GoogleReader: Empfehlungen und Drag&Drop

Neuerungen beim Google Reader: Feeds können jetzt per Drag&Drop verschoben werden. Eine längst überfällige Neuerung zur vorher ziemlich umständlichen Vorgehensweise. Schätze, ich muss dann mal meinen Artikel über den Google Reader updaten.

Desweiteren bietet der GoogleReader jetzt Feedempfehlungen auf Grundlage der bereits abonnierten Feeds an. Allerdings nur 20 an der Zahl. I’m not impressed. Und da bin ich nicht der einzige.

Ich bin nach wie vor ein Fan des GoogleReaders. Allerdings beginne ich mich zu fragen, warum Google aus dem Reader nicht mehr herausholt. Weiterentwicklungen scheinen hier keine hohe Priorität zu haben. Da geht doch wirklich viel mehr.

Siehe zum Beispiel den Opensource-Feedreader RSSBandit. Dort wird jetzt ein persönlicher Memetracker eingebaut. Also ein persönliches Techmeme respektive Rivva. Das ergibt eine hervorragende Startseite für jeden Feedreader.

Es ginge noch so viel mehr:

  • ein Diggkiller auf Basis aggregierter Shared Items.
  • Dauerhaft speicherbar und aufrufbare Suchen (gibt es bei allen besseren Desktopclients).
  • Oder die Möglichkeit, Feeds zu filtern. Also einzelne Keywords zu blocken oder durchzulassen, das Gleiche für Autoren. Das Alles ohne lästige Drittanbietertools hinzuziehen zu müssen (siehe meinen Feedfilterartikel zu Feedrinse, oder aktuell zweinull.cc mit Yahoo pipes)

Beide letztere Ideen plus Memetrackerfunktion in einem webbasierten Feedreader mit dem Komfort des GReaders und Sie, werte Web-Entrepreneure, haben ein Killerprodukt an der Hand. Wobei zugegeben, ein in den Reader integriertes Filter/Mashuptool wohl in erster Linie erstmal ein Serverkiller ist.

 

on a sidenote: Weiß jemand warum mir der GoogleReader immer wieder die deutsche Oberfläche aufdrängelt obwohl ich schon mehrfach auf die englische umgestellt habe und wie ich das dauerhaft umstellen kann? Ich hasse Bevormundung.

About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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  • Das Problem von RSSBandit ist, dass es, ob nun Open Source oder nicht, ein .NET basierter Müll ist, der nur unter Windows läuft. Sorry für die harschen Worte aber ich habe nie wirklich den Sinn hinter .NET basierter Open Source Software gesehen, die ausschließlich für ein Betriebssystem geschrieben worden ist. Sicher, nun kann natürlich das Argument kommen, dass die meisten sowieso nur Windows benutzen. Stimmt, schon aber das hat man früher auch über Internet Explorer gesagt und heute benutze in Deutschland knapp 30 % dennoch Firefox. RSSBandit setzt sich jedenfalls selbst den Flaschenhals und das ist schade, weil einige der Features sicherlich interessant sind.

  • Wenn ich mich hier im Büro umsehe, dann bin ich eh der einzige, der RSS Feeds liest. Es ist irgendwie traurig mit anzusehen, daß meine Kollegen noch immer mit der Eingabe von Links in den Browser, um News zu lesen, ihre Zeit verplempern.

    Aber so sind Produktmanager nun mal leider….

  • Und die Schere wird da noch größer werden.

  • Alexandra

    betr. sidenote:

    Seit ich meinen Browser auf US-Englisch umgestellt habe, bekomme ich google wieder brav im Original. Vielleicht tut es das für Dich auch…

    LG Alexandra

  • Danke, aber seit meiner letzten manuellen Umstellung scheint der GReader es sich auch so zu merken. :)