Archive for the 'Filesharing' Category

FoxTorrent- BitTorrent für Firefox

BitTorrent, das weiß jedes Kind, ist das am besten skalierende P2P-Protokoll das wo gibt, oder so. Das Tolle an BitTorrent ist neben seiner Effizienz aber auch, dass zum Beispiel RSS unterstützt wird. Das heißt neu verfügbare Dateien (*hust*TV-Shows*hust*) werden im Idealfall automatisch vom Client runtergeladen.

Red Swoosh haben nun mit Foxtorrent gestern das erste voll funktionsfähige BitTorrent-Addon für Firefox releast. Damit können Firefoxnutzer was Operanutzer schon länger können: Dateien über BitTorrent mit dem Browser downloaden. Neben der Browserintegration ist ein weiterer interessanter Aspekt, dass Foxtorrent bei hohen Übertragungsraten Streaming erlaubt. Heißt, man kann ein Video, das noch runtergeladen wird, bereits anschauen. Nachteil ist, dass die einzelnen Teile einer Datei nicht mehr entsprechend der Verfügbarkeit im Torrentschwarm runtergeladen werden, sondern der Reihenfolge nach. Das hat negative Auswirkungen auf die Geschwindigkeit, was am Ende sich selbst in den Schwanz beist indem es im worst case streamen nicht ermöglicht.

Im Zusammenhang mit Firefox’ generellen Arbeitsspeicherhunger (Tipps für Abhilfe hier), ist auch folgende Aussage auf der Foxtorrentseite ganz interessant:

Foxtorrent uses less than 8 MB of RAM

Auch wenn ich das nicht recht glauben will. Man wird sehen. Der ausführliche Artikel auf p2p-Blog scheint meine Skepsis zu bestätigen:

The windows version of Foxtorrent has some major memory leaks that require regular restarts.

Scheint, da gibt es noch Einiges zu tun für die Entwickler.

Es gibt noch weitere Projekte, BitTorrent auf den Firefox zu bringen. Auf Torrentfreak kann man unter anderem über Firestorm und Bitfox sich informieren. Beide befinden sich noch in einem frühen Stadium.

Foxtorrent und die anderen Addons werden in Funktionsumfang und Nützlichkeit so schnell nicht an standaloneclients herankommen. utorrent unter Windows ist einfach nahezu unschlagbar. Browserintegration hilft der allgemeinen Verbreitung von BitTorrent (das auch so schon gut unterwegs ist) aber ungemein. Kein weiteres Programm zu benötigen, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Und irgendwann, in einer fernen Zukunft, werden Torrentdownloads so einfach runterladbar sein wie normale Downloads. Eine schöne Vorstellung.

In diesem Zusammenhang auch interessant: die Torrent Search Bar oder die Torrent Finder Toolbar.

deutsche Artikel über Foxtorrent:

auf netzwelt
auf gulli

englische Artikel über Foxtorrent:

auf Torrentfreak
auf p2pblog

Tags:[tag]Foxtorrent, Firefox, BitTorrent[/tag]

BitTorrent wird voraussichtlich noch dieses Jahr werbefinanziertes TV-Netzwerk starten

Wie torrentfreak berichtet, wird BitTorrent Inc. voraussichtlich noch dieses Jahr ein kostenfreies, werbefinanziertes Internet-TV-Netzwerk gründen.

On a discussion panel at the OMMA Expo, Eric Patterson, BitTorrent’s general manager of consumer services, said:

“We see us moving to an advertising-supported model at the end of the year so people can consume TV shows in the same way they consume programs on television.”

Eine logische Entwicklung. Denn der aktuelle Versuch DRM-verseuchte Filme und Serienepisoden auf der BitTorrent-Seite -neben illegalen kostenfreien Suchergebnissen, die man ebenfalls auf der Seite findet- zu verkaufen, ist schlicht zum Scheitern verurteilt.

Inwiefern die teilnehmenden Sender akzeptieren werden, dass das Internet ein globales Medium ist, wird sich zeigen. Wenn man sieht, dass zum Beispiel der US-PayTV-Sender Showtime Internetuser außerhalb der USA nicht einmal auf die eigene Seite lässt (und auf den SL-Satz gehe ich jetzt nicht weiter ein..), wird die erste Inkarnation eines BitTorrent-TV-Netzwerkes höchstwahrscheinlich mit IP-Filtern kommen, die Jeden außerhalb des jeweiligen Landes ausfiltern. Für Medienkonzerne können die Schritte bekanntlich nicht klein genug sein.

BitTorrent ist die aktuell effizienteste Form der Verbreitung von großen Dateien und ist weltweit das von den meisten Usern genutzte P2P-Netzwerk.

Tags:[tag]BitTorrent[/tag]

Drei (+1) einfache Wege den eigenen Rechner als Fileserver zu verwenden

Im Folgenden stelle ich einige Möglichkeiten vor, wie man auf einfache Weise einzelne Dateien oder Ordner auf dem Rechner für Bekannte oder das gesamte Internet zum Download freigeben kann. Es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten als die hier vorgestellten. Die Ausgewählten sind aber effizient und (subjektiv) die Einfachsten in der Handhabung.

Izimi

Webware stellt mit Izimi ein Programm vor, mit dem man auf einfache Art Dateien auf dem eigenen Rechner für das Internet freischalten kann. Man muss also Dateien nicht mehr erst irgendwo hochladen, um sie mit Anderen zu teilen. Izimi erlaubt es, die Dateien zu taggen und ihnen eine Beschreibung anzuhängen. Izimi hat einige Schwachstellen: Freigeschaltete Dateien können von Jedem runtergeladen werden, solange der Client aktiv ist und der Rechner online. Es gibt aktuell keine Zugangsbeschränkungen (Dateifreigabe nur für Freunde oder Familie zB ist nicht möglich). Für filesharing privater Sachen ist es demnach aktuell nicht geeignet, da es auf der Izimi-Seite zusätzlich eine Suchfunktion gibt, mit der man den Bestand der per Izimi freigegebenen Dateien durchsuchen kann.

Zapr

Zapr ist ähnlich wie Izimi aufgebaut. Zapr existiert aber bereits etwas länger und ist wesentlich ausgereifter. Dateien werden ebenfalls recht einfach über einen Softwareclient freigegeben. Wie bei Izimi bekommt man einen Weblink, über den die Datei oder der Ordner vom Rechner heruntergeladen werden kann. Ebenso kann man auch mit Zapr der Datei eine Beschreibung anhängen. Im Gegensatz zu Izimi gibt es keine zaprweite Suche nach Dateien. Man ist also bereits so relativ sicher, was das Austauschen privater Dateien angeht (aufgrund einer 16stelligen zufälligen Zeichenfolge in der Link-URL). Benutzt der Empfänger auch Zapr, kann man die Datei auch direkt nur für ihn freigeben. Auch Gruppenfreigaben sind möglich. Ich nutze Zapr seit einiger Zeit hin und wieder und bin sehr zufrieden mit der einfachen Handhabung und der Tatsache, dass Empfänger kein zusätzliches Programm benötigt. Will man schnell eine oder mehrere Dateien zum Download freigeben, ohne diese irgendwo hochzuladen und ohne die Empfänger erst mit der Installation eines Programms zu belästigen, ist Zapr in meinen Augen die erste Wahl.

Pando

Pando, das laut deren Webseite mittlerweile von 4 Millionen Usern genutzt wird, basiert auf einem eigenen BitTorrent-ähnlichen Protokoll. Eine mit Pando freigegebene Datei oder Ordner wird auf einen Pandoserver hochgeladen und dort bei kostenfreien Accounts für 14 Tage gehostet. Die Lokalisierung und der Download funktioniert über kleine .pando Dateien, welche wie torrent-Dateien nur die Info beinhalten, wo die jeweilige Datei sich befindet. Der Empfänger lädt die Datei anschließend nicht nur vom ursprünglichen Sender runter sondern außerdem von einem Pandoserver. Je mehr Nutzer die Datei bereits auf dem Rechner haben, desto schneller wird idR der Download für den Einzelnen. Die Geschwindigkeiten bei Pando sind dementsprechend meist geradezu unverschämt hoch. Pando empfiehlt sich besonders für große Dateien. Bei kostenfreien Accounts wird die Datei 14 Tage gehostet, danach ist sie nur noch über den Rechner des Senders oder anderer Empfänger erhältlich. Die 14-tägige Verfügbarkeit auch wenn der Ursprungsrecher nicht online ist, ist ein großer Vorteil von Pando. Nachteil von Pando: Empfänger benötigt das Pando-Programm. Nicht zu unterschätzen ist auch die RSS-Fähigkeit von Pando.

Allpeers

Allpeers gehört streng genommen nicht unbedingt in diese Liste. Das Firefox Add-On ist lediglich dazu geeignet, Dateien für Bekannte freizugeben. Eine Option, Dateien für das Web, also ohne Beschränkung, freizugeben, gibt es nicht. Wer das nicht benötigt, aber oft mit Bekannten über das Internet private Dateien austauscht, für den lohnt sich das ebenfalls auf BitTorrent basierende Allpeers aber allemal. Man kann per drag and drop nicht nur bequem Dateien und Ordner freigeben, sondern auch sehr einfach als Empfänger ganze Gruppen oder einzelne Personen auswählen. Zusätzlich zu Beschreibungen/Messages, die man den freizugebenden Dateien anhängen kann, gibt es noch eine einfach gehaltene Chatfunktion. Ich nutze Allpeers hauptsächlich zusammen mit einem befreundeten Londoner Musiker zum gegenseitigen Austausch von Sounds und der Diskussion über diese uä. Allpeers lohnt sich für alle Menschen, zu deren Arbeit ein regelmäßiger Dateiaustausch über das Netz gehört.

Fazit

Will man auf dem eigenen Rechner befindliche Dateien oder Ordner der weiten Welt zur Verfügung stellen, kann man Izimi benutzen. Wer etwas differenzierter nur Bekannten Dateien zukommen lassen will, dem empfehle ich Zapr. Auch ohne Zugangsbeschränkung sind die Dateien relativ(!) sicher vor fremdem Zugriff. Man sollte aber nicht vergessen, dass sie prinzipiell durch Aufrufen der URL von Jedem runtergeladen werden können. Wenn die Empfänger auch Zapr benutzen, kann man damit die gewünschte Nutzung der Dateien besser absichern.
Wer große Dateien verteilen will, dem empfiehlt sich Pando. Pandos Hauptnachteil ist die Tatsache, dass auch der Empfänger das Programm benötigt um die Datei laden zu können. Das Gleiche gilt für das Firefox-Add-on Allpeers. Wer regelmäßig Dateien unterschiedlichen Personenkreisen zur Verfügung stellt und diese Personenkreise exakt definieren will, ist auch mit Allpeers gut beraten. Besonders für eine andauernde Zusammenarbeit über das Internet bietet sich Allpeers mit seiner zusätzlichen Chatfunktion an. Voraussetzung ist allerdings, dass die beteiligten Personen Firefox nutzen und zur Installation von Allpeers bereit sind.

Tags:[tag]Izimi, Zapr, Pando, Allpeers[/tag]

DRM- Dank Amazon wohl bald nicht mehr bei Onlinemusikshops, dafür dank BBC bei OnlineTV

And he continues with his weird headlines.

Wie man auf dem p2p-Blog nachlesen kann wird BBC Worlwide seinen Content auf zudeo.com nur DRMisiert anbieten. Angesichts der Tatsache, dass der Deal wie berichtet zunächst nur für US-User gelten wird, nachvollziehbar. Man will schließlich die Dealbedingungen durchsetzen. Angesichts der Tatsache, dass das Internet eine weltweite Angelegenheit ist, ist allerdings schon Letzteres allein Unsinn, gelinde gesagt. Die DRMisierung wird dem Erfolg des Angebots ebenfalls nicht sonderlich helfen.

Interessanter ist an der DRM-Front daher vielmehr folgende Nachricht:

Late last week Amazon began circulating contracts to labels aiming for a late 1st Q ‘07 music downloadAmazon_12 store launch. Rumors of an Amazon entry have been circulating all year, but died down as attention shifted first to the URGE launch and then to Microsoft’s ZUNE.

What is most surprising (and exciting) about Amazon’s new store is that the online giant is apparently telling labels that they will only sell DRM free mp3’s and will offer variable pricing.

Sollte das stimmen, wird Amazon nächstes Jahr in das Onlinemp3-Geschäft einsteigen und nebenbei, Markenkraft sei dank, den Markt komplett umkrempeln. Kein Onlinemusikshop wird sich dann noch halten können, wenn er seine Produkte mit DRM versetzt versucht an den Mann zu bringen. Amazon kann mit seiner Infrastruktur den Majorlabeln einen Umsatz versprechen, dem keines sich widersetzen wird können. Denn wer nicht dabei ist, wird das erstens seinen längst an Amazon gewöhnten Kunden erklären müssen und zweitens seinen Aktionären erklären müssen, warum man auf diese nicht zu unterschätzende Umsatzmöglichkeit verzichtet.

Und letztlich wird damit, mal wieder, die Musikbranche den Weg vorzeigen, den auch die Film/TVindustrie wird gehen müssen: Selbst wenn sich Onlineanbieter etablieren, die in ihre Angebote DRM einflechten, so ist es nur eine Frage der Zeit bis ein Majorplayer des Netzes versuchen wird, in den Markt reinzukommen. Und der größte Wettbewerbsvorteil, den man dann gegenüber den bereits bestehenden Konkurrenten noch aufbauen kann, bleibt schlicht nur drmfrei zu verkaufen.

Tags:[tag]drm, bbc, zudeo, Amazon[/tag]

BBC-Shows via Zudeo, und andere Möglichkeiten für TV via Internet

Zudeo ist die neue Videoplattform von Azureus. Dem Unternehmen von dem auch der weltbekannte BitTorrent-Client gleichen Namens stammt. Azureus gehört, trotz seines Ressourcenhungers, zu den beliebtesten BitTorrent-Clients. Mit dem Launch von Zudeo liegt eine Zudeoversion von Azureus vor, die es ermöglicht, auf einfache Weise Videos in HD-Qualität mittels BitTorrent über die Zudeoseite herunterzuladen. Im Vergleich zu Youtube haben die Videos also eine erheblich bessere Qualität. Dafür muss man die Videos erst herunterladen bevor man sie anschauen kann. Streaming einer niederwertigen Videoversion ist (aktuell noch) nicht möglich. Altbekannte Features wie bewerten und kommentieren sind auf der Seite natürlich auch vertreten.

Jetzt hat Azureus bekannt gegeben, dass man eine Partnerschaft mit BBC Worldwide eingegangen ist. US-User werden Episoden ausgewählter BBC-Shows über Zudeo erwerben können, und zwar nur US-User. Insofern erstmal recht uninteressant für deutsche Nutzer. Die Partnerschaft mit BBC Worldwide als Anfang ist aber nicht zu unterschätzen. Wenn die Seite ein Erfolg wird, könnte das Ganze daher sehr schnell in absehbarer Zukunft auch für deutsche Nutzer interessant werden.

Die Nutzung von BitTorrent zur Übertragung großer Dateien ist, man kann schon fast sagen, unvermeidlich. BitTorrent ist das effizienteste Protokoll zur Datenübertragung im Netz. Testweise habe ich den Simsponstrailer runtergeladen und war damit quasi sofort am Downloadlimit meiner Verbindung. Schon allein dadurch, dass Seiten die auf das Bit Torrent Protokoll setzen, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil durch niedrigere Kosten haben, dürft sich Bit Torrent hier etablieren.

Einige mögliche Alternativen/ Mitbewerber zu Zudeo:

Tioti.com: Mehr oder weniger ein Socialnetwork-Frontend für BitTorrent- und andere TV-Downloadlinks (z.B. itunes). Könnte sich, wenn richtig umgesetzt zu einem Killer entwickeln. File under Netzwerkeffekt. Größtes Problem: Massive Einbindung von illegalen BitTorrent-Links wird (gelinde gesagt) zur Verstimmung der Contentindustrie führen, und Kooperation damit erschweren. Auf der anderen Seite dürfte eine indirekte Korrelation zwischen BitTorrent-Einbindung und Userakzeptanz/-wachstum bei Tioti bestehen. Klassischer Konflikt, wie es klassicher gar nicht sein könnte.

Democracy Player: Mit diesem Freewareprogramm kann man nicht nur Videocasts abonnieren und anschauen sondern auch per BitTorrent (und via rss automatisiert) zeitlich versetzt erscheinende Episoden bequem herunterladen. Praktisch: das Programm räumt hinter sich auf. Man gibt lediglich die Zeit an, die die heruntergeladenen Videos auf der Festplatte bleiben sollen.

Und dann kommt ja auch noch das Venice Project..

 

Tags:[tag]Zudeo, youtube, Tioti, Democracy Player, Venice Project, BitTorrent[/tag]

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