Apple vs. breite Produktportfolios

Horace Dediu:

The irony is that by thinking small, Apple became the biggest company that ever was.

The trick to thinking small is the same as that of “focusing” which means saying no, a lot. I touched on this in February 2011. Focusing is the willful rejection of the Nobel-prize winning theory of portfolios.

Wenn man die Produktpalette von Apple der von Samsung oder Sony oder Nokia gegenüberstellt, wird klar wie außergewöhnlich der von Apple beschrittene Weg ist.

Apple hat mit dem immensen Erfolg der letzten Jahre gezeigt, dass Produktverständnis wichtiger ist als Portfoliosicherheit. Dediu:

Understanding the “fundamentals” of a product is far more important than having lots of products for the sake of diversification alone.

The fundamentals of a product are knowing its job to be done and thus its requirements which, when well executed, will position it precisely and unambiguously on an opportunity.

Oder um es mit Warren Buffett zu sagen:

Diversification is a protection against ignorance. It makes little sense for those who know what they’re doing.

 

iOS ist wie ein Auto für alle, die keine Automechaniker sind

Ein Kommentator zu meinem Artikel “Natürlich führt das iPad zu mehr Freiheit für Computernutzer“ meinte:

Auch in der politischen Diskussion um innere Sicherheit und „Terrorismusbekämpfung“ steht das Argument Sicherheit immer dem der Freiheit diametral gegenüber.

Meine Reaktion:

Und dass Autofahrer nicht wissen müssen, was unter der Motorhaube abgeht, ist sicher auch irgendwie mit der Terrorismusdebatte verbindbar.

Auf Nachfrage habe ich das weiter ausgeführt:

Es führt zu größerer persönlicher Freiheit, Autos benutzen zu können, obwohl ich nur geringes (sehr geringes) Wissen darüber habe, wie Autos funktionieren. Möglich ist das, weil Autos vertikal integriert sind und stark kontrolliert werden von den Herstellern: Du kannst nicht die Karosse von A und den Motor von B kaufen und das dann zusammenstecken. Wahrscheinlich würde es zu mehr Innovation führen, aber so ist es aktuell nun einmal nicht. iOS ist wie ein Auto, das man benutzen kann, ohne wissen zu müssen, was unter der Motorhaube vorgeht. Windows, Linux, Android und Mac OS sind wie Autos, für deren alltägliche Benutzung man mindestens Hobby-Automechaniker sein muss.

Es ist immer die Frage, welche Vorteile und Nachteile Modularisierung und vertikale Integration jeweils haben.
A priori Wertungen a la ‘XY ist wie Terrorismusbekämpfungsaktionismus’ führt nicht zu Erkenntnisgewinn, sondern nur zum Suhlen in den eigenen Vorurteilen.

Es ist nicht wichtig, ob man das gut findet oder nicht. Man muss diesen Zusammenhang aber erkennen und verstehen, um sehen zu können, warum iOS so erfolgreich ist und weiter sein wird und um zu verstehen, wohin sich die Computerbranche entwickelt, während sie sich in der Mitte der Gesellschaft ausbreitet.

Natürlich führt das iPad zu mehr Freiheit für Computernutzer

Sascha Lobo auf Spiegel Online über Steve Jobs’ Antwort an einen Blogger seinerzeit zur Frage, was am iPad eigentlich eine Revolution sei:

Die Antwort von Steve Jobs: Bei Apples Revolution des Post-PC-Zeitalters gehe es natürlich um Freiheit. Und zwar die Freiheit von Schadprogrammen und von Pornografie.

Diese Verwendung des Begriffs Freiheit (der Hund ist frei von Flöhen) hat ein recht bekanntes literarisches Vorbild. In George Orwells Roman 1984 werden in Form des Konzepts Neusprech die Regeln der Sprache auf genau diese Weise neu festgelegt. Da scheint eine Haltung in Jobs’ Antwort durch, über die man sich Sorgen machen könnte.

Es ist wirklich erstaunlich, dass nicht nur in Linux consolidierende Geeks, sondern auch intellektuelle Apple-Nutzer wie Sascha Lobo nicht sehen können, dass der Schutz vor Schadprogrammen natürlich eine Art Freiheit ist.

Warum ist er das? Weil zum ersten Mal Computeranfänger keine Angst mehr davor haben müssen, dass ihr Rechner mit einem falschen Knopfdruck zu einem überdimensionierten Briefbeschwerer wird, bis der Verwandte mit Computerkenntnissen wieder vorbeischaut.

Apple hat mit dem iPad, und iOS allgemein, ein Computersystem geschaffen, das vom Mainstream nutzbar ist: Der Appstore ist der sichere, weil von Apple kontrollierte, Distributionskanal für Apps. Gemeinsam mit dem Sandboxing der Apps ist das Ergebnis ein Computer, auf dem man das System nicht kaputt machen kann, egal wie wenig Ahnung man von Computern hat.

Hand hoch: Wer kennt Rentner, die sich zum ersten Mal einen Rechner kaufen und dann anfangen, dort regelmäßig neue Programme zu installieren? Oder noch besser: Wer kennt langjährige Computernutzer ohne Nerdallüren, die regelmäßig auf ihrem Windowsrechner neue Programme ausprobieren? Welcher Windowsnutzer macht das überhaupt noch?

Ein sicheres, einfach zu bedienendes Computersystem mag dem Nerd Handlungspielräume wegnehmen, aber es gibt aus dem gleichen (!) Grund dem Nutzer mit weniger Fachkenntnis mehr Handlungsspielraum, weil die Gefahr, etwas versehentlich kaputt zu machen, minimiert bis eliminiert wird.

Natürlich ist das eine Revolution, die für Computernutzer (für die meisten von ihnen sogar) eine Freiheit bringt, die sie nie bei Windows oder selbst Mac OS X erlebt haben.

Und solange Betriebssystemalternativen zur Verfügung stehen und miteinander konkurrieren können, gibt es auch kein Problem: Jeder kann wählen, ob er mehr Sicherheit oder mehr Bastelkram will.

Das iPhone, das wie das iPad zum die User knechtenden iOS-Regime gehört, führt mittlerweile zu folgenden Szenen:

Ich wäre gern dabei, wenn Sascha Lobo diesen älteren Damen erklärt, warum ihre neu gewonnene Freiheit eigentlich gar keine ist. Vielleicht sind sie ja nur auf Steve Jobs’ Neusprech-Propaganda hereingefallen?

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Disclosure: Ich halte einige wenige Apple-Aktien. Nicht zuletzt, weil ich glaube, dass in ein paar Jahren für die Mehrheit der Bevölkerung die primären Computer Tablets, und da die Mehrheit wiederum iPads, sein werden.

Warum iCloud nicht für jede App in Frage kommen kann

TightWind über die Restriktionen von Apples Synccloud-Angebot iCloud:

The first issue is that iCloud restricts syncing, and thus your application, to iOS and OS X devices exclusively. This probably isn’t much of an issue for many, if not most, kinds of applications that will only ever be on iOS applications, but for others, choosing to use iCloud places an unscalable wall around the application’s data because iCloud offers no way to access the data it stores from the web or other, non-iOS and OS X devices, at least for now.

Für Apps wie zum Beispiel Instapaper, die auf Verfügbarkeit auf allen Geräten und damit auch auf eine Webvariante angewiesen sind, ist iCloud keine Alternative.

Was ich immer sage: Weil plattformunabhängige Anbieter wie Dropbox Multihoming anbieten können, haben sie einen systemimmanenten Vorteil gegenüber konkurrierenden Angeboten von Plattformprovidern, die in manchen Fällen deren Vorteile von vertikaler Integration wieder aufwiegen können.

Damit ist Platz für beide Ansätze. In manchen Bereichen mehr als in anderen.

Das Ende der Windows-Vorherrschaft

So sieht das Ende einer Ära aus:

Windows mac

Horace Dediu von asymco zeigt in diesem Chart das Verhältnis von verkauften PCs zu verkauften Macs. Nach dem Höhepunkt 2004 fällt das Verhältnis drastig zu ungunsten der Wintel-PCs. Der Zuwachs an PC-Verkäufen stieg zwar die letzten Jahre weiter an, allerdings war das Wachstum der Verkäufe von Mac-Rechnern konstant höher.

Noch dramatischer wird das Bild, wenn man iOS einbezieht:

Windows apple

Würde man in dieses Bild noch die unzähligen Millionen verkaufter Android-Geräte einbeziehen, wäre das Ergebnis noch erdrückender für Windows. (Und natürlich ist das Einbeziehen von iOS und Android folgerichtig. Smartphones sind mehr Taschencomputer als Telefone und übernehmen damit auch zunehmend Aufgaben von Laptops und Desktoprechnern.)

Horace Dediu über die Implikationen für Windows und Microsoft:

Considering the near future, it’s safe to expect a “parity” of iOS+OS X vs. Windows within one or two years. The install base may remain larger for some time longer but the sales rate of alternatives will swamp it in due course.

The consequences are dire for Microsoft. The wiping out of any platform advantage around Windows will render it vulnerable to direct competition. This is not something it had to worry about before. Windows will have to compete not only for users, but for developer talent, investment by enterprises and the implicit goodwill it has had for more than a decade.

It will, most importantly, have a psychological effect. Realizing that Windows is not a hegemony will unleash market forces that nobody can predict.

Plattformen wachsen und schrumpfen nicht linear, weil Netzwerkeffekte als positive Externalitäten enormen Einfluss auf den Gesamtwert und damit die Position einer Plattform haben. Windows als ein Betriebssystem unter vielen ist für Microsoft damit nicht einfach nur ein Geschäft mit geringerem Umsatz. Es ist ein komplett anderes Geschäft.

Langsam aber sicher wird sich im Mainstream die Erkenntnis etablieren, dass es ein gutes, reichhaltiges Computerleben neben Windows gibt. Angesichts der Entwicklungen könnte man auch sagen, die Erkenntnis ist beim Konsumenten längst angekommen.

Wenig verwunderlich, dass die Upgrade-Preise für Windows 8 für Microsoft-Verhältnisse ausgesprochen niedrig ausfallen werden. Microsoft braucht um jeden Preis eine hohe Zahl installierter Instanzen der jüngsten Windowsversion, um den Entwicklern von Windows-Programmen eine vernünftige Ausgangsbasis zu bieten, denn mittlerweile läuft Microsoft die Zeit davon. Wenig verwunderlich vor diesem Hintergrund auch Microsoft Surface, eine radikale Abkehr von Microsofts traditionellem Geschäftsmodell.

Der Betriebssystemmarkt, oder präziser der Softwareplattformmarkt, öffnet sich wieder zum ersten Mal seit den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Einer der (noch) unerwarteten Gewinner dieses Wandels könnte Linux und damit insbesondere Canonical, der Anbieter des sich in eine interessante Richtung entwickelnden Linux Ubuntu, sein. So oder so: Unix-basierte Betriebssysteme übernehmen die Welt.

Applekiller

Michael Lopp über das Ende des iPod Mini, den Apple einstellte, obwohl er eine Cash Cow war:

Why kill a best-selling product? I think the reason, and, more importantly, an emerging Apple strategy, was announced as part of the keynote. [Steve Jobs] spent multiple slides showing off the Mini’s competition, and, not surprisingly, it looked a lot like the Mini. So rather than letting them catch up, he changed the game.

If there was ever a moment where Steve Jobs tipped his hand regarding what drives him, it was this moment.

Disruption der eigenen Produkte, selbst wenn sie extrem erfolgreich sind, ist in einem sich so schnell verändernden Markt wie dem aktuellen High-Tech-Konsumentensektor die einzige Chance, oben zu bleiben.

Apple ist (noch) das einzige Unternehmen, dem das in seiner letzten Konsequenz bewusst zu sein scheint und das entsprechend handelt.

Lopp:

How long can they keep it up? I don’t know, but I do know that Apple believes the future is invented by the people who don’t give a shit about the past.

(via)

Chrome für iOS ist kein ausgewachsener, selbständiger Browser

Google hat gestern seinen Browser Chrome für iOS vorgestellt. Chrome kann nun im Appstore heruntergeladen werden.

Was man nicht vergessen sollte, sind die Beschränkungen von iOS. Auf iOS dürfen Apps aus Sicherheitsgründen keine eigenen Runtimes ausführen, was Browser mit eigenem Rendering oder Javascript-Engines verunmöglicht.

Chrome hat in seiner iOS-Version also reichlich wenig mit dem Desktop-Browser Chrome zu tun. Denn das wichtigste eines Browsers, die Darstellung der Websites, kommt von iOS selbst. Chrome bringt nur das Interface.

John Gruber auf Daring Fireball:

It’s not the Chrome rendering or JavaScript engines — the App Store rules forbid that. It’s the iOS system version of WebKit wrapped in Google’s own browser UI.

Wie man trotzdem neben UI und Sync-Features (Chrome bietet Synchronisation von Lesezeichen und Tabs zwischen Mobil und Desktop) zusätzlich Mehrwert schaffen kann, hat Opera gezeigt: Opera Mini jagt alle Websites durch Proxyserver, die sie vor der Übertragung an den Browser komprimieren und damit bandbreitenfreundlicher machen.

Man stelle sich den Shitstorm hierzulande vor, wenn Google etwas ähnliches für seine mobilen Browserversionen einführen würde.

Kinect-ähnliches Interface für Mac: So könnte das iTV-Interface aussehen

Auf Cult of The Mac wird ein USB-Dongle in iPod-Größe vorgestellt, der ein dem Kinect von Microsoft ähnliches Interface für den Mac möglich macht. Das Leap genannte Gerät ist allerdings sehr viel präziser:

 

Das Gerät soll 70 US-Dollar kosten. Noch ist es nicht auf dem Markt.

Angesichts der technischen Machbarkeit kam mir bei dem Video sofort ein Gedanke: Etwas vergleichbares könnte in Verbindung mit Spracherkennung das TV-Interface sein, von dem Steve Jobs kurz vor seinem Tod gegenüber Walter Isaacson gesprochen hat.

(via Holger Schmidt)

67 Millionen iPads

Apple-CEO Tim Cook via NYT Bits Blog:

Apple sold 11.8 million iPads during the quarter, more than double the number it sold last year. Tim Cook, Apple’s chief executive, helped put this in perspective during the company’s earnings call. “Just two years after we shipped the initial iPad, we sold 67 million,” he said. “It took us 24 years to sell that many Macs, and five years for that many iPods, and over three years for that many iPhones.”

Das iPad wird wohl nicht ‘nur’ Computergeschichte sondern ganz allgemein Produktgeschichte schreiben. Wenn es das nicht bereits getan hat.

(via Daring Fireball)

siehe auch: Das unaufhaltsame iPad

(Disclosure.)

Google, Microsoft und Apple optimieren für Touch und vernachlässigen dabei den Desktop

Interessante Beobachtung von Kristian Köhntopp über das neue Design von Google+:

Und hier – bei Touchbedienung – wird klar, wieso das neue Layout so raumfressend ist: Das neue G+ Layout ist genau wie das Back-To-Mac-Layout von Lion und das Kachel-Layout von Windows 8 für die Bedienung mit den Fingern optimiert worden. Statt Text-Bedienelementen, die schwer zu treffen sind, finden sich jetzt deutlich größere und vor allen Dingen deutlich höhere Knöpfe, und auch das sonstige Layout ist so gearbeitet worden, daß es sich fix in ein 10″ Tablet-Vollscreen-Fenster einpaßt. So sind die Leiste am linken Rand, die Betonung von Hangouts (Video/Audiochat statt Schreiben) und andere Elemente klar Dinge, die von Tablet-Benutzern bevorzugt werden könnten, am Desktop aber definitiv falsch sind.

Genau wie Windows 8 oder Apple hat Google das Problem, Anwendungen für eine neue Geräteklasse und Verwendung in neuen Lebenssituationen anpassen zu müssen. Und genau wie Microsoft und Apple ruiniert Google dabei gerade die User Experience für die geschützte, gut ausgestattete Situation “ich sitze an meinem Desktop und versuche, mit Eurem Zeug konzentriert produktiv zu sein”.

Wenn die großen Konzerne bei ihren Hauptprodukten zunehmend auf Touchkompatibilität achten, weil Tablets bald die Computer des Mainstreams sein werden, und dabei sukzessive den Desktop vernachlässigen, was sagt uns das dann über neue Marktchancen von jungen Startups?

 

Apples Selbstkannibalisierung

shoot&scribe • Apple and the Innovator’s Dilemma:

Essentially it turns around Apple’s complete willingness to destroy its own revenues. It built a phone that destroyed it’s major source of revenue, the iPod. It built Macbook Airs that have now disrupted another major source of revenue, their Macbook Pros. It built the iPad, which is already beginning to disrupt the Macbook itself.

Apples anhaltender sensationeller Erfolg liegt auch in der Bereitschaft des Unternehmens begründet, die eigenen Produkte und Erlösströme zu kannibalisieren.

Das unaufhaltsame iPad

Ipad 2

Farhad Manjoo vergleicht auf Slate die Entwicklung des iPads mit der des iPods, um zu zeigen, in welche Richtung der Tabletmarkt aktuell zeigt:

Apple begins by releasing a novel, category-defining product. Then, as rivals scramble for some way to respond, Apple relentlessly puts out slightly better versions every year, each time remaining just out of reach of the competition. Meanwhile it lowers its prices and expands its product lineup, making its devices more accessible to a wider audience. Then, to finish the game, it finds a way to boost its position through network effects and customer lock-in. (In the iPod’s case, it accomplished this through the iTunes software and built-in music store.) Put it all together and you have a device that’s unbeatable. In 2011, 10 years after its release, the iPod still represented a whopping 78 percent of the market share in music players.

Er hat recht.

Preis: Bereits vor dem neu vorgestellten iPad konnte kein Tablet-Hersteller ein vergleichbares Tablet zum gleichen Preis anbieten. Jetzt existiert ein iPad mit einem Display, das keiner der Konkurrenten bieten kann. Gleichzeitig ist das Vorgänger-iPad noch einmal günstiger geworden.

Apples iPads sind in ihrer Featureklasse die günstigsten am Tabletmarkt.

Was viele ausblenden, sind die enormen Skaleneffekte, auf die Apple im Zuliefererbereich zurückgreifen kann. Apples Supply-Chain-Management ist aktuell unangreifbar. Das erlaubt es Apple, das iPad gleichzeitig günstiger anzubieten als es ein Konkurrent könnte und hohe Gewinne damit einzustreichen.

Features: Das iPad scheint genau die richtigen Features für ein Tablet mitzubringen (oder: die Präferenzen genau richtig zu setzen):

Part of the problem is that nobody really wants the alleged improvements to the iPad—Flash and extra hardware ports, for instance. The bigger problem is that, as a technical matter, rivals are having a very hard time beating Apple’s most important features. The iPad’s custom-made processors and battery technology mean that it keeps getting more powerful without sacrificing any battery life. None of Apple’s rivals has managed to even match the iPad’s battery life.

Das Problem für andere Plattformen wie Android oder Windows: Während die Hardwarehersteller Probleme haben, mit Apples Hardware mitzuhalten, rennen auf der Software-Seite die Netzwerkeffekte zu gunsten von Apple immer weiter davon. Wer heute Tabletapps schreibt, schreibt iPadapps.

Das Problem für die Industrie: Der zweiseitige App-Markt verfestigt sich immer weiter auf iOS. Manjoo:

Microsoft may thus find itself on the wrong end of a network-effects loop, the same position it once pushed Apple into in the PC market: Customers will choose an iPad over a Microsoft tablet because there are 200,000 apps for the iPad, and only a fraction of that for Windows. This will push app developers to favor the iPad over Windows as their primary platform—that’s where the customers are—which will, in turn, fuel more iPad sales. At some point, customer lock-in will become extremely important: If your last tablet was an iPad, your next one will be too, because that’s where all your apps are.

Und auf Jahre hin könnte sich diese Situation zementieren. Denn starke gegenseitige indirekte Netzwerkeffekte sind ein festes Fundament, wie Apple und Microsoft im Desktopbereich aus verschiedenen Perspektiven erlebt haben.

Im Verbund mit einer günstigen Hardware, die noch dazu Features mitbringt, die andere nicht haben – das Retina-Display -, wird das zumindest heute unbesiegbare Angebot komplett.

Warum das Retina-Display wichtig ist und nicht etwa ein Spec wie die auf Gadgetblogs immer wieder beschriebenen Quadruple/Trillioncore-Chips, die jetzt im nächsten Killergerät verbaut werden, an das sich in einem halben Jahr niemand mehr erinnert, beschreibt Ryan Block auf gdgt:

The core experience of the iPad, and every tablet for that matter, is the screen. It’s so fundamental that it’s almost completely forgettable. Post-PC devices have absolutely nothing to hide behind. Specs, form-factors, all that stuff melts away in favor of something else that’s much more intangible. When the software provides the metaphor for the device, every tablet lives and dies by the display and what’s on that display.

Das populärste Tablet mit dem besten Ökosystem, das gleichzeitig das beste Preis/Leistungsverhältnis hat, hat gerade ein Display-Update bekommen, mit dem die Konkurrenten nicht mithalten können.

Die einzige Frage bleibt, wie wichtig der Tabletmarkt für den Computersektor werden wird. Wird er sehr wichtig, wird das ein riesiges Problem für den Rest der Branche. Manjoo auf Slate:

If the iPad becomes the future of computing, the fortunes of Microsoft, Intel, Dell, and to some extent Hewlett-Packard will begin to plummet. Meanwhile Google, which makes all its money through ads, will find itself reaching its customers through a device made by a hostile rival. As I said: Be very afraid.

Obwohl ich Apple-Aktien halte, beobachte ich mit Unmut, wie schwer es den restlichen Unternehmen fällt, auch nur eine akzeptable Antwort auf das iPad zu formulieren.

Die Post-PC-Welt hat im Gegensatz zu den Neunzigern Platz für mehr als ein alles dominierendes OS. Das gilt auch für Teilmärkte wie den Tabletmarkt.

Aber kein Tablet bietet vergleichbare Technik zum gleichen oder günstigeren Preis. Windows bzw. Metro kommt spät. Und Android ist, was man in der Fachwelt einen Clusterfuck nennt.

Das iPad ist aktuell ein unaufhaltsamer Juggernaut.

Lesenswert zu Apples Geschäft ist immer auch asymco. Dort findet man oft Einsichten in das Geschäft hinter iPhone und iPad.

172 Millionen iOS-Geräte verkauft

TheNextWeb:

Cook says that its line of iDevices have sold 172M units and now comprise 76% of its total revenue.

It’s important to note that the phrase used is “post-PC” and not “mobile”, as the iPad is quickly becoming a PC alternative for those who don’t want or need a complete desktop setup. As we reported earlier, iPad ownership is up 74% year-on-year in Europe alone.

76%. So viel macht iOS zum Umsatz des wertvollsten Unternehmens der Welt aus. Könnte wichtig sein, dieses Betriebssystem.

(Disclosure: Ich halte Apple-Aktien.)

E-Book nicht in iBookstore zugelassen, weil es Links zu Amazon enthält

Dumme Richtung von Apple, weil sie in erster Linie den eigenen Kunden schadet und zusätzlich noch ‘reguliert uns!’ schreit.

Seth Godin:

I just found out that Apple is rejecting my new manifesto Stop Stealing Dreams and won’t carry it in their store because inside the manifesto are links to buy the books I mention in the bibliography.Quoting here from their note to me, rejecting the book: “Multiple links to Amazon store. IE page 35, David Weinberger link.”

(Allerdings: Würden die anderen Plattformprovider in der gleichen Situation anders handeln?)

Facebook, Apple und Google brauchen das Web, und sie wissen das auch

Johnny Haeusler sieht auf Spreeblick zwei parallele Netze entstehen, ein offenes, chaotisches und ein geordnetes, ‘sicheres’, von Konzernen be- und getriebenes Netz:

Bei genauerer Betrachtung gibt es das „geschützte“ Netz schon an mehreren Stellen:

Ließe man auf einem iPhone von Apple auch noch den Browser weg, hätte man dieses Netz schon, denn Apps und deren Funktionen unterliegen den Entscheidungen von Apple, Netzfunktionalitäten sind meistens App-interner, also eingeschränkter Natur und schwer zu umgehen, die Funktionen des Geräts sowie seine Inhalte lassen sich nach Altersstufen einschränken. Der interne Zahlungsverkehr ist bei Apple bereits eingebaut, ebenso wie bei den Mitbewerbern.

Schließlich arbeitet auch Facebook daran, dass der Nutzer Zuckerbergs Kreation nicht mehr verlassen muss, nicht einmal Links „nach draußen“ braucht man noch, wenn die Facebook-interne Reader-App des Guardian dessen Texte innerhalb von Facebook erscheinen lässt. Gespielt, Filme geschaut und Musik gehört wird eh schon direkt bei Facebook, was also hindert Provider daran, auf Wunsch des Kunden nur Facebook frei zu schalten?

Das ist eine oft gemachte Befürchtung, die allerdings unrealistisch ist.

Egal auf welcher Ebene der Wertschöpfung die Plattformen stehen: Sie brauchen immer die Anbindung an den Rest des Webs.

Schauen wir uns iOS an: Was wäre das iPhone oder das iPad ohne einen Browser? iOS ohne Browser wäre ein minderwertiges Betriebssystem, dessen Attraktivität aufgrund der Nichtanbindung an ein unkontrolliertes Web stark sinken würde. Jede konkurrierende Plattform, die neben den nativen Apps auch einen Browser erlaubt, wird immer gegen die browserfreie Variante gewinnen. Wettbewerb auf dem Markt, schöne Sache!

iOS ist eine Plattform, die gerade aufgrund der zwei Schienen – native Apps und Webapps – und des konsequenten Verfolgens dieser zwei Schienen so gut läuft und so gut angenommen wird.

Was ist mit Facebook? Es ist kein Zufall, dass Facebook Connect und die anderen Plattformkomponenten von Facebook, die für eine offsite-Verknüpfung verantwortlich sind (Like-Button, Open Graph) sehr viel erfolgreicher sind als die Apps, die visuell komplett innerhalb von Facebook laufen.

Die zunehmende Außenanbindung von Facebook macht dieses so attraktiv. Facebook braucht diese Außenverbindungen. Facebook braucht Startups und Websites, auf denen die verrücktesten Sachen passieren, und die Facebooks Social Graph und Open-Graph-Daten dafür nutzen.

Johnny Haeusler beschreibt es bereits selbst, wenn auch leider ungenau:

Gespielt, Filme geschaut und Musik gehört wird eh schon direkt bei Facebook

Eben nicht. Musik wird auf Simfy, Spotify, Deezer oder Rdio gehört. Alle zeichnen sich dadurch aus, dass sie eigenständige Dienste mit eigenständigen komplexen Angeboten sind. Sie nutzen die Daten auf Facebook, um User besser zu vernetzen und das Angebot attraktiver (und viraler) zu machen. Alle gewinnen:  Die Nutzer, die Dienste und Facebook (Das ist die Win-win-win-Situation, die OpenID killt.).

Ich hatte das schon einmal in “Facebook ist nicht AOL 2.0, Facebook ist das Gegenteil” beschrieben:

Facebook ist nicht so erfolgreich, weil es so zentral wie möglich ist, sondern weil es, ausgehend von seiner Angebotskategorie, so dezentral wie möglich ist.

 

 

Die Mutmaßung, die Befürchtung, zwei getrennte Netze würden entstehen, ist also realitätsfern.

Was passiert aber stattdessen?

Statt die Plattformen als sich immer stärker abgrenzende ‘walled gardens’ zu betrachten, bieten sich eher Städte als sprachliches Bild an.

Facebook ist die stark wachsende Metropole. Sie bietet vielen Menschen mehr als die angrenzenden Dörfer, die untereinander über Straßen verbunden sind. Wer viel Zeit und Muße hat, kann auch in den Dörfern fast alles finden, was sein Herz begehrt. Aber eben nur mit viel Zeit und eben nur fast alles.

Die Metropole Facebook bietet, was die Dörfer nicht bieten (Nutzer, angebundene Dienste, Funktionen, die erst mit Masse Sinn ergeben). Aber erst die Möglichkeit für alles, was nicht direkt in der Stadt vorhanden ist, auf das Umland zurückgreifen zu können, macht die Stadt zu dem attraktiven Rundumangebot, das sie ist.

Programmierschnittstellen, sogar einfache Links im Newsfeed nach außen, sind die Straßen, die die Facebook-Stadt erst bewohnenswert machen.

studiVZ, war eine Stadt, die glaubte, ohne Straßen auskommen zu können. Das aktuell zu beobachtende Ergebnis dieser grotesken Annahme war seit Jahren vorhersehbar.

Das gleiche Bild lässt sich auf die Plattformen, die zunehmenden Rundumangebote, von Google und Apple übertragen. Die schönste Stadt kann ohne Verbindung nach außen nicht überleben. Und jeder Stadtdesigner und jeder Stadtliebhaber weiß das.

Mark Zuckerberg, Larry Page und Tim Cook würden sich mit Händen und Füßen gegen die Abtrennung ihrer Plattformen vom Rest des Internets wehren.

Weil die Anbindung an das Internet in ihrem eigenen wirtschaftlichen Interesse liegt.

Mercedes-Benz plant, Siri zu integrieren

Mercedes-Benz plant, Siri in das Elektroniksystem seiner A-Klasse zu integrieren. PSFK:

Luxury carmaker Mercedes-Benz unveiled plans to integrate Apple’s Siri into its A-Class electronics system that would allow drivers access to their iPhone apps using voice commands. The program, called the Drive Kit Plus will work in conjunction with Mercedes-Benz’ Digital DriveStyle App to translate the iPhone’s screen onto the in-car system screen.

Das neue Feature soll nächsten Monat vorgestellt werden.

Ein erstes Beispiel, wie wichtig (gute) Spracherkennung für die nächst Iteration von Plattformen werden wird.

Apple ist ein eigener Wirtschaftssektor geworden, sagt JP Morgan

The Unofficial Apple Weblog:

Apple’s income and operations actually compete with whole industries, not just the rest of the PC market. This isn’t just the iPhone or the iPad being a new class of device, it’s Apple as a whole company creating a tech sector of its own. That’s pretty incredible, and if you haven’t yet realized how big Apple has gotten in the past few years (as if the $98 billion in cash wasn’t clear enough), maybe that’s your wakeup call.

Zu den bemerkenswerteren Aspekten des Erfolgs von Apple zählt, dass die anderen Unternehmen im Tech-Sektor davon überrascht wurden.

Der Grund dürfte darin liegen, dass viele in der Branche arbeitenden Nerds davon ausgehen, dass ‘Offenheit’ immer der ‘richtige’ Weg ist. Apple ist der Beweis, dass das zumindest aus wirtschaftlicher Einzelsicht nicht stimmt.

Das Problem mit dem Gegensatz ‘Offenheit’/'Geschlossenheit’ ist auch die bereits enthaltene Wertung: Es geht stattdessen um modulare Plattformen (offen) und vertikal integrierte Plattformen (geschlossen).

Vertikale Integration macht Innovation leichter.

Zusätzlich befinden wir uns in einer Zeit, in der Infrastrukturen (Plattformen) ausgelegt werden. Märkte entstehen und werden besetzt. Vertikale Integration ergibt auf Infrastrukturebene Sinn.

Apple war und ist bestens für diese Zeit aufgestellt.

Dass Google letztes Jahr Motorola Mobility übernommen hat und nun dieses oder nächstes Jahr eigene Tablets und Smartphones herausbringen wird, ist kein Zufall.

 

(Disclosure: Ich halte Appe-Aktien.)

Apple und BitTorrent greifen TV-Branche an

Apple airplay

Zumindest für die TV-Branche dürfte AirPlay-Mirroring das wichtigste Feature des im Sommer kommenden neuen Mac OS X sein. iPhoneBlog.de:

AirPlay-Mirroring gibt den vollständigen Desktop-Bildschirm drahtlos an einen Apple TV und den daran angeschlossenen Fernseher weiter.

Das heißt, alles was man auf dem Rechner anschaut, ob von Festplatte oder gestreamt (YouTube, etc.) kann leicht auf den großen Bildschirm gebracht werden.

Es wird schon länger gemutmaßt, wie ein künftiges, ernstes, AppleTV aussehen könnte. Tatsächlich dürfte das bestehende AppleTV, das noch nur ein Nebengeschäft für Apple ist, die erste Komponente des künftigen TV-Geschäfts von Apple sein.

Denn dieses wird eine Plattform sein. Mit Apps und allem Drumherum.

Und dafür braucht man mehr als einen Fernseher, den sich die Endkunden nur alle paar Jahre neu kaufen. Um die Reichweite der kommenden Plattform zu maximieren,  braucht Apple damit auch eine an vorhandene Fernseher anschließbare Box. Und das ist das bereits bestehende AppleTV, das kontinuierlich verbessert wird.

BusinessInsider spricht deutlich aus, was die Neuerung bedeutet:

If this is accurate, and you really can send webpages to your TV, it should scare the crap out of media companies who are doing everything they can to prevent themselves from being disrupted by TV on the internet.If you can easily beam Safari to your TV, it makes pirated video streams that much more attractive. You can watch them on the big screen with ease.

Zugegeben, es ist aufwendiger als GoogleTV oder Boxee, aber der Vorteil liegt auf der Hand: Offizielle Angebote von TV-Sendern wie Hulu, die TV-Plattformen blocken, um die Kannibalisierung des linearen TVs aufzuhalten, können AirPlay nicht aufhalten. Sie glauben, sie werden auf herrkömmlichen Rechnern angeschaut.

Allein mit diesem kleinen Feature könnte Apple also einen Nachfragesog für AppleTV erzeugen.

***

Bram Cohen, der Erfinder von BitTorrent, dem populärsten weil effizientesten Filesharing-Protokoll, hat vor wenigen Tagen eine Lösung vorgestellt, die Streaming und P2P zusammenbringt:

The ultimate winners of a P2P-based solution could be consumers, he argued, because it would enable publishers to put much more content online at a fraction of the cost of traditional CDNs. “Most of the video that people consume today is still not on the Internet,” said Cohen, adding that existing protocols aren’t set up to support big live events.

Das macht nicht nur Streaming günstiger sondern bringt mit dieser Vergünstigung auch die gleichen Herausforderungen für Rechteinhaber mit wie auf permanenten Downloads basiertes P2P.

Cohen selbst dürften die Implikationen bewusst sein:

Cohen said that the protocol could potentially be used for video conferencing, live streams of video game tournaments or even live sports events. “My goal here is to kill off television,” he joked.

***

Ist 2012 das Jahr, in dem das Internet dem Fernsehen endgültig auf den Leib rückt?

Sieht ganz danach aus.

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(Disclosure: Ich besitze Apple-Aktien.)

Die Auswirkungen des iPhones auf die Marke Apple

imessage-iphone.jpg

Apple-CEO Tim Cook über die  Auswirkungen des iPhones auf die Marke Apple:

The iPhone introduced Apple to millions of people — our brand — to people who had never met Apple before. Now, it’s interesting to look — take China as an example — last year the Macintosh grew more than 100% in China, year-over-year. Not on a big base, but 100% is pretty good. The market grew 10%, so we outgrew the market 10x.

The iPhone is creating a halo for the Macintosh. iPhone has also created a halo for iPad. You can definitely see the synergistic effect of these products, not only in developed markets, but also in emerging markets where Apple wasn’t resonant for most of its life.

Als ich mich 2008 für mein erstes iPhone entschied, war das mein erste Apple-Produkt überhaupt. Ich hatte es bis dahin für eher unwahrscheinlich gehalten, jemals ein Produkt von Apple zu benutzen.

Als ich 2010 ein iPad kaufte, war dass das zweite Apple-Produkt in meinem Haushalt. Beide Entscheidungen stellten sich als richtig heraus: Mein erstes iPhone war das mit Abstand beste Mobiltelefon, dass ich je besessen habe; bis ich mir das iPhone 4 geholt habe. Das iPad ist auch heute noch jeden Tag im Einsatz und damit ist es ein Gerät, das ich nicht mehr missen möchte.

Als ich Anfang 2011 frustriert war von der Perfomance meines vor einem Jahr gekauften Thinkpads und des darauf befindlichen Windows 7, bin ich auf Mac OS und ein Macbook Air umgestiegen. Etwas, das Prä-iPhone und Prä-iPad undenkbar war: Denn bis dahin hatte ich nicht verstanden, was Apple-Produkte von vergleichbaren Geräten unterscheidet.

Hätte Windows mich nicht frustiert, wäre es also im Alltag tolerierbar geblieben, und hätte ich nicht schon zwei Apple-Produkte im täglichen Einsatz gehabt, die mich nie frustrierten, ich wäre nie von Windows weggegangen.

Ich glaube, dass es sehr vielen ähnlich geht. Die große Zahl der iPhones (37 Millionen) bedeutet nicht nur ein sehr lukratives Geschäft für Apple. Sie bedeutet auch, dass sehr viele Menschen, die mit Windows aufgewachsen sind, zum ersten Mal mit Apple in Berührung kommen – und ihre Berührungsängste verlieren.

Im Vergleich zu Mac OS X, und sogar zum sehr empfehlenswerten Linux Ubuntu, erscheint Windows 7 hoffnungslos antiquiert. Dieses Jahrzehnt wird kein Microsoft-Jahrzehnt.

(Disclosure: Ich halte Apple-Aktien.)

 

Der Aufstieg der Internetkonzerne

Bloomberg über die steigende Zahl an Arbeitsplätzen bei Techunternehmen:

Among U.S. technology companies with a market value of more than $100 million, almost 50 increased employment by more than half in the most recently reported two-year period, according to data compiled by Bloomberg. [..]

Apple Inc. (AAPL), Google Inc., Amazon.com Inc. (AMZN) were among the companies that increased their workforce by at least 50 percent in the past two years, Bloomberg’s data showed. [..]

The appetite for employees isn’t showing signs of waning. Amazon and Facebook Inc. each plan to add thousands of jobs in 2012, many in new satellite offices. [..]

In 2011, more than 9 percent of the school’s graduates went to work for technology and media companies, up from 6 percent in 2009, according to university employment reports.

Vor einigen Tagen twitterte ich: “These: Wir befinden uns in der Phase der Bildung der künftigen Internetkonzerne. (die zu präfixlosen Konzernen werden.)”

Das halte ich für sehr viel wahrscheinlicher, als das erneute Vermuten einer “Blase 2.0″, wie es etwa im Bloomberg-Artikel geschieht. (und seit 5 Jahren herbeigeredet wird) Denn die Erfolgsgründe bei Apple, Amazon und Facebook etwa könnten unterschiedlicher nicht sein.

Die einzige Gemeinsamkeit: Sie sind erfolgreich dank des Internets.

Langsam aber sicher werden auch viele dieser entstehenden Riesen in den nächsten Jahren zu gewöhnlichen Bestandteilen unseres Alltags und in den Hintergrund treten, vergleichbar etwa mit den Internetzugangsprovidern. (Nicht haargenau so, weil Software als eine Basis auch agiler bei den Geschäftsmodellen macht, aber tendenziell werden sie sich angleichen.)

Erfolg im Techsektor führt oft zur Verstandardisierung des eigenen Produkts.

Für den Rest der Anbieter lautet das Motto dann: Movin’ up the stack.