// (function($){ var options = {"info_link":"http:\/\/heise.de\/-1333879","txt_help":"Wenn Sie diese Felder durch einen Klick aktivieren, werden Informationen an [...]"/>

Die P2Pisierung der Wirtschaft

Was haben die meisten erfolgreichen Webplattformen gemeinsam?

Sie ermöglichen unterschiedlichen Parteien, die früher nur über Mittelsmänner in Kontakt treten konnten, jetzt direkt miteinander zu interagieren. In manchen Fällen kommen sogar neue Parteien, neue Marktteilnehmer, dazu. Das senkt die Transaktionskosten und hebt somit die Gewinne für die Beteiligten und greift so die umgangenen Instanzen an. Zweiseitige Märkte statt Gatekeeper.

Das passiert aktuell in den verschiedensten Branchen auf unterschiedliche Arten. Ein paar Beispiele:

Das ist an sich erst einmal keine bahnbrechende oder überhaupt neue Erkenntnis. Aber es lohnt sich, dieses Grundprinzip vor Augen zu halten und als Gründer etwa zu fragen:

Welche Branchen könnten mit einer P2P-verstärkenden Plattform von der Seite angegriffen und damit kreativ zerstört/verändert werden?

Für ‘normale’, eventuell betroffene Unternehmen stellen sich andere Fragen:

  • Verfüge ich über die Kernkompetenzen und andere notwendige Faktoren (Ressourcen, Vertragsverpflichtungen), um eine eigene Plattform in meiner Branche zu etablieren?
  • Wenn nicht, welche Dienstleistungen werden rund um eine neue P2P- und plattformgetriebene Umgebung in meiner Branche wichtig? Was davon kann ich selbst anbieten und frühstmöglich Erfahrung (neben meinem regulären Geschäft) aufbauen?

Denn selbst wenn noch keine erfolgreiche Webplattform in der eigenen Branche angekommen ist, kann es bereits erste zaghafte, zerstreute P2P-Tendenzen auf Onlinemärkten, schwarzen Brettern im Netz und Plattformen oder kleinen Websites geben, die dafür eigentlich gar nicht primär ausgelegt sind.

Denn die dedizierten Plattformen erzeugen den P2P-Sog nicht, sie verstärken ihn ‘nur’.

Das bedeutet letztlich, dass die Frage nicht ist, ob dieser Trend in der eigenen Branche ankommt, sondern nur wann, wie heftig, und wer dabei verdrängt wird.

Ähnliche Artikel:

  • Facebooks Plattform bringt US-Wirtschaft 182.000 Jobs, bis zu 15 Milliarden US-Dollar
  • Seit das Internet auf dem Vormarsch ist, ist Wirtschaft das neue Rock’n’Roll.
  • Entertainmentindustrie will, dass sich restliche Wirtschaft und Gesellschaft nach ihr richtet
  • About Marcel Weiß

    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
    Marcel Weiß auf Twitter und auf App.net folgen und auf Facebook abonnieren.
    Mehr Möglichkeiten zur Vernetzung finden sich hier.