Vernetzte Welt #4: Selbstfahrende Autos, Amazon, Xiaomi, Firechat

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen des ‘Internets der Dinge’.
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Topanalyse: Selbstfahrende Autos und das "Drivecenter"

Jürgen Geuters Artikel über selbstfahrende Autos auf Wired und die Frage nach der Ethik in Algorithmen ist ein guter Text, aber er ist auch symptomatisch für deutsche Debatten. Allzuoft wird in Deutschland von hypothetischen Extremsituationen (den vermeintlich (fast) unvermeidbaren Endstadien) ausgehend über aktuelle Entwicklungen gesprochen. Das Ergebnis: In Deutschland spricht man allzuoft über Kinder, die jetzt mit dem Bade ausgeschüttet werden sollten, weil vielleicht doch kein Wasser sondern im schlimmsten Falle Öl im Bad ist, das gleich angezündet wird. Und diesen schlimmsten Fall sollten wir doch verhindern, oder?

Max von Webels Gedankenspiel, wie selbstfahrende Autos letztlich umgesetzt werden könnten, um in allen Situationen ‘selbstfahrend’ zu sein, ist deshalb nicht wegen der Wahrscheinlichkeit, dass diese Situation so eintritt, interessant (die ich allerdings für gegeben halte). Seine Überlegungen sind interessant, weil sie aufzeigen, wie die Prämissen der Endstadien in den deutschen Debatten so sehr in die Irre führen können:

Am Anfang werden selbstfahrende Autos sehr pragmatisch dafür sorgen, dass nichts zu schlimmes passiert: sie werden relativ langsam fahren und wenn es doch mal knifflig wird, wird eine sehr grelle Leuchte im Armaturenbrett dem menschlichen Passagier deutlich machen: ich weiß nicht mehr weiter, übernimm du!

Da es doch eher unangenehm ist doch ständig drauf gewappnet sein zu müssen, dass die Software keinen Bock mehr hat, werden die Hersteller das Problem in Folge outsourcen: anstatt den Passagier zu belästigen wird die Aufgabe des schnellen Einschreitens an Menschen in einem Callcenter ausgegliedert. So wie sie uns jetzt durch die Einrichtung unserer WLAN-Routers leiten, werden sie in Zukunft das unser Auto für uns durch Baustellen fernsteuern, damit wir nicht von unseren Smartphones aufschauen müssen.

Ihr Job wird recht dröge sein: der Bildschirm leuchtet auf, sie sehen irgendeine Straße irgendwo auf der Welt, so als ob man wahllos auf Google Street View klickt. Nach kurzer Orientierung erkennen sie das Problem und leiten das Auto sicher um das Hindernis auf die Straße herum. Sobald das Auto wieder selbst weiter weiß, wird die Bildübertragung wieder unterbrochen und der Mensch im Drivecenter wird in die nächste Verkehrssituation gebeamt.

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Topnews: Firechat arbeitet an tragbaren Übertragungsverstärkern ihres Meshnetzwerks

Firechat ist die Messaging-App, die Nachrichten mittels Mesh-Netzwerken verbreitet (unterstützt unter anderem von Apples Multipeer Connectivity Framework). Open Garden, das Unternehmen hinter Firechat, arbeitet an diversen Angeboten rund um Meshnetzwerke. (siehe etwa GigaOm)

The Verge über eine neue interessante Neuigkeit von Open Garden:

The company is developing a new hardware widget called Greenstone, designed to sit between phones, fill holes in the network, and go places that phones can’t go. When Firechat founder Micha Benoliel first showed me the prototype, he was wearing one around his neck, an easy midpoint between the phone in his pocket and my phone, which I’d left on the other side of the table. The device also bridges over time, storing up to a thousand messages at once. If you need to send a message to a chat room that’s out of range, the Greenstone will store it locally until it can be delivered.

That failsafe is important because the underlying network is so choppy. Greenstone is built entirely on Bluetooth, which has limited range and relies heavily on line of sight. If the device is in a crowd of moving people (like a concert), the device will be constantly hopping between connections, moving in and out of dead zones. You can wake the Greenstone up by shaking it (you’ll see a few lights go off), which will trigger a search for other Greenstones in the area. You’d never want to stream video over this kind of network, but for something asynchronous and relatively low-bandwidth like a chatroom, it could work just fine.

Noch sind die "Greenstones" Prototypen.

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Topgerücht: Neuer Apple TV mit Appstore und SDK zur WWDC 2015

Apple TV wird voraussichtlich zur WWDC 2015 generalüberholt und ein SDK + Appstore bekommen:

Sources say Apple’s new Apple TV is a significant overhaul of the device, one intended to undergird Apple’s vision of what the TV viewing experience should be, and to raise the table stakes in a set-top box market cluttered with barely differentiated devices from Amazon, Roku, and others. If I’m understanding the company’s strategy correctly, the new Apple TV isn’t just a play for a stake of the streaming TV market, but for the mythical digital living room. Think TV, music, apps and a little bit of home automation as well.

Alex Olma auf iPhoneblog.de:

Die spannendste Info seiner Meldung ist der Zeitrahmen. Einen neuen Apple TV kündigt man nur während einer Entwicklerkonferenz an, wenn man dafür dann auch entwicklen kann.

Was ein Apple TV mit Appstore und Homekitintegration bedeuten würde, habe ich in "Der Smart-Home-Hub" ausführlich beschrieben.

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Amazon

Passend zu den AppleTV-Gerüchten: Amazon Updates Fire TV Lineup With Support For USB Storage, Wireless Headphones And More | TechCrunch:

Amazon announced this morning that its streaming media players Amazon Fire TV and Fire TV stick will be soon receiving a software update that will deliver a series of new features, including support for expandable USB storage and wireless Bluetooth headphones on the Fire TV, the ability to watch via Wi-Fi that requires authentication on both devices, and more. Additionally, the company says that the Fire TV Stick is now available in two new markets, the U.K., Germany and Austria.

Der Fire TV Stick ist jetzt in Deutschland vorbestellbar und wird ab 15. April ausgeliefert.

Amazon Has Quietly Acquired 2lemetry To Build Out Its Internet Of Things Strategy | TechCrunch:

Amazon is taking another step into the Internet of Things. TechCrunch has learned, and confirmed, that the e-commerce and cloud services giant has acquired 2lemetry, a startup based out of Denver that has developed an enterprise-focused platform to track and manage IP-enabled machines and other connected devices.

Amazon arbeitet hart an allen Fronten daran, ein wichtiger Händler und Player im Internet der Dinge zu sein. Man vergleiche das mit den Aussagen des Geschäftsführers des Elektronikonlinehändlers Notebooksbilliger in der letzten Ausgabe von "Vernetzte Welt".

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Xiaomi

Xiaomi’s Hugo Barra Confirms “No Plans” To Push Its App Store Outside China | TechCrunch:

During an on stage interview at Mobile World Congress in Barcelona, Barra made some emollient comments, going out of his way to stress that Xiaomi’s China app store model is not something it is planning to replicate in other markets.

So, in other words, despite having aggressive global expansions plans, Xiaomi’s business strategy is not about scaling up fast in order to push Google out of the Android value pipe by swapping out Mountain View services everywhere it operates.

Es gibt zwei Xiaomis: Eines in China, ein weiteres außerhalb von China.

Xiaomis neues TV-Gerät Mi TV 2: "A 40-Inch Android-Powered Smart TV for $320":

The new TV features a 40-inch full HD LED panel by Sharp with 5000:1 contrast ratio, a Cortex-A9 quad-core 1.45GHz CPU, 1.5GB of RAM, 8GB of flash storage and a MIUI TV Android-based OS.

Nur in China verfügbar. Aber das muss nicht so bleiben.

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"Pebble investiert 1 Mio. US-Dollar in Smartstrap-Entwicklung":

Anfang März kündigte Pebble zusammen mit der Steel-Version der neuen Smartwatch Pebble Time auch das neue Smartstrap-Konzept an. Die austauschbaren Uhrenarmbänder könnten die Pebble Time künftig um zusätzliche Funktionen erweitern. Um Dritthersteller für die Idee zu begeistern, hat das US-Unternehmen in dieser Woche einen Smartstrap Fonds mit einem Volumen von einer Million US-Dollar ins Leben gerufen. Mit dem Geld will Pebble ausgewählten Projekten Starthilfe geben, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung.

Pebble, weder Apple Watch noch Android Wear, bleibt ein spannender dritter Ansatz einer Smartwatch. Der Plattformansatz in Verbindung mit einem Fonds zur Anschubfinanzierung für Hardwareerweiterungen ist interessant.

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"Das „Industrial Internet of Things“ macht Service zum Geschäftsmodell"

Holger Schmidt:

Das Internet of Things führt also weniger zu gesteigerten Hardwaregeschäften als vielmehr zu einem Ausbau des Servicegeschäfts und damit zu wiederkehrenden Erlösen. Dieses Servicegeschäft kann zunächst das Kernprodukt ergänzen, in einem nächsten Schritt dann sogar zu einem eigenständigen Geschäftszweig werden, wenn es als Plattform für den Rest der Industrie werden soll. Die folgende Abbildung zeigt nur einige prominente Unternehmen, die gerade versuchen, sich als Plattformanbieter für das Internet der Dinge zu etablieren. SAP/Jasper, Oracle, GE, IBM, Bosch und Microsoft wollen sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten als Zentralinstanz für das Industrial Internet of Things etablieren. Auf der Kosumentenseite stehen Apple, Google (Nest), Intel, Qualcomm, Samsung, Microsoft und jüngst auch Amazon in den Startlöchern, um ihre Position im Consumer-Internet auf das Consumer Internet of Things auszudehnen. Noch ist nichts entschieden, aber die Bemühungen der Anbieter sind sichtbar.

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Thingonomics 4: KITT Edition

Thingonomics 4: KITT Edition:

In der KITT Edition von Thingonomics sprechen Martin Spindler und Marcel Weiß über die Apple Watch, das Gerücht um ein Apple Car und was ein Vorstoß von Apple für die Automobilbranche bedeuten könnte und was es nicht bedeuten könnte.

 

Anmerkungen zu den Watch-Preisen und kleine Differenzen bei den Aussichten der Automobilbranche inklusive.

Die Links zu den Themen findet man in den Shownotes.

Der IoT-Podcast Thingonomics kann per  iTunes und also auch per Podcastclient Ihres Vertrauens abonniert werden.

Vernetzte Welt #3: Apple Watch, Xiaomi, tado°

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen des ‘Internets der Dinge’.
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Die besten Analysen zur Apple Watch:

Topanalyse How Apple Will Make the Wearable Market | stratechery by Ben Thompson:

Wearables, argumentiert Thompson, werden das Internet der Dinge erst ermöglichen, weil sie minimalinvasive Interaktionen ermöglichen (semipassive oder passive Identifizierung zum Beispiel). Und nur Apple ist aufgrund seiner besonderen Position (Marke, organisatorische Aufstellung, starkes iOS-Ökosystem) in der Lage, diesen Markt und mit ihm den Markt für IoT richtig ins Rollen zu bringen. Hervorragende Analyse.

For all of the changes that have been wrought by technology, a huge amount of our daily existence really hasn’t changed in a very long time. Consider keys: in my bag I have several pieces of metal, hopefully unique, that unlock doors or start up machines that run on controlled explosions. It’s positively barbaric! Money has improved a bit – cash is certainly a very old concept, although credit cards are more modern – but the idea that we physically hand someone access to a huge amount of money (i.e. our credit cards) without even thinking about it is odd. We operate lights with switches, print disposable tickets for everything from airplanes to concerts, and pack identification from a whole host of authorities, including the government and workplace.

It’s increasingly plausible to envision a future where all of these examples and a whole host of others in our physical environment are fundamentally transformed by software: locks that only unlock for me, payment systems that keep my money under my control, and in general an adaptation to my presence whether that be at home, at the concert hall, or at work.

Thompsons Artikulation von "Only Apple":

Only Apple can create a wearable people will be excited to wear and manufacture it at scale; only Apple has a retail operation that will let people discover which model looks best on them; and most importantly only Apple has the customer base necessary to bootstrap the ecosystem that will enable the Apple Watch’s functionality to fully match its form.

Sascha Lobo:

Es ist nicht nur so, dass die goldenen Apple-Uhren einen eigenen Markt bedienen, auf dem andere Gesetze herrschen. Sie lassen gleichzeitig auch die 700-Euro- Uhren billiger erscheinen. Erst recht, weil die gleiche Technologie darin verbaut ist; die 18.000 Euro-Uhr trägt exakt die gleiche Technik in sich wie die 700 Euro-Uhr. Ein Schnäppchen!

Das ergibt eine superkluge, von Apple kalkulierte Doppelwirkung: Die Leute, die sich über hohe Preise auch einen Distinktionsgewinn erkaufen wollen, die Produkte genau deshalb wollen, weil sie eben nicht jeder kaufen kann, die haben endlich ein Technologieprodukt von Apple genau dafür. Die Leute dagegen, die die Uhr anhand der Technologie bewerten, glauben, ein irres Schnäppchen zu machen. Weil sie für 700 Euro eine Uhr bekommen, die die gleiche Technik mitbringt wie das Modell für ein halbes Jahresgehalt.

Das stimmt. Das ist aber ‘nur’ ein netter Nebeneffekt für Apple. Gründe für die Preisspanne und Produktvielfalt der Apple Watch gibt es reichliche. Der Hauptgrund: Die Apple Watch wird die einzige iOS-Smartwatch sein. Allein deshalb muss sie viele Geschmäcker und Kontexte abdecken. Apple ist außerdem das erste (und vielleicht einzige) Techunternehmen, das verstanden hat, was Wearables mit Fashion zu tun haben. (Man vergleiche die Apple Watch mit den aktuellen Android Wear-Versuchen.) "Technology is outgrowing the tech industry", wie Benedict Evans zu sagen pflegt.

Benedict Evans über die Gründe für eine goldene Apple Watch Edition:

Apple stores are huge rich-media billboards on every major shopping street in the developed world: I can’t think of any other company that has shops as big as that in such premium locations in as many places. Apple retail is a self-funding marketing operation. So too, perhaps, is the gold watch. Apple might only sell a few tens of thousands, but what impression does it create around the $1,000 watch, or the $350 watch? After all, the luxury goods market is full of companies whose most visible products are extremely expensive, but whose revenue really comes from makeup, perfume and accessories. You sell the $50k (or more) couture dress (which may be worn once), but you also sell a lot of lipsticks with the brand halo (and if you think Apple’s margins are high, have a look at the gross margins on perfume).

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Xiaomi:

Xiaomi arbeitet an "smarten" Sportschuhen mit Schuhhersteller Li Ning:

The shoes will sport a series of chips in the soles that will be tasked with keeping track of their form and progress, which will then be sent back to a mobile app through which users can view their results and achievements.

a16z-Analyst Benedict Evans über Xiaomi:

The result of this is that we now appear to have at least a couple of Chinese companies doing what was supposed not to be possible – low-margin companies using commodity components and a commodity OS, yet achieving differentiation in design, software and services. This is a great illustration of the fact that looking at China alway challenges your assumptions about what’s inevitable in technology. Hardware companies doing good software and UI? Commodity box-shifters learning design? How far might that spread?

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Neptune Suite get live auf Crowdfundingsite Indiegogo, will ein Wearable als Hub umsetzen:

What is different here is the wearable is considered the hub, this is where all the information originates, and it has a cellular signal. Inside the Hub is a quad-core processor, Wi-Fi, GPS, Bluetooth, NFC and radios for 3G/LTE, making this your mobile phone replacement.

Wenn das nicht in Smartphonegröße kommt, wird es die Funktionen nicht liefern können. Wenn es in Smartphonegröße kommt, stellt sich eine Frage: Warum?
Kurz: Das Konzept ist interessant und natürlich irgendwann das, was wir am Arm tragen werden. Aber die Technik ist noch lang nicht so weit.

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Smart-Thermostat Hersteller tado° kündigt IFTTT-Integration und Entwickler-API an:

Dank einer eigenen API können Entwickler diesen Grundgedanken aufgreifen und Ihre Geräte ebenfalls mit dem Smart-Thermostat von tado° kompatibel machen. Sogar Energieversorger könnten dank API auf die Daten von tado° zugreifen, sodass das Ablesen der Heizung künftig verbrauchsgenau online erfolgen könnte.

API (für B2B2C) und IFTTT (für B2C) werden langsam Hygienefunktionen.
(Es handelt sich hier um Ankündigungen. Launchdatum wurde keins verkündet.)

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Windows 10 und Azure IoT Suite:

Zudem hat Microsoft die Azure IoT Suite (Internet of Things) angekündigt. Der Cloud-Dienst soll verschiedene Einsatzmöglichkeiten abdecken, die im Zuge des Internet der Dinge anfallen. Dazu gehören die Funktionen Remote-Monitoring, Asset-Management sowie Predictive-Maintenance. Die Azure IoT Suite soll im Laufe des Jahres erscheinen, derzeit gibt es eine Vorabversion davon.

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Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer: Wearables, Internet of Things und Heimautomatisierung im Portfolio – channelpartner.de:

Notebooksbilliger-Geschäftsführer Arnd von Wedemeyer:

Es reden zwar viele von neuen Strategien und einige haben dafür auch Ideen. Doch es handelt sich hier noch um einen stark fragmentierten Markt. In vielen Fällen ist bei den Geräten die User Experience noch nicht da, wo sie sein müsste. Ich selbst bin ein Technik-Freak, aber es gibt im Bereich vernetzter Geräte noch nicht so viel, was ich auch meinen Eltern oder Bekannten empfehlen würde. Es gibt gute Lösungen, aber diese sind oft noch sehr teuer und bringen einen hohen Installationsaufwand mit sich.

Dennoch entwickelt sich dieser Bereich in eine gute Richtung. 2014 wuchs er aus unserer Sicht signifikant. Aber ich sehe weder eine Änderung in der Handelslandschaft, noch eine Marke, die hier vor dem großen Durchbruch steht. Herstellershops haben eine Berechtigung bei einer sehr starken Marke. Oder wenn es für den Kunden ein vermeintlicher Statusvorteil ist. Objektiv spricht allerdings viel mehr dafür, bei einem breit aufgestellten Händler zu kaufen, als bei einem Hersteller. Insofern bin ich bei diesem Thema sehr entspannt.

Enttäuschend, wie wenig spezifisch ausgerichteten Handelsbedarf (pun intended) Notebooksbilliger in diesem Themenfeld sieht.

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Smarte Brillen: Intel investiert 25 Millionen Dollar in Vuzix – News – m.CHIP.de::

Vom Januar diesen Jahres:

Der Chip-Hersteller Intel glaubt weiterhin an den Erfolg von Smart Glasses: Nun zahlte der Konzern rund 25 Millionen US-Dollar für Anteile an der E-Brillen-Firma Vuzix. Die Vorzugsaktien genügen für zwei stimmberechtigte Plätze im Aufsichtsrat von Vuzix.

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Die Smart-Home-Produkte stehen noch am Anfang:

It reminds me of the in-wall radio and intercom system our house was built with nearly 40 years ago. At the time, I’m sure it was considered fairly cutting edge, but they likely fell out of use within five years of their installation and we now see them as almost an historical oddity. Many of today’s smart home products seem destined to suffer that same fate. In fact, I’m concerned those fears will keep the reality of the smart home market at a significantly lower level than what the concept of a smart home might otherwise suggest.

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Huawei and Jawbone Bolster Wearable Expertise and Enhance Consumer Experience with Global Partnerhip:

Aus der Pressemitteilung:

Through this partnership, Jawbone’s UP® App will become the preferred health and fitness tracking system on a wide range of Huawei wearable devices. The UP by Jawbone application will also be pre-loaded on selected Huawei handsets in the future, beginning in the U.S. region, allowing Huawei smartphone owners to instantly join the UP community. UP software will also become the preferred tracking software for all compatible Huawei wearable devices, including the TalkBand series of fitness and productivity-focused wearables.

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Übersicht über Automobilhersteller, die Android Auto und/oder iOS Carplay unterstützen.

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Vernetzte Welt #2: Apple Watch, Google-Patente, D-Link, Peel

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen des ‘Internets der Dinge’.
"Vernetzte Welt" kann per Email und per RSS-Feed abonniert werden. Heute mit einem Schwerpunkt zur Apple Watch, dem wichtigsten Wearable, das in ein paar Wochen auf den Markt kommen wird.

Topnews: Apple Watch

Die Apple Watch wird in den ersten Ländern, unter anderem Deutschland, ab den 24. April verfügbar sein. Vorbestellungen beginnen am 10.4.

Bei einer Preisspanne von 349$ bis 17.000$ (beziehungsweise hierzulande bis 18.000 Euro) und einer großen Spannbreite bei den Preisen der Armbändern waren die Reaktionen der modefernen Techwelt programmiert.

Die Preise waren für aufmerksame Beobachter bereits im Vorfeld zumindest was die Dimensionen angeht erahnbar. Aber die üblichen Verdächtigen schreiben natürlich das Übliche.

Entscheidend ist: Apple hat mit der Watch sowohl bei der Modell- als auch bei der Preis-Spannbreite alle für sie wichtigen Felder abgedeckt. Die Watch wird sicherstellen, dass die lukrativsten Plattformnutzer iOS-Nutzer bleiben oder noch werden, wenn sie es noch nicht sind. (Darüber hinaus entscheidet sich die Zukunft der Watch nicht bei der teuersten Variante sondern den zwei ‘unteren’ Collectionen. Dort muss die Masse der Nutzer für den mehrseitigen Markt entstehen.)

Einige Links zu lesenswerten Ausführungen und weitere Anmerkungen zur Apple Watch:

Lesenswerte Zusammenfassung auf iPhoneBlog.de:

Tim Cook gelang außerdem der Spagat, das iPhone als absolut notwendige Komponente herauszuarbeiten. Apple Watch spricht nicht nur über Bluetooth, sondern auch über WiFi mit dem iPhone. Zuhause oder im Büro muss man sein Telefon also nicht in Armlänge halten um Apple Watch zu benutzen. Apple unterstrich, woher die Apps kommen: aus dem App Store auf dem iPhone.

Die Batterie der Apple Watch kann von Apple ausgetauscht werden. Die Lebenserwartung der Batterie soll bei drei Jahren liegen.

9to5Mac über die Leistung der Watch-Batterie: "42mm model runs longer, 3h phone, 6.5h music, 7h workout":

“Our goal for battery life was 18 hours after an overnight charge,” Apple says, “factoring in things like checking the time, receiving notifications, using apps, and doing a 30-minute workout.” The company says that it hit that 18-hour mark with a total of 90 time checks (five per hour), 90 notifications (five per hour), 45 minutes of app use, and one 30-minute workout with music playback via Bluetooth.

Die Apple Watch hat 8 GB Speicher, 2 GB dürfen Musik sein, 75 MB Fotos.

Techcrunch hat eine erste Übersicht lohnenswerter Watch-Apps.

The Verge hat ein Hands-on mit der Apple Watch veröffentlicht. Das erste Urteil: Nicht so intuitiv, wie man es vom iPhone-Unternehmen erwarten würde. Und die vielen Funktionen werden nicht von einem gemeinsamen Theme/UX zusammengehalten.

Die schiere Masse der Funktionen, die die Apple Watch von Tag Eins an mitbringt, ist beeindruckend. Der Preis für die Funktionsvielfalt scheint der Verlust der Übersicht zu sein. (Apple wird in den nächsten Jahren wohl ausführlich am Interface weiteriterieren.)

Buzzfeed über die strategische Bedeutung der Apple Watch für das iPhone:

And that’s where Apple’s larger strategic vision for Apple Watch comes clear. Fine, the Apple Watch may well “empower and enrich” the lives of those who wear it. As I said, the use-cases on parade today were compelling, and I haven’t even touched on the possibilities hinted at by the debut of the associated health diagnostic platform ResearchKit. But it’s also going to power iPhone sales. It’s going to push veteran iPhone users to upgrade to new iPhones and it’s going to give folks on rival mobile platforms one more reason to switch. Apple Watch’s pricey Edition models may even extend the iPhone’s appeal to a new strata of user that views luxury as a feature. It’s no coincidence that Apple Watch made the cover of Vogue China, or that we’re starting to hear lots about Apple’s transition to a luxury brand.

Über die Zeit wird sich das Verhältnis zwischen Watch und iPhone ändern. Aber das wird noch ein paar (fünf? zehn?) Jahre dauern.

Apple Watch ist wasserressistent:

You can, for example, wear and use Apple Watch during exercise, in the rain, and while washing your hands, but submerging Apple Watch is not recommended. Apple Watch has a water resistance rating of IPX7 under IEC standard 60529.

Apple-Analyst Neil Cybart über die Vogue-Werbung der Apple Watch:

Notice the lack of technology in these shots.

(..)

I think this ad is nearly perfect because it effectively gets the message across that this luxury item is much more than just any old watch without actually showing much, if any, of the technology that makes Apple Watch revolutionary. Apple is delicately positioning design and fashion ahead of the device’s primary selling point: bringing utility back to the wrist.

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Hands On mit der Pebble Time auf Pocket-lint

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D-Link bringt Smart-Home-Hub nach Deutschland:

Anfang Januar hatte D-Link auf der CES mit dem "DCH-G020" einen Hub für das smarte Heim inklusive einer Reihe passender Sensoren präsentiert. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona kündigte das Unternehmen die Geräte nun offiziell für den europäischen Markt an. Nach aktueller Planung werden sie "voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals im Handel erhältlich sein"

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Die Fernbedienungsapp/-Plattform Peel wird ein Smart-Home-Hub:

Through various connection modes, including IR, bluetooth and Wi-Fi, and new interface screens, the Peel app will let users create whole-room presets that involve multiple appliances.

A living room preset might simultaneously turn on the TV and sound system, close the blinds, adjust room temperature, and lower the lights, for example.

The Peel app already comes preloaded on more than half of all Android phones and tablets sold, Peel claimed, and has more than 100 million users worldwide.

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Das französische Techblog "The Rude Baguette" über IoT-Startups auf dem MWC:

The round-up of finalists this year showed that IoT is quickly moving beyond the ‘gadget phase’. All of the finalists, with the exception of one, focus on technologies that either power the IoT ecosystem or squarely fit within the industrial realm. Most already have customers as well as compelling use cases that clearly illustrate the value of IoT solutions.

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"Transparency, immediacy and productivity: How IoT will rock your biz":

He explained that the internet of things will bring three changes to the business: transparency, immediacy and productivity. Transparency lets customers and people inside the company get more information about what’s happening inside the business, be it about pricing or the status of a machine, while immediacy refers to the time element. That sensor data can flow to a plant operator in real time allowing them to take action the moment something slows down or even before it goes wrong. As for productivity, it’s not hard to see where this could increase productivity by helping automate decisions and let people take the information they are getting in real time and make decisions faster.

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"Honeywell zeigt Heizungssteuerung per Pebble-Smartwatch":

Samsung demonstierte auf der CES, wie sich über seine Smartwatch Gear S mit einer App der Tochterfirma SmartThing ein selbstfahrender BMW kommandieren lässt. Honeywell will nun auf der vom 10. bis 14. März in Frankfurt stattfindenden "Weltleitmesse für die Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und Erneuerbare Energien" ISH nun zeigen, wie sich seine smarte Heizungssteuerung "evohome" mit einer Pebble-Smartwatch steuern lässt.

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Google-Patente für das Smart Home veröffentlicht:

What the patent appears to focus on is a way of tying together various devices to make smarter automated decisions about what’s happening in your house — and what should happen.

Some of the patent, which was formally published yesterday, discusses potential software features, including “security scores” for quickly signaling if people are correctly using their security systems. There’s also an idea for a monthly, yearly or lifelong service for alerting people to intrusions and notifying emergency management agencies.

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SmartThings ist der beste eigenständige Smart-Home-Hub im Review auf Connectedly:

Setting up the SmartThings hub takes just a few minutes and very little effort. Plug it into your router via ethernet, then plug in the included power adapter. Fire up the app on your mobile device, enter the code and you’re up and running. Now, the real fun starts. Here is where you start adding all of your smart devices (and hopefully you have a lot).

Ich glaube nicht, dass eigenständige Hubs, die keine andere Aufgabe erfüllen als das Gehirn des Smart Homes zu sein, eine Zukunft haben. Sollte die Marktentwicklung doch anders aussehen, steht Samsung-Tochter SmartThings gut da.

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WC 2015: Smartphones, Start-ups, smarte Sachen:

heise bietet einen Überblick über den diesjährigen Mobile World Congress:

In diesem Jahr haben Smartwatches und andere Wearables den neuen Smartphones ein bisschen die Show gestohlen.

Bei den Geräten geht der Trend zu edleren Materialien, Plastik ist out. Offenbar versuchen die großen Hersteller damit, den Abstand zur preisgünstigen, aber oftmals kaum weniger leistungsfähigen Konkurrenz der jungen chinesischen Hersteller zu wahren. Mit Metall- oder Glasoberflächen wollen Samsung und Konsorten den Qualitätsnimbus wahren und die hohen Preise rechtfertigen, die sie für ihre Smartphones aufrufen.

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Über Uber: neunetzcast 56 & Exchanges 72

In neunetzcast 56 sprechen wir hauptsächlich über Uber:

Johannes Kleske und Marcel Weiß sprechen über Uber. Weitere Themen sind die Transmediale, Wearables und die Durchbrüche im Feld der Virtual Reality.

Die Links zu den Themen findet man wie immer in den Shownotes.

Es lohnt sich zusätzlich, am besten vorher, Exchanges 72 anzuhören. Im November letzten Jahres haben Jochen Krisch und ich darin Uber ausführlich besprochen:

Der Smart-Home-Hub

Wer heute einen Laptop besitzt, besitzt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens zwei Computer. Besagter Laptop und ein Smartphone. Vielleicht auch noch ein Tablet.

Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird praktisch jeder erwachsene Mensch in den westlichen Ländern ein Smartphone besitzen. Das ist der Hintergrund, vor dem jedes neue Produkt, jede Entwicklung, jedes Unternehmen zu denken ist.

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In den nächsten Jahren rollt eine Welle vernetzter Geräte auf uns zu. Um etwa 2020 wird jedes neue Haushaltsgerät am Markt verschiedene Sensoren und eine Vernetzungskomponente besitzen. Der Grund dafür ist gemessen an den Implikationen geradezu banal: Die zugrundeliegenden Komponenten sind spottbillig geworden. Und mit Vernetzungskomponenten entstehen Netzwerkeffekte und mit diesen entstehen Lock-Ins. Wer verzichtet, macht die Tür vor der eigenen Zukunft zu. Ein Metavernetzungssog, wenn man so will.

Sensoren und Vernetzung werden sich unter anderem deshalb in den nächsten fünf Jahren von “Nice-to-have” zu Hygienefunktionen entwicklen. Sie müssen bei neuen Produkten einfach dabei sein.

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Für den nicht kleinen Markt der Haushaltsgeräte dreht sich vor diesem Hintergrund in naher Zukunft alles um das Thema “Smart Home”. Was bedeutet es, wenn der Kühlschrank seinen Inhalt erfassen und (mit anderen Geräten im Haushalt, Internetservices) teilen kann? Was wird möglich, wenn Thermostat, Türschloß, Glühbirnen und Kaffeemaschinen miteinander verbunden sind?

Und, weitaus wichtiger, welche neue Arten von Geräten werden möglich? Kühlschränke waren ohne Elektrizität unmöglich. Welche Alltagsgeräte werden erst durch Vernetzung möglich?

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Noch bedeutet “Smartphone-Welt” auch “Cloud-Welt”. Ohne die zentralen Internetserver geht wenig mit unseren Smartphones. Auf ihnen werden die mit den Smartphones gemachten Fotos als Backups gespeichert und/oder mit Freunden und Verwandten oder der Öffentlichkeit geteilt. Über sie kommunizieren wir. Über sie konsumieren und teilen wir alle Inhalte.

Kurz, über die Cloud läuft alles, was nicht auf dem Smartphone allein laufen kann.

Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass es keine strukturelle Alternative gibt.

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Wir haben in Thingonomics, dem Podcast über das ‘Internet der Dinge’, bereits öfter über das folgende Dilemma gesprochen. Der vernetzte Haushalt kann nicht über Server in Kalifornien oder Irland gesteuert werden. Man muss gar nicht über die klassischen, damit verbundenen Datenschutzthematiken sprechen, um diese Konstellation problematisch zu sehen. Es genügen praktische Probleme: Wenn alles von der Verbindung mit der Cloud abhängt, öffnet sich das vernetzte Türschloß zur Wohnung nicht mehr, wenn die Internetverbindung ausfällt – oder die Server ausfallen, ob aus Gründen der Insolvenz oder weniger dramatischen Vorgängen.

Es ist deshalb naheliegend, dass zumindest ein Gerät mit entsprechender Rechenpower im Haushalt mehr als die ihm inhärenten Aufgaben übernimmt.1 Ein Gerät, das als Knotenpunkt agiert, und für die Steuerung (und das Setup usw.) der anderen Geräte zuständig ist. Ein Hub.

Aktuell gibt es zwei Hubansätze. Das Thermostat, das gleichzeitig als Smart-Home-Hub fungiert. (Nest) Und die TV-Set-Top-Box, die neben dem Musik- und TV-Streaming auch als Smart-Home-Hub agiert. (Diverse, wie etwa Apple TV, siehe unten) Etwas detailliertere Ausführungen zu den Ansätzen kann man hier nachlesen.

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Was wäre für Menschen mit Smartphones attraktiv? Was wäre für Familien mit mehreren Smartphones attraktiv? Ein “Smart-Home-Hub” ist abstrakt und heute noch mehr oder weniger nutzlos für Endkonsumenten.

Aber was ist mit einem Gerät, das
a.) TV-Streaming (Netflix, Amazon Prime Instant Video, etc.) am bereits vorhandenen Fernseher ermöglicht,
b.) die auf dem Smartphone gemachten Familienfotos sofort als Backup speichert und am größten Monitor im Haushalt darstellbar macht und
c.) heute noch unbekannte Funktionen im vernetzten Heim gleich mitorganisiert?

Wie viele Menschen sind schlicht überfordert mit der Sicherung ihrer Familienfotos? Gigabytes an Fotos werden mit den immer in den Hosentaschen parat liegenden Kameras geschossen. Allein 1,5 Milliarden Fotos werden weltweit jährlich auf Social Networks geteilt. Sehr viel mehr Fotos werden aufgenommen.

Der Weg auf den Markt für das Smart-Home-Hub geht (nicht zuletzt) über die Fotos auf den Smartphones.

Die (lokale) Sicherung von, Organisierung und der Zugang zu den Fotos und das eigentliche2 Empfangsgerät für das gemeinsame Entertainment ist der Strauß an Gründen, warum sich Menschen die Hubs kaufen werden. Die Smart-Home-Zentrale, die gleich mitgeliefert wird, ist das immense zusätzliche Marktpotential, das es für die Anbieter zu heben gilt.

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  1. Phase: Unterhaltung
  2. Phase: Die lokale “Cloud” fürs Smartphone
  3. Phase: Der Smart-Home-Hub

Warum braucht es die Funktionen der 2. Phase? Wer schon einmal einen Dienst wie Bittorrent Sync oder mit dem Netzwerk verbundene Festplattensysteme (Network Attached Storage (NAS)) benutzt hat, sieht schnell die Vorteile für diverse Einsatzzwecke. Jetzt liegt der Flaschenhals bei der Datendurchsatzrate nicht mehr bei der immer zu geringen Uploadgeschwindigkeit der Internetanbindung sondern bei den Komponenten im WLAN-Router und den verbundenen Rechnern.

Der Unterschied könnte größer kaum sein.

Welche Einsatzarten hier möglich werden, lässt sich kaum abschätzen. Man stelle sich eine weite Verbreitung solcher Haushalthubs vor, deren Funktionen sich über einen Appstore-Distributionsmechanismus über das Internet kinderleicht erweitern lassen.

Auf dem NAS-Markt kann man sich bereits erste Inspirationen holen. Transporter etwa, das Datenaustausch zwischen Transporter-Instanzen und zwischen verschiedenen Nutzern über das Internet ermöglicht und so eine private, lokale P2P-“Cloud” erschafft, bringt eine Funktionalität, die folgerichtig eine App auf dem Smart-Home-Hub sein sollte.3

Man stelle sich weiterhin vor, was haushaltsübergreifend auch möglich wird, wenn diese Hubs Meshnetzwerkfunktionalitäten à la Apples “Multipeer Connectivity Framework” besitzen und mit, sagen wir, zum Beispiel einer Freifunk-App nachgerüstet werden können.

***

Wer kommt als (erfolgreicher) Hub-Anbieter in Frage?
Eine kurze, knappe Auflistung möglicher Kandidaten, beginnend mit dem unwahrscheinlichsten bis zu den Anbietern mit den größten Erfolgsaussichten:

  • AVM: AVM bietet mit der Fritzbox eine (verhältnismäßig) leicht zu bedienende, funktionenreiche, populäre Routerserie an. Es ist durchaus denkbar, dass die Box am TV-Gerät nur die Darstellung der Hub-Funktionen und die Verbindung zum Router übernimmt und in der Netzwerktopologie auf der Stufe von, sagen wir, WLAN-Repeatern steht. Die Hub-Rechenleistung findet in diesem Szenario im Router statt. AVM ist in der besten Situation, so etwas umzusetzen und versucht es auch (ein bisschen), zeigt damit aber auch, wie schwer dieses Feld zu bestellen ist.
  • Transporter: Das oben bereits angesprochene Transporter beziehungsweise Drobo, der Anbieter hinter Transporter, könnte mit einem robusten Appstore-System und einer plattformermöglichenden Preisstrategie aus dem konsumentenfreundlichen NAS ein Smart-Home-Hub mit starker Plattform aufbauen. Auch Drobo wäre in einer hervorragenden Ausgangslage, aber auch Drobo kommt selbst mit dem vielversprechenden Transporter nur schleppend voran.
  • Amazon Fire TV: Amazon positioniert sein Fire TV bereits als mehr als eine reine Streamingbox. Im Verbund mit dem Android-Fork von Amazon, Amazons großer Kundenschaft/Nutzerschaft (mit Kontodaten), dem eigenen Appstore und der amazoninternen Hardwareabteilung, die das Ökosystem kontinuierlich erweitern wird (siehe Amazon Echo und Dash etwa), ist es leicht vorstellbar, dass das Fire TV zur zentralen Komponente in Amazons (noch immer eher unklaren) Post-PC-Strategie wird. Das Fire TV ist auch so heute bereits die strategisch spannendste Hardware von Amazon.
  • Apple: Wenn Apple TV nicht mehr nur ‘Hobby’ mit bis dato immerhin 25 Millionen verkauften Geräten ist und endlich einen ausgewachsenen Appstore bekommt, der direkt mit dem lukrativsten App-Ökosystem verbunden ist, wird es spannend. Bedienung über iPhone und/oder Apple Watch, Integration von Apple HomeKit und Apples oben bereits angesprochenes Mesh-Framework bieten enormes Potenzial. Die nächste Iteration des Apple TV ist überfällig und dürfte gemeinsam mit der Apple Watch den Markt erreichen.4 Wie weit sie entwickelt ist, wird den Markt massgeblich mit beeinflussen.
  • Xiaomi: Das chinesische Xiaomi, das erste IoT-Unternehmen, das konsequent in einer Smartphone-Welt lebt und denkt, sollte man nicht vergessen. Wie wichtig die Angebote von Xiaomi ausserhalb Chinas und Asien sein werden, steht allerdings noch in den Sternen.

Es bleibt abzuwarten, wie das cloudabhängige Machine-learning-Unternehmen Google vorgehen wird. Bleibt Nest ein Hub, der über das Internet mit der Cloud kommunizieren muss? Wo bekommt Google seine auswertbaren Daten und seine Erlösströme her, wenn es einen anderen Weg geht? Ein interssantes Spannungsfeld. Am anderen Ende der Skala stellt sich die Frage, wie viele Chancen unabhängige Anbieter wie AVM oder auch Roku haben. Man darf sie angesichts der bereits bestehenden Nutzerzahlen bei Apple oder Amazon etwa getrost als nicht sehr hoch einstufen.

***

So oder so, die Frage ist nicht, ob sondern wann die Hubs kommen werden und welche neuen Geschäftsfelder, Infrastrukturen und Umbrüche sie mitbringen werden.

Eine weitere Konsequenz der digitalen Dynamiken des 21. Jahrhunderts: Dass mit dem klassischen Fernsehen das Massenmedium des 20. Jahrhunderts über die hier beschriebenen bevorstehenden Entwicklungen unwiderruflich ebenfalls transfomiert wird, ist fast nur eine Randnotiz.


  1.  Reine Hubs, also zusätzliche Geräte, die nichts anderes machen, als das “Smart Home” zu “steuern”, wie etwa das seit letztem Jahr zu Samsung gehörende Smart Things, haben sich am Markt nicht durchgesetzt. Aufgrund der Marktphase, in der sich vernetzte Haushaltsgeräte aktuell befinden, ist das kein Wunder. 
  2. Mit einer angeschlossenen Streaming-Settop-Box verliert das Fernsehgerät einen wichtigen Teil seiner Funktionalitäten. Das Gerät wird entbündelt. 
  3. Das Transporter-Modell, das eine (relativ) sichere Methode für Datenaufbewahrung, Datensicherung und Datentransport für zum Beispiel Anwälte und Ärzte darstellt, macht auch das B2B-Potenzial eines starken Hub-Ökosystems deutlich.
    Um eine Vorstellung für die Entwicklung der Ökosystemexpansionen zu bekommen, die hier in den nächsten Jahren stattfinden werden, lohnt es sich, Analogien zum Smartphone zu ziehen. Man betrachte das Endkonsumentenprodukt iPhone und die Kooperation mit IBM im Enterprisesegment und stelle sich vor, was ein Hub-Ökosystem etwa für KMUs ermöglichen würde. Sichere, flexible IT-Architektur mit minimalem Administrationsaufwand. 
  4. Bei der ersten Vorstellung der Apple Watch wurde in einem Nebensatz die Möglichkeit erwähnt, Apple TV mit der Watch zu bedienen. Eine sinnvolle Kombination sowohl aus UI/UX-Perspektive (think Gyroskop) als auch aus Plattform-Sicht. 

Vernetzte Welt 1: IBM, Sigfox, Netvibes

Immer Dienstags erscheint an dieser Stelle künftig eine kommentierte Übersicht zu den wichtigsten Entwicklungen und besten Analysen des 'Internets der Dinge'.
“Vernetzte Welt” kann per Email und per RSS-Feed abonniert werden.

Topnews: ARM und IBM kooperieren für IoT-“Starter-Kit”:

A “starter kit” designed to spur on the invention of internet-connected gadgets has been announced as part of a tie-up between two leading tech firms.

Chip designer ARM and cloud services giant IBM say it can take just five minutes to unbox the equipment and start sending readings to online apps.

They suggest this will make it easier to test smart home, smart city and other “internet of things” prototypes.

One expert said small start-ups would be among those that could benefit.

IBM machte zuletzt erst mit einem Forschungsprojekt(PDF) von sich reden, in dem das Unternehmen sich mit der Frage beschäftigt, wie die Dezentralisierungpotenziale der Blockchain für das Internet der Dinge nutzbar gemacht werden können. Martin Spindler und ich haben in Thingonomics 3 ausführlich darüber gesprochen. Beides, Blockchain wie Hardware-Starter-Kit, sind sinnvolle Ansätze von IBM.

Topnews: Das französische Sigfox hat für sein IoT-Netzwerk 115 Millionen Euro eingesammelt:

Die höchste Finanzierungsrunde, die ein französisches Startup je erfolgreich für sich verbuchen konnte.

TechCrunch über die Besonderheit des Sigfox-Netzwerks:

The company’s network is built only to run data traffic for connected objects, and by architecting it this way, it’s calibrated to cover much larger geographies for much lower costs. Without the network strains of traditional cellular data traffic, Low-Power Wide-Area (LPWA) connectivity, as it is called, is significantly cheaper and easier to deploy and run than, for example, WCDMA deployments (the GSM-based 3G network format).

Venturebeat:

The French government has identified the IoT sector in general as an area of strength for the country’s startups, focusing on hardware, software and the networks that will enable a growing number of connected devices to communicate. Sigfox has emerged as one of the country’s biggest names in this field by creating a cellular network that is designed specifically for such smart devices to send and receive data.

The network has been built in partnership with local telecom partners in countries such as France, Spain, the United Kingdom and the Netherlands. The company has plans to expand it soon to the United States and Asia.

GigaOm über die Investoren:

Sigfox already counted Intel Capital, Elaia Partners, iXO PE, Partech Ventures and Idinvest among its investor. The new round brings in a host more: carriers Telefonica, SK Telecom and NTT DoCoMo Ventures, as well as Elliott Management corporation, GDF Suez, Air Liquide and Eutelsat.

Soweit ich sehen kann, ist kein deutscher Investor involviert.

~

“Tesla will Akku für Hausstrom produzieren. Während Deutschland diesen Zukunftsmarkt verpennt.”:

Sowohl die Akkus wie auch der intelligente Verbrauch sind IMHO riesige Zukunftsmärkte, die Deutschland gerade grandios verpennt. Nachdem Deutschland völlig einseitig mit (Hundert?) Milliarden die Fotovoltaik (aber nur die Zellen) gefördert hat, hat sich nun jeder Mut (übrigens auch die Arbeitsplätze in den Solarzellenfabriken) in Luft aufgelöst. Um die kommenden Märkte Smart Home (bei dem “Smart Verbrauch” ein Teil sein wird; tolles IT-Thema!) und Akkus kümmert sich in Deutschland anscheinend niemand mehr (zumindest aus der Politik). Dabei wären beide Technologien auch für die in Deutschland so wichtige Automobilindustrie hochinteressant. Das ist Energiepolitik (Energiewende) und Industriepolitik in einem und es würde nicht einmal viel Geld kosten, zumindest wenn man es mit der (IMHO völlig versemmelten) ersten Stufe der Energiewende vergleicht.

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Xiaomi:
Techcrunch: Xiaomi Furthers Its Smart Home Ambition With $200M Investment In Appliance Maker Midea:

Xiaomi launched an air purifier last week, and now the Chinese company is putting hard cash behind its smart home push after investing over $200 million in home appliance firm Midea.

Xiaomi Inc., one of the Chinese firm’s group of technology companies, bought a 1.29 percent share of Midea Group — Midea’s Shenzhen-listed parent company — for RMB1.266 billion, that’s around $205 million.

Guangdong-based Midea produces a range of home appliances, including air conditioners, refrigerators, kitchen appliances and more. It was established in 1968, but is moving with the times after unveiling its own smart home vision in March. The project is funded by nearly $2.5 billion in capital — that’s a small chunk of the $18.7 billion turnover it recorded in 2013.

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Kairos ist ein mit Hardware ausgestatteter Armbandersatz, der 'normale' Armbanduhren 'smart' machen soll:

Kairos is looking to turn your classic, non-smart analog watch into a smartwatch thanks to a clever accessory called the T-band. If you have an heirloom timepiece or an expensive wristwatch that you don't want to replace for what seems to be a disposable smartwatch, T-band essentially replaces the watch band or strap on your existing watch. A display and vibrating motor are built into the strap to give you the connected smartwatch experience from your smartphone. In use, it's similar to having a mechanical watch attached to something like the Microsoft Band.

~

Philips kooperiert mit dem Smart-Remote-Anbieter Peel:

GigaOm:

Smart remote control app maker Peel is going back its roots: The company has teamed up with Philips subsidiary PITS to launch the Pronto, a new extender device that brings the power of Peel to iOS.

The Pronto is a $50 hub that communicates with an iOS device via Bluetooth, and then sends out commands via IR to change channels on a TV, launch playback on a Blu-ray player or even control a DVR. The device features an integrated 360-degree IR blaster, and comes with an additional IR cable to reach a device out of sight. It is powered by four AA batteries, which are supposed to last an entire year.

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Kaa Project + Ubuntu = Open-Source-Erfolg im IoT?:

Kaa is an open-source middleware platform for building and facilitating applications in the realm of Internet of Things.

An integrated solution between Kaa IoT platform and Ubuntu is a perfect mix for a rich open-source IoT platform. Ubuntu is widely-adopted, secure and versatile. Kaa provides necessary power to build IoT systems of virtually any complexity – whether it’s a bunch of sensors or highly adaptable robotic ecosystem. Both Ubuntu and Kaa are rapidly evolving. We deeply believe in the open source approach being a catalyst for global IoT adoption.

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OStatic im Gespräch mit Philip DesAutels von der AllSeen Alliance:

DesAutels emphasized that the AllSeen Alliance is building out its software framework with protocols that make it more and more robust. The Alliance strongly concentrates on interoperability with networks, and is focused on interoperability with the cloud.

“We ask how to work with networks and their components and try to figure out how to connect them to the rest of the world,” said DesAutels. “We can add security and privacy control to your local network and help control inbound and outbound connections to that network. Security and privacy go together, too. You need security to get privacy.”

“Our Gateway project is all about providing remote access and remote management,” he added. “It helps people connect to and manage AllJoyn-enabled devices and applications from external networks or cloud-based services.”

~

Der in London sitzende IoT-Inkubator Breed Reply verkündet drei neue Startup-Investitionen:

Breed Reply, the London-based Internet of Things (IoT) incubator run by Italian publicly listed Reply, has announced that it’s backed three new startups in the smart home, health and energy sectors: Cocoon, the UK smart home security startup; BrainControl, an Italian startup that has developed an assistive technology to let disabled people control a computer with brainwaves; and Netherlands’ Greeniant, which provides analytics for smart meters.

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Smartwatch Pebble Time vorfinanziert auf Kickstarter eine Million US-Dollar in 44 Minuten:

Pebble doubled its Kickstarter goal and raised $1 million dollars for its new smartwatch in less than an hour. At the time of writing, the campaign has reached about $5 million in funding less than five hours after it went live just before 10 am ET on Tuesday.

Smartwatches mögen es (vor der Ankunft der Apple Watch) noch schwer haben, aber der Erfolg der Pebble deutet darauf hin, dass die Android-Wear-Smartwatches allesamt bis jetzt einfach nicht den Nerv der Leute getroffen haben. Bei Blogschluss lag die Pebble Time auf Kickstarter bei knapp 12 Millionen US-Dollar.

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TheThings.io will das 'Amazon Web Services für das Internet der Dinge' werden:

Aus Barcelona:

TheThings.io offers a full cloud-based back-end for data storage with servers currently based in Europe, though plans are afoot to expand these to the U.S. to minimize lags in trans-atlantic data transfers. Feeding into this, TheThings.io also serves up analytics, while promising full interoperability.

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Gigaom über die Sicherheitsdefizite bei heutigen Smart-Home-Produkten:

“Right now the internet of things is like computer security was in the nineties, when everything was new and no one had any security standards or any way to monitor their devices for security,” said Moore.

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Web2.0-Urgestein NetVibes will das Dashboard und der Verknüpfungspunkt für das Internet der Dinge werden:

In addition to dashboarding the data from connected devices and wearables, NetVibes now offers a Potions app that allows the user to create “if this, then that, or else do this” automations. Users can choose from pre-made Potions (shared by Netvibes or, soon, the community), or they can create a new Potion from scratch by selecting the ingredients.

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Szenarien für eine vernetzte Welt:

Making sure your grandfather can stay healthy & independent in his own home longer because we can track his blood sugar level, whether he’s fallen, how long its been since he’s talked to someone else all remotely, engaging NHS, social care services and local communities at the right time. Don’t think about it as tracking, think about it as caring.

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Warum für kleine Buchverlage Amazon attraktiver als kleine Buchhändler ist

Manuela Thieme und Chris Deutschländer vom Seitenstraßen Verlag räumen mit der Nostalgie gegenüber kleinen Buchhändlern aus Sicht eines kleinen Buchverlages auf:

Fazit (und leider keine Neuigkeit): Viele kleine Buchhändler haben keineswegs erkennbar mehr Verständnis für kleine Verlage. Sie wettern zwar herzlich gern gegen Konzerne und Monopolisten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäftlicher Egoismus oft keinen Deut geringer als bei den Großunternehmen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Amazon ist wahrlich kein Wohltäter, aber sachlich betrachtet, können wir als Kleinverlag froh sein, dass das Unternehmen die Buchbranche sehr viel durchlässiger gemacht hat.

Amazon muss kein Wohltäter sein, um für Kleinstverlage attraktiv zu sein. Es reicht, dass das Unternehmen einen enormen Absatzkanal verlässlich und durchlässig (Long Tail) bedient. Es sind nicht (allein) unlautere Geschäftspraktiken, die Amazon gegen den klassischen Buchhandel gewinnen liesen.

(Aus der Sicht eines kleinen Buchhändlers ergeben natürlich die im Artikel gemachten Argumente ("kein Platz" etc.) ebenfalls Sinn. Manchmal sind es schlicht strukturelle Nachteile, die Teile einer Branche unwiderruflich sterben lassen. )

Das Internet als blinder Fleck im Bruttoinlandsprodukt

Stephan Dörner auf t3n über die blinden Flecke des Bruttoinlandprodukts:

Dabei ist gerade durch Internet und Smartphones sehr viel Wert entstanden, der sich aber nirgendwo in wirtschaftlich gemessener Wertschöpfung widerspiegelt. Ohne Google Maps auf meinem Smartphone wäre ich verloren. Täglich nutze ich E-Mails, Facebook und Messenger zur Kommunikation – alles kostenlos. Und natürlich schaue ich regelmäßig bei Wikipedia nach, von anderen kostenlosen Quellen im Internet, die ich über die ebenfalls kostenlose Websuche von Google finde, ganz zu schweigen.

Sicher, bei Google und Facebook werden Werbeanzeigen geschaltet – und das Geld für die Anzeigen fließt in die Messung des Bruttoinlandsprodukts, also die Messung der Wertschöpfung einer Volkswirtschaft, ein. Doch das Geld steht in keinem Verhältnis dazu, welchen Wert die zahlreichen kostenlosen Dienste des Internets den Nutzern bringen.

Und

Im Internet werden jeden Tag unzählige wertvolle Informationen ausgetauscht. Menschen helfen sich gegenseitig bei technischen und anderen Problemen – alles ohne, dass dafür Geld fließt. Auch hier kein Beitrag zum Wachstum, wie es Ökonomen klassisch messen. Ebenfalls unter den Tisch fällt bei der Messung des Wirtschaftswachstums der technische Fortschritt: Zwischen einem Computer 1990 für 1.000 D-Mark und einem Computer heute für 500 Euro liegen Welten – für das Bruttoinlandsprodukt aber sehen beide Computer gleich aus.

Das ist alles nicht neu. Wir hatten diese Diskussion vor ein paar Jahren schon einmal. Aber es ist ein sehr wichtiges Thema, das viel stärker in die Öffentlichkeit gezogen werden müsste und deshalb regelmäßig wiederholt werden muss. Denn eine Folge der Internetblindheit des BIPs ist auch eine sehr schiefe Priorisierung der hiesigen Wirtschaftspolitik.

Die Reden von Marthin Luther King sind Privatbesitz

Perlentaucher in der aktuellen Kulturrundschau:

Im Interview mit der taz spricht Ava DuVernay über ihren Film “Selma”, der die Geschichte der schwarzen Bürgerrechtsbewegung auf die drei Monate 1965 in Selma konzentriert, als Afroamerikaner in drei Märschen für ein uneingeschränktes Wahlrecht, Freiheit und Gleichberechtigung demonstrierten. Bei der Arbeit am Drehbuch musste DuVernay auch die Reden Martin Luther Kings neu schreiben, erzählt sie: “Der Luther King Estate hat die Reden an Steven Spielberg beziehungsweise Dreamworks lizensiert. Wir hatten also keine Rechte. Deshalb haben wir beschlossen, uns von seinen Worten zu lösen und seine Ideen in den Mittelpunkt zu rücken. Ich habe mir die Reden oft angehört und versucht, genau zu verstehen, was er sagen wollte.” (Zwei sehr informative Artikel über den Copyright-Streit um Martin Luther Kings Reden findet man hier und hier. (..))

(via Thierry Chervel)

Erfahrungen aus dem Crowdfunding von “Das Neue Spiel”

Michael Seemann berichtet über seine Erfahrungen mit dem Crowdfunding seines Buches: Am Ende stand ich also da mit der Summe von 20.467,47 Euro. Das war toll, ein voller Erfolg. Zusätzlich hatte ich durch die Publicity auch noch einen Buchvertrag … [Continue reading]

Aktuelles: Onlinehandel, Werbeausgaben in Deutschland, Hyperloop

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Die Lesecommunity Wattpad hat die Marke von 100 Millionen hochgeladener Bücher ihrer Mitglieder, großer wie kleiner Geschichten, erreicht. Der Gründer von Wattpad fasst es auf seinem Blog so zusammen: Here is what 100M mean: - 100M means 180 … [Continue reading]

Wie die Wissenschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit veröffentlicht

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Die populärsten & profitabelsten YouTube-Kanäle

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Die Huffington Post hat via Social Blade die populärsten und profitabelsten YouTube-Kanäle aufgelistet. Hier die ersten fünf: 1. DisneyCollectorBR: Pulls down $1.5 to $23.4 million annually for her videos about playing with children's toys. 2. … [Continue reading]

91 Prozent aller geteilten News gehen in Deutschland über Facebook

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Holger Schmidt auf Netzökonom: Der Anteil von Facebook an allen geteilten Nachrichten ist im Verhältnis zu Twitter und Google+ in Deutschland auf fast 91 Prozent gewachsen, zeigt die Studie “Development of the Social Network Usage in Germany since … [Continue reading]