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Kommende Disruption der PC-Branche & Apples Strategie

Charlie Stross hat einen sehr interessanten Artikel über Apples aktuelle Strategie verfasst:

I’ve got a theory, and it’s this: Steve Jobs believes he’s gambling Apple’s future — the future of a corporation with a market cap well over US $200Bn — on an all-or-nothing push into a new market. HP have woken up and smelled the forest fire, two or three years late; Microsoft are mired in a tar pit, unable to grasp that the inferno heading towards them is going to burn down the entire ecosystem in which they exist. There is the smell of panic in the air, and here’s why …

PCs werden zu Gebrauchsgegenständen mit geringen Gewinn-Margen für die Hersteller, gleichzeitig kommen mobile Breitband-Anbindungen. Und mit mobilem Internet-Zugang kommt die Massenbewegung der Nutzer in die Cloud. Stross:

Software will be delivered as a service to users wherever they are, via whatever device they’re looking at — their phone, laptop, tablet, the TV, a direct brain implant, whatever. (Why is this? Well, it’s what everyone believes — everyone in the industry, anyway. Because it offers a way to continue to make money, by selling software as a service, despite the cost of the hardware exponentially dropping towards zero. And, oh, it lets you outsource a lot of annoying shitty admin tasks like disk management, backup, anti-virus, and so on.)

Stross schlussfolgert, dass Apples iPhone/iPad-Ansatz nicht in erster Linie der Versuch ist, eine neue Produktlinie einzuführen, sondern um Apple eine profitable Position in einer Welt zu sichern, in der mit Hardware nach alter PC-Industrie-Lesart kaum mehr Geld zu verdienen ist.

Apple are trying desperately to force the growth of a new ecosystem — one that rivals the 26-year-old Macintosh environment — to maturity in five years flat. That’s the time scale in which they expect the cloud computing revolution to flatten the existing PC industry. Unless they can turn themselves into an entirely different kind of corporation by 2015 Apple is doomed to the same irrelevance as the rest of the PC industry — interchangable suppliers of commodity equipment assembled on a shoestring budget with negligable profit.

Schaut man sich das sich abzeichnende Bild mit ein bisschen Distanz an, wird klar, dass eine Disruption auf die PC-Branche zukommt, die weit über das iPad hinausgeht. Das iPad ist vielmehr nur Apples Versuch, aus diesem Umbruch hochprofitabel hervorzugehen, so Stross – und da stimme ich ihm zu.

Kurz gesagt: iPhone/iPad sind Apples Versuch, den durch mobile Internet-Zugänge und Cloud Computing kommenden Umbruch der Industrie zu überleben.

Interessant in diesem Zusammenhang ist natürlich, dass Google mit Android und ChromeOS an Betriebssystemen für Touchscreens und Cloud Computing arbeitet und diese Entwicklung eher beschleunigen will als alles andere. Google kann mit seinen Cloud-Computing-Angeboten nämlich natürlich zu den großen Gewinnern dieses Umbruchs zählen – und genau daran arbeitet man in Mountain View auch.

Wenig verwunderlich, dass die Google-Integration in Android so geschmeidig umgesetzt wurde und der Suchgigant an gleich zwei Fronten in das OS-Geschäft einsteigt. Letztlich verfolgen beide Unternehmen, Google und Apple, das gleiche Ziel: Sie wollen Gewinner des kommenden Umbruchs sein. Lediglich die Strategien, wie man dieses Ziel erreicht, unterscheiden sich. Diese Strategien entstehen dabei aus der jeweiligen Ausgangslage von Apple und Google.

Eric Schmidt hat die Aussicht auf die kommende PC-Welt aus Google-Sicht aufgezeigt:

But had you ever considered what the cloud meant for the hardware running it? CEO Eric Schmidt has. This week, he told the Atmosphere Cloud Computing Summit that Chrome OS devices will be “completely disposable” at netbook-esque price points of between $300 and $400.

“completely disposable” – Kein Wunder, dass Apple als Noch-Hardware-Unternehmen fieberhaft an einer Strategie feilt, diesem Schicksal zu entgehen.

(via u.a. twitter/oetting)

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    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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