Archive for Januar, 2007

snap previews mehr und mehr unbeliebt (zu recht)

Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit über snap geschrieben, wie es mich nervt und wie man es loswird.
Jetzt beschreiben auch immer mehr andere Blogger, wie man snap als Leser abstellen kann. Es scheint ein Bedürfnis dafür vorhanden zu sein. Schön, dass ich nicht der Einzige bin.

Und wer noch sorgfältig aufgezählte Gründe fürs Abstellen von snap als Seitenbetreiber braucht, hier findet man sie.

Tags:[tag]snap[/tag]

Splashcast- Hosterunabhängige Mediasyndikation und gleichzeitig die spannendste Startupidee seit geraumer Zeit

Am besten beschreibt man Splashcast, wenn man es als einen Multimedia-Syndikation-Player/Service bezeichnet.
Da war es wieder, das böse M-Wort der alten New Economy: Multimedia.

Damals mehr Schall und Rauch als alles Andere, scheinen sich die ehemals leeren Versprechen heute einzulösen. Alles in einen Topf geworfen und Sie dürfen selbst umrühren, werte Damen und Herren. Denn, um es kurz zu machen:

Splashcast ist eine großartige Idee.

Splashcast sagen von sich selbst:

SplashCast is an easy to use, multi-file, mixed media embedable player that can have updates pushed to it by RSS.

How is this different from other services?

Plays multiple items in one player.
Plays more than just video, photos, audio and text are also supported.
Most important: players subscribed to a channel are updated by RSS when new shows are published.

Das heißt, man added schlicht alles Mögliche an Content, seien es Videos, Fotos, Blogtexte oder Audiofiles zu einer sogenannten ‘Show’ hinzu. Diese Show wird dann neben möglichen anderen Shows einem Channel zugeordnet, welcher wiederrum in Playerform, wie man sie von Youtube kennt, auf jede Webseite gepappt werden kannn, auf der Thirdparty-Code erlaubt ist.
Besser noch: Wenn man RSS-Feeds in die Shows aufnimmt, werden die Shows automatisch upgedated. Großartig. Man kann einen solchen Player auch als stets aktuelles Widget in die Blogsidebar zaubern.

Die Reihenfolge der abzuspielenden Contentbausteine kann man nach dem Hinzufügen anschließend noch per drag&drop einfach veränden (Wenn es sich nicht um einen RSS-Feed handelt). Oder man stellt auf Randomize.

Splashcastintroduction-Video

Menschliche Content-Filter und andere Einsatzmöglichkeiten

Unabhängig von den Seiten, auf den die Videos (oder die anderen Formen von Content) gehostet werden, kann man mit Splashcast seinen eigenen TV-Kanal erschaffen. Damit werden User bei der Distribution von jeder denkbaren Form von digitalem Conent zu denselben menschlichen Filtern, wie es bei Texten bereits die Blogger seit geraumer Zeit sind. Die Freiheit für den User ist hier besonders groß, da er nicht an eine Seite gebunden ist. Der Vorteil gegenüber zB einer Alternative, die Youtube einmal anbieten könnte.

Die Einsatzmöglichkeiten für Splashcast sind extrem vielseitig. Ich stelle mir zum Beispiel eine Band auf Tour vor, die quasi ein Multimediaonlinetagebuch damit führen könnte. Bilder von den Konzerten, vielleicht sogar automatisch über Flickrtags importiert, kurze Mitschnitte, niedergeschriebene Eindrücke, und das alles in einem Objekt, das man simpel abspielen kann.

Konflikte mit Videohostern

Können entstehen. Müssen aber nicht. Wenn Seiten wie revver und youtube Ihre Werbeeinnahmen durch eingebettete Spots am Anfang und Ende der Videos erzielen, dürften sie auch kein Problem mit einer weiteren Verbreitungsform haben. Inwieweit das in der Realität so sein wird, wird sich zeigen.

Was ich mir noch wünsche

Ein ‘Advanced-Feature’ für die Random-Abspielweise
bei dem man einstellen kann, inwieweit neue Videos zuerst berücksichtigt und gespielt werden. Vielleicht auch generell eine Gewichtung der einzelnen Videos die bei der automatischen Erstellung de Reihenfolge einbezogen wird.

Bessere Einbindung
Praktisch wäre das Hinzufügen ganzer Playlists, die man mühsam auf Youtube (oder anderen Seiten) erstellt hat. Das geht so zur Zeit noch nicht. Generell muss Splashcast sehr schnell mehr Seiten smooth einbinden. Abhängigkeit von youtube könnte zum Problem werden. Und wie gesagt, gerade die Unabhängigkeit des Syndikationsservice Splashcast gegenüber simplen Hostern ist eine der Stärken der Seite.

Beispielplayer

mit einer kruden Mischung aus großartigen Musicvideos und seltenen Livemitschnitten, die man gehört haben muss um zu wissen, was Musik ist. Gleichzeitig positioniere ich mich damit als offizieller Nachfolger von Viva Zwei. Das ist doch mal was.

Vollbildmodus

Screenshots

 

Splashcast ist ab heute in der PublicBeta-Phase.

(via Techcrunch)

Tags:[tag]rss, splashcast, youtube[/tag]

Prosumer Rising - Youtube will künftig Benutzer an Einnahmen beteiligen

Youtube CEO Chad Hurley hat am Freitag auf dem World Economic Forum bekanntgegeben, dass sein Unternehmen künftig User, die eigene Videos auf Youtube einstellen, an den Einnahmen von Youtube durch diese Videos beteiligen will.

Eine 180°Wendung der Youtubebetreiber, die vorher genau das immer abgelehnt haben. Sie folgen damit ihren Mitbewerbern, zB Revver, Metacafe und weiteren, die genau das schon länger machen.

Mehr dazu auf newteevee

Und netzpolitik.org spricht die möglichen rechtlichen Konsequenzen an

(Und ich hab jetzt eine Kategorie namens ‘Prosumer rising’ eingerichtet. Ich liebe diesen Ausspruch. Bin ich stolz drauf.)

Tag:[tag]youtube[/tag]

Tioti - Social Network für TV-Junkies

Tioti ist eine Social Network Seite für TV-Verrückte. Im Speziellen für Serienjunkies, die über ihre Lieblingsserien auf dem Laufenden bleiben wollen und darüber sich mit Anderen unterhalten möchten.

Nachdem man sich auf Tioti angemeldet hat, gibt man über eine Suchmaske die Titel der Serien ein, die man bereits gesehen hat. Anschließend markiert man gesehene Episoden/Staffeln und gibt seine Lieblingsserien als Favoriten an. Tioti gibt einem dann auf der Startseite auf diesen Informationen basierend Empfehlungen für Serien, die man noch nicht gesehen hat. Die Empfehlungen fand ich jetzt noch nicht so prickelnd, das System dürfte aber wesentlich besser arbeiten, wenn erst mal richtig viele User dort angemeldet sind. Zusätzlich findet man zu seinen Favoriten noch Übersichten zu aktuellen Sendezeiten und Downloadmöglichkeiten (unten dazu mehr).

Jede Serie hat zusätzlich ihr eigenes messageboard, auf dem man Diskussionen zur Serie starten kann. Zusätzlich gibt es groups wie zB ‘Sci-Fi TV Shows’, in denen man noch weiter sich gegenseitig zu Tode chatten kann. Man kann wie in jedem Netzwerk Freunde adden, und hier sich auch gegenseitig Serienempfehlungen schicken.

Einbindung von BitTorrent

Der wahre Knackpunkt an der ganzen Geschichte ist aber die Einbindung von BitTorrent-Links. Auf der Favourites-Unterseite findet man neben der Auflistung der demnächst laufenden Episoden auch die ‘newest Downloads’. Klickt man dort auf eine Episode öffnet sich ein Popupfenster, in dem verschiedene Downloadmöglichkeiten für diese Episode angeboten werden. Neben ‘Premiumdownloads’, welche schlicht legale Bezahldownloads sind (aktuell nur itunes und nur US), findet man auch Links zu -illegalen- Torrent-Dateien.

An der Stelle, und nur dieser Stelle, wird sich auch entscheiden inwieweit Tioti ein Erfolg werden kann. Ich denke, die Contentindustrie wird nicht sonderlich erfreut sein, Bezahldownloads gleichberechtigt neben illegalen Downloadmöglichkeiten zu sehen. Verschwindet aber die Einbindung von BitTorrent von Tioti, verschwindet damit auch der Hauptbeweggrund, der User auf die Seite ziehen könnte. Ein Drahtseilakt für die Macher, keine Frage.

Für alle Favoriten wird auch ein gesamter RSS-Feed für die ‘Newest Downloads’ angeboten. Seit dem Umzug der Server (siehe weiter unten) gehen die RSS-Feeds aber leider nicht mehr. Eigentlich wollte ich testen, ob der Feed in utorrents RSS-Downloader funktionieren wird, hätte man damit ja auf Anhieb alle seine Favoriten übersichtlich zum Download zur Verfügung. Nunja. Ich denke mal eher nicht, denn so würde man ja die Bezahldownloads völlig umgehen.

Noch stark US-bezogen

Noch ist Tioti sehr US-bezogen. Da die User aber Serien selbst hinzufügen werden können, kann sich das sehr schnell ändern. Aktuell ist das Feature noch nicht aktiv.

BetaBeta

Tioti befindet sich seit gefühlten 3 Jahrzehnten in PrivateBeta-Phase. Da die Betaserver diese Woche von der teamtioti.com Domain zur tioti.com Domain gezogen sind, rechne ich damit, dass Tioti in nächster Zeit in die public Beta geht.
Wer solang nicht warten will, dem kann ich eine Einladung zur Beta anbieten. Ich habe noch 3 übrig. Einfach in den Kommentaren melden, ich nutze dann die angegebene E-mail-Adresse (Im Kommentar selbst eine E-mail-Adresse angeben ist nicht nötig). Wer zuerst kommt, fängt den frühen Vogel. Oder so.

 

Tags:[tag]tioti[/tag]

Delexa- mashup aus del.icio.us und alexa

Delexa.org ist ein mashup des Onlinebookmarking-Tools del.icio.us und des Trafficanalysetools alexa. Äußerst praktisch, nutze ich doch öfters die Tagsuche auf del.icio.us um Seiten/Services zu finden. Oft findet man schneller qualitativ hochwertigere Dinge auf diesen Weg als wenn man das über Google zB machen würde. Hier wird jetzt noch die Trafficanalyse von alexa als weiterer Faktor mit einbezogen. Toll.

Man sollte allerdings nicht vergessen, das alexa, nur den Traffic zählt, den man über die alexatoolbar erfasst. Der Traffic ist also nicht unbedingt repräsentativ (Etwas, das man immer wieder dem einen oder anderen alexaverliebten US-Blogger um die Ohren hauen sollte.).
Zum Vergleich der Seiten untereinander und als weiteres ‘Qualitätskriterium’ hier reichen die Alexazahlen aber allemal.

Delexa.org is a web analytics tool combining the top 50,000 U.S. websites with their topic tags, using data from del.icio.us and Alexa. Use it to discover the most trafficked sites for any topic of interest, such as “videos” or “education”.

 

 

(via momb)

Tags:[tag]del.icio.us, Delexa, alexa, Traffic[/tag]

Neue Mybloglog Tools

Mybloglog ist das soziale Netzwerk für Blogger schlechthin. Nebenbei könnte es im long term (5+ Jahre) das größte Netzwerk im Netz werden. Vorausgesetzt, Yahoo! weiß, was es mit Mybloglog hat. Der Meinung ist man auch anderenorts .

Auf soloseo findet man nun ein paar zusätzliche Tools für mybloglog, die recht nützlich sind.
Man kann zum Beispiel die Mitglieder seiner Community mit den Mitgliedern einer anderen Community vergleichen, oder man lässt sich statt der letzten 10 mybloglog-Besuchern mal die letzten 130 anzeigen.
Insgesamt findet man auf der Seite 6 mehr oder weniger nützliche Tools, die hauptsächlich eins zeigen: In mybloglog steckt unglaubliches Potential. (Vorausgesetzt Mybloglog bekommt den aufkommenden Spam in den Griff.)

via mybloglog blog (<- das nenn ich mal nen Blogtitel)

 

Tag:[tag]mybloglog[/tag]

snap- mit eingebautem Nervfaktor

snap dürfte dem aufmerksamen Surfer mittlerweile auf der einen oder anderen Seite aufgefallen sein. Es handelt sich um diese kleinen Preview-Popups, die hochpoppen, wenn man mit der Maus über einen outgoing Link fährt. Die bekannteste deutsche Seite mit diesem ‘Feature’ dürfte yigg sein.

Es ist von der Funktion ähnlich wie die unsägliche Browster-Firefoxextension, die zu recht das Zeitliche segnete.

Mir geht dieses Gimmick gehörig auf den Geist. Es nervt und bringt keinen erkennbaren Nutzen, zumindest nicht in meinen Augen. Und damit stehe ich nicht allein da. Was bringt es Einem, das Design einer Seite zu sehen, bevor man auf den Link klickt (oder auch nicht)? Denn mehr Info kann man aus diesen kleinen Fenstern nicht ziehen. Eine Vorschau beim Surfen klingt in der Theorie nützlich, in der Praxis nervt es einfach nur.
Seiten mit registrierten Nutzern sollten ihnen die Option freistellen, snap zu aktivieren oder zu deaktivieren. Sofern das technisch machbar ist.

Für Alle, die snap leid sind, hier ein Tipp: Im Previewfenster stehen oben rechts die Options. Draufklicken und man kann das Verhalten von snap-previews einstellen. Unter anderem kann man es auch für die aktuelle Seite oder für alle Seiten abstellen.
Nachteil: Man muss die Snap-Cookies auf dem Rechner lassen, damit die Einstellungen beibehalten bleiben. Sehr suboptimal.

Tags:[tag]snap,preview[/tag]

Babble Rock

zum Samstag mal etwas völlig Unnützes: Der Babble Rock.

The Babble Rock is sort of a virtual pet rock that sits on your desktop. Unlike a regular rock, this rock babbles! When you click the Babble Rock it will randomly babble 1 of the last 50 entries entered into the babblebase. Anyone in the world can instantly enter babble and the babble rock will babble your entry around the globe. You can view the last 50 entries in the babblebase and also set to autobabble.

Das nenn ich mal sinnvolles Einsetzen von user generated content.

(Laut softpedia ist das Installieren der Software ungefährlich.)

Tag:[tag]fun[/tag]

Google Earth war gestern

Naja, nicht wirklich.

Aber auf flashearth kann man über Satellitenfotos fliegen, ohne ein zusätzliches Programm vorher installiert haben zu müssen.
Und, was interessanter ist, man kann die Auflösungen der verschiedenen Dienste miteinander vergleichen. Denn es gibt schon länger weitere solcher Dienste als nur Google Earth, das Bekannteste unter ihnen.

Tags:[tag]Google Earth, maps[/tag]

venice project heißt jetzt joost

Das Venice Project heißt jetzt Joost. (via Techcrunch)

Yesterday, we were The Venice Project™. Today, we’re Joost™. Tomorrow, we’re yours! Imagine having infinite choice, and TV that is truly interactive. TV anywhere, anytime…

Letzte Woche bekam ich den Zugangscode für die Beta und konnte das Ganze antesten und war, angesichts des Hypes, nicht sonderlich begeistert.

Ich finde aktuell, dass der Democracy Player in Verbindung mit RSS-Channels wesentlich höheres Potential hat, ein vernünftiges TV-Erlebnis über das Web zu erzeugen (vor allem da er auch bittorrenttauglich ist).

Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.

Screenshots von Joost findet man hier.

Tags:[tag]venice project, joost, democracy player[/tag]

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