Archive for the 'Musik' Category

Die neue Hypemachine: immer noch das Beste seit geschnitten Brot

All hail the hypemachine

hypem-logo

Als ich vor einiger Zeit einen Überblick über Musikdienste im Web gab feilbot niederschrieb veröffentlichte, bezeichnete ich die Hypemachine als eine der besten Seiten, um neue Musik zu entdecken.

Die Hypemachine ist ein Aggregator von Musikblogs und gleichzeitig eine Suchmaschine über Musikblogs. Mit der letzte Woche online gegangenen neuen Version ist die Hypemachine nun auch mehr oder weniger eine Art Online-Feedreader für Musikblogs bzw. Feedmusikplayer (I just made that last word up! Brilliant, ain’t I?).

Die letzten Tage habe ich nun mit dieser neuen Version der Hypemachine gespielt, und ich muss sagen: Ich bin begeistert!

While we were designing the new site, our biggest goal was to showcase the content bloggers are creating to make music discovery more engaging. This is why we get up in the morning and work on Hype Machine.

(hypemachine blog)

Features, Schmeatures

Nachwievor macht sich die Hypemachine hervorragend, um Musikblogs und die dort gecoverte Musik zu entdecken. Neben den Möglichkeiten der Suche nach auf Blogs gefeaturten Musikern, oder gerade auf den Blogs gehypte Musik zu hören, gibt es auch weiterhin die Möglichkeit quasi live auf den Blogs Gepostetes als Radio mit angehangenen Chat zu hören.

Auch kann man die von der Hypemachine aggregierten Musikblogs in einer Topliste und einer alphabetisch sortierten Liste durchbrowsen. Warum Letzteres durchaus nützlich ist, dazu jetzt mehr.

hypem-topmusicblogs

Follow me, follow you

Now here’s the real deal: Auf der neuen Hypemachine gibt es ein Favoritensystem . Man kann einzelne Blogs, Suchergebnisse auf hypemachine als auch andere Hypemachine-Nutzer als Favoriten speichern. In der Sidebar sieht man jetzt, wann an diesen Stellen neue Schmankerln hinzukamen:

hypem-watchlist

Und auf dem Dashboard (hier meins) kann man jetzt die damit verbundenen Musikstücke als quasi personalisiertes Radio anhören (die Stücke werden nacheinander abgespielt):

hypem-lovefeed

Songs, die man entdeckt und mag, kann man ebenfalls für später als Favorit abspeichern:

hypem-lovedtracks

Wie man in den Screenshots bereits sieht, werden auch Feeds für alles angeboten. Nur scheinen sie noch nicht zu funktionieren. Zumindest hier wird in den Feeds nichts ausgegeben.

Was ich mir jetzt noch wünsche, ist eine Facebook-App. mit der ich meine geloveten Songs auf Facebook anzeigen kann. Das Weiterleiten der Songfavoriten an Twitter ist bereits möglich.

Fazit

Hypemachine ist immer noch die beste Möglichkeit, heutzutage Musik zu hypem-heart entdecken, von der man gar nicht wusste, dass man sie mag. Es gibt nur zwei weitere Musikdienste, die mit der Hypemachine ganz vorn stehen: das Musik-SocialNetwork/OnlineRadio last.fm und das Onlineradio Pandora (letzteres ist zur Zeit außerhalb der USA nicht erreichbar ).

Wer behauptet, das hier sei per se schlechter als Plattenläden, is oot of their mind.

It’s the music, stupid.


Für weitere Meinungen zur neuen Hypemachine siehe auch:

Fred Wilson: The New Hype Machine

Read/WriteWeb:HypeMachine Readies a Relaunch of Its Popular MP3 Service

UPDATE: Markus ist ebenfalls begeistert und schreibt bei sich viel Wahres über Social Networks allgemein bezugnehmend auf die Funktionsweise der Hypemachine und schließt mit den Sätzen:

das Problem bis Hypemachine war das Finden bzw. der damit verbundene Informationsbeschaffungsaufwand. Hypemachine hat das im Grunde unspektakulär aber kongenial gelöst, indem es die diese Blogs aggregiert, den Zugang zu den Tracks optimiert und mit einem personalisierbaren und post-sozialen Layer versieht.

Die besten Seiten um Musikvideos im Internet zu schauen

Vor ein paar Tagen hatten wir uns das laut.des laut.tv angeschaut . Schauen wir doch heute mal, welche Alternativen für Musikvideos es im Netz sonst noch gibt.

MTV war gestern

Eine der Möglichkeiten Musikvideos hintereinander anzuschauen, wie einst in den good ol’ days auf MTViva, ist MOGs MOG.TV. MOG, das ähnlich wie last.fm die gespielte Musik auf dem Rechner protokolliert und dementsprechend den eigenen Präferenzen nach Empfehlungen gibt, pullt die Videos wie die meisten hier vorgestellten Dienste von Youtube. Mit “The Magic Button” kann man die Musikvideos nach der zuvor gehörten und protokollierten Musik filtern. Videos von den Lieblingskünstlern quasi.

Last.tv bietet das Gleiche, nur für last.fm-Nutzer. Eigenen Namen angeben (oder den eines anderen Nutzers..) und anwählen, ob die Freunde und/oder die Nachbarn (=last.fmler mit ähnlichem Geschmack) mit einbezogen werden sollen. Und schon werden Musikvideos der gehörten Musiker abgespielt. Aktuell funktioniert last.tv allerdings leider nicht.

MyStrands.tv ist quasi das last.fm der Musikvideos . Man gibt einen Musiker/Band vor und schon werden deren Videos abgespielt. Ähnliche Musiker werden am rechen Rand empfohlen, ebenso Nutzer die ähnliche Videos angeschaut haben. Man kann auswählen, ob man Videos nur von dem Musiker sehen will oder von ähnlichen Musikern oder auch anderen Musikern. Ist man angemeldet, werden die angehörten Videos abgespeichert und sind jederzeit wieder abrufbar. Favoriten kann man auch gesondert abspeichern.

MyStrands.tv ist mein absoluter Favorit unter den hier vorgestellten Seiten. In der Tat bin ich, je länger ich es nutze, um so mehr davon begeistert. (Auch wenn es nicht immer ganz rund läuft.)

MyStrandstv-2007-09-21

 

Joost: Die künftige InternetTV-Sensation bietet natürlich auch Musikkanäle an. Wie etwa MTV Deutschland (hauptsächlich Liveauftritte) und sehr viel mehr Musikkanäle . Wobei davon allerdings nicht alle in Deutschland erreichbar sind.
Joost befindet sich noch in private Beta. Hier kann sich dank desÖmsche aber jeder immer noch selbst einladen.

myMusik.us: Man gibt den Namen eines Musikers/einer Band ein. Die gefundenen Videos werden der Reihe nach abgespielt. Simple as that.

Fabchannel.com: hat sich Livevideos von Konzerten verschrieben.

jukeboxtube.com : Man gibt Musiker in die Suchmaske ein. Anschließend wird eine Liste an Treffern angezeigt. Mittels Klick fügt man einzelne Videos einer Playlist hinzu. Diese wird nacheinander automatisch abgespielt. Leider kein Umarrangieren der Videos möglich. Ausschließlich Youtube-Videos.

Submarinechannel: Musikchannel mit vielen Videos und einer recht eigenwilligen Navigation

submarinechannel Online Music Videos-2007-09-21

 

 

 

und ein paar fleißige Musikfreaks..

 

haben einige interessante Musikvideosammlungen zusammengestellt:

Stylus Magazine - Top 100 Music Videos of All Time

DoCopenhagen: Top 50 Music Videos Of 2005 (leider nicht mehr alle Videos online verfügbar)

DoCopenhagen: Top 50 Music Videos Of 2006

Pitchfork Feature: 100 Awesome Music Videos

 

Musikvideoblogs

gibt es auch noch. Beispielsweise:

videos.antville.org

nicorola loves music videos

 

Music galore I say!

laut.de startet Online-Musikvideokanal

laut.de ist eine der größten deutschen Seiten wenn es um Musik geht. Neben Rezensionen aktueller Veröffentlichungen findet man dort auch Biografien und Diskographien von Musikern und Bands. Laut wikipedia:

Mit 11,9 Millionen Seitenabrufen im Monat bei 2,5 Millionen Besuchen (IVW, Oktober 2006) liegt laut.de etwa gleichauf mit dem Internetangebot von mtv.de und bei den Besucherzahlen vor bravo.de und viva.de, bei den Seitenabrufen jedoch deutlich dahinter.

Laut.de ist also eine nicht zu unterschätzende Macht, wenn es im Netz um Musik geht. (Wobei ich, Sorry Jungs und Mädels von laut.de, allen Musikfans mit Englischkenntnissen ans Herz lege, den allmusicguide vorzuziehen wenn es um’s Stöbern in der Musikgeschichte geht.)

Heute hat laut.de mit laut.tv einen Musikvideokanal im Netz gestartet. Die Videos kann man entweder hintereinander (nach dem Zufallsprinzip?) ablaufen lassen oder einzeln anwählen. Eine Suchfunktion gibt es noch nicht.

Was die Quantität der Videos angeht, ist man von sich überzeugt:

Gemeinsam mit unserem Kooperationspartner SonyBMG können derzeit bereits 5.000 Videos eingesehen werden. Mit dabei sind u.a. The Strokes, Kings Of Leon, Xzibit, Travis, System Of A Down und Oasis.

Jede Woche erweitern wir das Archiv um die neuesten Videos, Chart-Breaker und Newcomer inklusive. Auch Rocklegenden wie Bob Dylan, Johnny Cash und Bruce Springsteen kommen nicht zu kurz.

Das Angebot hinterlässt einen zwiespältigen ersten Eindruck: Neben der bereits erwähnten fehlenden Suchfunktion, funktioniert der Fullscreenmodus zumindest bei mir nicht.

Außerdem sehr absurd: ausgerechnet der Klang ist eher, nunja, recht suboptimal. Schade. Frage mich, an welcher Stelle entschieden wurde, dass bei einem Angebot von Musikvideos ein guter Klang keine hohe Priorität hat.

 

laut.tv

15 Tipps für last.fm

last.fm ist die Seite schlechthin für Musikliebhaber. In der aktuellen De:bug steht beispielsweise, und dem stimme ich uneingeschränkt zu:

Wenn die Welt mehr Sinn machen würde, dann wäre Last.fm das herausragende Vorzeige-Web-2.0-Projekt geworden, nicht Myspace.

 

Auf Lifehacker wurden jetzt 15 Tipps zur Nutzung von last.fm zusammengestellt. Die sind zum Teil recht basic und nichts Neues für regelmäßige Nutzer von last.fm. Nichtsdestotrotz sind dabei ein paar interessante Sachen dabei.

Fifteen Last.fm Power Tweaks - Lifehacker

[tags]last.fm[/tags]

10 Seiten mit freier Musik

last 100 haben 10 Seiten zusammengestellt, auf denen man freie Musik runterladen kann.

Sind ein paar dabei, die ich damals in meinem Artikel über Musik im Netz nicht erwähnt hatte. Lesenswert!

Heise-Serie zu freien Inhalten

heise.de hat eine Serie zu freien Inhalten mit umfangreichen Ausführungen zum Hintergrund und etlichen Links zusammengestellt:

Sehr lesenswerte Lektüre. Leider wieder mal auf absurd viele Seiten klickverwertbar verteilt.

musiklinks

Vor geraumer Zeit, die Älteren unter Euch werden sich erinnern, habe ich hier einen umfangreichen Artikel veröffentlicht über Seiten, mit denen man leicht neue Musik online entdecken kann . Bis heute ist das der meistgelesene Artikel auf neunetz.com.

Da ich aber weiß, dass meine Leser nie genug bekommen können, hier 2 weitere Linklisten zu Musikdiensten im Netz:

happy listenin’

Warner bietet kompletten Musikkatalog zum kostenfreien Stream auf imeem an

Die Warner Music Group bietet ab sofort ihren kompletten Katalog auf imeem zum Streamen an. Werbefinanziert. Das heißt, Warner wird an den Werbeeinnahmen von imeem beteiligt.

Die so per imeem gestreamte Musik kann mittels Widgets auf anderen Seiten wie Blogs oder Myspaceprofilen eingebunden werden.

Mir scheint, das hier bereits angesprochene Modell der werbefinanzierten Musik scheint bei den Majorplattenfirmen auf immer mehr offene Ohren zu stoßen. Gerade für die Majors mit ihren riesigen Backkatalogen könnte sich das rentieren. Die Kosten für ihren Longtail liegen quasi bei null, und mehr als die Minimaleinnahmen über Werbebeteiligung wird es bei obskuren Stücken aus den letzten Jahrzehnten meist sowieso nicht geben. Die Masse macht’s dann. Ob das auch für die Künstler lukrativ sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Frage mich auch gerade was mit der GEMA ist. Die dürfte hier (noch) nicht mit einbezogen sein. Wenn sie davon erfährt, springt sie im Dreieck, geht Onlineabsperrungsband spannen und die deutschen User dürften per IP-Filter schneller rausfliegen als man ‘Mumpitz’ sagen kann. Jaja, die Probleme der globalen Verfügbarkeit. An so Vieles müsste man denken.

Interessantes Nebendetail: Warner hat neben anderen Labeln noch vor 2 Monaten imeem wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt.

Einige der Warner-Songs sind noch als Previews auf Imeem. Bis der gesamte Backkatalog von Warner auf Imeem in voller Länge verfügbar ist, scheint es noch ein wenig zu dauern.

imeem

(via Venturebeat)

Four Music veröffentlicht kostenlose MP3 Compilation über Tonspion

Four Music ist längst weit mehr als nur ein HipHop-Label aus dem Schwabenland. In Berlin hat Four Music seinen musikalischen Horizont enorm erweitert und checkt von Soul über Reggae bis hin zu Indierock fast alle Nischen aus. Tonspion.de präsentiert den Four Music MP3 Summer Sampler 2007. Das Album kann komplett und kostenlos als Zip-Datei einschließlich Cover-Artwork heruntergeladen werden.

Auf der Compilation mit je einem Song vertreten sind unter anderem der Internet-Geheimtipp Icke&Er, der zigfache Echo-Preisträger und Reggae-Crooner Gentleman, Balkan-Rapperin Miss Platnum, die HipHop-Altmeister Spezializtz oder die exaltierte Indiepop-Diva Trost.

Tonspion

direkter Download

(via netzpolitik.org)

Rolling Stone: Das Ende der Musikindustrie

Das Rolling Stone Magazine über den Niedergang der Musikindustrie in einer zweiteiligen, sehr lesenswerten Serie:

Teil 1 - The Record Industry’s Decline:
Record sales are tanking, and there’s no hope in sight: How it all went wrong

The major labels are struggling to reinvent their business models, even as some wonder whether it’s too late. “The record business is over,” says music attorney Peter Paterno, who represents Metallica and Dr. Dre. “The labels have wonderful assets — they just can’t make any money off them.” One senior music-industry source who requested anonymity went further: “Here we have a business that’s dying. There won’t be any major labels pretty soon.” [..]

So who killed the record industry as we knew it? “The record companies have created this situation themselves,” says Simon Wright, CEO of Virgin Entertainment Group, which operates Virgin Megastores. While there are factors outside of the labels’ control — from the rise of the Internet to the popularity of video games and DVDs — many in the industry see the last seven years as a series of botched opportunities.

Hoppla. ‘The record companies have created this situation themselves’? Das von einem Virgin-CEO? Setzt sich etwa nach Jahren des Sichlächerlichmachen doch noch so etwas wie Selbsterkenntnis bei den großen Labels ein?

Hätte man nicht längst alle Hoffnung fahren gelassen, man könnte direkt denken, dass sich da noch was zum Besseren ändert.

Teil 2 - The Fall of the Record Business: What Next?

Der Rolling Stone hat verschiedene mögliche neue Businessmodelle zusammengetragen:

  1. Werbefinanzierte Musik
  2. Kulturflatrate für P2P
  3. unüberschaubare Anzahl an Onlineshops erschafft genügend Wahlmöglichkeiten, so dass für Jeden die für ihn optimale Variante vorhanden ist (naja)
  4. Labels gehen weg vom Erlösmodell via Tonträger und hin zum Rundumsorglos-Management vom Lizenzieren über Tourmanagement bis hin zum Merchandising
  5. besonders aktive Musikkonsumenten helfen viral beim Verbreiten der Musik und verdienen daran mit

Meine Meinung

Modell 4 wird bereits jetzt von einigen Netlabels und einigen kleinen Indielabels erfolgreich praktiziert. Das wird in nächster Zeit noch weit zunehmen und dürfte die am erfolgversprechendste Alternative sein.

Die Kulturflatrate bringt eigene Probleme mit sich, die nicht ohne sind (Datenbasis für Verteilungsschlüssel etwa). Abgesehen davon ist das gesellschaftlich in absehbarer Zeit eher nicht durchsetzbar. Dazu wird Musik noch zu sehr in einzelnen Dosen als ein gesamtes Kulturgut im Fluß gesehen.

Modell 1 wird gerade erprobt. Und zwar in Zusammenarbeit mit MediaDefender. Genau, die MediaDefender, die neulich noch Filesharer mit einer Fakeseite und einem Trojaner einfangen wollten.

(via Nicorola)

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