Archive for Juli, 2007

Eine interaktive Filmproduktion made in Mittweida

Der folgende Artikel wurde für das Chemnitzer Stadtmagazin 371 geschrieben. Er ist damit an ein nicht so webaffines Publikum gerichtet, wie es unsere treuen neunetz-Leser in der Regel sind. Das unter filmtrip.de mit Blog, Video- und Podcast entstandene interaktive Filmprojekt halte ich allerdings für äußerst spannend und durchaus für ein Beispiel, wie man künftig auch ohne großes Budget online ‘Buzz’ erzeugen kann. Wenn das dann auch noch so sympathisch geschieht, umso besser. Deshalb wollte ich diesen Artikel Neunetzanhängern außerhalb von Chemnitz nicht vorenthalten:

Das Internet ist schon ne Wucht. In Zeiten, in denen das Fernsehen von billigen Reality- und Gerichtsshows überflutet wird, flüchten viele zur Unterhaltung ins Netz. Und da kann man sich nicht nur berieseln lassen. Sondern auch aktiv am Geschehen teilnehmen, wenn man das möchte.

selfmade movie mittweide

Wo sonst hat man schon die Möglichkeit, sich direkt am Entstehen eines Kinofilmes zu beteiligen? 4 kurzfilmerprobte Studenten des Fachbereichs Medien an der FH Mittweida haben unter filmtrip.de ein beeindruckendes Filmprojekt auf die Beine gestellt. Das Roadmovie mit dem vorläufigen Titel ‚Mitfahrgelegenheit’ handelt vom wohlhabenden Studenten Frank, dem einfach gestrickten Automechaniker Tom und ihrer gemeinsamen Reise im Wohnmobil von Deutschland nach Spanien. Es geht um gesellschaftliche Spannungen und die Bedeutung von Freundschaft.

Der Film wurde auf außergewöhnliche Weise umgesetzt: Die gesamte Crew fuhr die im Film thematisierte Strecke selbst ab und filmte die Szenen in chronologischer Reihenfolge. Zusätzlich konnten Interessierte über Blogeinträge, Videos und Podcasts (zeitunabhängiges Webradio) die Entstehung des Filmes mitverfolgen und sogar darauf Einfluss nehmen. 80 bis 90% des Castingprozesses wurde durch das Onlinevoting bestimmt, so Tino Kreßner, Produzent und Verantwortlicher für alle Webangelegenheiten. Das habe sich im Ergebnis als sehr glücklich erwiesen. Als Darsteller konnte man den noch relativ unbekannten Martin Kaps und den aus der ersten Staffel von ‚Verliebt in Berlin’ bekannten Matthias Dietrich gewinnen. Beide sind von Anfang bis Ende begeistert und mit vollem Einsatz dabei gewesen, erzählte uns Kreßner. Auch in den begleitenden Videos auf der Seite kann man sehen, mit wie viel Spaß die Crew bei der Sache war. Kleinere Probleme, wie die Tatsache, dass Teile der Ausrüstung auf einem Rastplatz gestohlen wurden oder dass Dietrich aufgrund der Bekanntheit von ‚Verliebt in Berlin’ in Frankreich öfters mit Autogrammgeben vom Drehen abgehalten wurde, konnten die umtriebigen Studenten nicht vom erfolgreichen Abschließen des Films abhalten. Nun stehen die Postproduktion und Alles was zu ihr gehört noch an. Einen endgültigen Filmtitel sucht man noch. Und auch hier wird das Publikum wieder einbezogen. Bis Ende Juli werden Vorschläge gesammelt und bis zum 15. August wird man über diese abstimmen können, so Kreßner. Wenn der Film in den Kinos gut ankommt und ein Erfolg wird, können sich die Studenten ein weiteres Projekt dieser Art gut vorstellen.

Denn den fertigen Film wird man nicht nur im Internet sehen können. Die Macher werden nach der Fertigstellung einen Verleiher suchen und, wie wir hoffen, auch finden. Im Frühjahr 2008 wird man dann in gut sortierten Kinos sehen können, was aus der Mitarbeit zwischen Mittweida und dem Internet entstanden ist. Vorher wird es aber bereits am 25.8.07 eine Premierenparty zum Trailer des Films im Freibad in Sachsenburg geben. Neben einem standesgemäßen roten Teppich werden dort neben dem Trailer unter Anderem auch Kurzfilme von der Chemnitzer Filmwerkstatt zu bewundern sein.

www.filmtrip.de

Der kleine OpenID Rückblick

Tja, der Monat Juli neigt sich unerbittlich seinem regnerischen Ende und ich habe es nicht fertig gebracht hier etwas über OpenID zu schreiben; ist mir etwas peinlich. Also dann mal direkt rein ins Geschehen und wenigstens die letzten zwei Wochen Revue passieren lassen, was sich so in der OpenID Community getan hat.

OpenID Bounty

Mit der I Want My OpenID Bounty wurde vor einem Jahr von Sponsoren wie Sxip, VeriSign, JanRain, NetMesh, Six Apart,… eine Aktion gestartet, die Open Source Projekte prämieren möchte, die OpenID entweder als Relying Party (RP) oder als Identity Provider (IdP) integrieren. Insgesamt können zehn Projekte eine Prämie in Höhe von je $5000 bekommen. Auf der diesjährigen O’Reilly Open Source Konferenz wurden die ersten drei Projekte prämiert: Drupal, Plone und DotNetNuke.

Wo ich gerade bei dieser Konferenz bin: David Recordon, Mitarbeiter bei VeriSign und Vize der OpenID Foundation wurde als Best Strategist für seine Arbeit an OpenID ausgezeichnet. Glückwunsch, nicht schlecht für einen Zwanzigjährigen.

Stromausfall in San Francisco

Teile San Franciscos waren am 24. Juli von einem Stromausfall betroffen; darunter befand sich auch ein großes Datacenter, wo u.a. Sites wie Six Apart, Craigslist und Technorati ihre Server haben. Mal davon abgesehen, dass dort so etwas wie Notstromaggregate eigentlich ihren Dienst verrichten sollten, hat dieser Stromausfall auch eine kleine Schwachstelle von OpenID aufgezeigt. Ein IdP wie LiveJournal (gehört bekanntlich zu Six Apart) war plötzlich nicht mehr erreichbar und Benutzer konnten somit keine Webseiten mit OpenID mehr benutzen. Dumm gelaufen.

RP’s haben allerdings die Möglichkeit mehrere OpenID’s für einen Account zuzulassen; leider machen davon die wenigsten Gebrauch. Vielleicht wachen jetzt ein paar von denen auf und ermöglichen ihren Nutzern das.

OpenID Non-Assertion Covenants

Bislang haben drei der führenden Unternehmen der OpenID Community sogenannte Non-Assertion Covenants veröffentlicht: JanRain, Sun und VeriSign. Damit versprechen diese Unternehmen, dass sie keine Forderungen irgendwelcher Art (Lizenzen, Gebühren,…) gegenüber Entwicklern geltend machen, die OpenID einsetzen möchten und dabei Patente dieser Unternehmen nutzen. Nicht ganz unwichtige Entscheidungen, wenn sich OpenID weiter verbreiten und entwickeln soll. Sxip hingegen haben eine solche Erklärung bislang noch nicht abgegeben, beteuern aber ihre Patente nur defensiv einzusetzen. Dafür müssen sie allerdings auch Kritik einstecken; sie halten sich hoffentlich an die Aussage.

OpenID Directory listet mehr als 300 Seiten

Das OpenID Directory führt mittlerweile mehr als 300 RP’s auf. Das sind selbstverständlich nicht alle Seiten mit OpenID Unterstützung, aber trotzdem nicht schlecht; 300 Seiten schön übersichtlich geordnet.

Ein paar neue Vertreter: Online Adressbuch Plaxo, Wikihoster Wikispaces und Taskmanager Toodledo. Meiner Meinung nach drei richtig gute Seiten.

openpeople.de nicht so offen für Support (oder Nutzerfreundlichkeit)

openPeople ist eins der hoffnungsvollen 15 Milliarden deutschen Social-Networkseiten, die alle kurz vor ihrem Durchbruch stehen (weil es so etwas wie Facebook nicht gibt).

Da man in Deutschland ab und an sich zwar gern mit dem Etikett webzwonull schmückt, aber noch nicht so richtig verstanden hat, was das Alles mit dem Netz und den nervigen Nutzern so auf sich hat, kommen solche Blüten zustande, wie es Silke aka paulinepauline in ihrem Blog entdeckt und beschrieben hat. In einem, einen reichlichen Monat alten, mit ‘Wer Lesen kann, ist klar im Vorteil…’ betitelten Beitrag schreibt jemand aus dem Team von openpeople u.a. :

Wir haben vor einigen Monaten eingeführt, dass wir unsinnige Supportanfragen nicht mehr beantworten, da die meisten Funktionen bei openPeople selbsterklärend sind oder klar und deutlich ausgedrückt auf der Website stehen.

Wow. Hint: Wenn immer wieder die gleichen Fragen zu Funktionen kommen, könnte es unter Umständen sein, dass es mit der Usability der Seite nicht so weit her ist wie mit dem eigenen Ego.

Ich sekundiere, was Johannes Kleske dazu zu sagen hat:

Wie können Funktionen selbsterklärend sein, wenn Benutzer sie nicht verstehen. Die Arroganz ist wirklich haarsträubend.

Anstatt eine FAQ zu starten, werden die eigenen User kollektiv einfach mal im Blog beschimpft und als dumm hingestellt. Nett.

Du gehscht hier net weg

Die Tatsache, dass das anscheinende Hauptthema des Anstoßes beim open closed openpeople-Support mit dem Löschen des Accounts, ein Thema mit nicht gerade geringem Aufwand für die Nutzer darstellt (” Posteingang und -ausgang löschen, Galeriebilder entfernen, Freundschaften kündigen”, also quasi händig alles rückgängig machen, was man auf der Plattform gemacht hat), sind in meinen Augen die gehäuften Supportanfragen zu diesem Themenkomplex durchaus nachvollziehbar.

Immerhin wird so lediglich der komplette Ausstieg aus der Plattform nur unnötig erschwert. Umgekehrtes Klinkeputzen könnte man das nennen: weil der User durch unnötigen Mehraufwand genötigt wird, seinen Account nicht zu löschen. Viele werden genervt letztlich einfach so der Seite den Rücken gekehrt haben und ihre Profile einfach verwaisen lassen. Praktisch für die Vermarkter der Seite: Neben den tatsächlich aktiven Profilen werden schließlich auch gern die wesentlich höheren absoluten Zahlen an insgesamt registrierten Benutzern immer gern zur Vermarktung genannt (Ich nenne es das Myspace-Syndrom).

Nun ist das bis hierhin schon eine recht traurige Geschichte. Aber das soll’s noch nicht gewesen sein.

Kindergarten2.0*

Denn der Webmaster von openpeople.de antwortet auf seinem privaten Blog auf Silkes Vorwürfe. Dort wird dann weiter munter die bodenlose Dummheit der eigenen Nutzer rumattestiert, die die eigene Seite einfach nicht verstehen wollen, die Doofies die, echt ey:

Letztendlich ist hier nichts schwer zu verstehen, oder etwa doch? Wie kommt es dann, dass eine Anfrage blöder als die andere war??! [..]

Wenn Du magst, kannst Du gerne mal eine Woche lang unseren Support übernehmen und alles beantworten - stelle Dir gerne auch Mailvorlagen und Hintergrund Know-How zur Verfügung. Du wirst staunen, wie viel Irrsinn sich einige Menschen zusammenreimen und mit wie viel Mist letztendlich die Anbieter von Websites konfrontiert werden.

Wir machen alles richtig, und die Anderen sind schuld. Und: mach’s doch besser, Doh!

Nee, echt Leute. So geht das nicht. Get your act together. Eure User sind keine Kostenverursacher, sie sind die Säulen Eures Geschäftsmodells. Ihr arbeit für sie und mit ihnen, nicht um sie herum. Oder Ihr geht unter.

You’ve got no clue

Nochmal zum Mitschreiben: Wer sein Geschäftsmodell auf den Inhalten aufbaut, die seine Nutzer bereitstellen, hat gefälligst auf einer Augenhöhe mit diesen zu kommunizieren -und nicht von oben herab!

Anderenfalls werden nicht nur nervige Blogger rumnölen und kostenlos praktische Ratschläge geben, sondern auch die Nutzer schlicht abwandern. Unabhängig davon, ob sie vom Profillöschen abgehalten werden oder nicht.

Und jetzt ab an die Tafel und jeweils hundertmal die 95 Thesen des Cluetrains abschreiben.

 


*scnr

[tags]openpeople, cluetrain[/tags]

Foxnews vs. Blogger

Haha, das ist sehr amüsant. Ein Videozusammenschnitt der us-amerikanischen konservativen Propagandaverbreiter Moderatoren von Fox News zum Thema ‘oh my godz them blogz’

“And I went to the Blogosphere and OH MY GOODNESS”

(via Buzzmachine)

Jobsuche im deutschen Web2.0

Neben den Branchenriesen wie der Agentur und diversen Monstern, sind in letzter Zeit für Jobsuchende im Techbereich einige lohnenswerte Alternativen entstanden.

Nicht nur ist hier die Signal-Noise-Ratio äußerst gering und aufwändiges Suchen nach Stellen in der präferierten Branche wird minimiert, nein diese Seiten sind sogar richtig nutzerfreundlich, was man von den alteingesessenen deutschen Jobportalen nicht wirklich sagen kann. Ich meine, man nenne mir weitere deutsche Jobportale, die RSS-Feeds für die Stellenangebote anbieten.

Hier 3 Seiten speziell für die Suche nach einem Arbeitsplatz in der deutschen Webwelt:

  • Nico Lummas webzweinulljobs.de: Auf das Wichtigste beschränkt. Mit Suchmaske und, am wichtigsten: Einem RSS-Feed zu den Stellenausschreibungen. Eine Stellenausschreibung kostet die Unternehmen 129€ für 30 Tage.
  • Das samwerfinanzierte Techblog deutsche-startups.de bietet die eigene Jobbörse Startup Jobs an. Auch hier wieder simpel und straight forward. Einfache Auflistung, Suchmaske und, yes, RSS-Feed. Stellenausschreibungen fallen mit 150€ für 30 Tage etwas höher als bei webzweinulljobs.de zu Buche. Sind aber immer noch im Rahmen.
  • Last not least hat Andreas Dittes eben ein eigenes Techjobportal gestartet: JobWatchr. Bietet ebenfalls einen RSS-Feed an. Zusätzlich können auch Jobsuchende sich selbst auf JobWatchr vorstellen. Daneben unterscheidet sich JobWatchr von den zwei Anderen hauptsächlich darin, den Preis für Stellenangebote für Web2.0 &co. zu drücken: Zur Zeit können Unternehmen kostenfrei auf JobWatchr inserieren. Email mit Jobbeschreibung an jobwatchr(at)Dittes.info reicht aus. Ein Formular ist wohl in Vorbereitung.

Fazit

Ich mag diese neuen Jobportale.

Jeder, der schon mal versucht hat, über monster oder fazjob.net und co. eine geeignete Stelle zu finden, lernt recht schnell anhand der dort fehlenden Usability, dass man deftiges Fluchen mit etwas Übung recht fix zur eigenen Kunstform ausbauen kann.

Selig, wer jetzt oder in naher Zukunft eine Stelle in der deutschen Internetbranche sucht. Einfach die Feeds der drei hier vorgestellten Jobseiten abonnieren und sich einem Löwe in der Savanne gleich auf die Lauer legen.

[tags]Jobs, Jobsuche[/tags]

musiklinks

Vor geraumer Zeit, die Älteren unter Euch werden sich erinnern, habe ich hier einen umfangreichen Artikel veröffentlicht über Seiten, mit denen man leicht neue Musik online entdecken kann . Bis heute ist das der meistgelesene Artikel auf neunetz.com.

Da ich aber weiß, dass meine Leser nie genug bekommen können, hier 2 weitere Linklisten zu Musikdiensten im Netz:

happy listenin’

Twitter vs. Pownce

twitterpounce

Die Spatzen pfeiffen es von den Interwebtuben: Ob man sie nun Mikroblogging, Präsenzdienste, Instant Messaging with nem Twist oder Banalitätenschleudern nennt: Dienste wie Twitter, Pownce oder Jaiku sind zur Zeit der große Renner. [Wem Diese egal sind, diesen Artikel bitte einfach behende wegklicken.]

Es scheint, es werden in diesem Bereich wohl Twitter und Pownce die größten Seiten werden. Im folgenden Artikel werde ich mir anschauen, welche Unterschiede es zwischen den beiden gibt.

Und am Ende des Artikels gibt es noch einen Batzen Pownce-Einladungen.

So?

Twitter kennt jedes surfende Kind. Deshalb werde ich den Dienst hier nicht detailliert vorstellen. Auch bei Pownce werde ich nur auf spezielle Funktionen eingehen. Detaillierte Reviews von Pownce findet man auf deutsch bei pixelsebi, und auf englisch auf solutionwatch und auf notsorelevant. Jetzt zu den entscheidenden Unterschieden:

Pownce

Pownce ist erst seit wenigen Tagen in der Webwelt und ist noch in der Private Beta, hat dafür aber bereits eine beträchtliche Useranzahl aufbauen können. Besonders was die deutsche Webszene (jibbet dat?) angeht, findet man nahezu Jeden, den man auf Twitter findet auch auf Pownce. Das ging schnell.

Ein Grund des frühen Erfolgs ist sicherlich, dass Digg-Kaiser Kevin Rose zu den Gründern der Seite gehört. Ein anderer ist das einfache Erstellen von Gruppen. So kann man seine Freunde leicht in verschiedene Gruppen (=Sets) stecken, die man dann gesammelt ansprechen kann. Hat man zum Beispiel englischsprachige und deutsche Freunde, und will jede Gruppe entsprechend ansprechen, kann man das in Twitter nur über mehrere Accounts machen. Pownce lässt hier ein detaillierteres Versenden von Nachrichten zu.

Das wahre Killerfeature ist aber die Möglichkeit, Dateien hochzuladen. Und das meine ich in mehrerlei Hinsicht. Schnell und unkompliziert mit Freunden oder Arbeitskollegen Dateien auszutauschen wird mit Pownce leichter denn je. Besonders wenn man das oft und mit verschiedenen Gruppen von Personen machen muss, bietet Pownce eine Möglichkeit, wie sie leichter kaum sein könnte. MP3-Dateien werden sogar über einen Webplayer direkt auf der Seite abspielbar.

Aber wie ich schon sagte, Killer: Twitters Server sind nicht (nur) so performancegebeutelt weil Twitter mit Ruby on Rails realisiert wurde (was wohl scheinbar nicht sonderlich gut skaliert), sondern weil ein solcher Dienst, wenn erfolgreich, stark belastet wird. Soll Pownce erfolgreich werden, braucht es eine API wie Twitter (dazu gleich mehr). Bekanntermaßen hat die API zu externen Diensten geführt, die Twitter teilweise im Sekundentakt abfragen. Ist eben alles in Echtzeit. Nimmt man zu dieser Belastung noch serverseitigen Filetransfer und die Pownce-Server machen schneller kabumm als man ‘dugg’ sagen kann.

Hebt Pownce ab und kommt annähernd in die Nähe von Twitter, wird die Downtime von Twitter in der Vergangenheit, zu dem was auf Pownce zukommt, geradezu lächerlich aussehen.

Bonuspunkt: für die beste 404-Seite ever. Jedes Mal wenn ich die sehe, lache ich leis und geeky und rufe ‘It’s a trap!’.

 

Twitter

Die API.

Twitters API (Programmierschnittstelle ) ist neben dessen Einfachheit der wahre Grund für den Erfolg von Twitter. Nicht nur per Mobiltelefon, sondern auch auf allen denkbaren und undenkbaren Betriebssystemen gibt es Clients für Twitter. Es kann per Jabber angesprochen werden, und via Netvibesmodul gefüttert werden usw. usf.

Twitters API lässt Twitter überall erreichbar sein: genau das, was ein solcher Dienst braucht. Und genau das macht Twitter zur Zeit schlicht unschlagbar.

 

Fazit

Wenn Twitter nicht alle Funktionen von Pownce übernimmt -und der Dateitransfer ist eher unwahrscheinlich- dann können durchaus beide Dienste ihren Platz nebeneinander finden.

Vorausgesetzt der Dateiaustausch reicht für viele als Argument, Pownce zu nutzen. Denn, die Spatzen pfeiffen es schon, ein größeres Update scheint für Twitter anzustehen. Meine Wetteinsätze liegen auf Gruppenfunktionen.

Der einzige große Verlierer dieses Onlineplatzhirschkampfes scheint Jaiku zu werden.

Und wir. Denn das Letzte, was zumindest ich in meinem weblife brauche, sind noch mehr Splitter. Ich will alles, zumindest wenn es um die selbe Sorte von Diensten handelt, an einem Platz und nicht über das Netz verteilt vorfinden.

As we speak of it: Warum haben Onlinemultiprotokoll-IM-Seiten wie meebo oder mabber nicht längst einen ähnlichen Dienst wie Pownce auf ihre Seiten oben drauf gesetzt?

Die User müssen sich bei mabber sowieso registrieren, um es zu nutzen und werden sich auch bei meebo registrieren, wenn sie es oft und für viele Dienste gebrauchen. Ein weiteres Netzwerk mit Mehrwert, wie Dateitransfer via Server, hätte da richtig Sinn ergeben. Man hätte alles an einem Platz vorgefunden.

 

Pownceeinladungen

Wie versprochen: 11 Pownceeinladungen zu vergeben. In den Kommentaren einfach Interesse bekunden, gepaart mit der Begründung warum Neunetz.com die beste Seite ist, die wo gibt.

 

weitere Versus-Artikel:

auf Techcrunch

Nik Cubrilovic nagelt (hehe) das Thema mit: It’s The API, Stupid

auf Webware: How to choose between Twitter and Pownce

[tags]twitter, Pownce[/tags]

Warner bietet kompletten Musikkatalog zum kostenfreien Stream auf imeem an

Die Warner Music Group bietet ab sofort ihren kompletten Katalog auf imeem zum Streamen an. Werbefinanziert. Das heißt, Warner wird an den Werbeeinnahmen von imeem beteiligt.

Die so per imeem gestreamte Musik kann mittels Widgets auf anderen Seiten wie Blogs oder Myspaceprofilen eingebunden werden.

Mir scheint, das hier bereits angesprochene Modell der werbefinanzierten Musik scheint bei den Majorplattenfirmen auf immer mehr offene Ohren zu stoßen. Gerade für die Majors mit ihren riesigen Backkatalogen könnte sich das rentieren. Die Kosten für ihren Longtail liegen quasi bei null, und mehr als die Minimaleinnahmen über Werbebeteiligung wird es bei obskuren Stücken aus den letzten Jahrzehnten meist sowieso nicht geben. Die Masse macht’s dann. Ob das auch für die Künstler lukrativ sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Frage mich auch gerade was mit der GEMA ist. Die dürfte hier (noch) nicht mit einbezogen sein. Wenn sie davon erfährt, springt sie im Dreieck, geht Onlineabsperrungsband spannen und die deutschen User dürften per IP-Filter schneller rausfliegen als man ‘Mumpitz’ sagen kann. Jaja, die Probleme der globalen Verfügbarkeit. An so Vieles müsste man denken.

Interessantes Nebendetail: Warner hat neben anderen Labeln noch vor 2 Monaten imeem wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt.

Einige der Warner-Songs sind noch als Previews auf Imeem. Bis der gesamte Backkatalog von Warner auf Imeem in voller Länge verfügbar ist, scheint es noch ein wenig zu dauern.

imeem

(via Venturebeat)

InviteShare - Organisierte Einladungen zu Private Betas

By Invitation Only (for now)

Mit dem Web2.0 hat sich “release early, release often” als Vorgehen quasi zum Standard* in der Webwelt gemausert. Fehler und Performanceschwächeleien inbegriffen.

Um wenigstens letzteres halbwegs im Griff zu haben und bei kontrolliertem User anbauwachstum beobachten zu können, haben sich Beta-Einladungen durchgesetzt.

Und der zusätzliche Buzz durch die (manchmal künstlich erzeugte) Verknappung ist sicher auch nicht zu verachten.

So weit, so allseits bekannt. Wo immer im Web Begehrlichkeiten enstehen, auch das ist mittlerweile Standard* im Web2.0, entsteht über kurz oder lang ein Dienst der diese Nachfrage zu decken versucht.

Die Einladungsmafia

InviteShare ist quasi ein Marktplatz für Beta-Einladungen. Hat man welche zu vergeben, kann man andere User einladen. Dadurch bekommt man Pluspunkte, welche einem in den Warteschlangen bei den selbst gesuchten Betas nach vorn schiebt.

Alles in Allem ganz nett. Lediglich fehlen mir Gruppenfunktionen. So dass man ganz einfach innerhalb der eigenen Webpeergroup die Einladungen tauschen kann. Das wäre wesentlich praktischer. Schließlich werden Socialweb-Angebote erst nützlich wenn man einige Bekannte dort vorfindet. Einladungen adden schließlich in der Regel die 2 Parteien automatisch als Freunde. Also sind die Webbekannten die ersten, die man einlädt oder von denen man eingeladen werden will, wenn die Reallife-Bekannten bei Anfrage die Augenbrauen verzehrt hochziehen.

Wie unser aller Lieblingshackr schreibt, geschieht das ja auch schon auf Twitter zu hauf. Also das Verteilen der Invites innerhalb der Web-Gleichgesinnten, nicht das mit den Augenbrauen (obwohl ich letzteres da auch manchmal mache).

InviteShare mit Gruppenfunktion. Das wäre ein Erfolgskonzept.

InviteShare

 

* Ja! Mit weichem ‘d’ am Ende!

Four Music veröffentlicht kostenlose MP3 Compilation über Tonspion

Four Music ist längst weit mehr als nur ein HipHop-Label aus dem Schwabenland. In Berlin hat Four Music seinen musikalischen Horizont enorm erweitert und checkt von Soul über Reggae bis hin zu Indierock fast alle Nischen aus. Tonspion.de präsentiert den Four Music MP3 Summer Sampler 2007. Das Album kann komplett und kostenlos als Zip-Datei einschließlich Cover-Artwork heruntergeladen werden.

Auf der Compilation mit je einem Song vertreten sind unter anderem der Internet-Geheimtipp Icke&Er, der zigfache Echo-Preisträger und Reggae-Crooner Gentleman, Balkan-Rapperin Miss Platnum, die HipHop-Altmeister Spezializtz oder die exaltierte Indiepop-Diva Trost.

Tonspion

direkter Download

(via netzpolitik.org)

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