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Apple: Was ein iOS-basiertes iTV für das TV-Geschäft bedeuten würde

Digg-CEO Kevin Rose schreibt über Apple iTV, das nach Gerüchten, die er gehört hat, Apple TV ersetzen wird, bereits im September erscheinen und sich vor allem durch Folgendes auszeichnen soll:

  • Es soll 99 Dollar kosten. (Also ähnlich aggressiv bepreist wie das iPad.)
  • Es wird auf iOS, dem Betriebssystem von iPhone und iPad, basieren.

Die Schlussfolgerung von Rose ist unter anderem, dass Apple mit Apps und iAds punkten und den TV-Markt umkrempeln wird:

a la carte (app) stations: With Apple’s iAds, content producers (eg. ABC/NBC/etc.) can directly monetize and distribute their content. This will eventually destroy the television side of the cable and satellite industry, as your only requirement to access these on-demand stations will be an internet connection. Say goodbye to your monthly cable bill.

Mit Apple-Gerüchten befasse ich mich in der Regel nicht, aber die Annahmen und weitergetragenen Gerüchte von Rose ergeben Sinn. Im TV-Markt wird auf App-Seite sehr viel Geld zu holen sein, was Apples Loss-Leader-Strategie nur folgerichtig machen würde. Dass jeder neue Vorstoss von Apple in einen neuen Konsumelektronik-Bereich auf iOS basieren wird, ist ebenfalls ein Nobrainer. Und selbst Apples Video-Applikation für das iPad ist so schlecht, dass es bereits seit einiger Zeit Spekulationen gibt, ob diese fehlende Qualität nicht auf eine sehr bald kommende Video-Offensive von Apple hindeutet.

Was würde ein solches iTV für das TV-Geschäft bedeuten?

Cory Bergman von Lost Remote hat eine mögliche Antwort:

And set-top boxes, as standalone devices, take a very long time to reach market penetration (TiVo, anyone?) But it’s Apple, and if it does gain some traction, it will certainly throw a wrinkle into the matrix.

Local broadcasters, for example, may feel more compelled to produce web-original video — something that never really took off because the consumption never paid for the costs to create it. But distribute that same clip on the web, iPhone app, iPad app and iTV app, all in a consistent sponsored experience, and that may — may — be enough to jump-start new digital programming efforts in local TV.

(via Mario Sixtus)

Zusätzlich würden wir im TV-Markt über die nächste Zeit all die Vorgänge beobachten können, die wir bereits in anderen betroffenen Bereichen sehen können, wie etwa Unbundling.

Egal wie Apples Angriff auf den TV-Markt aussehen wird, eins ist klar: Mit Apples iTV, Google TV und der kommenden Boxee-Desktopbox könnte noch zum Weihnachtsgeschäft 2010 das neue die folgenden Jahre bestimmende Schlachtfeld der digitalen Disruptionen eröffnet werden: TV, you’re next.

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    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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