NYT-Bezahlschranke wird löchrig sein

Techdirt über die ersten Informationen zur Architektur der geplanten Bezahlschranke der New York Times:

The website itself will also cost money, but will let you visit a few times for free (like the Financial Times) and will let you visit via a Google search (like the Wall Street Journal). Basically, it sounds like there are so many holes in the paywall that the only people who pay will be folks who don’t really care and would pay anyway. It almost makes you wonder why they don’t just set up a donation bin instead, because people who are paying are effectively donating anyway.

Yep, es scheint einen Fetisch für einen bestimmten Zeitpunkt des Bezahlens zu geben: Vor dem Konsum. Und das unabhängig, ob das überhaupt sinnvoll ist oder nicht. Das ist nachvollziehbar, wenn man von den industriellen Umständen und den daraus entstandenden Strukturen und Prozessen ausgeht. Es ergibt heute aber immer weniger Sinn.

Ein Thema, zu dem ich noch einen ausführlicheren Artikel in Planung habe, weil das ein ebenso spannendes wie wichtiges Thema ist.

About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann, lebt in Berlin und ist seit 2007 als Analyst der Internetwirtschaft aktiv. Er arbeitet als (Senior) Strategy Analyst bei Exciting Commerce, schreibt für verschiedene Publikationen, unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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  • LordOfPage

    Bin gespannt auf den Artikel.

    Interessant, dass Du es als ein Vorher-Nachher-Problem siehst. Ich würde es nach wie vor als ein Leistungs-Gegenleistungs-Problem sehen. Im einen Fall kaufe ich mich von Lästigkeiten frei, bekomme also eine Gegenleistung. Diese Lästigkeiten können ganz gering sein, solange auf der anderen Seite jemand sitzt, für den der geforderte Betrag relational keine Rolle spielt. Ich bin z. B. überzeugt, dass viele Leute allein für ein werbefreies Internet (wenns nicht schon kostenlose adblocker gäbe) einen bestimmten Betrag zahlen würden.

    Bei der donate-Lösung zahle ich für dieselbe Leistung, für die andere gar nichts zahlen, erhalte also nicht wirklich eine Gegenleistung für meinen Betrag. Ich glaube, die donate-Lösung würde als „Vorher“-Option genauso schlecht funktionieren wie der einfach angebrachte Button, und ließe mich vom Gegenteil nur durch ein Experimentergebnis überzeugen… :-)