Medienwandel

Adblock Plus reagiert auf Adblockerkampagne

14.05.2013

Die Macher von Adblock Plus haben auf die Medienkampagne gegen Adblocker reagiert:

Wir von Adblock Plus begrüßen es, dass heute die großen Nachrichten-Websites wie Spiegel Online, ZEIT, RP Online, FAZ.NET mit Ihrer Kampagne Aufmerksamkeit auf das Thema Nutzerzufriedenheit mit Onlinewerbung lenken. Die hohen Downloadzahlen und fast zehn Millionen aktive Nutzer unseres Add-ons in Deutschland zeigen, wie groß das Bedürfnis der Nutzer ist, eine neue Art von Online-Werbung zu etablieren. Die Online-Werbeindustrie ist aber leider zu einem großen Teil noch nicht innovationsfreundlich genug, um sich auf Alternativen zu blinkenden Bannern einzulassen.

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Medium bezahlt erste Autoren

06.05.2013

Medium hat begonnen, ausgesuchte Autoren zu bezahlen. Medium ist eine relativ junge Plattform der Twittergründer, die, so wohl deren Hoffnung, für Langformtexte schaffen könnte, was Twitter für Statusupdates erreicht hat; mit den richtigen Ingredienzien aus der Form heraus etwas Größeres schaffen. Das Ziel dürfte nichts weniger sein, als das Magazin für das Internet neu zu denken und das ist dann logischerweise auf der unteren Ebene eine soziale Plattform.

Ich hatte schon seit längerem damit gerechnet, dass Startups in diesem Bereich anfangen, Autoren direkt zu vergüten.…

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BuzzFeed: Klassische Presse, Memegenerator und Werbeagentur

11.04.2013

Lesenswerter Artikel über BuzzFeed im New York Magazine:

Peretti says that twentieth-century media businesses sowed the seeds of their own destruction by treating advertising as a “necessary evil.” He, by contrast, doesn’t care whether a post is produced by a journalist or sponsored by a brand, so long as it travels. He’s a semiotic Darwinist: He believes in messages that reproduce. “Some editorial content sucks, some ads are awesome,” Peretti told me, “and for many readers this line is even more important to them than church and state.” Within BuzzFeed, he’s stressed that creating custom-designed advertising posts is just as important as writing the hard news and soft candy.

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Der Mann in der Pferdekoppel

10.04.2013

Für den Mann in der Pferdekoppel, dessen Pflicht darin besteht, den Mist auszukehren, ist der größte Schrecken die Möglichkeit einer Welt ohne Pferde. Ihm zu sagen, es sei scheußlich, sein Leben damit zu verbringen, dampfende Pferdeäpfel zusammenzuschaufeln, ist ein Stück Dummheit. Ein Mensch kann Scheiße lieben lernen, wenn sein Lebensunterhalt davon abhängt, wenn sein Glück dabei auf dem Spiel steht.

Henry Miller, “Wendekreis des Krebses”

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Flipboard 2.0 führt Follower-Prinzip für nutzerkuratierte iPad-Magazine ein

27.03.2013

Die populäre Magazin-App Flipboard hat in der neuen Version 2.0 eine faszinierende neue Funktion eingeführt.  Nutzer der App können nun eigene Magazine, also Artikelsammlungen, erstellen und diese anderen Nutzern zum Abonnement in Flipboard anbieten.

Richard Gutjahr hat s ich Flipboard 2.0 angeschaut :

Mit nur zwei Berührungen kann ich den Artikel nun zu einem bereits bestehenden Magazin hinzufügen – oder aber ein neues Heft erstellen. Ich kann entscheiden, ob ich die Sammlung nur für mich mache, oder aber mit der Welt (Flipboard, Facebook & Co) teilen möchte.

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Deutschland-Start von Huffington Post verzögert sich

07.02.2013

Online PC Magazin über die bisher ergebnislose Suche der HuffPo nach einem Kooperationspartner:

Schon mehrere deutsche Grossverlage, darunter Axel Springer, Burda und Spiegel, haben bereits abgelehnt – offenbar verlangt AOL zu viel Geld von den potentiellen Partnern.

Es überrascht mich irgendwie nicht, dass es ausgerechnet in Deutschland schwieriger zu sein scheint. Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien haben bereits eigene Ausgaben der Huffington Post.

Laut Jimmy Maymann, CEO der Huffington Post, werden weiterhin Gespräche geführt, auch mit Medienhäusern in Österreich und der Schweiz.

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Mehr als die Hälfte des Burda-Geschäfts findet online statt

25.01.2013

Alex Hofmann auf Gründerszene:

Diese (Neu-)Ausrichtung spiegelt sich auch im Ergebnis von Burda Media wider. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 12,6 Prozent auf insgesamt 2,45 Milliarden Euro an – zum Gewinn äußert sich der Verlag traditionell nicht. “Gewachsen sind wir vor allem im Digitalbereich”, lässt sich der Vorstandsvorsitzende Paul-Bernhard Kallen im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitieren. Mittlerweile findet mehr als die Hälfte des Burda-Geschäfts online statt.

Hubert Burda Media, das neben der Axel Springer AG massgeblicher Treiber hinter dem Presseleistungsschutzrecht ist, kann genau so wie die Axel Springer AG längst nicht mehr als Presseverlag betrachtet werden.…

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Irische Verleger wollen pro Verlinkung 300 Euro

04.01.2013

Achim Sawall auf Golem.de:

Eine Frauenhilfsorganisation wird in Irland vom Verlegerverband unter Druck gesetzt, für einfache Verlinkungen ohne Textausschnitte Lizenzgebühren zu bezahlen. Ein Link auf urheberrechtlich geschütztes Material verletze das Urheberrecht.

[..]

Für 1 bis 5 Artikellinks sollten nach dem Mahnschreiben 300 Euro gezahlt werden, Lizenzen für 6 bis 10 Links sollen 500 Euro kosten. Die geforderten Preise staffelten sich weiter bis auf 26 bis 50 Links für 1.350 Euro. Ab mehr als 50 Verlinkungen sollte ein Paketpreis verhandelbar sein.

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Andrew Sullivan: 300.000$, 12.000 Abonnenten in 24 Stunden

04.01.2013

Andrew Sullivan über die geplante Paywall für sein bald unabhängiges Blog:

Basically, we’ve gotten a third of a million dollars in 24 hours, with close to 12,000 paid subscribers (at last count). On average, readers paid almost $8 more than we asked for. To say we’re thrilled would obscure the depth of our gratitude and relief.

[..]

That’s still only 1 percent of our total monthly readership – so we have plenty of room to talk more of you into subscribing before the meter hits.

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“Ich will aber auch in Zukunft morgens meine Zeitung zum Frühstück haben.”

04.01.2013

Peter Littger auf Meedia:

Vielleicht antizipiert Schirrmacher längst den Exodus und sehnt sich nach einem finalen heroischen Moment oder einer magischen Rettung in letzter Sekunde. In jedem Fall schreibt er der F.A.Z. als publizistische Leitinstitution eine Systemrelevanz für die Bundesrepublik ins Stammbuch – als sei die am Gemeinwohl orientierte Grundhaltung der Redaktion durch eine Art Gesellschaftsvertrag garantiert.

Dabei sollte gerade das drohende Ergebnis der FAZ Besorgnis erregen – von bis zu 20 Millionen Euro Verlust im Jahr 2012 wurde bereits berichtet.

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Deutsche Journalisten und das Web am Beispiel Instagram

18.12.2012

-

Das sind allein die Artikel, die es in den letzten Stunden auf die Startseite von Rivva geschafft haben. Jeder dieser Artikel hat hunderte von Tweets und Facebook-Likes erhalten. Keiner dieser Artikel stellt die Sachlage korrekt dar.

Google News zählt aktuell allein 1.820 Artikel mit den Wörtern “Instagram” und “verkaufen”.

Wird einer der Autoren irgendwann darüber berichten, dass Instagram doch keine Nutzerfotos verkauft?

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“Welt Online” geht von Google-only-Inhalten zur Bezahlschranke

12.12.2012

Zeit Online, Reuters, AFP:

Die Skepsis über den Erfolg ist sogar bei Springer groß, dennoch müssen Leser von “Welt Online” ab Mittwoch zum Teil für die Lektüre bezahlen. “Bild.de” soll bald folgen.

Ein Screenshot der Homepage von Welt Online Leser der Online-Ausgabe der Zeitung Die Welt müssen ab Mittwoch für die Lektüre teilweise zahlen. Ab dann können Nutzer der Seite welt.de pro Monat 20 Artikel kostenlos lesen, ab dem 21. angeklickten Beitrag greift ein Bezahlsystem ähnlich einem Abonnement, teilte der Axel-Springer-Verlag mit.

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Medientransformation verläuft nicht linear

11.12.2012

Thomas Koch auf Carta zum Medienwandel allgemein:

Wir erleben gerade die größte Medien-Revolution seit der Erfindung des Buchdrucks. Die Ersten, die vor ein, zwei Jahren mit dieser mutigen Äußerung daherkamen, wurden noch müde belächelt. Man warf ihnen vor, sie neigten doch ein wenig zur Übertreibung…

Geben Sie’s zu: Das haben Sie auch gedacht. Und? Denken Sie das noch immer?

[..]

Tina Beuchler sieht das Drama an ihren Zahlen. Sie ist Head of Media Communication beim Werbe-Riesen Nestlé. Sie beklagt den zu geringen und inzwischen sogar einen sinkenden Return On Media Investment.

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‘In Kalifornien steht der Feind, der unser schönes Leben bedroht’

05.12.2012

Wolfgang Michal auf Carta:

Wenn Frank Schirrmacher und Frank Rieger z.B. gemeinsam gegen die kalifornische Ideologie opponieren, tanzen wenigstens die Verhältnisse, aber wenn Hajo Schumacher blindwütig auf Apple eindrischt und den Konzern wahlweise mit Nordkorea, einem Mullah-Regime oder Opus Dei vergleicht, sollte man bei Amazon schon mal vorsichtshalber ein paar Sicherheitswesten bestellen. Da macht sich eine Haltung in Deutschland breit, die so gefährlich wie bequem ist: In Kalifornien steht der Feind, der unser schönes Leben bedroht. Ohne ihn könnten wir ruhig schlafen und weiter machen wie bisher.

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News Corp. beendet iPad-Magazin ‘The Daily’ am 15. Dezember

03.12.2012

News Corp. beendet The Daily:

The media giant, which also owns this Web site, said it will “cease standalone publication” of the app on Dec. 15.

It says that “technology and other assets from The Daily, including some staff, will be folded into” News Corp.’s New York Post tabloid. The app/newspaper has approximately 120 employees.

Damit konnte niemand rechnen.

Vor einem Jahr schrieb ich in “Institutionen schränken ein”:

Eine Newsapp für das iPad mit dem Namen “The Daily” herauszubringen, hat schon wieder etwas Anrühriges in seiner institutionalen Unbedarftheit.

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Wo sind die selbstkritischen Stimmen, wenn es um einseitigen Lobbyismus in eigener Sache geht?

03.12.2012

Richard Gutjahr zum Leistungsschutzrecht für und in der Presse:

Wo bleibt der Aufschrei aus den eigenen Reihen unserer Zunft? Wo sind die selbstkritischen Stimmen, wenn es um einseitigen Lobbyismus in eigener Sache geht? Wo sind die Stiftungen, die unzähligen Medien-Organisationen, die Vorsitzenden der Journalistenverbände?

Ähnliches hatte ich vor ein paar Tagen ebenfalls schon angemerkt:

Gibt es keine Journalisten in den jeweiligen Redaktionen, die entsetzt über die Vorgänge sind? Wenn man aus Angst um den Arbeitsplatz den eigenen Arbeitgeber nicht öffentlich kritisieren will und intern keine ausgewogene Berichterstattung forcieren kann, dann gibt es noch andere Wege, an die Öffentlichkeit zu gehen.

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Propaganda statt Journalismus zum LSR in der Presse

03.12.2012

Stefan Niggemeier, der aktuell on a roll ist:

Frank Schirrmacher brauchte nur einen einzigen ironischen Satz, um deutlich zu machen, wie wenig erstrebenswert eine Zukunft ist, in der es keine Zeitungsverlage mehr gibt, sondern in der »Konsumhersteller ihre eigenen Nachrichten produzieren«:

Wir freuen uns schon, wenn Apple über die Arbeitsbedingungen in China berichtet oder Coca-Cola über die Segnungen der Globalisierung.

Ja, das ist ein guter Test für die Qualität, für die Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit eines Mediums: Wie es mit Themen umgeht, die es selbst betreffen.

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Die einseitige Berichterstattung zum LSR schreit nach einer wissenschaftlichen Untersuchung

30.11.2012

Stefan Niggemeier über die einseitige Berichterstattung in FAZ, Welt, SZ und Handelsblatt:

Am Dienstagnachmittag hat der geschäftsführende Direktor des Max-Planck-Institutes für Immaterialgüter– und Wettbewerbsrecht eine Pressemitteilung verschickt. Sein Institut, die Deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR) sowie mehrere weitere Wissenschaftler üben in einer Stellungnahme vernichtende Kritik an dem Gesetzentwurf, der heute Nacht in erster Lesung im Bundestag beraten werden soll.

Die führenden deutschen Zeitungen haben ihren Lesern die Existenz dieser Kritik namhafter Fachleute an dem geplanten Gesetz bis heute verschwiegen.

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Überregionale Zeitungen brechen am Kiosk ein

28.11.2012

der neue vertrieb fasst die IVW-Zahlen vom dritten Quartal 2012 zusammen. Auszug:

Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG meldet -7,2 Prozent (Abo: -1,5 Prozent), die FAZ -6,2 Prozent (Abo: -1,8) und die FRANKFURTER RUNDSCHAU verzeichnete einen Rückgang von -7,3 Prozent (Abo: -5,1). Vier Zeitungen erlebten im Einzelverkauf sogar zweistellige Einbußen: DIE WELT/WELT KOMPAKT (-12,8), das HANDELSBLATT (-14,1), die TAZ (-17,1) und die FTD (-15,8), die nun nur noch auf 44.700 hart verkaufte Exemplare kommt.

Die doch recht eindeutigen Zahlen war mir bis jetzt entgangen.…

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Die Dauer von Strukturwandel und die Ungeduld des Frank Schirrmacher

26.11.2012

Clay Shirky hat einmal geschrieben, dass bei umwälzenden Veränderungen wie denen, die wir dank der Digitalisierung in nahezu allen Bereichen beobachten können, immer zuerst das Alte kaputt geht, bevor irgendwann das Neue in seiner erfolgreichen Ausprägung gefunden wird.

Wenn man darüber nachdenkt, ist diese Beobachtung, wie so viele Aussagen von Herrn Shirky, so logisch, dass sie sofort offensichtlich erscheint, auch wenn man vorher gar nicht über diesen Aspekt nachgedacht hat.

Nur weil der Matrose im Mittelalter weiß, dass er mit einer Triere keinen Ozean überqueren kann, heißt das nicht automatisch, dass ihm gleichzeitig mit dieser Erkenntnis der Bauplan für eine Karavelle in den Schoß fällt.…

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