Archive for the 'Prosumer Rising' Category

GoogleReader Shared Items: Gefiltert, nicht geschüttelt

Letzte Woche schrieb ich auf netzwertig.com eine Serie über neuartige Nachrichtenseiten (Teil 1, Teil 2). In Teil 2 habe ich über Shared Items via GoogleReader geschrieben und unter Anderem das hier bereits des öfteren behandelte Readburner und das ähnliche, aber mittlerweile spannendere RSSmeme vorgestellt.

Besonders RSSmeme ist zu einem wichtigen Werkzeug bei meiner Informationsbeschaffung und -bewältigung geworden. Die Möglichkeiten, aus der Vielzahl von Shared Items einen aggregierten Feed zu basteln mit den Keywords, an denen man Interesse hat und der jeweiligen Noise-Schwelle die man bereit ist, in Kauf zu nehmen (also wie oft ein Artikel mindestens gesharet sein muss, bis er im Feed auftaucht), sind sehr praktisch.

Eine Zeitlang gab es auch die Möglichkeit, einfach seinen friendfeed-Namen einzugeben und den friendfeed-Rssmeme-Feed zu abonnieren. In diesem Feed waren automatisch alle Shared Items von Leuten, denen man auf friendfeed folgt und die dort ihre Shared Items aggregieren (schon Kopfschmerzen?).

Der Vorteil: Von jeden, dem man auf friendfeed neu folgt, hatte man in diesem Feed automatisch die geshareten Artikel gleich mit. Leider funktioniert der Feed nicht mehr und auf RSSmeme fehlt mittlerweile auch die Option dazu. Ich vermute, dass die Serverbelastung für dieses Feature zu hoch wurde. RSSmeme ging letztens dem Macher nach von den Zugriffen her durch die Decke.

Wie dem auch sei. Auch einzelne Shared-Items-Feeds werden für mich immer wichtiger, weil die großen Blogs wie Techcrunch mittlerweile eine enorm hohe Frequenz an täglich veröffentlichten Artikeln aufweisen. Was die ganze Sache mit der Signal-Noise-Ratio nicht gerade verbessert.

Zusätzlich zu den Blogs selbst haben sich bei mir deswegen die Shared Items diverser Web-Knallschoten als sehr nützlich erwiesen. Für Leute, die nicht aus professionellen Gründen in dem Bereich auf dem Laufenden bleiben müssen und das ‘nur’ aus reinem Interesse verfolgen, könnte es sogar sinnvoll sein auf das direkte Abonnieren und Lesen von Techblogs ganz zu verzichten (außer auf netzwertig.com natürlich) und nur noch die einschlägigen Shared Items zu konsultieren.

Übrigens: friendfeed ist eine wahre Fundgrube für Shared Items.

2 lesenswerte Shared-Items-Feeds:

Und hier meine Shared Items .

Readburner: ‘I’ll be back’

Das wird der für längere Zeit erstmal letzte Eintrag zu Readburner, versprochen.

Readburner wurde von Adam Ostrow (Editor in Chief bei Mashable), Drew Olanoff und Eric Kerr gekauft.

Die neuen Besitzer klingen euphorisch (klar):

ReadBurner received a tremendous amount of positive buzz and constructive feedback while it was online previously, and we hope that can continue as we gear up to bring back an even better and more scalable site. By all means, please send us your ideas for making ReadBurner an awesome news sharing community.

Bin gespannt, wie die Seite sich jetzt weiterentwickeln wird.

Siehe auch:

neunetz.com » Readburner - Digg auf GoogleReaderbasis

neunetz.com » ReadBurner schließt seine Pforten.

ReadBurner schließt seine Pforten.

Readburner, der Aggregator von Shared Items von GoogleReader über den ich hier geschrieben hatte, ist nicht mehr. Und ich beginne, mich zu fragen, ob ich hier langsam eine Deadpool-Kategorie benötige.

Alexander Marktl, dem Kopf hinter Readburner, wurde die Arbeit an diesem Dienst neben seiner eigentlichen Arbeit nach eigenen Aussagen zu viel.

Hut ab für den Mut, so konsequent eigene Prioritäten zu setzen. Nichtsdestotrotz ein drastischer Schritt und bedauerlich fü alle ReadBurner-Fans. Der kurzfristige Buzz, den die kleine Seite erzeugte, war nicht gering.

Die Vorgehensweise, verteilte Empfehlungen zu aggregieren, hat meiner Meinung nach nach wie vor sehr viel Potential. Um meine Worte vom Januar zu wiederholen:

[..]Readburner ist damit näher an Social-News-Seiten wie Digg, oder dem deutschen yigg. Aufgrund der Dezentralität wird das Gruppendenken, das diese Seiten oft allzusehr bestimmt und die Qualität drückt, allerdings eliminiert oder zumindest minimiert. Da die SharedItems bereits einen Zweck erfüllen, der außerhalb von Readburner erfüllt wird (mit Freunden, Bloglesern, eben allen denen man die Feedadresse gibt, Artikel teilen), kann das auch ohne dahinterstehende Community funktionieren. Wenn man auf der anderen Seite auf Digg oder yigg beispielsweise die Kommentare abschalten würde, wären diese Seiten am Ende. [..]

Ähnliche Dienste wie Readburner sind RSSmeme und Shared Reader.

(via Louis Gray)

Readburner - Digg auf GoogleReaderbasis

readburner-logo

In meinem Ausblick auf 2008 hoffte ich darauf, “dass Google 2008 die Daten vom GoogleReader endlich einsetzt und einen Techmeme/Rivvakiller aus aggregierten SharedItems aufsetzt”.

Auch wenn Readburner eben das, ein Memetracker, nicht ist -auch wenn andere das darin sehen wollen- zeigt es doch schön, wie es im Internet zugeht: Wenn der eine (Google) keine Lust hat, es zu machen, macht es eben jemand anderes. Auf Readburner werden SharedItems-Feeds von GoogleReader aggregiert und die einzelnen Artikel dann gewichtet.

Warum die Idee hinter Readburner Potential hat

Readburner ist damit näher an Social-News-Seiten wie Digg, oder dem deutschen yigg. Aufgrund der Dezentralität wird das Gruppendenken, das diese Seiten oft allzusehr bestimmt und die Qualität drückt, allerdings eliminiert oder zumindest minimiert. Da die SharedItems bereits einen Zweck erfüllen, der außerhalb von Readburner erfüllt wird (mit Freunden, Bloglesern, eben allen denen man die Feedadresse gibt, Artikel teilen), kann das auch ohne dahinterstehende Community funktionieren. Wenn man auf der anderen Seite auf Digg oder yigg beispielsweise die Kommentare abschalten würde, wären diese Seiten am Ende. Something to think about.

readburner-screenshot

Readburner ist allerdings noch erheblich alpha. Außerdem hat es das Problem, dass jeder SharedItem-Feed per OptIn erst hinzugefügt werden muss. Nevertheless das könnte sich zum Diggkiller entwickeln. Nicht was die Community angeht, sondern die Relevanz der aggregierten News.

(via)

Prosumer rising - Das Video

Anyone can be a prosumer

Nettes Video über die bisherigen Entwicklungen im Netz und besonders im Bereich der Prosumer. Gleichzeitig wagt man einen Ausblick bis ins Jahr 2050 mit einigen provokanten Annahmen.

Google gehört dann netzseitig alles zB. Blödsinn ist aber auch dabei, wie zum Beispiel Lessig, der als Secretary of Justice Copyright illegal erklären wird (da hat jemand Lessig und CC nicht verstanden). Aber auch Interessantes, weil erschreckend Glaubhaftes, wie die Zwangsfinanzierung von Old Media wie Zeitungen durch Steuern.

Aber auch Unausweichliches wird für die Zukunft benannt:

The net includes and unifies all the content

(via rww)

mit Splashcast Programmdirektor werden

Well, kind of.

Splashcast, die einen youtubeähnlichen Flashplayer zur Verfügung stellen, der, dare I say it again, multimediamässig alles von Video über Audio bis zu Bildern und Text in einem darstellen kann, haben vor kurzem* mypodcastnetwork gestartet.

Nun kann jeder RSS-Feed der ein gültiges media-enclosure mitbringt eingebunden werden. Man kann also nun quasi als Programmdirektor aus seinen Lieblingspodcasts und -vlogs seinen eigenen Kanal in Flashplayerform basteln und auf seine Webseite pappen. Die Besucher können das dann, wie damals in TV und Funk, einfach laufen lassen und sich -hoffentlich- an der Programmauswahl erfreuen. Die einzelnen Sendungen werden nacheinander abgespielt, können aber auch übersprungen werden.

Hmm, man könnte sich damit auch seinen eigenen, praktischen Onlinepodcatcher zurechtbasteln.

Wer hier Möglichkeiten zu Contentdiebstahl befürchtet: Nicht ganz von der Hand zu weisen. Splashcast bietet aber zu jeder Zeit im Player einen Link zur syndizierten Originalseite an. Der Splashcastnutzer ist in erster Linie also erstmal nur Distributor, Filter, Mulitiplikator im besten Falle. Für genauere Infos siehe deren podcasterfaq.

Ich hatte hier bereits Splashcast ausführlich vorgestellt.

UPDATE: Ich habe mal beispielhafterweise einen Channel aus verschiedenen Feeds erstellt. Man beachte auch die Optionen oben links:

 

* Euphemismus für ‘vor einem Monat’. Da ich aber eh scheinbar der Einzige in Deutschland bin, der über so etwas schreibt, kann ich da auch mal später drüber berichten. So.

Tags:[tag]Splashcast[/tag]

Prosumer Rising - Youtube will künftig Benutzer an Einnahmen beteiligen

Youtube CEO Chad Hurley hat am Freitag auf dem World Economic Forum bekanntgegeben, dass sein Unternehmen künftig User, die eigene Videos auf Youtube einstellen, an den Einnahmen von Youtube durch diese Videos beteiligen will.

Eine 180°Wendung der Youtubebetreiber, die vorher genau das immer abgelehnt haben. Sie folgen damit ihren Mitbewerbern, zB Revver, Metacafe und weiteren, die genau das schon länger machen.

Mehr dazu auf newteevee

Und netzpolitik.org spricht die möglichen rechtlichen Konsequenzen an

(Und ich hab jetzt eine Kategorie namens ‘Prosumer rising’ eingerichtet. Ich liebe diesen Ausspruch. Bin ich stolz drauf.)

Tag:[tag]youtube[/tag]

Prosumer rising

Auf Mashable gibt es einen interessanten Artikel über die Möglichkeiten, wie man auf Socialnetwork-Seiten Geld verdienen kann.

Der Prosumer, halb Produzent halb Consumer/Konsument, der mit der Nutzung einer Seite auch noch Geld verdient, ist nicht nur längst Wirklichkeit, sondern scheint sich auch im Netz immer weiter auszubreiten. Überraschend ist das nicht, hat doch zum Beispiel Youtube mit dem Verkauf an Google sehr viel Geld gemacht, von dem die Nutzer, die die Seite mit Inhalt gefüllt haben, nichts abbekommen haben. Nicht ganz zu unrecht regt sich deshalb Unmut unter den Youtube-Nutzern.

Andere Seiten haben das längst erkannt und bieten denjenigen Nutzern, die mit (von der Community eingeschätztem) qualitativ hochwertigen Content eine Seite bereichern, eine wie auch immer geartete Zahlung an.

Je größer Seiten werden und, je nach Ausrichtung, sie damit eventuell eine größere Außenwirkung erreichen, desto notwendiger wird eine Kompensation der Top-User. Und wenn es nur darum geschieht, deren gestiegenen Einfluß transparent und frei von Korruption zu halten. Ironischerweise kann besonders bei Socialnewsseiten, die die Größenordnung von digg erreichen, nur eine Bezahlung der Topuser die Transparenz der Seite aufrechterhalten.

Tags: [tag]Prosumer[/tag], [tag]youtube[/tag], [tag]digg[/tag]