Datennutzung

Die ultimative Datenkrake Bertelsmann: “Kindergärten angetestet”

27.02.2013

Richard Gutjahr:

Das Sammeln der Daten erfolge in Wellen, berichtet ein Mitarbeiter. Ein- bis zweimal im Jahr käme ein neuer Auftrag von der [Bertelsmann-Tochter] inmediaONE, dann heißt es, man brauche wieder 300.000 bis 400.000 Adressen.32.000 Schulen in ganz Deutschland sowie in Österreich werden mit jeder Sammelaktion angeschrieben. Die Akzeptanz sei hoch, heißt es. Nur eine von 5 Bildungseinrichtungen lehne das Angebot für Gratisbücher ab.

In mindestens 2 Erhebungswellen habe man dabei auch Kindergärten “angetestet”. Das habe aber nicht sonderlich gut funktioniert.

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Facebook ermöglicht Werbekunden, ‘ähnliches Zielpublikum’ auf Facebook zu finden

05.02.2013

Inside Facebook:

Advertisers in the beta have seen lower costs per action than with traditional targeting options.

Lookalike Audiences can be created after an advertiser has uploaded a list of first-party data, such as customer email addresses, phone numbers or user IDs to make a Custom Audience. Facebook’s algorithms analyze the Custom Audience and produce another audience segment that is likely to have a similar customer profile. The advertiser can then create any Facebook ad type and target it to the Lookalike Audience.

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Mögliche Suchen mit Facebook Graph Search

23.01.2013

Ein Tumblr mit interessanten Ideen für Facebooksuchen: Actual Facebook Graph Searches:

“Current employers of people who like Racism”

Kai Biermann bezeichnete die neue Facebooksuche zum Launch in den USA auf Zeit Online als “Rasterfahndung für alle”. Das ist recht treffend und ich würde das nicht ausschließlich negativ lesen. Der entscheidende Teil ist “für alle”. Das verändert das Wesen der Datenauswertung ganz wesentlich.

Wie dem auch sei: Sollte die Facebook Graph Search in den nächsten sechs Monaten in Deutschland starten, kenne ich jetzt schon das Aufregerthema für das Sommerloch 2013.…

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Datenkrake Handelsblatt kauft Abonnentendaten der FTD

30.11.2012

Deutsche Wirtschafts Nachrichten:

Das Handelsblatt wird die Abo-Kartei der FTD abgleichen und den FTD-Beziehern ein unwiderstehliches Angebot unterbreiten.

Das gute alte Listenprivileg, das die Presseverlage zum Adresshandel privilegiert.

Darauf kann man verweisen, wenn demnächst wieder im Handelsblatt von den Datenkraken Google und Facebook die Rede sein wird.

Die Website der FTD wird wohl inklusive ihres Archivs vom Netz genommen.

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Barack Obamas Kampagne setzte erfolgreich auf Big Data

08.11.2012

Obama Wins: How Chicago’s Data-Driven Campaign Triumphed | TIME.com:

But from the beginning, campaign manager Jim Messina had promised a totally different, metric-driven kind of campaign in which politics was the goal but political instincts might not be the means. “We are going to measure every single thing in this campaign,” he said after taking the job. He hired an analytics department five times as large as that of the 2008 operation, with an official “chief scientist” for the Chicago headquarters named Rayid Ghani, who in a previous life crunched huge data sets to, among other things, maximize the efficiency of supermarket sales promotions.

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Facebook Privacy Watcher macht Privatsphäreeinstellungen farblich sichtbar

02.11.2012

allfacebook.de über ein Firefox-Addon von Studenten und Forschern der TU Darmstadt:

Für die Visualisierung werden dabei die entsprechenden Bereich der Facebook Seite farblich hinterlegt:

Grün: Jeder auf Facebook kann Ihre Daten sehen

Orange: Nur für Freunde sichtbar

Rot: Vor allen Benutzern versteckt

Blau: Für eine Teilmenge Ihrer Freunde sichtbar

Facebook sollte selbst so eine Ansicht als Kontrolloption für die Privatsphäreinstellungen anbieten. Anders lässt sich die Komplexität der Einstellungen kaum handhaben.

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Maps sind für mobiles Web, was Webindex von Suchmaschinen für das Desktop-Web ist

04.10.2012

Maps sind, das dürfte auch dem letzten nach dem aktuellen Drama um Google Maps und Apple Maps aufgegangen sein, der vielleicht wichtigste Baustein der langsam heranrollenden mobilen Webrevolution.

Maps sind, wenn man so will, das Äquivalent zum Webindex für das lokal getriebene Web. So wichtig, wie die Websuche für das ortsungebundene Web ist, so wichtig sind Maps für das mobile, oft  lokal getriebene Web.

Sie sind die Basis, auf der das mobile Web steht. Deswegen sind eigene Karten für Plattformprovider, von Apple über Google bis Amazon, strategisch wichtig.…

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Die Angst der Deutschen Bahn vor dem Datenkontrollverlust

18.09.2012

Kai Biermann im Data Blog von Zeit Online über die Weitergabe der Zugverbindungsdaten der Deutschen Bahn an Google:

Warum gibt die Bahn die Daten Google, statt sie jedem zugänglich zu machen? Warum nutzt der staatseigene Konzern nicht die Chance, offene Daten zu fördern? Um Geld soll es nicht gegangen sein, schreibt Spiegel Online. Worum dann? Angst vor der Kreativität anderer?

Das klassische deutsche Verhalten: Kontrolle um jeden Preis. Wortwörtlich.

Das Problem ist nicht, dass die Bahn ihre Daten Google gegeben hat, sondern dass sie sie nicht frei verfügbar macht.…

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‘Facebook ist auch Diensteanbieter im Sinne des Telekommunikationsgesetz’

17.07.2012

Rechtsanwalt Thomas Stadler: Brauchen wir ein Telemediengeheimnis?:

Facebook ist – soweit es Kommunikation ermöglicht – auch Diensteanbieter im Sinne des TKG, denn Telekommunikation ist der technische Vorgang des Aussendens, Übermittelns und Empfangs von Nachrichten. Und diese technische Dienstleistung erbringt Facebook für seine Nutzer. Das Chat-System und das Direktnachrichtensystem von sozialen Medien unterliegt daher dem Fernmeldegeheimnis des TKG. Wir brauchen also keineswegs ein Telemediengeheimnis. Es besteht insoweit keine Gesetzeslücke.

Was wir hier vielmehr beobachten können, ist ein altbekanntes Problem speziell im Umgang mit US-Anbietern, das ich als Vollzugsdefizit bezeichnen würde.

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Private Chats sind 2012 nicht das, was Briefe 1948 waren.

17.07.2012

Weil Facebook private Chats algorithmisch auswerten und auch bereits von Mitarbeitern hat auswerten lassen, fordert Sascha Lobo auf Spiegel Online nachvollziehbarerweise ein neues “Telemediengeheimnis“. Ein Gesetz, das das Briefgeheimnis auf Webdienste übersetzt. Er schreibt unter anderem:

Private Chats sind 2012 das, was Briefe 1948 waren.

So sehr ich die Grundintention verstehen kann, so muss ich trotzdem festhalten, dass die Prämisse nicht korrekt ist. Wer 1948 einen Brief an einen Freund geschickt hat, war auf die Post angewiesen. Wer heute auf Facebook mit einem Freund chattet, kann stattdessen auch Emails, GTalk, AIM, Jabber, Windows Live Messenger oder VZ- nutzen. 

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Digitale Radiergummis

09.07.2012

TechCrunch stellt mobile Messaging-Apps vor, die das Löschen der gesendeten Daten ermöglichen. Zum Beispiel Snapchat:

Snapchat, an app that allows users to send photos with a time limit (1-10 seconds) for the recipient to view the photo before it erases, announced in early June that users had sent over 110 million photos on the site.

Erster Kommentar:

People can still take screenshots on their phones thus eliminating the apps effectiveness.

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Datenschutz nur im Internet relevant?

07.07.2012

Felix Schwenzel fragt sich: tritt ilse aigner aus dem meldeamt aus?:

die meldeämter sind nicht teil des internets und brauchen deshalb den datenschutz und die privatsphäre nicht zu sichern? wieso kann ilse aigner das bei facebook nicht akzeptieren, bei den meldeämtern aber schon?

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Kein Datenschutz bei Meldeämtern

03.07.2012

Johnny Haeusler auf Spreeblick:

Während dieser Arbeit sprachen wir im Zusammenhang mit der Datennutzung von Facebook für Werbezwecke aber auch mit diversen Marketing-Fachleuten und bekamen bestätigt, dass der Handel mit persönlichen Daten keine Internet-Erfindung ist, sondern dass Unternehmen in Deutschland schon seit Ewigkeiten sehr genaue Datensätze für Direktvertrieb und -marketing anfordern und einkaufen können.

[..]

Auch wenn die knapp 900 Millionen Nutzer-Daten von Facebook eine andere Qualität und Tiefe haben mögen (hier übrigens ein spannender Artikel dazu: What Facebook knows) und ohne Facebook als harmloses Lamm darstellen zu wollen, fasziniert mich an diesem Umstand, dass sich der Sturm der Entrüstung in Sachen Datenschutz bzw.

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Social Networks gefährden die Geschäftsgrundlage der Schufa

07.06.2012

Gute Analyse von Kristian Köhntopp über die Schufa und ihre Pläne, Facebook und co. einzubeziehen:

Die Schufa stellt über Menschen in Deutschland umfangreiche Dossiers zusammen, mit denen sie die Kreditausfallwahrscheinlichkeit für eine Person zu berechnen behaupten, und sie verkaufen diese Daten für großes Geld an Kreditgeber. Falls das Projekt von HPI und Schufa herausfindet, daß genau das auch mit öffentlich verfügbaren Daten mit einer sinnvollen Trefferwahrscheinlichkeit getan werden kann, ist die Schufa erledigt, denn dann ist ihre Geschäftsgrundlage nichtig.

Mit einem Invest von einhunderttausend Euro bis einer Million Euro (plus die notwendigen Organisationskosten drumrum) könnte dann jeder ein Geschäft neu aufziehen, das der Schufa Äquivalent ist.

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Google benutzt wahrscheinlich Street View um fahrerlose Autos zu trainieren

06.06.2012

Faszinierende Theorie von Adrain Holovaty:

I’m in the middle of taking the Coursera Machine Learning class — which has been amazingly good — and it recently covered how one could implement a machine-learning algorithm to power driverless cars.

Here’s how you might do it. You put a camera on the front of your car, and you set it to capture frequent images of the road ahead of you while you drive. At the same time, you capture all the data about your driving — steering-wheel movement, acceleration and braking, speed — plus stuff like weather conditions and number/distance of cars near you.

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Europa und die Cookies

29.05.2012

Gigaom beschäftigt sich in einer Artikelserie mit der europäischen E-Privacy Directive EU 2009/136/EC:

Coming into force in the UK on Saturday, Article 5(3) of the E-Privacy Directive (happy reading) says EU countries have to make sure consumers are “offered the right to refuse” cookies being downloaded onto their computers by web services, in all but essential cases. They also have to give “clear and comprehensive information” about what the cookies are for.

The deadline for all this was late May 2011.

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Facebook: Datenschützer Thilo Weichert hat ein Problem

18.05.2012

Datenschützer Thilo Weichert: Facebook hat ein Problem – FAZ:

Wer als Aktionär spekuliert, muss damit rechnen, dass, wenn sich der Datenschutz in Deutschland und Europa mit seinen Belangen durchsetzt, das Geschäftsmodell von Facebook in sich zusammenbricht. Es ist zwar möglich, dass Facebook unseren Forderungen nachkommt, aber das ist vollkommen offen.

Über die als Entwurf vorliegende europäische Datenschutzverordnung:

Wahrscheinlich ist die Datenübermittlung in die Vereinigten Staaten nicht mehr möglich, die Analyse von Verkehrsdaten kann nur noch sehr beschränkt erfolgen. Es muss eine bessere Information der Nutzer geben, vor allem bessere Wahlmöglichkeiten der Datenfreigabe.

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Disqus macht Kommentarmoderation jetzt noch einfacher mit Reputationsanzeige

09.03.2012

Das auch auf neunetz.com zum Einsatz kommende Kommentarsystem Disqus hat die Moderationsoberfläche überarbeitet und bietet jetzt unter anderem auch eine auf das ganze Netzwerk zurückgreifende Reputationsmessung der Kommentatoren. Man kann jetzt also zum Beispiel sehen, wenn Disqus-Nutzer, die neu auf der eigenen Site und damit noch unbekannt sind, sich in Disqus-Kommentaren auf anderen Websites schlecht benommen und dafür schlechte Bewertungen kassiert haben.

Das dürfte besonders die Arbeit von Moderatoren auf kommentarreichen Sites enorm erleichtern.

Über das Reputationssystem:

There are three reputation tiers:
High: These are your most active and liked users.

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Ohne Privatsphäre keine Filterbubble

05.03.2012

Leichte Übertreibung der lesenswerten Gedanken von Kristian Köhntopp:

Und genau deshalb “enthüllen” sich so viele Menschen auf Twitter, Facebook, Google+, Path oder sonstwo: Sie machen sich sichtbar, findbar. Um im Rückschluss selber relevantes zu finden.

Das kostet Vertrauen. Vertrauen in unsere Mitmenschen, in Plattformbetreiber und manchmal sogar in den Staat (auf den wir gut aufpassen, damit er’s nicht missbraucht). Doch dieses Vertrauen ist nicht verschenkt, denn es hilft anderen, uns zu vertrauen. Vertrauen vereinfacht die soziale Interaktion. Dadurch, dass wir unsere Vorlieben, Ängste und Anliegen veröffentlichen, erlauben wir es anderen uns nahe zu kommen – und hoffen zugleich, dass die, die uns nahe kommen, Personen sind, an denen wir wachsen können, dass sie Leute sind, die unser Leben bereichern.

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Highlight & Glancee: Die neuen ortsbasierten Killerapps

05.03.2012

Im Mai letzten Jahres hatte ich Sonar.me vorgestellt. Eine App, die auf die Social-Graph-Daten von Facebook, Twitter und Foursquare und die Checkin-Daten von Foursquare setzt, um Kontext zu Personen im näheren Umfeld zu liefern.

Jetzt kommen die ersten mobilen Apps, die die Möglichkeiten auf sehr spannende neue Arten nutzen, im Hintergrund die Verortung des Mobiltelefons vorzunehmen und Menschen auf Basis der Social-Graph-Daten von Facebook aufeinander hinzuweisen.

Die neuen Apps heißen Highlight (iPhone) und Glancee (iPhone, Android).  Sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie nicht nur die Beziehungen von Facebook nehmen und etwa mitteilen, dass ein Freund oder der Freund eines Freundes in der Nähe ist (Sonar.me arbeitet so).

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