Archive for Juni, 2007

komplette Internetunkenntnis ist der Analphabetismus des 21. Jahrhunderts

brokenputer
(Foto: S Baker)

Browser? Was sind denn jetzt nochmal Browser?

Es geht bereits seit gestern durch die deutsche Blogosphäre. Das Video, in dem deutsche Top-Politiker beweisen, weniger vom Internet zu verstehen als jeder Fünftklässler. Und darauf auch noch stolz sind.

Des Weiteren wird zum Beispiel zugegeben, erst “ein-, zweimal” im Internet gewesen zu sein. Und auf die Frage, ob man einen Computer habe, mit “Ja, leider” geantwortet.

Diese im Jahr 2007 unfassbar absurden Offenbarungen kommen nicht von HartzIV-Empfängern, denen man ständig medial Anpassungsfähigkeit und lebenslanges Lernen predigt, damit sie wieder Anschluss fänden.

Diese Lernresistenz wird von den Leuten offen zur Schau gestellt, die genau dieses lebenslange Lernen von allen Anderen immer wieder einfordern.

Es ist traurig. Und es ist der Nährboden, auf dem eine Gesetzgebung wächst, die es Unternehmen und Bloggern in Deutschland zunehmend schwer macht, sich im Internet noch verhältnismäßig frei bewegen zu können. Stichworte: Forenhaftung, Abmahnungen und Unterlassungserklärungen. Und bald die mit immensen Kosten verbundene Vorratsdatenspeicherung, die im Verbund mit dem sogenannten Bundestrojaner das Wort Privatsphäre in Deutschland zur Farce werden lassen wird.

Svensonsan schreibt bei sich in den Kommentaren:

Beispielsweise Initiative D21, siehe Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Herzog fordert mehr Begeisterung für Technik, das kommt von Leuten, die nicht wissen, was ein Browser ist.

Bereits erste Auswirkungen dieser von der Realität losgelösten Innovationsvernichtungsmachinerie kann man vielerorts im Netz beobachten: Der verzögerte Start der deutschen Version von youtube, der mögliche Rückzug von GMail aus Deutschland oder das flickr-filtr-Desaster. Das Alles hat mehr oder weniger mit der sehr speziellen deutschen Rechtssituation zu tun. Es sind die ersten Anzeichen für Reaktionen von Webunternnehmen auf die deutsche restriktive und teilweise undurchsichtige Gesetzgebung, die mit oft nicht vorhersehbarer Auslegung in Bezug auf Netzangelegenheiten nicht gerade für Planungssicherheit sorgt.

Wo bleibt die Kritik der Medien an der Realitätsferne der deutschen Politiker?

Längst müssten diese Vorgänge und die sie verursachenden politischen Internetverweigerer auch in den traditionellen Medien Wellen schlagen. Aber wir haben in Deutschland eine Medienlandschaft, in der die Meisten der deutschen Medienschaffenden das Internet als den bösen Jobkiller sehen und nur einseitig und kritisierend auf alles, was aus diesem globalen Hort des Grauens ersteigt, einschlagen. Hier wird Internetunkenntnis ignoriert oder gar hinter den Kulissen wohlwollend zur Kenntnis genommen. (Abgesehen davon halten sich deutsche Journalisten in der Regel nicht einmal mit dem Prüfen von Fakten auf wenn sie denn mal was übers Internet schreiben müssen.)

Viele Journalisten denken lieber laut darüber nach, Bloggern Teile des Grundgesetzes zu verwehren und die Luke zum ‘Loser generated Content’ geschlossen zu halten oder applaudieren diesem Unsinn zumindest. Denn auch unter den deutschen Journalisten sind unzählige Internetanalphabeten. Das Internet, in den Büros vieler Abgeordneten und Journalisten in Deutschland wird so getan, als existiere es nicht.

In so einem Klima kann man eine dringend notwendige massive Kritik in den Massenmedien an der Weltfremdheit der deutschen Top-Politiker leider nicht erwarten.

Stattdessen gratulieren sich die Analphabeten des 21. Jahrhunderts gegenseitig dafür, den vermeintlichen Status Quo so lang wie möglich aufrecht zu erhalten indem sie alles für sie Unpassende je nach Profession entweder verbieten oder totschweigen.

Das wird, so scheint es, so lang weitergehen, bis Deutschland auch offiziell zum Internetentwicklungsland degeneriert ist und das erkennbare Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft haben wird. Auswirkungen, die dann auch für Leute, die erst ein-, zweimal im Internet waren, erkennbar sein werden. Dann ist es aber zu spät.

Thomas Knüwer meint leider zu recht:

In anderen Ländern, das habe ich ja schon mal geschrieben, würden solche Volksvertreter medial geteert, gefedert und aus dem Parlament getrieben. In Deutschland gilt so was als liebenswert.

Quo vadis Deutschland?

Feeds effizient managen: Pimp my GoogleReader

Dieser Artikel ist Teil 3 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 1:
Wie ich über 300 Feeds lese
Teil 2: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden

 

googlereader-logoZugegeben, die Überschrift zu diesem Artikel ist ziemlich ausgelutscht und nicht sonderlich witzig. Aber mir wollte nichts Besseres einfallen. So, und jetzt Fuchsschwänze raus und an den Monitor gepappt!

 

Grundsätzliches

GoogleReader nutze ich erst seit einigen Monaten. Vorher war ich mit Netvibes allein ganz zufrieden. Aber irgendwann bei 250 Feeds und über 10 Tabs merkte ich, das geht so nicht mehr. Also habe ich mir noch einmal den GoogleReader angeschaut, von dem so viele RSS-Poweruser schwärmen. Und nach einer kurzen Aufwärmphase habe ich nicht mehr zurückgeschaut.

Was ist das Besondere am GoogleReader?

Zunächst mal ist es der einzige mir bekannte Feedreader, bei dem man seine Feeds anhand von Tags und nicht in Ordnern (bzw. Tabs) sortieren kann. Das hat diverse Vorteile. Mehr dazu weiter unten.

Kurzer Einschub: Nicht verwirren lassen, bei GoogleReader bedeuten Ordner und Tags das Gleiche. Mal wird von Tags, mal von Ordnern geredet, das ist leider unnötig verwirrend.

Zum Anderen ist es ein Feedreader, der den eigenen Bedürfnissen sehr leicht angepasst werden kann, da er viele verschiedene Nutzungsweisen unterstützt. Auch dazu gleich mehr.

Nebenbei: Ich bevorzuge außerdem grundsätzlich webbasierte Feedreader gegenüber Desktopprogrammen, da sie mir die Freiheit geben, unabhängig vom Rechner vor mir meine Feeds zu lesen. Überall wo ich Internetzugang habe, habe ich auch Zugang zu meinen Feeds.

 

Umsortieren von Feeds

Allerdings ist nicht alles toll und glänzend beim GoogleReader. In den Kommentaren zu meinem Vielefeedslesen-Artikel wurde ich gefragt, wie man denn bei GoogleReader abonnierte Feeds umsortiert. Noch interessanter wird’s, wenn man einen Tag/Ordner umbenennen will. Das kann da leider etwas kniffelig sein.

Googlereader-feedsettings Feedabos einzeln umzusortieren ist noch relativ einfach. Oben rechts findet man den Button “Feed settings”. Dort kann man unter anderem den Feed umsortieren. Dazu klickt man den Ordner an, in dem man den Feed künftig vorfinden will. Daraufhin wird der Feed zusätzlich in dem neuen Ordner aufgeführt. Wenn man jetzt bei dem Feed in den Feedsettings den alten Ordner löscht, ist der Feed umsortiert.

Mehrere Gruppen von Feeds können auch gleichzeitig umsortiert werden. Dazu analog die im Folgenden erklärte Vorgehensweise nutzen.

 

 

Umbenennen von Tags und Ordnern

Etwas komplizierter wird es, wenn man einen mit Abos gefüllten Ordner/Tag umbenennen will. Dazu geht man ganz oben auf Settings. Hier findet man jetzt alle abonnierten Feeds vor. Will man nun einen Ordner umbenennen, gibt man dessen Name in die Suchmaske ein. Dadurch werden alle Feeds in diesem Ordner angezeigt (Vorsicht: wenn der Ordnername komplett in einem anderen Ordner nochmal vorkommt, werden auch dessen Feeds angezeigt, das Gleiche gilt für Feednamen und URLs. Man sollte also besser kurz über die Liste drüberschauen.).

Jetzt geht man bei einen der Feeds auf den ‘Change Folder’-Button und im Dropdown-Menü auf ‘New Folder’. Dort gibt man den neuen Namen für den Ordner ein.

Anschließend wählt man alle Feeds aus, welche sich im umzubenennenden Ordner befinden (entweder ‘all x subscriptions’ oben links auswählen oder per Hand das Häkchen setzen). Nun geht man auf das Dropdown-Menü ‘more actions..’ oben in der Mitte und wählt den neuen, eben angelegten Tag/Ordner unter ‘add tag..’ aus. Jetzt sind alle ausgewählten Feeds im neuen und im alten Ordner abgelegt.

Um die Feeds aus dem alten Ordner zu entfernen, geht man wieder auf das Dropdown-Menü ‘more actions…’ und scrollt dort bis zum Punkt ‘remove tags’. Dort findet man alle mit den ausgewählten Feeds assoziierten Tags. Den gewünschten Ordner bzw. Tag nun entfernen. Wenn dem Ordner keine Feeds mehr zugeordnet sind, wird er automatisch im GoogleReader nicht mehr angezeigt und ist damit gelöscht.

Googlereader-settings

 

Ja, ich weiß, dass das umständlich ist. Hat man aber einmal die Arbeitsweise dahinter verstanden, gehen auch solche Aufräumarbeiten recht schnell von der Hand. Hat man außerdem einmal sein eigenes System von Feeds zurechtgebastelt, sind solche Arbeiten eher die Seltenheit. Außerdem: Hat man einmal diesen Hindernisparcour absolviert, wird man mit einem sehr effizienten Feedreader belohnt.

 

Ordnerwahnsinn, der River of News und Shortcuts

Als ich hier von 9 und mehr Ordnern sprach, in denen ich meine Feeds einordne, wurde das an mancher Stelle als zu kleinteilig und an anderer Stelle ich sogar als Ordnungsfanatiker bezeichnet (Ha! Wer sowas sagt, hat noch nie das Innere meiner Wohnung erblickt). Ich werde jetzt nochmal etwas näher darauf eingehen, warum ich soviele Ordner nutze.

Zunächst möchte ich aber nochmal darauf hinweisen, dass das hier alles nur Empfehlungen dazu sind, wie man es machen könnte. Jeder muss sein eigenes System finden. Das nebenbei von ganz allein kommt, wenn man viele Feeds liest und etwa Experimentierfreude und den Willen zu ein wenig Effizienz an den Tag legt. Weiter mit den Ordnern:

GoogleReader eröffnet Einem verschiedene Möglichkeiten, seine Feeds zu lesen. Man kann jeden Feed einzeln lesen oder sich alle Artikel eines Ordners oder gar die Artikel aller abonnierten Feeds anzeigen lassen. Man kann zwischen einer Expanded View (Artikelansicht) und einer List View (Artikelüberschriften) wählen. Man kann sich alle Artikel anzeigen lassen, oder nur die ungelesenen.

Ich habe meinen GoogleReader so eingestellt, dass er alle ungelesenen Artikel eines Ordners in der Artikelansicht anzeigt. Bei Start des GoogleReaders werden automatisch die Artikel meines Priorität1-Ordners geladen.

Jeder Ordner fungiert also für mich quasi als großer Monsterfeed. Deswegen habe ich auch soviele Ordner und bin vielleicht ein wenig versessen darauf, die Einordnung der Feeds in den Ordnern aktuell zu halten. Mit der Aktualität der Einordnung steht und fällt die Nützlichkeit meiner Monsterfeeds. Ab und an lese ich allerdings auch einzelne Blogs. Je nach Stimmung eben. Immer öffne ich aber in der Artikelansicht und all unread items.

Jetzt kommt eine der wirklichen Stärken des GoogleReaders zum Tragen: Tastatur-Shortcuts . Ich lese den angezeigten Artikel und wenn ich fertig bin, klicke ich auf ‘j’ und springe damit zum nächsten Artikel. Falls der Artikel über den Monitorplatz hinaus geht, scrolle ich mit der Leertaste runter.

Hier zeigt sich auch an einem schönen, kleinen Beispiel, wie durchdacht der GoogleReader in kleinen Details sein kann: Versucht mal ohne auf die Tastatur zu schauen, mit ‘j’ die im GoogleReader am häufigsten genutzte Taste zu finden. Das ist eine von den zwei blind auffindbaren Tasten auf einer Standardtastatur..

Mittlerweile wurden die Shortcuts ‘j’ für das nächste item und ‘k’ für das vorhergehende auch von vielen anderen Webapplikationen übernommen.

Hier findet man eine übersichtliche (englische) Liste aller Shortcuts. Je nach Nutzungsweise können verschiedene Shortcuts wichtig sein. Die für mich wichtigsten Shortcuts:

  • ‘j’ nächster Artikel, ‘k’ vorhergehender Artikel
  • Leertaste für Scrollen nach unten, Leertaste + Shift für Scrollen nach oben
  • Shift + s um den ausgewählten Artikel im Linkblog zu sharen (gleich dazu mehr)
  • ‘l’ (für label) um den ausgewählten Artikel zu taggen

 

Tagging galore

Und damit sind wir auch schon bei der nächsten großen Stärke des GoogleReaders. Im Gegensatz zu anderen Feedreadern wird hier alles (trotz der verwirrenden Benennungen im Reader selbst) in Tags statt Ordnern organisiert. Wer einen Onlinebookmarking-Dienst wie del.icio.us oder mister-wong nutzt, weiß bereits um die Vorteile von Tags gegenüber Ordnern:

Tags ermöglichen das Verschlagworten in mehreren Dimensionen. Während Ordner im Grunde Tags mit der Beschränkung 1 Tag pro vertaggtes Item sind. Wie kann man das nun bei einem Feedreader nutzen?

Ich hatte im ersten Teil dieser Reihe erklärt, dass ich alle meine Feeds nach Prioritäten geordnet habe. Nun ist diese Einordnung zwar das Wichtigste an meinem System aber wie ich auch dort schon erwähnte nur die halbe Wahrheit. Ich nutze im GoogleReader nämlich auch die Möglichkeit, einige Feeds neben der Priorisierung auch in thematischen Ordnern zu sortieren.

Da zum Beispiel aktuell das Social Network Facebook und dessen Öffnung für Drittanbieter eines der heißesten Themen für mich ist, habe ich Blogs, die sich nur mit Facebook beschäftigen, neben der Einordnung in Prio2 und Prio3 auch in einem separaten Facebookordner eingeordnet. Wenn jetzt zum Beispiel der Facebookserverpark abbrennt oder FB-CEO Mark Zuckerberg in der Nase bohrt, kann ich jeden Aspekt davon sofort im Facebook-Ordner nachlesen. Ist alles aber Business as usual finde ich die Feeds dort, wo ich sie der allgemeinen Priorität nach eingeordnet habe. Ähnlich mache ich das mit den wichtigsten deutschsprachigen Blogs die zum einen mit den ganzen US-Blogs auf die Prio-Ordner verteilt sind, zum anderen in einem extra Ordner auch gesammelt auf mich warten. Die Grenze hier ist wirklich nur die eigene Imagination.

Zusätzlich kann man auch einzelne Artikel taggen, um sie später wiederzufinden zum Beispiel. Ich nutze das Tag ‘l’ (weniger Buchstaben sparen Zeit..) um längere Artikel für späteres Lesen zu speichern, was man aber auch mit starring machen kann (eine Art Favoritensystem). Mit ‘fnn’ tagge ich Dinge, über die ich eventuell auf neunetz.com schreiben werde.

Damit aber nicht genug: Unter Settings -> Tags kann man für jedes Tag ‘private’ (voreingestellt) oder ‘public’ einstellen. Stellt man ein Tag auf public, wird für dieses Tag ein Feed erzeugt, den wiederrum andere wieder abonnieren können. Man kann also so unzählige, spezielle Linkblogs ausgeben.

 

Linkblogs mit GoogleReader shared items

GoogleReader hat aber auch von Haus aus einen eingebauten Linkblog, so dass man nicht über den Umweg der einzelnen Tags gehen muss. Wie bereits beschrieben, werden ausgewählte Artikel mit Shift + s automatisch im Linkblog gespeichert und dort geshart. Das bekannteste Linkblog dürfte, das Linkblog von Robert Scoble sein. Vorsicht, kommt mit unmenschlich hohem Output.

Sowohl die Linkblogs als auch die Tagfeeds geben den in den jeweiligen Feeds befindlichen Content komplett wieder. Im Zweifelsfall also die kompletten Artikel. Das ist sicher nicht unproblematisch in Hinblick auf das Urheberrecht. Da die Artikel auch in diesen Linkblogfeeds aber ganz normal zu den Originalquellen linken, sehe ich für mich persönlich und meine neunetz.com-Artikel da aktuell kein größeres Problem drin.

 

GoogleReader mit Firefox-Addons verbessern

Wenn es eine Regel im Netz gibt, dann diese: Keine Webapplikation ist so gut, dass sie nicht mit Firefox-Addons noch besser werden kann. Und das trifft natürlich auch hier zu.

Better GReader

Das hier schon mal erwähnte Better GReader ist ein Firefox-Addon von Gina Trapani, ihres Zeichens Chefredakteurin des großartigen Lifehackers. Sie hat damit mehrere Greasemonkeyskripte zusammengeführt. Folgendes wurde verbessert:

  • GoogleReader Oberfläche: Es wird mehr Platz für die eigentlichen Artikel geschaffen.
  • Der Vorgang des Abonnierens: Normalerweise zwingt einen Google beim Abonnieren zwischen iGoogle und GReader zu entscheiden. Unnötiger zusätzlicher Klick. Wurde entfernt.
    BetterGreader-abonniertAußerdem wird auf jeder angesurften Seite oben rechts ein Feedicon angezeigt, über das man die Feeds der Seite auswählen und abonnieren kann. Praktisch für Vielabonnierer: Mit einem Häkchen werden schon abonnierte Seiten erkennbar.

 

Fuller Screen

Wenn ich in Feedlesmodus gehe, mutiere ich nicht nur zum eine Taste die ganze Zeit drückenden, leicht verrückt wirkenden Freak. Nein, ich gehe mit Fuller Screen auch in einen richtigen Fullscreenmodus, und nicht in diese abgespeckte Fullscreenmöchtegernvariante, die Firefox von Haus aus mitbringt. Für maximales Lesen mit minimalem Scrollen.

Google Reader Gears Search

Das hier schonmal vorgestellte Google Reader Gears Search ergänzt GoogleReader um eine Suche. Voraussetzung: Man muss Google Gears installiert und mindestens einmal eingesetzt haben.

Navigate anything like Bloglines

Der Autor von Navigate anything like Bloglines weiß zwar wahrscheinlich nicht, dass die Shortcuts vom GoogleReaderteam eingeführt wurden, hat dafür aber was sehr Sinnvolles mit diesem Greasemonkeyskript erstellt: Damit kann man auf Seiten, wie zum Beispiel Foren, mittels ‘j’ und ‘k’ vor- und zurücknavigieren. Klingt für GoogleReader- oder Bloglinesanfänger albern, für Poweruser dieser Reader aber wie eine Offenbarung (in Verbindung mit einem leisen Kichern und einem “Bin ich also nicht der Einzige der auf anderen Seiten versehentlich ‘j’ drückt”-Gemurmel).

 

Weitere Vor- und Nachteile

Pro

Es ist Google. Die Google-Serverpower und die Architektur des GoogleReader allgemein lässt ihn auch mit vielen Feeds noch sehr flüssig agieren. Downtime ist selten, kommt aber vor. So wie diese Woche erst wieder geschehen. Dafür ist GoogleReader der zur Zeit einzige webbasierte Feedreader den man notfalls mit Google Gears auch offline lesen kann. Was Ausfälle angeht, ist man nichtsdestotrotz mit Google auf einer Seite, die sicherer kaum sein könnte.

Contra

Es ist Google. Die Krake, die überall im Netz ist und alles über Einen wissen will. Eine Diskussion dazu würde jetzt hier den Rahmen dieses sowieso schon wieder viel zu langen Artikels sprengen.

Ich für mich aber habe es abgewogen und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir das Feedlesen zu wichtig ist, als dass ich den zweitbesten Feedreader verwenden würde. Und der Beste zur Zeit ist nun mal der GoogleReader.

 

Now you

Ich habe versucht, hier alles abzudecken, was ich in Bezug auf den GoogleReader als wichtig empfinde. Habe ich etwas vergessen oder ungerechtfertigt unter den Tisch fallen lassen? Bitte in den Kommentaren ergänzen. Auch mögliche, weitere Kontrapunkte würden mich interessieren.

 

weitere Links zur Nutzung des GoogleReaders

mobile Version von GoogleReader

Deutsch:

aktuelle GoogleReader-News beim Googlewatchblog

Englisch:

Komplette Liste der Shortcuts mit Erklärungen was genau sie bewirken

Lifehacker: Einige noch tiefer gehende Tipps zu Shortcuts usw.

Lifehack.org: 10 Tipps zum Feedmanagement mit GoogleReader. Deckt sich größtenteils mit meinen Tipps.

Schon in Teil 1 verlinkt, hier aber nochmal: Video, in dem Robert Scoble erklärt, wie er mit GoogleReader täglich durch 600 Feeds geht. Kurzfassung: j,j,j,j,j,j,j,j

offizielles GoogleReader-Blog: GoogleReader auf dem Fernseher via Nintendo Wii

Google Reader FAQ

itligenz: Regulating your ‘River of Information’

[tags]rss, GoogleReader, tipps[/tags]

Feeds effizient managen: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden

Dieser Artikel ist Teil 2 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 1: Wie ich über 300 Feeds lese
Teil 3: Pimp my GoogleReader

In den Kommentaren zum Artikel über Feedmanagement kamen wir darauf zu sprechen, dass es doch eigentlich ganz praktisch wäre, wenn man schnell und einfach aus dem Feedreader einzelne Artikel für späteres Lesen oder zum Archivieren bookmarken kann.

Vorausgesetzt man nutzt einen der großen webbasierten Newsreader und als Browser Firefox (was die Mehrzahl der Leser hier tun), kann man direkt aus dem Reader zumindest zum Bookmarkingdienst del.icio.us und zu Ma.gnolia leicht abspeichern. And here is how:

 

Vorgehen

Falls man es noch nicht nutzt, muss man sich zunächst das Greasemonkeyaddon für Firefox von hier installieren. Greasemonkey ist ein Addon mit dem man selbstgeschriebenes Javascript auf Seiten ausführen kann. Nach der Installation startet man Firefox neu. Jetzt kann man den hier angegebenen Links folgen und die jeweiligen Skripte installieren. Fertig.

 

Google Reader

GoogleReader to del.icio.us

Unten rechts nach jedem Artikel wird zusätzlich ein ‘Add to del.icio.us’ Link angezeigt. Die dem Feed bereits zugeteilten Ordner/Tags sind bereits als Tags vorgetragen. Notfalls kann man weitere bzw. neue Tags eintragen.

GoogleReader to Ma.gnolia

Laut Autor eine Portierung des del.icio.us-Skriptes. Mangels Account kann ich das jetzt nicht testen. Wenn Ma.gnolia User anwesend, bitte in den Kommentaren posten ob es funktioniert. Funktioniert. Danke, Carsten.

Netvibes

netvibes to del.icio.us

Nach dem Installieren gibt man den del.icio.us-Namen und den Tag, unter dem man speichern will, an. Anschließend findet man auf Netvibes neben den Überschriften der Artikel das del.icio.us-Zeichen. Ein Klick auf das Logo speichert den Artikel auf del.icio.us.

Die Auswahlmöglichkeiten sind beschränkt, aber dafür bekommt man das Abspeichern mit einem Klick -einfacher und schneller geht’s nicht.

Bloglines

Bloglines to del.icio.us

Fügt laut Autor einen “Post to Del.icio.us”-Link unter jeden Artikel auf Bloglines hinzu. Mangels Bloglines-Account (zumindest finde ich meine Logindaten nicht mehr auf Anhieb) kann ich nicht bestätigen, ob das Skript einwandfrei funktioniert. Ich gehe aber mal von funktionsfähig aus bei über 1300 Installationen des Skripts.

 

Wer jetzt noch ein Wordpress-Blog sein eigen nennt und in die Sidebar auf einfache Weise eine Linkliste zu aktuellen Artikeln von anderen Blogs einbinden will, kann das leicht mit einem Tagfeed und dem WP-RSS-Import-Plugin von Bueltge bewerkstelligen.

Weitere Möglichkeiten, wie man einfach Feedreader und Bookmarking verbinden kann, bitte in den Kommentaren posten.

 

Ausblick

Morgen werde ich noch einmal etwas ausführlicher auf die vielen Möglichkeiten eingehen, die der GoogleReader bietet. Außerdem werde ich ein paar Tipps geben, wie man die Nutzung des GoogleReaders zusätzlich noch verbessern kann.

[tags]GoogleReader, Netvibes, Bloglines, Firefox, rss, tipps[/tags]

Wie ich über 300 Feeds lese

multimonitor
Muss. Alles. Lesen. (Foto: totalAldo )

Dieser Artikel ist Teil 1 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 2: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden
Teil 3: Pimp my GoogleReader

Ich habe zur Zeit irgendwas um die 350 Feeds abonniert. Und ich bin noch am Munterweiterabonnieren.

Wenn man bedenkt, dass Robert Basic nach eigener Aussage um die 100 Feeds abonniert hat, kommen einem über 300 Feeds sicher viel vor. Und wenn man dann noch dazu nimmt, dass andere deutsche Topblogger im Büro RSS gar nicht erst benutzen , es gar nur anfassen wenn sie unterwegs sind*, dann fragt man sich wie um Himmelswillen kann jemand soviele Feeds verarbeiten und vor allem warum**.

Das fragt allerdings aber auch nur, wer nicht weiß, dass der berühmte US-Blogger Robert Scoble zum Beispiel über 600 Feeds abonniert hat . Die menschliche Schmerzgrenze liegt also höher als der gemeine Feedkonsument annimmt. Da ist noch Luft nach oben, da sind die Unterschiede zwischen den Feedlesern doch frappierend.

[Knoff-Hoff-Show-Moderator] Nun, warum ist das so? [/Knoff-Hoff-Show-Moderator]

Ganz einfach:
1. Das A und O für ungehemmtes Feedkonsumieren ist ein vernünftiges Feedmanagement und
2. der folgende Gedanke:

Ich muss das nicht alles lesen, wenn ich nicht will.

Aber fangen wir vorn an.

 

Feedmanagement

Es wurde schon an vielen Stellen darüber geschrieben: Ordner. Feeds gehören in verschiedene nach Prioritäten gestaffelte Ordner .

Meine Ordner sehen in etwa wie folgt aus:

  • Prio1: Täglich. Die wichtigsten Blogs. Deckt sich ca. zu 2/3 mit den Blogs, die man rechts in der Blogroll findet.
  • Prio2: Ebenfalls wichtige Blogs. Sind aber keine Mustreads mehr.
  • Prio3: Nicht mehr ganz so wichtige Blogs. Werden trotzdem regelmäßig gelesen.
  • Prio4: Ab jetzt wird nur noch gelesen, wenn ich wirklich Zeit und Muse habe. Hier landen auch Feeds mit hohem Output und dementsprechender oft ungünstiger Signal-Noise-Ratio. Scobles Linkblog zum Beispiel. Auch wenn ich hier oft täglich reinschau, weiß ich, dass ich nichts Wesentliches verpass, wenn ich das mal nicht tu.
  • Das Prinzip dürfte jetzt klar sein. Die Ordner gehen runter bis auf prio9. Zwei spezielle Ordner habe ich zusätzlich noch:
  • ego-search: Diverse Feeds, mit denen ich verfolge wer im Web was über neunetz.com und andere Projekte von mir zu sagen hat. Wie man schnell und einfach ein Monitoring einrichtet, habe ich hier beschrieben.
  • Quarantäne : Neue Feedabos landen in der Regel hier und müssen sich für mindestens 2 oder mehr Wochen bewähren. Da Blogger auch eine Woche mal schwächeln können, sollte man ihnen eine gewisse Bewährungszeit gönnen.

Da ich den Googlereader als Feedreader nutze, habe ich beim Benennen meiner Ordner darauf geachtet, dass die alphabetische Sortierung die Ordner so anordnet, wie ich mir das vorstelle (deshalb die Zahlen 1-9, wer mehr Ordner braucht, kann eine 0 vor die 1 setzen oder nach 9 mit 99 usw. weitermachen).

Googlereader hat einen weiteren Vorteil. Die Ordner fungieren gleichzeitig als Tags. Man kann also den abonnierten Feeds mehrere Tags, =Ordner, zuordnen, wenn man das will. Nützlich ist das zum Beispiel, um einige Feeds gleichzeitig nach Prioritäten _und_ Themen zu ordnen. So habe ich zum Beispiel auch einen Ordner ‘Deutsche Blogs’. Ca. 2/3 der Blogs, die ich lese sind englischsprachig, der übrige deutsche Rest verteilt sich neben ihnen über die verschiedenen Ordner. Will ich nun nur schnell lesen, was in Deutschland los ist, öffne ich diesen Ordner.

Warum ich das so mache: GoogleReader hat großartige Funktionen zum schnellen Feedlesen. Ich öffne oft immer alle ungelesenen Artikel eines Ordners und gehe dann durch die Artikel der Reihenfolge nach. Die hierfür nützlichen Shortcuts und weitere Tips zum GoogleReader findet man bei Lifehacker.

 

Einordnen von Blogs

Welches Blog will ich täglich lesen? Bei Welchem muss ich immer auf dem Laufenden sein?

Diese Fragen sind wichtig beim Einordnen der Blogs. Blogs zu Produktivität zum Beispiel, wie das deutsche imgriff oder die englischsprachigen Blogs lifehack oder Steve Pavlina muss man nicht täglich lesen, ja nicht mal wöchentlich. Es reicht auch, da alle 2 Wochen oder einmal im Monat durchzugehen.

Das ist wichtig: Du stellst Dir Deine Feeds selbst zusammen, Du entscheidest auch wann und ob Du sie liest. Du entscheidest selbst, mit welcher Frequenz Du welchen Feed liest. It’s that simple, really.

 

Nichts ist in Stein gemeißelt

Prinzipiell ist kein Blog im jeweiligen Ordner festgewachsen. Im Gegenteil: Ich verändere permanent die Verteilung je nach aktuellem Gemütszustand und Interessensentwicklung. Auch wenn ein Blog sich zum Schlechten entwickelt, z.B. massiv Off-topic-Postings veröffentlicht, kann es sich sehr schnell nach hinten verschieben. Man muss das Ganze als etwas Organisches sehen, das sich ständig verändert. Es bewegt sich in Abhängigkeit des geposteten Contents und der eigenen Interessenentwicklung.

Wenn man feststellt, dass die Artikel eines Blogs einem über Monate nichts bringen, sollte man auch keine Angst haben es zu löschen. Wenn das Blog wieder gut wird, wird man irgendwann in der Regel sowieso wieder drüber stolpern. Bevor ich aber lösche, verschiebe ich Feeds lieber innerhalb der Ordner. Zum Einen ist die Hemmschwelle hierfür geringer, was schneller zu einer optimaleren Verteilung der Feeds führt. Zum Anderen überlässt man es so nicht dem Zufall, Feeds wiederzufinden, die man schon mal entdeckt hat und die vielleicht nur einen temporären Durchhänger haben.

 

Noch mehr Möglichkeiten den eigenen Feedkonsum zu optimieren

  • Manchmal will man nur einen kleinen Teil von einem Feed lesen auf diesen aber nicht verzichten, der Rest aber nervt. Besonders bei Feeds von großen Newsseiten, die sich dabei gar nichts gedacht haben, kann das nerven. Für solche und andere Spezialfälle bietet es sich an Feeds zu remixen. Wie man Feeds auf einfache Art remixt, habe ich hier ausführlich beschrieben .

  • Nicht jedermanns Sache: Aber ich habe meine Feeds auf zwei Reader aufgeteilt mittlerweile. Bei Googlereader finde ich alle Techblogs. Alles was ich als nützlich und wichtig erachte. Auf Netvibes habe ich alle Blogs, die ich sonst noch so lese. Auf GoogleReader habe ich aktuell 266 Feedabonnements, auf Netvibes um die 100.
    Ich bilde mir ein, mit der Aufteilung Procrastination zu minimieren. Ich Naivling.

 

Feedreadervarianten

Es gibt verschiedene Varianten von Feedreadern. Welche man bevorzugt, ist hauptsächlich Geschmackssache.

Im River of news werden die Nachrichten chronologisch geordnet nach ihrem Veröffentlichungszeitpunkt angezeigt. In der Regel fängt man ‘oben’ bei den jüngsten Artikeln an. Diese Feedreader sind in der Regel klassisch dreigeteilt und erinnern an Emailprogramme. Die bekanntesten Webbasierten sind Bloglines und GoogleReader .

Meine persönliche Meinung ist, dass der GoogleReader der optimale Reader für exzessives Feedkonsumieren ist. Nicht umsonst nutzen wahre Newsfreaks wie Scoble und Gina Trapani von Lifehacker den GoogleReader und empfehlen ihn geradezu religiös weiter.

Seit geraumer Zeit verbreiten sich auch immer mehr grafische Feedreader, die mit speziellen Modulen noch sehr viel mehr können als nur Feeds darzustellen. Ihr Vorteil liegt daneben in einem gewissen Zeitungsfeeling, das sie beim Nutzer verbreiten. Die bekanntesten dürften Netvibes und Pageflakessein.

Eine Übersicht zu Feedreadern hier.

Eine Übersicht zu allem, was auch nur im Entferntesten mit RSS zu tun hat, findet man hier.

 

Und zum Abschluss nochmal, weil’s so wichtig ist:

! Ich muss das nicht alles lesen, wenn ich nicht will. !

‘Mark as read’ ist Dein Freund. Dein geduldiger, nachsichtiger, sehr kluger Freund, der mit Dir zusammen dem ‘x unread items’-Nerd den Stinkefinger zeigt. Und womit? Mit Recht.

Denn vergiss eins nicht: Wenn Du das (Luxus-)Problem hast, beim Feedlesen nicht hinterherzukommen, wenn Du das Wort ‘Informationoverkill’ jedes Jahr erneut zum Wort des Jahres wählen willst, dann liest Du jetzt schon mehr und weißt mehr als 90% der Restbevölkerung. Unabhängig davon, ob Du ab und an es mal schleifen lässt und einfach, you know, rausgehst.

Auch hier kann ich den GoogleReader nur loben. Der zählt unread items nämlich nur bis 100+. Mehr muss man auch nicht wissen und sehen.

Zusätzlich helfen auch Aggregatoren wie Rivva und Blogscout in Deutschland, einen schnellen Überblick über das Geschehen zu behalten. Je nach Interessenlage sind im englischsprachigen Raum Techmeme und seine Schwesterseiten unerlässlich.

Für alles andere gibt’s Google News. (Habe auch von bizarren Augenzeugenberichten gehört, in denen Papiererzeugnisse erwähnt werden. Kann das aber nicht verifizieren.)

 

Slowing down once in a while ain’t the worst idea ever. Zwingt einen ja niemand.

 

weitere Seiten zum effizienten Organisieren des Feedreaders

Robert Scoble erklärt in einem Videointerview, wie er seine 600+ Feeds liest .

imgriff erklärt wie man den RSS-Reader ausmistet und ordnet

 

Willkommen in der Informationsgesellschaft! :)

 

 

—-
*ernsthaft, werden, statt den Newsticker im Auge zu behalten, heute die Nachrichtenagenturen beim Handelsblatt persönlich angerufen? Weil man die Stimmen der Nachrichtenagenturmitarbeiter (stehen in diesem äußerst hinkenden Vergleich für das Design der Seiten) so gern hört?

** Weil ich es kann.

[tags]rss, tipps[/tags]

Internet: Standortnachteil Deutschland

Google hat mit der Schließung seines E-Mail-Dienstes Google Mail in Deutschland gedroht, sollte die Bundesregierung an ihrer umstrittenen Gesetzesinitiative zur Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs festhalten.[..]

Diese Pläne seien ein “schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre”, kritisierte Peter Fleischer, weltweit zuständig für den Schutz der Google-Nutzerdaten, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. “Im Notfall schalten wir Google Mail in Deutschland wieder ab,” sagte Fleischer.[..]

Eine rein deutsche Kontrolle der E-Mail-Daten sei ohnehin nutzlos, argumentierte Fleischer: “Dann weichen Anwender eben auf E-Mail-Adressen im Ausland aus.”

heise

Laut dem Gesetzesentwurf sollen nicht mehr nur die Provider User-Daten speichern sondern auch die Anbieter von eMail-Diensten. Doch die bisher vorhandenen und sowieso abgespeichtern Daten reichen bei dem Gesetz nicht mehr aus, jeder eMail-Anbieter muss seine Kunden eindeutig identifizieren können - es muss also mindestens der volle Name und eventuell die Adresse angegeben werden. Und nicht nur das, sie muss auch noch auf Richtigkeit überprüft werden.[..]

Was Google nun genau mit “Einstellung” meint ist noch völlig offen und muss hoffentlich niemals geklärt werden. Einerseits könnte es bedeuten dass die deutschsprachige Oberfläche verschwindet, andererseits kann es aber auch bedeuten dass alle User aus Deutschland ausgesperrt werden oder der Zugriff von Deutschland aus komplett blockiert wird.

GoogleWatchBlog

Die Bundesrepublik aber ist auf dem besten Weg dahin sich zum Standort-Nachteil für das Internet schlechthin zu entwickeln. Bei Flickr hat man das deutlich gesehen. Oder, demnächst vielleicht, bei Googlemail. Und was dann mit dem ganzen Gebrabbel von Standort Deutschland stärken?

De:Bug Blog

Unabhängig mal davon, dass ich mir ein komplettes Schliessen der Gmail-Accounts für deutsche Nutzer nicht vorstellen kann. Denn neben einem wahren Fiasko für Leute, die ihre Onlinekommunikation auf ihre gmail-Adresse aufgebaut haben, würde das auch den Zugang zu weitverbreiteten Diensten wie igoogle und googlereader versperren, für deren Nutzung man einen Gmailaccount braucht.

Also unabhängig davon, dass das unwahrscheinlich ist, ist dieser Vorgang trotz alledem beunruhigend. Und bestätigt Gedanken, die ich in letzter Zeit immer öfter habe:

Oh Internet! Geh weg, Du Teufelswerk!

Flickr, vorerst kein deutsches youtube und jetzt das deutsche Gmail. Es zeichnet sich ein Muster ab. Und zwar eins, das eine deutliche Sprache spricht: Internationale Unternehmen erkennen, dass die deutsche Gesetzgebung größtenteils internetfeindlich ist. Das liegt natürlich auch zu einem Großteil an der Tatsache, dass die deutsche Legislative größtenteils internetfeindlich ist: Der deutsche Wirtschaftsminister lässt zum Beispiel das Internet bedienen. “Bundesminister für Wirtschaft und Technologie”.
Und er ist dabei in Deutschland sogar noch in guter Gesellschaft:

Dass die Netz-Verweigerer so leicht davonkommen, ist kein Wunder: Nirgends werten klassische Medien das Internet so ab wie hier zu Lande. So machte die “Süddeutsche Zeitung” im Januar alle Besitzer von MP3-Musikspielern kollektiv zu Besitzern von Raubkopien. Im “Tagesspiegel” darf der bekannte Publizist Henryk M. Broder feststellen: “Das Internet macht doof.” Und in den “Tagesthemen” sind es die “Herren der Handy-Videos”, die ohne jeden Filter “Filmchen ins Internet stellen” - zum Beispiel von der Hinrichtung Saddam Husseins. Dass Blätter wie der “Stern” oder “Focus” die Bilder gerne nachdrucken, scheint kein Wort der Kritik wert. Die dürfen das. In solch einem Klima gedeiht sie gut, die Anti-Web-Haltung. Weder Politiker noch Manager müssen sich Sorgen machen, in den klassischen Medien an den Pranger gestellt zu werden ob ihrer Unwissenheit.

US-Webunternehmen lokalisieren ( außer in Deutschland?)

Wie schlimm es eigentlich um Deutschland steht, dürfte uns dieses Jahr noch sehr stark bewusst werden. 2007, so zeichnet es sich ab, wird das Jahr in dem alle großen Web2.0-Dienste lokale Versionen ihrer Seiten eröffnen und pushen werden. Und mehr und mehr von ihnen scheinen verwirrt vom Zustand der deutschen Gesetze zu sein.

Dass Yahoo Deutschland mit Singapur, Hong Kong und Korea in einen Topf wirft kann man nur zum Teil Yahoo/Flickr vorwerfen. Die hier anzuwendenden deutschen Gesetze _sind_ anachronistisch. Forenhaftung, deren Auslegung vollständig abhängig vom Gutdünken der entscheidenden Richter ist, gepaart mit Abmahnungen die mit absurd hohen Summen ausgestattet werden können. Und jetzt noch eine völlig unnötig ins perverse gehende, kommende Vorratsdatenspeicherung:

Nicht die Webunternehmen sind verrückt, die Deutschland umgehen, sondern die, die hier bleiben oder hierherkommen ohne sich umfassend abzusichern. Je mehr User Generated Content zum Konzept der Seite zählt, desto mehr wird das Angebot zum Glücksspiel für den Anbieter.

Ich denke, die Rahmenbedingungen sind etwas, das von hiesigen Unternehmen gern eher ausgeklammert wird. Wird schon gutgehen. Wenn ein Unternehmen von Übersee kommt, mit einer Rechtsabteilung, die sich die Gesamtsituation hier anschaut, und man dann ins Schwitzen gerät, dann ist das vor allem eins: nachvollziehbar.

Denn machen wir uns nichts vor: Yahoo zum Beispiel ist ein großer Konzern, mit viel Geld, und der Maxime noch sehr viel mehr Geld zu machen und nichts davon zu verlieren. Dem im deutschen Teil des Netzes nachzugehen, scheint in den USA als sehr risikobehaftet angesehen zu werden. Und das nicht zu unrecht.

Wir sollten endlich aufwachen und kapieren, was hier wirklich los ist.

Deutschland ist auf dem besten Weg zu einem Dritteweltland in der Informationsgesellschaft zu degenerieren.

Das Social Media Burnout Syndrom und Facebook

web20logos1
(Bild: Stabilo-Boss)

Jeder, der (zu)viel Zeit im Netz und besonders auf Seiten mit socialirgendwas verbringt, kommt irgendwann an die eigenen Zeitgrenzen. Will man dann eine neue Seite ausprobieren, muss man die Zeit bei einer anderen abziehen. Genau hier kommt ein großer Vorteil des neuen Facebook als Metanetzwerk zum Zug.

Begrenzte Zeit

futurelab.net:

If a person is spending an hour or two a day posting in one forum, is he likely to do the same in two or three others? If an active member in a community decides to launch a blog on the same topic, will she still devote an hour to creating a detailed, thoughtful post or will that content end up on her blog?

Das ist eine wichtige Frage, die in den nächsten Monaten bis Jahren immer wichtiger werden wird.

2 Probleme:

  1. Die Zeit und damit die Aufmerksamkeit eines Menschen ist begrenzt.
  2. Die Zahl der Seiten, die um diese Aufmerksamkeit buhlen nimmt ständig zu.

Das heißt, immer mehr Konkurrenten teilen einen Kuchen untereinander auf, der nicht unbegrenzt ist.

Mittelfristig dürfte das noch nicht sonderlich große Auswirkungen haben: Ich habe jetzt keine Zahlen, wie das in den USA aussieht, aber in Deutschland sind die Nutzer von Web2.0 im Vergleich zu den Gesamtonlinern relativ gering (auch hier üben wir uns heute in Quellendiät). Was vor allem wohl auch daran liegt, dass in Dtl. die Web2.0-Berichterstatter schlechthin, die Blogs, eher geringe Leserzahlen haben. Hier fehlt einfach die Mouth-to-Mouth-Power wie es sie in den USA mittlerweile gibt.

Wie dem auch sei, unabhängig davon sind Web2.0-Nutzer per se erstmal immer nur eine Teilmenge der Gesamtheit der Internetnutzer, hier ist also noch Platz nach oben. Denn die Anzahl der Nutzer von Social Media Seiten steigt. Seien es User von Social Networks oder Leser von Blogs (Beides geht in der Summe immer noch nach oben). Bedeutet, zumindest mittelfristig lässt sich das Ausgelastetsein der Early Adopter durch den generellen Zuwachs von Neuankömmlingen in Webzwoland ausgleichen. Ob das für die jeweilige WebApplikation reicht, wird sich für jede einzeln entscheiden. Es wird wohl so sein, dass das Heil für viele neue Seiten in ‘mehr Mainstream, weniger geeky’ liegt. Fakt ist aber auch, wenn ich lese: ‘Social Network mit/für ..’, verdreh ich die Augen und denke ‘come on!’ und oft auch ‘och nö, gebt mir doch mal etwas weniger AAL und etwas das mir Zeit spart anstatt mehr zu rauben’.

This is there Facebook comes in

Und da sind wir auch schon bei dem, was der Markt unter Anderem braucht: Metametameta. Gib mir etwas, das mir mein Onlineleben vereinfacht und Du gewinnst mich als Kunde, eventuell.

futurelab.net:

The communities that offer a combination of quality interaction with others and, in many cases, an efficient and time-saving interface for keeping in touch with both the community at large and with individual friends will be the long-term winners.

Efeckinxactly.

Es ist genau das, was Facebook nach der Öffnung zur Plattform ausmacht. Ich kann dort nicht nur Dienste wie Twitter und Specialinterest Social Networks wie die Filmseite Flixster integrieren und von einer Seite aus erreichen und eingeloggt sein. Auch wird, wenn entsprechend programmiert, automatisch abgeglichen ob meine Facebookfreunde auf diesen Diensten sind und wenn ja, in diesem Fall direkt in der FacebookApplikation angezeigt. Ich muss im Idealfall nicht mehr meine immer wieder gleichen Freunde auf 100 Seiten suchen und händig adden. Und ich bekomme alle ihre Aktivitäten in einem Feed angezeigt.

Die Nützlichkeit meines eigenen Social Webs nimmt also zu, gleichzeitig aber auch: Ich spare Zeit. Etwas, das, zumindest bereits unter den Early Adoptern, an Wichtigkeit immer stärker zunimmt.

Deswegen sage ich voraus, dass Facebook in 1, maximal 2 Jahren das größte Social Network weltweit sein wird.

UPDATE und P.S.: Siehe auch How Facebook Developers Give Facebook a Boost: Wall Street Journal:

Users are flocking to facebook, and the growth rate is very impressive, the number of active facebook members has hit the 27 million mark. That is ~2.5 million more users than just a month ago; this is phenomenal growth by any measure.

(via gigaom)

[Und morgen erkläre ich, wie ich weit über 300 Feeds manage, ohne verrückt zu werden oder auszuburnen ]

[tags]Facebook[/tags]

SimpleSpark kategorisiert und listet Webapplikationen

Ich denke ja, dass in großen Teilen in Zukunft die Arbeit (und das Vergnügen) am Computer mittels Webware stattfinden wird. Sprich, Programme, die man nicht mehr auf dem Desktop installiert sondern auf einem Server liegen. Erreichbar über Login statt Installation. Heck, ich hab hier sogar hier eine Kategorie Webware.

Warum ich denke, dass Webware zu großen Teilen die Zukunft sein wird? Neben anderen Aspekten wie Bequemlichkeit und Verfügbarkeit ist es vor allem die Angst vor Desktopviren. Jedes Mal wenn ich eine Freeware installieren will, checke ich per Google und del.icio.us usw. gegen ob die Software bekannt und sicher ist- ja, ob ich überhaupt bei der offiziellen Quelle runterlade. Aufwendig das und und führt oft eher dazu, das Installieren gleich zu lassen.

SimpleSpark

So, da wir das jetzt geklärt haben zum eigentlichen Thema: SimpleSpark bietet ein Verzeichnis genau für solcherlei Webapplikationen und Web2irgendwas-Seiten allgemein. Und das sind schon eine ganze Menge. Laut Website sind es bereits über 3000 gelistete Webapps. Holy cow.

Praktisch ist dabei, dass es zu jeder Kategorie einen RSS-Feed gibt. Man kann also in den Bereichen, an denen man ein besonderes Interesse hat, recht simpel auf dem Laufenden bleiben. Günsch, wie man hier in Sachsen sagen würde.

Beachtlich auch, dass auf den einzelnen Seiten der Webapps neben Sreenshots auch die Corporationblogs per Feed integriert sind, wenn vorhanden. Wie man hier an der Zooomr-Seite sehen kann.

Wo wir gerade bei Fotoseiten sind: Wer zum Beispiel noch auf der Suche nach einer Flickralternative ist, wird hier fündig. Die Qual der Wahl hat man dann allerdings wirklich (Deshalb vielleicht dann doch eher Don Dahlmanns Artikel zu Flickralternativen).

Ein ähnliches Verzeichnis ist BuzzShout.

simplespark-1

 

(via Techcrunch)

Burst Labs - Musiksuche nach Laune

Burst Labs ist eine Musiksuchmachine, bei der alles über Tags läuft. Am Anfang kann man zwischen allgemein gehaltenen Tags wählen wie relaxed und aggressive. Nach und nach kann man die Auswahl dann weiter verfeinern und aus dem Pool der so eingegrenzten Tracks welche zum Anhören auswählen.

Schade, dass die Songs in der Regel nicht voll ausgespielt werden. So bleibt das leider ein nur halb sinnvolles Spielzeug. Auch scheint der Musikpool noch nicht sonderlich groß zu sein.

Die Herangehensweise erinnert ein klein wenig an das Netradio Musicovery, das ich unter anderem hier schon mal vorgestellt hatte. Auch bei Musicovery kann man zwischen verschiedenen Stimmungen wählen und die Auswahl so eingrenzen. Aufgrund der eingeschränkten Musikauswahl bei BurstLabs ist Musicovery auch zur Zeit noch die bessere Wahl. Mal abgesehen davon, dass man hier Songs vollständig hören kann. Schön aber zu sehen, dass immer mehr Dienste in dieser Richtung schauen was da noch geht. Ich denke ja: noch einiges.

(via live.hackr)

mit Floorplanner die Inneneinrichtung planen

floorplanner-logo Wer kennt das nicht: Die neue Wohnung steht leer und unbefleckt vor einem und jetzt stellt sich die Frage aller Fragen: Wo stell ich Billy hin?

Mit Floorplanner kann man diese Frage klären und kostenfrei online seine gesamte Inneneinrichtung planen.

Was man früher mühsam mit Skizzen und mühsam ausgeschnittenen Schnipseln oldschool auf Papier hin und herrückte, macht man hier auf einer schnieken, mit Ajax aufgespritzten Seite. (Noch oldschooliger ist das rhythmische Zerkratzen des Parkettfußbodens weil man die Möbel ‘live’ sehen muss.)

Alles denkbare bis undenkbare Mobiliar kann in frei konfigurierbaren Räumen angeordnet werden. Die Gegenstände können dabei sowohl in Ausrichtung als auch in der Größe angepasst werden.Fertig gestellte Räume können auch mit anderen geteilt werden.

Will man mehr als ein Projekt, sprich Wohnung, hin- und herrichten, kann man eine von mehreren kostenpflichtigen Pro-Account-Möglichkeiten wählen. Das dürfte aber nur für Feng Shui-Fetischisten und ähnlichem Gesindel interessant sein.

Fazit

Floorplanner geht leicht von der Hand und ist äußerst praktisch. Besonders für notorische Vielumzieher, die jedes mal unter Stöhnen den unauffindbaren Couchpapierschnippsel neu ausschneiden mussten, ist diese Seite eine kleine Offenbarung.

floorplanner-1
Tom Cruise won’t come out of the closet.

Gibt es eine anonyme OpenID?

Es gibt so Tage, da denke ich mir, dass OpenID nicht so richtig vom Fleck kommt. Diese Vorstellung prägt sich größtenteils durch das Lesen der OpenID Mailingliste. Versteht mich nicht falsch: die Diskussionen dort sind wichtig, aber hin und wieder kommt der Gedanke auf, dass man das doch schon alles mal vor Wochen geklärt haben konnte. Naja, wird wohl bei vielen anderen Projekten ähnlich sein.

Anderen Leuten widerum schreitet die Entwicklung viel zu schnell voran, und sie sehen schon überall im Netz das OpenID Logo blinken; gezwungen OpenID zu nutzen, sofern sie sich überhaupt noch im Netz bewegen möchten. Soweit sind wir aber noch lange nicht. Da fehlen einfach noch ein paar tausend wichtige Seiten, die dann stolz OpenID enabled auf der Registrierungseite verkünden können.

Aber was tun, wenn es doch geschieht? Was sollen dann die Trolle der Netzwelt, die Spammer dieser Erde, die Anonymen Kommentierer und weiteres Gesindel tun, um den Rest der Welt zu belästigen? Ist eine OpenID nicht so etwas wie ein Ausweis? Lässt sich dann nicht jeder Kommentar einer bestimmten Person zuordnen? Aus und vorbei mit dem Trollen? Wird das Netz sauber und gut? Leute, keine Panik! Alles bleibt wie es ist.

Wir bleiben anonym

Erst einmal ist eine OpenID natürlich kein Ausweis. OpenID verifiziert von Hause aus nicht, ob mein Name nun Carsten Pötter oder doch eher Marcel Weiß ist. Grundsätzlich kann man nur davon ausgehen, dass hinter einer OpenID - einer URI, also eindeutig - immer die gleiche Person steht. Sieht man also auf Blog ABC einen Kommentar von def.openidprovider.com und bei dem Social Netwerk Tolle Freunde einen Nutzer mit eben jener OpenID, sollte dahinter jeweils die gleiche Person stehen.
Möchte ich jetzt nun weiterhin durch das Netz trollen, kann ich mir natürlich einfach OpenID’s bei unterschiedlichen Providern besorgen; bei Provider A bin ich der seriöse Carsten Pötter (OK, kleiner Scherz am Rande) und die OpenID von Provider B nutze ich zum Trollen. Ist das jetzt anonym? Vielleicht noch nicht so richtig.

Gehen wir also einen Schritt weiter. Weiter oben habe ich die Wörter grundsätzlich und sollte benutzt, was durchaus seinen Grund hat. Es gibt nämlich einen komplett anonymen OpenID Server: www.jkg.in/openid.
Bereits beim Aufruf der Seite wird einem eine automatisch generierte OpenID angeboten; gefällt die einem nicht, kann man auch seine Wunsch OpenID nehmen, jkg.in/openid/tollerhecht oder so etwas. Loggt man sich damit bei einer Seite mit OpenID Unterstützung ein, erfolgt keine Weiterleitung zurück an den Server, um dort ein Passwort einzugeben, ein Browserzertifikat abzufragen oder sonstige Authentifizierungsmaßnahmen, die bekannte OpenID Provider nutzen. Man ist eingeloggt, einfach so. Und weil mich niemand authentifiziert, kann diese OpenID auch jeder andere nutzen. Hinter jkg.in/openid/tollerhecht verbirgt sich vielleicht einmal Marcel und einmal ich. Ich hoffe mal, dass das anonym genug ist. Wie gesagt, alles bleibt wie es ist und grundsätzlich sollte man mal von gar nichts ausgehen. ;)

Fazit

Wie man an dem Beispiel sieht, kann man einer OpenID ohne weitere Verifizierung nicht trauen. Es stellt sich natürlich auch die Frage, ob ein solcher OpenID Server überhaupt lange genug bestehen bleiben wird bzw. ob alle OpenID Consumer ein Login von diesem Server akzeptieren werden. Die Möglichkeiten des Missbrauchs sind doch als weitaus größer einzuschätzen als evtl. Nutzen, denke ich mal. Aber Ihr seht, dass OpenID auch völlig anonym funktionieren kann. Gut? Schlecht? Egal?

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