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Internetentwicklungsland Deutschland: Bei sozialen Netzwerken ganz hinten

Michael Kroker im Wirtschaftswoche-Blog Look @ IT:

Eine aktuelle Studie belegt erneut: Die Ablehnung von Facebook, Twitter & Co. ist in Deutschland höher als in allen anderen Industrienationen.

[..] Deutschland rangiert dagegen am unteren Ende der Skala. Zwar ist der Nutzungsgrad von 34 Prozent aller Erwachsener noch im unteren Mittelfeld. Doch der Anteil der Verweigerer von sozialen Netzwerken ist mit 46 Prozent der Befragten der höchste unter allen betrachteten Staaten.

Das ergab eine Befragung von 26.000 Menschen in 21 Ländern durch das Pew Research Center.

Das hat natürlich einen ganzen Strauß an Gründen, die man niemals komplett erfassen könnte. Einen Grund sehe ich in der Ablehnung der Deutschen von Experimenten, in der starken Risikoaversion unserer Gesellschaft und der Vorliebe von geordneten vor chaotischen Verhältnissen. Einen zweiten Grund sehe ich in der sehr negativen Berichterstattung der deutschen Presse. Sowohl Print als auch TV berichtet hierzulande seit Jahren fast ausschließlich negativ über das Internet und dabei natürlich besonders über das Trendthema der letzten Jahre, die Social Networks. Große Titelstories sind immer mit Skandalen oder Risiken verbunden.

Aus Sprachkenntnisgründen kann ich nur die Verhältnisse mit den USA und Großbritannien vergleichen. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Ländern und Deutschland aber sind erschreckend.

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  • About Marcel Weiß

    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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      @marcel: An die Allmacht manipulierender Medien glaube ich nicht. Sehe die Gründe eher in der Mentalität und Demographie: Der Durchschnitts-Deutsche ist über 40 – also in einem Alter, wo die Synapsen bei Vielen schon ziemlich festgefahren und Experimente seltener sind. Und bei Älteren ist auch die deutsche Liebe zum “Privaten” besonders ausgeprägt. Sprüche aus meiner Kindheit:

      “Das geht andere nichts an.”

      “Nicht im Treppenhaus reden, die Nachbarn hören mit!”

      “Dienst ist Dienst und Bier ist Bier.”

      Ältere Mitarbeiter fragen auch zuerst nach den Guidelines & der Gefahr Arbeit/Beruf zu vermischen, wenn es um Social Media am Arbeitsplatz geht. Ich glaube Jeff Jarvis hatte diese German Angst mal ganz gut in Abgrenzung zur amerikanischen Mentalität beschrieben. Dafür wird dann Facebook dank Thilo Weichert wieder sicherer. ;-)

    • http://www.neunetz.com/ Marcel Weiss

      Ja, das Durchschnittsalter spielt sicher auch eine wichtige Rolle. Wobei das einzige Volk, das noch älter als die Deutschen ist, Japan, jetzt nicht als technologiefeindlich gilt.