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Programmierschnittstellen, Facebook und Twitter

Ich habe auf netzwertig.com mal wieder einen Artikel über die Bedeutung von APIs und anderen aktuell wichtigen Konzepten geschrieben, die bei der Betrachtung bezügl. der Bedeutung von Facebook und Twitter oft unterschätzt werden:

 

“Es gibt drei Gründe, warum Facebook, Twitter und co. mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr verschwinden und stattdessen noch weiter wachsen werden:

  1. Die Nutzung ist für viele User zu einem Bestandteil ihres Alltags geworden. Die Angebote sind für viele so wenig wegdenkbar wie Mobiltelefone.
  2. Das Follower-Prinzip sorgt für eine Skalierbarkeit der Community, weil die Größe des Angebots keinen oder zumindest keinen direkten Einfluss auf die Wahrnehmung des Dienstes durch den einzelnen Nutzer hat.
  3. Am wichtigsten aber sind die Programmierschnittstellen (APIs), welche sicherstellen, dass die Dienste auf verschiedenste Arten vom Nutzer angesprochen und genutzt werden können und die künftige Bedeutung sicherstellen.”

weiter:
Programmierschnittstellen: Facebook und Twitter sind gekommen, um zu bleiben

Facebook Connect: Eine Win-Win-Situation

Nur nicht für OpenID. Mein Kommentar zu Martins Artikel über den Launch von Google Friend Connect und Facebook Connect:

OpenID hat ein massives Problem: Es bringt keine zusätzlichen Vorteile für die Publisher wie TC oder andere Anbieter mit, die sie mit FB Connect bekommen.
Wenn ich meinen Kommentar in meinem Newsfeed publizieren kann, dann bringt das einen Boost für die Site, auf der kommentiert wird. Zusätzliche Öffentlichkeit. Umgekehrt bekommt Facebook mehr Öffentlichkeit, wenn es auf mehr Sites im Netz auftaucht. Win-Win.
Und Facebook ist in vielen Ländern bereits groß genug, damit dass nicht unbedingt trivial ist.
Das dürfte für fast alle Webdienste gelten: Einträge im Newsfeed sind Publicity/Traffic-Gold wert.

Die Verbindung Connect und Newsfeed setzt Facebooks Angebot nicht nur von OpenID ab, sondern auch von Googles Friend Connect, das kein vergleichbares Feature hat.

Würde mich nicht überraschen, wenn Facebook in den nächsten Monaten Rekordwachstum verzeichnet.

Facebook, Cuil und die Goldfische

goldfish

Goldfisch: “Facebook nicht mehr spannend”

Shinyshinyshiny.

Das Einzige, was in der Gunst von Techbloggern ebenso hoch steht wie ein Scoop ist a shiny new thing zum Drüberbloggen.

2006 war die Hochzeit für diese aufregenden neuen Dinge, neue Konzepte an jeder Ecke. Wortwörtlich an jedem Tag fand man auf Techcrunch das Review eines Webdienstes, der neu und aufregend anders war (Die Älteren mögen sich erinnern: Es war die Zeit als Arrington TC noch allein betrieb und es tatsächlich um Webstartups ging und nicht um Microsoft-Deals und dergleichen). Es war die Zeit, in der Dienste wie Techmeme, netvibes, digg, del.icio.us und unzählige andere entweder starteten oder groß wurden.

Wenn ich jetzt lese, dass facebook ein bisschen langweilig geworden ist, kann ich dem nicht widersprechen. facebook hat 2007 mit der Öffnung seiner Plattform das Thema des Jahres bestimmt. Und allen gezeigt, wo die Reise hingehen wird.

Jetzt machen sie kleine(re) Schritte. Weniger aufregend, weniger spannend.

Aber ist das wichtig? Es macht mehr Spass, über spannende Dinge zu schreiben. Aber sind die ‘unspannenderen’ Dinge plötzlich nicht mehr signifikant?

Die Relevanz liegt oft nicht mehr so offensichtlich an der Oberfläche zum Greifen bereit. Und alles klingt weniger spannend. Man muss schon etwas genauer hinschauen bisweilen.

Ein Beispiel?

Facebooks Friend Connect in Verbindung mit der iPhone-Plattform . Wie langweilig. Oh rly? In ein, zwei Jahren kann das zu einer Explosion an location based Services führen, weil die Hemmschwelle so weit wie möglich damit abgesenkt wird: Ein auf die mobile Nutzung des Webs zugeschnittenes Gerät in Verbindung mit einer Plattform für Applikationen und einem Instant-Social-Graph vom der Welt größten Social Network. Local Web ick hör dir trapsen.

Noch etwas, das mir zunehmend auf den Keks geht: Niemand in der Techblogosphäre scheint sich mehr darum zu kümmern, welche technischen Leistungen im Hintergrund erbracht werden. Twitterbashing zum Beispiel ist leicht, wenn man keinen Gedanken mehr an die technischen Herausforderungen verschwendet.

Und Facebook etwa hat im Hintergrund etwas Beachtliches geschaffen. Sie haben eine Plattform für unzählige Millionen von Nutzern geschaffen, welche von Drittanbietern auf eine tiefgreifende Weise in Anspruch genommen werden kann. Und das alles ohne signifikante Ausfälle oder Instabilität. Etwas, das selbst Google(!) bis heute nicht hinbekommen hat. OpenSocial ist nach wie vor mehr ein Witz als alles andere. Nur um das nochmal zu wiederholen: Ein Startup hat etwas geschaffen, was der Elefant Google selbst nach bald einem Jahr nicht auf die Reihe bekommt. Und sie entwickeln sich weiter -> Das größte Social Network der Welt. Die am weitesten entwickelte Plattform. Und jetzt Friend Connect.

Nicht spannend my ass.

Lesenswert:

und on related news:

Goldfisch: “Das muss sofort krachen, muss das!”

Die Leute, die sich am Launchtag(!) eine neue Suchmaschine (siehe Artikel auf netzwertig.com als nüchternes Beispiel) anschauen, und wie 14-jährige “Fail!” rufen, weil noch nicht alles so klappt, wie man das vom Marktführer gewöhnt ist, haben bei ihrem ersten Besuch auf Google wahrscheinlich auch höhnisch gelacht und sich wieder altavista zugewandt, nicht aber bevor sie nicht jedem erzählt haben, was für’n Scheiß diese neue Suchseite mit dem komischen Namen doch ist.

Ob Cuil in naher Zukunft schon wieder vergessen ist oder ob es in einem Jahr anfängt, für Kopfschmerzen bei den Leuten im Googleplex zu sorgen? Who knows.

Ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich: Man wird bestimmt keine Erkenntnis darüber am Launchtag mit einer Handvoll Searchqueries erlangen.

Nach dem eigenen Namen suchen, nichts finden, FAIL rufen und bloggen “guckt mal! was für’n scheiß!”, ist, sorry, das typische deutsche Blogosphärenkindergartengehabe für das man sich nur fremdschämen kann.

Ich empfehle stattdessen allen Beteiligten folgende Lektüre: Can Cuil, Built for the Long-Term, Win the “Instant Analysis” Battle?

Was ich eigentlich sagen wollte:

Mir geht diese oberflächliche Attentionspan-like-a-Goldfish-Mentalität gehörig auf den Keks.

(pic: dave apple)

Pownce oh Pownce, warum keine Twitter-API-Unterstützung?

Wenn der Open-Source-Twitterklon laconi.ca jetzt ein Twitter-API-kompatibles API besitzt, warum dann nicht auch Pownce?

Klar, Pownce hat mehr Funktionen als Twitter. Aber hätte man nicht eine Kompatibilität “nach unten” realisieren können? Öffentliches Posten zumindest über dieses “einfache” API?

Alle oder zumindest viele oder zumindest einige Desktop-Clients für Twitter hätten Pownce sicher hinzugefügt oder würden das immer noch machen. So wie Twhirl ab sofort laconi.ca unterstützt. Und die öffentlichen Pownce-Einträge könnten auch für Mashups a la Twittervision herhalten.

Und letztlich ist es ja so: Twitter beherrscht den Markt aktuell, und laconi.ca macht mit seiner Unterstützung des Twitter-APIs dieses praktisch zum Standard. Alle gewinnen: Entwickler, Twitter, laconi.ca, Nutzer.

Pownce hätte mit seiner Unterstützung nix zu verlieren und viel zu gewinnen. Warum macht man es also nicht bzw. hat es nicht schon längst gemacht? Technische Gründe?

Social Networking Wars

Friendfeed-Tools sprießen aus dem Boden

Nochmal zu Friendfeed, weil die aktuelle Dynamik gerade sehr interessant ist:

Wenn der Buzz einmal da ist, und man es schafft, erfolgreich auf dessen Welle zu reiten, dann hat man ganz schnell eine umtriebige Community, die selbst zusätzlich für enorme Nutzensteigerungen sorgen kann. Und schon hat man fast einen Selbstläufer.

So gibt es mittlerweile einige nützliche Greasemonkey-Skripte, mit denen man die Seite an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann:

Pagerization ist ein großartiges Skript, dass die nachfolgenden Seiten am Ende der jeweiligen Seite lädt, so dass man einfach weiter scrollen kann. Das funktioniert übrigens nicht nur bei Friendfeed (mit dem FF Pagerization Fixer), sondern beispielsweise auch auf der Twitter-Homepage und dem Tumblr-Dashboard.

Ein Greasemonkeyskript zum Filtern der Friendfeed-Seite nach Diensten hatte ich ja bereits hier erwähnt.

Die Einträge pro Seite kann man auch auf 50 oder 100 erhöhen. Und zu jedem Eintrag einen Reshare-Link hinzufügen. Oder Links zu bereits aufgesuchten Seiten entfernen. Diese und mehr Greasemonkey-Skripte auf internetducttape.

Eine Friendfeed-Statistiken-Seite gibt es auch schon. Und wer will, kann Techmeme in einem Friendfeed-Tabladen.

Und eine Adobe-AIR-Desktopapplikation für Friendfeed ist auch schon in Planung (siehe zum Thema AIR mein Artikel für Blogs zum Thema AIR, und meine Bedenken).

Die Geschwindigkeit, mit der sich um Friendfeed ein Ökosystem bildet, ist nach wie vor beeindruckend.

Nur sollte man sich da aber als Gründer auch keine Illusionen machen. So etwas passiert vielleicht ein- oder maximal zweimal pro Jahr. (Andererseits kann das allgemeine Niveau solcher Entwicklungen mit der generellen Etablierung des Social Webs selbst weiter zunehmen. Sprich: Ohne eine etablierte Onlineöffentlichkeit mit Blogs, Techmeme etc. hätte Friendfeed diese Geschwindigkeit nicht hinlegen können. Was vielleicht grundsätzlich ein einfacheres Erreichen des Tipping Points innerhalb der eigenen Nische bedeuten kann. Kann wohlgemerkt.)

UPDATE: Eben noch dieses Blog, das sich ausschließlich mit Friendfeed befasst, entdeckt. qed

Friendfeed launcht API - und wird diesjähriger Überflieger?

Das Team hinter dem Lifestreaming-Tool friendfeed nutzt das aktuelle Momentum, hat Nebensächlichkeiten wie Schlaf verschoben und feuert neue Features en gros ab.

Gestern startete man eine eigene API (FAQ). Was friendfeed nochmal stark verbessern wird. APIs sind, wie wir hier bereits diskutiert hatten, der beste Weg, um das gesamte Potential einer Webapplikation auszuschöpfen. Voraussetzung: wenn sie auf eine bereits starke Applikation aufgesetzt werden, denn nur das zieht auch Entwickler an.

Und friendfeed hat das Potential, dieses Jahr durch die Decke zu gehen. Wie leicht sich die so schon gute Nutzbarkeit der Seite steigern lässt, zeigt bereits ein kleines Greasemonkeyscript, das es erlaubt, die Seite nach Diensten sortiert anzeigen zu lassen. So kann man an einer Leiste am oberen Rand auswählen, zum Beispiel nur SharedItems via GReader anzeigen zu lassen, oder nur del.icio.us-Links etc.

Oder diese ebenfalls noch vor dem Erscheinen der API erstellte Seite mit den Friendfeed Top 100 Most Linked-to Pages. All das wird mit einer API für Dritte viel leichter umsetzbar.

Generell Aggregatoren: Mit der nun verfügbaren API werden friendfeed-Aggregatoren in nächster Zeit geradezu aus dem Boden schiessen. Da die Aggregation unabhängig vom Gruppendenken stattfinden wird (es gibt keine digg- und kommentierbaren Frontpagethreads mit direkter Echochambereigenschaft sondern eine im Hintergrund stattfindende Addierung und Gewichtung), wird das besonders interessant werden.

Friendfeed fügt eine weitere Schicht zu bestehenden Webapplikationen hinzu und macht diese Schicht nun wieder auswertbar und in Relation setzbar. Sehr, sehr interessant.

Eine Erwähnung wert ist auch die Tatsache, dass das User Authentication Protocol oAuth für die API bald Unterstützung finden wird. Lobenswert.

Das ist alles eine erstaunliche Leistung. Denn man darf nicht vergessen, dass das Prinzip des Lifestreamings bereits seit 2005 durch das Web geistert. Die erste Seite damals war Suprglu. Eine Seite, die heute niemand mit Stauballergie ansurfen sollte. If you know what I mean.

friendfeed ist also weit davon entfernt firstmover zu sein, oder auch etwa die meisten Dienste zu unterstützen (das macht profilactic).

Aber friendfeed hat die beste User Experience und baut genau die Features ein, die es sticky machen. Rückübertragung von Kommentaren zu Twittereinträgen auf friendfeed zu Twitter zB. Und jetzt eine API, die auch offene Standards wie oAuth unterstützen wird und friendfeeds Position weiter stärken wird.

Das Team hinter friendfeed macht aktuell alles richtig. Jeder Gründer, sollte das genau beobachten und analysieren und lernen. Das ist künftiges Textbook. Besser wird es nicht.

Hörenswert in diesem Zusammenhang auch dieser Podcast mit friendfeed-Mitgründer Bret Taylor. Achtet auf die Aussagen zum scheinbar unwichtigen Detail, ob man die Kommentare threaded macht oder nicht. It’s in the details, stupid.

Ich glaube mittlerweile, dass die Chancen gut stehen, dass eines meiner drei Wörter für den Rückblick 2008 friendfeed sein wird.

Internet-Mememadness:
Heute: Colorwars

colorwarsNach den Lolcats und Percanat etc. bricht ein neues Meme über Internetland (oder zumindest den Twitterteil davon) herein.

Kurz: Auf Twitter rotten sich die User aktuell in gegnerischen Teams zusammen für das, was da noch kommen mag. Losgetreten von Videoblog-Gott Ze Frank:

We used to play color wars at summer camp. Near the end of the year the entire camp would split up into colors, red, green, black, blue, etc… and compete in a series of events: tug of war, egg toss, basketball[..]

So, for a while I’ve been thinking about how a color war might look online. How would you play tug of war, or other group games that were silly, time limited, and awesome… and more importantly how could you create teams within an already functioning environment to have that same people-mash-up effect that we did at camp.

Twitter seemed perfect.[..]

And now it has gone haywire. I regret having caused a day of spam…but…

There are dozens of teams, some of which are hundreds of players deep. Many of the players don’t really know what they joined or why, but for me and the wonderful coders that are working on this, it is a perfect implicit structure that can be used to start setting up the colorwar events.

Selbst Internet-Veteran Ze Frank scheint überrascht zu sein von der Geschwindigkeit, die das auf Twitter annahm.

Ein paar weitere Links findet man auch auf mashable.

Das mag Alles totaler Nonsense sein, zeigt aber mit seiner praktisch sofortigen globalen Verbreitung und rasanten Entwicklung innerhalb weniger Stunden eine Tatsache sehr schön: Twitter ist mit Abstand das schnellste Nachrichtenmedium heute. (Und für kurze News-Happen das Effizienteste.)

Der traditionelle Nachrichtenzyklus war 24 Stunden. Blogs haben den Nachrichtenzyklus auf Stunden und Minuten runtergebrochen. Twitter auf Sekunden.

Nichts macht die rasend schnelle Verbreitung von Nachrichten via Twitter besser sichtbar als sich innerhalb von wenigen Stunden global verbreitende Twittermemes wie die Colorwars oder das deutsche Percanat damals.

 

 


Aber nun genug mit dem Vorgeplänkel und kommen wir zum Kern der Sache: Werte Twitteruser, schließt Euch hier und jetzt wie alle klugen Köpfe dem künftigen Gewinner der Colorwars, dem Rainbowteam, an. Es ist letztlich eh unvermeidbar. Zu uns gehört sowieso schon jede Farbe.

We Are Many, We Are One. The Spectrum Contains All, Is All, and Will Triumph Above All. DIFFRACT!

Schließt Euch der richtigen Farbe! Allen!

 

Die Colorwars 2008 kann man übrigens auch komplett und bequem per Friendfeed verfolgen. (oh my)

Update: Die unsäglichen Goldteammaden vom Spreeblick und denquer erklärbären ebenfalls die Colorwars und versuchen gleichzeitig mittels ihrer Blogs das Ergebnis zu ihrem Gunsten zu beeinflussen hinauszuzögern. Wie überaus widerwärtig.

Friendfeed hebt ab

friendfeedKeine Frage: Spätestens heute ist der Lifestream-Dienst Friendfeed endgültig im Techmainstream angekommen. Jeder Webgeek mit Rang und Namen ist auf friendfeed vertreten, ravt darüber und/oder bekommt minütliche(!) Freundesanfragen. Ganz Webgeekdeutschland ist auch schon anwesend.

Mit friendfeed ist es ein bisschen wie mit Twitter vor genau einem Jahr. Auch damals hab ich erst von außen drauf geschaut und verstand nicht so richtig, was das soll. Auch damals hat Hinz und Kunz Smith und Doe über den Dienst in jedem nur erdenklichen englischsprachigen Techblog vor sich hingejuchzt. Was dazu führte, dass ich mir dann sagte, ookay, da muss was dran sein, probier ich’s aus. Der Rest sind von den Augen fallende Schuppen.

Was an friendfeed so toll ist, ist lustigerweise genau das, was es nicht zeigt.

Lifestreams haben nämlich die Angewohnheit einen ganzen Rattenschwanz an Redundanz und generellem Noise mit sich rumzuschleppen. Wenn ich zum Beispiel Freund A schon auf Twitter folge, will ich dessen im Minutentakt abgefeuerte Tweets nicht auch noch meinen friendfeed verstopfen sehen. Kann ich also abwählen, die Tweets. Das an sich ist noch nicht so besonders. Kann jaiku zum Beispiel auch.

Der Twist bei friendfeed: Ich kann auswählen, dass mir trotz Feedabwahl Einträge, die von anderen als besonders eingestuft werden, trotzdem angezeigt werden. Man kann auf friendfeed nämlich einzelne Einträge von Anderen mit einem Klick auf ‘Like’ hervorheben (und auch kommentieren).

Dieser Umstand führt dazu, dass ich auch Feeds mit hohem Noiseanteil ausblenden kann aus meinem Friendfeedstream ohne Angst zu haben, etwas Wichtiges oder Interessantes zu verpassen. Dieses Feature ist klein aber oho. Es fällt so wesentlich leichter, den Friendfeed einzugrenzen.

friendfeed-hide

Der von Exgooglern geführte Dienst bietet noch mehr, wie etwa eine ziemlich slicke Oberfläche, durchdachte Einbindung externer Dienste (zum Beispiel kann man bei Teamblogs nur die eigenen Posts reinholen) etc., dieser kleine oben beschriebene Punkt ist aber der USP in meinen Augen. Und ich wette, da kommt noch mehr.

Man findet mich auf friendfeed hier.

 

Epilog:

Würde ich versuchen, jemandem, der selbst nicht einmal bloggt und sich mit diesen Sachen nicht beschäftigt, zu erklären, was friendfeed ist und warum es toll ist, würde wahrscheinlich entweder mein Kopf oder der meines Gegenübers irgendwann im Laufe des Gesprächs explodieren. digital divide galore :)

AOL übernimmt Bebo für 850 Millionen $

bebo

AOL übernimmt das Social Network Bebo für 850 Millionen Dollar in cash.

Bebo hat laut eigenen Angaben 40 Millionen Nutzer weltweit. Besonders stark aufgestellt ist bebo im UK und Irland. Im Dezember ‘07 hat Bebo eine Plattform für Applikationen gestartet, welche mit der Plattform von Facebook kompatibel ist. Im Januar ‘08 wurde diese Plattform für alle Drittanbieter von Applikationen geöffnet. (Vorher fand eine Selektion statt.)

(via CenterNetworks)

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