Archive for Mai, 2008

Gates: Guys like us avoid monopolies

Steve Ballmer und Bill Gates auf der D6 Conference:

Ballmer: To accelerate scale it made sense for us to consider a Yahoo acquisition. The truth of the matter is, if nobody else gets scale except the current leader, what happens? … Some day all the ads for The Wall Street Journal Online might be sold by one guy and he’ll tell you exactly how much your editorial is worth.

Kara: Yeah, like a monopoly. Interesting.

Walt: That’s a great point. That’s exactly the sort of argument that was made against Microsoft.

Ballmer: Am I saying there’s something wrong? I’m just saying we are guys who will compete. That’s all I’m saying.

Gates: Guys like us avoid monopolies. We like to compete.

hahaha. unfreiwillige Komik.

(via Mathew Ingram)

Feeds filtern so einfach wie nie

Feeds remixen, filtern, mashuppen (Denglisch galore!) kann man mit Yahoo! pipes alles machen. Das Problem ist nur, dass man für einfache Aufgaben den großen Funktionsumfang von Yahoo! Pipes nicht benötigt. Für viele dürften die Pipes außerdem zu kompliziert zu handhaben sein.

Vor einem reichlichen Jahr hatte ich in einem Artikel Schritt für Schritt erklärt wie man sehr leicht Feeds mit Feedrinse filtern kann. Mit Feedrinse lassen sich die meisten Aufgaben in diesem Feld erledigen. Ich setze es noch heute regelmäßig ein. Es ist geht schnell und ist einfach.

Es geht aber noch einfacher: FiltermyRSS. Kein Account nötig, einfach Feedadresse copy&pasten, Keywords eingeben und festlegen, wo auf die Keywords zu achten ist (Text, Titel oder Kategorie), und schon hat man seinen gefilterten Feed. Einfacher wird’s nicht:

filtermyrss

Nachteil: Man hat nochmal ein bisschen weniger Möglichkeiten als bei Diensten wie Feedrinse: Mit FiltermyRSS kann man nur Keyword-Whitelists anlegen, aber keine Blacklists. Auch nach Autor kann man nicht filtern.

FiltermyRSS

Artikel über Social Networks

t3n-12In der neuen Ausgabe des Magazins t3n, die nächste Woche die Kioske Ihres Vertrauens im Sturm nehmen wird, ist der Schwerpunkt Social Networks. Inhaltsangabe hier.

Als Einführung habe ich einen Artikel beigesteuert, der einen kleinen Überblick über die Geschichte und Aussicht auf die Zukunft von Social Networks geben möchte. Wie das nun mal bei Printmagazinen so ist, ist leider der Redaktionsschluss der Feind der Aktualität. Wer hätte aber auch gedacht, dass ausgerechnet jetzt alle Player im SocialNetwork-Bereich praktisch amok laufen, was Neuigkeiten angeht?

Meine Aussicht stimmt aber immer noch:

Eine weitere Entwicklung ist die Öffnung vieler Plattformen mit Hilfe von Programmierschnittstellen (APIs), die die sozialen Komponenten und Geflechte für Nutzer und Entwickler externer Webangebote anzapfbar machen.

Für regelmäßige neunetz.com- und netzwertig.com-Leser steht in dem Artikel sicher nix neues, eine gute Übersicht liefert er aber allemal. Lange Rede, kurzer Sinn: Den Artikel findet man online komplett hier:

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von sozialen Netzwerken

Touchscreen-Turntables

Touchscreens, Interface-Weiterentwicklungen, da geht noch so viel. Nettes Beispiel die Touchscreen-Turntables:


Final Product // ATTIGO TT from Scott Hobbs on Vimeo.

Großartig.

via web-mastered

zweinull.cc und netzwertig.com

Martin Weigert zieht mit seinem vorzüglichen Techblog zweinull.cc komplett zu uns in das heimelige Techheim netzwertig.com und wird ein weiterer Autor.

Ziemlich grandiose Sache. Ich freu mich sehr. War ich vorher schon der Meinung, dass wir relativ gut aufgestellt sind, legen wir mit Martin im Boot noch einen Zacken zu, denke ich.

Auf der einen Seite geht der Blogosphäre natürlich ein gutes Blog verloren. In netzwertig.com sind jetzt 2 ehemals gute Techblogs vereint, medienkonvergenz.com und zweinull.cc. Das macht diesen so schon kleinen Teil der deutschsprachigen Blogosphäre erstmal nicht größer.

Auf der anderen Seite können wir mit vereinten Kräften hoffentlich etwas Großes aufbauen. Etwas, das auch außerhalb der Blogosphäre bemerkt wird. Mit Martin im Team stehen die Chancen dafür noch ein bisschen besser.

Jetzt gibt es also erst recht keinen Grund mehr, netzwertig.com nicht zu lesen. Hier noch mal der Feed.

Mehr Infos zum Wechsel von Martin und von mir auf netzwertig.com selbst.

/Ende der Werbeveranstaltung

Techmeme bekommt Suchfunktion

Yesyesyes: Techmeme ab sofort mit Suche.

Hours after Techmeme launched in 2005, search uberblogger Danny Sullivan remarked “there’s no keyword search facility that I can see. I want that, and soon!” Nobody wants to let Danny down, so I got right to work and 32 months later, a search box now sits atop the site.

so Gabe Riviera, Techmeme-Macher und Scherzkeks

Die Suchmaske findet man entweder auf der Startseite selbst oder auf einer googlesk minimalen Suchseite.

Links, um die Suche direkt in Firefox oder IE zu integrieren, findet man hier.

Sweet.

Techmeme Search 1211323764498

Links make the world go ’round

First, I don’t think most authors have competition (except television). The more you read, the better we do. That’s why bookstores are great places to sell books… even though all the competition is right there.

More relevant to you, the web works when you link out. Hoarding attention (like CNET did for a long time and about.com does like crazy) is a no-win strategy. Shared attention doesn’t dissipate, it grows.

Seth Godin über das Verlinken (Hervorhebung von mir)

Recht hat er. Es ist ja kein Nullsummenspiel.

Meine zwei Grundregeln seit je her, was das Verlinken hier und nun auch auf netzwertig.com angeht (aus Dramatikgründen auf englisch):

  1. Give some linklove, get some linklove.
  2. Link out like your life depends on it.

Ich mag Links.

(via hackr)

A cold, calculated business rule: Don’t be evil

Jeff Jarvis bricht Umair Haques Weitsicht runter:

Let’s repeat that and dub it Haque’s Law: As interaction explodes, the costs of evil are starting to outweigh the benefits.

That, ladies and gentlemen, is what Google is really talking about when it promises not to be evil. It is not a campaign pledge (”Yes, we cannot be evil!”) or a geeky Bible lesson about good and bad (open unto others as they would open unto you) but a cold, calculated business rule:

When the people can talk with, about, and around you, screwing them is no longer a valid business strategy.

Ausdrucken, rot anstreichen und an die Wand im Büro tackern. Dort, wo man es jeden Tag sieht.

Fundamental.

Das Lustige: Mit dem Absinken bestimmter Transaktionskosten durch die ‘exploding interactions’ etc. bewegen wir uns mit dem Internet in Richtung der eigentlich absurd weltfremden neoklassischen Wirtschaftstheorie. Vollkommene Märkte zum Beispiel. Ich rieche hier mindestens ein Dutzend Doktorarbeiten für die nächsten Jahre :D

P.S.: Die Wohlfahrtssteigerung, die mit dem Internet kommen wird, hat noch nicht mal richtig angefangen (weil bis jetzt erst wenige Prozent der Bevölkerung die Möglichkeiten nutzen). Die öffentliche Diskurse -exploding interactions-, mit denen sich Internetunternehmen wie Google jetzt bereits auseinandersetzen, sind in der Stärke noch nicht ansatzweise im Offlinebereich angekommen -in Deutschland schon gar nicht. Davon abgesehen hat auch der Tech/Webindustrie-spezifische Diskurs in den USA als Vorreiter seinen Peak an Reichweite und Einfluss noch lang nicht erreicht.

Zitat der Woche

Ich stelle meine Bücher nicht zum Download ins Netz, aber ich schreite auch nicht ein, wenn sie dort auftauchen. Piraterie ist eine Steuer auf Ruhm. Wenn es keine Raubkopien von deinen Werken gibt, bist du nicht berühmt.

William Gibson in der aktuellen de:bug

/Ist natürlich so ausgedrückt nur die halbe Wahrheit bzw. nur für heute und morgen schon nicht mehr so richtig. Denn tatsächlich geht die Entwicklung im Markt und in der Kultur grundsätzlich weg von der ökonomischen Relevanz physischer Kopien von Kulturgütern. Was letztenendes irgendwann auch die Unterscheidung in ‘legitime’ Kopien und ‘Raub’kopien und die Klassifizierung von nicht legitimierten P2P-Tausch als ‘Piraterie’ obsolet machen wird.

Youtube Videos auf Zeitlinie

MitTimeTube kann man sich Youtube-Videos auf einer Zeitlinie anzeigen lassen. Und das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch richtig praktisch.

Hier am Beispiel meines Alltime-Heros Stephen Colbert:

TimeTube 1210627164505

Noch besser ist natürlich ein Thema, bei dem nicht permanent die Videos “illegal” hochgeladen, wieder gelöscht und wieder hochgeladen werden, was die Timeline zerstört. Geeigneter ist zum Beispiel die Suche nach Barack Obama, der auch einen offiziellen YouTube-Channel hat.

TimeTube ist ein Mashup von YouTube und dem Timeline-Dienst dipity. Über dipity bin ich zum ersten Mal bei Nico Lumma gestolpert. Netter Dienst.

(via Seth Godin)

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