Musik

Auch GEMA versucht, Problem zu erhalten, für das sie die Lösung war

18.08.2010

gulli.com schreibt im Zusammenhang von CC-Lizenzen und GEMA:

Die GEMA warnt in ihrem Brief Nr. 59 (September 2006, S. 13) ihre – potentiellen – Mitglieder, dass „Creative Commons […] den individuellen Schöpfer dazu bewegen [will], durch ein spezielles Modell der Rechteübertragung sein Werk der Community zu schenken“, und dass „der Schöpfer geistiger Werke in diesem System keine Aussicht [darauf hat], von seiner Kreativität leben zu können, da er keine Vergütung für die Nutzung seiner Werke erhält.“

Interessante Aussagen der GEMA seinerzeit.…

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RIAA zahlt Anwälten mehr als 16.000.000 Dollar, nimmt mit Klagen nur 391.000 Dollar ein

15.07.2010

Die Strategie der Plattenindustrie, die eigenen Kunden im großen Stil zu verklagen, kann man für suboptimal halten. Dass diese Strategie, die der Plattenindustrie viele Sympathien gekostet hat, auch noch defizitär ist, deutet allerdings auf eine bemerkenswerte Verbohrtheit der Manager hin, die seit zehn Jahren daran festhalten.

Im Blog Recording Industry vs. People werden die Summen aufgeschlüsselt, die die RIAA, der Plattenindustrieverband in den USA, verdient und ausgegeben haben. Für 2008:

The RIAA paid Holmes Roberts & Owen $9,364,901 in 2008, Jenner & Block more than $7,000,000, and Cravath Swain & Moore $1.25 million, to pursue its “copyright infringement” claims, in order to recover a mere $391,000.

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Musikdienste in der Cloud

15.07.2010

ReadWriteCloud in einem Artikel und einem Schaubild wie Musikdienste heute aussehen und morgen aussehen müssten:

musicexperience

Viele Verbindungen wären heute schon mit ausgebauten APIs möglich. Nicht möglich ist das Meiste davon allerdings aufgrund der Lizenzen der Majorlabels, die mit ihrem Hebel darauf achten, die Entwicklung der Musikdienste zu steuern (und dabei in erster Linie nicht an einer florierenden Online-Musiklandschaft interessiert sind). Schade, aber Realität.

Zitiert wird ein Forrester Research-Bericht zum Thema, aus dem auch das obige Schaubild stammt:

The report’s author Mark Mulligan contends that the music industry’s business models and licensing rights issues have shaped the way in which digital music services have developed, creating a “highly splintered environment in which the consumer must navigate multiple technologies and applications throughout the four stages of the music experience journey”: discovery, acquisition, consumption and management.

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Mixlr: “Audio UStream” für DJs und Live-Bands

16.06.2010

mixlrMixlr ist eine spannende Sache, die aller Voraussicht nach innerhalb kürzester Zeit aufgrund des Urheberrechts platt gemacht wird:

Comprising of a Mac-only client (although a Windows and iPhone app is planned), users can plug-in any audio feed to their Mac and begin live streaming, pushing out a URL of their feed via Twitter, Facebook and MySpace or to share in other ways. Live performances can also be uploaded, archived, and tagged (including location), as well as sent to a SoundCloud account, a service that Mixlr both complements and potentially competes with.

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Aufstieg und Fall der RIAA

12.06.2010

Ein Kommentator auf Techdirt hat Daten der RIAA-Mitglieder über die letzten Jahre zusammengestellt. Die RIAA ist der Verband der Plattenindustrie in den USA. Techdirt selbst hat aus diesen Zahlen eine Grafik erstellt, die im Grunde aufzeigt, was Beobachter auch so schon wissen: Es geht zu Ende mit den Labeln, die RIAA-Mitglieder sind.

riaaverkäufe

Man sollte dabei immer Folgendes im Auge behalten: Es geht zu Ende mit der Plattenindustrie, nicht mit der Musikbranche. Beide sind nicht identisch. Die Plattenindustrie ist nur ein Teil der Musikbranche, der in einer historisch betrachtet kurzen Zeit innerhalb der Branche sehr bedeutend war.…

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Mick Jagger über die kurze Ära, in der Musikaufnahmen verkauft wurden

17.05.2010

Mick Jagger im Interview mit der BBC über die historisch kurze Zeitspanne, in der Musiker mit dem Verkauf von Musikaufnahmen tatsächlich direkt Geld verdienen konnten:

But I have a take on that – people only made money out of records for a very, very small time. When The Rolling Stones started out, we didn’t make any money out of records because record companies wouldn’t pay you! They didn’t pay anyone!
Then, there was a small period from 1970 to 1997, where people did get paid, and they got paid very handsomely and everyone made money.

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Interface-Revolution: iPad-Apps für die Musikproduktion

27.04.2010

Interface-Möglichkeiten, die sich durch den Touchscreen des iPads ergeben, können gerade im kreativen Bereich neue Herangehensweisen ermöglichen. Ein paar Beispiele aus dem Bereich der Musikproduktion und verwandter Felder:

DJ Rana June führt ihr Setup mit zwei iPads, diversen Apps und einem Mixer vor:

Unter Destroy The Silence kann man sich ihr Setup anschauen und Hintergründe nachlesen.

Das Korg iElectribe ist eine der Apps von Rana Junes Setup. Es ist ein relativ exakter Nachbau des Korg Electribe R.

Hier ein Demo-Video mit dem Korg iElectribe:

Eine weitere App von Rana June ist das interessante Looptastic:


Magic Piano ist aus Interface-Gesichtspunkten ebenfalls recht interessant:

Auch Instrumente werden auf dem iPad nachgestellt.…

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Fragwürdige Zahlen von der Musikindustrie

27.01.2010

Matthias Spielkamp im Kulturkampf-Blog der ZEIT über die von der Tonträgerindustrie, die sich gern Musikindustrie nennt, oft verbreiteten Zahlen:

Demnach sollen den Rechteinhabern (nicht den Urhebern!) durch Verletzungen von Imaterialgüterrechten 200 bis 250 Milliarden Dollar an Einnahmen verloren gehen und es würden 750.000 Jobs gefährdet. Das Problem an den Zahlen ist nicht allein, dass nicht klar ist, worauf sie sich beziehen. Gehen diese Jobs und diese Einnahmen pro Jahr verloren? Oder kumulativ? Über welchen Zeitraum?

Sondern dass bislang auch unklar blieb, wie diese Zahlen zustande kamen.

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SoundCloud mit HypeMachine-Anschluss

25.01.2010

Soundcloud, eines der innovativsten Startups in Deutschland, ist jetzt quasi Hypemachine-kompatibel. Das ist ziemlich großartig:

The Hype Machine now detects SoundCloud players in the blogs that it aggregates. And as you probably know, the blog post and track are then sucked into the The Hype Machine. If you’re a blogger this means that you can use our players even more now and know that your post will show up on The Hype Machine.

Damit wird Soundcloud für Musiker noch nützlicher weil die potentielle Öffentlichkeit steigt.…

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Musik: Labelbackkataloge als Plattform

20.01.2010

Auf netzwertig.com habe ich über Jaron Lanier und seine Kritik am aktuellen Internet geschrieben. Dabei habe ich auch über die Musikbranche ein paar Worte verloren. Eine Idee habe ich dabei angesprochen, die ich vielleicht noch einmal ausführlicher beschreiben werde:

[..]zum Beispiel könnten [die Plattenfirmen] Whitelabel-Streaming-Angebote ihrer Backkataloge als erschwingliches B2B-Angebot anbieten, so dass Startups dann darauf Innovationen aufbauen könnten. Es existiert ein Brachland online, wenn es um den Musiksektor geht und zwar aus dem einfachen Grund, weil man kein erfolgreiches Angebot im Musikbereich aufbauen kann, ohne die direkte Möglichkeit zu integrieren, die Musik der Musiker auch hören zu können.…

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Niederlande: Bitte zahlen Sie für das Einbinden dieses YouTube-Musikvideos auf Ihrem Blog

07.10.2009

Das niederländische Äquivalent zur GEMA, die Verwertungsgesellschaft Buma/Stemra hat eine tolle Idee: Blogger sollen ab 2010 für die Einbindung eines Musik-Youtube-Videos rund 21 Euro bezahlen.

Musik-Blogs in den Niederlanden verteuern sich : netzpolitik.org

Wie absurd. Mehr fällt mir dazu gar nicht ein. Wie abgrundtief absurd.

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Radioheads Thom Yorke über Tonträgerindustrie

12.08.2009

there’s a process of natural selection going on right now. The music business was waiting to die in its current form about twenty years ago. But then, hallelujah, the CD turned up and kept it going for a bit. But basically, it was dead.

Thom Yorke von Radiohead über die Tonträgerindustrie.

Radiohead’s Thom Yorke Dishes on CD Hatred and the Music Industry | TwentyFourBit | Music News

(via)

Siehe auch die Visualisierung der Verkaufsvolumina der verschiedenen Tonträger von der NYT.…

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Tonträgerindustrie schiesst sich in den eigenen Fuß, Teil 749

12.08.2009

Nun berichten US-Medien, dass die Major Labels einen eigenen digitalen Album-Container namens CMX entwickelt haben, der ab November zur digitalen Distribution ausgewählter Alben zum Einsatz kommen soll. Tatsächlich wären Sony, Warner, Universal und EMI bereits vor anderthalb Jahren an Apple herangetreten, um das Unternehmen von CMX zu überzeugen. Apple habe jedoch abgelehnt und stattdessen “Cocktail” entwickelt. Es ist davon auszugehen, dass Apples Format nicht kompatibel zu CMX ist.

heise online – 11.08.09 – Musikindustrie entwickelt eigenes Albumdownload-Format

Allein schon die Idee, dem Konsumenten, der sich an die für ihn weitaus nutzenbringendere Möglichkeit, nur die Songs zu kaufen, die er auch will, wieder die Mogelbundlepackungen unterzuschieben, ist vorsichtig ausgedrückt schwierig.…

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Preiskampf bei Online-Musik

14.04.2009

Wo Konkurrenz, da belebtes Geschäft. iTunes brauchte nur endlich mal einen ernstzunehmenden Konkurrenten. Ohne DRM ist der jetzt da (weil die MP3-Dateien, egal ob von itunes oder woanders, überall passen, auch entsprechend umcodiert auf den iPods). Amazon MP3. Schon geht der Preiskampf los hin auf dem Weg zum langfristig unvermeidbaren Preis gleich Null.

Amazon MP3 in den USA:

Amazon buttert gerade eine ganze Menge rein um dem Platzhirsch iTunes Kunden abzugraben. In erster Linie versuchen sie günstigere Preise anzubieten, worauf Apple offensichtlich bereits Anfang des Monats reagierte, indem sie sich von der Ein-Song-Ein-Preis-Politik verabschiedeten, aber Amazon legt nach.

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laut.fm: User Generated Radio

29.03.2008

Wo wir gerade bei Onlineradios sind: Martin schreibt auf zweinull.cc über laut.fm, ein Projekt von laut.de (eines der größten deutschsprachigen Online-Musikmagazine):

Vor einigen Tagen starteten die Konstanzer die Beta-Phase des User Generated Radio. Der neue Service macht genau das, was man angesichts des Namens erwartet: Nutzer können kostenlos einen individuellen Radiostream erstellen und im Netz verbreiten.[..]

Außerdem findet sich dort der HTML-Code zum Einbau des Radios in externe Seiten.[..]

Der Dienst überzeugt nicht nur auf funktioneller und konzeptioneller Ebene, sondern ist, wie eingangs erwähnt, für deutsche User komplett legal.

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radio.de: Einstiegspunkt für Onlineradiohörer

29.03.2008

Radio.de ist quasi eine Art Internetradio-Katalog. Laut deutsche startups eben gelauncht, hat die Seite nach eigenen Angaben “über tausend deutsche und internationale Radiosender und Webradios in der Datenbank” angesammelt. Sortiert sind die einzelnen Radios nach Genre. Anwählen kann man die Genre-Gruppen wahlweise über die Seite oder gleich über die Adresszeile, da die Permalinkstruktur nach dem Schema “genre.radio.de” aufgebaut ist.

Das ist alles nett umgesetzt aber nichts Weltbewegendes. Die Anzahl der deutschen Radiosender, die einen Stream im Netz anbieten, scheint recht umfassend und ist damit ein guter Einstiegspunkt für Onlineradiohörer.…

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Hypemachine kommuniziert mit last.fm

28.02.2008

Der hier bei neunetz.com heißgeliebte Musikblogaggregator Hypemachine kann jetzt auf der Seite abgespielte Songs scrobbeln. Sprich, die Songs an Last.fm schicken, wo diese dann wie gewohnt protokolliert werden.

Das ist mal eben die Verbindung meiner zwei absoluten Lieblingsmusikdienste. Yay!

hypem-lastfm

 

(Mit vernünftigen APIs und OAuth etc. wäre das Ganze zwar smoother, soweit sind wir aber leider noch nicht. Also muss man leider mit Login-Daten aufwarten.)

(via Fred Wilson)

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Echte last.fm-Charts

21.02.2008

last.fm ist das Datenmonster unter den Musikdiensten. Keine Seite dürfte mehr Daten an tatsächlichem Musikhörverhalten etc. aufweisen (an 2. Stelle das vergleichbare Mog). Heck, keine Seite weiß mehr über mein Musikgeschmack als last.fm.

Mit ‘richtigen’ Charts wie man sie vom Billboard kennt, tut man sich bei last.fm leider etwas schwer. Aber die Daten sind ja frei verfügbar, also bastelt eben jemand anderes vernünftige last.fm-Charts:

rank your favourite artists and albums by an estimation of how long you have spent listening to them.

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Hypemachine Zeitgeist

29.01.2008

hypem-z2Bei der hier im neunetz.com-Headquarter heißgeliebten Hypemachine hat man die Topkünstler, -songs und -alben von 2007 zusammengestellt. Hier kann man nachlesen, wie die Listen erstellt wurden.

Die besten Songs kann man alle auch direkt auf der hypemachine anhören. Nett.

hypem-zeitgeist

 

(via Nerdcore)

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3 tolle last.fm-Mashups

24.01.2008

Da wir eben bei last.fm sind, hier ein paar Dienste, die man als last.fm-Nutzer ruckzuck personalisieren und nutzen kann:

idiomag ist ein Flashmusikmagazin mit Artikeln, Fotos (teilweise von flickr) und Songs. Durch Eingabe des Nutzernamens bei last.fm (oder Pandora, MOG usw.) bekommt man sofort ein auf die eigenen Präferenzen zugeschnittenes Magazin. Das funktioniert erstaunlich gut. Die ersten Artikel, die mir angezeigt wurden, waren meinen Präferenzen entsprechend von Hot Chip und Sigur Ros. Sehr nett. Auch wenn mir ein Flashmagazin in Zeiten der von mir heißgeliebten hypemachine leicht antiquiert vorkommt.…

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