

Sie ist wasserresistent, aber nicht wasserdicht. (Das heißt, man kann sie zum kochen, aber nicht zum schwimmen am Arm lassen.) Sie hat ein Mikrofon für Anrufe und Siri. Die Apple Watch hat nicht nur Bluetooth, sondern auch ein Wlan-Modul.

Das alles hat, vor allem mit dem Screen, einen Preis. Einen hohen Preis: Die Batterie wird voraussichtlich nur mehr oder weniger einen Tag durchhalten.

Eine deutliche 1.0-Version also.

Die Apple Watch ist noch ein ‚Dazwischen’

Apple hat für sich anscheinend noch nicht entschieden, ob die Smartwatch als eigenständiger Computer oder als Zusatz betrachtet werden soll.

Heute ist sie Zusatz, auch wenn schon viel mehr unter der Haube steckt -für morgen. Übermorgen, wenn sich der Hubaspekt wieder drehen wird, wird sie eigenständig.

Bis dahin bleibt sie ein ‘Dazwischen’.

Das macht sie mit den dadurch entstehenden Batteriekosten nicht gerade zu einem optimalen Produkt. Selbst wer für nur eine Übernachtung verreist, muss für die Apple Watch ein eigenes(!) Ladekabel einpacken.

Die langfristige Aussicht

Da die Apple Watch heute an das iPhone gekoppelt ist, lässt sich der insgesamt adressierbare Markt extrem leicht beziffern. Tim Cook selbst hat ihn auf der Keynote genannt. Alle iPhones ab inklusive dem iPhone 5 sind mit der Apple Watch compatibel. Die installed base all dieser Modelle beträgt laut Apple 200 Millionen Geräte. Das heißt es gibt weltweit 200 Millionen Menschen, für die aktuell der Erwerb einer Apple Watch überhaupt in Frage kommen würde.

Wie viele davon tatsächlich eine kaufen werden, lässt sich bei einer so neuen Kategorie nur schwer vorhersagen. Manche gehen von bis zu 50 Millionen verkauften Geräten für 2015 aus. Das würde also, je nachdem wie viele neue Modelle sich verkaufen, bei einem Fünftel des TAM einpendeln. Das halte ich für eher unrealistisch.

Die Version 1.0 wird sich noch nicht so gut verkaufen. Aber die Version 1.0 ist auch nicht das interessante für eine Analyse. Man vergleiche das erste iPhone mit den aktuellen Modellen von 5s bis 6. Die technologische Weiterentwicklung ist enorm. Die erste Apple Watch ist noch recht dick und hält voraussichtlich kaum länger als einen Tag. Aber nichts davon wird in drei, vier, fünf Jahren noch der Fall sein.

Apple hat einen Grundstein gelegt, kein fertiges Haus vorgestellt. Deshalb sollten alle, die keine Hardcore-Fans sind, besser bis zur Version 2 warten, so denn man eine Apple Watch kaufen will. (Und die meisten potenziellen Kunden werden auch erst einmal das tun: abwarten.)

Für die langfristige Strategie von Apple ist auch der Name ein deutlicher Hinweis:

Apples Smartwatch heißt nicht iwatch sondern schlicht Watch. Apple Watch. Das deutet vor allem auf eins hin: Eine Produktfamilie. Es wird kaum bei den drei vorgestellten Modellen bleiben, die bereits mit den Armbändern individualisiert werden können, bleiben.

Was man am Körper trägt, ist intim, persönlich. Das muss das Selbstverständnis der Trägerin widerspiegeln. Eine Produktfamilie ergibt hier schlicht Sinn.

Die Fragen für die kommende Zeit: Wie wird sich das Plattformverhältnis zwischen iPhone, iPad, Watch und AppleTV in nächster Zeit entwickeln? Wie wird Android auf die Apple Watch reagieren?

Und: Wenn Version 1 der Apple Watch “Anfang“ 2015 auf den Markt kommen soll, was gut die letzte Woche des ersten Quartals bedeuten kann, wann wird dann Version 2 erscheinen? Bereits Ende 2015 zum Weihnachtsgeschäft? Die Apple Watch bietet sich dank ihres Einstiegspreises noch mehr als Weihnachtsgeschenk an als iPhones. Apple wird, auch aus Marktanteilsgründen und daraus folgend Plattformgründen, eher früher als später auf den Weihnachtszug mit der Watch aufspringen müssen.

Ein weiterer Grund für Kunden bei der ersten Inkarnation zurückhaltend zu sein.

neunetz aktuell

In neunetz aktuell habe ich die Apple Watch kurz analysiert:

Weitere lesenswerte Analysen zur Apple Watch

neunetz.fm – Ein neues Podcast-Netzwerk

„Deshalb starte ich heute ein neues Podcast-Netzwerk.”

Dieses neue Podcast-Netzwerk heißt neunetz.fm. neunetz.fm wird künftig das Zuhause für neunetzcast und weitere Podcasts darstellen. Mit neunetz.fm als neue Basis sind wir jetzt vorbereitet, um unsere Podcastaktivitäten weiter auszubauen.

Es ist einiges geplant.

Hier, was bereits verraten werden kann:

Der neunetzcast wird künftig in zwei separate Podcasts aufgeteilt. Unter „neunetzcast“ werden wir künftig wöchentlich über die aktuellen Entwicklungen im Tech-Sektor sprechen. ‚Wir‘, das sind neben mir Johannes Kleske und Markus Angermeier. In der Regel werden sich Johannes und Markus von Woche zu Woche abwechseln. Aber auch Dreiergespräche sind nicht ausgeschlossen. Schauen wir mal.

Markus war am Anfang von neunetzcast, die Älteren mögen sich erinnern, bereits ein regelmäßiger Gesprächspartner. Ich freue mich, dass er jetzt wieder regelmäßig dabei sein wird.

Die jüngste Ausgabe des neunetzcasts ist nach langer Pause wieder mit Markus, trägt den bereits jetzt klassischen Titel „Registrieren Sie Ihre Dunstabzugshaube“ und befasst sich unter anderem mit neunetz.fm, dem ‘Celebrity Nude Leak‘, dem neuen Foursquare und Ello.

Der zweite Teil von neunetzcast umfasste Gespräche mit verschiedenen Leuten wie zum Beispiel von Anja Seeliger zur Totalüberwachung über Cay Wesnigk zu zeitgemäßen öffentlich-rechtlichen Medien hin zu Matthäus Krzykowski über die Entwicklungen in der mobilen Welt. Diese Gespräche werden künftig in einer neuen Gesprächsreihe ihren Platz finden. Für diese Reihe werde ich auch Menschen auf Konferenzen hinterhältig mit Mikrofonen auflauern.

Des weiteren hat nun auch neunetz aktuell seinen eigenen Platz gefunden. Das Instant-Analyse-Experiment, das mit einer ersten Ausgabe zum Amazon Fire Phone begann, wird auf neunetz.fm nun fortgesetzt. Der zugehörige Feed kann bereits abonniert werden. iTunes folgt.

Neben diesen drei Podcasts sind zwei weitere Podcasts in der Vorbereitung, zu denen ich noch nichts konkretes sagen kann, weil sich beide noch im Planungsstadium befinden. So viel sei aber verraten: Sie werden das Gesamtangebot von neunetz.fm gut abrunden.

Köpfe: Auf neunetz.fm hat jeder Gesprächspartner, jede Gesprächspartnerin, eine eigene Unterseite mit allen Auftritten in allen Podcasts auf neunetz.fm. Jede dieser Unterseiten kann separat als Feed abonniert werden. Wer also etwa nur an Podcastausgaben mit Johannes Kleske (Unterseite) oder mit Markus Angermeier (Unterseite) interessiert ist, kann die zugehörigen Feeds zum Beispiel hier für Johannes oder hier für Markus abonnieren. Interessant ist das natürlich auch für wiederkehrende, aber unregelmäßige Gäste wie zum Beispiel Bertram Gugel. (Feed)

Um den Betrieb von neunetz.fm nachhaltig gestalten zu können, muss der Aufwand refinanziert werden. Ich freue mich, dass ich hierfür einen Vermarktungspartner gewinnen konnte. Mehr zu diesem Thema in Kürze.

Der Masterfeed von neunetz.fm mit allen Episoden aller Podcasts kann hier abonniert werden. Ein iTunes-Eintrag folgt in Bälde. Man kann neunetz.fm auch via Email, auf Soundcloud, auf Facebook und auf Twitter verfolgen.

neunetz.fm steht noch am Anfang, es hat noch Ecken und Kanten. Anmerkungen und Feedback deshalb gern hier in die Kommentare oder per Email an mich.

Das goldene Zeitalter der Podcasts

Podcasts gibt es als Medium seit langer Zeit. Richtig benutzbar sind sie aber erst in den letzten Jahren geworden.

Wer 2005 versucht hat, wie ich, Podcasts in den eigenen Alltag zu integrieren, verlor vor allem Nerven. Mit Podcatchern genannten Programmen konnte man Podcast-Feeds abonnieren, und die so heruntergeladenen Episoden in Dateiform am Rechner hören oder auf einen MP3-Player übertragen. Nach dem Hören am Rechner liesen sich Episoden automatisch löschen, wenn man das eingestellt hatte. Am MP3-Player war das aber nicht möglich. Also entweder am Rechner hören oder umständlich merken, welche Episoden schon gehört wurden und welche nicht, um anschließend aufräumen zu können.

Kurz: Es war aufwendig und nur schlecht bis gar nicht in den Alltag integrierbar. Das Medium Podcast war spannend, aber seine Zeit war noch nicht gekommen.

Nicht (allein) die Integration von Podcasts in iTunes verhalf dem Medium schließlich zu dem Durchbruch, den man aktuell beobachten kann. Es war stattdessen, wie so oft dieser Tage, das Smartphone.

Podcast-Apps für iPhone und Android erlauben das bequeme Finden, Abonnieren, Organisieren und Hören von Podcasts. Das Finden passiert dabei fast immer über das umfangreiche iTunes-Verzeichnis. Mittlerweile können neue Episoden abonnierter Podcasts von diesen Apps automatisch im Hintergrund heruntergeladen werden. Das eliminiert den Organisationsaufwand im Alltag praktisch komplett.

Nimmt man nun die steigenden Integrationsmöglichkeiten der Smartphones in Heimanlagen und Automobile hinzu, wird schnell deutlich, warum mit Podcasts das Talkradio in eine neue Phase eintritt.

Im Grunde verhilft die Mischung aus Podcast und Smartphone dem Talkradioformat zu einem neuen goldenen Zeitalter.

Neben den sehr viel populäreren Comedy-Podcasts erreichen populäre Tech-Podcasts in den USA bereits kleine Massenmedienzahlen. John Grubers The Talk Show erreicht im Schnitt zwischen 70.000 und 80.000 Hörer. atp.fm von Marco Arment, John Siracusa und Casey Liss erreicht ebenfalls ca. 80.000 Hörer. Die Werbepreise für diese Podcasts sind nicht günstig. Squarespace, ein Websitebaukasten-Anbieter, wirbt in sehr vielen US-Podcasts und sagt, dass man sehr genau einen Unterschied in den Zahlen zwischen der Zeit vor dem Schalten von Werbung in Podcasts und danach feststellen konnte.

Selbst noch relativ junge deutsche Tech-Podcasts wie Neuland von Sascha Pallenberg und Carsten Knobloch können 8.000 bis 9.000 Hörer erreichen. neunetzcast erreicht aktuell um 1.500 Hörer. Für Tech-Analysen in deutscher Sprache keine schlechte Zahl. Noch beeindruckender sind die Hörerzahlen von Exchanges, dem Podcast, den ich gemeinsam mit Jochen Krisch für Exciting Commerce produziere. In den Exchanges sprechen wir über Innovationsthemen und Wachstumsthemen des Onlinehandels. Eine ausgesprochen spitze thematische Ausrichtung. Trotzdem erreichen wir mit Exchanges aktuell im Schnitt 1.100 Hörer.

Alle Hörerzahlen der genannten Podcasts sind natürlich tendenziell steigend. Podcasts sind ein rasant wachsendes Medium. Sie sind ein persönliches Medium – ich wurde in den letzten Jahren öfter auf meine Podcasts als auf die Texte von mir angesprochen. Und, last not least, ein Medium, das zu produzieren enorm viel Spaß macht.

Deshalb starte ich heute ein neues Podcast-Netzwerk.

Apple: Smartwatch oder Apple TV, die iOS-Plattform wird heute erweitert

Alex Olma hat vollkommen recht, wenn er im iPhoneBlog schreibt:

Die neuen iPhones sind am Dienstag zwar die wichtigsten Produkte, aber nicht das Highlight der Veranstaltung. Ein Countdown zur Keynote, die Einladungen an Medien, die keinen Fokus auf Technik legen, die schiere Kapazität der Sitzplätze im Flint Center, die historische Relevanz der Örtlichkeit sowie der massive Anbau schrauben die Aussichten, die Apple diesmal selbst festlegt, ungewöhnlich hoch.

Heute abend werden von Apple neue iPhone-Modelle vorgestellt. Aber sie sind nicht das interessanteste. Interessant werden die Produkte sein, die Apple heute zusätzlich präsentieren wird. Apple-CEO Tim Cook spricht seit längerem (zu lang?) von neuen Produktkategorien, die Einzug halten werden im Angebot von Apple. Heute, das ist mittlerweile eindeutig, ist es soweit.

Was wird in der zusätzlich angebauten Halle von den Pressevertretern und Branchenexperten getestet werden können?

Ein Wearable, eine Smartwatch? Warum ein solches Produkt grundsätzlich Sinn ergibt, hatte ich 2013 beschrieben.

Möglich wäre auch zusätzlich eine neue Version des Apple TV. Apple könnte, wie einige Experten bereits zu recht vermuten, das Apple TV zum Smart-Home-Hub ausbauen. Smart Homes brauchen eine Schaltzentrale. Die wenigsten wollen sich aber ein zusätzliches Gerät ins Haus holen. Warum also nicht einfach das Gerät, das man zum besseren Fernsehen erwirbt, zusätzlich mit Smart-Home-Funktionalität ausstatten? Immerhin sprechen wir von einem Mini-Computer, der bereits an den größten Monitor im Haus angeschlossen ist.

Die Plattform-Elemente sind für beides, Wearable wie Smart-Home-Hub, bereits vorhanden: Healthkit und Homekit. Für das Wearable hat Apple mit dem M7 in den jüngsten Versionen von iPhone und iPad auch bereits für App-Unterstützung gesorgt. Apps, die die dort verbauten M7-Chips nutzen können, werden auch das Wearable unterstützen. (Denkbar ist auch eine M7-Wearable-Verbindung zur Bedienung des Apple TV.) Von Apple lernen heißt, Plattformaufbau lernen. Deshalb ist aus Plattformsicht auch ein aggressiv niedriger Preis für die neue Gadgetkategorie denkbar. Eine Preisüberraschung à la iPad ist also wahrscheinlich. Man muss die Erweiterungen immer auch im Licht der Traum-Margen des iPhones denken.

Tim Cook spricht seit längerem von neuen Produktkategorien. Apple erneuert seine Hauptprodukte -iPhone, iPad, Macbook- im Jahresturnus. Was auch immer heute vorgestellt wird, es wird ebenfalls in einen eigenen jährlichen Erneuerungszyklus eintreten. Gemeinsam mit dem iPhone.

Das September-Event der iPhones wird künftig ein iOS-Event sein. Heute sehen wir die erste Erweiterung der iOS-Plattform, in deren Mittelpunkt das iPhone steht. 

Version 2.0 wird uns im September 2015 präsentiert.

Aktuelles: Zalando, Oculus Rift, ProSiebenSat.1

Lesenswerte Analysen und Hintergrundberichte zu aktuellen Entwicklungen:

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35.000 Amazon Fire Phones

Charles Arthur versucht sich an einer Schätzung der Absatzzahlen des Amazon Fire Phones und kommt auf eine sehr niedrige Zahl: Amazon has sold no more than 35,000 Fire phones, data suggests:

Amazon famously never gives sales figures for any of the devices it sells, preferring to let its financial results do the talking. Analysts can make estimates of how many devices have been sold, based on their information from sales channels and any guidance the company might give. But it’s not as definitive as, say, the smartphone sales that Apple or BlackBerry include in their financial figures. (They are now the only two companies which give specific values for device sales in their financial results; Apple goes farther by giving the revenue from those sales too.)

But we can have a stab at estimating how many Fire Phones are in use, based on data from Chitika, which runs an ad network.

According to a release from Chitika, looking at activity on its ad network in the 20 days after the Fire Phone’s release, the Fire Phone accounted for 0.02% of activity – although a more precise figure, in another graph, shows it as around 0.015%.

[..]

Therefore even allowing for margins of error, it seems unlikely – based on Chitika’s data and the ComScore data – that there were more than about 35,000 Fire Phones in use after those 20 days.

Selbst wenn die von Arthur ermittelte Zahl um, sagen wir, das Doppelte daneben liegen würde und 70.000 Fire-Phones verkauften wurden, was sehr unwahrscheinlich ist, dann würde Amazon immer noch sehr am Anfang stehen.

Ich hatte es in der ersten Ausgabe von neunetz aktuell, in der ich das Fire Phone analysiert habe, bereits angedeutet. Es wird ausgesprochen schwer für Amazon, eine neue (App-)Plattform auf dem Smartphone-Markt zu etablieren.

Selbst wenn Amazon seinen sprichwörtlichen langen Atem hier einsetzt, ist ein Erfolg im Kontext des Amazon-Geschäfts nicht zwingend gegeben. (Was nicht gleich iOS- oder Android-Dimensionen bedeutet.) Auch Amazon muss das Henne-Ei-Problem lösen.

Das Entscheidende aber:

Selbst Amazon hat es auf seinem Heimatmarkt USA schwer mit einem eigenen Smartphone und einer eigenen App-Plattform. Wie viele Unternehmen sind überhaupt in einer ähnlich starken Ausgangslage wie Amazon?

Wenn das Fire Phone eins deutlich macht, dann dass der Smartphone-Markt ein Spiel der Könige ist.

Die wenigsten können erfolgreich mitspielen.

Nur online möglich

Eine rein leserfinanzierte Publikation ist in relevantem Ausmaß nur online möglich.

Eine rein werbefinanzierte Publikation ist in relevantem Ausmaß nur online möglich.

Eine von Privatpersonen aus intrinsischen Motiven betriebene Publikation ist in relevantem Ausmaß nur online möglich.

Das Medium ist die Botschaft.

Online bedeutet Vielfalt.

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