Archive for März, 2008

Readburner: ‘I’ll be back’

Das wird der für längere Zeit erstmal letzte Eintrag zu Readburner, versprochen.

Readburner wurde von Adam Ostrow (Editor in Chief bei Mashable), Drew Olanoff und Eric Kerr gekauft.

Die neuen Besitzer klingen euphorisch (klar):

ReadBurner received a tremendous amount of positive buzz and constructive feedback while it was online previously, and we hope that can continue as we gear up to bring back an even better and more scalable site. By all means, please send us your ideas for making ReadBurner an awesome news sharing community.

Bin gespannt, wie die Seite sich jetzt weiterentwickeln wird.

Siehe auch:

neunetz.com » Readburner - Digg auf GoogleReaderbasis

neunetz.com » ReadBurner schließt seine Pforten.

Mad Men

Ich hatte hier schon mal ausführlich über Werbung im Netz und allgemein geschrieben. Unter anderem hatte ich auf die viel zu leicht als gegeben akzeptierte Situation hingewiesen, dass man in den herkömmlichen Kanälen den Erfolg von Marketingmassnahmen nicht beziehungsweise nur geradezu lächerlich ungenau messen kann. Die genaue Messung im Netz aber gegen dieses verwendet. usw.

Andreas Göldi hat nun bei sich einen ausführlichen und lesenswerten Text über Werbung im Internet, dessen fehlende Durchdringung und die Gründe für die nach wie vor hohen Werbebudgets für traditionelle Kanäle geschrieben.

Darin stellt er 3 ‘Thesen’ auf, warum die Werbebranche noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen ist:

1. Die Marketingleute haben sich an die etablierten Medien gewöhnt, an die neuen noch nicht

2. Fernsehwerbung ist einfach lustiger für den Auftraggeber

3. Online-Werbung ist kompliziert, und Marketingleute sind keine Mathematiker

Beobachtungen zur Medienkonvergenz » Messen mit zweierlei Mass: Warum sind Werbetreibende so irrational und verschmähen neue Medien?

Sehr lesenswert.

 

P.S.: Überschrift

(Bild: gapingvoid)

Friendfeed hebt ab

friendfeedKeine Frage: Spätestens heute ist der Lifestream-Dienst Friendfeed endgültig im Techmainstream angekommen. Jeder Webgeek mit Rang und Namen ist auf friendfeed vertreten, ravt darüber und/oder bekommt minütliche(!) Freundesanfragen. Ganz Webgeekdeutschland ist auch schon anwesend.

Mit friendfeed ist es ein bisschen wie mit Twitter vor genau einem Jahr. Auch damals hab ich erst von außen drauf geschaut und verstand nicht so richtig, was das soll. Auch damals hat Hinz und Kunz Smith und Doe über den Dienst in jedem nur erdenklichen englischsprachigen Techblog vor sich hingejuchzt. Was dazu führte, dass ich mir dann sagte, ookay, da muss was dran sein, probier ich’s aus. Der Rest sind von den Augen fallende Schuppen.

Was an friendfeed so toll ist, ist lustigerweise genau das, was es nicht zeigt.

Lifestreams haben nämlich die Angewohnheit einen ganzen Rattenschwanz an Redundanz und generellem Noise mit sich rumzuschleppen. Wenn ich zum Beispiel Freund A schon auf Twitter folge, will ich dessen im Minutentakt abgefeuerte Tweets nicht auch noch meinen friendfeed verstopfen sehen. Kann ich also abwählen, die Tweets. Das an sich ist noch nicht so besonders. Kann jaiku zum Beispiel auch.

Der Twist bei friendfeed: Ich kann auswählen, dass mir trotz Feedabwahl Einträge, die von anderen als besonders eingestuft werden, trotzdem angezeigt werden. Man kann auf friendfeed nämlich einzelne Einträge von Anderen mit einem Klick auf ‘Like’ hervorheben (und auch kommentieren).

Dieser Umstand führt dazu, dass ich auch Feeds mit hohem Noiseanteil ausblenden kann aus meinem Friendfeedstream ohne Angst zu haben, etwas Wichtiges oder Interessantes zu verpassen. Dieses Feature ist klein aber oho. Es fällt so wesentlich leichter, den Friendfeed einzugrenzen.

friendfeed-hide

Der von Exgooglern geführte Dienst bietet noch mehr, wie etwa eine ziemlich slicke Oberfläche, durchdachte Einbindung externer Dienste (zum Beispiel kann man bei Teamblogs nur die eigenen Posts reinholen) etc., dieser kleine oben beschriebene Punkt ist aber der USP in meinen Augen. Und ich wette, da kommt noch mehr.

Man findet mich auf friendfeed hier.

 

Epilog:

Würde ich versuchen, jemandem, der selbst nicht einmal bloggt und sich mit diesen Sachen nicht beschäftigt, zu erklären, was friendfeed ist und warum es toll ist, würde wahrscheinlich entweder mein Kopf oder der meines Gegenübers irgendwann im Laufe des Gesprächs explodieren. digital divide galore :)

AOL übernimmt Bebo für 850 Millionen $

bebo

AOL übernimmt das Social Network Bebo für 850 Millionen Dollar in cash.

Bebo hat laut eigenen Angaben 40 Millionen Nutzer weltweit. Besonders stark aufgestellt ist bebo im UK und Irland. Im Dezember ‘07 hat Bebo eine Plattform für Applikationen gestartet, welche mit der Plattform von Facebook kompatibel ist. Im Januar ‘08 wurde diese Plattform für alle Drittanbieter von Applikationen geöffnet. (Vorher fand eine Selektion statt.)

(via CenterNetworks)

Youtube wird Plattform

Die Youtube-Öffnung -Thema des Tages- mit der Youtube zum Quasi-Whitelabel-Videoportal wird, ist ein Paradebeispiel für den Weg hin zu offenen Infrastrukturanbietern; zumindest für die Big Player. Plattformen und APIs , das ist die Zukunft. Öffnung, möglichst in alle Richtungen, um die Vorteile des Netzes abzuschöpfen.

Youtubes Erfolg? Lag an der damals revolutionären Möglichkeit für die User, Youtube-Videos auf anderen Seiten einzubinden.

Im Grunde wiederholt man nun genau das, was man für die Nutzer damals gemacht hat im “B2B”-Bereich nochmal. Denn wie Martin auf zweinull.cc ausführt :

Wie der YouTube-Blog verkündet, wird man mit Hilfe einiger neuer Schnittstellen die Integration der wichtigsten YouTube-Funktionen in externe Webseiten ermöglichen. Dann können beliebige Dienste ihren Usern anbieten, direkt von der jeweiligen Seite aus Videos u.a. hochzuladen, anzuschauen und zu kommentieren.

 

Marshall Kirkpatrick auf Readwriteweb :

Welcome to the era of the platform. When, years from now, the importance of platforms is recognized by the end-user market at large, it’s not going to be the Facebook or OpenSocial platforms that will be known as the first big platform play. Those platforms just let developers build applications on the big sites (though Facebook may not stay that way). This YouTube offering is going to lead to some very noticeable “powered by YouTube” language around the web.

Ein wichtiger Schritt, der Youtubes Vormacht im Onlinevideomarkt weiter zementieren wird.

Big, big news.

 

Quizfrage zum Abschluss: Hätte man sich so einen Schritt von einem deutschen Onlinevideodienst vorstellen können?

‘xactly.

Deutsche Version von Digg kommt in “12 bis 24 Monaten”

Digg war die erste SocialNews-Seite -User bewerten Nachrichten- weltweit und ist heute immer noch die mit Abstand Größte ihrer Art. Server von Seiten die auf der Startseite von Digg landen, gehen regelmäßig aufgrund des Besucheransturms in die Knie. Die Seite plant jetzt, nach Deutschland zu kommen, irgendwann in den nächsten 12 bis 24 Monaten.

gapingvoid-socialmedia

 

 

Deutsches Digg könnte hilfreich sein

Digg

-Gründer Kevin Rose gegenüber dem Handelsblatt:

Er sieht Digg auch so auf der stärkeren Seite: „Wir haben den Vorteil einer sehr guten technischen Basis und eines exzellenten Teams.“ Deshalb plant er, mit einer deutschsprachigen Seite die Kopierer der Idee in den nächsten 12 bis 24 Monaten anzugreifen: „Die Planungen sind da, einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht.“

Ein wenig frischen Wind im deutschen SocialMedia-Sektor können wir dringend gebrauchen. Es gibt keine SocialNews-Seite, die eine solche Reichweite erreicht, dass sie für den deutschsprachigen Sektor eine ähnliche Relevanz hat (Zum Vergleich: Diese Seite müsste Artikeln, die auf der Startseite landen, Traffic in heise-Dimensionen schicken).

 

Eine starke SocialNews-Seite kann für das deutschsprachige SocialMedia-Ökosystem (Blogs etc.) wie ein Durchlauferhitzer wirken. Und ermöglicht es ganz nebenbei auch Neueinsteigern, sich mit dem entsprechenden Content zu etablieren -ohne auf Links von etablierten Blogs etwa angewiesen zu sein-. Enorm wichtig für ein ‘gesundes’ Ökosystem. Stichworte: Klüngel, Platzhirsche, inzestuöses Verhalten etc. etc.

Die Deutsche SocialNews-Szene

Es gibt den deutschen Digg-Klon yigg.de (der seinerzeit unautorisiert als digg.de startete. Soviel Chuzpe muss man auch erstmal haben.). yigg.de kann noch die größte Reichweite im deutschsprachigen Raum aufweisen. Nach eigenen Aussagen 50.000 Besucher täglich. Eine Zahl, die zu glauben, mir etwas schwer fällt. Angesichts der Clickthrough-Raten, von denen man so hört. Aber sei’s drum. Vielleicht lesen ja alle einfach nur die Zusammenfassungen auf yigg selbst oder die Besucher zersplittern sich auf viele Unterseiten anstatt die Startseite als Ausgangspunkt zu nutzen. Also angenommen die Zahl stimmt, selbst dann: Dem Potential und der Anziehungskraft und dementsprechend die Größe, die eine solche Seite haben müsste, nach, kann man bei yigg nicht unbedingt von einem Erfolg auf ganzer Linie reden. Ein Riese nur unter Zwergen.

 

Oder hat schon mal jemand von einem Yigg-Effekt gehört? Sind Server schon in die Knie gegangen, weil eine Seite geyiggt wurde?

Eben.

Ich weiß auch nicht warum, aber ich bin auch mit yigg nie warm geworden (mögliche Gründe: von Anfang an eine eigenartig unsympathische, sich abschottende Community, drastige Spamprobleme, gewöhnungsbedürftiger Seitenaufbau und Seitendesign, die eigenen User abwertend behandelnde Moderatoren etc). Der Yigg-Button unter jedem Artikel hier auf der Seite existiert auch nur noch aufgrund einer meiner Charaktereigenschaften (Nein, Faulheit).

Wenn uns ein deutsches digg aus der SocialNews-Misere befreien kann, selbst wenn es nur mit dem Markteintritt die alteingessenen Player aufrüttelt, dann sag ich all hail the Kevin and his fanboys. Ein wenig Konkurrenz kann man yigg, webnews, wikio und co durchaus wünschen.

Nebenbei ein Auszug aus meinem Ausblick auf 2008:

Die deutsche Startupszene: Sollte sich besser nochmal ans Reißbrett setzen. 2008 werden eine Menge us-amerikanischer Startups ihre deutschen Dependanzen starten.

:)

Handelsblatt-Internetexperte Thomas Knüwer leistet sich in besagtem Artikel auch einen kleinen Schnitzer über den ich mich ebenso gewundert habe wie Jojo bei internetmarketing-news:

Die guten Klickzahlen erzeugen Nachahmer. In Deutschland heißen sie Yigg und Mister Wong und Webnews (das ebenso wie das Handelsblatt Teil der Verlagsgruppe Holtzbrinck ist).

Was der Bookmarkingdienst Mr. Wong da zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Gefährliches Halbwissen.

 

(via internetmarketing-news)

Weiterführende Links:

Wie viel Traffic bringen Yigg, Webnews & Co? auf lorm.de (Jan. ‘08)

Die deutsche Social News Szene und die Kritik an ihr - Webworkblogger (älter, März ‘07) Kritik immer noch relevant:

Die Social News Szene in Deutschland besteht im wesentlichen aus Yigg, Readster, Webnews, Folkd und Wikio. Schwere Fehler im Aufbau einer Community Kultur, mangelnde Userbindung und mangelnde Unterstützung von Bloggern sind nur einige Probleme dieser Internetbranche. Derzeit finden sich neben einigen (wenigen) informativen Beiträgen fast nur Bashing und Boulevard Themen. Innovation wäre nun gefordert, sie bleibt aber aus.

Alles über die deutsche Social News Szene - Webworkblogger

(Sept. 07)

 

Bonusbild: Mal wieder ein grandioser GapingVoid-Comic.

Aus abgeschnittenen Feeds Volltextfeeds machen

mit diesem Tool: Full-Text RSS | EchoDitto Labs

Besonders in Deutschland, in dem Blogger landauf, landab es mögen, es ihren Lesern so umständlich wie möglich zu machen, ist das Tool sicher recht praktisch (wie Markus habe ich auch kaum noch Partialfeeds abonniert).

Soviel vorweg: heise Newsticker funktioniert nicht, Telepolis aber dafür schon.

Sofern die Artikel auf einer Seite -der Startseite- immer komplett angezeigt werden, kann man auch mit Sitescrapern wie dapper aus einer Seite mit Partialfeed einen Volltextfeed rauskitzeln.

Update: Auf web-mastered.de gibt’s Volltextfeeds für heise news und Spon. Nett. Mal sehen, wie lang die funktionieren werden. ;)

 

via hackr

Socialthing! & co oder ‘meine Daten sind mir schnurz’

Zur Zeit geht wieder ein Dienst durch die Webgeekszene, bei dem ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Socialthing! ist ein Lifestream-Dienst ähnlich Friendfeed (und dutzende andere). Man kann also seine fragmentierte Onlinepersönlichkeit hier zusammenführen.

Der Twist: Im Gegensatz zu Friendfeed das ausschließlich auf APIs und RSS-Feeds setzt, muss man bei Socialthing! seine Logindaten der aggregierten Dienste eingeben.

!

Hallo? Noch ganz knusper?

Ich finde die Unart, mit Passwörter abzufragen ziemlich, na, bedenklich. Es ist erstaunlich, dass dieser Vorgang mittlerweile als “üblich” angesehen wird.

Zum Glück wurde mit diesen Passwörtern, die man an dritte Webdienste weitergibt wenigstens noch nie Missbrauch getrieben. Oh, Moment. Da war doch eben erst am Wochenende etwas:

Your Email Password: A True Horror Story About Why We Need Authentication Standards - ReadWriteWeb

Dustin Brooks is a reader of Atwood’s excellent blog Coding Horror and sent Atwood the story of his sleuthing around the app, called G-Archiver.

“It didn’t really have the functionality I was looking for,” Brooks wrote, “but being a programmer myself I used Reflector to take a peek at the source code. What I came across was quite shocking. John Terry, the apparent creator, hard coded his username and password to his gmail account in source code. All right, not the smartest thing in the world to do, but then I noticed that every time a user adds their account to the program to back up their data, it sends and email with their username and password to his personal email box! Having just entered my own information I became concerned.

“I opened up a browser and logged in to gmail using his account information. It still worked.

“Upon getting to the inbox I was greeted with 1,777 emails with account information for everyone who had ever used the software and right at the top was mine. I decided to go ahead and blast every email to the deleted folder and then empty it. I may have accidentally changed the password and security question to something I don’t remember as well, whoops, my bad. I also contacted google to erase this account as I didn’t see a way to delete it myself.”

Die Ironie, dass der Launch von Socialthing und diese Horrorgeschichte quasi fast zusammenfielen, ist auch einem Kommentator auf TC, das die obige Story auch vorher behandelt hatte, nicht entgangen:

I love that this story comes immediately after this:

“These users should have known better than to type their email credentials into a third party service, so sympathy levels are at a minimum.”

I’ll just hop on over to SocialThing! now and enter my credentials (I wouldn’t anyway, but it was just funny).

 

Besonders bei GMail, an dem ja noch der ganze Rest an Google-Webdiensten hängt, sollte man besonders vorsichtig sein.

Das dürfte auch einer der Hauptgründe gewesen sein, warum Google als erste eine Oauth-ähnliche API veröffentlicht haben.

Dienste, die umfassenden Zugriff auf meine Accounts auf anderen Seiten benötigen, werde ich auch erst nutzen oder ausprobieren, wenn Oauth oder etwas Vergleichbares die Verzahnung zwischen den Seiten auf ein vernünftige Basis stellen. Alles andere ist einfach nur leichtsinnig.

Denn weder vertraue ich jedem dahergelaufenen Webdienst mit pastellfarbenen abgerundeten Ecken, noch will ich den anscheinend sich mittlerweile einbürgernden leichtfertigen Umgang mit Zugangsdaten unterstützen.

Google releast Contacts Data API

also known as die proprietäre Googlealternative, bis OAuth endlich nutzbar wird

Namentlich geht es darum, dass beispielsweise ein Kontaktabgleich zwischen Mail (hier Gmail) und einem Socialirgendwas-Dienst bezüglich sozialer Kontakte nicht über die Herausgabe von Loginname und Passwort läuft sondern über eine Authentifikation über die API.

Was man als Entwickler mit der Contacts Data API machen kann:

# Import a user’s Google contacts into their web or desktop application
# Export their application’s contact list to Google
# Write sync applications for mobile devices or popular, desktop-based contact management applications

Wie das funktioniert:

Instead of the 3rd party application itself asking for the username and password, it asks Google to retrieve that data. Google then uses the AuthSub mechanism to ask the user themselves to login if they aren’t already logged in and asks afterwards if it’s ok for that 3rd party application to access this data.

Das ist soweit schon mal toll und auf jeden Fall wesentlich besser, als die Unart, Logindaten zu fordern und auch einzugeben. Aber eine langfristige Lösung ist das auch nicht, denn:

Wenn OAuth nicht bald aus den Puschen kommt und jeder Dienst (beispielsweise etwa Yahoo und Windows Live Hotmail, beide wesentlich größere Emailanbieter und damit Kontaktdatensilos) folglich anfängt, Google folgend sein eigenes API-Süppchen zu kochen, kann man sich als Entwickler auch gleich einbuddeln.

 

Mehr zur Contacts Data API:

ReadBurner schließt seine Pforten.

Readburner, der Aggregator von Shared Items von GoogleReader über den ich hier geschrieben hatte, ist nicht mehr. Und ich beginne, mich zu fragen, ob ich hier langsam eine Deadpool-Kategorie benötige.

Alexander Marktl, dem Kopf hinter Readburner, wurde die Arbeit an diesem Dienst neben seiner eigentlichen Arbeit nach eigenen Aussagen zu viel.

Hut ab für den Mut, so konsequent eigene Prioritäten zu setzen. Nichtsdestotrotz ein drastischer Schritt und bedauerlich fü alle ReadBurner-Fans. Der kurzfristige Buzz, den die kleine Seite erzeugte, war nicht gering.

Die Vorgehensweise, verteilte Empfehlungen zu aggregieren, hat meiner Meinung nach nach wie vor sehr viel Potential. Um meine Worte vom Januar zu wiederholen:

[..]Readburner ist damit näher an Social-News-Seiten wie Digg, oder dem deutschen yigg. Aufgrund der Dezentralität wird das Gruppendenken, das diese Seiten oft allzusehr bestimmt und die Qualität drückt, allerdings eliminiert oder zumindest minimiert. Da die SharedItems bereits einen Zweck erfüllen, der außerhalb von Readburner erfüllt wird (mit Freunden, Bloglesern, eben allen denen man die Feedadresse gibt, Artikel teilen), kann das auch ohne dahinterstehende Community funktionieren. Wenn man auf der anderen Seite auf Digg oder yigg beispielsweise die Kommentare abschalten würde, wären diese Seiten am Ende. [..]

Ähnliche Dienste wie Readburner sind RSSmeme und Shared Reader.

(via Louis Gray)

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