1 Satz über Steve Ballmers Rücktritt

Es ist gut für Microsoft, dass Steve Ballmer endlich zurücktritt, aber es ist schlecht für Microsoft, dass der Rücktritt mitten im gewagten organisatorischen Umbau stattfindet als auch, dass alle potentiellen guten Nachfolger (Steven Sinofsky, Ray Ozzie) Microsoft mittlerweile verlassen haben.

K5 Topics: Neue Buchreihe zu digitalen Themen

Exciting Commerce startet mit den ‘K5 Topics’ eine neue Buchreihe zu digitalen Themen mit Schwerpunkt auf dem Onlinehandel und geht damit jetzt also auch unter die Buchverleger.

Jochen Krisch auf Exciting Commerce:

Unsere 50 Denkanstöße für den Online-Handel von morgen gehen in Serie und finden eine würdige Fortsetzung in den K5 Topics. Band 1 ist soeben erschienen – zum Thema “Discoverability im E-Commerce”[..]

Auf gut 50 Seiten führt Matthias Hell anhand von Amazon, Goodreads & Co. in das Thema ein. Neben der PDF-Ausgabe erscheinen die K5 Topics in Kürze auch als reguläres E-Book für Kindle & Co.

[..]

Mit den K5 Topics orientieren wir uns am erfolgreichen Konzept der TED Books (“Ideas Worth Spreading”). Die K5 Topics stehen deshalb auch anderen Autoren offen, die Debatten anstoßen wollen und/oder sich mit weiterführenden Strategie- und Wachstumsthemen profilieren wollen.

Jochen Krisch und ich hatten kurz in Exchanges 16 über die Gedanken hinter den K5 Topics gesprochen.

Das nächste Buch in der Reihe kommt von mir.

Best Of: Juli 2013 auf neunetz.com

Die populären und besten Artikel im Juli 2013:

Mehr lesen:

 

Wider die Lügner

Ende letzten Jahres war ich auf einer Konferenz an einem Podiumstalk in Form eines Streitgesprächs, ein Moderator und zwei Diskutanten, beteiligt. Im Laufe des Gesprächs machte mein Gegenüber, ein Vertreter eines Buchverlags, auf der Bühne eine Aussage über einen Aspekt des Urheberrechts und die Auswirkungen auf das Geschäft seines Verlags, die mich stutzen ließ. Meines Wissens nach ist das, was er als übliche Geschäftspraxis beschrieb, rechtlich nicht zulässig und deswegen betriebswirtschaftlich nicht haltbar gewesen. Aber wenn er sagt, sie arbeiten so, wieso sollte ich das in Frage ziehen? Ich hakte nicht nach und akzeptierte seine Aussage.

Nach der Veranstaltung erfuhr ich von jemand anderem, dass der Verlagsvertreter unmittelbar nach unserem Podiumstalk im persönlichen Gespräch ohne Umschweife zugab, bei diesem Aspekt gelogen zu haben.

***

Als Aereo auf der CES einen Preis gewinnen sollte, war die CNET-Mutter CBS nicht begeistert. CNET ist eine relativ bekannte Onlinepublikation, CBS eines der großen TV-Networks in den USA. Bei Aereo handelt es sich um ein Startup, von dessen Angebot sich CBS bedroht sieht, weil es ultimativ zum Verlust der Kontrolle über die Distribution führt. Die Preisverleihung wurde von CNET organisiert. CBS intervenierte und CNET musste Aereo den Preis vorenthalten. Auch Reviews von Aereo wurden CNET von CBS verboten. CBS hat in die Inhalte von CNET aus geschäftlichen Eigeninteressen eingegriffen.
Greg Sandoval, ein bekannter Techreporter bei CNET, hat daraufhin öffentlichkeitswirksam seine Kündigung eingereicht. Nun kann man das auf zwei Arten lesen: Sandoval ist ein aufrichtiger Journalist. Oder er sah die perfekte Gelegenheit gekommen, publicityträchtig das stagnierende und von den jüngeren Techblogs bezüglich des Einflusses abgelöste CNET zugunsten eines besseren Arbeitgebers zu verlassen. Oder vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem.
So oder so, das Schweigen der übrigen bei CNET angestellten Journalisten war dröhnend. Sandoval selbst fand sofort eine Neuanstellung bei der aufstrebenden Gadget-Publikation The Verge.

***

Einen(!) Tag bevor das Presseleistungsschutzrecht (LSR) im deutschen Bundestag verabschiedet wurde, veröffentlichte die FAZ einen Text von LSR-Kritiker Till Kreutzer. Es war das erste Mal, dass ein Kritiker des geplanten Gesetzes einen Text in dem Blatt veröffentlichen durfte. Einen Tag bevor es im Bundestag beschlossen wurde.  Update: Es gab vereinzelte kritische Beiträge zum Thema in der FAZ. Etwa von FAZ-Redakteur Michael Spehr oder den CCC-Vertretern Constanze Kurz und Frank Rieger. Diese Texte waren aber wenige Ausnahmen. Wer sich ein Bild von der dominierenden Berichterstattung machen möchte, sollte die zwei Absätze weiter verlinkten Artikel von Stefan Niggemeier lesen. /Ende des Updates

Dem Text war eine Erklärung der FAZ-Redaktion vorangesetzt: ”In der Debatte über das Leistungsschutzrecht gibt es viele Stimmen. Die Verlage sind hier naturgemäß Partei. Die Redaktion der F.A.Z. sieht ihre Aufgabe darin, eine offene Debatte zu ermöglichen.”

Bereits die Existenz dieser Aussage, die eigentlich nicht notwendig sein sollte, sondern implizit im Selbstverständnis des selbsternannten Qualitätsjournalismus mitschwingt, ist bezeichnend.
Vielleicht war es purer Zynismus oder gar Sichselbstbelügen. Was auch immer das Motiv der FAZ-Redaktion war, es ging nicht darum, die Herangehensweise der Redaktion zu verdeutlichen, sondern im Gegenteil um ein Umschreiben der Geschichte.

Wie die FAZ über das LSR berichtet hat, diese Herangehensweise, die selbst den weichesten journalistischen Regeln nicht mehr genügen würde, hat Stefan Niggemeier gut protokolliert.

Es geht auch anders. Einen Absatz aus einem Text von Stefan Niggemeier über den Propagandajournalismus zum LSR habe ich über Monate nicht vergessen können:

Der »New York Times«-Leser, der bemerkt, wieviel Mühe sich das Blatt gibt, ihn trotz der Verwicklung des eigenen Chefs zuverlässig über den BBC-Skandal zu berichten, der wird diesem Blatt zutrauen, sich grundsätzlich darum zu bemühen, ihn gut zu informieren.

Es ist natürlich etwas anderes, wenn praktisch eine ganze Branche eine Kampagne betreibt, anstatt nur eines einzelnen Publishers. Aber trotzdem: Es gab keine deutschen Sandovals. Nicht einen. Nicht einmal anonym.

In den USA sprechen Experten wie Clay Shirky zu recht davon, dass man nicht die journalistischen Institutionen retten muss, sondern die Journalisten. Wie viele von ihnen in Deutschland aber sind nur noch auf dem Papier der Gehaltsabrechnung Journalist?

Wer etwas aufmerksamer die Debatte rund um das LSR in den Zeitungen und auch in den Blogs verfolgt hat und nicht bei einem Presseverlag angestellt ist, dürfte irgendwann zu einer erschütternden Erkenntnis gekommen sein: Die großen deutschen Presseinstitutionen sind mehrheitlich innerlich verrottet.
Die Lügenkampagne der Presseverlage und ihrer Cheflobbyisten wurde nur noch von der Reaktion ihrer Branche getoppt:
Das Schweigen der deutschen Journalisten war dröhnend. Ich will mein Entsetzen nicht wiederholt in Worte fassen, deswegen zitiere ich was ich vor einiger Zeit dazu schrieb:

Eine ganze Branche, die sich der Wahrheitsfindung verschrieben hat, duldet entweder stillschweigend eine jahrelange Lügenkampagne in ihrem Namen, ist diesbezüglich desinteressiert oder aktiv daran beteiligt. Ich bitte darum, über den vorhergehenden Satz gern 5 bis 50 Minuten nachzudenken.

***

Es gibt verschiedene Erkenntnisse, die ich in den letzten Monaten gewonnen habe. Neben einem Schnellkurs in fortgeschrittenem Lobbyismus und Gesetzgebung gehört dazu die Lektion, dass ich nicht das selbe Ziel verfolge wie die Mehrheit der deutschen Presse von FAZ über Süddeutsche bis Axel Springer.

Denn am Ende des Tages bin ich, so pathetisch das klingen mag, der Wahrheit verpflichtet, was deskriptive Äußerungen angeht, und dem Wohl der Bevölkerung (Wohlfahrtszuwachs und so weiter), wenn es um wertende Äußerungen geht.

Ich kann nicht mehr ruhigen Gewissens eben diese Publikationen hier verlinken oder zitieren.
Die neue Verlinkungspolitik auf neunetz.com sieht also wie folgt aus: In der Regel wird auf eine Erwähnung und einen Verweis auf die Presseerzeugnisse der großen deutschen Verlage verzichtet. Meistens sind die dortigen Artikel zu den auf neunetz.com behandelten Themen sowieso inhaltliche Übersetzungen der Artikel von großen US-Techblogs oder US-Zeitungen oder Mashups deutscher Blogartikel, wenn es um die Internetwirtschaft geht. Der Verlust ist also nicht sonderlich groß.

Sollte doch einmal ein Artikel bei diesen Publikationen erscheinen, dessen Inhalte einen Hinweis wert sind, exklusive News oder eine wirklich außergewöhnlich quatschige aber populäre Aussage etwa, werde ich auf diese Publikationen auf die einzige Art verweisen, die die großen deutschen Presseverlage selbst für richtig halten: Paraphrasierend und ohne Link.

Da die Selbstachtung es gebietet, Axel Springer immer schlechter als alle anderen zu behandeln, werden Verweise auf Nachrichten von Axel Springer maximal ohne Namensnennung und mit einem unspezifischen Verweis auf Presseberichte erfolgen, wenn sich keine Sekundärquellen finden lassen.

Das hat natürlich überhaupt keine Auswirkungen auf die betroffenen Publikationen. Aber man macht nicht das, was man für richtig hält nur dann, wenn es spürbare oder nennenswerte Auswirkungen hat, sondern weil es die einzige Option ist, die einen nachts ruhig schlafen lässt.

Ich würde niemals auf der Bühne einer Konferenz lügen, hier im Blog Lügen verbreiten oder eben einen Mord begehen, nur weil ich weiß, dass ich damit durchkommen würde. Damit durchkommen oder nicht spielt keine Rolle bei der Entscheidung.

Das ist natürlich ein Nachteil in der alltäglichen Schlacht des Medienwandels. Aber es ist nur solang ein Nachteil, bis man sich die Reputation erarbeitet, im Gegensatz zur anderen Seite sauber zu kämpfen. Und ja, ich war bis vor kurzem noch der Überzeugung, dass es ein Miteinander sein kann und kein Gegeneinander – kein Kampf – sein muss. Aber dafür braucht es eine gemeinsame Basis, ein gemeinsames Ziel.

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Es wird längst mit härtesten Bandagen gekämpft und die Skrupellosigkeit auf Seiten derer, die ihre Felle nicht im Stream davonschwimmen sehen wollen, wird größer. Im Zweifel, wenn eine Aussage dem eigenen Wissen widerspricht, werde ich künftig immer auch die Möglichkeit in Betracht ziehen müssen, dass mein Gegenüber auch einfach lügt. Selbst wenn ich denjenigen Menschen flüchtig kenne und schätze.

Im Nachgang der zu Beginn erwähnten Konferenz habe ich mir geschworen, nie wieder auf den Bühnen der Welt Konferenzen auf kritische Nachfragen zu verzichten, wenn ich über einen geäußerten Fakt verwundert bin.

***

Als ich diesen Text vor einigen Wochen schrieb, ahnte noch niemand was uns Edward Snowden diesen Sommer offenbaren sollte. Ich wusste nicht, wie immens das uns umgebende Lügengeflecht war. Deutschland ist kein souveräner Staat, die USA ist, neben etwa auch dem UK, eine rücksichtslose Überwachungsmacht und unserer Regierung sind unsere Grundrechte egal. Das sind schwer verdauliche Wahrheiten.

Ich bin heute 34 geworden. Morgen tritt das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Kraft. Es hat bereits erste Opfer gefordert.

***

Joseph Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger und einer der wichtigsten Ökonomen weltweit, schreibt in seinem Rundumschlag “The Price of Inequality” von einer “rent-seeking economy”, die unsere Wirtschaft erfasst hat. Diese tarnt sich als Marktwirtschaft, deren grundlegende Mechanismen, den “Markt”, unterläuft sie aber mittels Täuschung und Korruption.

Je genauer man sie betrachtet, die innerlich vor sich hinrottende industrielle Informationsgesellschaft, ihre über Jahrzehnte wuchernd gewachsenen Organisationen mit ihren heute an den barocken Baustil erinnernden Organigrammen und ihre dicken Entscheidungsschlachtschiffe, desto mehr drängt sich der Gedanke auf, dass das Internet und die damit möglich gewordene vernetzte Informationsgesellschaft keinen Tag zu früh kamen.

Sie ist unser einziger möglicher Ausweg aus der Welt der Lügner.

Wir müssen uns dessen nur bewusst werden und entsprechend handeln.

Und wenn wir zu wenige sind, die Hierarchien in Deutschland zu mächtig, zu fest verankert, die Überzahl zu groß, zu überaltert und verbarrikadiert ist? Was wenn wir keine Rolle spielen?

Das Richtige bleibt richtig. Lügen bleiben Lügen.

Let’s make enemies. Let’s fight.

The gloves are off. For good.

FAZ auf Bild-Niveau über Prism und Snowden

Wolfgang Lieb in den NachDenkSeiten über die manipulative Berichterstattung in der FAZ:

Man fragt sich: Warum diese völlig gleichgerichtete Propagandaschreibe in so vielen verschiedenen Beiträgen an einem Tag abgedruckt wird?

In der FAZ-Chefredaktion scheint man wohl nervös geworden zu sein. Wenn man sich nämlich die Meinungsumfragen ansieht, dann musste man in den Redaktionsstuben des konservativen Blattes besorgt sein. Die große Mehrheit der Deutschen hält die Schnüffelei der Amerikaner und Briten für skandalös und Snowden eher für bewundernswert. Die Bildzeitung hatte das auf die einfache Frage heruntergebrochen: „Ist Snowden ein Held oder ein Schuft?“ und dazu eine Umfrage gestartet; das eindeutige Ergebnis von mittlerweile über 100.000 Abstimmenden: Held 85 %, Schuft 15 %. Das dürfte die Meinung der Deutschen zu diesem ganzen Thema doch ziemlich gut widerspiegeln. Die Zustimmung zu „Muttis“ Schmusekurs mit den USA ist jedenfalls begrenzt, also muss das merkeltreue Blatt alle Anstrengungen unternehmen, damit nicht noch mitten im Wahlkampf womöglich ein Stimmungsumschwung eintritt.

Aus medienwissenschaftlicher Sicht sind auch die von Lieb aufgezeigten Unterschiede zwischen den Printartikeln und ihren entschärften Onlinependants interessant. Wer glaubt, die wenigen Print-Artikel von FAZ und co., die es ins Netz schaffen, würden wenigstens  Eins zu Eins die Printdebatte wiedergeben, ist schief gewickelt.

(via bosch)

Realismus-Kotau

Von Wickert über Martenstein bis Aust: Journalisten, die auf den größten Abhörskandal der Menschheitsgeschichte mit einem Schulterzucken antworten, gehören zu den irritierendsten Aspekten der bereits sehr irritierend unaufgeregten deutschen Debatte.

Wolfgang Michal auf Carta:

Man nennt dieses Verhalten „Realismus-Kotau“. Gemeint ist die Verbeugung vor dem „Unabänderlichen“, dem „Alternativlosen“. Es ist die freiwillige Selbstaufgabe von Leuten, die ihre Resignation oder ihr Ich-will-mit-diesem-Scheiß-nicht-behelligt-werden als Realismus maskieren.

Best Of: Juni 2013 auf neunetz.com

Die populären und besten Artikel im Juni 2013:

Mehr lesen:

Kooperation & Kommunikation statt Rückzug als Antwort auf Prism & Co.

Jürgen Geuter auf irights.info:

Guardian-Journalist Gleen Greenwald kommentierte Reaktionen auf die Prism-Enthüllungen mit den Worten: „Es muss nett sein an der Regierung. Wenn man bei schlimmen Dingen ertappt wird, schreit man solange ‚Terrorismus’, bis es wieder vorbei ist.”

Eine andere Reaktion ist seltener: Nach den Anschlägen von Oslo und Utøya, die 2011 Norwegen und die Welt schockierten, kommentierte der norwegische Ministerpräsident Stoltenberg Forderungen nach mehr Sicherheitsmaßnahmen und mehr Überwachung: „Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.“ Die Werte unserer freiheitlichen Gesellschaft können wir nicht im Geheimen verteidigen.

Der Rückzug in mehr Geheimnisse, mehr Kryptographie und mehr Darknet ist für die Eliten im Netz, die solche Technologien einsetzen und verstehen können, bequem. Doch sie ist keine keine Strategie für eine freiheitliche Gesellschaft. Das Netz ist ein Werkzeug der Kooperation und der Kommunikation für jeden. Je mehr wir uns aus dem sichtbaren, dem öffentlichen Teil des Internets – und damit aus der Debatte selbst – zurück ziehen, desto mehr stärken wir die, die Misstrauen zwischen den Menschen sähen und diffuse Ängste schüren, um ihre eigene Position zu stärken.

9 Alternativen zum Google Reader im Überblick

Der Google Reader wird am 1. Juli abgeschaltet und GigaOm hat neun Alternativen zum Google Reader gegenübergestellt.

Angesichts der extrem kurzen Zeit, die Google dem Markt gelassen hat*, um Alternativen bereit zu stellen, kann sich das durchaus sehen lassen. Offensichtlich wird aber auch, dass wir erst am Anfang stehen und der Sommer 2013 eine Übergangsphase wird, in der Clients und Sync-Plattformen noch nicht so zusammen arbeiten werden, wie Nutzer das gern hätten.

Trotzdem: Der Markt ist in Bewegung wie nie zuvor und die Vielzahl der Akteure zeigt nicht nur die Attraktivität der Nische sondern auch, dass aus dieser Wettbewerbsituation einiges an Innovationen in den nächsten Monaten und Jahren zu erwarten ist. Ich hatte eine solche Entwicklung, wie wir sie hier ansatzweise bereits sehen können, im März vermutet, als Google das kommende Ende des Readers bekannt gab.

Ein offensichtlicher Vorreiter ist noch nicht ersichtlich. Feedly hat sich sehr gut positioniert, bietet aber etwa keinen OPML-Export an. (Umwege über Clients werden sicher bald kommen, aber der fade Beigeschmack bleibt.)

Siehe auch meine vorherigen Hinweise auf Übersichten zu Alternativen zum Google Reader.

*Ein letzter Dick-Move von Google: Zwischen Bekanntgabe und Schliessung haben sie weniger als vier Monate Zeit gelassen. Google hätte ohne größere Probleme Google Reader bis Ende des Jahres betreiben und damit dem RSS-Ökosystem einen leichteren Übergang ermöglichen können. (Google Reader läuft bereits seit unbestimmter Zeit praktisch ohne Ressourcen von Mitarbeitern.) Aber Google sind RSS und offene Standards nicht nur egal, sie sind ihnen auch mit ihrem geschlossenen Google+-Ansatz im Weg. RSS/Atom als Verbreitungsweg von Inhalten zu schwächen, ist auch in Googles Interesse. Das heißt nicht, dass sie diesen aktiv schaden wollen. Aber sie haben auch keine Anreize, ihnen zu helfen.

Für „Deutsches Google” sind bereits Subventionen in dreistelliger Millionenhöhe geflossen

In Folge der Prism-Aufdeckungen fordern deutsche Innenpolitiker, Experten vom Fach wie Dieter Wiefelspütz (SPD ) und Hans-Peter Uhl (CSU), eine deutsche Alternative zu Google und vergessen dabei, bewusst oder unbewusst, die unzähligen Millionen Euro, die bereits in solche Projekte auf Deutschlandebene und EU-Ebene geflossen sind.

Stephan Dörner gibt im Techblog des Wall Street Journal Nachhilfe in Geschichte:

Gemeint ist also: Deutschland – oder zumindest Europa – sollte auf die Übermacht amerikanischer Dienste im Internet reagieren – möglicherweise auch mit staatlich geförderten Alternativen. [..] Die deutschen Subventionen sind aber bereits geflossen – und zwar in dreistelliger Millionenhöhe. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder und Frankreichs damaliger Staatspräsident Jacques Chirac verkündeten 2005 das gemeinsame Forschungsprojekt für Suchmaschinen-Technologie Quaero – ein europäischer Konkurrent ist dabei bis heute nicht herumgekommen. Ende 2006 zog sich Deutschland aus dem Projekt zurück und begann ein deutsches Forschungsprogramm namens Theseus. Das Programm wurde nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums mit 100 Millionen Euro gefördert und 2012 abgeschlossen, es befindet sich in der Phase der Auswertung. Es gäbe über 1.700 konkrete Ergebnisse. Darunter 130 Prototypen, knapp 60 Patente und andere geschützte Ergebnisse, 19 Standardisierungsaktivitäten, 5 Existenzgründungen und rund 900 Publikationen. Ein deutsches Google war allerdings nicht dabei.

Der Ruf nach deutschen, staatlich finanzierten Alternativen ist die Vorstufe zum unüberlegten Aktionismus: Von der Realität losgelöste Aussagen, die Schlagzeilen für uninformierte Bürger produzieren sollen, immerhin ist Bundestagswahljahr.

Selbst wenn man hinter der Aussage stehen würde, wäre der Ruf nach deutschen Alternativen – auf der gleichen Ebene der Operation und der Qualität – bestenfalls naiv. Als sei das Anbieten einer Google-Alternative nur eine Frage der Entscheidung.

Amüsant in diesem Zusammenhang natürlich immer auch die FAZ:

Der FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ist voll auf dieser Linie und schreibt: „Das braucht Subventionen, eine Vision groß wie die Mondlandung. Aber auch das Silicon Valley ist das Ergebnis von fünfzig Jahren staatlicher Subvention.“ Tatsächlich ist das Silicon Valley vor allem ein Ergebnis enger Zusammenarbeit von US-Militär, Universitäten und Tech-Unternehmen.

Ich wiederhole meine Frage diesbezüglich gern noch einmal: Die FAZ war massgeblich daran beteiligt, das Presseleistungsschutzrecht mittels Propaganda zum Gesetz werden zu lassen. Wenn ein FAZ-Herausgeber nun in einer Welt mit dem Presseleistungsschutzrecht eine staatliche Suchmaschine fordert, fordert er dann am Ende eine staatliche Teilfinanzierung der FAZ?

Alternativen zum Google Reader

Am 1.7.2013 wird der Google Reader eingestellt. Eine Übersicht über Alternativen zum Google Reader findet man hier. Carsten Pötter hat ebenfalls eine Matrix über Feedreader (Web, Mobile, Desktop, Import, Export, Sync und Preis) angelegt.

Wer sich noch nicht entscheiden kann, sollte sich zumindest einmal bei Feedly mit dem Google-Login einloggen. Feedly synchronisiert anschließend nicht nur die abonnierten Feeds und den Status der gelesenen und ungelesenen Artikel sondern auch die im GReader mit Sternen versehenen Artikel.

Das ist ein kaum Zeit in Anspruch nehmender Export der Inhalte auf GReader. Das ist kein vollwertiger Ersatz für den Export der Daten von Google direkt, aber dafür kostet es auch kaum Zeit. Feedly bietet zwar noch keinen Export für OPML an, aber die API, welche die kommende Synchronisation mit Clients wie Reeder erlaubt, dürfte dieses Problem mittelfristig lösen. (Im Notfall kann man künftig die eigenen Feeds im OPML-Format auch über einen der Clients exportieren.)

Wer sich weiter informieren will, dem sei der Tag RSS auf neunetz.com empfohlen. Ich sammele auch unter dem Tag RSS auf Pinboard.in weitere Einträge zum Thema.

Wenn der Wirtschaftsminister mit seinen Freunden von Axel Springer auf Reisen geht

Stefan Niggemeier stellt in seinem Blog weiter Fragen zur USA-Reise von Wirtschaftsminister Philipp Rösler, für die sich die deutsche Presse nicht interessiert:

Was macht ein Lobbyist der Axel Springer AG als Wirtschaftsvertreter im Programm und in der Maschine der Bundesregierung, die ausdrücklich nicht Leute wie ihn, sondern Inhaber und Geschäftsführer von Start-Ups ansprach? Und warum taucht das Unternehmen Axel Springer, für das Klaeden arbeitet, dann nicht in der Liste der 53 mitreisenden Unternehmen auf, die mir das Ministerium vergangene Woche geschickt hatte? Sollte es sich dabei womöglich auch um ein »Versehen« handeln?

Oder ist für Angestellte regierungsnaher Medienunternehmen und Duz-Freunde des Ministers auf Wunsch immer ein Platz in der Regierungsmaschine frei?

Erstaunlich und empörend:

  • Die Verquickungen zwischen Axel Springer und der Bundesregierung
  • Wie selbstverständlich diese für die Beteiligten geworden sind und es dadurch zum Teil durch deren Social-Media-Tätigkeiten sichtbar wird und nur dadurch. (Warum kommt so etwas nicht durch die Mitreisenden an die Öffentlichkeit? Es waren Vertreter von Startups und der Presse auf der Reise dabei.)
  • Das Desinteresse der restlichen deutschen Presse daran, diese selbstverständlich gewordenen Verquickungen zwischen Politik und einflussreichem Konzern kritisch zu hinterfragen und offenzulegen.

 

Best Of: Mai 2013 auf neunetz.com

Die populären und besten Artikel im Mai 2013:

Das große “Kathrin Passig”-Special

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Kathrin Passig für die Urlaubsvertretung. Was mich besonders freut: Kathrin wird auch künftig ab und zu Artikel auf neunetz.com schreiben.

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Coworking-Spaceökonomien

Wenn ich mich mit erwachsenen Menschen über Coworking Spaces unterhalte, weiß die eine Hälfte nicht, was das ist, und die andere hält es für halt wieder so ein schillernd-sinnloses Hipster-Ding, das nur in Berlin existieren kann. Die Berichterstattung beschränkt sich bisher weitgehend auf “Viele Freiberufler fühlen sich einsam, wollen nicht alleine arbeiten” oder irgendwas mit Café Oberholz und Latte Macchiato. Dabei gäbe es über Ursachen, Folgen, Entwicklung und Ökonomie der Coworking Spaces viel zu sagen. Einiges davon wird auch gesagt, nämlich im Onlinemagazin deskmag.com, dessen Lektüre auch denen ans Herz gelegt sei, die (so wie ich bis heute Nachmittag) glauben, sie wüssten schon alles, was es über Coworking Spaces zu wissen gibt. Eine Auswahl:

  • Ein bisschen Geschichte und Statistik, Stand August 2012: ”Wir zählten 1779 Coworking Spaces, 93% mehr als letztes Jahr. Knapp 700 davon befinden sich in den USA, etwas mehr als 700 in der EU. Innerhalb der Europäischen Union bleibt Deutschland mit 167 Coworking Spaces an der Spitze. Spanien und Großbritannien legten hier am stärksten zu und besitzen jetzt jeweils 114 und 98 Coworking Spaces.”
  • Update, April 2013: “Mehr als 110,000 Menschen arbeiten heute in einem von knapp 2500 Coworking Spaces weltweit. Gegenüber dem Vorjahr existieren heute 83% mehr Coworking Spaces, die insgesamt 117% mehr Mitglieder betreuen! Auf Werktage umgerechnet, entstanden weltweit in den letzten zwölf Monaten täglich 4,5 neue Coworking Spaces.”
  • Coworking mit Kindern: “Der Coworking Space bietet Plätze für 24 Kinder im Alter zwischen 0 und 8 Jahren und fast genauso viele Arbeitsplätze für ihre Eltern, eine Etage darüber. Mit diesem Kombikonzept räumten die Gründer Shazia Mustafa und ihr Mann, Yusuf Chadun bereits mehrere Auszeichnungen ab.”
  • Kostenlose oder fast kostenlose Coworking-Plätze in den Niederlanden: “Vor vier Jahren erweiterte Seats2Meet das Konzept. Sie schufen große offene Arbeitsbereiche und luden Personen ein, ihren Laptop zu schnappen und vorbeizukommen. Darüber hinaus gibt es mittags ein Buffet sowie Tee und Kaffee so viel man möchte. Das alles steht für die Nutzer kostenlos zur Verfügung.”

Amerikaner fahren erstmals seit 6 Dekaden weniger mit dem Auto

NYTimes.com über einen Rückgang der Autonutzung ausgerechnet im Autoland USA:

For six decades, Americans have tended to drive more every year. But in the middle of the last decade, the number of miles driven — both over all and per capita — began to drop, notes a report to be published on Tuesday by U.S. Pirg, a nonprofit advocacy organization.

People tend to drive less during recessions, since fewer people are working (and commuting), and most are looking for ways to save money. But Phineas Baxandall, an author of the report and senior analyst for U.S. Pirg, said the changes preceded the recent recession and appeared to be part of a structural shift that is largely rooted in changing demographics, especially the rise of so-called millennials — today’s teenagers and twentysomethings. “Millennials aren’t driving cars,” he said.

Ich könnte mir vorstellen, dass auch in Deutschland die gleiche Tendenz beobachtbar wäre.

Eine Rezession hilft nicht und immer mehr Aktivitäten können daheim vollzogen werden (E-Commerce, Kommunikation, Unterhaltung), wo es nicht nur bequemer sondern oft auch günstiger ist. Zusätzlich werden Automobile mit jedem neuen Modell nicht nur langlebiger sondern auch immer schwerer von ihren Vorgängern differenzierbar, um einen Neuerwerb zu rechtfertigen. Und Sharing-Modelle kratzen am Eigentumsgedanken auch und besonders bei Autos und den heranwachsenden Generationen, die einer ungewissen Zukunft entgegenschauen. Ebenfalls nicht vergessen dürfen wir die Urbanisierung. Immer mehr Menschen leben in Städten statt auf dem Land und brauchen dementsprechend eher öffentliche Verkehrsmittel als eigene Autos. Das Perfide: Makrotrends, wie die eben beschriebenen, machen sich nur sehr langsam bemerkbar und ihre Auswirkungen können oft nicht auf Anhieb kausal zugeordnet werden, wodurch sie leicht ignoriert werden können.

Die Zukunft der Automobilbranche sah nie so düster aus.

Aber die Zukunft der deutschen Wirtschaft liegt im Autobau. Wo könnte sie auch sonst liegen?

Best of: April 2013 auf neunetz.com

Die populären und besten Artikel im April 2013:

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Peer Steinbrück hat Halluzinationen

heise online berichtet über die Rede von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf der Next Berlin: Steinbrück: Deutschland kann die 4. industrielle Revolution anführen:

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat auf der Konferenz “Next” in Berlin die Digitalisierung der traditionellen Industrie als große Chance bezeichnet. “Deutschland kann die 4. industrielle Revolution anführen”, prophezeite er vor der versammelten Gründer- und Startup-Szene am Dienstag. Dabei gehe es darum, die Informationstechnik in die klassischen Produktionsprozesse einzuführen. Mit dieser Industrie 4.0 entstünden ganz neue Produkte, Techniken und Verfahren wie zum Beispiel der 3D-Druck.

Ein bisschen Kritik am miserablen Breitbandausbau in Deutschland, aber ansonsten ein “Hurra, wir können zur Speerspitze werden”.

Wir. Deutschland, das einzige westliche Land, in dem eine Musikverwertungsgesellschaft seit Jahren keine Einigung mit YouTube finden kann, das in anderen westlichen Ländern der größte Musikanbieter im Netz ist. Deutschland, das einzige westliche Land, in dem Häuserfronten auf Google Street View verpixelt werden mussten und Bing Street Side bereits wieder abgeschaltet wurde. Deutschland, das einzige westliche Land, in dem Presseverlage ein eigenes Leistungsschutzrecht bekommen haben, obwohl alle unabhängigen Experten dagegen waren. Deutschland, das Land, in dem ein Bestseller 2012 “Digitale Demenz” heißen kann. Deutschland, das Land, in dem der größte Internetprovider gerade das Ende der Netzneutralität und die massive Drosselung von Anschlüssen verkündet hat.

Deutschland hat ein riesiges Mentalitätsproblem.

Während 3D-Druck in den USA und anderen Ländern tatsächlich die Produktion von Gütern revolutionieren kann, wird es im aktuellen politischen Klima in Deutschland sofort in die Bedeutungslosigkeit reguliert, wenn es industrielle Bedeutung erlangt. Daran besteht kein Zweifel mehr. Für die deutsche Politik ist jede technologische Neuerung maximal Verhandlungsmasse. Also immer dann, wenn sie nicht ignoriert werden kann. Eine Politik für Chancen, die eine Zukunft ermöglichen, in der es auch Gewinner abseit der Automobilbranche und Axel Springer geben kann, ist unvorstellbar. Ein Tabu.

Steinbrück stellt sich nicht der düsteren deutschen Realität. Er stellt sich nicht der Tatsache, dass die Union seit Jahren eine destruktive, katastrophale Netzpolitik betreibt. Hier wäre eine Abgrenzung der SPD sehr leicht, nur will sie das eigentlich gar nicht so richtig, weil sie das alles eigentlich, also wenn sie doch gefragt wird, dann doch, wissen Sie, ganz gut findet.

Stattdessen halluziniert er also von einem Deutschland, das auch ohne Anstrengungen und Kurswechsel rosige digitale Aussichten hat.

Das ist natürlich bezeichnend. Wahrscheinlich sind Peer Steinbrück und seinen Redenschreibern der Internetstandort Deutschland vollkommen egal. Man merkt das auch am Anwendungsbeispiel für 3D-Druck in seiner Rede: “Künftig brauche ein Kunde in der Autowerkstatt etwa nicht mehr auf Ersatzteile zu warten, da sie direkt vor Ort gefertigt würden.” Die SPD hängt wie die Union der irrigen Annahme nach, dass die Zukunft von Deutschland bei den Automobilen doch recht gut aufgehoben sei. Alles was neu kommt ist da nur ein Addon, unterstützende Peripherie für das Mutterschiff Automobilindustrie. Und 3D-Druck, die potentiell disruptivste Technologie, die selbst das Internet in den Schatten stellen kann, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, wird in der Steinbrückschen Vision für Deutschland zum Gegenteil: sustaining, erhaltend, das Bestehende marginal verbessernd.

Die Hurra-Rede von Peer Steinbrück auf der Next ist wie die Steinbrück-Rede auf der Cebit: Lasst uns den Internetheinis erzählen, was sie hören wollen, aber verschont mich mit Details oder Wahrheiten, die  auch ich auf keinen Fall aussprechen will. Hat Opel schon angerufen? Was ist mit VW?

 

Bitcoins und die Finanzbranche

Aktuell gibt es einen gewissen, nachvollziehbaren, Hype rund um Bitcoins.
Rick Falkvinge:

What bitcoin does is cut the banks out of the loop, and by extension, the government’s ability to operate.

Banken verdienen viel Geld mit Transaktionsgebühren. Sollte Bitcoins tatsächlich richtig populär werden, sieht sich die Webwährung dem größten Gegner gegenüber, den man sich aussuchen kann. Die globale Finanzbranche würde Bitcoins verbittert bekämpfen.

Unabhängig davon, ob das passiert oder nicht: Bitcoins ist keine Währung im Sinne von zum Beispiel Euro oder US-Dollar, sondern eher vergleichbar mit Gold. Die Aufgaben die Bitcoins übernehmen kann, so weit ich das aktuell beurteilen kann, sind genau so weitreichend/beschränkt wie das Aufgabenspektrum, das Gold als Währung übernehmen kann. (Von finanziell sinnvollen globalen Transaktionen einmal abgesehen.)

So oder so, Bitcoins ist ein spannendes Thema geworden.

Shodan: Eine beängstigende Suchmaschine

Das Internet ist mehr als das, was man auf Google finden kann. Gizomodo: über Shodan “The scariest search engine on the Internet”:

Shodan runs 24/7 and collects information on about 500 million connected devices and services each month.

It’s stunning what can be found with a simple search on Shodan. Countless traffic lights, security cameras, home automation devices and heating systems are connected to the Internet and easy to spot.

Shodan searchers have found control systems for a water park, a gas station, a hotel wine cooler and a crematorium. Cybersecurity researchers have even located command and control systems for nuclear power plants and a particle-accelerating cyclotron by using Shodan.

und

A city’s entire traffic control system was connected to the Internet and could be put into “test mode” with a single command entry. And he also found a control system for a hydroelectric plant in France with two turbines generating 3 megawatts each.

Fehlendes Sicherheitsbewusstsein, fehlendes Verständnis für die Zunahme an Komplexität und ein explosionsartiges Wachstum an Zugängen, wenn Systeme mit dem Internet verbunden werden, werden gemeinsam einige Super-GAUs in den kommenden Jahren nach sich ziehen.

Internetheadhunter

Netzköpfe:

Netzköpfe ist der erste Headhunter-Service für Menschen, die das Internet als ihre zweite Heimat ansehen.

Netzköpfe vermittelt Digitalmenschen für Jobs, als Speaker/innen zu allen Themen, die im Internet stattfinden und für hochwertige Digital Relations.

Gute Sache.