Buchbranche

Neue Ebook-Allianz von Thalia, Weltbild/Hugendubel, Telekom & Bertelsmann?

25.02.2013

Johannes Haupt auf lesen.net:

Im Vorfeld von CeBIT und Leipziger Buchmesse bahnt sich eine spektakuläre E-Reading-Allianz an. Die beiden größten deutschen Buchhandelsketten Thalia und Weltbild/Hugendubel, die Deutsche Telekom sowie Bertelsmann haben zu einer gemeinsamen „E-Reading-Pressekonferenz” geladen. Was wird präsentiert? [..]

„Ein richtig großes, neues Projekt im Bereich eBook/eReading” wird vorgestellt, kündigte eine Weltbild-Sprecherin lesen.net an.

Mehr weiß man nicht. Aber:

a.) Es braucht anscheinend mittlerweile die geballte Marktpower von Thalia und Weltbild/Hugendubel, Deutsche Telekom sowie Bertelsmann, um auf Augenhöhe mit Amazon mitspielen zu können.…

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Buchfinanzierung über Sponsoren

13.02.2013

Leander Wattig über die Finanzierung des neuen Buches von Robert Scoble und Shel Israel:

Da die beiden aber schon hohe persönliche Reichweiten besitzen, gehen sie einen anderen und sehr interessanten Weg. Sie lassen sich von namhaften Unternehmen wie Microsoft und Autodesk sponsern:

To date, we have raised approximately $100,000. This is about three-times what we heard as a best offer from a traditional publisher. It is enough for me to suspend my consulting practice and focus full time on writing the book and will be sufficient to get it designed, edited and published in hardcover and ebook formats.

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Das “pay-as-you read”-Preismodell bei E-Books

26.01.2013

Burkhard Schneider:

Diese Idee hat das StartUp Totalbox aufgegriffen und versucht sein Glück mit dem “pay-as-you read”-Preismodell. Demnach können die Leser die EBooks bei Totalbox runterladen und anschliessend via Totalbox-App online- oder offline lesen. Bezahlt wird nachträglich und zwar nur anteilig. Wenn also jemand ein Buch nur zu 10 % gelesen hat, muss er auch nur 10 % des EBook-Preises bezahlen. Wenn das Buch ganz gelesen wurde, erwirbt der Leser quasi das EBook und kann es so häufig lesen wie er will.

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Über 100 der besten Antworten auf der Q&A-Plattform Quora als kostenfreies PDF-Buch

15.01.2013

Die Q&A-Plattform Quora hat im Oktober letzten Jahres die 500 Top-User ermittelt und mit dem Abzeichen “Top Writer” ‘ausgezeichnet’.  Anschließend haben diese Nutzer als Dankeschön ein Buch mit über 100 der besten auf Quora abgegebenen Antworten erhalten. Nun hat Quora dieses Buch als kostenloses PDF zur Verfügung gestellt. 

The Next Web:

In the wake of this news, Quora subsequently announced that it would be sending its top writers a “Best of Quora 2010-2012 book”, to say thanks.

Now, Quora is making this book available to everyone as a free download.

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Sinkender E-Reader-Absatz ändert wenig für Buchverlage

11.12.2012

Der Buchreport, der sich ausschließlich auf Zahlen und Schlussfolgerungen von iSuppli bezieht, es aber nicht schafft die Quelle zu verlinken:

Die Technologie-Marktforscher diagnostizieren einen „alarmierend rasanten Rückgang“ des E-Reader-Marktes, ausgelöst durch den Erfolg von Tablet-Computern:

In diesem Jahr würden weltweit 14,9 Mio E-Reader ausgeliefert, ein Rückgang von 36% gegenüber dem Vorjahr.

Im kommenden Jahr erwartet iSuppli nur noch 10,9 Mio Geräte, die von den Herstellern verschifft werden.

Bis 2016 werde die Zahl sogar auf 7,1 Mio sinken – zwei Drittel weniger als zum Höhepunkt im Jahr 2011. 

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Buchpreisbindung gilt nicht für Self-Publishing

22.11.2012

Ansgar Warner auf e-book-news.de:

Was viele Self-Publishing-Autoren nämlich nicht wissen: die Buchpreisbindung gilt momentan für selbst verlegte Bücher nicht. Im aktuellen Kommentar zum Buchpreisbindungs-Gesetz (6. Auflage, 2012) findet sich dazu ein sehr aufschlussreicher Hinweis: „Unter das BuchPrG fallen nur solche Bücher, die als verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind, also aus Verlagen stammen und sich für den Vertrieb über den Buchhandel eignen: Keine Bücher sind demgemäß … Bücher aus ‘Selbstverlagen’.“

[..]

Verfasser des Kommentars sind die Juristen Dieter Wallenfels und Christian Russ, und somit für Branchenkenner keine Unbekannten.

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Bücher als die ultimativen Visitenkarten für Autoren

12.11.2012

Why Books Are The Ultimate New Business Card | Fast Company:

“You don’t understand,” the three-time, big-six published author told me. “Books aren’t designed for you, the customer. Today, non-fiction books are business cards–for speaking, consulting, and deals.”

[..]

To lovers of books, I’m sure this will all sound like bad news. But to non-fiction authors, it’s a reality. In some ways, it’s also a bit of a relief and an opportunity. No one is asking you to write the Great American Novel.

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Txtr Beagle im Test: “Grundsätzlich kann bei einem Preis von zehn Euro nichts falsch gemacht werden.”

08.11.2012

Georg Räth von Gründerszene hat den Txtr Beagle getestet:

Grundsätzlich kann bei einem Preis von zehn Euro nichts falsch gemacht werden. Wer in das Gerät nicht die selben Erwartungen wie etwa in ein Kindle von Amazon legt, wird auch nicht enttäuscht werden. Das Gerät sieht ansprechend aus, liegt besonders durch die Form und das geringe Gewicht angenehm in der Hand und die Qualität des Bildes ist nicht perfekt aber bei weitem ausreichend. Ein Kindle-Killer ist der Beagle nicht – will er wohl aber auch nicht sein.

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Boykott des Amazon-Verlags schafft Best Practices für eine Welt ohne stationären Buchhandel

06.11.2012

Leander Wattig über die ungewollten Auswirkungen des Boykotts des neuen im Amazon-Verlag erscheinenden Buchs von Bestsellerautor Tim Ferriss durch den Buchhandel in den USA (Barns & Noble und Indie-Buchhändler):

Ich kann das gut nachvollziehen, bin mir aber nicht so sicher, ob das sehr klug ist. Es mag die Entwicklung von Amazon kurzfristig hemmen. Zugleich zwingt es Amazon aber auch, Wege zu finden, ohne den Buchhandel klar zu kommen. Es werden also Best Practices geschaffen, die die Welt ohne stationären Buchhandel bereits vorweg nehmen.

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txtr stellt kleinen, günstigen E-Reader vor

09.10.2012

Seit Jahren kündigte die E-Book-Plattform txtr immer wieder einen eigenen E-Reader an. Nun endlich stellt das Berliner Startup mit dem “txtr beagle” sein Gerät vor. Das Spannende daran: Es ist kein Gerät, das sich in der Größe an den üblichen E-Readern orientiert und etwas kleiner daherkommt.

Damit könnte sich txtr einen eigenen Markt für seinen Reader sichern. Buchreport:

Der Speicher umfasst 4 GB.
Statt per Mobilfunk- oder Wifi-Schnittstelle oder USB-Kabel werden die E-Books mit Hilfe von Smartphones und der entsprechenden txtr-App per Bluetooth auf den Reader übertragen – aktuell liegt nur eine Android-Unterstützung vor, iOS von Apple soll ebenfalls in Kürze bedient werden.

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Debatte zu E-Books auf dem deutschen Buchmarkt

25.09.2012

Zu meinem Artikel, warum E-Books auf dem deutschen Buchmarkt noch nur ein Prozent ausmachen, hat es eine lebhafte Diskussion in den Kommentaren gegeben. Besonders die Debatte zwischen “Maik” und Matthias Ulmer ist sehr lesenswert.

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Warum E-Books auf dem deutschen Buchmarkt noch immer bei nur 1 Prozent liegen

18.09.2012

Während in den USA E-Book-Verkäufe mittlerweile über 20 Prozent des Umsatzes der Buchverkäufe einnehmen, liegt Deutschland noch immer bei ungefähr nur einem Prozent. 

Businessweek zählt ein paar Gründe auf. Neben dem höheren Mehrwertsteuersatz für E-Books (19 statt der üblichen sieben Prozent für Bücher auf Papier) und der Buchpreisbindung spielen auch sentimentale Sichtweisen eine Rolle:

Perhaps because of their deep attachment to the printed word, many Germans believe they simply cannot read as well on digital devices, despite proof to the contrary.

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Die Realität der Buchautoren in Deutschland

04.06.2012

Juli Zeh und Ilija Trojanow in einem lesenswerten Text in der FAZ über die Erklärung “Wir sind die Urheber”:

Der ökonomische Alltag eines Autors zeichnet ein anderes Bild, denn kaum einer lebt vom Buchverkauf. Ein paar Zahlen zur Aufklärung: Ein belletristisches Werk, das sich dreitausend Mal verkauft, ist in Deutschland kein Flop. Fünftausend verkaufte Exemplare sind ein Achtungserfolg, zehntausend ein richtiger Erfolg. Mit zwanzigtausend verkauften Büchern wird man bereits als „Bestsellerautor“ tituliert. Bei branchenüblichen Tantiemen von zehn Prozent und einem Ladenpreis von rund 20 Euro liegt der Gesamtverdienst eines „normal“ erfolgreichen Autors also zwischen 6.000 und 40.000 Euro – vor Steuern.

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Eine Art bildungsinterne Wikipedia für Schulmaterialien

21.05.2012

Marion Schmidt in der Financial Times Deutschland über Digitales Lernen: Copy and Pay in der Schule:

Doch die Schule selbst, sagt Schaumburg, “ist beinahe der letzte analoge Raum”. Denn obwohl mittlerweile fast alle Schüler Computer und Smartphones haben, müssen sie weiterhin ausschließlich von Papier lernen. “Wenn ich nur eine einzige Seite aus einem Schulbuch einscanne und für die Klasse ins Wiki stelle”, sagt er, “mache ich mich strafbar.”

Das klassische Dilemma mit dem Urheberrecht heute: Was eigentlich verboten, aber im analogen Alltag üblich ist, wird digital zum Problem hochstilisiert.…

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Autorin berichtet über ihre Erfolge mit Selfpublishing

11.04.2012

Die Roman-Autorin Petra van Cronenburg berichtet über ihre Experimente und ersten Erfolge mit Selfpublishing.

Zunächst berichtet sie über den Wechsel vom wenig erfolgreich mit Verlag herausgegebenen Roman zum Selfpublishing:

Auch wenn ich vielleicht nie die Verteilermacht eines Verlags erreiche und viel weniger Bücher verkaufe. Um 1000 Euro zu erwirtschaften, muss ich 2500 Taschenbücher im Verlag verkaufen, aber nur 303 E-Books im Self Publishing.

Aber wie verkauft man als Noname im Dschungel der Verschenkbücher und des Datenmülls, der Spam-E-Books und viel zu vielen Bücher auf dem Markt?

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E-Book nicht in iBookstore zugelassen, weil es Links zu Amazon enthält

01.03.2012

Dumme Richtung von Apple, weil sie in erster Linie den eigenen Kunden schadet und zusätzlich noch ‘reguliert uns!’ schreit.

Seth Godin:

I just found out that Apple is rejecting my new manifesto Stop Stealing Dreams and won’t carry it in their store because inside the manifesto are links to buy the books I mention in the bibliography.Quoting here from their note to me, rejecting the book: “Multiple links to Amazon store. IE page 35, David Weinberger link.”

(Allerdings: Würden die anderen Plattformprovider in der gleichen Situation anders handeln?)

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Der Job der Buchbranche

20.02.2012

Jochen Krisch auf Exciting Commerce über den schwächelnden Buchhandel und die Buchbranche allgemein:

So propagiert der Branchenverband der Buchindustrie in seiner Mischung aus Hilflosigkeit und Verzweiflung weiter das Prinzip Buch – anstatt etwa das Prinzip Lesen oder ein zeitgemäßes Leseerlebnis in den Vordergrund zu stellen. Nicht einmal unsere Freunde vom bvh würden heute noch das “Prinzip Katalog” propagieren (wobei sie da inzwischen durchaus weiter sind als viele ihrer Mitglieder).

Die Branche, die wir im Industriezeitalter als Buchbranche kannten (und durchaus liebgewonnen haben), wird gerade neu erfunden (siehe Das Bermudadreieck der Buchbranche).

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Buchpreisbindung verhindert E-Book-Experimente

16.02.2012

Der Berlin Story Verlag wollte mit einem E-Book und dessen Bezahlung experimentieren. Das gefiel Branchenkollegen wohl nicht. Berlin Story Verlag Blog:

Wir hatten die schöne Idee, eines unserer eBooks kostenlos anzubieten. Jeder Leser konnte aber im eigenen Ermessen etwas dafür bezahlen oder uns etwas anderes als Gegenleistung bieten – oder eben nichts. Dieses Modell wurde soeben anwaltlich untersagt.

Dass sofort ein anwaltliches Schreiben eintrudelt, spricht Bände.

Buchreport:

PS: Laut Lenze haben zwei Anwälte Hilfe angeboten. Eine Offerte: das Buch in Uruguay ohne Buchpreisbindung anzubieten.

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Warum sollten Bestseller-Autoren in Zeiten des Internets andere Autoren querfinanzieren?

25.01.2012

Leander Wattig macht eine wichtige Beobachtung zur Buchbranche:

Wenn ich ein Bestseller-Buchautor wäre, würde ich mich fragen, warum ich einen Deal eingehen soll, der in letzter Konsequenz ermöglicht, andere Autoren querzufinanzieren. Wenn ein solcher Deal besteht, heißt das ansich nur, dass für mich als Bestseller-Autor nicht der bestmögliche Deal herausgeholt wurde. Wäre es nicht nur konsequent, wenn Autoren zunehmend Dienstleistungs-Verhältnisse suchen und einfordern, die – wie auf anderen Märkten auch – dem Dienstleister nur das wirklich notwendige Geld zuweisen? Was aber passiert mit den bestseller-abhängigen Publikumsverlagen, wenn gerade die Top-Autoren und somit die Stützen der Häuser mehr und mehr einfordern oder sich gar abwenden?

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Zersplitterung der Buchbranche

26.10.2011

Leander Wattig, Berater in der Buchbranche, spricht einen wichtigen Punkt an, wenn er darauf hinweist, dass der digitale Buchmarkt sich anders entwickeln wird als zum Beispiel die digitale Musikbranche:

Dabei wird der Buchmarkt gern mit dem Musikmarkt verglichen und auch ich nutze diesen Vergleich öfter. Ich glaube aber, wir müssen in der Buchbereich stärker differenzieren als im Musikbereich. Der Musikmarkt der Zukunft zerfasert viel weniger als der Buchmarkt der Zukunft. Bei Musik geht es am Ende doch meist um Audio-Clips von ein paar Minuten Länge.

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