Netzökonomie

Was für Apples Appstore und dessen Review-Prozess spricht

04.02.2011

In der Regel wird Apples Ansatz, Apps vor der Zulassung in den iOS-Appstore von Mitarbeitern prüfen zu lassen, ausschließlich kritisiert. Vergessen werden dabei die offensichtlichen Vorteile, die die strengere Kontrolle mit sich bringt.

Marco Arment, Entwickler von Instapaper und Mitgründer von Tumblr, über die Vorteile des Review-Prozesses für das iOS-Ökosystem:

First and foremost, the review process has created a level of consumer confidence and risk-taking that has enabled the entire iOS app market to be far bigger and healthier than anyone expected.

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Mac App Store: Warum erst 2011?

08.01.2011

Das Bemerkenswerte am diese Woche gestarteten Mac App Store ist tatsächlich, dass er erst 2011 gekommen ist.

Michael Seemann:

Vor knapp 10 Jahren kam Microsoft XP auf den Markt. Ich sehe nicht, warum ein Appstrore da nicht schon wunderbar funktioniert hätte. Das Internet war schon so weit, dass man da Programme herunter lud. Allen: den Kunden, den Herstellern und auch Microsofts Systemintegrität hätte ein Appstore vieles erleichtert. Und man hätte von Anfang an viel Geld machen können.

Chris Dixon:

Mac App Store: It’s amazing it took until 2011 for Normals to not be asked which directory to install stuff and other techie questions.

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iOS: In-App-Verkäufe generieren mehr Einnahmen als Werbung

18.10.2010

ReadWriteWeb verweist auf eine neue Studie von Flurry, nach der App-Entwickler für Apples iOS (iPhone, iPod Touch und iPad) zunehmend über In-App-Verkäufe Umsatz generieren:

[..] in-app purchases have taken over as the leading source of revenue for social networking and social gaming applications.

Flurry’s analysis revealed that, during 2010, there has been a shift away from advertising to virtual good sales as the major source of revenue for apps in these two categories. And as of September, in-app purchases accounted for 80% of revenues generated by mobile developers.

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Trend: Zunehmend (erfolgreiche) Experimente mit Crowdfunding

14.10.2010

Immer mehr Startups experimentieren mit verschiedenen Ansätzen des Crowdfundings. Wikipedia definiert Crowdfunding so:

Crowdfunding ist eine Art der Finanzierung, durch die sich Aktionen (Produkte, Projekte oder auch Geschäftsideen von Privatpersonen) mit Fremdkapital versorgen lassen. Als Kapitalgeber fungiert die anonyme Masse der Internetnutzer.

Eine Aktion ist durch eine Mindestkapitalmenge gekennzeichnet, die durch die Masse fremdfinanziert sein muss, bevor die Aktion startet. Im Verhältnis zur Mindestkapitalmenge leistet jedes Mitglied der Masse (Crowdfunder) nur einen geringen finanziellen Anteil.

Kickstarter stellt eine Crowdfunding-Plattform für Kreative bereit.…

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Radioheads Erfolg: Kostenlose Downloads sind nicht entgangene Verkäufe, sondern Werbung

14.10.2010

inrainbows Auf der Netz:Regeln-Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung am vergangenen Wochenende hat Christian Sommer von der GVU den üblichen Fehler gemacht:

Er verwies auf das Experiment von Radiohead, das Album In Rainbows kostenlos zum Download anzubieten und es denn Fans zu überlassen, was sie bezahlen wollen. (Zu dem Experiment gehörten auch verschiedene Album-Editionen. Das wird aber meist vergessen.) Sommer benannte bedeutungsschwanger die 75 Prozent, die den kostenlosen Download annahmen, ohne zu zahlen. Also ganz klar, so Sommer: Das funktioniert ja wohl gar nicht.

Abgesehen davon, dass nicht klar ist, ob von diesen 75 Prozent nicht einige auf künftige Konzerte von Radiohead gingen und/oder Fans wurden: Diese Zahl ist relativ irrelevant.…

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Sofortkultur und das Ende der Monopole für Inhaltedistribution

30.09.2010

newyork

Felix Schwenzel weist auf einen auf absurde 7 Unterseiten aufgeteilten Artikel über die “Kostenlos-Kultur” hin, den er für screen.tv geschrieben hat. Darin nimmt er einige Themen auf, die wir hier auch regelmäßig diskutieren:

Diejenigen, die jetzt lauthals über die angebliche „Kostenlos-Kultur” klagen, wissen natürlich ganz genau, dass „kostenlos” keinesfalls ein Internet- Phänomen ist, sondern ein bewährtes, Umsatz steigerndes Marketinginstrument. Ansonsten hätten sich die Manager der Musikindustrie sicher nicht jahrelang dafür eingesetzt, dass ihre Songs im Radio und ihre Videos im Musikfernsehen laufen.

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Flattr: Spenden als Vorauszahlung für Kommendes

29.09.2010

Tim Pritlove berichtet über seine Einnahmen mit Flattr:

Meine Einnahmen mit flattr im August 2010 betrugen übrigens 889,01 EUR. Damit lag der Betrag etwas unter dem des Vormonats, im Anbetracht der Tatsache, dass ich im August aber fast nicht zum Produzieren kam (Urlaubs- und Reisezeit), kann ich nur Feststellen, dass sich wohl meine These, warum Leute flattr benutzen, bestätigt: es ist weniger eine Entlohnung für Geleistetes als vielmehr eine Vorauszahlung für Kommendes. Man möchte, dass es weitergeht, dass der Begünstigte in die Lage versetzt wird, sich weiterhin den Dingen zu widmen, die Auslöser für die Zahlung waren.

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Geschäftsmodelle: Unterschied zwischen knappen und nichtknappen Gütern ist entscheidend

27.09.2010

Helienne Lindvall vermutet Ironie im Vorgehen von Cory Doctorow und anderen:

At a book reading in 2005, media “guru” Cory Doctorow said: “I don’t mind being a whore, I just don’t want to be a cheap whore.” And cheap he isn’t – it’ll cost you $25,000 (£15,800) to get him to speak at your conference (according to his booker, the fee is only $10,000 to $20,000 if it’s a “college-oriented talk”).

Fair enough, you may say – after all, Sarah Palin charges $100,000 for appearances.

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Leo Laporte und Musopen sind erfolgreich mit Spenden. Ein Trend?

16.09.2010

Vor einigen Wochen schrieb ich über Podcaster Leo Laporte und seine Einkommensquellen :

Leo Laportes persönliches Einkommen in Höhe von 10.000 Dollar im Monat kommt komplett von Fanspenden. Die Spenden der Fans übersteigen Laportes Einkommen sogar noch und können auf über 20.000 Dollar pro Monat kommen.

Vor ein paar Tagen schrieb ich auf neumusik.com über das Musopen-Projekt:

Das Musopen-Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, klassische Werke aufzunehmen und als gemeinfreie, also urheberrechtsfreie, Aufnahmen bereit zustellen.

[..]

Nun hat Musopen angefangen, über den Crowdfunding-Dienst Kickstarter Spenden einzusammeln, und das recht erfolgreich: Während ich das schreibe, sind über 58.000 Dollar an Spenden eingegangen, fünf Stunden bevor das Crowdfunding für Musopen auf Kickstarter endet.

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Datengetriebene Geschäftsmodelle bei Internetplattformen

02.09.2010

Der Telegraph hat in einem lesenswerten Artikel 10 Wege aufgezählt, wie der sinnvolle Einsatz von Datenansammlungen im Netz unser Leben verändern kann.

Für den Bereich Shopping schreibt der Telegraph über Datamining außerhalb des Webs:

Supermarkets have always kept track of how people shop, but in the last few years the extent to which retailers collect data has rocketed. Tesco owns a majority stake in Dunnhumby Ltd, which carries out data mining and analysis for large group of retailers including Coca-Cola, BT, Mars, Vodafone and other leading brands.

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Reputation als Anreiz für freiwillige Zahlung

30.08.2010

Passend zur Debatte rund um die Verschiebung der Wertschöpfung noch ein Hinweis auf einen Text von Leander Wattig, der sich angesichts der Spendenaktivitäten von Unternehmen Gedanken um den Zusammenhang zwischen Reputation und freiwilliger Bezahlung macht:

Ich frage mich, inwiefern sich diese Gesichtspunkte auf ganz normale Privatpersonen übertragen lassen, die ja spätestens im Internet auch alle beginnen, an ihrer Reputation zu feilen. Interessant ist das gerade im Kontext der neuen Micropayment-Dienste, die eine freiwillige Unterstützung von anderen sehr einfach und sehr kostengünstig ermöglichen.

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Beispiele für knappe Güter bei Geschäftsmodellen von Musikern und Bloggern

29.08.2010

In den Kommentaren zum Artikel über die Verschiebung der Wertschöpfung und die Auflösung historischer Unfälle wird auch über Geschäftsmodelle diskutiert. Ich führte noch einmal an, dass man im eigenen Angebot die knappen Güter identifizieren und auf diesen einen Erlösstrom aufbauen muss.

Daraufhin wurde ich gefragt, was denn beispielsweise knappe Güter  bei den angesprochenen Situationen wären. Meine Antwort:

Die Produktion von Inhalten ist zum Beispiel ein knappes Gut. Die Verbreitung von jetzt digitalen Gütern ist es nicht mehr. (Ein wichtiger Punkt des Artikels ist die beobachtbare Trennung von Produktion und Verbreitung.) Deswegen sind Flattr und co.…

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Filesharing, Flattr und Bezahlschranken: Die Auflösung historischer Unfälle

25.08.2010

cds

Als ich neulich Clay Shirkys neues Buch Cognitive Surplus (Affiliate-Link) las – Review des Buches folgt -, ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Es existiert ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der öffentlichen Debatte zur Digitalisierung, der Existenz von Filesharing, dem Potential von Micropayment-Systemen wie Flattr und Kachingle und dem vorhersehbaren Misserfolg der meisten Versuche, Bezahlschranken zu errichten.

Seit einigen Jahren schreibe ich über die Verschiebungen der Kostenstrukturen, wenn die Wertschöpfung von analog zu digital wechselt. Die Tatsache, dass Vervielfältigung und Distribution von autonomen digitalen Gütern (i.d.R.…

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In Lieblingsorte automatisch auf Foursquare einchecken mit Future Checkin

03.08.2010

future-checkinIn meinem Artikel über den Aufstieg der Ein-Klick-Geste hatte ich auch über die Bedeutung der Ein-Klick-Geste bei ortsbasierten Diensten in Form der von Foursquare eingeführten Check-Ins geschrieben. Zur Wechselbeziehung zwischen Protokoll-Ansatz und Ein-Klick-Geste/Check-In sagte ich sinnvolle Überschneidungen voraus:

Denkbar ist beispielsweise etwa ein ortsbasierter Dienst, der sich automatisch bei Aufenthalt an oft besuchten Orten eincheckt, wenn man das so vorher eingestellt hat. Auch im Bereich der Micropayments erscheint ein Ansatz, der die Funktionen von Flattr und Kachingle clever vereint, sinnvoll.

TechCrunch berichtet nun über Future Checkin, eine iPhone-Applikation, die genau diese Funktion für Foursquare erfüllt.…

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New York Times wird mobile App an andere Publisher lizenzieren

02.08.2010

Die New York Times plant, die Technik hinter ihrer mobilen App an andere Publisher zu lizenzieren, bzw. eine Plattform mit Templates aufzubauen. Interessant:

The NYT is reportedly experimenting with a platform dubbed Press Engine, which will allow other publishers to produce their own apps for devices such as the iPhone and iPad, apparently because they kept asking for a decent way to do so.

TechCrunch: New York Times To License “DNA” Of Its Mobile Apps To Other Publishers.

Aus der Pressemitteilung:

The iPhone and iPad application templates will include the following features:

- partial offline reading and the ability to save articles;
- share functionality;
- photo gallery, audio and video;
- horizontal and vertical reading;
- simple search; and
- device-standard advertising units.

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GitHub: Erfolgreich ohne Fremdfinanzierung, mit Freemium

26.07.2010

Teil 3 unserer kleinen Serie “Freemium, erfolgreich umgesetzt”: TechCrunch berichtet über den Erfolg des Source-Code-Hosters GitHub, auf dem mittlerweile über eine Million Projekte gehostet werden:

In an exchange that took place, appropriately enough, via the messaging system built into GitHub, [Scott Chacon, VP of Research and Development bei GitHub] stated that the company is still “funding free and very profitable” and that they are seeing “incredible growth for GitHub and Git usage in general.”

TechCrunch über GitHubs Geschäftsmodell:

The profit comes from the paid plans that GitHub offers for those developers and companies who want to host their repositories privately.

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“Verleger-Schreck” Flipboard: Auch auf Tablets gelten Marktdynamiken des Webs

26.07.2010

flipboardVor zwei Monaten hatte ich über Medien-Applikationen auf dem iPad geschrieben und ausgeführt, dass auch auf dem iPad die Marktdynamiken des Internets weitgehend ihre Gültigkeit behalten. Das betrifft beispielsweise die zunehmend um sich greifende Trennung von Produktion und Distribution von Inhalten. Ich schrieb unter anderem:

Auch in einem Ökosystem, in dem Apple die meisten Infrastruktur-Fäden in der Hand hält, bleibt die Grundausgangslage die gleiche: In einem digitalen Markt, der von Vernetzung bestimmt ist, kommt es zu einer kleinteiligeren Arbeitsteilung zwischen Unternehmen, weil die Vernetzung eine einfachere Verknüpfung der Wertschöpfungsbeiträge ermöglicht.

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Googles App Inventor ist für den Long Tail gedacht

20.07.2010

0710-appinventor-logoLesenswerter Artikel über Googles App Inventor, dem neuen visuellen App-Entwicklungstool, auf O’Reilly Radar:

Apple is saying “trust us, it will just work.” Google is saying “We’ll help you to be creative and make your own stuff that works for you.” There’s nothing inherently wrong with either approach. Apple’s approach is more appropriate for an entertainment device, more like the ’60s TV, radio, or dial phone. It does more, but it’s still sealed; you can’t open it up and hack it. There are plenty of people who want that kind of experience — possibly a majority.

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iPhone: Apperang bezahlt Nutzer für das Herunterladen von Apps

16.07.2010

Apperang will iPhone-App-Entwicklern bei der Verbreitung der Applikationen helfen, indem User für das Herunterladen und Installieren bezahlt werden. Ich bin mir nicht sicher, wie gut das funktionieren wird. Interessant ist es aber allemal.

mobile zeitgeist stellt Apperang vor und listet die Vorteile einer größeren Verbreitung auf, die zu einem selbstverstärkenden Effekt führen kann:

Der Entwickler zahlt an Apperang auf einer Pay-per-Download-Basis, entweder je nach gewähltem Programm 0.20 oder 0.40 US$/Download.

[..]

Doch die Rechnung kann durchaus aufgehen, denn erhöhte Downloads haben verschiedene positive Effekte:

  • WoM-Marketing, die App wird im Freundeskreis weiter empfohlen
  • Höhere Rankings im AppStore
  • Mehr Reviews
  • Weitere erhöhte Umsätze durch z.B.

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Evernote bekommt eigenen AppStore

15.07.2010

Das beliebte Digitale-Notizen-Tool Evernote wird zur Plattform und bekommt seinen eigenen AppStore. GigaOm:

Today, most Evernote customers use the app to coordinate their note-taking across at least one mobile device and at least one desktop. Now the company is using that strength to help out other companies and add functionality it hasn’t built itself with 100 “items” (aka apps) from 67 companies at launch.

[..]

Evernote wants its partners to both augment and take a piece of its freemium model. It promises it will soon add the ability for developers to charge within Trunk and earn affiliate revenue.

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