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Amazon erlaubt Fragen an Autoren über Kindle, macht Buchverlage etwas überflüssiger

Amazon baut seine E-Book-Plattform Kindle weiter aus und führt ein neues Feature ein, bei dem Leser direkt vom Kindle aus Fragen an Autoren stellen können. GigaOm:

What if you could ask the author of a book a question while you were reading the book? That’s the kind of world Amazon wants to offer with its new @author feature, which the online bookstore launched on Wednesday with a group of writers including Susan Orlean and self-help guru Tim Ferriss. Readers can ask questions directly from their Kindles while they are reading a book, and the question gets sent to the author’s Twitter account as well as to their home page at Amazon.

Das ist ein cleveres Feature, um die E-Book-Plattform einen Vorteil gegenüber zum Beispiel Tauschbörsen zu geben. Nicht mit DRM (das Amazon zusätzlich einsetzt), sondern mit einem nicht kopierbaren Zusatznutzen setzt sich Amazons Plattform damit von der Konkurrenz ab: Mit dem Zugang zum Autor.

Wir erinnern uns: Sascha Lobo hat für seinen Roman Strohfeuer mit der Buchfrage etwas ähnliches angeboten.

Amazon zeigt mit seiner Kindle-Plattform der Buchbranche schon seit längerem, wie eine attraktive E-Book-Plattform aussehen kann:

The @author feature comes just a few months after the online bookseller launched a social-networking style program based on the Kindle, which allows readers to “follow” other readers the same way they would on a network like Twitter — and thereby see what books they are reading, as well as any highlights or notes they have created in the books they have read (if the user chooses to show these items).

Das Tragische daran für die Buchbranche ist natürlich auch, dass der Übergang vom physischen Buch zum E-Book eine Chance gewesen wäre, die Online-Dominanz von Amazon zu brechen. Amazon selbst bewegt sich hier aber schneller und gekonnter als jeder andere Player.

Man bedenke: Für das Fragen-Feature als auch für das Social Network auf der Plattform werden die Buchverlage nicht benötigt.

In der Zwischenzeit:

Buchverlage beschweren sich über Filesharing und ‘Piraterie’.

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  • About Marcel Weiß

    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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    • http://www.islayblog.com/ Armin

      Ich frage mich bei sowas eher, “is that scalable”? Kann der Autor ab einer gewissen Leserzahl wirklich die Fragen noch alle beantworten oder wird dann da am Ende doch nur ein PR Praktikant abgestellt um die ganzen Fragen zu beantworten?

      Und vor allem, will ich das als Leser wirklich? Oder will ich lieber dass der Autor seine Zeit dafuer aufwendet lieber mehr tolle Buecher zu schreiben als (meistens wahrscheinlich doch eher belanglose) Fragen zu beantworten?

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Gute Einwände. Es muss aber keine Antwort-Garantie geben.

    • http://twitter.com/BLMagazine Belles Lettres

      Marcel, ich nehme Dich gern mal mit, wenn ich wieder bei meinem Verlag bin. Dann bekämest Du wenigstens einen kleinen Einblick, was ein Verlag tut.

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Ich weiß natürlich, dass Buchverlage verschiedene Aufgaben wahrnehmen, die hier nicht berührt werden. Deswegen steht in der Überschrift auch “etwas überflüssiger” nciht “überflüssig”. Mir ging es darum, darauf hinzuweisen, dass Amazon hier natürlich auch Desintermediation als Ziel betreibt – und das recht effektiv.

    • http://www.islayblog.com/ Armin

      Nein, muss es nicht. Aber wie lange geht das gut?

      Fast jeder erwartet doch im Endeffekt dass genau seine Frage beantwortet wird weil die natuerlich am wichtigsten ist. Da duerfte es nicht lange dauern bis sich die ersten auf Facebook/Twitter/Tumblr ueber diese “ignorante A-Loch von Autor” beschweren. Und schwups geht es mit dem Vertrauen in den Autor, dem “Mehrwert” und allem ganz fix bergab.

      Wenn es so weit kommt (und ich fuerchte das kann sehr schnell gehen), was dann?

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