Buchprojekt erhält 100.000 US-Dollar über Crowdfunding

Ein geplantes Buch über Atheisten erhält über 100.000 US-Dollar via Kickstarter:

Explore the meaning and joy of life with atheists in this book of photos and commentary.  A Better Life: 100 Atheists Speak Out on Joy and Meaning in a World Without God, is a 200+ page, hardcover photography book featuring subjects both famous and not, including well known atheist/agnostic speakers, writers, and celebrities.

Emotionale Themen funktionieren immer gut.

Auch die Buchbranche kann neben der Musikbranche und der Filmbranche bereits einige Erfolgsprojekte mit Crowdfunding verbuchen. Auf neunetz.com zum Crowdfunding in der Buchbranche:

(via Martin Lindner)

Computerspielmacher erhalten über 3,3 Millionen über Crowdfunding

Das Kickstarter-Projekt für ein neues Adventurespiel vom Monkey-Island-Macher war bereits das zweite Projekt, das eine Million US-Dollar bekam und das erste, das dieses Ziel innerhalb von 24 Stunden erreichte.

Jetzt ist das Projekt ausgelaufen und kommt auf insgesamt 3.336.371US-Dollar.

Damit dürfte endgültig bewiesen sein, dass Crowdfunding auch für kapitalintensive Projekte funktionieren kann.

Die Macher wollten ursprünglich 400.000 US-Dollar.

Das dürfte erst der Anfang für die Finanzierung von Videospielen sein. Denn der Erfolg dieses Projekts wurde natürlich auch in der Branche beobachtet. Es gibt bereits ein weiteres Videogame-Projekt, das sich über Kickstarter finanziert und damit eine beachtliche Summe erreicht:

Brian Fargo, chief executive of InXile Entertainment and a veteran game-maker, has raised more than $502,000 from 8,000-plus donors in a campaign to raise money for Wasteland 2 on Kickstarter.
Fargo was inspired to raise the money to finance his new game after Tim Schafer and Double Fine Productions successfully staged a similar campaign to fund their next game.

Weitere Gamesprojekte laufen ebenfalls:

With respect to other game Kickstarter projects, Rusel DeMaria has one going to finance the writing and publishing of the third edition of his High Score video-game history book. And Exato Games is running a Kickstarter campaign for its Guncraft game. Cipher Primes is raising $60,000 for its Auditorium 2 game. Josh Hughes is also raising money via Kickstarter for an indie rhythm game.

Es ist erstaunlich, dass es so lang gedauert hat, bis Crowdfunding und Videogames zusammenkommen. Denn beide zusammen bedeuten aktuell eine perfekte Hochzeit: Wer Videogames mag, ist internetaffin und grundsätzlich neuer Technologie gegenüber aufgeschlossen. Zusätzlich erzeugen gute Videogames Euphorie bei ihren Fans. Beides sind perfekte Voraussetzungen, um heute hohe Summen über Crowdfunding einzusammeln.

Es würde mich nicht überraschen, wenn eine neue Crowdfundingplattform speziell für Videogames in naher Zukunft für Aufsehen sorgt.

(Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob Crowdfunding-Plattformen nicht Subplattformen für Kategorieren einführen sollten, die die speziellen Eigenheiten der Bereiche einbeziehen.)

Wie ich bereits vor ein paar Tagen schrieb:

Die Erfolgsmeldungen aus diesem Bereich werden die nächsten Jahre nicht abbrechen.

 

1. Kickstarter-Projekt bekommt über 2 Millionen US-Dollar, 3. Kickstarter-Projekt erreicht eine Million

Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat das dritte Projekt die Millionengrenze durchbrochen. The Order of the Stick Reprint Drive by Rich Burlew (via):

I’ve been self-publishing my comedy-fantasy-adventure webcomic The Order of the Stick in paper format since 2005, but one of the hardest parts about doing it all on my own is keeping the older books available. This project is designed to get at least one of those books back into print.

Der Webcomic-Autor wollte für die Vorfinanzierung einer Neuauflage eines Comicbuches 57.750 US-Dollar. Eingesammelt wurden über 1,2 Millionen US-Dollar.

Erst vor wenigen Tagen erreichten die ersten 2 Kickstarterprojekte überhaupt die erste Million. Das erste Projekt, ein Adventurespiel, erreichte die erste Miilion nicht nur innerhalb von 24 Stunden. Es ist nun auch das erste Projekt, das die zweite Million erreicht. Aktuell liegt die Finanzierungshöhe bei 2,038,909 $. Und das Projekt läuft noch 21 Tage.

Warum funktioniert Crowdfunding so gut? Weil das Modell Produktion als knappes Gut behandelt und Bezahlungsart und -zeitpunkt darauf aufbauend genau dort ansetzt, wo und wie sie stattfinden sollte. Ein Geschäftsmodell, das nicht trotz sondern auch mit Filesharing gut funktionieren kann.

Die Erfolgsmeldungen aus diesem Bereich werden die nächsten Jahre nicht abbrechen.

Crowdfunding: 2 Kickstarter-Projekte erreichen 1 Million US-Dollar

Weil wir gerade von Kickstarter reden. Nicht nur das geplante Adventuregame von Tim Schafer kann eine Rekordfinanzierung auf Kickstarter verbuchen. Auf der Crowdfunding-Plattform hat es just mit einem Dock für das iPhone ein weiteres Projekt geschafft, die Millionen-Grenze zu durchbrechen.

The Verge:

The crowd-source funding site Kickstarter has been doing remarkably well recently, giving thousands of entrepreneurs the opportunity to bring their projects to life. It also just hit a major milestone: the service has now funded two million-dollar projects, both on the same day. First up was the Elevation Dock for the iPhone, which takes design cues from Apple’s own aluminum unibody products. It hit $1 million in donations sometime around 1:30PM Eastern today.

Mehr zum Thema Crowdfunding.

Sensation: Über 1 Million US-Dollar in weniger als 24 Stunden für Adventurespiel mit Crowdfunding eingesammelt

Spieldesignerlegende Tim Schafer finanziert ein neues Spiel über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Und das sehr erfolgreich. Nerdcore:

Tim Schafer, Game-Designer solcher Legenden wie Monkey Island und Day of the Tentacle, wollte mal wieder ein Point-and-Click-Adventure machen. Da kein Publisher ein solches Game heutzutage veröffentlichen würde, hat er ‘ne Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen und dort nach der stolzen Summe von 400.000 Dollar gefragt, zusätzlich soll eine Doku über die Entstehung des Games gefilmt werden.

Nach nur 8 Stunden waren die gewünschten 400.000 US-Dollar zusammen. Nach nur 24 Stunden liegt die Summe bereits bei über 1,2 Millionen US-Dollar.

Die Berichterstattung über den Erfolg der Kampagne dürfte die Summe noch weiter steigen lassen.

Die Sensation liegt wieder einmal nicht nur darin, welche Summe in so kurzer Zeit eingesammelt werden konnte, sondern auch darin, dass damit etwas ohne Probleme möglich wird, was über traditionelle Finanzierung und traditionelle Wege nicht möglich gewesen wäre, obwohl offensichtlich eine Nachfrage besteht.

Ich kann Tim O’Reilly nur zustimmen: “Seems to me that Kickstarter is the most important tech company since Facebook. Maybe more important in the long run.”

Seit spätestens 2011 bin ich der Ansicht, dass Crowdfunding als neuer Finanzierungstrend für Kulturgüter und andere Unternehmungen an Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Die immer neuen Rekordmeldungen bestätigen das.

Mehr zum Thema Crowdfunding.

Siehe auch:

Crowdfunding-Plattform Kickstarter verteilt 100 Millionen $ 2011

Kickstarter logo

Die US-Crowdfundingplattform Kickstarter auch für 2011 wieder Zahlen veröffentlicht::

Launched Projects: 27,086
Successful Projects: 11,836
Dollars Pledged: $99,344,382
Rewards Selected: 1,150,461
Total Visitors: 30,590,342
Project Success Rate: 46%

Wie bereits die vorherigen zwei Jahre waren auch  2011 wieder Film und Musik wieder die Kategorien mit dem höchsten eingesammelten Betrag:

The largest categories continued to be Film ($32 million pledged) and Music ($19 million pledged), however Design saw the biggest growth in launched projects (235 in 2010 vs. 1,060 in 2011), Games saw the largest percentage increase in backers (up 730%), and Dance had the highest success rate (74%). All 13 categories saw at least $1 million in pledges.

Interessant sind auch Trends bei der Nutzung der Plattform selbst: Poweruser finanzieren immer mehr Projekte gleichzeitig. 2009 hatte der profilierteste Poweruser 56 Projekte unterstützt, 211 lag die Zahl bei 179.

Auch die Geschwindigkeit, mit der besonders erfolgreiche Projekte ihr Finanzierungsziel und mehr erreichen, ist dramatisch angestiegen:

Some projects went like gangbusters right from the start. The year’s biggest launch came from the Elevation Dock, which amassed an astronomical $165,910 during its first 24 hours.

Wer jetzt glaubt, dass über Kickstarter und co. nur Minderwertiges das Licht der Welt erblicken könne, liegt ebenfalls falsch. Mit Kickstarter finanzierte Dokumentationen stehen kurz vor der Nominierung für den Oscar und andere kickstarterfinanzierte Filme werden auf dem Sundance Film Festival gezeigt werden. GigaOm:

Kickstarter, the powerhouse crowdsourced fund-raising engine for an increasing number of creative projects, is poised to have a breakout winter as a film funder, with three of its projects on documentary short lists for the Academy Awards and more than a dozen films headed to the Sundance Film Festival.

Angesichts der Tatsache, dass Kickstarter erst drei Jahre alt ist, sind die diese Zahlen und Entwicklungen mehr als bemerkenswert. Sie zeigen vielmehr, dass sich hier eine neue Art von Finanzierung etabliert, deren gesellschaftliche Bedeutung heute kaum abzuschätzen ist. Wer behauptet, es würden keine neuen erfolgreichen Geschäftsmodelle entstehen, muss auf dem Crowdfunding-Auge blind sein.

Ich habe tatsächlich erst am Freitag wieder mit jemanden gesprochen, der daran festhält, dass die Kulturbranche nur überleben kann, wenn sie Dateien erfolgreich verkaufen kann. Das Spannende an der Kickstarter-Entwicklung: Crowdfunding ist eine Finanzierungsart, die nicht auf ein Urheberrecht angewiesen ist. Als ich ihm diese Kickstarter-Zahlen nannte, starrte er mich an und sagte noch kurzer Zeit noch einmal in Bezug auf neue Geschäftsmodelle: “Ich glaube nicht an so etwas.”

***

Mehr Kickstarter auf neunetz.com

Mehr Crowdfunding auf neunetz.com

Crowdfunding auf Wikipedia

Stromberg-Film erhält über Crowdfunding nach einer Woche bereits 600.000 Euro

Das könnte der endgültige Durchbruch von Crowdfunding in Deutschland sein.

Die Produktionsfirma Brainpool plant, einen Film zur erfolgreichen TV-Serie “Stromberg” zu drehen. Finanzieren will sie ihn über Crowdfunding. Eine Million Euro will man dafür einsammeln.

Als ich das zum ersten Mal las, hielt ich die Summe für zu hoch. Erfolgreiche mit Crowdfunding finanzierte Projekte bewegten sich in Deutschland immer in niedrigeren Regionen. Für höhere Summen schien Deutschland noch nicht bereit. Nicht bedacht hatte ich die Popularität von ‘Stromberg’, die dafür sorgt, dass sich auch hierzulande genügend willige Hardcore-Fans finden.

Nach nur einer Woche kommt das Projekt nun bereits auf 600.000 Euro von 2000 Investoren und macht dementsprechend Schlagzeilen.

Horizont.net:

Fans unterstützen mit dem Erwerb von Anteilen nicht nur die Realisierung des Films, sondern bekommen im Idealfall auch eine Beteiligung an den Erlösen der Kinoauswertung. Außerdem bekommen Investoren eine persönliche Urkunde, Zugang zur Investors-Lounge und werden regelmäßig über das Projekt auf dem laufenden gehalten. Je nach Anzahl der erworbenen Anteile werden die Investoren zudem im Abspann des Films genannt und erhalten exklusive Tickets für die Kinopremiere von “Stromberg – Der Film”.

Potenzielle Investoren haben noch bis zum 15. März 2012 Zeit, Anteile im Gesamtwert von 1 Millionen Euro zu erwerben. Wird diese Summe am Stichtag erreicht, startet die Produktion des Films Ende 2012, ein geplanter Kinostart wäre im Frühjahr 2013.

Spannende Sache und perfekte Publicity für das Konzept des Crowdfundings.

 

Crowdfunding: 10.000 erfolgreiche Projekte auf Kickstarter

Die US-amerikanische Crowdfunding-Plattform Kickstarter feiert 10.000 erfolgreich abgeschlossene Projekte mit ein paar Zahlen und Statistiken:

Project Statistics (current as of 7/17/2011)
Launched Projects: 26,620
Successful Projects: 10,388
Unsuccessful Projects: 13,113
Live Projects: 3,119
Success Rate: 44%

Die meisten Projekte lagen zwischen 1.000 und 5.000 US-Dollar. Die gesamte Verteilung deutet darauf hin, dass in diesem Bereich die optimale Investitionshöhe liegen könnte:

Distribution of raises large

Über 60 Millionen US-Dollar wurden von Kickstarter mittlerweile insgesamt eingesammelt und verteilt.

Spannend ist auch, dass von den über 790.000 Geldgebern über 110.000 mehr als ein Projekt unterstützt haben. Die wiederkehrenden Unterstützer sind sogar für 28% der eingesammelten Gesamtsumme verantwortlich.

Die Kategorie mit den meisten erfolgreichen Projekten ist Musik, gefolgt von Film:

Successful projects by category large

Übersicht zu Crowdsourcing-Projekten und -Plattformen

Seit drei Jahren pflegt Matias Roskos eine Liste zu Crowdsourcing-Projekten und -Plattformen. Sehenswert ist auch diese Übersicht über Crowdsourcing (PDF).

Roskos definiert Crowdsourcing so:

Unter Crowdsourcing versteht man das Involvieren von einer Gruppe von Internetnutzern außerhalb der Strukturen des Unternehmens in einem vorher klar definierten Rahmen (Software, Zeitraum, Teilnahmebedingungen, Incentivierung) zur Generierung unterschiedlichster Mehrwerte [..] für einen Auftraggeber (Unternehmen, Dienstleister, Webplattform, Einzelperson).

Crowdfunding auf dem Vormarsch: Kickstarter verteilt 40+ Mio $ und mehr

Kickstarter money

Die erfolgreiche Crowdfunding-Plattform Kickstarter hat vor einigen Tagen zum zweijährigen Bestehen eine Zwischenbilanz vorgelegt, die sich sehen lassen kann:

Insgesamt wurden in den letzten zwei Jahren Projekte im Gesamtwert von mehr als 53 Mio. USD aufkickstarter eingestellt. Diese teilen sich in drei Gruppen auf:

  • Erfolgreiche Funding-Projekte: + 40 Mio USD
  • Erfolglose Funding-Projekte: + 7 Mio USD
  • Aktuelle Projekte: + 6 Mio USD

Interessant, aber von der Tendenz her wenig überraschend, sind die Verteilungen, ab denen die Erfolgschancen für die Projekte steigen:

Demnach wird ein Projekt mit einer Wahrscheinlich von 90 % gefundet, wenn 30 % des Volumenziels erreicht wurde. Dann entsteht eine sog. Sogwirkung.

Beeindruckend sind auch die absoluten Zahlen, die Kickstarter in den verschiedenen Branchen verteilt hat, wenn man sie sich noch einmal einzeln anschaut: An der Spitze liegt die Filmbranche mit 20 Millionen US-Dollar, gefolgt von der Musikbranche mit 13 Millionen US-Dollar. Der Rest der Verteilung:

Dollars Pledged by Category
Art: $3,184,732
Comics: $943,118
Dance: $645,492
Design: $3,601,851
Fashion: $554,048
Film: $19,717,790
Food: $1,583,063
Games: $1,052,557
Music: $13,094,547
Photography: $1,679,361
Publishing: $2,732,501
Technology: $1,748,109
Theater: $2,570,503

Die Grafik am Anfang des Artikels zeigt die in den jeweiligen Monaten komplett eingesammelten Gelder. Die Zahlen sind nicht kumuliert, jeder Monat ist größer als der vorhergehende. Bereits im Februar hatte Kickstarter die Marke von einer Million eingesammelter US-Dollar pro Woche erreicht.

Zählt man alle Formen von P2P-Finanzierung auf den verschiedenen Plattformen zusammen, kommt man wohl auf eine umgesetzte Summe von einer Milliarde US-Dollar 2010 für die USA.

Auf neumusik.com habe ich über den aktuellen Stand von SellaBand, der deutschen Crowdfunding-Plattform mit Spezialisierung auf Musik, geschrieben:

SellaBand: 2010 16 Acts und 2011 bereits sieben Acts erfolgreich finanziert

Crowdfunding: Spiele-Entwickler sammelt über 11.000€ auf deutschem Portal ein

Langsam kommen die Erfolgsstories im Crowdfunding auch aus Deutschland:

Der Leipziger Spieleentwickler Chris Strauß will ein Multiplattformspiel der Zeichentrickserie “Saber Rider and the Star Sheriffs” programmieren. Weil der Geschäftsführer des Spielestudios Firehazard dazu noch keinen Verleger gefunden hat und ihm dafür das Geld fehlt, hat er die deutsche Crowdfunding-Plattform Pling bemüht. 10.000 Euro wollte er über verschiedene Optionen sammeln – 11.300 Euro sind es bislang geworden. Und die Aktion läuft noch einen Monat lang.

Die Projektseite findet man hier.

Weitere Artikel zum Thema Crowdfunding:

Crowdfunding: Kickstarter holt 1 Mio. US-Dollar pro Woche für Projekte

kickstarter-logo

Die Erfolgsmeldungen von Kickstarter reißen nicht ab. GigaOm über die Crowdfunding-Plattform:

What began as a small endeavor has blossomed into a sizable business, one that now raises $1 million a week in pledges and has hit $35 million pledged overall. So far, Kickstarter has helped 5,000 projects get funded with about 2,500 actively fundraising at the moment. About 250 to 300 new proposals come in a day, hoping to appeal to a pool of supporters of more than 600,000 people.

Über 80 Mio. $ gingen bis heute über Crowdfunding an Projekte

kickstarter-logo

Paid Content hat sich die Zahlen, die Crowdfunding-Plattformen in den USA produzieren, näher angeschaut. Das Ergebnis:

an estimated $80 million has been pledged through these sites, by fewer than a million supporters. But not everyone gets funded, and returns for the sites themselves appear modest.

Der Marktführer Kickstarter ist besonders erfolgreich und kommt bereits auf über 35 Mio. $ für über 12.000 erfolgreich finanzierte Projekte:

New York’s Kickstarter is kicking it amongst the head of the pack. Since it started, it’s taken pledges worth $35 million for over 12,000 hopeful projects.

(via Leander Wattig)

Siehe auch weitere Artikel zum Thema Crowdfunding:

Sehr erfolgreiche Finanzierung eines Design-Buchs mit Crowdfunding

Dass Crowdfunding sehr gut im Musikbereich funktionieren kann, dürfte mittlerweile bekannt sein. Die Crowdfunding-Plattform Kickstarter konnte 2010 über 1140 erfolgreich mit Crowdfunding vorfinanzierte Musikprojekte verzeichnen.

Aber kann dieses Finanzierungsmodell auch für andere Bereiche der Kreativwirtschaft funktionieren? Glad you asked. Kann es. Der Grafikdesigner Frank Chimero will ein Buch über Design, ‘The Shape of Design’, schreiben, welches er selbst publizieren wird und über Kickstarter finanzieren will.

Chimero wollte dafür 27.000 US-Dollar von seinen Fans für die Finanzierung erhalten. Bis dato kommt das Projekt bereits auf über 55.000 US-Dollar. Die erhofften 27.000 US-Dollar waren bereits nach vier Stunden erreicht. Das Projekt läuft auf Kickstarter noch 27 Tage.

Siehe auch:

Süddeutsche über Crowdfunding in Deutschland

Anlässlich einer Regisseurin, die ein geplanten Dokumentarfilm über Bud Spencer mit der Crowdfunding-Plattform mySherpas erfolgreich finanziert hat, berichtet die Süddeutsche über den Stand von Crowdfunding in Deutschland:

In Deutschland ist die Finanzierung von Kulturprojekten stark institutionalisiert. Tino Kreßner, Mitbegründer von Startnext, hat ausgerechnet, dass der Staat 90 Prozent aller Kulturausgaben des Landes, also etwa acht Milliarden Euro pro Jahr, übernimmt. “Den Deutschen ist es lieber, Kultur oder Entwicklungen indirekt durch Steuern zu unterstützen”, sagt Trendforscher Metzner, “denn dann haben die Projekte durch die Prüfung staatlicher Stellen einen Seriositätsstempel.”

Dabei gibt es nach Ansicht der Geschäftsführer von Mysherpas und Startnext gute Gründe, für Projekte auf ihren Seiten zu spenden: Geldgeber werden als Gegenleistung im Abspann eines Films genannt oder im Booklet einer Musik-CD. Sie können selbst die kulturelle Landschaft gestalten, indem sie Projekte finanzieren, die sonst mangels Budget nie produziert würden.

Siehe auch:

Und auf neumusik.com:

Übersicht über 7 Crowdfunding-Plattformen

Gründerszene stellt 7 verschiedene Crowdfunding-Plattformen vor. Hier die Liste mit den jeweiligen Richtungen:

Das österreichische Garmz, das vor kurzem das Seedcamp gewonnen hat und nach London umgezogen ist, hatte ich auf Exciting Commerce letztes Jahr im Juli vorgestellt. Siehe zum Thema auch diese Übersicht zum Crowdfunding im Fashion-Bereich auf Exciting Commerce.

Die deutschen Crowdfunding-Plattformen Startnext und mySherpas hatte ich hier auf neunetz.com vor einiger Zeit ausführlich vorgestellt.

Die wohl erfolgreichste Crowdfunding-Plattform Kickstarter konnte 2010 allein im Musikbereich über 1.140 erfolgreich finanzierte Projekte verzeichnen.

Crowdfunding-Plattformen in Deutschland: Startnext und mySherpas

Startnext

Startnext ist eine neue deutsche Crowdfunding-Plattform, die offiziell am 09.10.2010 für Projektinitiatoren gestartet ist. Seit dem 21.10. ist die Dresdner Plattform komplett im Netz: Seit diesem Zeitpunkt können Projekte finanziell unterstützt werden. Aktuell sind 13 Projekte online. Insgesamt 25 Projekte befinden sich laut Eigenaussage in der Einrichtungsphase. Startnext beschränkt sich auf medien-kulturelle Projekte.

startnext

Startnext behält von erfolgreichen Projekten zehn Prozent ein. Projektbudgets werden auf 110 Prozent hochgerechnet, so dass die Projekteinsteller ihre 100 Prozent erhalten. Das führt zu teilweise eigenartigen Summen, für die die Projekte werben. (Und führt jedem Nutzer, der sich darüber wundert und nachfragt, direkt zu den zehn Prozent für Startnext.)

Wie auch bei der erfolgreichen us-amerikanischen Crowdfunding-Plattform Kickstarter werden die Zahlungen nur ausgezahlt, wenn das Projekt in der vorgegebenen Zeit die gewünschte Summe erreicht.

Hierfür arbeitet Startnext mit der e-wallet von der Fidor Bank und nicht mit PayPal. Die Beweggründe, die vor allem in den hohen Transaktionsgebühren von PayPal liegen, hat Tino Kreßner hier aufgeschrieben, die er auch im Startnext-Blog noch weiter ausführt:

Im Bereich Geldtransfer konnten wir durch unsere Kooperation mit der Fidor Bank weitere weltweite Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten. So gibt es bei allen Transaktionen auf der Plattform keinerlei Transaktionskosten. Alle Unterstützer bekommen bei Anmeldung 5 € und zum Launch der Plattform 15 € geschenkt, die direkt in Projekte investiert werden können. Bei Startnext.de wird es zudem ergänzende Finanzierungsdienstleistungen geben. So können sich die Projektinitiatoren von Unterstützern Geld leihen oder Mikrokredite beantragen. Ein eventuell eingezahlter Eigenanteil des Projektinitiators geht direkt ohne jeglichen Abzug von Kosten durch das System.

Mitgründer Denis Bartelt im Startnext-Blog zum gleichen Thema:

Crowdfunding ist ein komplexer Prozess. Es fließen viele Gelder auf Projektkonten. Die Beträge sind vor allem klein und einige davon groß. Wenn ein Projekt nicht stattfindet, dann muss das Geld wieder zurück an den Supporter. Zahlungsmittelanbieter verdienen ihr Geld durch Transaktionsgebühren. Es ist nicht schwer festzustellen, dass das Geld vom vielen hin und her bewegen einfach auch ALLE WERDEN kann.

Das e-Wallet ist KOSTENFREI und es werden KEINE GEBÜHREN FÜR TRANSFERS zwischen den Konten verlangt.

Kickstarter arbeitet für die Zahlungen mit Amazons Flexible Payments Service. Das heißt, das zusätzlich zu den fünf Prozent, die Kickstarter von erfolgreichen Projekten einbehält, noch weitere ungefähr 3 Prozent je nach Transaktionshöhe von Amazon einbehalten werden.

Gegründet wurde Startnext von Tino Kreßner und Denis Bartelt.

Carta hat Tino Kreßner interviewt:

Aus Dresden kommt nun der Versuch, dem Kickstarter-Ansatz eine spezifisch deutsche Ausprägung gegenüberzustellen: Stärker auch staatliche Kulturfördermechanismen einbindend, stärker Vereine einbindend, stärker auf Kultursponsoring und ‘branded entertainment’ setzend.

Im Carta-Video spricht Kreßner auch von einem zusätzlichen B2B-Ansatz:

Tino Kreßner hat bereits Erfahrung mit dem Social Web. Unter anderem hat er mit drei anderen Filmstudenten 2007 eine interaktive Filmproduktion umgesetzt, mit Crowdsourcing, Blog, Video- und Podcast.

mySherpas

Eine weitere deutsche Crowdfunding-Plattform ist das am 21. Oktober 2010 gestartete mySherpas. Interessierte Nutzer können ihr Projekt auf der Plattform einstellen. Anschließend wird das Projekt vom mySherpas-Team geprüft. (Dabei geht es vor allem um Adressenachweis und das Überprüfen der angegebenen Daten, so dass man Betrug ausschliessen kann.) Das Prüfen soll ungefähr drei bis fünf Tage dauern.

mysherpas

In der Regel will man möglichst alle Projekte zulassen und die Masse der Nutzer über die Zukunftsfähigkeit der Projekte entscheiden lassen, so Mitgründer Tim Busse mir gegenüber.

Die Laufzeit der Projekte auf mySherpas ist auf 50 Tage beschränkt.

Auch bei mySherpas wird die Summe wie bei Kickstarter und bei Startnext erst ausgezahlt, wenn die vorgegebene Höhe auch erreicht wurde.

Was unterscheidet mySherpas von Startnext? Während Startnext auf das e-Wallet der Fidor Bank setzt, versucht mySherpas es mit anderen Einzahlungsarten: Neben Paypal wird auch die Direktüberweisung unterstützt.

Das hat Vor- und Nachteile: Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit bei mySherpas damit wohl höher, dass man es schafft, neue Nutzer zu einer Zahlung für ein Projekt zu überreden. Auf der anderen Seite erhöht das auch die Belastung durch Gebühren, die auf mySherpas zukommen. Zehn Prozent nimmt mySherpas von abgeschlossenen, also finanzierten Projekten. Laut Busse fallen ca. zwei Prozent davon für Paypal an. Noch 19 Prozent Mehrwertsteuer und man befindet sich ungefähr in den Sphären der fünf Prozent, die Kickstarter in den USA einbehält.

Wird die Summe nicht erreicht, bucht mySherpas die per PayPal oder Direktüberweisung bereitgestellten Summen an die Unterstützer zurück.  Die Gebühren bei PayPal trägt mySherpas. Mitgründer Tim Busse via Email:

Der Unterstützer bezahlt keine Gebühren, der Empfänger (mySherpas.com) muss diese Gebühren tragen (analog zu jedem Onlineshop, hier trägt auch der Shopbetreiber die Transaktionsgebühren). Die Rücküberweisung wird auch durch uns durchgeführt und fällt zu unseren Lasten.

(Anmerkung: Mir ist nicht ganz klar, wie das kalkuliert ist. Meiner Ansicht nach kann mySherpas sich leicht in den Transaktionsgebühren für die Rückbuchungen nicht erfolgreicher Projekte verzetteln und damit viel Geld verlieren. Auf  jeden Fall wird das ein konstanter Kostenpunkt für mySherpas, den startnext und Kickstarter gar nicht haben.  Aber vielleicht übersehe ich auch etwas.)

Trotzdem: Zehn Prozent sind viel und könnten potentielle Unterstützer leicht davon abhalten, Geld zur Verfügung zu stellen.

Es gibt nichtrationale Grenzen bei der Bepreisung, die starken Einfluss auf den Konsum haben. Solche psychologischen Grenzen findet man oft an willkürlichen aber optisch sichtbaren Punkten, wie dem Übergang von einstellig zu zweistellig, zweistellig zu dreistellig usw.

Ritter Sport etwa hat jahrelang versucht, den Preis pro Schokoladentafel auf über eine Mark zu bekommen – erfolglos. Erst mit der Einführung des Euros ist die Erhöhung des Schokotafel-Preises gelungen. Warum? Weil tatsächlicher Gegenwert in Geld und die damit verbundene Zahl nun in einem veränderten (für Milka günstigen) Verhältnis standen.

Die Lektion für Startups wäre: Psychologische Grenzen bei der Bepreisung bedenken. An der Stelle von mySherpas oder Startnext würde ich zum Beispiel versuchen, die Prozentzahl, die man abzwackt, auf einen einstelligen Bereich zu drücken, auch wenn das bedeutet, dass ich sehr knapp kalkulieren muss. Der mögliche Umsatz und die wahrscheinlicheren, damit einhergehenden positiven Presseberichte machen den geringeren Gewinn wett und sorgen für einen wahrscheinlicheren langfristigen Erfolg der Plattform.

Aktuell sind fünf Projekte auf mySherpas online.

mySherpas ist offen für strategische Partnerschaften. Die Crowdfunding-Plattform ist aktuell eigenfinanziert.

Eine weitere deutsche Crowdfunding-Plattform ist VisionBakery. Die Leipziger Plattform ist noch nicht gestartet.

Siehe zum Thema auch:

Liste von Crowdfunding-Plattformen

Leander Wattig hat eine – leider unkommentierte, aber dafür umfangreiche – Liste von Crowdfunding-Plattformen aufgestellt.

Siehe zum Thema auch meinen Artikel von vor ein paar Tagen:
Trend: Zunehmend (erfolgreiche) Experimente mit Crowdfunding