Amazon Appstore vs. Android Market

Distimo:

Of all the applications that are available in both stores, 110 applications generated at least $200 each day in one of the stores during the last week of January. 42 of these applications generated more revenue in the Amazon Appstore than in Google Android Market. Of the total income these 110 applications generated in both stores, 28% was generated in the Amazon Appstore.

Scheint so, als tritt Amazons Kindle Fire den (erwartbaren) Marsch durch das Ökosystem von Android an. Wenn dieser Trend anhält, könnte Amazon bereits Ende 2012 der wichtigste Android-Player nach Google sein, der dann bereits anfängt, selbst dem Plattformprovider Google Konkurrenz zu machen.

2012: Viren für Android

Im Schreckencrescendo auf dem ZDF-Blog Hyperland schreibt Andreas Winterer unter anderem:

Noch kommen Tablets und Smartphones kaum in den Malware-Schlagzeilen vor. Doch vor allem das boomende Google-Smartphone gilt den Experten als weithin leuchtende Zielscheibe. “2012 werden sich Computerkriminelle darauf konzentrieren, Malware für Android zu entwickeln”, glaubt denn auch der russische Viren-Guru Eugene Kaspersky. “Der Android Market wird mit wachsender Akzeptanz immer interessanter, wir erwarten daher eine wachsende Zahl von Schadprogrammen in App-Shops.”

Der erste Satz im Zitat ist amüsant: Das einzige Tablet mit nennenswerter Verbreitung ist das iPad. iPad und iPhone sind dank Sandbox-Prinzip von iOS und AppStore-Review durch Apple vor Malware so sicher wie es nur geht.

Das gilt für Android nicht. Deswegen ist Android auch angreifbarer und deswegen muss es für Android auch Antivirensoftware geben. Das ist der Preis für Offenheit bzw. Modularität des Systems.

Dass Antivirenhersteller über eine Zunahme von Viren reden, dürfte auf der anderen Seite aus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Gründen allerdings auch nicht verwundern.

Auch nicht schlecht:

Auch Lookout, Anbieter von Schutz-Tools für Mobilrechner, sieht bösartige Apps als Gefahr. Dort rechnet man vor allem mit fertigen Toolkits, mit denen Angreifer normale, harmlose Apps aus dem Market laden, mit Schadcode anreichern und das Ergebnis als unverdächtige Kopie eines namhaften Spiels einstellen können. Die Devise kann also nur lauten, noch vorsichtiger zu sein als bisher und nur Apps etablierter Anbieter auf sein Gerät zu laden.

Bei solchen Aussichten dürfte sich das Einnahmeverhältnis für Entwickler zwischen Android und iOS nicht so schnell ändern.

Apple ist feminin

Louis C.K. über Apple und den nächsten Steve Jobs:

The next Steve Jobs will totally be a chick, because girls are No. 2–and No. 2 always wins in America. Apple was a No. 2 company for years, and Apple embodies a lot of what have been defined as feminine traits: an emphasis on intuitive design, intellect, a strong sense of creativity, and that striving to always make the greatest version of something. Traditionally, men are more like Microsoft, where they’ll just make a fake version of what that chick made, then beat the shit out of her and try to intimidate everybody into using their product.

Ich denke seit einiger Zeit darüber nach, warum es nicht nur Beobachtern (Journalisten, Bloggern, Analysten) sondern auch den konkurrierenden Unternehmen so schwer fällt, Apples Erfolg einordnen zu können. Louis C.K. liefert die bisher beste Erklärung. Diejenigen, die die Branche bisher dominierten, standen auf Specs, harte Zahlen und Features, egal wie sinnvoll sie sind. Hauptsache, sie sind drin.

Apple geht einen Weg, den viele nicht nachvollziehen können. Sie können dann auch den Erfolg nicht nachvollziehen. Und behaupten dann oft, dass alles auf Apples Marketing reduzierbar ist. Das Problem ist, dass deswegen keine Erkenntnissfindung stattfindet. Dass keine notwendige Betrachtung angestellt wird, was Apple besser macht als andere. (Das geht sogar so weit, dass Marktanteile von Apple und Unternehmen, die etwas ähnlich wie Apple machen, aus Studien ausgeblendet werden, was zu völlig verzerrten Wahrnehmungen führt.)

Das ist gut für Apple: Ihre Konkurrenten versuchen torkelnderweise Schritt zu halten – und konzentrieren sich auf die falschen Merkmale, wie etwa Rechenpower in einer Zeit, in der genau das immer unbedeutender wird.

Und deswegen ist es ein Problem für die Branche.

(via Daring Fireball)

(Disclosure.)

Amazon Kindle Fire wird mit 3,9 Mio. Einheiten dieses Quartal Androidtablet-Markt dominieren

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Das Kindle Fire von Amazon springt aus dem Stand auf Platz 1 der Android-Tablets und auf Platz 2 der Tablets hinter dem iPad. TechCrunch:

The Kindle Fire looks like a bona fide hit right out of the gate. New estimates from IHS iSuppli have Amazon shipping 3.9 million Kindle Fires this quarter, which would make it the No. 2 tablet after the iPad 2 (with an estimated 18.6 million shipments). The Kindle Fire will become the No. 1 Android tablet by a wide margin (the Samsung Galaxy Tab is the next biggest, with an estimated 1.4 million shipments).

Und das obwohl die Hardware nicht gut ist.

Neben Conde Nast hat auch das Wall Street Journal eine exklusive App für das Kindle Fire herausgebracht.

Nook, das Tablet/Farb-E-Reader des Bücherhandelriesens Barnes&Noble kam laut Digi Times im März diesen Jahres auf 3 Millionen verkaufte Einheiten.

Wie bereits mehrfach gesagt: Plattform-Unternehmen dominieren den Tablet-Markt.

Siehe auch:

Die 4 Faktoren, welche die PC-Branche neu formen

Horace Dediu auf asymco.com über die Entwicklung der Computerbranche in der Post-PC-Ära: The big bang theory of computing:

So if history serves as a guide, the displacement of the PC won’t come from a direct substitution but a more sinister and hard-to-predict subversion through new applications and a re-definition of what a PC is. The driving forces are not just volumes but new input methods, new user interfaces, new jobs to be done, new software and many innovative companies working within an ecosystem.

Einige der wichtigeren treibenden Faktoren der Veränderung sind leicht ausmachbar:

  • Multitouch-Smartphones
  • Tablets (also aktuell nur iPads)
  • Sprachsteuerung (Siri)
  • Cloud Computing

3 von 4 dieser Faktoren wurden massgeblich von Apple beeinflusst und werden heute teilweise von Apple dominiert. (Tabletmarkt ist ein iPad-Markt) Traditionelle PC-Hersteller wie HP, Dell oder Acer hechten der Entwicklung hinterher. Gleichzeitig zeigt Amazon, wo die neue ‘Bedrohung’ herkommt: Von Plattform-Unternehmen.

Stiftung Warentest vermisst USB-Anschlüsse und erweiterbaren Speicher bei Tablets. Wie bitte?

Stiftung Warentest hat Tablets getestet und sich vom Gadgetblogvirus anstecken lassend das iPad 2 auf den zweiten Platz verwiesen. Den Test kann man hier für 2,50 € kaufen.

Wieso ist das iPad 2 hinter dem Samsung Galaxy Tab 10.1 auf Platz 2 zurückgefallen? Das ist doch offensichtlich:

Das iPad 2 hat ein weniger helles Display.

WinFuture.de fasst zusammen:

Testsieger wurde das Samsung Galaxy Tab 10.1, das auf die Note 2,2 kam. Knapp dahinter folgt das iPad 2 von Apple, dieses wurde mit der Wertung 2,3 ausgezeichnet. Entscheidendes Kriterium war laut Stiftung Warentest der Bildschirm: Die Helligkeit sei beim Samsung-Tablet gleichmäßiger verteilt, die Auflösung höher und Texte würden schärfer dargestellt. Gelobt wurde beim Galaxy Tab auch die gute Synchronisation mit dem PC.

Beim Thema Akkulaufzeit sahen die Tester das iPad 2 knapp vor dem Galaxy Tab 10.1: Beim Internet-Surfen schafft Apple über achteinhalb, Samsung gut acht Stunden. Weitere Punkte, die beim iPad 2 positiv hervorgehoben worden sind, waren u. a. Gewicht, Handhabung, die Anzahl der Apps, die Synchronisation mit iTunes sowie die Videofunktion der Kamera.

Stiftung Warentest sieht tatsächlich das iPad als ein weniger empfehlenswertes Tablet als das Galaxy Tab an, obwohl es sehr viel mehr Apps zu bieten hat, einen länger haltenden Akku vorweisen kann, leichter ist und die Handhabung des Betriebsystems besser sei. Bin ich der einzige, der das Gefühl hat, hier wurde krampfhaft nach einem Weg gesucht, das iPad nicht zum Testsieger zu machen, obwohl es aktuell schlicht das beste Tablet am Markt ist?

Aber wie ernst kann man Stiftung Warentest bei Testberichten über Tablets nehmen? Winfuture:

Abzüge gab es für fehlende USB- bzw. HDMI-Anschlüsse sowie den nicht erweiterbaren Speicher.

Vermisst wurden außerdem Tastatur und ein Diskettenlaufwerk.

(via Rivva)

(Disclosure)

Wenn die Tablet-Produzenten nicht sehen, was Tablets können müssen

Zum Ende von Adobes Flash für den mobilen Sektor schrieb ich:

Flash hat auch gezeigt, dass es innerhalb der High-Tech-Branche arge Missverständnisse darüber gibt, was im mobilen und semimobilen Sektor gefragt ist. Dort geht es weniger um Höher, Schneller, Weiter, sondern um Bedienfreundlichkeit und Powersparsamkeit.

Diese zunehmend sichtbar werdende Unbeholfenheit der Hardware-Hersteller in der neuen Post-PC-Welt könnte dazu führen, dass neue Player sehr viel wichtiger werden als zunächst vermutet.

Think Amazon. Das erste Unternehmen, das eine sinnvolle Tablet-Strategie fährt und nicht Apple heißt, ist ausgerechnet ein Unternehmen, das bis vor ein paar Jahren nichts am Hut hatte mit eigener Hardware.

Kindle Fire und die Zukunft von einem Android im Hintergrund

Amazon kindle fire teaser6

Apple-CEO Tim Cook sieht im Kindle Fire eine zunehmende Android-Fragmentierung, was gut für Apple ist:

Barclays analyst Ben Reitzes just met with Apple CEO Tim Cook and CFO Peter Oppenheimer, and here’s what he heard about the Fire:

“While the pricing at $199 looks disruptive for what seems to be the iPad’s most important rising challenge, the Amazon Fire – it is important to note that it could fuel further fragmentation in the tablet market—given it represents yet another platform. While compatible with Android, the Apps work with Amazon products. The more fragmentation, the better, says Apple, since that could drive more consumers to the stable Apple platform. We believe that Apple will get more aggressive on price with the iPad eventually but not compromise the product quality and experience.”

Auf der einen Seite hat Tim Cook recht: Kindle Fire und sein fast schon sicherer Erfolg wird die Android-Plattform weiter fragmentieren. Immerhin sieht das OS des Kindle Fire vollkommen anders aus als die anderen Android-Versionen und die Apps werden über Amazons eigenen Appstore vertrieben.

Auf der anderen Seite übersieht er, glaube ich, etwas wichtiges: Das spielt keine so große Rolle. Der Kindle Fire mag zwar auf Android basieren, aber wenn er groß genug wird, wird er als eigene Plattform wahrgenommen. Android-Fragmentierung hin oder her.

Und natürlich ist das genau das, was Amazon will: Eine eigene Plattform. Mit eigenen Netzwerkeffekten, eigenem Sog.

Das zugrunde liegende Android könnte dann eine immer unbedeutendere Rolle spielen. So wie die Tatsache für Enduser kaum eine Rolle spielt, dass Android wiederum selbst auf Linux basiert.

Niemand argumentiert, dass es schlecht für die Linux-Fragmentierung ist, dass Google Android (gekauft und) entwickelt hat. Ebenso findet es auch niemand schlimm, dass Linux auch die Grundlage für WebOS und Chrome OS ist.

Genau das Gleiche könnte Android selbst basieren: Die Basis für Tablets werden. Der kleinste gemeinsame Nenner. Mit immer weniger werdenden Kompatibilitäten unter den Android-Abwandlungen.

Der Verlierer könnte dann aber je nach dem Google sein. Dass Google von Amazons Android-Vorstoss mit dem Kindle Fire nicht so begeistert ist, kann man daran sehen, dass sie den wichtigsten Android-Tablet-Einsteiger zu keinem Zeitpunkt öffentlich im Android-Lager begrüßt haben..

Amazon Kindle Fire und die Macht der Plattformen

Amazon kindle fire

Auf Exciting Commerce habe ich letzte über das vorgestellte Tablet Amazon Kindle Fire geschrieben und dort Vermutungen zur Preisstrategie von Amazon angestellt:

Der Preis dürfte neben der Verbindung mit Amazon und seinen Diensten dazu führen, dass das Kindle Fire das erste Tablet wird, das neben dem iPad erfolgreich sein wird. Das Kindle Fire ist so günstig, weil Amazon zum Teil den Hardware-Preis über zusätzliche Verkäufe von zum Beispiel Musik, Filmen und Büchern, alles in Form von Downloads, refinanzieren will. Zusätzlich ist es sehr wahrscheinlich, dass Amazon zur Etablierung des Kindle-Systems einen Verlust pro verkauften Geräts in Kauf nimmt. Eine Strategie, die man unter anderem von Spielekonsolenherstellern kennt. (Und die recht üblich für zweiseitige Märkte ist.)

Anscheinend verkaufen sie das Kindle Fire tatsächlich unter Kosten. isuppli:

A preliminary virtual estimate conducted by the IHS iSuppli Teardown Analysis Service places Kindle Fire’s bill of materials (BOM) cost at $191.65. With the addition of manufacturing expenses, the total cost to produce the Kindle Fire rises to $209.63.

Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass auf Amazon trotzdem die Top10-MP3s oft günstiger sind als in iTunes. Ich  schätze, dass es da zum einen um ausgewählte Inhalte geht und zum anderen Amazon nicht nur auf zusätzliche Einnahmen bei digitalen Gütern sondern auch bei physischen Gütern hofft.

Insgesamt scheint Amazon auf langfristigen Erfolg dank Aufbau von Marktanteilen zu setzen. Hoch sind die Margen auf jeden Fall nicht:

The margins for Kindle content are thin. Very thin. Apple runs its content business at break even though it transacts billions of items per month. The amount of content that needs to pass through the Kindle ecosystem (with lower prices than Apple charges) will need to be astronomical to make it profitable on the shortened cycle time the iPhone enjoys.

Man sollte aber nicht vergessen, dass das wohl der einzige zielführende Weg ist, sich erfolgreich Marktanteile zu sichern und eine Plattform aufzubauen, die in alle Richtungen profitabel sein kann. Amazon hat bereits geschafft, was kein anderer Hersteller von Android-Tablets vorher geschafft hat. Ein Tablet bauen, das die Leute auch wollen:

Das Potenzial dazu bestätigt nun ein Leak aus einer Datenbank von Amazon. Laut dem Leak wurden in den ersten 5 Tagen über 250.000 Exemplare des Kindle Fires verkauft.

Warum das weder Samsung noch Acer hinbekommen haben, ist relativ offensichtlich. Auf Exciting Commerce schrieb ich:

Bei Tablets geht es nicht (nur) um die Hardware, sondern auch um Plattformen. Es geht um das richtige Gesamtangebot aus Hardware und Zugängen zu Inhalten. Amazon ist das erste Unternehmen, das nach Apple hier alle Fäden in der Hand hält und sehr gekonnt nutzt.

Das wirft die Frage auf, was die Hardware-Hersteller dagegen unternehmen wollen. Und ob sie überhaupt etwas tun können. Und falls nicht, ob sie sich damit zufrieden geben werden, Zulieferer für Apple, Amazon und Co. zu sein.

Wir bauen uns unser eigenes Android

Amazon wird im Oktober sein erstes Multitouch-Tablet veröffentlichen, auf Android basierend aber stark angepasst:

As anticipated, Amazon has forked Android to build their own version for the Kindle. Simply put: it looks nothing like the Android you’re used to seeing.
The interface is all Amazon and Kindle. It’s black, dark blue, and a bunch of orange. The main screen is a carousel that looks like Cover Flow in iTunes which displays all the content you have on the device. This includes books, apps, movies, etc. Below the main carousel is a dock to pin your favorite items in one easy-to-access place.

Der chinesische Internetriese Baidu hat mit Baidu Yi ebenfalls ein eigenes OS auf Android-Basis gebaut:

As it builds upon Google’s Android OS, it’ll have all the same core features, such as integrated voice search. But of course Baidu also has lots of its own apps ready for Baidu Yi – there’ll be Maps, Yue (a reader app), Shen Bian (like Google Places), and Ting (its music app).

Es wird interessant werden, inwiefern sich diese geforkten Versionen von Android behaupten und als halb-eigenständige Plattformen entwickeln werden. Und wie sich ihr Verhältnis zum originären Android entwickeln wird.

Eine Trennung vom originären Android und dem Hauptentwickler Google ist unvermeidbar, wenn man weitgehende Kontrolle über das eigene Android-Angebot ausüben will. Google übt seine Kontrolle über das OS und Hardwarehersteller mit Hilfe von Zertifikaten und dem Angebot von AppMarket und Google-Apps aus:

This would let Amazon create a platform independent of Google, which remains Android’s main developer. The open-source code may be licence-free, but the Android ecosystem is constrained. Google only permits other firms to use the Android trademark, the associated app store, Google-created apps and any related data if their versions of the software pass certification tests and adhere to other terms.

Es bleibt erwähnenswert, dass mit Android (und ChromeOS und WebOS), und nun auch mit den geforkten Versionen von Android, Linux, auf dem Android basiert, im Tabletmarkt und im mobilen Sektor den Erfolg erfährt, der dem Open-Source-OS auf dem Desktop bisher verwährt geblieben ist.

Musiker, Fluggesellschaften, Händler oder Restaurants: iPads, überall iPads

Ipad 2

The shape of things to come:

Musiker setzen auf iPads für ihre Notenblätter:

For musicians, the iPad has three great advantages over paper scores: cost, ease of transport, and, most of all, access. The first two are straightforward enough — PDFs of public-domain music are cheap (i.e. free) and light (i.e. weightless). But the benefit of access is not as intuitive, and is largely because of a wiki called the International Music Score Library Project (IMSLP) started by a then-18-year-old conservatory student in 2006.

United Airlines benutzt als erste Fluggesellschaft iPads für Kartenmaterial und weitere Unterlagen für Piloten:

United Airlines hat aus diesem Grund gleich 11.000 iPads geordert und an ihre Piloten verteilt. Bis zum Jahresende will die Airline komplett papierfrei fliegen.

Ein Luxus-Restaurant in New  York benutzt iPads für Menü, Bestellung und Bezahlung:

When you go to De Santos, a high-end Italian restaurant in New York City’s West Village, don’t expect to be handed a regular menu. Instead, your waiter will bring you an iPad 2 on which you can select your meal. Inc.com reported on this innovative restaurant that is using iPad 2s, a custom app, and the Square card reader to reduce costs and increase customer satisfaction.

Und große und kleine Händler in den USA fangen an, ihre Mitarbeiter mit iPads und anderen mobilen Geräten auszustatten:

Lowe’s announced last week that it was rolling out 42,000 handheld devices at stores in the U.S. and Canada. That closely follows announcements by Home Depot, Nordstrom and Urban Outfitters.While some of the retailers are a little shy about saying which devices are being deployed, for the most part they are using Apple products — an iPhone, an iPad or an iPod touch. And while the devices may eventually be used to accept payments, many of them are starting off as tools for salespeople to look up answers or to check on product availability.

It’s not just large retailers, either — small stores are also jumping on the mobile bandwagon.

Der Tabletmarkt wird aufgrund der vielfältigeren Einsatzmöglichkeiten dieser Geräte um Dimensionen größer sein als es der PC-Markt jemals war. Das dürfte einigen in der Branche langsam dämmern.

Bis jetzt ist Apple unangefochten an der Spitze, was Tablets angeht. Die Anpassbarkeit des Betriebssystems dürfte aber auch Android-basierten Tablets eine rosige Zukunft bescheren.

Im April diesen Jahres schrieb ich anlässlich eines Kühlschranks mit eingebautem Android-Tablet:

Android ist dank des offenen Sourcecodes und der SDKs verhältnismäßig leicht an verschiedenste Umgebungen anpassbar und könnte sich deswegen zum bevorzugten Framework für Bedienungsoberflächen aller Art entwickeln.

Gedanken zu Amazons Tablet-Strategie

Auf Exciting Commerce habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie Amazons Tablet-Strategie wohl aussieht:

Es scheint, dass Amazon sich aktiv auf eine Zeit vorbereitet, in der Unterhaltungsgüter wie Bücher und Filme nicht mehr über physische Träger verbreitet und konsumiert werden sondern ausschließlich in digitaler Form und verteilt über das Internet stattfinden. Amazon scheint sich aktiv darauf vorzubereiten, auch in dieser Welt ein Majorplayer zu sein. Mit Kindle ist Amazon im Buchbereich sehr erfoglreich. Nichtsdestotrotz ist der Wandel, den Amazon in einem seiner Kerngeschäfte langsam beginnt, enorm schwierig umzusetzen.

[..]

Tablets werden in den nächsten Jahren nicht nur zu den wichtigsten Geräten für den Internetzugang neben Mobiltelefonen werden. Sie werden auch in verschiedenen Formen die Schaltzentralen/Fernbedienungen multimedial vernetzter Haushalte sein. Hier einen Fuß in der Tür zu haben, kann sich massiv auszahlen.

Siehe dazu auch Android: Kontodaten und Fragmentierung könnten Amazon zum Majorplayer machen

Es gibt erste sowohl positive als auch negative Rückmeldungen von Entwicklern bezüglich Amazons Android-Appstore.

 

 

Wann Entwickler Plattformen annehmen

Marco Arment (Ex-Tumblr, Instapaper) über verschiedene Aspekte, die Plattformen für Entwickler attraktiv machen:

Developers come, generally, when at least two of these three criteria are met:

  1. Developers themselves use and love the platform’s products.
  2. The platform has a large installed base.
  3. Developers can make decent money on the platform.

Different types of developers, and therefore different types of apps, show up depending on which criteria are met.

Und wie ältere und neuere Plattformen aktuell dastehen:

Windows has lost a lot of ground on the first for quite some time. Mac OS struggled with the second for most of its history. Android phones have had a lot of trouble achieving the third. And, to date, Android tablets have failed to meet any of them.

Plattformprovider können das Henne-Ei-Problem unter anderem lösen, indem das Grundangebot auch ohne Drittanbieter attraktiv genug ist. Das iPhone etwa war auch ohne AppStore ein extrem gutes Smartphone. Deswegen war zur Einführung des Appstores die Verbreitung der Hardware groß genug, so dass es sofort attraktiv war, für das iPhone zu entwickeln.

iPad-Konkurrenten, von WebOS’ Touchpad bis Android-Tablets, sollten also gut genug sein, so dass sie auch ohne reiche Auswahl an Apps gegen das iPad bestehen können. Erst dann werden sie verkauft und erst dann kommen auch die App-Entwickler. (Es gibt noch andere Wege. Zum Beispiel kann der Plattformprovider auch die Entwickler direkt für die Nutzung der Plattform bezahlen.)

HP hat mit dem Touchpad hier meines Erachtens mehr Chancen als Android aktuell. Vorausgesetzt HP macht mit Hardware und Preissetzung alles richtig. Mit WebOS haben sie bereits das bessere OS, das von Haus aus einige gute Alleinstellungsmerkmale mitbringt.

Android: Kontodaten und Fragmentierung könnten Amazon zum Majorplayer machen

Amazon logo 3334

Seit einigen Tagen geht das Gerücht um, dass Amazon an einem eigenen Android-Tablet arbeitet. Das neueste Gerücht besagt sogar, dass Amazon gleich an einer ganzen Palette von Android-Geräten arbeitet. Gestern wurde es auch vom sonst immer recht gut informierten BGR bestätigt.

Normalerweise berichte ich hier nicht über Gerüchte und gehe nur in Ausnahmefällen auf diese ein.  Aber Amazon-CEO Jeff Bezos antwortete kürzlich auf die Frage nach einem Amazon-Tablet abseits des Kindle mit “stay tuned”. Damit ist klar, dass ein Amazon-Tablet kommen wird:

That’s about as clear of a confirmation as you can get from a company that doesn’t preannounce products.

Was ist jetzt das Interessanteste daran? Amazon könnte tatsächlich zum Majorplayer im Android-Ökosystem werden:

if there is any company that can compete with Apple’s vertical iOS ecosystem head-to-head outside of Google and Microsoft, it is Amazon. The company can afford to sell product cheap while looking to make money through its retail store and Kindle publications.

Warum kann Amazon mit Apples iOS konkurrieren und sein eigenes konkurrenzfähiges System aufbauen? Apples Vorteil bei iOS war unter anderem, dass sie aus Jahren von itunes-Geschäften eine Menge an Kontozugangsdaten (Kreditkarten in den USA) anhäufen konnten. Der Appstore konnte sofort mit einem Minimum an Aufwand auf Kundenseite loslegen.

Steve Jobs verweist immer bei seinen Keynotes auf die Anzahl an Kontodaten, die Apple mittlerweile zur Verfügung hat. Warum? Das ist ein Zeichen an Entwickler, dass sie gute Chancen haben, viele zahlungsbereite Kunden erreichen zu können.

Schauen wir uns Android an. Google, das von Grund auf ein Werbeunternehmen ist, hatte einen einfachen Zahlungsmechanismus nicht weit oben auf der Prioritätenliste. Für lange Zeit war es überhaupt nicht möglich, Apps im Android AppMarket zu verkaufen. Hinzu kommt ein fehlender Zeitvorteil a la itunes. Google hat kein weitverbreitetes Zahlungssystem, das es nur mit Android verbinden musste.

Und jetzt kommt Amazon. Amazon, das so viele Kontodaten hat, dass es mit einem eigenen PayPal-Konkurrenten dem etablierten Bezahldienst sofort Angst machen sollte.

Amazon ist eines der wenigen Technologie-Unternehmen, das Kontozugangsdaten von Kunden in der gleichen Größenordnung von Apple vorweisen kann.

Im März startete Amazon seinen eigenen Appstore für Android-Apps. Das Problem dabei nur: Um den Amazon-Appstore nutzen zu können, müssen Android-Nutzer diesen erst installieren. Das ist alles recht umständlich und dürfte nur zu einem geringen Erfolg für Amazon führen.

Es sei denn, der Amazon Appstore ist vorinstalliert auf Android-Geräten. Auf Amazon-Android-Geräten. Der Amazon Appstore wird damit sowohl für Entwickler als auch für Nutzer interessanter.

Das könnt mittelfristig weitreichende Auswirkungen auf das Android-Ökosystem haben. Bekanntlich ist Android von Fragmentierung geplagt. Die Entwickler müssen ihre Apps an viele verschiedene Gerätschaften und Versionen der Android-Firmware anpassen, wenn sie maximale Reichweite wollen; etwas, das mit der Ausweitung von Android auf TV-Geräte noch zunehmen wird. Aber wollen die Entwickler überhaupt maximale Reichweite? Die Reichweite ist nicht das Ziel, sondern der Zweck zur Erreichung des Ziels: Profit.

Angenommen, jetzt kommt ein Unternehmen, das einen Appstore bietet, der automatisch mit vielen zahlungswilligen Kunden verbunden ist. Die App-Entwickler würden sicherstellen, dass ihre Apps zum einen in diesem Appstore vertreten sind und dass ihre Apps auf Geräten mit diesem Appstore laufen. Amazons Tablets könnten innerhalb kurzer Zeit den Ruf bekommen, dass auf ihnen die meisten Android-Apps laufen bzw. jede App auf jeden Fall auch auf Amazons Tablets läuft.

Innerhalb der Android-Palette wären Amazons Tablets dann die attraktivsten zumindest auf Appseite (eine nicht zu unterschätzende Seite). Natürlich können andere Hersteller ihre Tablets dann Amazon-konform machen und den Amazon Appstore ebenfalls integrieren.

Google würde dabei aber langsam die Kontrolle über wichtige Teile von Android entgleisen.

Amazon könnte mit seinen Tablets von allen Android-Anbietern Apple am nähesten kommen und genau deswegen zum Majorplayer werden.

Bleibt die Frage, ob Google damit ein Problem hätte.

Windows erzeugt weniger als ein Drittel des Profits von iOS + OS X

osxios

Apples jüngste Erfolge mit iOS (iPad, iPhone, iPod Touch) sind enorm. Obwohl Umsätze mit OS X sich in den letzten fünf Jahren vervierfacht hat, ist iOS der wahre Wachstumstreiber bei Apple:

the Mac accounts for a mere 13% of Apple’s profit. Including software as part of the OS X franchise implies that OS X is enabling about 20% of Apple’s profits.

iOS, on the other hand, is accounting for more than 75%. These two platforms combined amount to 96% of Apple’s profits (up from 50% four years ago).

Apple macht 9,8 Milliarden Dollar Gewinn mit iOS und OS X. Im Vergleich dazu fällt der Gewinn mit Windows ab:

Microsoft’s Windows and Windows Live Division obtained sales of $4.445 billion in the last quarter with an operating income of $2.764 billion.

So although Windows earned about twice what the Mac earned[1], iOS and OS X together enable 3.5 times the profits of Windows.

Der enorme Unterschied in den Gewinnen kommt von der vertikalen Integration bei Apple:

In terms of unit sales, yes, Microsoft is far ahead. But it’s comparing software license sales to hardware sales. As Asymco’s post notes, Apple is making about three times the profit of Microsoft here despite the sales gap.

Post-PC indeed.

(Auf den ersten Blick eher unintuitiv: Das Internet begünstigt diese Entwicklung teilweise.)

Tablettrends: Kühlschrank mit eingebautem Android-Tablet

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Ein Kühlschrank mit eingebautem Android-Tablet von Samsung:

Das Tablet ist fest auf der Front des Kühlschranks installiert. Man kann mit dem Tablet im Internet surfen, soziale Netzwerke besuchen, Notizen hinterlassen etc. Der Kühlschrank soll 3500$ kosten und wird wahrscheinlich auch zu uns nach Europa kommen.

Elektronikgeräte mit eingebauten Android-Tablets dürfte einer der spannenderen Elektroniktrends der nächsten Jahre werden. Android ist dank des offenen Sourcecodes und der SDKs verhältnismäßig leicht an verschiedenste Umgebungen anpassbar und könnte sich deswegen zum bevorzugten Framework für Bedienungsoberflächen aller Art entwickeln. Man denke auch etwa an B2B, zum Beispiel im Fertigungsbereich.

Und am Kühlschrank oder in der Fertigungshalle benötigen die Wenigsten die Googledienste, die nur in Android integriert werden können, wenn Google die Lizenzkontrolle über Android hält.

iOS bleibt dieser Weg wohl eher verwehrt.

BlackBerry-PlayBook-Tablets und BlackBerry-Smartphones werden Android-Apps unterstützen

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RIM wird sein Tablet BlackBerry PlayBook und die neuen QNX-basierten BlackBerry-Smartphones für Android-Apps kompatibel machen:

The news we reported exclusively many months ago has just been officially confirmed by RIM — the company will indeed support Google Android apps on its BlackBerry PlayBook tablet and on new QNX-based BlackBerry smartphones moving forward. RIM is also offering a suite of tools for Android developers that will allow them to easily port their existing apps to the PlayBook for distribution through BlackBerry App World.

Das ist ein sehr cleverer Zug von RIM.

App-Ökosysteme rund um Tablets und Smartphones sind klassische zweiseitige Märkte (App-Entwickler und Endnutzer). Ein klassische Strategie für neu einsteigende Plattformprovider auf solchen Märkten (hier RIM) ist das Andocken an bestehende Systeme (hier Android), um Multihoming auf einer Seite zu erleichtern und so die Eintrittskosten auf dieser Seite geringer zu machen. Denn auf diese Weise wird der Lock-In durch die indirekten Netzwerkeffekte gesenkt. Auf diesen Weg wird damit das mögliche Sich-Gegenseitig-Aufschaukeln der beiden Seiten erleichtert.

Da Android selbst noch Catch-up zum Marktführer iOS (iPad, iPhone, iPod Touch) spielt, ist das in diesem Fall auch für Android bzw. Google als Android-Plattformprovider wünschenswert:

Je größer die Hardware-Basis für Android-Apps, um so besser im Kampf gegen Apples iOS.

Ein cleverer Zug, der zeigt, dass etwa auch Nokia weitaus bessere strategische Möglichkeiten in der neuen Welt der mobilen Apps offen standen, als sich zur Microsoft-Bitch zu machen.

iPad2-Reviews

ipad-2

In den USA sind die ersten Reviews des iPad 2 erschienen.

Als ich die Reviews las und über die Konkurrenzsituation auf dem Tablet-Markt nachdachte, wurde mir klar, warum die anderen Hersteller es so schwer haben werden gegen Apple: Apple ist immer das Unternehmen gewesen, das mehr als alle anderen Consumer-High-Tech-Unternehmen auf Usability, Interface und Einfachheit (meinetwegen: Minimalismus) gesetzt hat. Vergleicht man jetzt Laptops und Desktop-Rechner auf der einen Seite und die neue Klasse der Multitouch-Tablets auf der anderen Seite miteinander wird klar, dass der Tabletmarkt geradezu wie gemacht für Apple erscheint: Es geht in erster Linie um das Meistern des neuartigen Interface und die Handhabung eines Geräts, das man in der Hand halten will, das aber größer als ein Mobiltelefon ist. So wenig Buttons wie möglich, weil es schlicht eleganter und sinnvoller ist, Funktionen über die Touch-Oberfläche abzuhandeln. Wie schwer sich manche Tech-Unternehmen mit den Interface-Verschiebungen tun, kann man leicht daran sehen, indem man einfach die Anzahl der Buttons auf einem beliebigen Android-Telefon mit der auf einem iPhone vergleicht.

Tablets sind keine Revolution in der Rechenpower, sondern eine Revolution im Interface. Da hat Apple bereits einen Vorsprung durch Kernkompetenzen. (Insgesamt sollte man für eine Betrachtung des Tabletmarkts aber die indirekten Netzwerkeffekte der App-Ökosysteme nicht vergessen. Aber das ist ein anderer Artikel.)

Hier ein paar Moneyquotes von den Reviews:

John Gruber:

Most of the 15 million original iPads sold to date do not need to be replaced by iPad 2s. That’s not a problem for Apple, nor a failure for the iPad 2. A $500-800 device should have a useful life that is longer than a year. The same is true for all Apple’s products: iPods, iPads, iPhones, and, of course, Macs. Anyone who argues that the iPad 2 falls short because it doesn’t offer enough to get current iPad owners to upgrade is missing the point. Apple’s target is not the 15-20 or so million people who’ve already bought a tablet. They’re looking at the hundreds of millions of people who haven’t yet, but will soon.

[..]

After I showed him the results, [Guy English] told me, “The results show that the iPad 2 is easily about twice as powerful as the original and that this speed gain is a freebie — you don’t need to change your code structure in order to see significant gains. The differences in the amount of time spent rendering indicates that the GPU is really much faster than the original. The original iPad had a comparatively weak fill-rate and it was an issue for the device. The second generation really leaves that behind and it looks like it’ll be able to do some really incredible things graphically. My demo code is workman-like, competent code — meant to measure the relative strengths of the parts of the system. Taking some time to get the most out of that GPU and CPU will pay off with some really remarkable games and graphics apps.”

TechCrunch:

As you’ve undoubtedly heard by now, the cameras on the device are not great. But it’s hard to imagine anyone using this as a point-and-shoot camera replacement — or even a smartphone camera replacement. Instead, the cameras are clearly meant for FaceTime and to shoot 720p HD movies (with the back camera) that can then be edited on the fly using the new iMovie app (more on that below).

Walter Mossberg:

However, unless you are desperate for the cameras or feel you are laboring under the greater bulk of the original model, I don’t advise that iPad owners race to get the new version.

[..]

As new contenders move into the field, Apple isn’t likely to keep its 90% share of the booming tablet market. But the iPad 2 moves the goal posts, by being slimmer and lighter, boosting speed and power, and holding its price advantages, available apps and battery life. As of now, I can comfortably recommend it as the best tablet for average consumers.

Bonuszitat: Suntimes:

[The Android-Tablet Xoom] is trim, light, and very pretty … but when you place it next to the iPad 2, it looks as though it was designed and built by angry Soviet prison labor instead of by Motorola.

200 Millionen iTunes-Accounts, 100 Millionen iPhones, 15 Millionen iPads

200 Millionen iTunes-Accounts.

“Amazon doesn’t publish their numbers. But it’s very likely that this is the most accounts with [creditcards] anywhere on the Internet,” Jobs said.

[..]

Jobs also noted that there are now over 350,000 apps in the App Store (of which, 65,000 are specifically built for the iPad).

100 Millionen verkaufte iPhones, 15 Millionen verkaufte iPads.

The iPad alone brought in $9.5 billion in revenue in 2010.

So sieht der aktuelle Markt für iOS-Apps aus (wobei anzumerken ist, dass noch ein paar Millionen iPod-Touch-Geräte dazukommen). Apples Erfolg mit iOS ist wirklich bemerkenswert.

Apples starke Position im Tabletmarkt dank günstigem iPad

zdnet:

When Apple CEO Steve Jobs launched the iPad it wasn’t clear how aggressively these newfangled devices were priced. Now we know because Android tablets and other rival tablets can’t hang on pricing.

John Gruber:

Today’s Apple has turned the pricing story on its head. Used to be the knock against Apple was their kit was overpriced. Now, even putting quality aside, competitors can’t match Apple’s prices.

Es ist in der Tat interessant, dass bisher kein Tablet mit vergleichbarer Hardwareausstattung dem iPad preislich nahekommen konnte.

Das und die Tatsache, dass der iOS-Appstore nach wie vor ungeschlagen ist, was Quantität und Qualität der Apps angeht, wird es den Tablet-Herstellern schwer machen, mehr als nur auf (oft eher gefühlte denn echte) Offenheit achtende Geeks als Kunden zu gewinnen.

Interessant sind auch die Hintergründe auf zdnet:

  • Apple built its own chips to take on an industry that clearly wasn’t ready for the iPad’s launch. It will take the Android ecosystem another rev on the product cycle just to approach what Apple has today.
  • The players taking on Apple all have some sort of restriction. Apple has its own components, software and design specs. Apple also doesn’t give a hoot where it gets its parts. Now contrast that with rivals. Samsung as a massive tech conglomerate has a few built in advantages, but it’s Korea’s champion. The company is not going to go to China for parts.
  • The software ecosystem isn’t ready. Microsoft is cramming Windows 7 into a tablet. HP has the webOS waiting in the wings. Android isn’t quite tablet ready yet. Apple had the ecosystem and operating system. Apple just had to add a 10-inch screen.

Apple scheint bestens aufgestellt, um den Tabletmarkt für längere Zeit zu dominieren. Der Vorsprung ist bereits groß und nicht zu unterschätzen für die entscheidenden Netzwerkeffekte des zweiseitigen Appstore-Markts.