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Das Verhältnis zwischen Appstores und App-Preisen

David Barnard, ein Entwickler mobiler Apps, über die Preisentwicklung im Appstore des iPhones:

In July 2009 the average price for games was $1.39 and all apps combined averaged $2.58. Today it’s $1.01 for games and $2.12 for all apps. Prices do tend to drop in a free market as competition, increased efficiency, economies of scale, and other factors come into play, but I still contend that Apple’s policies and the design of the App Store itself initiated and even accelerated the race to the bottom. It’s clear to me in hindsight that this was either Apple’s intent, or at least something they didn’t actively discourage. To Apple, apps are merely complements to their highly profitable hardware sales. And as Joel Spolsky posited, “All else being equal, demand for a product increases when the prices of its complements decrease.”

To the average consumer, the value proposition of buying an iPhone is amazing given the plethora of free and low-cost apps. After spending $200 on the iPhone 4S, it takes just a few bucks to load it up with Angry Birds, Facebook, Twitter, Instagram, Camera+, Yelp, Pandora, and a host of other great apps. If each of those apps were $10 and it took several hundred dollars to load an iPhone with great apps, the value proposition would be completely different.

Dass die Preise über die Zeit fallen, war vorhersehbar: Ein neuer Markt – eine zentrale Anlaufstelle für den Verkauf von Software, die direkt darüber zur Hardware vertrieben wird, weltweit im besten Fall – landet nicht sofort bei dem Preispunkt, bei dem er sich irgendwann einpendeln kann.

Zuerst kommen die Entwickler, also die Verkäufer. Und die machen in der Regel immer den Fehler, zu viel für ihre Angebote zu verlangen. Verständlich: Noch ist nicht klar, wie die Kaufwilligkeit der Käufer aussieht, und wie viele überhaupt Interesse an dieser Transaktionsform haben. (Wer keine Ahnung von Wirtschaft und auch keinen gesunden Menschenverstand hat, hat sich auch über die viel höheren anfänglichen App-Preise für iPad-Apps gefreut und geschlussfolgert, dass man auf dem iPad für die gleiche Leistung mehr Gewinn bekommt.)

Erst dann kommen die Käufer, die den Rest der Gleichung stellen. Und erst dann entwickelt sich der Markt in Richtung von Gleichgewichten. Der Preisabfall ist also gar nicht so abwegig. Besonders angesichts der dahinter stehenden Kostenstrukturen.

Barnard hat aber in einem anderen Punkt trotzdem teilweise recht:

1. Die Struktur der Appstores beeinflusst die Entwicklung der Marktpreise auf ihnen, weil sie die Informationsströme lenkt.

2. Apple und alle anderen Appplattform-Provider haben ein geringes Interesse daran, dass die App-Entwickler möglichst viel abschöpfen, weil die Apps Komplementärgüter zur Plattform sind. Je teurer die besten Apps, desto teurer der Gesamtnutzen der Plattform für Endanbieter.

Trotzdem haben die Plattformprovider, egal ob Apple, Microsoft, Google oder Amazon, kein Interesse daran, es den Entwicklern so schwer wie möglich zu machen, gut auf ihren Plattformen zu verdienen. Im Gegenteil. Erfolgsgeschichten von Appmillionären helfen den Plattformen, die die Apps genau so brauchen wie umgekehrt.

Immerhin konkurrieren die Plattformen auch untereinander. Und das nicht nur um Nutzer sondern auch um App-Entwickler.

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    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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    • http://www.youdaz.com/ Andreas

      Nun, Apple, Google, etc. verdienen ja sehr wohl nicht nur an der Hardware sondern auch an den Apps. Und das Geschäftsmodell ist schon genial wie frech zugleich – immerhin kriegen sie Geld für die Software, die andere entwickelt haben. Mache gerade mit einigen ein iPad-Magazin. Was es kostet in App-Store und bei Adobe durch zu kommen, ist für Kleinunternehmer schon kaum profitabel.

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Infrastruktur bereitzustellen und damit überhaupt erst einen Markt zu schaffen, an dem man dann auch mitverdient, würde ich nicht als freches Geschäftsmodell bezeichnen. Oder anders: Wenn es frech wäre, wäre es nicht erfolgreich.

    • http://www.youdaz.com/ Andreas

      Och frech kann durchaus erfolgreich sein, das schließt sich ja nicht aus. Die Sache ist ja jedoch die, dass nicht nur die Infrastruktur geschaffen wird, sondern auch als einzig legitime eingesetzt wird. Das ist eher so, als würde Aldi zwar an jedem Müsli-Riegel mitverdienen, aber gleichzeitig verbieten können, dass Lidl, Rewe und co auch welche anbieten

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Das ergibt keinen Sinn. Aldi entscheidet so wenig über Rewe wie Apple über Google oder Google über Windows Phone 7. etc.

    • http://www.youdaz.com/ Andreas

      Aber ich kann mit einem iPhone nicht in den Android Marked oder mit einem Android in den App Store. Das meine ich.

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Ja, weil das technisch nicht möglich ist.

    • http://www.youdaz.com/ Andreas

      Ich kann auf einem Windows-Rechner auch Programme installieren, die nicht auf einem MS-Server liegen…

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Du kannst auf deinem Windows-Rechner Mac-Programme installieren? Ich hoffe ihr beschäftigt euch in eurem iPad-Magazin nicht mit allzu technischen Themen.

    • http://www.youdaz.com/ Andreas

      Es geht doch nicht rein um das OS. Es geht darum, dass auf PCs jeder Programme anbieten kann, die er auf der eigenen Website z.B. zum Download anbietet. Das geht auf dem tablet und Smartphone-Markt nicht. Da haben die Hardware und OS-Entwickler den FInger drauf und verdienen an jedem Programm mit