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Das Ende von Google Reader ist schlecht für Google, gut für die Nutzer

“No one uses Google Reader anymore & I follow all of them.” – Tim Maly

Greaderlogo

Mit dem bekannt gemachten Ende des Google Reader am 1.7. diesen Jahres hat Google eine kleine Schockwelle durch die Ecken des Social Web gesendet, die von Bloggern und Journalisten bevölkert werden. Nach einem anfänglichen Schock, ich nutze Google Reader seit 2007 täglich und intensiver als mit Abstand jeden anderen Webdienst, sehe ich das Ende des Feedreaders von Google als die bis dato beste Technachricht des Jahres. Let me explain.

Gut für die Nutzer

Als Google 2011 mit den Shared Items ein sehr beliebtes rudimentäres Sharingnetzwerk, das innerhalb des Readers stattfand, schloss war die Trauer bei vielen Nutzern bereits recht groß. Viele, ich eingeschlossen, konnten nicht nachvollziehen, wie Google, das verzweifelt einen Einstieg in die Welt der Social Networks suchte, ausgerechnet eines der wenigen eigenen in seinem Bereich erfolgreichen Sharing-Dienste einstellt.

Da es seit Jahren kaum eine ernstzunehmende Alternative zum GoogleReader gibt, blieben die Nutzer beim Feedreader von Google. Diejenigen von uns, die intensiv die Shared Items nutzten, schauten sich nach Alternativen um. Auch wenn die Nützlichkeit der Shared Items bis jetzt nicht wieder erreicht wurde (ich beschrieb hier, was die Funktion so besonders machte), fanden die meisten zumindest zufriedenstellende Alternativen wie etwa Quote.fm oder Instapaper. Für mich war der Bookmarkingdienst Pinboard die Ersatzlösung für fast alles, was die Shared Items vorher übernommen haben. Pinboard ist nicht nur in jeden GoogleReader-Client integriert, es ist ist auch per Bookmarklet schnell befüllbar (und arbeitet grundsätzlich sehr schnell), gibt RSS-Feeds aus und bietet die Möglichkeit, anderen Pinboard-Nutzern zu folgen, wie es Felix Schwenzel hier beschreibt. Dieses eigene Pinboard-Network kann man als RSS-Feed wiederum im Feedreader abonnieren. Über den Pinboard-Umweg habe ich mir somit eine Art rudimentäres Shared Items geschaffen, dem ‘lediglich’ die visuelle Aggregierung populärer Einträge fehlt; und natürlich die Mehrheit der alten Kontakte und ihrer Items. (Wie Pinboard in mein sonstiges Setup passt, habe ich hier angerissen.)

Trotzdem haben Pinboard und co. gezeigt, dass das Abschalten einer Funktion in einem Google-Produkt diese Funktion nicht verschwinden lässt. Im Gegenteil. Hätte Google nicht nur die Shared Items abgeschaltet und einen Praktikanten über die Mittagspause die Verknüpfung zu Google+ herstellen lassen, sondern den Google Reader gleich komplett eingestampft, wären Ersatzangebote noch schneller aus dem Boden geschossen, weil es eine zu befriedigende Nachfrage gegeben hätte. Es gibt etwa “The Old Reader” oder Newsblur, die zwar die alte Verbindung aus Feedreader und Sharing-Netzwerk wieder vereinen wollen aber bis dato darunter leiden, dass nur wenige Nutzer vom GoogleReader zu diesen Angeboten wechseln wollten.

Dieser Wechsel wird nun unvermeidbar und er wird zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder für einen echten Markt der Feedreader sorgen.

Marco Arment fasst gut zusammen, wie Google Reader erst den Feedreadermarkt getötet hat und dann mit dem Aufstieg von iOS und Android zur Sync-Plattform für Feedreader-Apps wurde:

Client innovation completely stopped for a few years until iOS made it a market again — but every major iOS RSS client is still dependent on Google Reader for feed crawling and sync.

Now, we’ll be forced to fill the hole that Reader will leave behind, and there’s no immediately obvious alternative. We’re finally likely to see substantial innovation and competition in RSS desktop apps and sync platforms for the first time in almost a decade.

It may suck in the interim before great alternatives mature and become widely supported, but in the long run, trust me: this is excellent news.

Das Ende dieser Konstellation ist auch insofern gut, als dass alle diese Apps auf inoffizielle und somit undokumentierte APIs angewiesen waren.

Innovation hat bei Feedreadern in den letzten Jahren nicht stattgefunden, weil der Platzhalter zu Google gehörte und Google kein Interesse an einer Weiterentwicklung hatte.

Dabei bietet RSS als Basis nach wie vor enormes Potential, den Konsum von Nachrichten, Texten, Bildern, Podcast, etc. zu revolutionieren.

Bereits kleinste Tweaks können die Wahrnehmung von RSS bei denen ändern, die in dem Wahn leben, Twitter wäre eine ernstzunehmende Alternative: Vielen etwa sagt das Inbox-System des Google Readers nicht zu, das jeden RSS-Eintrag wie eine Email behandelt, die unbedingt abgehandelt werden muss. Um diesen Unsinn je nach Situation entgehen zu können, hatte ich zum Beispiel Reeder auf dem iPhone und dem iPad so eingestellt, dass es immer nur Artikel von Google Reader lädt, die maximal einen Tag alt sind. Selbst wenn ich drei Tage nicht in den Google Reader reinschaue, erschlägt mich die mobile Ansicht meines Feedreaders nie, weil sie immer nur den aktuellen Tag anzeigt. Ganz dem Stream-Modell von Facebook und Twitter folgend: Nur das neueste. (Dass viele Leute glauben, mit dem sehr einschränkenden Twitter besser beraten zu sein, zeigt auch, wie wichtig die Wahrnehmung von Informationsarchitekturen ist. Dabei scheint vollkommen irrelevant wie irreführend diese sein kann. Eine befreiende Erkenntnis für Plattfomrarchitekten, eine beängstigende für alle anderen.)

Ein anderes Beispiel: Fever, ein webbasierter Feedreader, den man selbst hosten muss, analysiert alle aktuellen Feedeinträge und erstellt aus den Links Übersichten über gerade populäre Themen. (Bevor man zu Fever wechselt, sollt man das hier vom Entwickler lesen.)

“Haven’t heard that many people swear in our office in a long time.” – Janko Roettgers

Die Frage ist, ob dieser Markt groß genug ist. Das würde ich mit ja beantworten. Hunderttausende Tweets und enorm viele Reaktionen auf Techmeme bestätigen, dass der Google Reader, wenig überraschend, noch immer zu den wichtigsten Werkzeugen von Bloggern, Journalisten und anderen Informationsarbeitern zählt. Für viele ist das Tool so wichtig, dass sie künftig auch bereit sein werden für vollen Funktionsumfang zu bezahlen.

Erste Alternativen neben den oben genannten, die aktuell mancherorts diskutiert werden, sind Flipboard und Feedly, das den Wechsel bereits sehr einfach macht.

Eine Syncing-Plattform für Feedreader-Apps von Reeder bis Mr. Reader

Diese Alternativen sind aber nicht die spannende neue Entwicklung. Wir erinnern uns: Google Reader ist über die letzten Jahre vom Feedreader langsam zu einer Syncingplattform für viele auf RSS setzende Apps gewandelt.

Entscheidend ist also vielmehr von wo ein Nachfolger für die Syncing-API kommen wird, um das Backend für die Apps bereitzustellen. Dass es eine Nachfolge geben wird, steht mittlerweile meines Erachtens außer Frage. Die Debatte hat in den entsprechenden Kreisen bereits begonnen.

Daniel Jalkut (u.a. MarsEdit) schaut auf die Macher von NetNewsWire:

With Google Reader out of the picture, not just for NetNewsWire, but for everybody, a new future for RSS syncing arises: NetNewsWire Cloud.

By implementing a suitable syncing API for RSS, and implementing a reasonably useful web interface, Black Pixel could establish NetNewsWire Cloud as the de facto replacement for Google Reader. Charging a reasonable fee for this service would likely inoculate it from the risk of sudden termination, and it would doubly serve to provide the very service that NetNewsWire needs to thrive on the desktop and on iOS.

David Smith, ein iOS/Mac-Entwickler, arbeitet bereits seit längerem an Feed Wrangler:

I’ve been working on an alternative to Google Reader for a few months now. It started as desire to manage my RSS feeds in a way that didn’t feel like I was still stuck in the web of 5 years ago. I wanted a more modern approach that focused on providing the best possible experience for navigating my news feeds. So Feed Wrangler was born.

This project is already well along in development, with a working web interface and native apps. I was expecting to launch early this summer but Google has announced that they are closing down Reader July 1. That accelerates my plans and I am now working to get ready for public consumption as soon as possible.

Die Wildcard bei all dem ist meines Erachtens App.net (ADN). App.net bietet sich als Plattform für Entwickler förmlich an, um die Infrastrukturherausforderungen für eine Syncinglösung zu meistern. Erste Entwickler haben bereits begonnen, über die Möglichkeit zu sprechen, das Backend über ADN zu realisieren.

ADN könnte besonders wichtig werden, wenn der Markt für kleine Unternehmen doch nicht attraktiv genug ist. Immerhin ist das Syncing von Feeds keine triviale Aufgabe. Einer der ursprünglichen GoogleReader-Entwickler auf GigaOm:

Wetherell said that it took a lot to make Google Reader work.

For instance, it was Google Crawler that gave the system ability to make lightening fast connections and also bring up recommendations. It is one of the main reasons it cannot be open sourced. The systems is too intertwined with Google’s search and other infrastructure to be sold as well.

In addition, Google had a separate recommendations team fine tuning Google Reader and those people don’t come in cheap. And let’s not forget that it was Google’s infrastructure that allowed millions of accounts to be hosted and many billions of items – photos, videos, text objects to be saved for people to consume them at their leisure.

It wasn’t and it still isn’t a cheap exercise, said Wetherell, rationalizing why he somewhat understands Google’s predicament. ”This is and will always be a Google level problem, especially if you are building a service for more than a few people,” he said.

Viele Entwickler sind selbst sehr aktive Feedleser, es wird deshalb mindestens Experimente auf der ADN-Plattform geben.

Meine Prognose: Wir werden bis zum 1. Juli viele neue Entwicklungen im Feedreadermarkt beobachten können. Ich bin ausgesprochen zuversichtlich, dass bis dahin nicht nur eine oder zwei befriedigende Alternativen stehen, sondern dass wir danach auch endlich wieder vielfältige Innovationen in diesem Bereich sehen werden. Der Feedreadermarkt hat nur Bewegung gebraucht, die er jetzt bekommen wird.

Was uns zu Google bringt.

Schlecht für Google

“We need to focus. Keep the self-driving cars, magic glasses, laptop, handheld OS, and Brazilian social network. Ditch the feed reader.” – Pinboard

Google+/-

Als Google sein neues Social Network Google+ vorstellte, wurde von einem ‘Social Layer’ gesprochen. Die Vision war mutig und spannend: All die vielen Angebote von Google+ zusammenbringen und in der Summe etwas Neues erschaffen.

Die Wirklichkeit sah dann anders aus: Google+ ist keine neue Schicht im Google-Kosmos, sie ist nicht der versprochene Klebstoff geworden sondern ein neues Angebot, zu dessen Gunsten andere Produkte von Google einfach eingestellt werden.

2011 schrieb ich zur Einstellung von Shared Items:

Das Erstaunliche ist, dass Google mit (seinem bald toten Google+-Vorläufer) Buzz wenig richtig gemacht hat, zu dem Wenigen aber die GoogleReader-Integration zählte:

Die unangetastete Sharing-Option lies such mittels Opt-in in Google Buzz integrieren. Neue Shared Items erschienen in Buzz. Kommentare in Buzz waren gleichzeitig Kommentare in GoogleReader. Der GoogleReader war sozusagen eine Art Buzz-Client für Poweruser. Genau das hätte Google auch im Zusammenspiel von GoogleReader und Google+ als Strategie umsetzen sollen:

Den Powerusern es so einfach wie möglich machen, mit GoogleReader glücklich zu werden und gleichzeitig ihr dortiges Sharing-Verhalten sanft (sprich ohne Einbußen) in Google+ hereinzuziehen. Gleichzeitig wäre es sinnvoll für Google, GoogleReader bewusst zu einem Tool auszubauen, dass nützlich für Poweruser ist.

Immerhin ist immer ungefähr ein Prozent der Nutzerschaft für die Inhalte auf einer Webplattform verantwortlich. Auch Google+ braucht dieses eine Prozent. Google+ selbst ist aber nicht der perfekte Ort für Poweruser, um zum Beispiel die Empfehlungen anderer Poweruser zu konsumieren.

Es wäre ein komplexeres Unterfangen gewesen und hätte mehr Geduld und Manpower gefordert, aber Google war einst in einer Position, in der sie aus all ihren verstreuten Angeboten etwas hätten schaffen können, das der 90-9-1-Verteilung nicht nur Rechnung trägt, sondern sie bewusst nutzt, um einen eigenen Vorteil gegenüber etwa Facebook zu bekommen.

90-9-1 und Nutzersegmentierung

“For what it’s worth Google Reader and iGoogle drive 20x of @techdirt’s traffic as Google+. And yet they’re killing both of them.” – Mike Masnick

Facebook und viele andere Netzwerke sehen für alle Nutzer fast immer gleich aus. Es ist vollkommen egal, ob ich 100 Freunde habe und vor allem mit alten Klassenkameraden kommuniziere oder über Facebook als Journalist Quellen anspreche oder als Prominenter besonders viele Menschen über meine Aktivitäten informieren möchte. Das Interface ist fast immer das gleiche. Ähnliches gilt für Twitter. Clients, die gerade von Twitter langsam aber sicher getötet werden, konnten das Problem mit Interfaceinnovationen mindern bis eliminieren.

Googles Portfolio hätte die Ansprache der verschiedenen Benutzergruppen mit einer gemeinsamem sozialen Schicht besser lösen können als alle bestehenden Plattformen. Wie ich bereits schrieb, hätte Google den Google Reader als eine Art Poweruser-Client für Google+ verstehen, zwangsverheiraten und in die Richtung weiterentwickeln sollen. Das wäre für die Entwicklung von Google+ sehr positiv gewesen.

Bevor mir unterstellt wird, ich würde mich als GoogleReader-Nutzer zu wichtig nehmen, möchte ich darauf hinweisen, dass diese Herangehensweise nicht auf Google Reader beschränkt ist. Neben Blogger (das bereits enger mit Google+ verzahnt wird) betrifft das auch andere, in ihren Bereichen sehr erfolgreiche Google-Produkte, die sträflich vernachlässigt werden: Namentlich etwa Google Scholar, die Suche für akademische Veröffentlichungen. Google könnte über eine gekonnte Verknüpfung von Google Scholar und Google+ mit einem Schlag die Popularität von Google Scholar nutzen, um ein aus dem Stand wichtiges Social Network für Akademiker aus dem Boden zu stampfen. Nur: Google hat entweder kein Interesse an Segmentierung oder sieht das Potenzial nicht.

 Google verliert Ansehen

“OMG! #google is shutting the reader?! That is one of the few solutions for us to access the blogs, news, … in #Iran #filternet :(” – jadi

“Censorship and free speech is, in my humble opinion, one of the most critical issues of the day. The shutdown of Google Reader is bad news for Chinese who relied on it to get news from outside of China. It was free, fast, and (mercifully) mostly unblocked.” – atdrendel

Google hat in den letzten Jahren viele Dienste relativ schnell wieder eingestellt: Google Buzz, Google Wave, jetzt Google Reader. Bereits schreiben erste darüber, wie sie sich von Google-Diensten aufgrund der Unsicherheit zurückziehen wollen. Ich würde nicht zu viel in solche Aussagen hineinlesen. Aber Fakt ist, dass dieses Verhalten von Google dazu führt, dass Entwickler etwa immer vorsichtiger werden, was Investitionen in Google-Plattformen angeht und auch Nutzer dürften immer vorsichtiger werden. Ich zum Beispiel bin nur noch auf GMail angewiesen. Bei allen anderen Google-Diensten achte ich mittlerweile sehr genau darauf, erst gar keine Abhängigkeit entstehen zu lassen.

Das wird Google nicht ruinieren und Google-Produkte nicht automatisch zu Flops machen. Aber ich glaube, dass sich Google über die letzten Jahre unbewusst ein Stigma erarbeitet hat, das den eigenen Produkten eine sehr geringe mittel- bis langfristige Verlässlichkeit zuspricht. Das führt dazu, dass die Adoption von neuen Produkten zunehmend verhaltener ausfallen dürfte. Wird Google etwa irgendwann doch einmal eine Read/Write-API für Google+ vorstellen, wird der Nutzersog zwar zu Drittanbieterapps führen, aber es wird kein Tsunami werden, wie es ein Google noch 2009 oder 2010 mit dem richtigen Angebot hätte hervorrufen können.

Um es kurz zu machen: Google hat in den letzten Jahren viel Vertrauen verspielt.

Ich bezweifle, dass Google noch einmal einen spitzen Markt so dominieren wird, wie es das mit dem Google Reader getan hat. (Auch das ist wieder sehr gut für den Rest des Webs. Die Angst vor Google als Konkurrent darf weiter sinken.)

Darüber hinaus hat das Ende von Google Reader einen weiteren für Google unerfreulichen Effekt. Endlich beginnen selbst die größten Google-Fanboys das Unternehmen und seine “Wir sind offen und wollen nur das beste für das Web”-Narration als das zu sehen was es ist: Bestenfalls Selbstleugnung,  schlimmstenfalls Lüge, oft schlicht Propaganda. Markus Spath, der deutsche Google-Doodle-Chronist, etwa schreibt:

Ihr altruistisches Gehabe können sie sich fortan jedenfalls sparen. Wenn sie eines der wichtigsten Tools zur offenen (und unabhängigen, und personalisierten, und etc.) Informationsrezeption und -prozession einfach so schliessen, ein Tool, das fast paradigmatisch ihre Mission ‘organize the world’s information and make it universally accessible and useful’ personalisiert, ein Tool, das vl. nicht mehr zig Millionen, aber sicherlich Hunderttausende wirklich lieben, während sie an anderer Baustelle mit der Übernahme von DailyDeal mal schnell 100 Mio Dollar versenken, was mit ihrer Mission nichts zu tun hat, dann sieht man, wo sie stehen.

Fazit

Paradoxerweise wird das Ende des beliebten Google Readers damit zum Win-Win: Nicht nur kommt endlich wieder Bewegung und damit hoffentlich Innovation zurück zu RSS. Sondern nun wird auch den letzten langjährigen Beobachtern klar, dass Google ein relativ normales Unternehmen geworden ist, das außerdem dem Wahn verfallen ist, seine Zukunft läge darin eine Art Frankensteinmonster aus Apple2.0 und Facebook2.0 zu werden.

Ein Frankensteinmonster, das mit den Werten, die das Unternehmen in seiner Außendarstellung gern pathetisch vor sich herträgt, in Wirklichkeit überhaupt nichts am Hut hat.

Das ist gut, weil Google, ebenso wie Apple, nicht die kritische Begleitung erfährt, die es verdient hat.

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    Marcel Weiß, Jahrgang 1979, ist Gründer und Betreiber von neunetz.com.
    Er ist Diplom-Kaufmann und lebt in Berlin. Marcel Weiß ist seit 2007 als Analyst zu Themen der Internetwirtschaft aktiv. Er ist einer der Autoren bei Exciting Commerce. Artikel vom ihm erscheinen unter anderem in Publikationen wie "Musikmarkt" und "Der Freitag". Texte von ihm sind erschienen unter anderem in "Medienwandel kompakt 2008-2010" und im beim Springer Vieweg Verlag verlegten "Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books". Er unterrichtet als Gastdozent an der Popakademie Mannheim und hält Vorträge zu Themen der digitalen Wirtschaft. Mehr zum Autor.
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