Spock – die Personensuchmachine und ihre deutsche Berichterstattung

spock-logoIch mag die Idee von Spock, der auf Personen spezialisierten Suchmaschine. Und ich finde die Datenschutzhysterie in Bezug auf Spock etwas übertrieben. Schließlich fungiert Spock zuforderst erstmal als Aggregator. Fügt also erstmal Daten zusammen, anstatt neue zu schaffen (auch wenn Letzteres zusätzlich ebenfalls möglich ist). Missbrauch von Onlineidentitäten gibt und gab es auch schon vor Spock. Ob das alles besser oder schlechter mit Spock wird, wird sich erst noch zeigen müssen.

Zu Spock gibt es mittlerweile in Deutschland einige Reaktionen:

[tags]Spock[/tags]

About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
Marcel Weiß auf Twitter und auf Facebook abonnieren. (Mehr)

  • ich glaube, ich habe spock noch nicht ganz verstanden. ich tauche dort gleich 4 mal auf, mein alter account von vor ein paar monaten war plötzlich nicht mehr existent und wie ich diese 4 profile löschen oder zusammenführen könnte, ist mir auch nicht klar.
    aber ein wenig befremdlich ist es schon, wenn irgendwo daten über einen zusammen getragen werden, und man selbst davon nichts weiß … oder?

  • Die Herausforderung wächst, sich mit der eigenen Online-Reputation zu beschäftigen. Es ist ja nicht so, dass Spock die einzige Personensuchmaschine ist. Ich hatte vor einigen Tagen eine kleine Zusammenstellung geschrieben.

    Datenschutz oder nicht, ist schon ein Thema. Ein Bekannter hat kürzlich in einer Diskussion die Position vertreten, dass wir in zwanzig Jahren überhaupt keine Privatsphäre mehr haben werden. Und er hat das nicht unbedingt negativ gemeint. Vielleicht ist das einfach eine neutrale Feststellung. In Zeiten, in denen immer mehr Dienste zur Verfügung stehen und gerade die jüngeren Generationen einen sehr lockeren Umgang damit pflegen, ist das nicht mal sooo aus der Welt.

  • paulinepauline: Spock durchsucht das Netz und versucht, die Puzzlestücke die Du und andere über Dich hinterlassen haben, zusammenzufügen. Dabei werden auch öffentlich einsehbare Profile von SNs einbezogen. zusätzlich kann man auf Spock selbst noch Infos hinzufügen.
    Wenn Du vier mal auftauchst, liegt das sicher an Schwächen im Algorithmus.
    Befremdlich: Mag sein. In ein paar Jahren wird man sich dran gewöhnt habe. Ich meine, den Leuten sollte klar sein, dass ‚öffentlich‘ im Netz eben zu solchen Auswertungen führen kann.

    Alexander: Da ist was dran. Ich denke, der Wandel findet auf einer sehr fundamentalen Ebene statt: Früher war man privat und entschied etwas öffentlich zu machen. Bald wird alles mehr oder weniger öffentlich geschehen und man wird sich bewusst dafür entscheiden müssen, wenn man etwas privat halten möchte.

  • Zum mehrmaligen Auftauchen: Vor einiger Zeit hatte Spock mal einen Wettbewerb ausgeschrieben mit dem Ziel, Algorithmen zu finden die genau das verhindern. Auf die Schnelle hab ich nichts dazu gefunden, wie dieser Wettbewerb ausgegangen ist.

    Marcel, ist es nicht heute für den Web 2.0-Netizen schon so, dass man diese Entscheidung im Laufe des Tages vielfach trifft? Blog-Beiträge, Kommentare, Beiträge in Social Networks, Twitter & Co., diverse Communities und, und, und…

  • Auf jeden Fall. Vielen dürfte gar nicht bewusst sein, dass sie jedes Mal eine bewusste Entscheidung für eine -wenn auch kleine- Aktion in der Öffentlichkeit treffen. (siehe beispielsweise die frühere Studivz-Spitze..)
    Vielleicht helfen Angebote wie Spock sogar, die Wahrnehmung dafür zu schärfen. Schließlich lässt sich auch heute schon mit etwas Aufwand oft mehr ergooglen als manchem lieb ist.

  • Immerhin sorgt Spock.com für Aufsehen. Wann hat es schon ein Start-up auf Seite 1 der Bild-Zeitung gebracht?

  • haha, das ist in der Tat ein uh Erfolg.

  • Es ist durchaus problematisch bei Spock, dass man nur über kleine Umwege, Daten über einen selbst wieder löschen kann; selbst wenn man einen Account hat.

    Allerdings stört mich die deutsche Berichterstattung über Spock selbst auch. Da wird von Menschensuchmaschine gesprochen (ja, people search engine kann man so übersetzen), was doch in Richtung Menschenjagd geht. Und das ist doch etwas übertrieben, denke ich mal.