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Boykott des Amazon-Verlags schafft Best Practices für eine Welt ohne stationären Buchhandel

Leander Wattig über die ungewollten Auswirkungen des Boykotts des neuen im Amazon-Verlag erscheinenden Buchs von Bestsellerautor Tim Ferriss durch den Buchhandel in den USA (Barns & Noble und Indie-Buchhändler):

Ich kann das gut nachvollziehen, bin mir aber nicht so sicher, ob das sehr klug ist. Es mag die Entwicklung von Amazon kurzfristig hemmen. Zugleich zwingt es Amazon aber auch, Wege zu finden, ohne den Buchhandel klar zu kommen. Es werden also Best Practices geschaffen, die die Welt ohne stationären Buchhandel bereits vorweg nehmen. Und wenn Amazon das erstmal eingeübt hat, stehen die etablierten Player bestimmt nicht besser da.

Besonders bei bereits bekannten Bestsellerautoren, die eine Nachfrage mitbringen, ist das eine eher gefährliche Strategie für die Boykottierer. (Und deshalb sind Autoren wie Ferriss strategisch so wichtig für den Amazon-Verlag.)

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    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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