Archive for the 'Allgemein' Category

Februar 08 auf neunetz.com

lesenswerte Artikel im Februar ‘08:

Interessantes, Nützliches, Neues

zoomer.de: auf halber Strecke stehen geblieben

Sputtr jetzt mit personalisierbaren Suchmaschinenarsenal

(eben beim Kompilieren festgestellt, dass die Neuesfront im Februar ja äußerst mau aufgestellt war. Das werden wir ab sofort ändern. Neuer Monat, neues Glück. etc.)

Analysen

Werbung in Social Networks, im Netz, in der Zukunft

Nextgen Social Networks haben noch einen weiten Weg vor sich

OpenID: Probleme, Lösungswege und Zukunft

Amazon Web Services: Eisenbahn des Netzes

Adobe Air 1.0: Lesenswerte Blogs zum Thema Air, RIAs &Co

Adobe AIR 1.0: Erster Bote des kommenden Runtime-Kriegs

und sonst

Übernahmeangebot von Microsoft an Yahoo! (!) und mein Kommentar dazu. Wer hätte gedacht, dass Yahoo sich so verbissen wehren würde. Wird wohl auf eine feindliche Übernahme hinauslaufen.

mehr ‘Best of Neunetz.com’

Wie man seine User dazu bringt, ein eigenes Profilbild hochzuladen

Weiter geht’s mit den Tipps für Startups. Heute: Wie bringt man seine User dazu, ein eigenes Profilbild hochzuladen?

Antwort: Man setzt als Default das Portrait einer eher weithin unbeliebten Person:

cheney 2

 

:D

(gefunden bei A VC: Incenting The User To Put Up A Profile Picture)

Januar 08 auf neunetz.com

lesenswerte Artikel im Januar ‘08:

Interessantes, Nützliches, Neues

Über neue Musikalben per RSS informiert werden

Readburner - Digg auf GoogelReaderbasis

Soundcloud: Innovative Plattform für Musiker

3 tolle last.fm-Mashups

Analysen

Seit Anfang Januar hört man fast im Stundentakt von großen Webunternehmen, die der Dataportabilitygroup beitreten. Angefangen hat es mit:

Gamechanger: Google und Facebook treten Dataportabilitygroup bei

Nebenbei führte diese Thematik zu einem der hitzigsten Posts hier.

Markt vs. Hierarchie (mustread, rosettasteinesk)

Was Joost fehlt sind Andockstellen

StudiVZ has lost the plot

Free und Premium: Entscheidungshilfe für Startups

Besonders zu den letzten beiden Artikeln empfehle ich auch die Kommentare. Da haben sich jeweils teils recht interessante Diskussionen entsponnen.

und sonst

The return of the Linkblog

Mein Linkblog für alles, für das ich nicht die Zeit habe, ausführlicher darüber zu schreiben (und mehr), ist zurück; jetzt auf Tumblrbasis. Hier der Feed.

mehr ‘Best of Neunetz.com’

Medienschau zu Microsoft/Yahoo!

So einen Clusterfuck sieht man auf Techmeme sonst nur wenn Apples Steve Jobs.. in der Öffentlichkeit einen schwarzen Rollkragenpullover trägt.

Eine kleine Medienschau zusätzlich zum Update meines gestrigen Artikels :

Auf den Punkt gebracht hat es Dave Winer :

It’s like the dead leading the blind.

Ebenfalls interessant ist die Twitterschau von Mathew Ingram. Sie zeigt sehr schön, dass entgegen den Vorurteilen durchaus auf Twitter mehr als Banalitäten geschrieben werden. Ein Beispiel:

Studebaker buys Edsel.

Muss man noch mehr sagen? Eigentlich nicht. Trotzdem noch ein paar Verweise:

Ingram hat auch eine Übersicht über Reaktionen in den US-Blogs zusammengetragen.

Nico Lumma :

Aber, wenn man sich das Konvergenz-Thema anguckt, dann kann das sehr spannend werden. Desktop Widgets, Web-Widgets, mobile Applikationen, da kann die Kombination von Microsoft und Yahoo! durchaus einiges bewirken. Auf der anderen Seite wird weiter am WebOS gebastelt, da darf Microsoft nicht den Anschluss verlieren, denn dann steht irgendwann auch mal die Cashcow Office doof da. Insofern ist die Übernahme von Yahoo! ein ziemlich teurer Strohhalm, an den sich Microsoft jetzt klammert.

Tim O’Reilly erklärt, was an Yahoos Vorgehen falsch war/ist:

The web companies that have a chance of surviving as independent entities are those that truly understand and exploit the rules of the new platform: harnessing collective intelligence to build rich troves of data that literally get better the more people use the application, running ahead of any possible competitor simply because of the network effects that pile on to keep them improving faster than any newcomer. Some of Yahoo!s properties (e.g. Flickr) have that characteristic, but Yahoo!’s business as a whole did not. It was ultimately a halfway house on the way to Web 2.0. It’s original business was based on a literal aggregation of user generated content, but it quickly became a more traditional content and services portal. Later companies like Google leapfrogged it by building services that tapped more directly into the native network effects of the Web.

Ob ich jetzt noch mal auf diesen Artikel von mir linke, auf den ich gefühlte Zwanzig mal inzwischen gelinkt habe? Nee, nicht schon wieder. :)

Umair Haque:

I think - for what it’s worth - that this is the end of Yahoo as we know it. Fine - the real Yahoo, sadly, suffocated a long time ago.

The real point is: this is the end of Microsoft as we know it. Yes, I know, finally, isn’t it nice, etc - more to the point: the endgame will be to leave Google more firmly in the driver’s seat than ever before.

Interessant auch, was ein Kommentator dort zusagen hat:

I have contacted a few mid level management people at Yahoo who could be described as, “Yahoo Purple Lifers”. They have intimated that they will stay and work to make any cultural changes to the organization, and I quote, “as painful as possible for the new Microsoft directors and division Veeps, short of insurrection”.

Als ich die Schwierigkeiten ansprach, die die Reorganisation zweier so großer Unternehmen mit sich bringt, hatte ich noch gar nicht die kulturellen Unterschiede zwischen dem Valley (Yahoo!) und Microsoft und der Beziehung der Beiden betrachtet. Sollte stimmen, was der Kommentator da geschrieben hat, dann Gute Nacht Microsoft.

Widerstand bei Yahoos Fotoseite flickr regt sich auch schon.

 

Inzwischen macht auch das Gerücht die Runde, dass ein weiterer Interessent an Yahoo! auf der Bühne erschienen ist: Rupert Mordochs News Corp. (u.A. Myspace). Es darf aber bezweifelt werden, dass Microsoft sich Yahoo! jetzt noch wegschnappen lässt. Allein um das Gesicht zu wahren, wird man das nicht zulassen.

Übernahmeangebot von Microsoft an Yahoo! (!)

Microsoft will Yahoo für 44.6 Milliarden$ übernehmen. Kinnladen aufsammeln und weiterlesen:

heise dazu:

Der Deal soll aber zur Hälfte in bar, zur Hälfte in Microsoft-Aktien bezahlt werden. Das Angebot stellt einen Aufschlag von 62 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Yahoo am 31. Januar dar.

Die Begründung laut heise:

Außerdem werde der Online-Anzeigenmarkt zunehmend von einer Firma dominiert, hieß es bei Yahoo – ohne den Hauptkonkurrenten von Microsoft und Yahoo, Google, direkt beim Namen zu nennen. Microsoft und Yahoo könnten zusammen aber eine wettbewerbsfähige Alternative darstellen.

Microsoft beteiligte sich erst im Oktober letzten Jahres für einen nicht geringen Betrag an Facebook.

Der Kommentar aus dem neunetz.com-Headquarter

Jetzt Yahoo!

Man scheint bei Microsoft nun recht aggressiv in die Netzschlacht ziehen zu wollen.

Nun ist Yahoo! in letzter Zeit aber vor allem durch Orientierungslosigkeit aufgefallen. Die Gewinnrückgang und Entlassungen (1000 an der Zahl) zur Folge hat.

Die Synergien, von denen Manager immer träumen, wenn es um Übernahmen und Fusionen geht, sind oft, na, sagen wir mal, kleine Luftschlösser. Besonders wenn sich so große Unternehmen wie Yahoo! und Microsoft zusammentun, ist man auf Jahre mit der internen Reorganisation beschäftigt. Gewachsene, starre Strukturen, die nicht ohne weiteres aufzubrechen sind, lähmen solche großen Organisationen wie Microsoft, oft ohne dass die das selbst erkennen. Diese Missstände, die sich durch Marktverlust an innovativere Konkurrenten äußern (*hust*), gehen auch durch Übernahmen nicht weg. Im Gegenteil, die Energie wird nach innen gerichtet statt nach außen (oder wenn schon nach innen, dann leider an die falschen Stellen).

Im BWL-Studium (ja, ich gehöre zu den Bösen) war eine meiner Vertiefungen ‘Organisation’, deshalb bin ich da vielleicht ein wenig sensibilisiert was das angeht, aber ich sag mal so: Nach allem, was man von den internen Entscheidungsprozessen von Microsoft so liest und vor allem, was man so sieht, was Microsoft und auch Yahoo! in letzter Zeit gemacht haben: Da fehlt die Vision, eine Strategie oder überhaupt auch mal der Wille, etwas Neues auszuprobieren oder zumindest auf Entwicklungen im Netz angemessen zu reagieren (abgesehen von Yahoo!-Einkäufen im Web2.0-Bereich). Die internen Entscheidungsprozesse haben all das verhindert, haben die intelligenten Leute (human resources..) so lang verbittert, bis sie gegangen sind. Zu Google, Facebook oder gleich zu eigenen Startups. (Viele der besten Entwickler haben die letzten Jahre -und besonders massiv letztes Jahr- Microsoft verlassen und eigene Startups gegründet, weil sie ihre eigenen Ideen bei Microsoft nicht genehmigt bekommen haben.)

Und all das wird durch massive interne Restrukturierungen aufgrund einer Übernahme nicht beseitigt. Im Gegenteil: Die nötige Energie, die zum Aufbrechen dieser internen Strukturen nötig wäre, wird nun in das Zusammenführen der beiden Organisationen gesteckt. Das wird hauptsächlich zu einer vorübergehenden Lähmung der Entscheider führen. Good times. Für die Konkurrenz. Aber vielleicht wird ja alles ganz anders?

Ob zwei Dinosaurier jetzt das Web im Sturm nehmen, weil sie versuchen, gemeinsam Tandem zu fahren? Wir werden sehen. Ich wage aber, es zu bezweifeln. Wenn auch ein starker Gegner zu Google im Onlinewerbemarkt äußerst wünschenswert wäre. Bleibt nur die Frage ob so einer auf diese Weise geboren wird.

Sollte diese Übernahme tatsächlich über die Bühne gehen, stehen die Chancen nicht schlecht, dass diese Entscheidung im Nachhinein als der Anfang vom Ende für Microsoft betrachtet werden könnte (dicht gefolgt von Vista).

Und nebenbei sind größere Hierarchien im Webbereich sowieso nicht the way to..

 

 

siehe auch Techmeme

(und wo hab ich’s wieder zuerst gelesen? Klar, auf dem vielgescholtenen Twitter. God bless it)

 

UPDATE:

siehe auch Artikel von Georg Holzer. Spricht viele interessante Punkte an, unter Anderem auch die schwierige Integration der Mitarbeiter der beiden Konzerne auf die ich mich in meinem Artikel hauptsächlich gestürzt hatte. Lesenswert.

VC Fred Wilson:

We all knew this was coming. Yahoo! was cheap. Too cheap. And a mess. Rats were leaving the sinking ship en masse. It was not sustainable. Something had to happen.

And so the most logical thing has now happened. [..]

The price offered is an ~70% premium to the closing price last night. This deal will happen unless another strategic wants it (News Corp?). Because at that price, no financial buyer can make the deal work, particularly in this financing environment.

Ähnliche Gedanken hatte ich auch. Yahoo ist war billig, der beste Zeitpunkt für Microsoft (die vielleicht nur darauf gewartet haben). Wilson außerdem:

A combined Microsoft/Yahoo will have 30% market share in search and maybe they can do something with that. Clearly there are big synergies in merging Yahoo! and Microsoft’s online businesses. The merged entity will be dominant in email which is an important category that isn’t going away.

Die 30% beziehen sich auf den US-Markt. In Deutschland hat Google einen Marktanteil von um die 90%.

Andreas Göldi auf medienkonvergenz.com:

Sowohl Microsoft als auch Yahoo sind in den letzten Jahren durch eine verwirrende, inkonsistente Produktstrategie aufgefallen, mit beiderseits zahlreichen nur halb durchdachten Aktivitätsfeldern. Wenn man zweimal Chaos kombiniert, entsteht dann Ordnung? Yahoos Management hat in letzter Zeit nicht gerade den Eindruck grosser Durchgriffsstärke erweckt, und bei Microsofts Online-Aktivitäten ist das genauso. Wer kann so einen riesigen Laden straffen und in eine erfolgreiche Zukunft führen?

Insgesamt: Ein Deal Microsoft plus Yahoo würde den König einer vergangenen Epoche (Web 1.0) mit dem König der noch davor liegenden Epoche (PC) kombinieren. Das kombinierte Königreich würde dann gegen den aktuellen Kaiser (Google) antreten, sofern zuerst die internen Regierungskrisen gelöst werden können. Darüber, ob dieser Plan gelingen kann, darf man ruhig skeptisch sein.

Leseempfehlungen:
Carr-Interview und Bubblegeneration

Zwei Leseempfehlungen zum Wochenende:

1. Im Wired Magazine gibt es ein Interview mit Nicholas Carr. Carr hat oft die Angewohnheit, das genaue Gegenteil des (zumindest in der Techwelt) allgemein anerkannten Standpunktes zu vertreten, wo er dann auch gern und oft mal krachend falsch liegt (nicht unwahrscheinlich, dass er das in Kauf nimmt um eine relativ sichere, gut bezahlte Rolle im Medienzirkus spielen zu können: Nicht wenige Journalisten wollen in ihren Artikeln, geblendet von der Illusion der Objektivität, immer konträre Meinungen im Artikel nennen und zitieren; das ist nicht nur wenn es um den Klimawandel geht eine unsinnige Herangehensweise. Nach dem Motto: auch wenn es Blödsinn ist, Hauptsache es ist eine gegenteilige Meinung..).

Aber das heißt ja nicht, das von diesem Herrn nicht auch Kluges kommen kann, wie zum Beispiel in diesem Interview. Thesen, über die man mal nachdenken sollte:

I used to think we’d end up with something dynamic and heterogeneous — many companies loosely joined. But we’re already seeing a great deal of consolidation by companies like Google and Microsoft. We’ll probably see some kind of oligopoly, with standards that allow the movement of data among the utilities similar to the way current moves through the electric grid.[..]

The scariest thing about Stanley Kubrick’s vision wasn’t that computers started to act like people but that people had started to act like computers. We’re beginning to process information as if we’re nodes; it’s all about the speed of locating and reading data.

 

2. Umairs Bubblegeneration hat sich in den letzten Wochen und Monaten zu einem meiner absoluten Lieblingsblogs gemausert. Immer wieder schafft er es einfach, die Themen so treffsicher auf den Punkt zu bringen, dass es unheimlich aber vor allem eine Freude ist. Für jeden, der wissen will, wie das Netz funktioniert und wo es hingeht, eine Pflichtlektüre. Ein Beispiel:

The Strategic Bankruptcy of the Boardroom, Writers’ Strike Edition

[..]I’m astounded (honestly) that in 2008, the general counsel of NBC can say:

“…Fair use in the digital age is the same as fair use in the non-digital age.”

Oh, the epic, epic lulz.

Nothing could be further from the truth. Tim Wu, in the same debate, argues what I pointed out a depressingly long time ago: that in fact, the economics of copyright are deeply + irreversibly broken, because in an edgeconomy, people sharing/hacking/using/etc your goods can actually create massive amounts of value for you.

How massive?

Well, for example, MySQL just created $1 billion of value. That’s an existence proof the size of Jupiter of the negative value of fair use.

und

Guys like Rick Cotton are still arguing furiously about a world which no longer exists. Media boardrooms are stuck in fantasyland: they’ve totally - seemingly absolutely - lost the ability to think, reason, and judge with any validity or accuracy.

So direkt bekommt man die Wahrheit selten.

Flight Of The Conchords auf der CES

Das Richtige zum Sonntag:

Flight of the Conchords zeigen auf der CES ihren Iphonekiller und singen einen Song

 

Flight of the Conchords brachten 2007 mit der ersten Staffel ihrer gleichnamigen Musicalcomedyserie auf HBO das im TV neben 30 Rock Lustigste an den Start. Sehr empfehlenswerte Serie.

(via Fred Wilson)

Gamechanger: Google und Facebook treten Dataportabilitygroup bei

Dataportability steht für die Möglichkeit, die eigenen Daten, die man auf Social Networks und anderen Seiten ansammelt nicht nur dort reinzubringen sondern auch wieder rauszubekommen. Das heißt im Idealfall, dass man auf einer neuen Seite sich anmeldet und dort mit wenigen Klicks die Daten aus einer anderen Seite holen kann.

Um diesen, wie ich eben feststelle gar nicht so einfach in Worte zu fassenden, Vorgang Wirklichkeit werden zu lassen, arbeitet die Dataportabilitygroup an Standards zur Implementierung.

As users, our identity, photos, videos and other forms of personal data should be discoverable by, and shared between our chosen tools or vendors. We need a DHCP for Identity. A distributed File System for data. The technologies already exist, we simply need a complete reference design to put the pieces together.

Und jetzt treten, wie ReadWriteWeb berichtet, der Dataportabilitygroup Facebook, Google und Plaxo bei:

We are proud to announce the inclusion of Joseph Smarr (Plaxo), Brad Fitzpatrick (Google) and Benjamin Ling (Facebook) to the DataPortability Workgroup.

Mit Google und Facebook sind jetzt 2 der größten Unternehmen, die mit Userdaten arbeiten, bei dieser Initiative dabei und heben das Ganze auf ein völlig neues Level.

Interessant ist besonders die Teilnahme Facebooks. Das ja gern als Walled Garden dargestellt wird (man denke nur an den jüngsten Scoble-Fall, auch wenn das etwas komplexer war).

Nun wird sich Facebook natürlich nicht gleich öffnen. Aber allein die Tatsache, dass diese großen Unternehmen das Problem anerkennen und sich in die Initiative einbringen werden, ist enorm wichtig. Es könnte dem ganzen einen Schub geben und schon bald erste Früchte tragen.

Oder wie es Marshall Kirkpatrick auf rww zusammenfasste:

If these industry titans can put aside their rivalry and work together - magic could happen. Hopefully they can work appropriately with the other members of the working group, bleeding edge consultants and representatives of smaller and in many cases more user-centric companies. If so, perhaps we can move appropriately into a future of powerful personalization and logically augmented activity online - while avoiding Minority Report-style dystopian scenarios.

Das, werte Freunde, setzt den Kurs für dieses Jahr im Web. Und ist auch der Grund, warum mein Ausblick auf 2008 schon anfängt, brüchig zu werden. Weil in ihm das Thema des Jahres keine Erwähnung fand: Dataportability.

Sobald das richtig umgesetzt wird, wird das Netz mit einem Schlag um ein Vielfaches nützlicher werden.

Um es mit den Carpenters zu sagen: We’ve only just begun.

Dezember ‘07 auf neunetz.com

lesenswerte Artikel im Dezember ‘07:

 

Interessantes, Nützliches, Neues

[Videos] Buglabs: modulare Hardware & einfach nur extrem cool

Suchen und Finden in der Übersicht: die 7-teilige Serie rund um Suchmaschinen und dem Finden von Informationen im Internet (mit einem leicht verspäteten Abschluss im Januar ‘08)

 

Analysen

Rückblick auf 2007 und Ausblick auf 2008

 

und sonst

Mitteilung an alle deutschen Blogs: Don’t believe Valleywag

TV-Browser gezwungen Sender aus dem Programm zu nehmen

Captain Ad: Innovative Idee für Onlinevideowerbung mit eingebautem Missbrauchspotential

 

mehr ‘Best of Neunetz.com’

Rückblick auf 2007 und Ausblick auf 2008

Der große Trend in Blogs sind zurzeit Rück-, Über-, Weit- und Ausblicke auf endende und beginnende Kalenderjahre. So auch hier kurz vor Ladenschluss:

Der Rückblick auf 2007 geht schnell:

Twitter, Facebook, Rivva

nuff said.

 

Ausblick auf 2008

 

Social Networks:

Auf SNs aufgesetzte Plattformen werden sich weiter durchsetzen und überall die User erreichen, auch werden die Plattformen erwachsener (sprich mehr und mehr wirklich nützliche, durchdachte Applikationen werden entstehen, die den social graph zu nutzen wissen). Da Facebook nun F8 auch anderen SNs anbietet, werden die meisten SNs F8 und OpenSocial anbieten (nur Myspace und orkut werden das aus den offensichtlichen Gründen nicht tun). Interessant dabei ist, dass keine der beiden Seiten, Googles OpenSocial und Facebook mit F8, auf Exklusivität zu setzen scheinen. Wäre auch unsinnig. Immerhin geht es hier um das Besetzen von Märkten. Technisch ist F8 OpenSocial (das ja immer noch mehr Skizze als ausgewachsene Plattform ist) haushoch überlegen. Der Zweikampf wird interessant.

 

Blogs:

Schön war die Zeit, aber sie endet 2008: Werbung in Feeds wird dieses Jahr sehr groß werden.

Außerdem: Befindlichkeitsbloggen has reached its end. Naja, nicht wirklich. Aber persönliche Blogs, mit der Bestandsaufnahme, was es Ekliges heute in der Kantine gab, sind auf dem Rückmarsch. Literarisierte Tagebuchimitate wird es auch weiterhin im Netz geben. Sprich, die auch für dem Autoren Fremde lesenswerten Blogs werden bleiben, die nur für Freunde geführten werden zurückgehen. Wahrscheinlich wird 2008 zum ersten Mal auch die absolute Zahl an Blogs weltweit sinken oder zumindest konstant bleiben. Die Süddeutschezentrale wird daraufhin ganz München zu einem rauschenden Fest einladen, trunkene Redakteure werden durch die Straßen wanken und “Es endet!” jauchzen. Weil sie natürlich wie der Großteil der deutschen Journalisten alles, was mit dem Web zu tun hat, nicht im Ansatz verstehen.

Here’s the thing: Im sozialen Web, im Wirnetz, Web2.0 -wie auch immer man es nennen mag- findet gerade eine Feinjustierung statt. Twitter zum Beispiel ist für Vieles geeignet. Aber nur für weniges besser als für alltägliche Banalitäten. Ebenso erreicht man mehr (Nichtgeek-)freunde über die Statusmeldungen in den kommenden Newsfeeds aller SocialNetworks, als mit einem Text im vom social graph mehr oder weniger losgelösten Blog. Und oft reicht schlicht die Statusmeldung. Banal aber essentiell eben. Auch andere interessante Zwitter wie Tumblr werden weiter wachsen. Würde mich nicht überraschen, wenn wir 2008 neue Ansätze zum persönlichen Bloggen über Verschiebungen in den Interfaces sehen. Still just scratchin’ the surface.

Und das alles ist gut und richtig und völlig natürlich, denn nicht vergessen :

And it’s still early. It’s important to remember that. Everything on the Web is still just a prototype.

 

Google:

implodiert.

Nah, not really. Es ist teilweise etwas belustigend, manche Vorhersagen zu lesen. Google wird, was auch immer der eine oder andere Blogger meint, zu sehen, auch Ende 2008 noch einen pervers hohen Marktanteil im Suchmaschinenmarkt haben (man könnte jetzt von einem Monopol reden, aber die Diskussion will ich jetzt hier nicht anstossen). Google wird im Suchbereich im Long Term tatsächlich bedroht und zwar vom Web2.0 insgesamt. Jede Struktur, jede Seite, die hilft, etwas besser als mit einer Googlesuche zu finden, schmälert die Allmacht Googles. Die wird dieses Jahrzehnt aber nicht mehr zuende gehen. Im Webbereich geht vieles schnell, aber nicht in diesen Höhen (for a lack of a better word).

However, ich denke (hoffe?), dass Google 2008 die Daten vom GoogleReader endlich einsetzt und einen Techmeme/Rivvakiller aus aggregierten SharedItems aufsetzt. Allein um mit der Konkurrenz das Geschäft zu beleben etc etc.

 

Die deutsche Startupszene:

Sollte sich besser nochmal ans Reißbrett setzen. 2008 werden eine Menge us-amerikanischer Startups ihre deutschen Dependanzen starten. Allen voran der Juggernaut Facebook.

Was sich bereits im Videosegment abzeichnet, scheint sich in anderen Bereichen zu wiederholen. Trotz Schonfrist aufgrund versäumter Internationalisierung der US-Vorbilder schafften es deutsche Startups bis jetzt nur in Einzelfällen sich im heimischen Markt stark zu positionieren. Das liegt zum Teil am risikoaversen Verhalten der Finanziers (die leider im deutschen Webbereich ein Oligopol stellen, das hilft nicht, fördert nur Herdenverhalten), das Innovationen verhindert, zum anderen daran, dass man hier die technischen Möglichkeiten scheinbar auch bei den Gründern nicht ganz verinnerlicht hat. Und folglich meint, dass es plain ol’ Social Networks schon richten und die Gründer reich machen werden. Es muss einen Grund geben, warum wir in Deutschland außer dem Business-Netzwerk Xing kein international bekanntes Webunternehmen am Start haben (und xing wächst auch hauptsächlich durch deren internationale Einkäufe). In Frankreich gibt es die personalisierbare Startseite netvibes und die Videoseite Dailymotion. Beide international erfolgreich. Deutschland? Da fällt mir mal eben Pageflakes ein. Das bezeichnenderweise vor Ewigkeiten von Berlin in die USA überwanderte.

Je länger ich darüber nachdenke, desto schwärzer sehe ich für die meisten deutschen Startups. Es gibt Ausnahmen (eins davon werde ich die nächsten Tage vorstellen), aber oft kommt mir das Grauen bei Ideen, von denen ich höre. Werden 2008 die technisch und konzeptionell durchdachteren US-Angebote auf den (u.a.) deutschen Markt drängen, wird das hier ein Massaker. Zumindest bei Denen, die Finanzierung erhalten haben und hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. Das werden nicht wenige sein. Das aber wird wohl erst Ende 2008 oder Anfang 2009 personelle und weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Ich glaube, das müssen wir uns an anderer Stelle nochmal genauer ansehen. Hm.

 

Startups, international:

Auch hier werden viele eingehen. Genauso viele werden aber auch starten. Web-Startups bleiben kostengünstig.

 

und sonst:

Ich könnte jetzt ewig so weitermachen (das Ende des USTV aufgrund des Autorenstreiks-> mehr direkt fürs Web produzierter Content, Rise of the Micronichen, mobile Web, Desktop-Web-Zwitterapplikationen, zunehmende Wichtigkeit von APIs, etc etc). Mach ich aber nicht. Weil:

1. Einer meiner Vorsätze für 2008: kürzere Texte.

2. Hätte man mich Ende 2006 gefragt, was das große Thema im kommenden Jahr wird, ich hätte gesagt OpenID (siehe auch Carstens informative Artikelreihe zu OpenID auf neunetz.com). Aber dem war nicht so. Im Mai kam Facebook um die Ecke und der Rest ist Geschichte, um mal keine Floskel zu vermeiden. Deswegen: weiß der Fuchs!

 

 

Und ach ja, das alles ist ohne Gewähr und wurde unter der Annahme geschrieben, dass die Finanzkrise uns nicht in eine Weltwirtschaftskrise reitet. We’ll see.

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