Netzökonomie

NSFW-Paywall – Das Beste aus zwei Welten

21.05.2013

Nicht ganz neu, aber niemand, mit dem ich bisher darüber geredet habe, kannte das Modell, also:

Die Artikel bei nsfwcorp.com (“The future of journalism with jokes”, ruhig anklicken, es ist trotz des Namens überwiegend safe for work) stecken teilweise hinter einer Paywall. Als Abonnent kann man sie trotzdem verlinken und Freunden zu lesen geben, indem man einen Link erzeugt, unter dem der jeweilige Artikel dann 48 Stunden lang öffentlich zugänglich ist. Hier zum Beispiel Gary Brechers Text über das Hauptproblem der Drohnen (nämlich ihren niedrigen Preis): War Nerd: The Worst Thing about Drones.…

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It’s free!

16.07.2012

Fred Wilson (Mit Union Square Ventures Investor bei Twitter, Delicious vor dem Verkauf an Yahoo, Tumblr, Zynga, Etsy und anderen) über kostenfreie Hauptkomponenten in Geschäftsmodellen:

Wikipedia, Craigslist, YouTube, Flickr, Instagram, Facebook, Twitter, Tumblr, WordPress, etc, etc. There is no value to any of these platforms if the users don’t create the content. The users create the service, curate it, and make it what it is. I do not believe it makes sense to charge users to create the value. We’ve seen folks try this model.

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EuGH: Gebrauchte Software darf verkauft werden

03.07.2012

AFP/Spiegel Online:

Gebrauchte Software-Lizenzen dürfen generell weiterverkauft werden. Dies gilt auch, wenn die Software im Internet gekauft und heruntergeladen wurde, wie am Dienstag der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied.

Ein interessantes wie problematisches Gerichtsurteil für auf Dateiverkauf ausgerichtete Geschäftsmodelle. Das Problem bleibt, dass man letzen Endes digitale Güter nicht konsequent wie physische Güter behandeln kann. Das gilt für den Dateierstverkauf genau so wie für den Weiterverkauf ‘gebrauchter’ Dateien.

Irgendwann werden wir uns von dem Simulationsgedanken lösen müssen. Je früher desto besser.…

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Facebook startet App Center. Kommt das Facebookphone als nächstes?

11.05.2012

Nico Lumma:

Künftig gibt es wieder ein ordentliches Verzeichnis, in dem alle Apps zu finden sind, die bestimmten Qualitätskriterien entsprechen. Zusätzlich werden jetzt aber auch die mobilen Apps aufgelistet werden, die über ein Facebook Single Sign-On verfügen und damit auch leicht aus der mobilen Facebook-App gestartet werden können. Das ist ultra-praktisch für die Facebook-Nutzer, denn künftig kann man auch mobil neue Facebook-Apps finden, aus den mobile App Stores installieren und dann direkt der Facebook App starten[..]

Zwei Gedanken sind mir bei der Nachricht (siehe auch Techmeme) gekommen:

1.…

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Rangordnungen: Netzwerke sind keine Hierarchien

27.04.2012

Johannes Kuhn schreibt im Digitalblog  der Süddeutschen über Klout:

In der Twitter-Debatte mit Torsten Kleinz hat sich noch ein weiterer Gedanke entwickelt: Ist die “Demokratisierung des Einflusses” überhaupt mit einem Unternehmen wie Klout in Einklang zu bringen? Das ist ein guter Punkt – denn Klout schafft ja quasi neue Hierarchien, wird zu einer Art Social-Media-Rating-Agentur. Das ist eigentlich das Gegenteil von Demokratisierung in einem Bereich, der wie im Artikel angeklungen, ja bereits demokratisiert ist.

Als jemand, der im Studium Organisationstheorie als einen Schwerpunkt hatte, muss ich vehement widersprechen.…

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US-Regierungsmitarbeiter erkennen die zunehmende Bedeutung von Netzwerken

06.03.2012

The New Yorker berichtet über Davos:

[Alec J. Ross] was saying, “If there was one lesson I’ve learned in the last three years working for [US-Außenministerin Hillary Clinton] and being witness to significant shifts in power around the world, it’s that there is a significant shift in geopolitical power globally right now, from hierarchies, like the nation-state, to individuals and networks of individuals. This is something that’s being accelerated by increasingly powerful and ubiquitous information networks.”

Ich frage mich, ob Mitarbeiter der Bundesregierung zu ähnlichen Erkenntnissen gelangen.…

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Das Verhältnis zwischen Appstores und App-Preisen

19.01.2012

David Barnard, ein Entwickler mobiler Apps, über die Preisentwicklung im Appstore des iPhones:

In July 2009 the average price for games was $1.39 and all apps combined averaged $2.58. Today it’s $1.01 for games and $2.12 for all apps. Prices do tend to drop in a free market as competition, increased efficiency, economies of scale, and other factors come into play, but I still contend that Apple’s policies and the design of the App Store itself initiated and even accelerated the race to the bottom.

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Zum Verlauf des Untergangs der deutschen Social Networks

10.01.2012

Nico Lumma hat eine Statista-Visualisierung der aktuellen IVW-Zahlen deutscher Social Networks gepostet:

20120110 Netzwerke2 14 C

Das bestätigt parallel zum Aufstieg von Facebook in Deutschland, was ich im Artikel zum Start des deutschen WSJ geschrieben habe:

In Deutschland kommt nichts nennenswertes eigenes im Netz, weder von den etablierten, die sich aus dem Web heraushalten, noch von den neuen Playern. Stattdessen kommen irgendwann deutsche Ableger von US-Unternehmen auf den attraktiven deutschen Markt.

Man kann an den visualisierten Zahlen auch sehen, dass selbst das als relativ etabliert und sicher geltende Businessnetzwerk Xing Federn lässt.…

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Die P2Pisierung der Wirtschaft

05.01.2012

Was haben die meisten erfolgreichen Webplattformen gemeinsam?

Sie ermöglichen unterschiedlichen Parteien, die früher nur über Mittelsmänner in Kontakt treten konnten, jetzt direkt miteinander zu interagieren. In manchen Fällen kommen sogar neue Parteien, neue Marktteilnehmer, dazu. Das senkt die Transaktionskosten und hebt somit die Gewinne für die Beteiligten und greift so die umgangenen Instanzen an. Zweiseitige Märkte statt Gatekeeper.

Das passiert aktuell in den verschiedensten Branchen auf unterschiedliche Arten. Ein paar Beispiele:

Das ist an sich erst einmal keine bahnbrechende oder überhaupt neue Erkenntnis.…

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Appstores und Apps für Digitalkameras

05.01.2012

Wired.com:

“I believe the photo apps available for the iPhone right now are a glimpse into the future of what the next wave of cameras have in store for us,” Doc Pop says. “Within five years, app stores and internet connectivity will be standard on any point-and-shoot camera.”

Interessantes Gedankenspiel: Welche Geräte können von Internetverbindungen und eigenen Appstores und App-Ökosystemen profitieren?Digitalkameras sind eine offensichtliche Kategorie.

Welche noch?

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Webdienst des Jahres Instagram lehrt uns 2 Lektionen über die neue Appwelt

20.12.2011

Instagram

Instagram ist zweifellos der Webdienst des Jahres 2011. Der im September 2010 gestartete Fotosharing-Dienst ist 2011 in der Nutzung förmlich explodiert. Instagram ist der Beweis für die Ankunft des mobilen Webs, das mit seinen neuen Betriebssystemen und Appökonomien nicht so offensichtlich ist wie es manchem erscheinen mag.

Instagram unterscheidet sich massgeblich von herrkömmlichen Webdiensten, wie man sie bisher kennt: Man kann Instagram nur als mobile App benutzen. Und sogar nur auf iOS, also iPhone.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen: Bereits 9 Monate nach dem Launch konnte man Instagram getrost als den erfolgreichsten Fotosharingdienst nach Flickr und Facebook bezeichnen:

That’s 150 million photos uploaded to Instagram in just the 9 months since the app launched.

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Trend für 2012: Clients, die Social Networks und traditionelle Branchen verbinden

15.12.2011

Auf Exciting Travel schrieb ich anlässlich der Übernahme von Topguest, einer App die Check-Ins und Treueprogramme verbindet:

Spezielle Clients wie Topguest, die populäre Netzwerke wie Facebook, Instagram oder Foursquare mit traditionelleren Angeboten der Branche verbinden, werden einer der wichtigeren Trends der nächsten Jahre sein.

Dieser Trend wird nicht nur auf die Reisebranche sondern auf  steigende Zahl an Branchen zutreffen, egal ob B2C oder B2B.

Die allgemeinen Social Networks sind da, sie sind etabliert, ihre Daten steigen und Quantität und Ausdifferenzierung und sie bieten APIs an.…

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Entscheide dich im Zweifel für die stärker vernetzende Technologie

05.12.2011

Kevin Kelly:

If you are in doubt about what technology to purchase, get the stuff that will connect the most widely, the most often, and in the most ways. Avoid anything that resembles an island, no matter how well endowed that island is.

Deshalb ist das iPhone eine erfolgreiche Fotokamera: Qualitativ ausreichend, aber vor allem immer dabei und vernetzt mit dem Web dank einer Vielzahl von Apps.

Deshalb sind Bezahlschranken in der Regel zum Scheitern verurteilt: Sie sind Inseln, wie ich bereits 2007 schrieb.…

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Der Long Tail und der Seestern

14.11.2011

Seth Godin macht einen guten Punkt zum Long Tail, der oft übersehen oder gar nicht erst wahrgenommen wird. Der Long Tail, also die sehr viel breitere Verteilung von Gütern online, hat unterschiedliche Auswirkungen auf unterschiedlichen Ebenen der Wertschöpfung.

Es macht einen Unterschied, ob man zum Beispiel ein Händler ist, der 10.000 Produkte verkaufen kann oder ob man ein Produzent von einem dieser 10.000 Produkte ist.

The starfish and the long tail have trouble getting along:

We’ve all heard the parable of the kid throwing back the starfish, even though there are a million on the beach.

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Die Appwelt ist eine Welt mit globaler Konkurrenz

11.08.2011

Matthaus Krzykowski von der Berliner Appanalyse-Firma Xyologic fasst die Sicht von z.B Verlegern auf die Konkurrenzsituation bei Apps zusammen:

None of these guys is aware of all the international or indie apps which are disrupting them in their local markets. These local internet brand folks only look at the the other local internet folks as competition.

Das ist so wahr, dass es schmerzt. Sie wissen gar nicht was sie trifft. Eines der größeren Probleme für Medienkonzerne sind oftmals hanebüchen falsche Marktanalysen auf deren Grundlage Strategien für etwa iPad-Apps oder allgemeine digitale Strategien umgesetzt werden.…

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Die 4 Moment-Apps

04.07.2011

Momentapps

Auf dem ZDF-Blog Hyperland habe ich vor ein paar Tagen über – ich habe sie mal so genannt – Moment-Apps geschrieben. Mobile Apps, die darauf ausgelegt sind, ein bestimmtes Element, also ein eben gehörtes Lied oder eine gerade gelesene Buchseite, bestmöglichst festhalten und online verbreiten zu können:

Die kleinteiligere Arbeitsteilung, die bei mobilen Apps beobachtbar ist, ist faszinierend. Plattformprovider wie Facebook oder Google (oder, Gott bewahre, Apple) können diese Angebote in der Regel nicht einfach erfolgreich imitieren und integrieren.…

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Es gibt keinen Krieg zwischen Facebook und Apple

16.06.2011

Facebook logoLaut TechCrunch plant Facebook unter dem Namen “Project Spartan” eine neue mobile Plattform auf HTML5-Basis, die vor allem auch als Basis mobilen Webapplikationen unter die sozialen Arme greifen soll.

Aus mir unerklärlichen Gründen macht der TechCrunch-Autor MG Siegler aus diesen Informationen einen Angriff von Facebook auf Apple. Die Überlegung: Eine Webapps unterstützende Facebook-Plattform ist ein direkter Angriff auf den Appstore von Apple.

In Deutschland nimmt FAZ-Netzökonom Holger Schmidt die unglückliche Interpretation auf und schreibt von einem Krieg der Plattformen.

Technews sind in den letzten zehn Jahren dank explosionsartiger Zunahme der Publikationen und daraus folgender Diversifikation enorm besser geworden.…

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Cory Doctorows Review von MacroWikinomics

18.05.2011

Cory Doctorow reviewt Don Tappscotts und Anthony Williams MacroWikinomics und findet das Buch nicht sonderlich gut:

If a Macrowikinomics reader is meant to come away from the section on open source with an understanding of the dynamic that she can apply to her own firm, this will leave out the critical intelligence that much of that world is anti-authoritarian and skeptical of commercial co-option. The authors cite the great scholar Yochai Benkler but completely fail to get to grips with Benkler’s central thesis — that the kind of collaboration they’re urging is neither a marketplace nor a socialist planned system — rather, it’s a totally new thing, a “commons-based peer production” economy.

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26jährige Autorin reich dank selbstpublizierter E-Books auf Kindle

28.02.2011

Soll noch mal jemand sagen, man könne als Kreativer kein Geld im Internet verdienen:

Amanda Hocking is 27 years old. She has 9 self-published books to her name, and sells 100,000+ copies of those ebooks per month. She has never been traditionally published. This is her blog. And it’s no stretch to say – at $3 per book*/70% per sale for the Kindle store – that she makes a lot of money from her monthly book sales.

Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass Amanda Hocking auf diese Art Konditionen erhält, die ihr kein Verlag bieten kann:

a publisher on the private Reading2.0 mailing list has said, to effect: there is no traditional publisher in the world right now that can offer Amanda Hocking terms that are better than what she’s currently getting, right now on the Kindle store, all on her own.

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Netzwerkeffekte sind wichtiger als alles andere für den Erfolg von Webdiensten

09.02.2011

Sascha Lobo schreibt in einem lesenswerten Text auf Spiegel Online über die Bedeutung von Einfachheit und Verständlichkeit von Interfaces und die Bedeutung von UIs generell.

Das ewige Ziel der einfachstmöglichen Benutzbarkeit aller digitalen Dinge ist noch fern, denn die technologieformende Wirtschaft orientiert sich bisher zu wenig am Idioten.

Es ist richtig, dass Interfaces und User Experience generell in der Techwelt noch zu wenig wichtig genommen werden. Apple ist nicht zuletzt deswegen so erfolgreich, weil sie weit mehr als der Rest der Industrie auf die Gestaltung von User Interface (UI) und User Experience (UX) achten.…

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