Trendiction: Deutsche Suchmaschine & Memetracker mit Schnittstelle

Trendiction ist eine neue Suchmaschine über Blogs, Kommentare und News in deutscher Sprache, die in einigen Tagen an den Start gehen wird. Mit Clustering und Kategorisierungsverfahren will man den Überblick über die Suchergebnisse verbessern. Gleichzeitig wird die Technik genutzt, um einen Memetracker a la Google News und Rivva anzubieten:

trendiction-memetracker

Trendiction bietet allerdings im Gegensatz zu Google News eine sehr viel tiefer gehende Auswahl bei den anzuzeigenden Themenfeldern an: Für die Themenfelder Wirtschaft, Unterhaltung, Sport, Gesundheit, Technologie, Deutschland und Welt werden zusätzlich noch Unterkategorien angeboten. Für Technologie gibt es etwa noch sechs Unterkategorien.

Die Memetracker-Themencluster werden allerdings dominiert von unzähligen kopierten dpa-Meldungen und fragwürdigen Topquellen, was die Memetrackerfunktion gegenüber Google News wiederrum weniger nützlich macht. Denn Google News gewichtet Quellen besser und sortiert identische Agentur-Meldungen per default aus.

Suchmaschine: Die Suchergebnisse lassen sich nach Aktualität und Relevanz sortieren. Man kann sich aussuchen, ob man Ergebnisse aus den letzten 24 Stunden, der letzten Woche oder dem Monat sehen will (Die Funktion für Ergebnisse über das letzte Jahr ist nicht anwählbar, wohl weil der Index noch nicht so weit zurückreicht).

Spannend ist auch, dass man die Suchergebnisse auch als XML und RSS bekommen kann. Damit werden die Suchergebnisse abonnierbar, so wie man es von den Google Alerts bereits kennt. Bislang gibt es hierfür nur die Google-Suche und Angebote von anderen Suchmaschinen, die oft eher schlecht als recht auf die deutsche Sprache eingestellt sind.

Trendiction wird auch eine API bereitstellen. Christophe Folschette von Trendiction schreibt mir:

Wir sind der festen Überzeugung dass die Kombination Content Ersteller/Internet-Technologien noch sehr viele interessante Ideen sowie Möglichkeiten verbirgt, die unter anderem mit Unterstützung unserer Technologien aufgedeckt werden können. Aus diesem Grunde stellen wir Entwicklern sowie Unternehmen alle Suchresultate sowie Funktionalitäten mittels Schnittstellen zur Verfügung. Wir möchten somit eine attraktive Möglichkeit bieten um neue innovative Produkte (Widgets, Mobile Anwendungen, Software, Integrationen,…), Ideen sowie Modelle basierend auf öffentlich verfügbaren Daten zu bauen.

Der Erfolg von Trendiction hängt natürlich massgeblich von der Qualität des Index ab. In ersten stichprobenartigen Tests meinerseits konnte Trendiction hier überzeugen.

Suchergebnisse am Beispiel “Flattr”:

trendiction

Auf den Start von Trendiction darf man gespannt sein. Während Memetracker und Name noch eine Überholung bedürften, kann die Suche bereits nützlich sein.

Google Scholar jetzt mit Email-Alerts

Google Scholar, die Suche über akademische Dokumente, deren Bedeutung nach wie vor in der Öffentlichkeit unterschätzt wird, hat jetzt Email-Alerts bekommen, wie Google Operating System berichtet:

Google Scholar’s email alerts feature is special because Google changes your to get better results (for example, [statistical speech recognition] has been changed to [statistical intitle:"speech recognition"]), Google shows a list of sample results and you can manage the alerts only in Google Scholar.

Um die Alerts zu nutzen, führt man eine Suche auf Google Scholar aus und klickt dann auf das Email-Symbol in der oberen Zeile.

Damit kann man wie vorher bereits in den Bereichen Web oder News jetzt auch Themen in der akademischen Welt tracken. Sehr nützlich.

(via Recherchen-Blog)

Bald kann jeder mit PubSubHubbub Inhalte in Echtzeit an Google pushen

GigaOm berichtet von der Search Marketing Expo, auf der Vertreter von Google, Microsoft (bzw. Bing) und Yahoo! über die Integration von Tweets und anderen in Echtzeit publizierten und indizierten Inhalten (etwa von MySpace) berichteten. Ein lesenswerter Artikel.

Was mir besonders ins Auge fiel, war eine indirektes Zitat von Google Senior Manager Dylan Casey:

However, Google plans to soon publish a standard way to publish directly into the Google indext using pubsubhubbub, he said.

Damit wird der Google-Index echtzeitfähig. Wer seine Inhalte Sekunden nach der Veröffentlichung indiziert sehen will, wird das künftig mit PubSubHubbub erreichen können. Sehr spannende Entwicklung.

Das ist auch insofern interessant, als dass Google versucht, in Echtzeit erhaltene Inhalte entsprechend anders auf den Ergebnisseiten darzustellen. Da werden sicher künftig noch mehr Experimente auf der Darstellungsseite notwendig werden. Auch weil herkömmliche Gewichtungskriterien wie die Verlinkung des Inhalts in diesem Fall nicht mehr greifen.

Was das Protokoll PubSubHubbub im Detail bedeutet, wird in diesem Artikel gut erklärt.

Und hier findet man eine ausführliche Anleitung, wie man den subcriber support des PubSubHubbub integriert, um ebenfalls Inhalte in Echtzeit erhalten zu können.

Techmeme bekommt Suchfunktion

Yesyesyes: Techmeme ab sofort mit Suche.

Hours after Techmeme launched in 2005, search uberblogger Danny Sullivan remarked “there’s no keyword search facility that I can see. I want that, and soon!” Nobody wants to let Danny down, so I got right to work and 32 months later, a search box now sits atop the site.

so Gabe Riviera, Techmeme-Macher und Scherzkeks

Die Suchmaske findet man entweder auf der Startseite selbst oder auf einer googlesk minimalen Suchseite.

Links, um die Suche direkt in Firefox oder IE zu integrieren, findet man hier.

Sweet.

Techmeme Search 1211323764498

Metasuchmaschine searchpickr: Einmal mit Alles bitte!

searchpickr – Vielleicht bisschen Overkill:

searchpickr-2008-04-25

 

Nett allerdings neben diversen vertikalen Suchmaschinen auch die Hot-Sektion:

searchpickr 1209132608761

Man beachte auch das etwas hübschere, hier erwähnte sputtr.

Und meine mehrteilige Artikel-Reihe zu alternativen Suchmaschinen etc.

 

(via altsearchengines)

Sputtr jetzt mit personalisierbaren Suchmaschinenarsenal

sputtr-logoDer Suchmaschinenaggregator Sputtr bietet seit einigen Tagen die Möglichkeit zur Personalisierung an. Man kann jetzt aus einer recht großen Auswahl an Suchmaschinen wählen, diese hinzufügen, entfernen und die Anordnung verändern.

So kann man jetzt alle seine Lieblingsgooglealternativen (siehe hierzu auch meine Artikelserie zu Onlinerecherche und alternativen Suchmaschinen) auf der angenehm aufgeräumten Übersicht auf sputtr vereinen.

sputtr

 

Am besten wohl geeignet für Suchmaschinen, die man nicht ständig verwendet und deswegen die Suchleiste mit ihnen nicht zukleistern will. Mit sputtr hat man so trotzdem schnellen Zugriff.

Nebenbei: Für eine aufgeräumte Suchleiste mit unzähligen installierten Suchmaschinen kann ich für Firefox das Add-on Organize Search Engines empfehlen. Damit lassen sich im Dropdownmenü zur Suchmaschinenauswahl Ordner anlegen. So kann man dann etwa ‘Personensuchmaschinen’ und ‘Blogsuchmaschinen’ thematisch sortieren.

(Und ja, ich weiß, dass das knapp an einer Obsession vorbeischrammt.)

Suchen und Finden in der Übersicht

Die Artikel der Serie “Suchen und Finden” rund um, nun, Suchmaschinen nochmal in der Übersicht:

Hope you enjoyed it!

Do It Yourself Suchmaschinen

Eine eigene Suchmaschine einzurichten, kann durchaus sinnvoll sein. Damit ist natürlich nicht das Gründen eines eigenen Search-Startups gemeint, sondern das Einrichten von Suchmaschinen mit wie auch immer gearteten (meist wohl thematisch eingeschränkten) Indizes. Für Ergebnisse mit einer besseren Signal-Noise-Ratio als bei einer normalen Websuche.

rollyo-logoRollyo ist besonders gut geeignet viele vertikale Suchen einzurichten und zu verwalten. Das Einrichten von sogenannten Searchrolls geht schnell von der Hand. Im umfangreichen Archiv von Rollyo findet man auch die öffentlichen Searchrolls anderer Rollyonutzer. Diese und die eigenen Searchrolls kann man zur eigenen Startseite hinzufügen, die dann schön übersichtlich die verschiedenen Suchen zur Auswahl stellt:

rollyo-dashboard

google-coop-logoAuch Google selbst bietet mit Google Co-op die Möglichkeit, eine eigene Suchmaschine einzurichten. Mit den nachwievor hervorragenden Suchalgorithmen von Google bekommt man damit ein starkes Werkzeug an die Hand.

deligoo-logodeliGoo hat auch einen interessanten Ansatz. Nachdem man seinen del.icio.us-Nutzernamen angegeben hat, durchsucht deliGoo nur genau die Seiten, die man auf del.icio.us gebookmarkt hat. Clever.

deligoo-screenshot

Last not least will ich noch mal auf die eingebaute Suche im GoogleReader hinweisen. Ein ebenso mächtiges wie leicht zu unterschätzendes Werkzeug. Hervorragend geeignet zum Datamining .

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden“.

4 Personensuchmaschinen

Ob man es nun mag oder nicht, Personensuchmaschinen waren nur eine Frage der Zeit und gehören mittlerweile zum Internetalltag. Und die qualitative Erhebung und Sortierung bereits öffentlich zugänglicher Daten wird eher noch zunehmen als abnehmen. Eine Übersicht.

4 Suchmaschinen zum Suchen von Informationen über Personen:

Spock sorgte bei Launch für eine hitzige Datenschutzdebatte in Deutschland. Was wohl zum Teil auch an der Qualität der Ergebnisse liegt. Spock bietet in meinen Augen die besten Ergebnisse.

Wer möchte, kann sich bei Spock anmelden und sein eigenes Profil claimen. Dann lassen sich Informationen zur eigenen Person hinzufügen. Ebenso wird man per Email informiert wenn ein anderer User Informationen an der eigenen Person ändert.

yasni-logo

Yasni ist eine deutsche Personensuchmaschine. Die Auslastung in Richtung deutscher Personen sieht man bereits auf der Tagcloud auf der Startseite:

yasni-cloud

Auch hier kann man sein eigenes Profil anlegen. Die Ergebnisse der Suche sind in meinen Augen noch nicht so gut wie bei Spock. Es sei denn man ist eine deutsche Berühmtheit. Ausführliche Reviews zu Yasni auf blognation germany und zweinull.cc.

wink-logoWink ist die älteste Suchmaschine im Bunde. Mit 270 Millionen Profilen behauptet man für sich den Titel der größten Personensuchmaschine weltweit. Ist kein Profil der gesuchten Person auf einer der durchsuchten SocialNetworks angelegt, werden die Googleergebnisse angezeigt. Man kann sich auch ein wink-Widget mit den eigenen Daten auf das eigene Blog pappen.

pipl-logoPipl bietet lediglich eine spartanische Oberfläche an und clustert die Ergebnisse nicht. Die Ergebnisse sind es aber allemal wert, um Pipl wenigstens anzutesten. Denn Pipl durchsucht das sogenannte ‘deep web’:

How come the best search engines fail so miserably when it comes to people search? The answer lies in a little known but very important part of the web called “the deep web”.

Also known as “invisible web”, the term “deep web” refers to a vast repository of underlying content, such as documents in online databases that general-purpose web crawlers cannot reach. The deep web content is estimated at 500 times that of the surface web, yet has remained mostly untapped due to the limitations of traditional search engines.

Since most personal profiles, public records and other people-related documents are stored in databases and not on static web pages, most of the higher-quality information about people is simply “invisible” to a regular search engine.

Pipl fördert zum Teil erstaunliche Ergebnisse zu Tage.

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden“.

Ein Strauß voll Googletipps

Trotz guter Alternativen kommt man bei der Onlinerecherche oft an Google nicht vorbei. Ein paar Tipps zur Nutzung von Google:

Im Google Cheatsheet findet man viele Hinweise zu zielgerichtetem Suchen. Einige der Parameter werden auch auf Wikipedia näher erläutert. Die erweiterte Suche ist ebenfalls sehr praktisch.

Experimentelles Google: Auf Searchmash führen die Google-Ingenieure Backendexperimente durch. Googles Index, (vielleicht) besseres Interface.

Firefox: Das hier bereits vor einer halben Ewigkeit vorgestellte Greasemonkeyscript, mit dem man am Ende einer Ergebnisseite ohne zusätzliches Klicken direkt auf die nächste Seite weiterscrollt. (siehe den älteren Artikel für eine Erklärung, was Greasemonkey ist)

Außerdem: Das Firefox-addon CustomizeGoogle mit dem man die GoogleSeiten anpassen kann.

siehe auch:

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

Clusty ordnet Suchergebnisse in Clustern an

clusty-logoClusty ordnet, wie es der Name bereits vermuten lässt, die Suchergebnisse in Themenclustern an. Man könnte es also mit dem vor ein paar Tagen vorgestellten Kartoo vergleichen. Clusty geht aber einen eher traditionellen, nichtgrafischen Weg. Das Interface wirkt dadurch vertrauter und ist intuitiver zu handhaben.

In einer Sidebar links von den Suchergebnissen werden die identifizierten Themencluster dargestellt:

clusty-mom

Gibt es zu einem Cluster noch Untercluster, kann man noch verfeinern:

clusty-mom2

Clusty ist eine Metasuchmaschine. Das heißt, Clusty unterhält keinen eigenen Index. Stattdessen werden die Ergebnisse von mehreren Suchmaschinen zusammengefasst.

 

Neben jedem Ergebnis sieht man die Suchmaschinenquelle:

clusty-quellen

Mit Clusty können auch Blogs durchsucht werden. Ausgewertet werden die Ergebnisse von Blogdigger, Blogpulse, Feedster und Technorati.

Fazit

Ich verwende Clusty schon eine ganze Weile. Aufgrund des einfacher zu handhabenden Interfaces öfter als Kartoo. Clusty ist durchdacht und kann im Vergleich zu einer unstrukturierten Googlesuche sehr viel gewinnbringender sein.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

[tags]suchen und finden[/tags]

Kartoo: Suchmaschine mit Ergebnissen in Kartenform

kartoo-logoKartoo ist eine interessante Suchmaschine. Die komplett in Flash gehaltene Suchmaschine gibt das Suchergebnis in Form einer Karte aus. Zwischen den Ergebnissen, die je nach Relevanz größer oder kleiner dargestellt werden, werden Beziehungen dargestellt.

Eine Suche nach der Band Mouse on Mars zeigt als größtes Feld music an:

kartoo-mom

Fährt man mit der Maus über eine der angezeigten Seiten, werden weitere Informationen zu dieser Seite angezeigt.

Ist man an einem Teilgebiet interessiert, kann man durch Draufklicken die Suche verfeinern. Quasi ein Reinzoomen in die Karte. Der Klick auf free bringt beispielsweise die Verfeinerung:

kartoo-momfree

Die auswählbaren Themencluster können auch auf der Sidebar rechts ausgewählt werden.

Wem die Flashansicht nicht gefällt, der kann in den Optionen auch auf eine Html-Ansicht umstellen. Dort fehlen dann allerdings eine Suchoptionen.

Fazit

Kartoo eignet sich gut für einen schnellen Überblick über die verschiedenen online verfügbaren Aspekte eines Themas. Durch die grafische Darstellung und Gewichtung kann man das Thema schnell überblicken und nach einer Eingewöhnungsphase auch recht fix navigieren.

Der Flaschengeist als Maskottchen ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und unterminiert die Seriosität der Seite ein wenig. Und die Oberfläche ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Als Ergänzung zur altmodischen Googlesuche kann diese Darstellung allerdings durchaus hilfreich sein.

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

Tipps zur Internetrecherche vor dem Einkauf

Wer heutzutage eine Anschaffung plant und nicht auf den Kopf gefallen ist, nutzt das Internet zur vorherigen Recherche. Auf diese Weise kann man sicherstellen, das man das Beste für sein Geld bekommt. Ein paar Tipps zur Onlinerecherche vor dem Shopping.

Die stärkste Waffe für den bewussten Konsumenten von heute ist, klar, Google. Neben einer einfachen Suche nach dem gewünschten Produkt gibt es aber noch weitaus effizientere Einsatzmöglichkeiten von

Google:

  • Die Suche Produktgattung + testsieger: fördert in der Regel einen ganzen Haufen online zugänglicher Testberichte im jeweiligen Segment zu tage. Außerdem sieht man so recht schnell, welche Produkte an der Spitze stehen, werden hier doch auch zu einem Großteil die ‘Fazit’-Seiten der oft auf mehrere Webseiten aufgeteilten Testberichte hochgespült.
  • Ebenfalls nützlich: “[Produktart in der Mehrzahl] im Test” (auf die Anführungszeichen achten)
  • Die Suche Produktname + Problem: Hier liegt die simple Überlegung zugrunde, welche Wörter in einem Erfahrungsbericht vorkommen würden, in dem die unschönen Eigenschaften eines Produkts genannt werden. weitere mögliche Wörter: schlecht, Nachteil
  • Die Suche Produktgattung + Forum: Ist man noch auf der Suche nach einem Produkt, weiß aber noch nicht welches Fabrikat es sein soll, sind spezielle Foren oft sehr nützlich. siehe weiter unten für mehr

Sucht man nach einem bestimmten Produkt, den Produktnamen dabei in Anführungszeichen schreiben. Also etwa “ipod supermegashuffle 600gb”, um so Informationen zu genau dem Produkt zu bekommen, das man gern erwerben möchte. Google sucht nach genauen Wortgruppen nur, wenn diese in Anführungszeichen stehen. Anderenfalls werden Texte gesucht, in denen die angegebenen Wörter irgendwo auf der Seite auftauchen. Oft landet man dann auf Seiten mit verwandten Produkten.

[Read more...]

4 Blogsuchmaschinen

technorati-logoGeht es um das Recherchieren in Blogs ist Technorati nachwievor die erste Wahl. Die Startseite ist seit dem letzten (und wievielten? Zehnten? Zwanzigsten?) Relaunch zwar wieder betretbar geworden, ich schwöre aber weiterhin auf die minimalistische Suchseite s.technorati, die ein gewisses Googlefeeling in ihrer Aufgeräumtheit mitbringt.

googleblogsearch-logo

Speaking of Google: Googles Blogsearch hat massiv aufgeholt. Man merkt an der Geschwindigkeit, in der Suchen ausgeführt werden, dass Google in jedem Dorf auf der ganzen Welt Server im dreckigen Dutzend aufstellt. Gegen Googles Serverpower sehen viele der Konkurrenten schlicht alt aus (Es geht eben nicht nur um Algorithmen). Zweiter Platz weil Googles Blogsuche im Vergleich zu Technorati ab und an Blogartikel vermissen lässt.

blogato-logoBlogato ist eine deutsche Blogsuchmaschine, die erst vor wenigen Monaten online ging. In den Index aufgenommen werden nur Blogs, die vom Blogato-Team überprüft und zugelassen wurden. Das bedeutet, Splogs haben (theoretisch) keine Chance. Naturgemäß bedeutet das auch einen wesentlich geringeren und unvollständigen Index. Für eine Suche in deutschen Blogs mit einem möglichst geringen Noisefaktor ist Blogato durchaus zu empfehlen. Man sollte eben nur die Vor- und Nachteile im Hinterkopf behalten. Auf zweinull.cc hat Martin vor einigen Wochen Blogato ausführlich vorgestellt. Er ist begeistert von Blogato.

zuula-logo

Zu guter Letzt das im Mai hier bereits vorgestellte Zuula: Zuula vereint unter einem Dach neben den Ergebnissen von Google und Technorati die Suchergebnisse von Bloglines, Sphere und einigen mehreren kleineren Blogsuchmaschinen. Nützlich, wenn man sicherstellen will, dass man auf keinen Fall einen Blogartikel zum gesuchten Thema verpasst.

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Suchen und Finden”.

[tags]suchen und finden[/tags]

Nachtrag zu Spock

Nachtrag zu vorgestern: Netzpolitik.org hat noch etwas zu Spock und dem Datenschutz geschrieben.

Dort verlinkt man auch einen Artikel in der taz, in dem so Grandioses festgestellt wird, wie etwa:

 

 

Wem die eigene Privatsphäre wichtig ist, sollte in Zukunft etwas genauer überlegen, welche Informationen er über sich ins Netz stellt – beziehungsweise welche er öffentlich zugänglich macht.

Ach nee. Und das war vorher nicht so. Man musste vorher nicht darauf achten, was Google zum eigenen Namen beispielsweise auf den ersten Seiten ausspuckt -oder auch auf den hinteren Reihen, wenn man hartnäckige Schnüffler fürchtet? Oder im Studivz-Profil unter Interessen besser nicht ‘Saufen bis der Notarzt kommt’ schreiben, weil die fitteren Personalchefs solche Stellen ansurfen?

Öffentlichkeit ist Öffentlichkeit.

Jeder muss sich klarmachen, wie viel über ihn bereits im Internet steht. Wir bündeln diese Informationen nur.

wird Spock-Mitgründer Jaideep Singh nochmal in der taz zitiert. Die möglicherweise falschen Informationen, die von anderen Personen über Einen ins Netz gestellt werden, existieren im Zweifelsfall auch ohne Spock. Und sind mittels Google, Yahoo und Technorati auch auffindbar.

Spock macht das Auffinden von personenbezogenen Informationen ‘lediglich’ auch und besonders für weniger medienkompetente Menschen (wie etwa deutsche Journalisten*) einfacher.

Ich sage nicht dass alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Schließlich deckt die Bündelung der Informationen, wie sie Spock durchführt bzw. versucht durchzuführen, durchaus Probleme auf. Diese Probleme (wie etwa eine fehlende Gewichtung von Daten entlang der Zeitachse) existierten aber auch schon vor Spock. Punkt. Deshalb geht mir diese Hysterie rund um Spock tierisch auf die Nüsse.

Abschließend verweise ich nochmal auf den Zwarwald, der grandios nachlegt und Spock mit einem Eintopf aus Internetdaten vergleicht.

*scnr

[tags]Spock[/tags]

Spock – die Personensuchmachine und ihre deutsche Berichterstattung

spock-logoIch mag die Idee von Spock, der auf Personen spezialisierten Suchmaschine. Und ich finde die Datenschutzhysterie in Bezug auf Spock etwas übertrieben. Schließlich fungiert Spock zuforderst erstmal als Aggregator. Fügt also erstmal Daten zusammen, anstatt neue zu schaffen (auch wenn Letzteres zusätzlich ebenfalls möglich ist). Missbrauch von Onlineidentitäten gibt und gab es auch schon vor Spock. Ob das alles besser oder schlechter mit Spock wird, wird sich erst noch zeigen müssen.

Zu Spock gibt es mittlerweile in Deutschland einige Reaktionen:

[tags]Spock[/tags]

Mahalo – Yahoodirectory auf neu

oder: Calacanis* schlägt wieder zu – Und diesmal vielleicht daneben

Bevor Google über alle anderen Suchmöglichkeiten im Netz bulldozerte, war Yahoo bekanntermaßen recht erfolgreich mit seinem Verzeichnisansatz: Was Google mit seinen Bots maschinell revolutioniert e wurde bei Yahoo noch in qualvoller Handarbeit gemacht. Yahoosklaven klicken sich durch Geocityseiten und trugen diese und andere grafische Verbrechen in das Yahooverzeichnis ein.

Dieses Verzeichnis konnte man durchsuchen und für das Internet halten. Es war die Zeit des Browsers, bevor mit den Googlebot das Suchen kam.

Mahalo ist nun ein Versuch, wieder ein brauchbares Verzeichnis aufzubauen:

Mahalomitarbeiter durchsuchen nun die Cloud (haha, das mach ich jetzt zum running gag), nach relevanten Seiten für die Topsuchergebnisse um sie auf den entsprechenden Seiten auf Mahalo einzutragen. Dabei geht es wie gesagt nicht um alles sondern nur um die Topsuchen, also die, die am häufigsten ausgeführt werden:

Mahalo’s goal is to hand-write the top 10,000 search terms.

Hat Mahalo keine Seite für eine Suche, werden automatisch die Googleergebnisse angezeigt. Für die 10.000 Topsuchen, die immerhin 24% der gesamten Suchen ausmachen, will man aber relevante, von Spammern befreite Ergebnisseiten anbieten.

Nun klingt das zunächst erst mal ziemlich verrückt (und so klingt es auch nach einer Weile noch), aber es könnte unter Umständen funktionieren. Es ist eine eigenartige Mischung aus Wikipedia und auch einem Weblognetzwerk, wie es Calacanis schon mal aufgebaut hat (siehe Fussnote). Schließlich geht es um Nischen und (hoffentlich) kompetente Leute, die hierfür die Quellen zusammensuchen.

Aber trotzdem, was für ein irrsinniger Aufwand! Richtig.

Man sagt deshalb auch selbst, dass es noch eine Weile dauern wird bis Mahalo nützlich wird: Man ist aktuell noch im Alphastatus. Die 40 Mitarbeiter haben bis jetzt 4000 Seiten erstellt. Bis Ende des Jahres sollen es 10.000 werden.

Im Press-Release steht unter Anderem:

“Google’s mission is to index the world’s information; our mission is to curate that wonderful index,” said Calacanis. “It’s my belief that humans can play a significant role in the development of search results and we’re going to try to figure out exactly what that role is over the next couple of years.

Das zeigt schon auf: Es wird noch eine Weile dauern bis Mahalo wirklich nützlich werden könnte.

Trotzdem drängen sich mir auch jetzt schon einige Fragen und Probleme bei dem ganzen Unterfangen auf:

  • Wie will man sich gegen Manipulationen schützen, sollte Mahalo ein Erfolg werden? SEO-Spezies würden Mahalo-Editoren aufspüren und versuchen zu bestechen (a la Digg-Topuser).
  • Das Gleiche gilt für schwierige Themen, wie zB die Politik. Die Seiten der Präsidentschaftskandidaten für die Wahl nächstes Jahr in den USA müssen so neutral wie möglich sein. Wird man das schaffen?
  • Wird das was Malaho macht, nicht bereits von der Wikipediaausgefüllt? Und das in einer Masse, mit der man nicht konkurrieren kann?
  • Das Hauptproblem: Wie sollen die einmal erstellten Seiten up to date gehalten werden? Das einmalige Erstellen ist schon aufwendig genug. Aber das Aktuellhalten ist kaum zu schaffen. Und selbst wenn: Würde ich Mahalo vertrauen, aktuell zu sein? Oder würde ich nach Malaho noch mit Google suchen um auf Nummer sicher zu gehen? Warum sollte ich Malaho dann überhaupt in the first place nutzen?

 

Mahalo heißt übrigens ‘Danke’ auf hawaiianisch(?).

 

malaho-1

 

was Andere zu Malaho sagen:

Webware: Screw the long tail

But if it works when you need it, and if the team can keep those 10,000 pages up to date, well then, great. It could be highly useful, but it will take a year or two for the company to stock its inventory with the content it needs.

Alarm:clock: I’m A Mahalo Editor. Kill Me.

Thus far Mahalo has generally received strong marks from reviewers.[..] But if this wasn’t Jason Calacanis’ company and if Sequoia and News Corp. were not in, a true blind taste test, we have to believe they would have panned Mahalo and never gone back.

 


*Jason Calacanis ist ein erfolgreicher Internet-Entrepreneur in den Staaten. Er war Mitgründer von Weblogs Inc., eines der größten Blognetzwerke weltweit (u.a. Engadget), was er für 25 Millionen an AOL verkaufte, und baute für AOL die Netscapeseite auf kontroverse Art zum Digg-Klon um.

[tags]Malaho[/tags]

Monitoring leicht gemacht

Monitoring?

Ob man ein eigenes Blog hat oder als PR-Agentur eine Onlinekampagne macht: Wer im Netz unterwegs ist und seine Aktivitäten dort ernst nimmt, der will/muss über Reaktionen und Meinungen im Netz dazu auf dem Laufenden bleiben. Zeitnah.

In der Regel sucht der Unbedarfte mit seinem Namen oder dem Namen des Unternehmens auf Google nach Diskussionen über sich im Netz. Wer ein wenig mehr sophisticated an die Sache geht, der nutzt dazu Google Alerts und hat Technorati Searchfeeds abonniert. Es geht aber noch einen Tick besser/ umfassender.

eine Möglichkeit, ein umfassendes Monitoring schnell einzurichten

Über eine zeitsparend schnell eingerichtete Möglichkeit, Monitoring zu betreiben, schreibt Lifehacker: Auf MonitorThis gibt man den Begriff ein, den man verfolgen will. Anschließend gibt MonitorThis einen Text aus, den man mit einem Texteditor als OPML-Datei auf dem Rechner speichert (einfach mit Dateiendung .opml speichern).

In dieser OPML-Datei befinden sich Feeds zu den Suchergebnissen zum eingegebenen Keyword auf diversen Suchmaschinen: neben allen bekannten Blogsuchmaschinen gehören auch die Websuchen von Google, Yahoo und MSN, die Tagsuche von Flickr und blogg.de und weitere dazu. Insgesamt Ergebnisse von 23 Suchen zur Zeit.

Die ausgegebene OPML-Datei importiert man nun in seinen Feedreader und hat damit ein nahezu umfassendes Monitoring innerhalb kürzester Zeit installiert. Schneller geht’s nicht.
(Falls man diese Feeds gleich in einem entsprechenden eigenen Ordner in seinem Feedreader will, gibt Lifehacker hierzu noch an, wie man das direkt in der OPML-Datei vor dem Importieren eingibt.)

 

weitere Seiten für Monitoring:

Swamii durchsucht neben Webseiten auch p2p-Börsen. Mehrere ‘Interests’ können mittels Schlüsselwörtern definiert werden. Für jedes Interest können Sparten, in denen gesucht werden soll, an- und abgewählt werden (News, Blogs, P2P, Shopping, Jobs, usw.). Einmal täglich bekommt man eine Email mit den Ergebnissen zugeschickt.

Die persönliche Newsseite Spotback bietet mit den ‘Personalized Alerts’ ebenfalls Monitoring von Schlüsselwörtern an. Auch hier kann wieder für jede Suche nach einzelnen Bereichen, in denen gesucht werden soll, unterschieden werden. Getrackt wird zur Zeit ausschließlich die englischsprachige Blogosphäre. Auf Wunsch bekommt man täglich eine Email mit den Ergebnissen zugeschickt. Die Ergebnisse können auch auf der Seite selbst eingesehen werden. Beschränkung auf 20 Alerts.

 

Mehr Einsatzmöglichkeiten

Eine oft unterschätzte weitere Möglichkeit für Unternehmen über Marktentwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben: Monitoring der Namen der (Haupt-)Konkurrenten.

Das Alles eignet sich natürlich auch hervorragend zum Keywordtracking relevanter News für Blogger und Journalisten. Besonders wenn man über Kleinstnischen schreibt, kann man über die hier beschriebenen Wege News finden, von denen Andere noch nicht gehört haben.

 

Und jetzt interessiert mich, ob Neunetz.com-Leser Monitoring/Keywordtracking betreiben. Und falls ja, was benutzt Ihr dazu? Wie geht Ihr vor?

 

Tags:[tag]Monitoring[/tag]

Zuula – 9 Blogsuchmaschinen unter einem Dach

Auf der Suche nach speziellen Artikeln in Blogs und gerade auf Vollständigkeitstrip? Metasuchmaschine Zuula könnte helfen. Über verschiedene Reiter kann man zwischen den Blogsuchalternativen Google Blogsuche, Technorati, Icerocket, Feedster, Blogpulse, Sphere, Bloglines, Blogdigger und Topix wählen. Die Suchergebnisse unterscheiden sich teils drastig, aufgrund Zeitmangels habe ich jetzt aber keinen detaillierten Vergleich in der Qualität der verschiedenen Blogsuchmaschinen angestellt, was durchaus auch mal interessant sein könnte. Hat das schon mal jemand gemacht?

Es fehlen natürlich auf Zuula spezielle Features der einzelnen Suchmaschinen, wie zum Beispiel das Filtern der Ergebnisse bei Technorati nach verschiedenen Authoritystufen. Auch sprachspezifische Suchen sind (noch) nicht möglich. Sofern man Cookies von Zuula zulässt, kann man die Reihenfolge der Suchmaschinentabs auch nach eigenem Geschmack anpassen.

Zuula bietet neben Blogs noch andere Suchkategorien (Web, Images, News, Jobs).

(via lifehacker)

Delexa- mashup aus del.icio.us und alexa

Delexa.org ist ein mashup des Onlinebookmarking-Tools del.icio.us und des Trafficanalysetools alexa. Äußerst praktisch, nutze ich doch öfters die Tagsuche auf del.icio.us um Seiten/Services zu finden. Oft findet man schneller qualitativ hochwertigere Dinge auf diesen Weg als wenn man das über Google zB machen würde. Hier wird jetzt noch die Trafficanalyse von alexa als weiterer Faktor mit einbezogen. Toll.

Man sollte allerdings nicht vergessen, das alexa, nur den Traffic zählt, den man über die alexatoolbar erfasst. Der Traffic ist also nicht unbedingt repräsentativ (Etwas, das man immer wieder dem einen oder anderen alexaverliebten US-Blogger um die Ohren hauen sollte.).
Zum Vergleich der Seiten untereinander und als weiteres ‘Qualitätskriterium’ hier reichen die Alexazahlen aber allemal.

Delexa.org is a web analytics tool combining the top 50,000 U.S. websites with their topic tags, using data from del.icio.us and Alexa. Use it to discover the most trafficked sites for any topic of interest, such as “videos” or “education”.

 

 

(via momb)

Tags:[tag]del.icio.us, Delexa, alexa, Traffic[/tag]