Filesharing

The Sky is Rising 2: Studie zur Entwicklung der Unterhaltungsindustrie

13.05.2013

Nachdem sich die erste “The Sky is Rising“-Studie von Techdirt mit dem US-Markt beschäftigte, und dort bei allen entscheidenden Kennzahlen die Tendenz nach oben ausmachen konnte, haben sich die Techdirtmacher bei der zweiten Studie nun verschiedene Länder angeschaut: Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, UK und Russland.

Nicolas Fennen hat ein paar Erkenntnisse aus der Studie auf netzpolitik.org zusammengefasst:

Es ist dabei bemerkenswert festzustellen, wie von Jahr zu Jahr in nahezu jedem Segment die Anzahl an Veröffentlichen steigen würden. An vorderster Front befinde sich hier die Bücherindustrie mit einer Steigerung an Veröffentlichungen von 29% in Deutschland bis hin zu 266% in Russland, jeweils im Vergleich von 2011 und 1995.

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BitTorrent Sync ist eine private Alternative zu Dropbox und co.

25.01.2013

BitTorrent Inc. stellt mit BitTorrent Sync eine auf BitTorrent, das Filesharing-Protokoll, setzende Alternative zu Dropbox und co. vor. TorrentFreak:

There are several good use cases for BitTorrent Sync. For example, users can share folders across all devices, creating their own redundant backup with minimal effort.

Similarly, a group of people working with large files, such as filmmakers, will also enjoy the lack of storage limits and the rapid download speeds.

BitTorrent Sync muss man sich als ein einfach erstellbares privates BitTorrent-Netzwerk vorstellen.…

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Beweisvernichtung bei Filesharing-Abmahnungen

08.01.2013

Holger Bleich, Joerg Heidrich und Thomas Stadler in einer c’t von 2010 über die Beweisführung bei Filesharing-Abmahnungen:

Die naheliegendste Möglichkeit, eventuelle Zuordnungsfehler aufzudecken, wäre eine Anfrage beim eigenen Provider. So könnte man sicherstellen, dass die in der Abmahnung angegebene IP-Adresse zum fraglichen Zeitpunkt tatsächlich dem eigenen Anschluss zugeordnet war.

Beweisvernichtung

Eine solche Überprüfung könnte grundsätzlich im Rahmen einer datenschutzrechtlichen Selbstauskunft nach Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) erfolgen. Danach hat jeder Betroffene das Recht, bei einer Stelle, die personenbezogene Daten von ihm speichert, Auskunft über diese Daten zu verlangen.

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Deutschland kein BitTorrent-Land

17.09.2012

TorrentFreak zitiert eine Studie über die globale Nutzung von BitTorrent von Musicmetric, einem Analyseunternehmen. Deutschland schafft es nach Musicmetric nicht in die Top10:

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Auch Internet Archive nutzt jetzt BitTorrent

10.08.2012

Jens Ihlenfeld auf Golem.de:

Mehr als 1 Million Torrents stellt das Internet Archive kostenlos zur Verfügung, darunter die Prelinger Filmsammlung und diverse Spielfilme, die Hörbuchsammlung Librivox und zahlreiche Bücher.

Sinnvolle Sache, da das Internet Archive mit BitTorrent leicht durch minimale Unterstützung von gewöhnlichen Internetnutzern entlastet werden kann. BitTorrent, oder Filesharing allgemein, dürfte der einzige Weg sein, wie man Kultur im großen Stil digital archivieren und vorhalten kann. Auf jeden Fall ist es der ökonomischste Weg.

BitTorrent ist bekanntlich die aktuell effizienteste Art, Dateien zu verteilen, und wird unter anderem auch von Universitäten oder etwa von Facebook und Twitter zur Serveraktualisierung eingesetzt.…

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Keine einzige versendete Warnnotiz nach 8 Monaten “Three Strikes” in Neuseeland

24.04.2012

Neuseeland hat vor einiger Zeit ein “Three Strikes”-Gesetz verabschiedet, das im August 2011 zum Start der Überwachung des P2P-Traffics geführt hat.

Bis heute wurde allerdings keine einzige Warnung verschickt. Warum? Weil die Rechteinhaber sich mit 25$ an jeder verschickten Notiz beteiligen müssen. Die ISPs hatten ursprünglich 40$ pro Notiz gefordert.

Paul Brislen (CEO der Telecommunications Users Association):

Twenty five dollars isn’t a lot when you think about the price of a TV show or a movie.  If I’d invested $200 million in a film then $25 wouldn’t seem too great a burden to pay for protecting my rights, however to date not a single notice has been issued with regard to a TV show or movie.

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Megaupload arbeitete an einem Börsengang für mehrere Milliarden US-Dollar

17.04.2012

Megaupload arbeitete an einem Börsengang für mehrere Milliarden US-Dollar berichtet TorrentFreak:

Before Megaupload was shutdown the company was preparing to go public and enter the US stock market with a multi-billion dollar IPO. While the US authorities were conducting their criminal investigation, Megaupload had discussions with some of the ‘Big Four’ auditors and several of the world’s largest investments banks. The top of the financial world was looking at a huge potential tech IPO with a billion dollar valuation, but these plans ended abruptly in January.

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Kulturflatrate ist Wegezoll, keine Lösung

16.04.2012

Dirk von Gehlen schreibt auf sueddeutsche.de über die Kulturflatrate:

Pauschale Vergütungssysteme sind in vielen Bereichen bereits Alltag in diesem Land. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird ebenso über eine Pauschale finanziert wie die Verwertungsgesellschaften Gema und VG Wort in dieser Art Tantiemen für Künstler ausschütten.

Das stimmt. Wer pro Kulturflatrate ist, sollte sich die Vor- und Nachteile von GEMA über ÖR bis VG Wort genau anschauen.

Begründet wird die Kulturflatrate immer damit, dass sie notwendig ist, um Filesharing und damit unsere heranwachsenden Generationen zu entkriminalisieren.…

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Was ist uns wichtiger? Die Disneys dieser Welt oder unsere private Kommunikation?

29.03.2012

Vor einigen Tagen hatte ich darüber geschrieben, dass Kopien, das Kopieren und das Verteilen zum Internet dazugehören. Der Akt des Filesharings und der Akt der (bewussten oder unbewussten) Urheberrechtsverletzung, wenn hier ein Foto geteilt wird oder dort ein Video neu verwurstet hochgeladen wird, lassen sich nicht aufhalten.

Dieser Fakt wird regelmäßig in Frage gestellt mit dem Hinweis darauf, dass wir mit unseren Gesetzen unsere Welt selbst formen. Wir also entscheiden, wie unsere Welt funktionieren soll.

Zuletzt hat Johnny Haeusler auf Spreeblick (via wirres.net) diese Frage wieder aufgeworfen:

Unbestritten ist, dass das Netz vieles verändert, doch wo steht geschrieben, dass diese Veränderungen per se gut sind?

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Dropbox integriert Facebook

21.03.2012

Dropbox hat eine einfache Facebook-Integration eingeführt. allfacebook.de:

Eingeladen werden kann ganz normal über dopbox.com/share. Dort gibt es jetzt die Option “Facebook Freunde einladen”. Dropbox fragt dann ein paar Rechte ab und zeigt anschließend in der Auswahlliste zum Teilen die Facebook Freunde mit an.

Die Einladung wird dann als Nachricht in Facebook ausgeliefert. Der Eingeladene erhält dazu einen DropBox Link. So stellt DropBox zudem sicher, dass Facebook Nutzer die noch nicht DropBox Nutzer sind, sich auch einen neuen Account anlegen.

Das ist natürlich erst der Anfang.…

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Jemand muss die Post aufhalten, sie bereichert sich an Verbrechern

19.03.2012

Sebastian von Bomhard mit einer guten Analogie zur Frage, inwiefern Plattformprovider für von ihren Usern bereitgestellte Inhalte haften sollen:

Endlich wurde Recht und Gesetz zum Durchbruch verholfen. Schon lange waren sie uns ein Dorn im Auge, die fies-gelbroten Packstationen der DHL Worldnet, vulgo Post. Dort wurden zwar auch regulär Päckchen abgegeben, aber schon lange war klar, daß dieser Dienst sehr gerne von Betrügern genutzt wurde, die dort mit gestohlenen Identitäten ihren krummen Machenschaften nachgehen konnten. Unerträglich die Tatsache, daß sich die Post an solchen Leuten bereichert.

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Der nächste große Trend: Privates Filesharing über Facebook

16.03.2012

Als ich vor einigen Tagen über den langsamen Aufstieg von Darknets im Filesharing schrieb, erwähnte ich auch das schnell wachsende Retroshare. Retroshare setzt für das private Teilen auf PGP-Schlüssel. Das ist ausgesprochen unhandlich und wenig mainstreamfähig. Bis heute verwenden verhältnismäßig wenige Leute PGP für Email. Werden sie für Filesharing damit auf breiter Basis anfangen? Unwahrscheinlich.

Welches Problem löst Retroshare mit PGP? Es löst das Problem der sicheren Identifizierung von Personen. Auf diese Art wird sichergestellt, dass man sich nur mit den Personen verbindet, mit denen man das auch möchte.…

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Nach Megaupload: Darknets und alternative Anbieter übernehmen die Lücke

12.03.2012

Obwohl sich die USA als Weltpolizei im Fall Megaupload verhält und in einer sensationellen Razzia die Betreiber verhaftet, deren Gelder eingefroren und die Website offline genommen hat, hat diese Aktion praktisch keine Auswirkungen auf das Ausmaß des Filesharings weltweit gehabt, ganz zu schweigen von der Entwicklung.

1. Darknets

Stattdessen reagiert das Netz wie erwartet. Auf der einen Seite nehmen Darknets an Bedeutung zu. Die Richtung geht also wieder weg von zentralen Anbietern wie Megaupload und hin zu dezentraleren Alternativen, die zwar schwieriger zu handhaben, aber sehr viel resistenter gegen Angriffe von außen sind.…

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Direkte Bezahlung für Kulturprodukte ist nicht das Entscheidende, die gesamte Kulturwirtschaft ist es

14.02.2012

Sascha Lobo auf Spiegel Online sehr lesenswert über ACTA:

Der Protest gegen Acta war ein Protest dagegen, wie eine unzureichend informierte, wenig diskussionsfreudige Politik sich intransparent von Lobby-Gruppen eine Vorgehensweise diktieren lässt, die mit der eigenen digitalen Lebenswelt überkreuz liegt.

[..]

Und genau hier tun sich eine Reihe gefährlicher Abgründe auf. Es beginnt damit, dass die Art, wie Acta und seine Brüder geboren werden, das ohnehin schon geringe Vertrauen in die Apparate der EU erschüttert. Was angesichts der derzeitigen Probleme des Kontinents gleich nach Überdachung des Mittelmeers das zweitdümmste ist, was passieren kann.

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ACTA und co. bleiben unverhältnismäßig, selbst wenn Filesharing Diebstahl wäre

25.01.2012

Je länger man sich mit der Debatte zum Urheberrecht und Filesharing beschäftigt und je mehr man sich die Details anschaut, desto atemberaubender wird die Tatsache, wie stark der Diskurs von Prämissen bestimmt wird, die seit über zehn Jahren nicht nur nicht bewiesen wurden, sondern sogar in Studien bereits wiederlegt sind.

Der Diskurs wird von Bauchgefühlen und Milchmädchenrechnungen bestimmt, die sich als moralische Positionen tarnen.

Vollkommen unbeeindruckt von fehlenden Beweisen wird immer weiter argumentiert, als sei Filesharing etwa Diebstahl, weil jede heruntergeladene Datei immer gleich ein entgangener Verkauf ist.…

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‘Piraterie’ als Teil des digitalen Ökosystems

24.01.2012

Frédéric Filloux schreibt auf Monday Note sehr lesenswert über ‘Piraterie’, also unautorisiertes Filesharing, als festen Bestandteil des digitalen Ökosystems.

In der Musikindustrie wird Filesharing seit längerem als Messung von Marktanteilen genutzt:

BigChampagne’s clients can pull up information about popularity and market share (what percentage of file-sharers have a given song). They can also drill down into specific markets – to see, for example, that 38.35 percent of file-sharers in Omaha, Nebraska, have a song from the new 50 Cent album.

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MegaUpload war auch eine Hosting-Lösung für private Dateien

20.01.2012

TorrentFreak verweist auf Leute, die auf Twitter ihrer Wut Luft machen, weil das oflline nehmen von MegaUpload durch das FBI ihnen ihren Zugang zu ihren eigenen Dateien für Privates und Arbeit genommen hat.

Das wird oft bei der Berichterstattung übersehen. Sich der “rogue site”-Argumentation der Entertainmentindustrie anschließend wird oft MegaUpload als eine Site dargestellt, die _ausschließlich_ für Urheberrechtsverletzungen benutzt wird. Das macht es einfacher, aber wird der Realität nicht gerecht.

In der kommenden Folge des neunetzcasts, dem Podcast von neunetz.com, sprechen Markus Angermeier und ich auch über dieses Thema.…

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Filesharing in Westafrika findet mit Bluetooth und ohne Internet statt

20.01.2012

Filesharing ist kein Symptom des Internets, sondern der Digitalisierung. Die Vernetzung macht Filesharing nur im großen Stil möglich und gleichzeitig verfolgbar.

Ein schönes Beispiel, warum das Internet gar nicht notwendig ist findet man im Motherboard-Blog des Vice Magazines. Inside the Cell Phone File Sharing Networks of Western Africa (Q+A):

Digital filesharing doesn’t need the internet. This is the case at least in Western Africa and other parts of the developing world, where computers aren’t yet consumer goods for most and, even if they were, web access isn’t exactly New York City.

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Urheberrechtsverletzungen haben das teuerste Strafe-Preis-Verhältnis von allen Arten von ‘Diebstahl’

18.01.2012

US-Anwalt Andrew Bridges auf PandoDaily über den falschen Begriff Diebstahl bei Urheberrechtsverletzungen und die Verzerrung bei den Strafmaßen:

Copyright infringement statutory damages in civil litigation can be as high as $150,000 for infringement of a single work. Yes, a single work such as a single song with an iTunes download value of $1. A copyright holder can claim such statutory damages without needing to prove a single penny of damage or loss. Think such sky-high damages aren’t realistic? Think again.

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Don’t wait for the time machine, because we’re never going to invent something that returns you to 1965 when copying was hard and you could treat the customer’s convenience with contempt.

18.01.2012

US-Präsident Obama hat sich kritisch gegenüber SOPA geäußert, gleichzeitig aber eine Lösung für das Problem der ‘Online-Piraterie’ gefordert:

“Washington needs to hear your best ideas about how to clamp down on rogue Web sites and other criminals who make money off the creative efforts of American artists and rights holders,” reads Saturday’s statement. “We should all be committed to working with all interested constituencies to develop new legal tools to protect global intellectual property rights without jeopardizing the openness of the Internet.

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