Shared Items im Feedreader: Es darf auch ein offener Link-Sharing-Standard sein

googlereaderlogo.jpg

In meiner Analyse über die bevorstehende Abschaffung der Shared-Items-Funktion schrieb ich über die daraus entstehende Chance für GoogleReader-Clients:

Es gibt jetzt für Reeder und andere Feedreader, die auf GoogleReader als Synchronisationsplattform setzen, die einmalige Chance sich abzusetzen und Nutzer an sich zu binden, in dem sie die alte Shared-Items-Funktion clientintern kopieren. Für mich als Nutzer würde der Nutzen eines Clients, der es schafft, das erfolgreich zu implementieren, so stark steigen, dass ich GoogleReader wohl fast ausschließlich nur noch über diesen Client benutzen würde.

Das müsste das Feature beinhalten:

-Follower-Prinzip für Nutzer des Clients
-Stream aller Shared Items der Followings, inklusive der Aggregation mehrfach geteilter Inhalte
-RSS-Feed für die eigenen Shared Items, um die so gesammelten Links auf anderen Diensten integrieren zu können

Das muss natürlich kein in sich geschlossenes System sein. Im Gegenteil: Es bietet sich an, einen relativ einfach gehaltenen Link-Sharing-Standard zu etablieren.

Das könnte zum Beispiel ein leicht modifiziertes RSS sein, in dem als zusätzliche Elemente lediglich die Identität des Teilenden (Name mit Link zum Linkblog, evtl. noch Avatar) und sein Kommentar integriert sind.

Dieser Standard wäre dann von allen Feedreadern relativ leicht lesbar und, besonders wichtig, weiterverwertbar, um zum Beispiel Aggregationen etc. anzubieten.

Zusätzlich zu diesem kleinsten gemeinsamen Nenner könnte jeder Client weitere spezielle Features einbauen, die auf das eigene Social Network setzen. (Möglicherweise auch mit Social-Graph-Anbindung an Facebook und Twitter.)

Die Initiative dafür muss auch nicht von einem Client-Anbieter kommen und könnte auch zum Beispiel von Status.net oder Diaspora kommen (wenn letztere irgendeine Ahnung von Lebenszyklen von Webdiensten hätten).

Eine solcher Standard könnte eine verteilte Basis für eine Funktion sein, die bei vielen RSS-Powerusern, also Menschen, die professionell mit Informationen arbeiten, offensichtlich sehr beliebt ist.

Ein Teil dieser Poweruser sind gut vernetzte Techblogger. Was für ein perfektes Sprungbrett für eine eigene Plattform..

Analyse: Google schafft Shared Items im Google Reader ab, eine Chance für Reeder und co.

Googlereaderlogo

Google wird im Laufe dieser Woche die Shared-Items-Funktion im GoogleReader zugunsten einer Google+-Verknüpfung abschalten:

Im Rahmen des Facelifts plant Google außerdem, sich von einigen sozialen Features des Readers zu trennen: Das Sharing gelesener Artikel und das Abonnieren der “Shared Items” anderer Nutzer innerhalb des Google Readers wird abgeschafft. Stattdessen verspricht Google eine engere Verbindung zwischen dem Reader und Google+ – für lesenswert befundene Artikel aus den eigenen RSS-Feeds sollen dann direkt ausgewählten Kreisen bei Google+ zugänglich gemacht werden können.

Inhalt:

Feedreader + Followerprinzip

Das ist insgesamt bedauerlich und besonders für Leute wie mich ausgesprochen desaströs. Eine kurze Erklärung: Für mich (und nicht nur für mich, wenn man die dazugehörigen Artikel von Techbloggern hierzulande und aus den USA liest), ist das im GoogleReader implementierte Followerprinzip eines der wichtigsten Tools für Informationsbeschaffung und Überblick über aktuelle Vorgänge in der jeweiligen eigenen Nische.

Die Erklärung dafür ist recht einfach:

  1. Das extrem mächtige Followerprinzip (ich folge, wen ich für interessant halte, der/diejenige muss mir nicht zurückfolgen) hat im Kontext mit dem populären Feedreader zur effizientesten ‘verteilten Redaktion’ geführt, die ich je gesehen habe: Die Leute, denen ich folge, agieren praktisch noch einmal als Filter zwischen mir als Leser und den Autoren, deren Artikel ich lese. Das funktioniert besser als vergleichbares Filtern/Aggregieren auf Facebook, Twitter, Digg oder Google+. Warum? Darum:
  2. Die Shared Items sind deshalb so effizient, weil sie direkt in dem Tool stattfinden, in dem der Konsum stattfindet. Wer auf Twitter, Facebook oder Google+ einen Link teilt, hat diesen nicht auf der Plattform gelesen. Wer einen Artikel im GoogleReader teilt, hat ihn in der Regel (dank Volltextfeeds) auch dort gelesen und nach dem Lesen lediglich auf ‘Share’ geklickt. Die Shared Items derer, denen ich folge, können direkt im Feedreader, dem effizientesten Konsumtool, gelesen und reorganisiert werden. Die Folge ist ein Ordner, “People you follow”, dessen Qualität unerreicht ist. Unter anderem ist das auch die Folge von zum Beispiel Aggregation, wenn mehr als eine meiner Verfolgten den gleichen Artikel im GoogleReader teilt.

Man kann das Ergebnis aus 1.) und 2.) am folgenden Screenshot schön sehen:

Greadershareditems

Je mehr Leute einen Artikel teilen, desto wichtiger scheint er zu sein. Ein Klick und ich kann (in der Regel) den kompletten Text sofort lesen und gegebenenfalls mit einem weiteren Klick weiter verteilen.

Ich folge im GoogleReader 371 Personen. Meine Shared Items wurden von 494 Nutzern abonniert.

Zusätzlich zu meinem Shared-Ordner habe ich einen High-Quality-Ordner angelegt, in dem ich nur die Shared Items von Leuten wie zum Beispiel Felix Schwenzel, Martin Weigert oder Carsten Pötter vorfinde. Dieser Ordner ist seit ungefähr einem Jahr die erste Anlaufstelle, um schnell die wichtigsten neuen Entwicklungen in meinem Interessensfeld zu erhalten.

Das ist das Ergebnis einer steten Verfeinerung meiner Nutzung der Shared Items, die ich nun seit Jahren täglich einsetze. Zum ersten Mal schrieb ich 2007 über Shared Items im GoogleReader. Zuletzt ausführlich habe ich 2008 darüber geschrieben. Damals gab es auch mit unter anderem Readburner und RSSMeme ein aktives Ökosystem rund um die Shared Items, das das Potential der Redistribution und Aggregation der Shared Items zeigte.  Beide Dienste existieren nicht mehr. Google selbst hat leider in diese Richtung nie etwas gemacht. (Dabei hätte es vor allem viel Potential in readerweitem Aggregieren von Themenclustern oder auch in der Verwendung von FOAF gegeben.)

Um das noch einmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Die bevorstehende Abschaltung der Shared Items trifft mich in meinem Arbeitsfluss stärker, als würden zum Beispiel von heute auf morgen sowohl Twitter als auch Google+ verschwinden. Ein weiterer Grund neben den bereits benannten findet sich im nächsten Punkt:

RSS, Baby

Meine Shared Items sind dank dem WordPress-Plugin Postalicious die Grundlage für die quasi-werktäglichen Linkhinweise zu News und lesenswerten Analysen hier auf neunetz.com gewesen.

Da ich über das Plugin die Linkliste direkt aus GoogleReader heraus befüllen kann, waren die Übersichten quasi ein Nebenprodukt meines täglichen Feedkonsums. Der zusätzliche Aufwand war praktisch minimal. Mit dem Wegfall der Shared Items und des damit verbundenen Linkblogs werden auch die Linkübersichten vorerst ein Ende finden, da es keinen adäquaten Ersatz gibt. Die Verwendung eines zusätzlichen Tools kommt für mich aus Zeitgründen aktuell nicht in Frage.

Das Problem, das Google für Nutzer schafft, entsteht auch durch die Abschaffung der RSS-Feeds. Eine unnütze Featureverknappung, die lediglich Google/Google+ hilft – oder vielleicht nicht. Siehe dazu den Punkt “Reeder to the rescue”.

Der Google-Mitarbeiter Louis Gray schreibt auf Google+ zu den Veränderungen:

more details will come when the rollout occurs, but yes, sharing within Reader will be retired. The public shared items page will no longer have new entries.

Das bedeutet, dass es zwar weiterhin eine Sharing-Option geben wird, diese wird aber beschränkter sein als die bisherige:

  • Nur Google+
  • Kein RSS (weil Google+ noch kein RSS anbietet)
  • (Höchstwahrscheinlich) Keine Verknüpfung zwischen Sharingplattform (Google+) und Konsumtool (Reader)

Das Nützliche an der Tatsache, dass die Shared Items einen eigenen RSS-Feed besitzen, ist die einfache Integration in andere Dienste: Ich kann meine Shared Items leicht hier in WordPress reinlaufen lassen, in Pinboard mit all meinen anderen Lesezeichen archivieren und in unzählige Dienste, die RSS-Import erlauben, wie zum Beispiel Tumblr oder Twitter, über diverse Tools importieren.

Google+: Ersatz statt zusätzliches ‘Social Layer’?

Das Interessante und gleichzeitig Beunruhigende an Googles Vorgehen ist, wie Google mit dem bestehenden Featureset umgeht. Seit Google+ eingeführt wurde, hört man von Google-Managern und -Sprechern immer wieder, dass Google+ die zusätzliche soziale Schicht, das Social Layer, werden soll, dass alle Google-Dienste (und am besten noch den Rest des Webs) mit einander verbindet.

Google+ wurde als eine neue Ebene vorgestellt. Zumindest in diesem Fall ist Google+ allerdings ein minderwertiges Substitut für eine Funktion, die zu dessen Gunsten eingestellt werden soll.

Es ist offensichtlich, was Google damit erreichen will: Die Poweruser, die GoogleReader benutzen (und das sind sehr viele), sollen ihr Sharingverhalten Richtung Google+ verschieben. Das Erstaunliche ist, dass Google mit (seinem bald toten Google+-Vorläufer) Buzz wenig richtig gemacht hat, zu dem Wenigen aber die GoogleReader-Integration zählte:

Die unangetastete Sharing-Option lies such mittels Opt-in in Google Buzz integrieren. Neue Shared Items erschienen in Buzz. Kommentare in Buzz waren gleichzeitig Kommentare in GoogleReader. Der GoogleReader war sozusagen eine Art Buzz-Client für Poweruser. Genau das hätte Google auch im Zusammenspiel von GoogleReader und Google+ als Strategie umsetzen sollen:

Den Powerusern es so einfach wie möglich machen, mit GoogleReader glücklich zu werden und gleichzeitig ihr dortiges Sharing-Verhalten sanft (sprich ohne Einbußen) in Google+ hereinzuziehen. Gleichzeitig wäre es sinnvoll für Google, GoogleReader bewusst zu einem Tool auszubauen, dass nützlich für Poweruser ist.

Immerhin ist immer ungefähr ein Prozent der Nutzerschaft für die Inhalte auf einer Webplattform verantwortlich. Auch Google+  braucht dieses eine Prozent. Google+ selbst ist aber nicht der perfekte Ort für Poweruser, um zum Beispiel die Empfehlungen anderer Poweruser zu konsumieren.

Wir erinnern uns an den Tag, als wir vor einer Woche anfingen, diesen Text zu lesen: Shared Items im GoogleReader sind so perfekt, weil sie direkt im Konsumtool integriert sind. Zwischen den Linkempfehlungen gibt es keine Fotos von Katzen oder Hundewelpen, keine Diskussionen zum aktuellen Wetter.

Zusätzlich zu diesem Problem kommt die Tatsache, dass die Nutzung von Google+ und GoogleReader auch aus der Perspektive der Außendarstellung der Nutzer nicht identisch sein muss und oft nicht sein kann. Ich habe nichts davon, Mahendra Palsule, Techmeme-Redakteur und eine der interessantesten Shared-Items-Quellen in meinem Reader, jetzt in Google+ zu folgen. Ich bekomme mehr als die Links und gleichzeitig weniger, weil ich die Links nicht mehr auf der für mich als Poweruser bequemsten Plattform erhalte.

Was passiert, wenn Google dieses Vorgehen auch bei Blogger und YouTube an den Tag legt? Wenn es native Features dieser Dienste zugunsten minderwertiger Google+-Funktionen einfach abschaltet? Das kommt mir zumindest kurz- und mittelfristig nicht wie eine erfolgversprechende Strategie vor.

Im eigenen Interesse und nicht im Interesse der Nutzer zu handeln, ist natürlich das gute Recht von Google. Ein solches Verhalten kann aber leicht nach hinten losgehen:

Clients to the rescue

Mehr als alles andere war das oben beschriebene Followerprinzip, das in den GoogleReader integriert wurde, ein perfekter Lockin. Solang ich Personen im Reader folge, und diese mir folgen, und das im Interface gut integriert ist, gibt es für mich gute Gründe beim GoogleReader zu bleiben.

Indem nun dieser Lockin wegfällt, wird auch GoogleReader ersetzbarer. Das muss nicht zwangsläufig ein anderer webbasierter Feedreader werden. Das kann auch, um den Übergang weg vom GoogleReader möglichst smooth zu gestalten, über einen GoogleReader-Client geschehen.

Es gibt jetzt für Reeder und andere Feedreader, die auf GoogleReader als Synchronisationsplattform setzen, die einmalige Chance sich abzusetzen und Nutzer an sich zu binden, in dem sie die alte Shared-Items-Funktion clientintern kopieren. Für mich als Nutzer würde der Nutzen eines Clients, der es schafft, das erfolgreich zu implementieren, so stark steigen, dass ich GoogleReader wohl fast ausschließlich nur noch über diesen Client benutzen würde.

Das müsste das Feature beinhalten:

  • Follower-Prinzip für Nutzer des Clients
  • Stream aller Shared Items der Followings, inklusive der Aggregation mehrfach geteilter Inhalte
  • RSS-Feed für die eigenen Shared Items, um die so gesammelten Links auf anderen Diensten integrieren zu können

Der Desktop-Feedreader NetNewsWire hatte bereits einmal ein ähnliches Feature. Er verlor nur gegen das GoogleReader-System. Es wäre also nicht das erste Mal, das ein anderer Feedreader-Anbieter in diese Richtung geht. Es sind in diesem Zusammenhang auch gute Nachrichten, dass mit Reeder der beliebteste GoogleReader-Client für iOS und Mac seine Google-Abhängigkeit im nächsten Update verringern will:

Hierfür plane er eine völlig neue Synch-Engine, die nicht mehr ausschließlich auf den Google Reader aufsetzt. Sein Ziel ist es, in Zukunft andere Dienste unterstützen zu können – ganz einfach alles, was eine Entwicklerschnittstelle hat und als Bestandteil von Reeder sinnvoll ist. Als Beispiel hierfür nennt er den intelligenten RSS-Reader Fever sowie Twitter (das von manchen ohnehin als Dolchstoß für RSS betrachtet wird).Der Reeder-Macher unterstreicht, dass er noch nichts versprechen kann und momentan erst einmal eine Wunschliste für den nächsten Reeder zusammenstellt.

Tatsächlich scheint der Entwickler bereits an die Integration von sozialen Features gedacht zu haben. Lediglich Ressourcenknappheit scheint dem aktuell entgegen zu stehen.

Am Ende könnte die aktuelle Strategie von Google also nach hinten losgehen und statt die RSS-Poweruser auf Google+ zu holen, könnte Google sie (etwas weiter) weg vom GoogleReader treiben.

Meine 3 Highlights der CeBIT

Ich war am Mittwoch auf der CeBIT und habe auf dem Webciety-Blog über Interessantes berichtet. Hier meine Highlights:

 

FOGALE nanotech: 3D-Multitouch ohne Anfassen

FOGALE nanotech [..] hat etwas futuristisch Anmutendes entwickelt: Ein Touch-Interface, das man nicht anfassen muss. Eine 3D-Bedienung für mobile Endgeräte.

Stellt Euch vor, Ihr könnt auf Eurem iPhone oder Android tippen, ohne die Oberfläche zu berühren. Stellt Euch vor, Ihr könnte virtuelle Objekte auf Euren Tablets mit Eurer Hand vor dem Screen in alle drei Dimensionen bewegen. Nicht nur aber auch besonders für Spiele eröffnen sich damit interessante Möglichkeiten.

Artikel auf Webciety.

 

SoftKinetic: Wie Kinect nur offen für Entwickler, Cross-Plattform und aus Belgien

SoftKinetic ist Cross-Plattform und bietet SDKs (Software Development Kits) für Windows und Linux an.

[..]

Aktuell gibt es SoftKinetics Plattform nur in Form einer zusätzlichen Stand-alone-Hardware. Integrierte Geräte, etwa Fernseh-Geräte, sollen bald kommen, hat man mir gesagt. SoftKinetic sieht sich im Gegensatz zu Microsoft als Middleware-Anbieter, der das Interface an interessierte Parteien lizenziert. Aus dem SoftKinetic-Umfeld dürften also (hoffentlich bald) ein paar interessante Sachen kommen.

Artikel auf Webciety.

 

Evernote: Über 7 Millionen Nutzer, 160.000 davon deutschsprachig

Evernote verriet mir, dass sie die 7-Millionen-Nutzer-Marke geknackt haben. Entweder liest niemand das Webciety-Blog und/oder das interessiert niemanden. Reaktionen darauf gab es keine.

Außerdem hat mir der Vice President für International Operations bei Evernote noch einen guten Tipp für deutschsprachige Evernote-Nutzer gegeben:

Wer als deutschsprachiger Nutzer die englischsprachige Oberfläche nutzt, sollte unter Settings > Personal Settings die “Recognition language” von “English only” auf “Deutsch + English” umstellen. Diese Einstellung verbessert das Erkennen von eingescanntem (deutschen) Text. Bei Nutzung der deutschsprachigen Oberfläche findet diese Einstellung automatisch statt.

Das Ende der IT-Abteilung

Das Ende der IT-Abteilung für immer mehr Unternehmen:

Dealing with technology has gone from something only for the techy geeks to something more mainstream. Younger generations get it. Computer savvyness is no longer just for the geek squad.

You no longer need a tech person at the office to man “the server room.” Responsibility for keeping the servers running has shifted away from the centralized IT department. Today you can get just about all the services that previously required local expertise from a web site somewhere.

The transition won’t happen over night, but it’s long since begun. The companies who feel they can do without an official IT department are growing in number and size. It’s entirely possible to run a 20-man office without ever even considering the need for a computer called “server” somewhere.

Ich würde die Entwicklung neben der Veränderung der in der Bevölkerung verbreiteten Fähigkeiten noch an einem anderen Grund festmachen: der zunehmenden Verbreitung von Cloud Computing, insbesondere SaaS (Software as a Service). Google Apps for Business, Salesforce und natürlich auch die Angebote von 37 Signals usw. können immer mehr abdecken, wofür man früher eigene Server betreiben musste.

Das alles lässt sich mit einem Minimum an eigenem Instandhaltungsaufwand betreiben. SaaS und besonders PaaS (Platform as a Service) dürften in den nächsten Jahren zu einer Revolution im B2B-und im Enterprise-Bereich sorgen. Für viele Unternehmen heißt das logischerweise: Nein, wir brauchen keine spezielle IT-Abteilung.

(via)

‘Personal Clouds’ und der Bequemlichkeitsfaktor

Für das Webciety-Blog habe ich über ‘Personal Clouds’ geschrieben:

Wer alles selbst betreibt, muss dafür auch mehr Aufwand in Kauf nehmen. Wer die Wahl hat, wird sich deswegen nicht zwingend für die dezentrale Lösung entscheiden.
Wenn wir also einen kühnen Blick in die Zukunft werfen und dort weit verbreitete dezentrale Social Networks und dezentrale Mikroblogging-Dienste sehen, dann wird bei ersterem der größte Knoten Facebook sein und bei letzterem Twitter – so es denn überhaupt zu Dezentralisierung kommt.
Warum? Verschiedene Menschen haben verschiedene Präferenzen. Der eine mag die Kontrolle und das Basteln, der andere Bequemlichkeit. In der Regel werden die meisten Menschen immer Bequemlichkeit bzw. einfache Handhabung vorziehen, wenn sie die Wahl haben.

[..]

Unabhängig von den eben gemachten Äußerungen ist es natürlich sinnvoll für Endnutzer, wenn sie die grundsätzliche Wahl haben zwischen zentralem Alles-aus-einer-Hand-Anbieter und dem eigenen Bastelkasten. WordPress und Email sind also eher die Vorzeigebeispiele als Twitter und Facebook. Wenn auch letzteres sich mit der eigenen Plattform immer weiter öffnet.

Weiterlesen im Webciety-Blog.

Nachträgliche Quellenangabe: Auf den massgeblichen Artikel zum Thema ‘Personal Clouds’ bin ich über Carsten Pötter gestossen.

Evernote kommt nach Deutschland

Das beliebte Notizentool Evernote, das unter anderem mit seiner Schrifterkennung besticht, hat heute eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen US-Dollar bekannt gegeben.

Zusätzlich will Evernote nach Deutschland expandieren. dpa via heise:

Der Internet-Notizdienst Evernote will eine Kapitalspritze über 20 Millionen Dollar auch dafür verwenden, mehr Nutzer in Deutschland zu gewinnen. Vorstandschef Phil Libin sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa, Deutschland sei einer der wichtigsten Märkte in Europa. Daher sei die Einrichtung eines Büros in Deutschland geplant.

Am 18. November wird außerdem ein Evernote-Meetup im Betahaus Hamburg stattfinden.

Evernote setzt erfolgreich das Freemium-Modell ein.

Im Juli dieses Jahr hat Evernote mit der Einführung von Add-ons den Startschuss für die eigene Plattform gegeben.

GoogleReader im Flipboard

Netter, wenn auch recht aufwendiger Tipp, um Artikel aus dem GoogleReader in der iPad-App Flipboard zu lesen. (siehe auch hier zum Flipboard)

In Kurzform:

  • GoogleReader-Ordner, den man in Flipboard lesen will, auf public stellen.
  • Den so erstellten Feed über Feedburner leiten.
  • Speziellen Twitter-Account anlegen.
  • Feed über Feedburner -> Socialize im eben angelegten Twitter-Account einspeisen.
  • Twitter-Account in Flipboard hinzufügen.

Das zeigt in erster Linie auch, dass Flipboard mehr Input-Möglichkeiten benötigt. Es ist absurd, dass sich Flipboard aktuell auf Facebook und Twitter beschränkt.

IAC schließt Feedreader Bloglines

IAC schließt den webbasierten Feedreader Bloglines am 1. Oktober. Zu den Gründen auf TechCrunch:

Doug Leeds, President of Ask.com tells us that the reasoning behind closing Bloglines came down to the fact that the market for people who use Bloglines (and RSS readers, he adds) isn’t growing, and is actually shrinking as people shift to realtime news streams such as Twitter to consume content on the web.

Exclusive: IAC Finally Kills Off Bloglines.

Während es wohl tatsächlich schwer für Bloglines war, gegen GoogleReader anzukommen (man aber auch nicht wirklich etwas etwa mit neuen Features versucht hat), kann ich der Aussage über den Feed-Markt im Ganzen nicht zu stimmen.

Die Abonnentenzahlen aller Blogs, die ich kenne, wachsen. Sie gehen weder zurück, noch sinken sie. Das gilt im übrigen auch für Blogs wie TechCrunch, die immer vom Ende von RSS reden, weil es Aufmerksamkeit und damit Pageviews bringt.

Der RSS-Feed von TechCrunch hat aktuell 4,3 Millionen Abonnenten. Der TechCrunch-Account auf Twitter hat 1,4 Millionen Follower, von denen systembedingt viele Spam-Accounts sein werden.

Realtime-Streams über Twitter und co. ergänzen RSS beziehungsweise werden mit RSS angetrieben. Alle Follower des TechCrunch-Accounts sind im Grunde RSS-Abonnenten. Denn die Artikel werden natürlich mit RSS auf Twitter, Facebook und co. eingespeist. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der Konfigurationsaufwand beim Publisher und nicht beim Rezipienten liegt.

Der GoogleReader ist übrigens ein guter Beweis dafür, dass Data Portability nicht vor überrragender Marktmacht eines Anbieters im jeweiligen Segment schützt. Dazu aber an anderer Stelle mehr.

Ungeduld: Google stellt Google Wave ein

google-waveDas ist bedauerlich. Im offiziellen Blog heißt es:

But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects. The central parts of the code, as well as the protocols that have driven many of Wave’s innovations, like drag-and-drop and character-by-character live typing, are already available as open source, so customers and partners can continue the innovation we began. In addition, we will work on tools so that users can easily “liberate” their content from Wave.

Business Insider hält es für eine richtige Entscheidung:

But give Google credit for quickly and soundly getting rid of them when it’s clear they don’t work.

The reality is that product flops happen. What’s worse is when companies keep them around for too long, endlessly trying to justify pet projects or bad ideas that “people just don’t understand yet.”

Dem kann ich hier nicht zustimmen. Google Wave hatte Potential. Allerdings, wie so oft, hat Google ein technisch gutes Produkt bereitgestellt, ohne sich um die Nutzer und die Usecases zu kümmern. Googles typische Ingenieursherangehensweise, darauf zu hoffen, dass (technische) Qualität sich ohne Marketing und User-Support oder ähnliches durchsetzt, hat erneut nicht funktioniert.

ReadWriteWeb über Google Wave:

Why did Wave fail? Maybe because if you don’t call it an “email-killer” (and you shouldn’t) then you’d have to call it a “product, platform and protocol for distributed, real time, app-augmented collaboration.” That’s daunting and proved accessible to too few people. Still, with a rumored 100 Google engineers working on Wave to date, a call from Google for more engineering collaboration less than a month ago, and such high hopes – it’s a bit of a shock to see it come to an end.

Was Google Wave fehlte, waren von Anfang aufgezeigte klare Usecases und Tutorials, die Nutzer an die neue Technik heranführen. Google Wave fehlten am Anfang auch für eine viel zu lange Zeit essentielle Funktionen wie etwa Benachrichtigungen via Email. (Man kann es Rückwärtskompatibilität nennen.)

Nichtsdestotrotz hatte Google Wave, das von Anfang als Protokoll angelegt war, langfristig eine realistische Chance. Der grundlegende, technische Ansatz war richtig und wegweisend; nur die potentiellen Nutzer wurden nicht da abgeholt, wo sie waren. Etwas, das sich über die Zeit gelegt hätte. Nicht nur, weil Blogger Tutorials und Guides über Google Wave schreiben, sondern auch, weil Entwickler mit eigenen Angeboten Google Wave zugänglicher machen.

Google scheint nicht mehr die Geduld für langfristige Perspektiven und Projekte zu haben. Google scheint zunehmend ungeduldig, hibbelig und, ja, geradezu nervös zu werden. Warum wohl? Und was ist als nächstes dran? Google Buzz?

So viel zum langen Google-Atem.

Seesmic Web unterstützt jetzt auch Facebook, LinkedIn und Foursquare

Multihoming galore: Seesmics Webapplikation, die als Twitter-Client startete, unterstützt jetzt neben Twitter und Google Buzz auch Facebook, LinkedIn und Foursquare. Zusätzlich unterstützt die Webapp auch die Desktop-Notifications für Google Chrome, so dass man mit Popups etwa über Direktnachrichten und Twitter-Replies unterrichtet werden kann.

Die Seesmic-Webapp macht mit diesen Neuerungen Desktop-Alternativen gehörig Konkurrenz.

Ich benutze Seesmics Webapp öfters am Desktop, weil die Gmail-ähnliche Ansicht, die man für Twitter einstellen kann, einen guten Überblick selbst über eine fleissige Timeline ermöglicht.

Über die strategische Bedeutung von Multihoming für Applikationen, die als Twitter-Clients begonnen haben, habe ich im Rahmen der Analyse der aktuellen Twitter-Strategie geschrieben.

User-Feedback: reqorder, das deutsche Get Satisfaction

reqorder logoIn den USA ist vor allem Get Satisfaction dafür bekannt: User-Feedback-Dienste as a Service. Das umfasst unter anderem Tools wie Feedback-Formular und Foren, in denen sich User zu Wort melden und sich untereinander austauschen können. Unternehmen können diese Dienste über Get Satisfaction und verwandte Anbieter laufen lassen.

Das noch junge Berliner Startup reqorder will das Feld mit einem eigenen Ansatz in Deutschland besetzen. Die aktuell verfügbare Beta-Version bietet komplett anpassbare Feedback-Formulare und (auf Anfrage) Feedback-Foren, die aktuell, da Beta, komplett kostenfrei getestet und genutzt werden können.

Ein Beispiel des Feedback-Formulars, das über den mittlerweile bekannten, seitlichen Feedback-Button getriggert wird, kann man auf der reqorder-Site selbst sehen:

reqorder-formular

Das Feedback wird über eine Administrationsoberfläche verwaltet und lässt sich dort analysieren und moderieren.

In einer neuen, für August geplanten Version sollen mehrfache Formulare und erweiterte Analyse-Funktionen kommen. Während reqorder in der Beta-Phase komplett kostenlos ist, werden nach der Beta-Phase (Ende Sommer) verschiedene Tarife eingeführt, die von einer kostenlosen Basis-Version bis 99€ im Monat reichen. (An den endgültigen Tarifen wird noch gearbeitet, hat man mir mitgeteilt.)

Reqorder wird im August auch eine API einführen. Mit dieser wird es dann möglich sein, das Feedback-Formular und andere Tools komplett selbst zu erstellen, dem eigenen Branding anzupassen und reqorder ‘lediglich’ das Daten-Handling zu überlassen.

Get Satisfaction ist in den USA vor allem gewachsen, weil dort automatisch und semi-automatisch Foren für Brands angelegt werden. Wollen Vertreter dieser Brands irgendwann auf die so entstehenden Schatten-Communities zugreifen und sich als offizielle Vertreter ausgeben, müssen sie zahlen. Dieses vor allem auf gute Positionen in Suchergebnissen abzielende Vorgehen, das man als Community-Kidnapping bezeichnen könnte, hat zu einiger Kritik geführt. Reqorder will auf einen solchen Ansatz verzichten. Das wird den guten Ruf im B2B-Bereich bewahren, aber das Wachstum nicht leichter machen.

Andere Konkurrenten neben Get Satisfaction sind beispielsweise UserVoice und UserEcho. Reqorder will sich von seinen Konkurrenten durch eine weitgehende Anpassung des Designs und Anpassungen in den Funktionen (Feedback-Abgabe im Kontext der Benutzung, anonyme Feedback-Abgabe, etc.) absetzen. Das macht reqorder vor allem für große Unternehmen interessant. Konzentration auf White-Label-Lösungen macht das eigene Wachstum allerdings auch schwerer.

Screenshot des Dashboards, mehr im Corporate Blog von reqorder:

reqorder-dashboard

Evernote bekommt eigenen AppStore

Das beliebte Digitale-Notizen-Tool Evernote wird zur Plattform und bekommt seinen eigenen AppStore. GigaOm:

Today, most Evernote customers use the app to coordinate their note-taking across at least one mobile device and at least one desktop. Now the company is using that strength to help out other companies and add functionality it hasn’t built itself with 100 “items” (aka apps) from 67 companies at launch.

[..]

Evernote wants its partners to both augment and take a piece of its freemium model. It promises it will soon add the ability for developers to charge within Trunk and earn affiliate revenue. Apps can also be region-specific; for instance, a German app called Paperboy takes pictures of newspapers or magazines so a user can read them later, and the Japanese device airpen records physical writing in digital form.

Das deutsche Paperboy beschreibt seine Evernote-Anbindung so:

Want to remember an interesting article while you’re reading it in your favorite newspaper or magazine? Simply snap a picture of the page with Paperboy. Paperboy automatically recognizes the page and stores a high quality digital version in your Evernote account along with related information like videos, images or links to selected topics.

Evernote ist mit dem Freemium-Geschäftsmodell überaus erfolgreich.

Mit Postrank nur die besten Beiträge eines Blogs abonnieren

Mit Postrank kann man spezielle Blogfeeds mit den guten oder gar nur mit den besten Blog-Postings beliebiger Blogs abonnieren. Postrank nutzt für die Bestimmung unter anderem Kommentare und Tweets.

Vor ziemlich genau drei Jahren hatte ich beschrieben, wie ich über 300 Feeds im Feedreader lese. Mittlerweile ist die Zahl der abonnierten Feeds auf über 1000 angeschwollen. Es gibt immer wieder Leute, die sich von der Informationsflut überfordert sehen und dabei das Wichtigste vergessen: Sie müssen sich um die Filter kümmern, um wieder Herr der Lage zu werden.

Einige Blogs, die ich seit Jahren lese haben ihre Postingfrequenz in dieser Zeit enorm nach oben geschraubt. TechCrunch etwa, dass 2005 mit zwei täglichen Postings anfing, kommt heute laut GoogleReader auf eine durchschnittliche Postingfrequenz von 25,8 Artikeln pro Tag. Wenn die Qualität der einzelnen Artikel dann wie im Falle TechCrunch stark schwanken, tut Hilfe not, denn die binäre Auswahlmöglichkeit zwischen Verzicht auf die Publikation und alles mitnehmen, ist nicht zufriedenstellend.

Postrank ist eine fantastische Untersützung für diese Fälle.

Postrank zählt Reaktionen zu den einzelnen Artikeln, also Kommentare auf der Website oder darauf linkende Tweets. Auf Grundlage dieser Daten gewichtet der Dienst dann die einzelnen Artikel; deshalb ‘Postrank’. Ein Artikel mit mehr Kommentaren wird höher gewichtet als einer mit weniger Kommentaren.

Hier die Funktionsweise visualisiert von Postrank:

postrank

Jetzt kann man für fast jedes x-beliebige Blog die gewünschte Qualitätsstufe einstellen und abonnieren.

Der komplette Feed von TechCrunch:

postrank-tc-1

Nur die besten Artikel von TechCrunch:

postrank-tc-2

Das Beste an Postrank ist, dass man die gefilterten Feeds abonnieren kann und, sofern das betroffene Blog einen Volltextfeed anbietet, auch der gefilterte Feed im Volltext vorliegt.

Der einzige Nachteil von Postrank ist natürlich, dass Artikel erst einige Zeit nach ihrem Erscheinen im Feed und damit im Feedreader auftauchen (oft ein paar Stunden bis zu einem Tag später).

Aber das ist eben das Wesen eines Filters: Es ist ein Tausch, bei dem man etwas aufgibt, um etwas anderes zu erhalten. An welchen Stellen das Tool sinnvoll ist oder nicht, muss jeder entsprechend seinen Präferenzen selbst entscheiden. Postrank ist zu einem unverzichtbaren Tool für mein Informationsmanagement geworden.

Postrank bietet auch eine Erweiterung für Firefox an, die zu jedem Artikel automatisch den bisher errechneten Postrank einblendet. Das kann als Anhaltspunkt hilfreich für das Scannen der Überschriften sein.

Postrank bietet weitere Dienste wie etwa Analyse der Webreaktionen an. In der Sidebar habe ich auch ein Postrank-Widget eingebunden, das immer die aktuellen Topp-Artikel anzeigt.

Postrank hatte ich 2007 bereits einmal vorgestellt. Damals hieß der Dienst noch AideRSS und war für deutsche Blogs unbrauchbar. Da mittlerweile Twitter auch in Deutschland eine gewisse Verbreitung erhalten hat und Postrank seine Datenbank über die Jahre ausgebaut hat, ist der Dienst nun auch für deutsche Blogs einsetzbar. Damit war es längst an der Zeit, den nützlichen Dienst noch einmal vorzustellen.

Google Wave jetzt offen für Alle

Google Wave kommt aus der geschlossenen Beta. Ab sofort kann sich jeder unter wave.google.com bei Google Wave anmelden.

Zusätzlich kann Google Wave für Google Apps aktiviert werden .

Google hebt auch die Verbesserungen, die Google Wave über das letzte Jahr erhalten hat, noch einmal hervor:

If you tried Google Wave out a while ago, and found it not quite ready for real use, now is a good time to come back for a second try. Wave is much faster and much more stable than when we began the preview, and we have worked hard to make Wave easier to use. For example, you can now get email notifications when waves change, easily navigate to unread parts of a wave, and remove participants added by mistake. We have also added permission management options and an extensions gallery.

Zeitzonen übersichtlich visualisiert

Manchmal sind es die kleinen Dinge. Eine hübsche Site, die verschiedene Zeitzonen visualisiert:

zeitzonen

 

(via Kathrin Passig)

Google Wave wird nützlicher

google waveGina Trapani, Gründerin und ehemalige Leiterin von Lifehacker, beschäftigt sich seit dem Start der Alpha-Version von Google Wave intensiv mit dem neuen Kommunikations-Protokoll von Google. In einem Artikel für Fast Company führt sie aus, warum Wave jetzt langsam nützlich wird:

Templates für verschiedene Aufgaben:

When you launch Wave, in the far-right column, Wave encourages you to start a new wave based on templates tailored to specific tasks. Click on the Discussion, Brainstorm, Task Tracking, Meeting, or Document buttons to start with a wave template that’s formatted correctly with appropriate widgets for the job.

Email-Benachrichtigungen und einfach zu installierende Erweiterungen machen Google Wave ebenfalls nützlicher.

Scribd wechselt von Flash zu HTML5

scribd

Wow. Scribd, ein Dienst, mit dem man Präsentationen online ablegen und mit anderen teilen kann, ist für die Darstellung der Präsentationen von Flash auf HTML5 umgestiegen.

Das Ergebnis ist beeindruckend. Die Formate der Präsentationsfolien bleiben anscheinend erhalten (Was angesichts der Komplexität bemerkenswert ist). Jetzt lässt sich zum Beispiel Text aus den Präsentationen direkt anwählen und kopieren. Und auch alle anderen Browserfunktionen lassen sich jetzt auf die Präsentationen anwenden.

Siehe zum Beispiel bei dieser Präsentation, in der Scribd den Wechsel zu HTML5 vorstellt und begründet. (Browser muss logischerweise HTML5-fähig sein.)

Das bedeutet unter anderem auch, dass auf Scribd hochgeladene Präsentationen künftig von Suchmaschinen indizierbar werden.

Details unter anderem bei Webmonkey.

iPhone-App liest Visitenkarten-Text

iphone-appsThomas Knüwer stellt auf Mind The App eine iPhone-App vor, die den Text von fotografierten Visitenkarten einliest:

Mit 4,99 Euro ist er kein billiges Progrämmchen – aber eines, dessen Anschaffung sich lohnt. Man fotografiert schlicht eine Visitenkarte, die das Programm dann einscannt. Es erkennt mit einer gefühlten Treffergenauigkeit von 80 Prozent welche Daten was bedeuten und ordnet diese ein. Per Hand kann nachkorrigiert werden. Dann abspeichern – und schon ist der Kontakt ein digitaler Kontakt.

Wer dafür keine 5 Euro ausgeben will, oder nicht regelmäßig so viele Visitenkarten erhält, dass sich eine spezielle App dafür lohnt, kann es auch mit Evernote versuchen.

Die iPhone-App des Notizen-Services ist kostenlos. Ebenso die Nutzung des Evernote-Services bis 40 MB Upload pro Monat. Evernote führt auf eingescannte oder mit dem iPhone abfotografierte Textstellen ebenfalls eine Textanalyse durch. Der so eingescannte Text wird also durchsuchbar. Eingescannte oder abfotografierte Visitenkarten kann man mit einem entsprechenden Tag versehen, um künftig nur diese zu durchsuchen. Ist natürlich nicht so praktisch wie eine spezielle App.

(Lustig. Nachdem ich den Artikel geschrieben habe, finde ich genau den hier beschriebenen Usecase auch auf der Evernote-Site selbst: “Fotografieren Sie mit Ihrem Handy Visitenkarten, um Adressen in Sekundenschnelle zu speichern und abzurufen.”)

Mehr Cowbell für Alle!

cowbell

Im April 2000 lief in der us-amerikanischen Comedysendung Saturday Night Live ein Sketch, der sich über die “Behind the Music”-Serie von V1 lustig machte, dafür sorgte, dass man danach den Song “(Don’t fear) The Reaper” von Blue Öyster Cult nie mehr so hören würde wie davor, und mit der Catchphrase “More Cowbell!” zum Klassiker wurde.

Den grandiosen Sketch komplett findet man hier auf youtube (nicht embeddable).

Jetzt geistert eine Site durch’s Netz, die die Nützlichkeit des Internets um 200% steigert, weil man jetzt endlich jeden Song nach Belieben mit mehr Cowbell veredeln kann: MoreCowbell.dj

morecowbell

Als wäre das nicht genug, kann man über den zweiten Schieberegler auch nach Belieben mehr Christopher Walken hinzufügen. Yay!

Die Songs mit mehr Cowbell sind logischerweise auch einbettbar.

Zum Beispiel Whiskey in the Jar:

  Make your own at MoreCowbell.dj  

 

Oder The first cut is the deepest:

  Make your own at MoreCowbell.dj  

 

I’ve got a fever and the only prescription is more cowbell!

Hell yeah!

MoreCowbell.dj

(pic via copyblogger)

Was mir beim neuen delicious fehlt

Die neue Version des Bookmarking-Dienstes delicious ist nach gefühlten 10 Jahren in the making endlich da. Siehe Markus’ Artikel auf netzwertig.com und den Rest der Blogosphäre für Details.

An sich auf den ersten Blick nicht schlecht, aber gewöhnungsbedürftig. Bin mir noch nicht sicher, ob die neue Version übersichtlicher ist. Noch kommt es mir unübersichtlicher vor. Aber es wird sich erst mit der Zeit zeigen, ob es nun besser oder schlechter zu handhaben ist.

Was mir allerdings sofort auffiel ist, dass bei den Popular-Seiten die ‘recently bookmarked’-Anzeige fehlt. Äußerst unschön. Früher sah man, wie viele Bookmarks eine URL insgesamt hat und zusätzlich wie viele davon recently, also neulich – welche Zeitspanne auch immer damit gemeint war -, dazugekommen sind. Jetzt wird nur noch die Gesamtzahl angezeigt. Recently bookmarked war für mich immer eine recht interessante Größe, die jetzt fehlt. Schade. Fail.