Archive for Dezember, 2007

Rückblick auf 2007 und Ausblick auf 2008

Der große Trend in Blogs sind zurzeit Rück-, Über-, Weit- und Ausblicke auf endende und beginnende Kalenderjahre. So auch hier kurz vor Ladenschluss:

Der Rückblick auf 2007 geht schnell:

Twitter, Facebook, Rivva

nuff said.

 

Ausblick auf 2008

 

Social Networks:

Auf SNs aufgesetzte Plattformen werden sich weiter durchsetzen und überall die User erreichen, auch werden die Plattformen erwachsener (sprich mehr und mehr wirklich nützliche, durchdachte Applikationen werden entstehen, die den social graph zu nutzen wissen). Da Facebook nun F8 auch anderen SNs anbietet, werden die meisten SNs F8 und OpenSocial anbieten (nur Myspace und orkut werden das aus den offensichtlichen Gründen nicht tun). Interessant dabei ist, dass keine der beiden Seiten, Googles OpenSocial und Facebook mit F8, auf Exklusivität zu setzen scheinen. Wäre auch unsinnig. Immerhin geht es hier um das Besetzen von Märkten. Technisch ist F8 OpenSocial (das ja immer noch mehr Skizze als ausgewachsene Plattform ist) haushoch überlegen. Der Zweikampf wird interessant.

 

Blogs:

Schön war die Zeit, aber sie endet 2008: Werbung in Feeds wird dieses Jahr sehr groß werden.

Außerdem: Befindlichkeitsbloggen has reached its end. Naja, nicht wirklich. Aber persönliche Blogs, mit der Bestandsaufnahme, was es Ekliges heute in der Kantine gab, sind auf dem Rückmarsch. Literarisierte Tagebuchimitate wird es auch weiterhin im Netz geben. Sprich, die auch für dem Autoren Fremde lesenswerten Blogs werden bleiben, die nur für Freunde geführten werden zurückgehen. Wahrscheinlich wird 2008 zum ersten Mal auch die absolute Zahl an Blogs weltweit sinken oder zumindest konstant bleiben. Die Süddeutschezentrale wird daraufhin ganz München zu einem rauschenden Fest einladen, trunkene Redakteure werden durch die Straßen wanken und “Es endet!” jauchzen. Weil sie natürlich wie der Großteil der deutschen Journalisten alles, was mit dem Web zu tun hat, nicht im Ansatz verstehen.

Here’s the thing: Im sozialen Web, im Wirnetz, Web2.0 -wie auch immer man es nennen mag- findet gerade eine Feinjustierung statt. Twitter zum Beispiel ist für Vieles geeignet. Aber nur für weniges besser als für alltägliche Banalitäten. Ebenso erreicht man mehr (Nichtgeek-)freunde über die Statusmeldungen in den kommenden Newsfeeds aller SocialNetworks, als mit einem Text im vom social graph mehr oder weniger losgelösten Blog. Und oft reicht schlicht die Statusmeldung. Banal aber essentiell eben. Auch andere interessante Zwitter wie Tumblr werden weiter wachsen. Würde mich nicht überraschen, wenn wir 2008 neue Ansätze zum persönlichen Bloggen über Verschiebungen in den Interfaces sehen. Still just scratchin’ the surface.

Und das alles ist gut und richtig und völlig natürlich, denn nicht vergessen :

And it’s still early. It’s important to remember that. Everything on the Web is still just a prototype.

 

Google:

implodiert.

Nah, not really. Es ist teilweise etwas belustigend, manche Vorhersagen zu lesen. Google wird, was auch immer der eine oder andere Blogger meint, zu sehen, auch Ende 2008 noch einen pervers hohen Marktanteil im Suchmaschinenmarkt haben (man könnte jetzt von einem Monopol reden, aber die Diskussion will ich jetzt hier nicht anstossen). Google wird im Suchbereich im Long Term tatsächlich bedroht und zwar vom Web2.0 insgesamt. Jede Struktur, jede Seite, die hilft, etwas besser als mit einer Googlesuche zu finden, schmälert die Allmacht Googles. Die wird dieses Jahrzehnt aber nicht mehr zuende gehen. Im Webbereich geht vieles schnell, aber nicht in diesen Höhen (for a lack of a better word).

However, ich denke (hoffe?), dass Google 2008 die Daten vom GoogleReader endlich einsetzt und einen Techmeme/Rivvakiller aus aggregierten SharedItems aufsetzt. Allein um mit der Konkurrenz das Geschäft zu beleben etc etc.

 

Die deutsche Startupszene:

Sollte sich besser nochmal ans Reißbrett setzen. 2008 werden eine Menge us-amerikanischer Startups ihre deutschen Dependanzen starten. Allen voran der Juggernaut Facebook.

Was sich bereits im Videosegment abzeichnet, scheint sich in anderen Bereichen zu wiederholen. Trotz Schonfrist aufgrund versäumter Internationalisierung der US-Vorbilder schafften es deutsche Startups bis jetzt nur in Einzelfällen sich im heimischen Markt stark zu positionieren. Das liegt zum Teil am risikoaversen Verhalten der Finanziers (die leider im deutschen Webbereich ein Oligopol stellen, das hilft nicht, fördert nur Herdenverhalten), das Innovationen verhindert, zum anderen daran, dass man hier die technischen Möglichkeiten scheinbar auch bei den Gründern nicht ganz verinnerlicht hat. Und folglich meint, dass es plain ol’ Social Networks schon richten und die Gründer reich machen werden. Es muss einen Grund geben, warum wir in Deutschland außer dem Business-Netzwerk Xing kein international bekanntes Webunternehmen am Start haben (und xing wächst auch hauptsächlich durch deren internationale Einkäufe). In Frankreich gibt es die personalisierbare Startseite netvibes und die Videoseite Dailymotion. Beide international erfolgreich. Deutschland? Da fällt mir mal eben Pageflakes ein. Das bezeichnenderweise vor Ewigkeiten von Berlin in die USA überwanderte.

Je länger ich darüber nachdenke, desto schwärzer sehe ich für die meisten deutschen Startups. Es gibt Ausnahmen (eins davon werde ich die nächsten Tage vorstellen), aber oft kommt mir das Grauen bei Ideen, von denen ich höre. Werden 2008 die technisch und konzeptionell durchdachteren US-Angebote auf den (u.a.) deutschen Markt drängen, wird das hier ein Massaker. Zumindest bei Denen, die Finanzierung erhalten haben und hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. Das werden nicht wenige sein. Das aber wird wohl erst Ende 2008 oder Anfang 2009 personelle und weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Ich glaube, das müssen wir uns an anderer Stelle nochmal genauer ansehen. Hm.

 

Startups, international:

Auch hier werden viele eingehen. Genauso viele werden aber auch starten. Web-Startups bleiben kostengünstig.

 

und sonst:

Ich könnte jetzt ewig so weitermachen (das Ende des USTV aufgrund des Autorenstreiks-> mehr direkt fürs Web produzierter Content, Rise of the Micronichen, mobile Web, Desktop-Web-Zwitterapplikationen, zunehmende Wichtigkeit von APIs, etc etc). Mach ich aber nicht. Weil:

1. Einer meiner Vorsätze für 2008: kürzere Texte.

2. Hätte man mich Ende 2006 gefragt, was das große Thema im kommenden Jahr wird, ich hätte gesagt OpenID (siehe auch Carstens informative Artikelreihe zu OpenID auf neunetz.com). Aber dem war nicht so. Im Mai kam Facebook um die Ecke und der Rest ist Geschichte, um mal keine Floskel zu vermeiden. Deswegen: weiß der Fuchs!

 

 

Und ach ja, das alles ist ohne Gewähr und wurde unter der Annahme geschrieben, dass die Finanzkrise uns nicht in eine Weltwirtschaftskrise reitet. We’ll see.

Fröhliche Weihnachten

 

Merry Christmas my fellow geeks!

Und falls die Familienangehörigen anfangen, anstrengend zu werden, nicht vergessen:

Alles ist gut, as long as

hovercat

4 Personensuchmaschinen

Ob man es nun mag oder nicht, Personensuchmaschinen waren nur eine Frage der Zeit und gehören mittlerweile zum Internetalltag. Und die qualitative Erhebung und Sortierung bereits öffentlich zugänglicher Daten wird eher noch zunehmen als abnehmen. Eine Übersicht.

4 Suchmaschinen zum Suchen von Informationen über Personen:

Spock sorgte bei Launch für eine hitzige Datenschutzdebatte in Deutschland. Was wohl zum Teil auch an der Qualität der Ergebnisse liegt. Spock bietet in meinen Augen die besten Ergebnisse.

Wer möchte, kann sich bei Spock anmelden und sein eigenes Profil claimen. Dann lassen sich Informationen zur eigenen Person hinzufügen. Ebenso wird man per Email informiert wenn ein anderer User Informationen an der eigenen Person ändert.

yasni-logo

Yasni ist eine deutsche Personensuchmaschine. Die Auslastung in Richtung deutscher Personen sieht man bereits auf der Tagcloud auf der Startseite:

yasni-cloud

Auch hier kann man sein eigenes Profil anlegen. Die Ergebnisse der Suche sind in meinen Augen noch nicht so gut wie bei Spock. Es sei denn man ist eine deutsche Berühmtheit. Ausführliche Reviews zu Yasni auf blognation germany und zweinull.cc.

wink-logoWink ist die älteste Suchmaschine im Bunde. Mit 270 Millionen Profilen behauptet man für sich den Titel der größten Personensuchmaschine weltweit. Ist kein Profil der gesuchten Person auf einer der durchsuchten SocialNetworks angelegt, werden die Googleergebnisse angezeigt. Man kann sich auch ein wink-Widget mit den eigenen Daten auf das eigene Blog pappen.

pipl-logoPipl bietet lediglich eine spartanische Oberfläche an und clustert die Ergebnisse nicht. Die Ergebnisse sind es aber allemal wert, um Pipl wenigstens anzutesten. Denn Pipl durchsucht das sogenannte ‘deep web’:

How come the best search engines fail so miserably when it comes to people search? The answer lies in a little known but very important part of the web called “the deep web”.

Also known as “invisible web”, the term “deep web” refers to a vast repository of underlying content, such as documents in online databases that general-purpose web crawlers cannot reach. The deep web content is estimated at 500 times that of the surface web, yet has remained mostly untapped due to the limitations of traditional search engines.

Since most personal profiles, public records and other people-related documents are stored in databases and not on static web pages, most of the higher-quality information about people is simply “invisible” to a regular search engine.

Pipl fördert zum Teil erstaunliche Ergebnisse zu Tage.

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden“.

Captain Ad: Innovative Idee für Onlinevideowerbung mit eingebautem Missbrauchspotential

Captain Ad ist ein neues deutsches Angebot, mit dem man Werbung über auf der eigenen Seite eingebettete Videos legen kann. Laut eigener Aussage werden zur Zeit YouTube, Google Video, MySpace Video, Dailymotion, Sevenload, Revver, Brightcove und weitere unterstützt.

Das sieht dann ungefähr so aus:

captainad-1

Klicken zwecklos. Das ist ein Screenshot. Vor dem Videostart.

 

captainad-2

Nachdem die Anzeige automatisch nach einer bestimmten Zeit verschwindet, kann man das Video starten. Hier werden aber keine halben Sachen gemacht: Während das Video läuft, zeigt am oberen Rand ein Laufband weiter die Werbung an. In freier Wildbahn hier gesichtet.

 

Captain Ad ist schon vor einiger Zeit an den Start gegangen. Siehe den Artikel auf BasicThinking. Dort wurden bereits Bedenken geäußert, dass die Videoanbieter wie Youtube und Sevenload von diesem parasitären Geschäftsmodell nicht begeistert sein dürften. Abgesehen davon dürften die AGB der meisten Videohoster das sowieso unterbinden.

Anyway. Für Leute, die ihre eigenen Videos erstellen und mit diesen auf den eigenen Seiten Geld verdienen wollen und das möglichst unabhängig von den Angeboten des Videohosters, kann das interessant sein. Sofern es wie gesagt zulässig ist.

Das Problem ist nur, dass die Teilmenge derer, die eigene Videos ins Netz stellen und diese einbetten in der Gesamtmenge derer, die Youtubevideos in die eigene Seite einbinden, vom Prozentsatz her irgendwo bei 1% liegen. Wenn überhaupt. (Was ja stark für das virale Konzept des Embeddings spricht.)

Für Video-Splogs?

Was bleibt also übrig? Das Einbinden von Videos, die man nicht selbst erzeugt hat. Und da dann Werbung drübermachen. Das ist nichts Anderes, als was Splogs machen:

Fremden Content auf die Seite holen und Werbung drumrumpappen.

Da hat niemand was davon außer dem, der sich die wahnsinnige Arbeit des Copy&paste des Codeschnippsels gemacht hat. Weder der Videohoster, der die Bandbreite stellt, noch der Videoproduzent, der den Inhalt stellt, haben da was davon.

Man könnte jetzt argumentieren, dass der die Videos Einbettende ja als Filter oder Aggregator agiert, dem Video zu mehr Bekanntheit verhilft und dem Surfer die Qual des Wühlens abnimmt. Das stimmt zwar so weit. Nur ist eine Monetarisierung so einer Leistung auch über die herkömmlichen Wege möglich. Ohne dass man direkt in das Video und die damit verbundene Experience eingreifen muss. Man sollte die Relationen zwischen Leistung und Monetarisierung wahren. Was kommt als nächstes? Kann ich bald Videos einbetten und an beliebiger Stelle für Werbung unterbrechen (jaja, ich weiß, dass das technisch wohl nicht möglich ist)? Das steht mir nicht zu, solang ich nicht der Produzent des Videos bin oder diesen in irgendeiner Weise an diesen Einnahmen beteilige.

Kurz gesagt: Ich kann mir niemanden vorstellen, der davon begeistert wäre, wenn sein Video mit dieser Werbeform eingebettet wird.

Deshalb sollte man sich bei Captain Ad von dieser Art des Einsatzes distanzieren. Was allerdings unwahrscheinlich ist, wenn mit Lukasz Gadowski selbst einer der Investoren genau das vorschlägt:

Ich habe sogar schon überlegt, ob ich nicht eine best-of seite mit vielen Videos von den besten Seiten schnell zusammenzimmere, captain Ad draufhaue, und das ganze über Gueerilla Marketing und Linktausch und so etwas streue um mein Taschengeld aufzubessern. Werde ich nicht tun, aber jemand anderes bestimmt.

Ein Strauß voll Googletipps

Trotz guter Alternativen kommt man bei der Onlinerecherche oft an Google nicht vorbei. Ein paar Tipps zur Nutzung von Google:

Im Google Cheatsheet findet man viele Hinweise zu zielgerichtetem Suchen. Einige der Parameter werden auch auf Wikipedia näher erläutert. Die erweiterte Suche ist ebenfalls sehr praktisch.

Experimentelles Google: Auf Searchmash führen die Google-Ingenieure Backendexperimente durch. Googles Index, (vielleicht) besseres Interface.

Firefox: Das hier bereits vor einer halben Ewigkeit vorgestellte Greasemonkeyscript, mit dem man am Ende einer Ergebnisseite ohne zusätzliches Klicken direkt auf die nächste Seite weiterscrollt. (siehe den älteren Artikel für eine Erklärung, was Greasemonkey ist)

Außerdem: Das Firefox-addon CustomizeGoogle mit dem man die GoogleSeiten anpassen kann.

siehe auch:

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

TV-Browser gezwungen Sender aus dem Programm zu nehmen

Der kostenlose, auf OpenSource basierende, elektronische TV-Programmplaner TV-Browser nimmt laut Mitteilung Ende des Jahres mehrere Sender aus der Programmanzeige. Dabei sind unter anderem RTL, RTL2, Sat1, ProSieben und Vox. Also im Grunde alle großen privaten deutschen TV-Sender .

Warum? Weil :

Leider müssen wir euch allerdings auch mitteilen, dass die VG Media ab dem 1.1. für alle Sender, die in der VG Media vertreten sind, eine Gebühr für die Nutzung der Daten erheben wird. Die VG Media ist eine Verwertungsgesellschaft für Medienunternehmen, vergleichbar zur VG Wort oder der GEMA für Musik.

Unfassbar. Die Macher hinter TV-Browser lehnen die Zahlung natürlich ab:

Wir sind nicht bereit, für diese Daten Geld zu zahlen, da wir diese als Werbung für die TV-Sender ansehen und wir mit diesen Daten selbst kein Geld einnehmen. Der TV-Browser bleibt kostenlos.

Das ist spot on. Für diese Art der Verwendung der Daten Geld zu verlangen, ist nichts anderes als pervers dumm.

Es gibt nicht viel ökonomisch Dümmeres, als Geld dafür zu verlangen, dass Andere Werbung fürs eigene Produkt (Das TV-Programm der Sender) machen (Die VG Media agiert als Verwertungsgesellschaft im Auftrag der TV-Sender). Mehr noch, das alles wird auf freiwilliger, nichtkommerzieller Basis zur Verfügung gestellt. Und dafür will man Geld verlangen. Da bleibt einem die Spucke weg.

Oh nein, kostenlose Werbung! Über die Internetze? Oh oh, geht weg! Teufelszeug!

And you wonder why we abandon you?

 

Übrigens: der TV-Browser ist eine sehr nützliche Software für Win, Mac und Linux für alle die noch dem zeitabhängigen TV frönen. Sehr customizierbar (ist das ein Wort?). Aber wer macht das schon noch heutzutage, zeitabhängiges Fernsehen schauen, pff.

 

(via zdnet.de, und eigentlich via heisegestern, wenn es mir im Reader aufgefallen wäre, ist es aber nicht, weil heise einen dummen Überschriftenonlyfeed ausliefert, der das Übersehen fördert)

Clusty ordnet Suchergebnisse in Clustern an

clusty-logoClusty ordnet, wie es der Name bereits vermuten lässt, die Suchergebnisse in Themenclustern an. Man könnte es also mit dem vor ein paar Tagen vorgestellten Kartoo vergleichen. Clusty geht aber einen eher traditionellen, nichtgrafischen Weg. Das Interface wirkt dadurch vertrauter und ist intuitiver zu handhaben.

In einer Sidebar links von den Suchergebnissen werden die identifizierten Themencluster dargestellt:

clusty-mom

Gibt es zu einem Cluster noch Untercluster, kann man noch verfeinern:

clusty-mom2

Clusty ist eine Metasuchmaschine. Das heißt, Clusty unterhält keinen eigenen Index. Stattdessen werden die Ergebnisse von mehreren Suchmaschinen zusammengefasst.

 

Neben jedem Ergebnis sieht man die Suchmaschinenquelle:

clusty-quellen

Mit Clusty können auch Blogs durchsucht werden. Ausgewertet werden die Ergebnisse von Blogdigger, Blogpulse, Feedster und Technorati.

Fazit

Ich verwende Clusty schon eine ganze Weile. Aufgrund des einfacher zu handhabenden Interfaces öfter als Kartoo. Clusty ist durchdacht und kann im Vergleich zu einer unstrukturierten Googlesuche sehr viel gewinnbringender sein.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

[tags]suchen und finden[/tags]

Mehr suchen und finden

Kurze Mitteilung in eigener Sache: Da ich noch einige Artikel zum Thema auf Lager habe, stretchen wir die Definition des Begriffes ‘Themenwoche’ ein wenig und führen die Artikelserie ‘Suchen und Finden’ noch bis Mitte nächste Woche fort.

Blognetzwerk Blognation steht zum Verkauf

Nachdem jüngst bekannt wurde, dass Blognation die eigenen Blogger nicht bezahlen konnte, ist es nun offiziell: Blognation-Gründer Sam Sethi, der keine Finanzierung für Blognation auftreiben konnte, verkauft das Blognetzwerk.

Wie ironischerweise vor genau einem Jahr zur LeWeb-Konferenz, als Sethi Techcrunch UK verließ und damit einen wahren Clusterfuck auslöste, ist es auch diesmal wieder Soap Opera-Style at its best. Sethi, der seine Schreiber über den Status der Finanzierung anlog, sieht in dem Desaster die Fehler bei allen anderen nur nicht sich selbst. Da gehört schon eine Menge Chuzpe dazu.

Nun steht das aus mehreren Ländern über die lokale Startupszene berichtende Netzwerk also zum Verkauf. Angesichts der nicht gerade geringen mittlerweile angehäuften Schulden dürfte das nicht leicht werden. Da Blognation eine Ltd. ist/war, ist auch nicht sicher, ob die beteiligten Blogger überhaupt bezahlt werden.

Bedauerlich, vor allem da, wie ich neulich erst erwähnte, Blognation Germany in meinen Augen das beste aus Deutschland stammende Techblog ist/war. Mein Beileid an Markus Spath, der viel Arbeit in dieses Blog in den letzten Monaten gesteckt hat.

Einen Lichtblick gibt es: Das Blognetzwerk b5media hat vor einiger Zeit ein Angebot für Blognation gemacht und wird Blognation nun vielleicht letztlich doch übernehmen. Zu wünschen wäre es. Die Idee hinter Blognation, lokale Blogger berichten über die jeweilige Startupszene im international verständlichen Englisch in einer gemeinsamen Anlaufstelle, ist nach wie vor eine gute. Bei b5media wäre Blognation gut aufgehoben. Das unter anderem von Problogger Darren Rowse mitgegründete b5media unterhält erfolgreich bereits mehr als 290 Blogs.

Kartoo: Suchmaschine mit Ergebnissen in Kartenform

kartoo-logoKartoo ist eine interessante Suchmaschine. Die komplett in Flash gehaltene Suchmaschine gibt das Suchergebnis in Form einer Karte aus. Zwischen den Ergebnissen, die je nach Relevanz größer oder kleiner dargestellt werden, werden Beziehungen dargestellt.

Eine Suche nach der Band Mouse on Mars zeigt als größtes Feld music an:

kartoo-mom

Fährt man mit der Maus über eine der angezeigten Seiten, werden weitere Informationen zu dieser Seite angezeigt.

Ist man an einem Teilgebiet interessiert, kann man durch Draufklicken die Suche verfeinern. Quasi ein Reinzoomen in die Karte. Der Klick auf free bringt beispielsweise die Verfeinerung:

kartoo-momfree

Die auswählbaren Themencluster können auch auf der Sidebar rechts ausgewählt werden.

Wem die Flashansicht nicht gefällt, der kann in den Optionen auch auf eine Html-Ansicht umstellen. Dort fehlen dann allerdings eine Suchoptionen.

Fazit

Kartoo eignet sich gut für einen schnellen Überblick über die verschiedenen online verfügbaren Aspekte eines Themas. Durch die grafische Darstellung und Gewichtung kann man das Thema schnell überblicken und nach einer Eingewöhnungsphase auch recht fix navigieren.

Der Flaschengeist als Maskottchen ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und unterminiert die Seriosität der Seite ein wenig. Und die Oberfläche ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Als Ergänzung zur altmodischen Googlesuche kann diese Darstellung allerdings durchaus hilfreich sein.

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

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