Archive for the 'internet-tv' Category

Youtube Videos auf Zeitlinie

MitTimeTube kann man sich Youtube-Videos auf einer Zeitlinie anzeigen lassen. Und das sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch richtig praktisch.

Hier am Beispiel meines Alltime-Heros Stephen Colbert:

TimeTube 1210627164505

Noch besser ist natürlich ein Thema, bei dem nicht permanent die Videos “illegal” hochgeladen, wieder gelöscht und wieder hochgeladen werden, was die Timeline zerstört. Geeigneter ist zum Beispiel die Suche nach Barack Obama, der auch einen offiziellen YouTube-Channel hat.

TimeTube ist ein Mashup von YouTube und dem Timeline-Dienst dipity. Über dipity bin ich zum ersten Mal bei Nico Lumma gestolpert. Netter Dienst.

(via Seth Godin)

Komplette SouthPark-Episoden online schauen

Das ist doch mal was. Nach einigen deutschen Comedy-Serien gibt es jetzt auch komplette SouthPark-Episoden online. Von den Machern von South Park höchstselbst. Die komplette Serie, alle Staffeln, legal.

Selbst die erst vor ein paar Tagen am 19.3. in den USA ausgestrahlte Folge ist bereits auf der Seite verfügbar. Und das alles ohne IP-Filter und folglich global zugänglich. (Logischerweise natürlich alles in englisch.)

Update: Es scheint, dass man im UK, Neuseeland und in Canada nicht auf die Seite zugreifen kann. Wahrscheinlich werden alle englischsprachigen Länder außerhalb der USA geblockt. /Update

So, und nur so, kann die Contentindustrie BitTorrent schlagen.

sp

 

Selbst die berühmtberüchtigte Scientology-Episode mit what Scientologists actually believe und Tom Cruise who won’t come out of the closet kann man sich komplett ansehen. Grandios.

Im Gegensatz zu den ca. 3000 Videoclips -einzelne, ausgewählte Szenen- sind die kompletten Episoden nicht embeddable.

South Park Studios

(via NewTeeVee)

Myspass.de: Gratis deutsche Serien online anschauen

myspassDie deutsche Produktionsfirma für TV-Formate Brainpool startet mit Myspass.de ihre eigene Videoplattform im youtube-Stil und bietet dort u.a. kostenlos (einige) komplette Episoden von von ihr produzierten Serien wie Stromberg, Pastewka und Dr. Psycho an. Myspass.de ist ein kleines bisschen eine Art deutsches Hulu .

Abgesehen vom grenzwertigen Namen, der seine Geburtsstunde wahrscheinlich irgendwann im Dezember auf der Brainpool-Betriebsweihnachtsfeier nachts um halb 3 hatte, kann sich die Seite durchaus sehen lassen.

Die Auflösung der Videos ist etwas höher als bei youtube, die Videos fliegen nicht wie bei watchberlin wie Mücken auf Speed durch die Gegend. Generell: Es ist keine komplett in Flash umgesetzte Seite, das ist doch schon mal was für deutsche Verhältnisse; man wird ja genügsam.

Laut dwdl finden sich einige der auf Myspass.de kostenlos angebotenen Inhalte auch auf dem kostenpflichtigen Video-On-Demand-Portal Maxdome. Diese Situation wird sicher nicht von Dauer sein.

Negativ: Man muss doch tatsächlich eine Postleitzahl angeben, um sich anmelden zu können. Was das soll, bleibt mir schleierhaft.

Ist man erstmal angemeldet, kann man auch eigene Videos hochladen. Außerdem kann man als registrierter Nutzer Shows abonnieren und so über neu hochgeladene Episoden auf dem Laufenden bleiben. Nett.

myspass-shows

 

 

Fazit

Myspass.de ist sicher nichts Außergewöhnliches aber nichtsdestotrotz eine grundsolide, empfehlenswerte Seite. Stehen und fallen wird die Seite letztlich mit ihrem Content. Bleiben die Episoden von von Brainpool entwickelten Serien dauerhaft auf Myspa css.de abrufbar und könnte man sich dort dazu durchringen, weitere Episoden online zu stellen, dürfte die Seite ihr Publikum leicht finden. Ob das der Fall bei einem sich überschneidenden Angebot mit dem kostenpflichtigen Maxdome sein wird, wird sich noch zeigen müssen.

Fehlt letztlich nur noch die Möglichkeit, die Videos auf anderen Seiten einbinden zu können.

Nur an den Namen werde ich mich wohl in diesem Leben nicht mehr gewöhnen können.

 

(via tomblog )

Youtube wird Plattform

Die Youtube-Öffnung -Thema des Tages- mit der Youtube zum Quasi-Whitelabel-Videoportal wird, ist ein Paradebeispiel für den Weg hin zu offenen Infrastrukturanbietern; zumindest für die Big Player. Plattformen und APIs , das ist die Zukunft. Öffnung, möglichst in alle Richtungen, um die Vorteile des Netzes abzuschöpfen.

Youtubes Erfolg? Lag an der damals revolutionären Möglichkeit für die User, Youtube-Videos auf anderen Seiten einzubinden.

Im Grunde wiederholt man nun genau das, was man für die Nutzer damals gemacht hat im “B2B”-Bereich nochmal. Denn wie Martin auf zweinull.cc ausführt :

Wie der YouTube-Blog verkündet, wird man mit Hilfe einiger neuer Schnittstellen die Integration der wichtigsten YouTube-Funktionen in externe Webseiten ermöglichen. Dann können beliebige Dienste ihren Usern anbieten, direkt von der jeweiligen Seite aus Videos u.a. hochzuladen, anzuschauen und zu kommentieren.

 

Marshall Kirkpatrick auf Readwriteweb :

Welcome to the era of the platform. When, years from now, the importance of platforms is recognized by the end-user market at large, it’s not going to be the Facebook or OpenSocial platforms that will be known as the first big platform play. Those platforms just let developers build applications on the big sites (though Facebook may not stay that way). This YouTube offering is going to lead to some very noticeable “powered by YouTube” language around the web.

Ein wichtiger Schritt, der Youtubes Vormacht im Onlinevideomarkt weiter zementieren wird.

Big, big news.

 

Quizfrage zum Abschluss: Hätte man sich so einen Schritt von einem deutschen Onlinevideodienst vorstellen können?

‘xactly.

Was Joost fehlt sind Andockstellen

Das Onlinevideo-Projekt Joost, über das ich das eine oder andere Mal schrieb, feuert seinen CTO und auch die Userzahlen entsprechen nicht dem (vergangenen) Hype um das Projekt der Skypegründer.

Woran liegt es? Es fehlt der überzeugende Content. Die Software und die dahinterstehende Technologie sind nachwievor ausgezeichnet (Besonders in einer direkt an die Mattscheibe angeschlossenen Desktopbox würde sie sich gut machen). Aber wie viele andere auch, lud ich mir Joost runter, schaute ein paar mal rein und verlor dann schnell die Lust daran.

Zum einen scheinen die großen US-Networks ihre Serien und Co. lieber selbst an den Internetsurfer bringen zu wollen, ohne Mittelsmann. Das macht es btw für Interessierte außerhalb der USA auch nicht besser.

Das ist aber nur ein Teil der Probleme. Wesentlich schwerwiegender ist die Tatsache, dass Joost ein eingezäunter Garten ist. Es gibt dort nur zu finden, was die Macher hinter Joost für zumutbar gut befinden.

Es fehlen jegliche Andockstellen zum Rest des Netzes, contentwise.

Was ich statt Joost nutze: den Videoplayer Miro. Näher vorgestellt hatte ich Miro in meinem Artikel über Projekte, die auf Mozilla aufsetzen.

Mit Miro kann ich nicht nur die Tagesschau oder die Tagesthemen oder das heutejournal oder die Gigaomshow oder die Scobleshow oder .. Ich kann jeden Videocast mit im Feed encloseten Videodateien, also so wie es sein sollte, abonnieren. Ich kann gar Videos via Feeds mit eingebundenen Bittorrent-Dateien abonnieren.

The richness of the web. Auf der anderen Seite versucht Joost es ohne Andockstellen, möchte die Auswahl des zur Verfügung stehenden Contents hierarchisch statt marktgetrieben organisieren (bezeichnend für diese Vorgehensweise die Geschichte um Joosts Ablehnung an Rocketboom).

Ohne viele starke Partner mit professionellem Content sind sie damit zum Scheitern verurteilt. Ohne die funktioniert in diesem Bereich ein Vorgehen ohne Andockstellen nämlich nicht. Something to learn here.

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