Analysen

Coworking-Spaceökonomien

18.05.2013

Wenn ich mich mit erwachsenen Menschen über Coworking Spaces unterhalte, weiß die eine Hälfte nicht, was das ist, und die andere hält es für halt wieder so ein schillernd-sinnloses Hipster-Ding, das nur in Berlin existieren kann. Die Berichterstattung beschränkt sich bisher weitgehend auf “Viele Freiberufler fühlen sich einsam, wollen nicht alleine arbeiten” oder irgendwas mit Café Oberholz und Latte Macchiato. Dabei gäbe es über Ursachen, Folgen, Entwicklung und Ökonomie der Coworking Spaces viel zu sagen. Einiges davon wird auch gesagt, nämlich im Onlinemagazin deskmag.com, dessen Lektüre auch denen ans Herz gelegt sei, die (so wie ich bis heute Nachmittag) glauben, sie wüssten schon alles, was es über Coworking Spaces zu wissen gibt.…

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Google Glass oder wie ‘Duke Nukem Forever’ die Welt veränderte

15.04.2013

Duke Nukem war eine populäre Spielereihe in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts. 1996 wurde Duke Nukem Forever als nächstes Game der Serie angekündigt. Duke Nukem Forever wurde die folgenden Jahre zu einem running gag unter Gamern und Geeks, weil es mit konstanten Ankündigungen und Verzögerungen das beste Beispiel für ‘Vaporware’ wurde; für ein angekündigtes Produkt, das nicht auf den Markt kommt. Duke Nukem Forever kam schließlich heraus, als niemand mehr damit rechnete. Nämlich 2011, 15 Jahre nach der Ankündigung. In Spielbranchenjahren ist das vergleichbar mit einem 2011 in die Kinos kommenden Film, der 1950 angekündigt wurde. …

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“Facebook Home” ist eine tiefe Integration in Android und damit eine Art “Facebook Inside”

04.04.2013

“Today we are going to talk about how to turn your Android phone into a great social device.” – Mark Zuckerberg

Facebooks mobile Strategie ist passgenau auf die Ausgangssituation von Facebook als weltweit größtes Social Network ausgelegt und damit, im Rückblick, geradezu offensichtlich. Facebook ist die soziale Schicht und legt sich mit “Facebook Home” als soziale Schicht, als der Klebstoff, der OS, Apps und Inhalte zusammenhält, tief in das Android-OS. Facebook will tief integriert sein.

“We are not building a phone, we are not building an operating system.” – Mark Zuckerberg

“Facebook Home” ist Facebooks Integration in den Lockscreen und Homescreen des Android-Geräts.…

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Flipboard 2.0 führt Follower-Prinzip für nutzerkuratierte iPad-Magazine ein

27.03.2013

Die populäre Magazin-App Flipboard hat in der neuen Version 2.0 eine faszinierende neue Funktion eingeführt.  Nutzer der App können nun eigene Magazine, also Artikelsammlungen, erstellen und diese anderen Nutzern zum Abonnement in Flipboard anbieten.

Richard Gutjahr hat s ich Flipboard 2.0 angeschaut :

Mit nur zwei Berührungen kann ich den Artikel nun zu einem bereits bestehenden Magazin hinzufügen – oder aber ein neues Heft erstellen. Ich kann entscheiden, ob ich die Sammlung nur für mich mache, oder aber mit der Welt (Flipboard, Facebook & Co) teilen möchte.

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The wave finally broke

02.03.2013

San Francisco in the middle sixties was a very special time and place to be a part of. Maybe it meant something. Maybe not, in the long run… but no explanation, no mix of words or music or memories can touch that sense of knowing that you were there and alive in that corner of time and the world. Whatever it meant.… [..]

There was madness in any direction, at any hour. If not across the Bay, then up the Golden Gate or down 101 to Los Altos or La Honda.… You could strike sparks anywhere.

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Irreführende Marktbetrachtungen und ihre schwerwiegenden Konsequenzen

07.02.2013

Zu den gestrigen vollkommen an der Realität vorbeigehenden Expertenprognosen zum Deutschlandumsatz von Amazon legt Jochen Krisch auf Exciting Commerce noch einmal nach:

Wie lange wollte der Versandhandel nicht wahr haben, dass Versandhandel weitaus besser ohne Katalog funktioniert? Dank Amazon boomen die Märkte für Buch- und Medienangebote, während der traditionelle Buchhandel kollabiert. Die Musikmärkte boomen, während die Tonträgerindustrie darbt. All dies geben die verfügbaren Marktstatistiken nicht her. Da definiert man sich einfach einen “rückläufigen Markt”, und schon scheint die Welt wieder in Ordnung.

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Sinkender E-Reader-Absatz ändert wenig für Buchverlage

11.12.2012

Der Buchreport, der sich ausschließlich auf Zahlen und Schlussfolgerungen von iSuppli bezieht, es aber nicht schafft die Quelle zu verlinken:

Die Technologie-Marktforscher diagnostizieren einen „alarmierend rasanten Rückgang“ des E-Reader-Marktes, ausgelöst durch den Erfolg von Tablet-Computern:

In diesem Jahr würden weltweit 14,9 Mio E-Reader ausgeliefert, ein Rückgang von 36% gegenüber dem Vorjahr.

Im kommenden Jahr erwartet iSuppli nur noch 10,9 Mio Geräte, die von den Herstellern verschifft werden.

Bis 2016 werde die Zahl sogar auf 7,1 Mio sinken – zwei Drittel weniger als zum Höhepunkt im Jahr 2011. 

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Die Dauer von Strukturwandel und die Ungeduld des Frank Schirrmacher

26.11.2012

Clay Shirky hat einmal geschrieben, dass bei umwälzenden Veränderungen wie denen, die wir dank der Digitalisierung in nahezu allen Bereichen beobachten können, immer zuerst das Alte kaputt geht, bevor irgendwann das Neue in seiner erfolgreichen Ausprägung gefunden wird.

Wenn man darüber nachdenkt, ist diese Beobachtung, wie so viele Aussagen von Herrn Shirky, so logisch, dass sie sofort offensichtlich erscheint, auch wenn man vorher gar nicht über diesen Aspekt nachgedacht hat.

Nur weil der Matrose im Mittelalter weiß, dass er mit einer Triere keinen Ozean überqueren kann, heißt das nicht automatisch, dass ihm gleichzeitig mit dieser Erkenntnis der Bauplan für eine Karavelle in den Schoß fällt.…

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Der turbulente Markthintergrund zur Qype-Übernahme durch Yelp

24.10.2012

Die gleiche alte Geschichte: Erneut verschwindet ein weiteres unabhängiges deutsches Webunternehmen, das vor allem im heimischen Markt erfolgreich war, aber nie aus Europa herausgekommen ist, weil es zwar früh mit dem initialen Produkt regional Netzwerkeffekte feiern konnte, den Machern aber irgendwann die konzeptionelle Puste ausging.

Wie beide Unternehmen heute bekanntgegeben haben, wird die Empfehlungsplattform Qype von ihrem US-Konkurrenten Yelp übernommen. Laut TechCrunch bezahlt Yelp zusammengerechnet 50 Millionen US-Dollar:

 It will pay €18.6 million for all of Qype’s shares and is adding another 970,000 shares of Yelp’s Class A common stock, for a total purchase price of approximately $50 million.

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Maps sind für mobiles Web, was Webindex von Suchmaschinen für das Desktop-Web ist

04.10.2012

Maps sind, das dürfte auch dem letzten nach dem aktuellen Drama um Google Maps und Apple Maps aufgegangen sein, der vielleicht wichtigste Baustein der langsam heranrollenden mobilen Webrevolution.

Maps sind, wenn man so will, das Äquivalent zum Webindex für das lokal getriebene Web. So wichtig, wie die Websuche für das ortsungebundene Web ist, so wichtig sind Maps für das mobile, oft  lokal getriebene Web.

Sie sind die Basis, auf der das mobile Web steht. Deswegen sind eigene Karten für Plattformprovider, von Apple über Google bis Amazon, strategisch wichtig.…

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Alles abschalten!

19.09.2012

Google, Frau Wulff, und die Autovervollständigenfunktion. Ein klassisches deutsches Drama.

Am Sonntag habe ich in den Sat.1-Nachrichten anderthalb Sätze zum Fall Wulff gesagt.* Ich glaube, aktuell möchte niemand in der Haut von Frau Wulff stecken. Ein unangenehmes Gerücht verbreitet und verfestigt sich, und zum ersten Mal ist man als deutsche Prominente auch außerhalb der Bild-Seiten hilflos.

Das Verständnis von Meinungsfreiheit im deutschen Recht kennt enge Grenzen. Verleumdung, Rufmord, Behauptung falscher oder zumindest nicht beweisbarer Tatsachen, dagegen kann man gerichtlich vorgehen. Man kann sogar nach einer Verjährungfrist jede noch öffentlich erreichbare Berichterstattung über längere Zeit zurückliegende Verurteilungen und damit auch über die dort verurteilten Verbrechen entfernen lassen.…

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Twitter beginnt mit der Vernichtung der Plattform

17.08.2012

Twitter setzt auf Werbung als einzige Einnahmequelle und will dafür (Pageviews! Reichweite!) die eigene Plattform unter Kontrolle bekommen. Nun wurden die ersten konkreten Änderungen bekanntgegeben.

GIGA hat eine gute Zusammenfassung der Veränderungen:

Ein Client darf nun nur noch 60 mal pro Stunde die Twitter-API aufrufen, zuvor waren es noch 350 API-Aufrufe. Davon sind allerdings nicht alle API-Calls betroffen. So fällt etwa das Aufrufen von Profilen und die Suche nach Nutzern unter ein höheres Limit mit 720 Aufrufen pro Stunde.

Durch die heute vorgestellten Änderungen limitiert Twitter effektiv aber auch die maximale Zahl der Nutzer, die ein inoffizieller Client jemals haben kann.

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Private Chats sind 2012 nicht das, was Briefe 1948 waren.

17.07.2012

Weil Facebook private Chats algorithmisch auswerten und auch bereits von Mitarbeitern hat auswerten lassen, fordert Sascha Lobo auf Spiegel Online nachvollziehbarerweise ein neues “Telemediengeheimnis“. Ein Gesetz, das das Briefgeheimnis auf Webdienste übersetzt. Er schreibt unter anderem:

Private Chats sind 2012 das, was Briefe 1948 waren.

So sehr ich die Grundintention verstehen kann, so muss ich trotzdem festhalten, dass die Prämisse nicht korrekt ist. Wer 1948 einen Brief an einen Freund geschickt hat, war auf die Post angewiesen. Wer heute auf Facebook mit einem Freund chattet, kann stattdessen auch Emails, GTalk, AIM, Jabber, Windows Live Messenger oder VZ- nutzen. 

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Twitter will mehr wie Facebook werden

10.07.2012

The Verge:

Twitter set off alarm bells across the web in recent weeks when it ended its partnership with LinkedIn and reiterated its warning that it would be cracking down on the terms of its API. The company didn’t offer any explanation for why it removed tweets from LinkedIn, but speaking with sources familiar with the company’s plans, The Verge has learned that major changes are coming in the next few months which will move Twitter from an open platform popular among independent developers towards a walled garden more akin to Facebook.

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Twitters Kampf gegen die eigene Plattform geht in die nächste Runde

02.07.2012

Twitter hat am letzten Freitag neben dem Ende der Kooperation mit LinkedIn bekanntgegeben, dass in den nächsten Wochen striktere API-Regeln eingeführt werden.

AllThingsD berichtet über die wahrscheinlichen Konsequenzen, die ein weiteres Ausbluten der Twitter-Clients bedeuten könnten:

While ending the LinkedIn deal was big, I’ve heard from several sources that we should expect more of the same in the not-too-distant future. Just give a close read to product manager Sippey’s blog post, which went up just minutes before LinkedIn’s post. Sippy’s missive contains some especially strong wording, a harbinger of what’s to come for other developers:

“…we’ve already begun to more thoroughly enforce our Developer Rules of the Road with partners, for example with branding, and in the coming weeks, we will be introducing stricter guidelines around how the Twitter API is used,” Sippey wrote.

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Warum Google Mobilfunkbetreiber an den Einnahmen über Android beteiligt

23.05.2012

Follow the money: Wenn wir einbeziehen, dass Google Hardwarehersteller und Mobilfunkbetreiber am Umsatz der mobilen Suchen auf Android, also an Googles eigenem Android-Umsatz beteiligt, zeichnet sich ein sehr viel klareres Bild vom mobilen OS-Markt und Android im Speziellen. 

Wie attraktiv Android für Telefonhersteller und Mobilnetzbetreiber noch vor zwei, drei Jahren gewirkt haben muss:

Hier ist die Antwort auf das iPhone. Sie kommt von Google, einem großen Unternehmen, ihr bekommt also Planungssicherheit. Wir machen das OS Open Source. Ihr könnt es also anpassen und müsst keine Lizenzen zahlen.…

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Das Potential eines Facebookphones liegt im Distributionskanal für ortsbasierte Dienste

18.05.2012

Anhand von Oink und Echofy haben wir jetzt ein paar Mal über die Herausforderungen bei ortsbasierten Diensten gesprochen. Hier noch einmal die Grundaussage:

Denn ortsbasierte Dienste stehen immer vor der Herausforderung, die kritische Masse nicht nur einmal sondern an vielen Orten aufbauen zu müssen. Es ist vollkommen egal für einen User in Berlin, Hamburg oder der bayrischen Provinz, wie erfolgreich ein ortsbasierter Dienst in San Francisco oder New York ist und umgekehrt.

Das ist die Herausforderung, die nach Lösungen praktisch schreit.…

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TV-Apps und die Disruption der Fernsehbranche

30.04.2012

Die New York Times berichtet über die voranschreitenden Entwicklungen im TV-Sektor. Dass Apps massgeblich für die Disruption der TV-Branche verantwortlich sein werden, scheint auf dem Weg, common sense zu werden.

Developers Are Working on Television Apps, but TV Industry Is Wary – NYTimes.com:

“The question that hasn’t yet been answered is whether television viewing will consist of a single app that mimics the pay TV bundle or a series of different apps that together form a content experience,” said Jon Miller, the chief digital officer at News Corporation, which owns Fox Broadcasting and cable channels like Fox News and FX.

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Rangordnungen: Netzwerke sind keine Hierarchien

27.04.2012

Johannes Kuhn schreibt im Digitalblog  der Süddeutschen über Klout:

In der Twitter-Debatte mit Torsten Kleinz hat sich noch ein weiterer Gedanke entwickelt: Ist die “Demokratisierung des Einflusses” überhaupt mit einem Unternehmen wie Klout in Einklang zu bringen? Das ist ein guter Punkt – denn Klout schafft ja quasi neue Hierarchien, wird zu einer Art Social-Media-Rating-Agentur. Das ist eigentlich das Gegenteil von Demokratisierung in einem Bereich, der wie im Artikel angeklungen, ja bereits demokratisiert ist.

Als jemand, der im Studium Organisationstheorie als einen Schwerpunkt hatte, muss ich vehement widersprechen.…

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Die neuen Presseplayer

28.03.2012

Inhalt:

Die gesellschaftliche Aufgabe des Journalismus

Wie sieht die Zukunft des Journalismus aus? Um sich dieser Frage nähern zu können, muss man zuerst einen Schritt zurück machen und sich fragen, was Journalismus eigentlich ist beziehungsweise, welche gesellschaftliche Aufgabe er erfüllt. Bricht man diese Aufgabe so weit herunter wie möglich, ergibt das Folgendes:

Informationen für eine breite Öffentlichkeit und damit die Gesellschaft sichtbar machen, Informationen so zu verbinden, dass Sachverhalte verständlich oder überhaupt erst erkennbar werden und  die Grundlage, die Infrastruktur sozusagen, für einen gesellschaftlichen Diskurs bieten.…

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