Apple zahlt in Europa weniger als 2% Steuern

Ulrich Voß:

Wie Google und Microsoft nutzt Apple ein (legales) Steuerschlupfloch. Dazu reicht es, a) die Europazentrale in Irland zu haben und
b) eine Holdingartige Konstruktion in den Niederlanden plus
c) Niederlassung in einem Steuerparadies auf den Bahamas, den Bermudas oder den Niederländischen Antillen zu haben.

Dann kann man die Gewinne aus Europa nahezu steuerfrei abziehen, vor allem, weil die irische Zentrale die Produkte in Europa nur dank eines Lizenzvertrags mit der Mutter aus den USA verkaufen kann. Die Lizenzgebühr ist dann ziemlich exakt so hoch wie der Gewinn und daher entsteht kaum Gewinn in Europa.

So macht man sich keine Freunde. Das gilt für Apple ebenso wie für Microsoft und Google.

Siehe auch den Guardian zum Thema:

Prime minister David Cameron has said he is “not happy with the current situation” of Apple, Google, Facebook, eBay and Starbucks avoiding nearly £900m of tax.

About Marcel Weiß

Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist ein Autor bei Exciting Commerce, schreibt Artikel für verschiedene Publikationen und ist unter anderem ein Coautor von im Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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  • fabianpimminger

    Das ist bei Starbucks und wahrschienlich einem Großteil aller US-Firmen so ;-) …

    Aber ganz ehrlich, blöd wären sie auch, wenn sie es nicht machen würden.