Webvideo

Der trojanische TV-Krieg

30.11.2011

Wieder einmal hervorragende Analyse zur Entwicklung des TV-Marktes von Bertram Gugel. Deutsche TV Sender gegen den Rest der Welt | Digitaler Film:

Die Sender lassen zur Zeit ein enormes Potential ungenutzt indem sie darauf bestehen, dass die Nutzer Inhalte nur auf ihren Seiten konsumieren können. Obwohl 80% der Internetnutzer Videoportale besuchen und somit bereit sind Videos im Netz zu konsumieren, sehen nur 43% Programme auf den Senderseiten. Es verwundert also nicht weiter, dass Hulu mal wieder den Deutschen Markt sondiert und versucht einen Partner zu finden.

0 comments Artikel lesen →

Apps werden die neuen TV-Sender

04.11.2011

Ich glaube, das ist das sinnvollste und deswegen wahrscheinlichste Setup für die kommende Heirat von TV und Internet:

  • Der Fernseher ist ‘lediglich’ der größte Bildschirm im Haushalt, wie alle anderen hängt auch er am Internet
  • Wie alle Post-PC-Geräte basiert auch der Fernseher hauptsächlich auf Apps, die native Umgebungen mit Contentbezug über das Internet verbinden
  • Eine gesonderte Ebene im OS auf der die Apps der klassischen TV-Sender gelistet werden.

Das dürfte ein Hauptteil des “I’ve cracked it”-Interface des irgendwann kommenden AppleTVs/iTVs ausmachen, über das Jobs kurz vor seinem Tod redete.…

1 comment Artikel lesen →

Wie das neue Videoformat UltraViolet Digitalpreise für Filme in den Keller treibt

20.10.2011

Faszinierende Analyse des neuen Videoformats UltraViolet von Bertram Gugel:

Zum Verhängnis des digitalen Formats könnte jedoch gerade eine Feature von UltraViolet werden, das darauf ausgelegt ist den Absatz von DVDs und Blu-Rays zu sichern. UltraViolet Filme lassen sich nämlich momentan nicht über die Warner Webseite oder einen anderen Store als digitale Kopie erwerben. Das digitale Format kann lediglich über einen Code eingelöst werden, der Blu-Rays und DVDs beiliegt. Der Schachzug soll dazu dienen den Absatz der klassischen Medien zu sichern.

1 comment Artikel lesen →

RTL-CEO: Es gibt kein Hulu in Europa, weil wir die Werbung kontrollieren wollen

16.09.2011

Gerhard Zeiler, Geschäftsführer der RTL Group, hat auf der Royal Television Society Cambridge Convention erzählt, warum die On-Demand-Videostreaming-Plattform Hulu nicht in Europa gestartet ist und auch nicht starten wird.  Die hiesigen TV-Sender wollten die Kontrolle über die Werbung nicht abgeben:

“Two years ago Hulu came to Europe and after two years they have not done any deal because all the broadcasters have said ‘we won’t let you turn our [advertising] euros or pounds into cents’,” Zeiler said.

“We said, ‘we want to sell our own advertising, we want to determine the price’ and that’s not something they [Hulu] could to deliver to us.

1 comment Artikel lesen →

Eine neue Art TV-Sender

13.09.2011

Bertram Gugel über Onlinevideonetzwerke, die in mehrerlei Hinsicht die Nachfolger traditioneller TV-Sender sind:

Mit 85 Millionen Videoabrufen pro Monat ist Revision3 sicherlich eines der größten unabhängigen Videonetzwerke, das originäre Inhalte für das Web vertreibt. Nachdem YouTube mit NextNewNetworks einen der größten Konkurrenten gekauft hat, bleiben noch MyDamnChannel und Machinima als Konkurrenten, die jedoch jeweils eine andere inhaltliche Ausrichtung als Revision3 verfolgen. Allen diesen Netzwerken ist gemein, dass sie neben der Produktion vor allem einen Fokus auf die Vermarktung und Distribution der Inhalte legen.

0 comments Artikel lesen →

Unveröffentlichte GfK-Studie: Nutzer von kino.to sollen überdurchschnittlich oft ins Kino gehen

18.07.2011

Telepolis berichtet über eine GfK-Studie, die dank unangenehmer Ergebnisse nicht veröffentlicht wurde:

Auch andere Ergebnisse widersprechen nämlich dem gängigen und für die bundesdeutschen Urheberrechtsdebatten zurechtgestutzten Klischee eines Users, dessen ungenehmigtes Anschauen von Filmen im Netz den Verleihern und DVD-Händlern Millionenschäden beschere. Das Gegenteil ist offenbar der Fall. “kino.to”-Nutzer gehen nicht nur sehr oft ins Kino, sie geben auch überdurchschnittlich viel Geld an der Kinokasse aus. “Die User kaufen oft ein Ticket an den teuren Wochenend-Tagen.” (Einfügung d.A.: Aus der Studie gehe auch hervor, dass die “kino.to”-Nutzer mehr DVDs kaufen würden.

1 comment Artikel lesen →

Jede Minute wird 48 Stunden Video auf YouTube hochgeladen

25.05.2011

Jede Minute werden zwei Tage Video auf YouTube hochgeladen:

Today, more than 48 hours (two days worth) of video are uploaded to the site every minute, a 37% increase over the last six months and 100% over last year.

Der schiere Umfang der Daten dürfte klar machen, wie sehr es gegen die aktuellen Entwicklungen läuft, eine umfangreiche Absicherung von Plattformprovidern bezüglich Urheberrechtsverletzungen auf Plattformen wie YouTube zu verlangen (und warum der DMCA in den USA trotz seiner vielen Nachteile immer noch eine bessere Lösung ist als die aktuellen Forderungen der Urheberrechtsmaximalisten).…

0 comments Artikel lesen →

Mehr neue TV-Serien in USA dank Streamingdiensten

24.05.2011

Streamingdienste wie Netflix machen TV-Serien dank effizienter Zweitverwertung in der Regel profitabler. Ergebnis sind mehr TV-Serien, die in den USA produziert werden:

Allein die vier größten US-Sender CBS, Fox, ABC und NBC haben 39 neue Fernsehserien und Serienstaffeln für den September 2011 in Vorbereitung. Wie Bloomberg berichtet, gab es einen solchen Schwung neuer TV-Inhalte zuletzt 2004/2005.

Die Sender werden offenbar wieder mutiger, weil ihnen Streamingdienste endlich nennenswerte zusätzliche Einnahmen einbringen und damit die reine Betrachtung von Zuschauerquoten über Satellit oder Kabelnetze unwichtiger wird.

0 comments Artikel lesen →

ARD und ZDF planen kommerzielle Video-On-Demand-Plattform

29.04.2011

Die Financial Times Deutschland berichtet von Plänen bei ARD und ZDF 2012 eine kommerzielle Video-On-Demand-Plattform zu starten:

Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen gemeinsam mit zahlreichen deutschen Film- und Fernsehproduktionsfirmen ein Bollwerk gegen Youtube und andere Videoanbieter im Internet errichten. Unter dem Arbeitstitel “Germany’s Gold” entwickeln sie derzeit eine groß angelegte kommerzielle Onlinevideothek. Nutzer sollen dort gegen Gebühr oder begleitet von Werbung “Qualitätsinhalte aus 60 Jahren deutscher Fernsehgeschichte” abrufen können, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter am Donnerstag. Damit entstehe ein zentrales deutsches Programmarchiv im Netz.

0 comments Artikel lesen →

Netflix und die Verschiebungen im US-TV-Markt

12.04.2011

Netflix ist ein US-amerikanischer postaler DVD-Verleih, der sich langsam in einen Streaming-Dienst verwandelt.

Aktuell ist recht spannend, wie Netflix anfängt, eigene Inhalte zu erstellen. Einige vergleichen Netflix’ Zukunft bereits mit dem Premium-Bezahlsender HBO.

Das ist spannend, weil Netflix mit den eigenen Inhalten die Dynamik am Markt ändert (Player auf Augenhöhe, statt Lizenzverwerter). Das Ganze scheint aufgrund der Ambitionen der TV-Sender auch nötig. Wer auf die Inhalte anderer angewiesen ist, ist von diesen abhängig. Showtime, ein anderer US-Bezahlsender, zieht bereits Inhalte von Netflix ab.…

1 comment Artikel lesen →

Boxees Plattform-Strategie

17.11.2010

Peter Kafka analysiert die Strategie von Boxee und der Boxee  Box:

Boxee’s real plan is both clear and a bit undefined: It wants to get its software on as many devices as possible–not just the Boxee Box but everything from Sony’s TVs to Microsoft’s Xbox 360s to Samsung’s Blu-ray players. And then it wants to build some kind of business based on advertising, consumer payments or both.

[..]

Boxee competitor Roku is all about selling the Roku box. Boxee is all about getting its software in between video owners/distributors and video viewers, just like Google TV wants to do.

1 comment Artikel lesen →

Wie eine erfolgreiche deutsche Web-TV-Plattform gestaltet sein müsste

27.10.2010

Bertram Gugel erstellt wie immer sehr gut und ausführlich so etwas wie eine Idealvorstellung einer deutschen Web-TV-Plattform und kommt zu dem Schluss:

Im Spannungsfeld von Werbekunden, Senderinteressen und Content-Inhaber sollte sich die TV-Plattform konsequent auf die Seite der Nutzer schlagen. Letzten Endes sind es die Nutzer, die über den Erfolg und Misserfolg entscheiden weshalb alles daran gesetzt werden sollten den Nutzerinteressen Rechnung zu tragen.

[..]

Für eine deutsche TV-Plattform gilt es des Weiteren im nächsten Jahr auf den Markt zu kommen ansonsten könnte sich das Fenster für eine deutsche Lösung sehr schnell schließen.

1 comment Artikel lesen →

Wie HTML5 Blip.tv für die Präsenz auf Google TV und co. hilft

05.10.2010

NewTeeVee über die Gründe, warum Blip.tv HTML5 einsetzt:

But introducing a new HTML5 player wasn’t just about support open standards. Blip.tv CEO Mike Hudack wrote in a blog post last week that the new player is about five times faster than loading video through the typical Flash player. And using HTML5 will allow Blip.tv to reach many more devices, including the Apple iPhone, iPad and in this case, Google TV.

Blip.tv Leveraging HTML5 for Google TV.

Das ist der große Vorteil von offenen Standards wie HTML5: Sie werden von vielen Plattformen unterstützt.…

0 comments Artikel lesen →

Zweiseitiger Markt: Warum Google TV günstig sein wird

05.10.2010

google-tv

Google hat die offizielle Seite von Google TV gelauncht, dem kommenden Versuch Googles das Web plus TV auf den Fernsehschirm zu bringen. Des weiteren hat Google einige Kooperationen bekanntgegeben:

Google also announced a few new apps: NBC Universal has created a CNBC Real-Time app which lets you access stock and news feeds while watching CNBC content, and the NBA has also created an NBA Game Time ap which lets you follow scores and highlights in real-time. The company has also worked with technology and media companies to optimize sites “like The New York Times and USA Today; music sites like VEVO, Pandora and Napster; information networks like Twitter; and online networks like blip.tv.”

Die erste Hardware mit Google TV werden eine Settop-Box von Logitech und Fernseher von Sony sein.…

0 comments Artikel lesen →

Erlösbeteiligung: Sevenload beteiligt jetzt auch unabhängige Produzenten

04.10.2010

sevenloadDas deutsche Videoportal Sevenload führt eine Werbeerlösbeteiligung für alle “Content-Partner” ein.

Aus der Pressemitteilung:

Bereits in der ersten Phase beteiligte das Unternehmen seit 2007 namhafte Film- und TV-Produzenten, Verlage und Major-Plattenlabel an den Werbeeinnahmen. In Zukunft profitieren unabhängige Produktionsfirmen von der Platzierung und Vermarktung ihrer Videoinhalte in den sevenload Channel. In der neuen Phase des Erlösbeteiligungsmodells schüttet sevenload ab Oktober 2010 bis zu 50 Prozent der Netto-Werbeeinnahmen anteilig an alle Content-Partner aus.

[..]

Je nach Buchung und Länge der Videos werden die von den Content-Partnern bereitgestellten Inhalte mit Videowerbung als PreRoll, MidRoll oder PostRoll an die Zuschauer ausgeliefert.

2 comments Artikel lesen →

Vertikale Integration im Webvideosektor

13.09.2010

Bertram Gugel berichtet ausführlich über die Bewegungen in Richtung vertikale Integration im Bewegtbildsektor, der aufgrund seiner Traffic-Masse auch und vor allem den CDN-Markt in Bewegung bringt:

Der Konkurrenzdruck bei den Content Delivery Networks steigt seit Jahren und verschärft sich durch die Bestrebungen der großen Internetunternehmen. Hinzu kommt dass sich durch CDN Angebote von Amazon, Google und Microsoft der Preisdruck zusätzlich erhöht, was auf die Margen schlägt. Es bietet sich also an die nächste Stufe zu integrieren um so weiter ein Preispremium verlangen zu können.

0 comments Artikel lesen →

Zeichen der Zeit: SideReel erfolgreich mit Links zu legalem & illegalem Streaming von TV-Serien

31.08.2010

sidereelEin Zeichen dessen, was vermehrt Thema in der Debatte rund um die wirtschaftlichen Verschiebungen werden wird: Bits, das Techblog der New York Times, berichtet über das drei Jahre alte, erfolgreiche SideReel, einen Aggregator von Links zu Streamingangeboten von TV-Serien. Die Links werden von den Nutzern zusammengetragen.

Und natürlich findet man auf SideReel neben Links zu den offiziellen Angeboten wie Hulu auch Links illegal hochgeladener Serienepisoden auf diversen Videostreaminganbietern:

SideReel, based in San Francisco, lists around 17,000 shows, or half a million episodes.

1 comment Artikel lesen →

YouTube vs. Majorlabels: Die Zeit ist auf der Seite von Google

27.08.2010

Als vor längerer Zeit die heute übliche Praxis begann, nicht autorisierte oder nicht lizensierte Musikvideos auf YouTube massenhaft zu sperren, dachte ich mir, wie brillant die Vorgehensweise von YouTube-Betreiber Google ist: Statt die entsprechenden Videos komplett zu entfernen und dem verdutzten Nutzer eine leere Suchergebnisseite vorzusetzen, behält man den Kontext bei und sagt dem Nutzer etwas in der Art von: “Die Spielverderber von den Majorlabels wollen nicht, dass wir Dir zeigen, was Du sehen willst.”

Eine für die Belange von Google geniale Strategie.…

3 comments Artikel lesen →

Apple: Was ein iOS-basiertes iTV für das TV-Geschäft bedeuten würde

23.08.2010

Digg-CEO Kevin Rose schreibt über Apple iTV, das nach Gerüchten, die er gehört hat, Apple TV ersetzen wird, bereits im September erscheinen und sich vor allem durch Folgendes auszeichnen soll:

  • Es soll 99 Dollar kosten. (Also ähnlich aggressiv bepreist wie das iPad.)
  • Es wird auf iOS, dem Betriebssystem von iPhone und iPad, basieren.

Die Schlussfolgerung von Rose ist unter anderem, dass Apple mit Apps und iAds punkten und den TV-Markt umkrempeln wird:

a la carte (app) stations: With Apple’s iAds, content producers (eg.

0 comments Artikel lesen →

Unbundling im TV

18.08.2010

Bertram Gugel, wie immer lesenswert, über die Veränderungen im TV-Bereich: Dieses Mal über Unbundling, einen der wichtigsten Aspekte der Veränderungen durch das Internet. Unbundling ist die Auflösung der durch industrielle Bedingungen notwendig gewesenen Angebotsbündel in die einzelnen, eigentlichen Bestandteile bei digitalen genuinen Angeboten.

Ein Trend, der sich nicht nur im TV, sondern auch im Pressebereich (einzelne Artikel aus verschiedenen Publikationen statt Zeitungsabo), im Musikbereich (Song statt Album) und anderen betroffenen Bereichen bemerkbar macht.

Neben der neuen Konkurrenz durch das Internet auf demselben Screen sieht sich das Fernsehen einem massiven Unbundling durch das Internet ausgesetzt.

0 comments Artikel lesen →