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Apples Konzentration auf Gewinnquote statt Marktanteile schützt sie vor Kartellrecht

Sehr gute Beobachtung von MG Siegler auf TechCrunch bezüglich Apple:

Whether it’s by accident or on purpose, Apple has largely fortified themselves against the anti-competitive argument, at least with regard to monopolistic practices.

Because Apple focuses on profit and not market share, it’s more or less impossible to pin a monopoly case on them. With the exception of MP3 players (which is a dying market) and tablets (which is a burgeoning market), Apple doesn’t dominate any market they’re in from a market share perspective. Sure, they make the majority of the money in smartphones and computers, but they do so as an “underdog”.

Besonders gut kann man die Unterschiede zwischen profitshare und marketshare im Smartphonemarkt sehen.

Marktanteile:

The smartphone market has now reached over 30% of shipments. Non-smart devices are at 69% of total. The individual phone platform shares are as follows:Android (and Android-like): 17.6%iOS (iPhone only) 4.4%Nokia Symbian: 4.3%BlackBerry: 2.76%Bada: 1%Windows Phone 0.5%

Gleichzeitig streicht Apple 56 Prozent der Profite des Marktes ein.

Das (relativer) Erfolg und hohe Profite nicht mit hohen Marktanteilen einhergehen müssen und deswegen Monopolvorwürfe und und Rufe nach wettbewerbsrechtlicher Zügelung des Riesens Apple fehlgeleitet sind, wird oft in der Debatte zu den neuen Plattformen und Dynamiken im Techsektor übersehen.

Eine interessante Konstellation.

Und ein weiteres Beispiel dafür, warum Marktanteil nicht die einzige Kennziffer ist, auf die man achten sollte.

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(Disclosure)

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  • About Marcel Weiß

    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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    • Gast

      Kartellrechtlich betrachtet man normalerweise den Umsatzanteil und erst in zweiter Linie die Absatzzahlen. Die dürften bei Apple aus offensichtlichen Gründen deutlich höher liegen als der reine Absatzanteil – doch vermutlich immer noch nicht hoch genug, um Marktbeherrschung zu begründen. Aber wer weiss, vielleicht kommt irgendeine Kartellbehörde ja mal auf die Idee, einen Produktmarkt für “Premium-Smartphones” zu definieren..