Archive for the 'Musik' Category

Preiskampf bei Online-Musik

Wo Konkurrenz, da belebtes Geschäft. iTunes brauchte nur endlich mal einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Ohne DRM ist der jetzt da (weil die MP3-Dateien, egal ob von itunes oder woanders, überall passen, auch entsprechend umcodiert auf den iPods). Amazon MP3. Schon geht der Preiskampf los hin auf dem Weg zum langfristig unvermeidbaren Preis gleich Null.

Amazon MP3 in den USA:

Amazon buttert gerade eine ganze Menge rein um dem Platzhirsch iTunes Kunden abzugraben. In erster Linie versuchen sie günstigere Preise anzubieten, worauf Apple offensichtlich bereits Anfang des Monats reagierte, indem sie sich von der Ein-Song-Ein-Preis-Politik verabschiedeten, aber Amazon legt nach. Während iTunes nur in Kooperation mit anderen Marken ab und an auf Gutscheinbasis kostenlose Songs anbietet, stellt Amazon gleich 773 Titel zum Download.

Here we go. :)

laut.fm: User Generated Radio

Wo wir gerade bei Onlineradios sind: Martin schreibt auf zweinull.cc über laut.fm, ein Projekt von laut.de (eines der größten deutschsprachigen Online-Musikmagazine):

Vor einigen Tagen starteten die Konstanzer die Beta-Phase des User Generated Radio. Der neue Service macht genau das, was man angesichts des Namens erwartet: Nutzer können kostenlos einen individuellen Radiostream erstellen und im Netz verbreiten.[..]

Außerdem findet sich dort der HTML-Code zum Einbau des Radios in externe Seiten.[..]

Der Dienst überzeugt nicht nur auf funktioneller und konzeptioneller Ebene, sondern ist, wie eingangs erwähnt, für deutsche User komplett legal. Am Ende eines jeden Monats überweist laut.fm die anfallenden GEMA- und GVL-Gebühren, basierend auf der Spielhäufigkeit einzelner Titel. Das gilt auch für Musikstücke, die Nutzer von ihrer Festplatte hochgeladen haben.

Das klingt grossartig.

Wenn jemand eine Einladung für mich hätte, würde ich mich darüber sehr freuen.

Update: Habe eine Einladung über eine Email an radio AT laut.de bekommen.

radio.de: Einstiegspunkt für Onlineradiohörer

Radio.de ist quasi eine Art Internetradio-Katalog. Laut deutsche startups eben gelauncht, hat die Seite nach eigenen Angaben “über tausend deutsche und internationale Radiosender und Webradios in der Datenbank” angesammelt. Sortiert sind die einzelnen Radios nach Genre. Anwählen kann man die Genre-Gruppen wahlweise über die Seite oder gleich über die Adresszeile, da die Permalinkstruktur nach dem Schema “genre.radio.de” aufgebaut ist.

Das ist alles nett umgesetzt aber nichts Weltbewegendes. Die Anzahl der deutschen Radiosender, die einen Stream im Netz anbieten, scheint recht umfassend und ist damit ein guter Einstiegspunkt für Onlineradiohörer. Das Interface ist auch recht nett und lädt zum Switchen zwischen den Sendern ein. Wenn ich auch irgendwie keinen Button finden konnte, um den Stream wieder anzuhalten.

Geradezu ins Auge sticht die Frage, warum nicht ein paar neuere Technologien einbezogen wurden. Warum kann ich beispielsweise nicht meinen last.fm -Usernamen angeben und aufgrund meiner dort gesammelten Daten mir Radiosender empfehlen lassen?

 

radio

Alles einfach..

Hypemachine kommuniziert mit last.fm

Der hier bei neunetz.com heißgeliebte Musikblogaggregator Hypemachine kann jetzt auf der Seite abgespielte Songs scrobbeln. Sprich, die Songs an Last.fm schicken, wo diese dann wie gewohnt protokolliert werden.

Das ist mal eben die Verbindung meiner zwei absoluten Lieblingsmusikdienste. Yay!

hypem-lastfm

 

(Mit vernünftigen APIs und OAuth etc. wäre das Ganze zwar smoother, soweit sind wir aber leider noch nicht. Also muss man leider mit Login-Daten aufwarten.)

(via Fred Wilson)

Echte last.fm-Charts

last.fm ist das Datenmonster unter den Musikdiensten. Keine Seite dürfte mehr Daten an tatsächlichem Musikhörverhalten etc. aufweisen (an 2. Stelle das vergleichbare Mog). Heck, keine Seite weiß mehr über mein Musikgeschmack als last.fm.

Mit ‘richtigen’ Charts wie man sie vom Billboard kennt, tut man sich bei last.fm leider etwas schwer. Aber die Daten sind ja frei verfügbar, also bastelt eben jemand anderes vernünftige last.fm-Charts:

rank your favourite artists and albums by an estimation of how long you have spent listening to them.

Das sieht dann zum Beispiel so aus, wenn man einen richtig guten, stilsicheren Geschmack hat:

lastfm-normaliser

 

Last.fm Normaliser

 

Noch mehr last.fm-Mashups hatten wir hier erst vor kurzem: 3 tolle last.fm-Mashups

siehe ebenfalls den Artikel, wo ich das Charttool gefunden habe: Top 10 Last.fm Mashups - ReadWriteWeb

 

Bonuslink: 25 Music APIs auf Programmable Web, nicht nur last.fmish

Hypemachine Zeitgeist

hypem-z2Bei der hier im neunetz.com-Headquarter heißgeliebten Hypemachine hat man die Topkünstler, -songs und -alben von 2007 zusammengestellt. Hier kann man nachlesen, wie die Listen erstellt wurden.

Die besten Songs kann man alle auch direkt auf der hypemachine anhören. Nett.

hypem-zeitgeist

 

(via Nerdcore)

3 tolle last.fm-Mashups

Da wir eben bei last.fm sind, hier ein paar Dienste, die man als last.fm-Nutzer ruckzuck personalisieren und nutzen kann:

idiomag ist ein Flashmusikmagazin mit Artikeln, Fotos (teilweise von flickr) und Songs. Durch Eingabe des Nutzernamens bei last.fm (oder Pandora, MOG usw.) bekommt man sofort ein auf die eigenen Präferenzen zugeschnittenes Magazin. Das funktioniert erstaunlich gut. Die ersten Artikel, die mir angezeigt wurden, waren meinen Präferenzen entsprechend von Hot Chip und Sigur Ros. Sehr nett. Auch wenn mir ein Flashmagazin in Zeiten der von mir heißgeliebten hypemachine leicht antiquiert vorkommt. Aber das kann auch nur an mir liegen.

idiomag

 

Das hier schon mal vorgestellte last.tv verbindet last.fm und youtube. Einfach once again last.fm-Usernamen angeben, auswählen ob man Freunde und/oder Geschmacksnachbarn mit einbeziehen will, und abgeht die Sauße: Videoclips von den Musikern, die man mag. Weitere Möglichkeiten, Musikclips online zu schauen findet man in diesem Artikel.

 

Mit ExitAhead kann man nach Platten von den Lieblingsmusikern auf Ebay suchen. Sehr nette Idee für Vinylsammler.

Die Anzeige ist schnörkellos und funktionell:

e2

 

 

Noch mehr last.fm-Mashups findet man in der Datenbank von programmableweb, der Anlaufstelle Nr.1 wenn es um Programmierschnittstellen geht.

(übrigens all die genannten Dienste sind weitere Beispiele für die Nützlichkeit von APIs )

last.fm: free on demand Musik (dreimal)

last.fm erlaubt jetzt kostenlosen Direktzugriff auf das Streamen von Tracks und Alben. So ein bisschen.

Ähnlich Imeem werden Songs auf last.fm (alle 4 Majors sind dabei) jetzt ganz ausgespielt und die Musiker/Labels für das Abspielen ihrer Lieder bezahlt- finanziert über Werbung.

Vorher konnte man nur vereinzelte Songs über die Radiostationen ganz anhören. Direkt anwählen konnte man diese nicht (absurde 30sekunden-Previews waren direkt anwählbar).

Erreichbar ist das neue Feature in den USA, UK und Deutschland.

So weit, so gut. Aber jetzt kommt das Verrückte: Diese kompletten Songs kann man genau dreimal anhören. Danach versucht last.fm einem den Aboservice zu verkaufen, mit dem man dann keine Beschränkungen beim Streaming hat. Und wie das getrackt wird, ist allerdings unklar. Via Cookie? Flashcookie? IP-Adressenabgleich? (Aboservices werden btw. auch erst dann auf dem Massenmarkt funktionieren können wenn die Cloud die Wohnzimmer durchdrungen hat, frühestens also in 5 Jahren oder so).

Bin ich der Einzige, der das Knirschen der Verantwortlichen der Majorlabels hier förmlich hören kann? Ich schätze, last.fm wollte das werbefinanzierte Streaming komplett durchdrücken, da die Finanzierung dann aber kaum etwas für die Rechteinhaber abgeworfen hätte, einigte man sich auf diesen Kompromiss der irgendwie zwei Welten vereint. Babysteps are still steps, sag ich jetzt mal.

 

last.fm hat allein mit seinem Konzept Musikgeschichte geschrieben (Die De:bug schrieb einmal sehr schön sinngemäß, dass “in einer Welt, die mehr Sinn ergeben würde, last.fm und nicht myspace die größte Musikseite der Welt wäre”).

Dieses Konzept ist so genial und andersartig, dass ich immer sage ‘Man erkennt Aufschneider in Sachen Web leicht daran, dass man sich von ihnen einfach mal das Prinzip von last.fm erklären lässt’ (Hint: personalisiertes Webradio allein als Antwort reicht nicht). Hervorragend geeignet, um Berater auszusieben. ;)

Das neue Feature allerdings ist zwar besser als nichts aber trotzdem weder hü noch hott. Ein Anfang aber auch nicht viel mehr. Wäre ich ein Labelbetreiber hätte ich sowieso längst schon all meine Musik auf last.fm für das Streaming in den Tag/Nachbarschafts/wasweißich-Radiostationen hochgeladen. Und auch die direkte Anwahl von ganzen Songs ist kaum eine Gefahr für das Geschäftsmodell der Recordingindustrie (<- haha lolz, Geschäftsmodell!elf! as if).

Solange diese Direktanwahl nicht in bequeme Playlists gegossen werden kann, ist das nichts weiter als Werbung für den Song selbst. Denn was habe ich davon, wenn ich einzelne Tracks direkt anwählen kann? Das ist doch noch unpraktischer, als alle 12 Minuten aufzustehen um die Platte umzudrehen. Aber es findet im Internet statt, deshalb muss es engeschränkt werden. Nun gut, ich hör schon auf. Ich klinge negativer, als es gemeint ist, denn es ist ja ein Schritt in die richtige Richtung. Babystep halt.

Weitere Artikel zum Thema:

Soundcloud: Innovative Plattform für Musiker

soundcloud-logoSoundcloud ist eine neue Plattform speziell für Musiker. Ich bin auf Soundcloud bereits seit mehreren Wochen registriert und bin begeistert.

Jeder angemeldet Musiker kann eigene Tracks hochladen. Hier zeigt sich auch, dass die Macher hinter Soundcloud wissen was Musiker wollen: Zum einen kann man neben MP3 und Ogg auch Wave, Flac und Aiff-Dateien hochladen. Komprimiert wird nur für das Streaming. Bietet man die Datei auch zum Download an, kann die originale(!) Datei heruntergeladen werden. Was schon mal sehr praktisch und für Musiker, die Soundcloud zur Onlinezusammarbeit nutzen, äußerst wichtig ist.

Weiterhin kann man auswählen, ob man das hochzuladende Musikstück allen (public), nur seinen Fans (die, die einen geaddet haben) oder nur einzeln ausgewählten Soundcloud-Usern anzeigen möchte.

Besonders der letzte Fall ist interessant: Hiermit werden Kollaborationen über weite Distanzen hinweg sehr viel einfacher. Denn Soundcloud erlaubt zeitabhängiges Kommentieren. Man muss also nicht mehr sagen, ‘Schau, der Part ab 1:33 sollte später kommen’ oder ähnliches, sondern setzt den Kommentar genau an die Stelle.

soundcloud-comment

Bekannt ist dieses Feature bereits aus dem Videobereich bei Viddler.

Ebenfalls sehr praktisch ist die Anzeige des Tracks in Wellenform. So kann man leicht verschiedene Abschnitte ausmachen.

soundcloud-hot

Soundcloud hat besonders im Bereich der elektronischen Musik trotz Stealthmodus (der die Tage wohl nun endgültig vorüber ist), eine große Anzahl an Musikern gewinnen können. Soundcloud ist bereits auf einem sehr guten Weg, sich einen festen Platz in der Musikerszene aufzubauen. Wohl auch weil neben den durchdachten Features das Look and Feel der Seite sehr gut ist.

Hinter Soundcloud steht ein Team von Schweden, die sich in Berlin niedergelassen haben.

Soundcloud befindet sich aktuell noch in der private Beta. Wer Interesse an Soundcloud hat, zweinull.cc hat aktuell 10 Einladungen zu vergeben.

Über neue Alben per RSS informiert werden

never miss another album release

Auf music-alerts einfach alle (noch produzierenden) Lieblingskünstler eingeben, einen Feed (für alle eingegebenen Künstler zusammen) erzeugen und abonnieren. Schon wird man automatisch über Neuerscheinungen im Feedreader benachrichtigt. Mann kann auch nachträglich Künstler zum Feed hinzufügen. Alles ohne Registrierung.

Bezogen werden die Daten von amazon und ein typischer Feedeintrag wenn ein neues Album im Anflug ist, sieht dann so aus:

albumalert

 

 

Hatte ich schon in meinem neuen tumblelog gebracht, wollte ich allerdings nochmal gesondert erwähnen, weil: toll.

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