Deutschland

Peer Steinbrück hat Halluzinationen

24.04.2013

heise online berichtet über die Rede von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf der Next Berlin: Steinbrück: Deutschland kann die 4. industrielle Revolution anführen:

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat auf der Konferenz “Next” in Berlin die Digitalisierung der traditionellen Industrie als große Chance bezeichnet. “Deutschland kann die 4. industrielle Revolution anführen”, prophezeite er vor der versammelten Gründer- und Startup-Szene am Dienstag. Dabei gehe es darum, die Informationstechnik in die klassischen Produktionsprozesse einzuführen. Mit dieser Industrie 4.0 entstünden ganz neue Produkte, Techniken und Verfahren wie zum Beispiel der 3D-Druck.

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2012 gründungsärmstes Jahr in Deutschland seit 2000, weiter rückläufig

18.03.2013

förderland:

60.000 weniger Gründer als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche repräsentative Bevölkerungserhebung zum Gründungsgeschehen in Deutschland der KfW Bankengruppe für das Jahr 2012. Seit dem Jahr 2000 ist das die niedrigste Anzahl von Gründern in Deutschland überhaupt. Und auch für 2013 steht kein Gründungsboom in Aussicht.

Die Bundesregierung mag mit symbolischen Treffen und Reden so tun, als würde sie etwas für Neugründungen tun, weil etwa der Wachstumsmarkt Internet nicht mehr übersehen werden kann, aber die Zahlen sprechen eine andere Sprache und zeigen die Realität auf: Deutschland ist ein zutiefst gründerfeindliches Land.…

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Copycat no more: Keine Käufer für Wimdu und 9flats?

28.01.2013

Holger Schmidt auf Focus Online:

Obwohl [die Samwers] nach Angaben aus Branchenkreisen schon rund 70 bis 80 Millionen Euro in den Aufbau [von Wimdu] investiert haben, werden die Chancen gegen den Weltmarktführer Airbnb als sehr gering eingestuft. Weil Airbnb in immer mehr Ländern reüssiert, sinken die Chancen für Wimdu auf einen erfolgreichen Exit weiter. Schon im vergangenen September musste Wimdu seine Auslandsexpansion zurechtstutzen.

Auch Konkurrent 9flats soll schon seit längerer Zeit verkauft werden, aber bisher ebenfalls ohne Erfolg, obwohl deutlich weniger Geld in das Unternehmen investiert wurde.

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Deutsche Soziale Netzwerke verlieren

11.07.2012

2012 07 10 SozialeNetzwerke

Wer glaubt, dass sich Xing als regionales Netzwerk ohne internationales Wachstum halten können wird, ist schief gewickelt und hat aus dem Niedergang der anderen nur in Deutschland populär gewesenen Netzwerke nichts gelernt.

Der Markt der Social Networks ist bis auf ganz wenige Ausnahmen ein internationaler Winner-takes-it-all-Markt.

Die aktuelle Entwicklung ist in keinster Weise überraschend und lies sich vorhersehen.

(via Futurebiz)

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VZ Netzwerke benennen sich um, Katastrophe abgewendet

11.06.2012

W&V bezieht sich wie alle auf einen Artikel im ‘Kontakter’. W&V: VZ Netzwerke werden zu Poolworks:

“Mit der neuen Unternehmensmarke wird sich VZ strukturell verändern”, lässt das Unternehmen verlautbaren. Der Plattform SchülerVZ kommt dabei eine zen­trale Rolle zu: Sie funktioniert noch am besten, da sie anders als MeinVZ und StudiVZ aufgrund der Zielgruppe weniger Nutzer an den großen Rivalen Facebook verloren hat. SchülerVZ erhält im Laufe des vierten Quartals einen Relaunch und bietet künftig unter dem Namen Idpool.de Funktionalitäten rund um den Austausch von Jugendlichen zu ihren Interessen und Fähigkeiten – welche genau, bleibt offen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel will Internetwirtschaft stärken

31.05.2012

Handelsblatt:

Dazu versammelt Merkel am kommenden Montag acht Unternehmer und Investoren sowie weitere E-Business-Experten zu einer vertraulichen Diskussion im Kanzleramt. Dort sollen Schwächen in der bisherigen Branchenentwicklung erörtert und diskutiert werden, wo und wie die Politik helfen kann, um Deutschland auch im IT- und Internet-Bereich wieder wettbewerbsfähig zu machen.

“Wieder.”

Gute Entwicklung. Es ist seit Jahren überfällig, dass sich die Bundesregierung aktiv mit dem wichtigsten Wirtschaftszweig des 21. Jahrhunderts beschäftigt; und das ausnahmsweise einmal mit Sicht auf Förderung statt Regulierung, die bestehende Branchen vor dem Internet schützen soll.…

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Sie unterschreiben Erklärungen und offene Briefe, denn sie wissen nicht, dass sie bloggen könnten.

16.05.2012

Thierry Chervel in einem sehr guten Artikel im Blog des Perlentauchers über die Motivation der Unterzeichner von “Wir sind die Urheber”, bei denen es sich immerhin mehrheitlich um Buchautoren handelt, die vom Internet bislang unbehelligt geblieben sind:

Es hat mit einem tief sitzenden Widerwillen zu tun. Die wenigsten Autoren, die den Aufruf unterzeichnet haben, sind bisher dadurch aufgefallen, dass sie sich mit dem Internet auseinandergesetzt haben. In dem Aufruf dominieren die Autoren, die Jahr für Jahr oder alle zwei Jahre ihr neues Buch bringen, die vom Betrieb in bewährter Weise getragen, von den Zeitungen rezensiert und von den Literaturhäusern eingeladen werden.

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Inkubatorszene

25.04.2012

Maximilian Heimstaedt für Gründerszene:

Im BWL-Studium richtig Gas geben, dann ein oder zwei Jahre Beratungserfahrung sammeln und anschließend möglichst direkt als Gründer bei einem der großen Inkubatoren einsteigen.

In diesem Satz steckt alles drin, was bei noch immer einem viel zu großen Teil der deutschen Gründerszene falsch läuft.

Unternehmer, die einen solchen Weg gehen, bauen in der Regel maximal solide KMUs in relativ stabilen Märkten auf, in der Regel, da wir hier im Web nicht stabil sondern volatil sind, aber nicht einmal das.…

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Europa verliert den Internet-Anschluss

18.04.2012

Holger Schmidt fasst die Lage im Fokus zusammen:

Ob Internet oder klassische Informationstechnik: Europa fällt im internationalen Wettbewerb zurück. Das Problem: Amerika ist stark in wachsenden Branchen, Europa nur in schrumpfenden. Und die Asiaten werden immer besser.

In Deutschland hält uns die High-Tech-Feindlichkeit des Landes zurück, die sich dieser Tage wieder stark in der oft noch immer frei von Wissen und Argumenten geführten Urheberrechtsdebatte zeigt:

Zudem verhindere die Technologiefeindlichkeit der Deutschen Innovationen. „In Deutschland wäre eine Plattform wie Youtube niemals entstanden.

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Deutsche Internetdebatte ohne analytische Tiefe

27.03.2012

Die Internetdebatte in Deutschland wird viel zu oft von einer erschütternd offensichtlich fehlenden analytischen Tiefe dominiert, und selbst das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Diesen Umstand kann man an vielen nicht konsistenten Positionen festmachen. Nicht oft aber wird es so offensichtlich wie bei dem Beispiel, das Christian Stöcker auf Spiegel Online beschreibt:

Dass diese beiden Positionen – einerseits: pseudonyme Meinungsäußerung im Internet hat unschöne Folgen, andererseits: das Sammeln und Veröffentlichen von persönlichen Daten im Internet ist ein Problem – so einträchtig und unverbunden nebeneinander stehen können, ist symptomatisch für die analytische Tiefe, mit der in Deutschland bis heute über das Netz und seine Folgen gesprochen wird.

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Deutschland verschläft den Internetwirtschaftsboom

22.03.2012

FAZ.net/dpa/Reuters über eine Studie der BostonConsultingGroup:

Das Wirtschaftsberatungsunternehmen BostonConsultingGroup (BCG) sagte in einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung für Deutschland ein Wachstum der Internet-Branche in den nächsten Jahren von durchschnittlich acht Prozent im Jahr auf 118 Milliarden Euro im Jahr 2016 voraus. Die Branche der Internetwirtschaft habe damit traditionelle deutsche Wirtschaftszweige wie Hotelwirtschaft, Gastronomie und Bergbau überholt, sagte David Dean von der BCG-Geschäftsführung.

In Deutschland betrug der Anteil der Internetwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt 2010 drei Prozent. Der Durchschnitt der G-20-Länder liegt bei 4,1 Prozent.…

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Die Deutschen und die Veränderung

28.12.2011

Murat Tebatebai im Tagesspiegel über die Berliner Gentrifizierungsdebatte:

Doch mit welcher Begründung sollte es in Berlin anders laufen als in allen anderen Metropolen der Welt? Und wieso diskutiert man immer über die Nachteile von Veränderung und niemals über die positiven Aspekte?

Kommt mir bekannt vor.

 

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Hälfte aller deutscher Unternehmen mittelmäßig bis stark vom Internet abhängig

06.12.2011

Holger Schmidt liefert auf seinem FAZ-Blog quasi eine Bestandsaufnahme zu Deutschland und dem Internet:

Von der Politik ist bisher nur wenig Hilfe für das Internet gekommen: Die Datenschutz-Debatte im Kompetenzgerangel von gleich drei Bundesministerien und stetige Unsicherheit über das Urheber- oder Leistungsschutzrecht helfen der Branche nicht. Dabei wird das Internet für die Unternehmen immer wichtiger. „Für die deutsche Wirtschaft ist das Web die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts: Es treibt die Konjunktur an und öffnet die Tür zu neuen Geschäftsfeldern”, sagt Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW).

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Deutschland, das ewige Internet-Entwicklungsland

13.11.2011

Sebastian Matthes im Wirtschaftswoche-Blog ungedruckt über die verhältnismäßig langsame Verteilung der Nutzung von Webdiensten in Deutschland:

Grund für das Aufmerksamkeitsdefizit ist, dass es im deutschen Twitter-Raum zu wenig Menschen gibt, die der weltweiten Community etwas zu sagen hätten. Zu wenige Top-Ökonomen, bekannte Schauspieler, Buchautoren und Spitzenpolitiker nehmen an der Diskussion teil. Anders in den USA.

Bei Blogs sieht die Sache übrigens ähnlich aus: In den USA sind sie beispielsweise unter Top-Ökonomen längst ein Instrument, um sich über neueste Gedanken und Studien auszutauschen.

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Hate-Cycle: Das deutsche Äquivalent zum Hype-Cycle

13.10.2011

Sebastian Matthes im wiwo-Blog ‘ungedruckt’ über das deutsche Verhältnis zu technologischen Veränderungen:

Geprägt hat mich die Zeit, in der Handys Teil des Alltags wurden. Ich kaufte mein erstes Mobiltelefon 1996. Mehr als ein Mal habe ich erlebt, wie Handybesitzer von Passanten angepöbelt wurden. Einmal hat mich sogar eine Dame in der S-Bahn mit bebender Stimme angewiesen, die Verbindung zu unterbrechen, weil sie sonst erstrahlt würde.

Keine zehn Jahre später liegt die Handyversorgung in Deutschland bei 100 Prozent. Strahlentote Vieltelefonierer sind immer noch selten.

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Über die Qualität von deutschen Web-Startups

13.01.2011

Markus Spath über die Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf deutsche Startups im Kontext der grotesken Radiergummi-Diskussion:

und auch an die immer wieder vorgetragene Erzählung ‘das alles macht deutsche / europäische Startups wettbewerbsunfähig’ glaub ich nicht, deutsche Startups verhalten sich zu US-Startups wie Welke mit der heute-show zu Stewart mit der Daily Show, wie DSDS zu American Idol, etc; es kann durchaus die eine oder andere Leuchte geben, aber das Grundniveau ist um einige Klassen niedriger und es entstehen also ganz grundsätzlich nicht die Szenen und Wettbewerbsbedingungen, die systematisch Weltniveau erzeugen.

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Qype kooperiert mit Lieferando

07.01.2011

Qype kooperiert mit dem Lieferdienst Lieferando:

Spannende Kooperation: Der frisch umgetaufte Lieferservice Lieferando (www.lieferando.de) dockt bei Qype (www.qype.de) an. Nutzer der beliebten Bewertungsplattform, bei der seit wenigen Monaten Vodafone als Investor an Bord ist, können ab sofort direkt über die Plattform bei den Partnerbetrieben von Lieferando (ehemals yourdelivery) bestellen. Direkt auf der Übersichtseite der jeweiligen Pizzerien, Sushibars und Restaurants weist bei Qype ein roter “Online bestellen”-Button den Weg zum Lieferdienst Lieferando.

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XING kauft Amiando für bis zu 10 Mio. Euro

09.12.2010

XING übernimmt den Ticket-Dienst Amiando zum 1. Januar 2011 für bis zu 10 Millionen Euro:

Der Kaufpreis beträgt zunächst 5,1 Millionen Euro. Ende März erfolgt “in Abhängigkeit von verschiedenen Voraussetzungen” eine weitere Zahlung von bis zu 5,25 Millionen Euro. Zu diesen Voraussetzungen gehört der Verbleib des bisherigen Management-Teams sowie die Erreichung bestimmter Umsatz- und Ergebnisziele. Die momentan 35 amiando-Mitarbeiter werden alle von Xing übernommen.

Amiando hat laut eigenen Angaben 2009 100.000 Events über die Plattform unterstützt.

Amiando hat sich in der Vergangenheit vor allem mit einer progressiven Integration von und Verknüpfung mit Facebook und anderen Social-Web-Diensten positiv hervorgetan und eigene Innovationen wie EventSense vorangetrieben.…

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Oliver Ueberholz: IT-Gipfel ist “PR für Politiker und die Großwirtschaft.”

07.12.2010

Oliver Ueberholz, Gründer und Geschäftsführer des deutschen Social-Network-Baukastens mixxt, im Interview mit heute.de über den IT-Gipfel:

heute.de: Welche weiteren Fragen fänden Sie wichtig?

Ueberholz: Wie der Staat generell das Thema digitale Gesellschaft anpacken möchte. Stattdessen wird populistische Klientelpolitik betrieben. Nehmen Sie den neuen Jugendschutzmedien-Staatsvertrag, der ab 1. Januar 2011 gilt. Da gibt es allen Ernstes eine Regelung, dass Sendezeiten für Webangebote gelten können. Die Politiker haben grundlegend nicht verstanden, dass das Netz kein Fernsehen ist.

[..]

Ueberholz: Der Gipfel könnte die Veränderung der Gesellschaft durch das Internet mitgestalten.

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Merkel: Internet darf kein rechtsfreier Raum sein

04.12.2010

Unter anderem deswegen wird Deutschland auf absehbare Zeit kein attraktiver Wirtschaftsstandort für die Internetwirtschaft werden:

“Das müssen wir jetzt gemeinsam auch in der Gesellschaft in einer Diskussion bestimmen. Es darf kein rechtsfreier Raum sein, es kann ja nicht sein, dass im Internet ausgerechnet gar nichts gilt”, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast im Internet. “Auf der anderen Seite darf man die Möglichkeiten des Internets nicht von vornherein zu sehr einschränken.”

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