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Google kauft Feedburner

Jetzt also doch. Die Gerüchte kursierten seit dem letzten Wochenende, heute ist es offiziell: Google übernimmt Feedburner.

Techcrunch:

Feedburner is in the closing stages of being acquired by Google for around $100 million. The deal is all cash and mostly upfront, according to our source, although the founders will be locked in for a couple of years.

Feedburner, die gefühlte 90% der Feeds der bekanntesten Blogs weltweit verarbeiten, verbreiten und deren Nutzung analysieren, waren ein logisches Übernahmeziel für Google imho. Google hatte quasi nicht mal ansatzweise einen Fuß im ansteigenenden Feedgewerbe. Mit Feedburner übernehmen sie jetzt den mit Abstand führenden Dienst und binden einen Großteil der bekanntesten unabhängigen Publikationen im Netz an sich.

Für mein Gefühl war Feedburner fast ein wenig billig. Aber vielleicht überschätz ich das auch. Trotzdem: Warum hat keiner der anderen Großen zugeschlagen? Microsoft? Yahoo? Hallo, schlaft Ihr? Mit Feedburner hätte man sich so leicht in einem immer wichtiger werdenden Web-Segment von Google absetzen können. Und zwar effektiv. Feedburner bringt ja schon unzählige Kunden mit, da hätte man einen starken Werbemarkt aufbauen können an den Google ohne weiteres nicht rangekommen wäre. Verstehe wer will.

2 Resultate:

1. Demnächst Adsense in Feeds.

2. Ich bekomm langsam Angst vor der Googlekrake.

 

Tags:[tag]Google, Feedburner[/tag]

Mashable.com- Statistikfälscher?

Mashable.com, ein Blog das auch hier regelmäßig gelesen wird, ist zur Zeit in einen, naja noch kleinen, Skandal verwickelt.

Seit geraumer Zeit wurde auf der mashableseite via einem Feedburner “FeedCountChicklet” eine Abonnentenzahl angegeben die um die 500.000 Abonnenten anzeigte (Das “FeedCountChicklet” ist ein Button der zum über Feedburner bereitgestellten Feed führt und automatisch die aktuelle Abonnentenzahl laut Feedburner angibt). Diese Zahl liegt nicht nur um ein Vielfaches über dem zur Zeit einflussreichsten TechBlog Techcrunch (aktuell 146.000 RSS-Abonnenten), das zumindest zum Teil ähnliche Themen hat. Bei einer so hohen Besucherzahl hätten auch die damit einhergehenden Links (Blogleser sind auch Blogschreiber, meist) auch dazu führen müssen, dass Mashable mindestens in die Top Ten bei den Top Blogs nach Technorati einzieht.

Mashable ist aber nicht einmal in den Top Hundert zu finden.

Vor geraumer Zeit berichtete BoingBoing über Fluktuationen ihrer RSS-Abonnenten-Zahlen. Man vermutete einen Pageflakesbug:

Pageflakes had an annoying bug that would replicate the Boing Boing RSS “flake” many times over between visits, if the duplicates were deleted, they would reappear at the next visit.

Pageflakes ist eine flexibel einstellbare Startseite, ähnlich Netvibes.

Nik Cubrilovic bringt nun Beides in Verbindung und berichtet, dass nachdem Feedburner eine Aufräumaktion in Richtung Bot hinter sich hatte, das Chicklet auf Mashable 27,166 RSS-Abonennten wiedergab. Man lasse sich den Unterschied in den Zahlen kurz auf der Zunge zergehen. Kein Wunder, dass Mashable diese Reportfunktion von Feedburner mittlerweile abgestellt hat.
Cubrilovic kommt zu folgendem Schluss:

I can only think of two ways to explain this - Mashable was the victim of subscription bots as BoingBoing was, but instead of reporting it decided to embrace the new 475,000 readers, not realizing that such a spike is completely unreasonable and if real, would have had a corresponding spike in pageviews. Second explanation would be that Mashable fudged his numbers.

Pete von Mashable verteidigt sich in einem Kommentar auf Niks Seite mit dem Argument, dass sein Feed als Default bei Pageflakes eingesetzt wurde und damit die hohen Zahlen möglicherweise zustande gekommen seien. Angesichts der Tatsache, dass Feedburner seine Zahlen regelmäßig neu berechnet und die Zahlen in dem Chicklet in der Regel die Zugriffszahlen des Vortages wiedergeben, würde das in diesem Fall bedeuten, dass um die 450.000 Pageflakeuser täglich den Mashablefeed gelesen haben müssen bzw. ein Bot ihn aufgerufen hat.

Selbst wenn Mashable nichts mit dem Verfälschen der Zahlen zu tun hatte, hätte es den Seitenbetreibern klar sein müssen, dass diese Zahlen nicht einmal ansatzweise korrekt sein konnten. Aber höhere Zugriffszahlen bringen höhere Preise für Werbung mit sich. Da schaut man eben nicht so korrekt hin. Und das ist noch eine positive Betrachtungsweise des Vorgangs.

Äußerst dubios.

In der Zwischenzeit steht der Text, der von Hunderttausenden von Mashable-Lesern spricht, immer noch online:

Wie gesagt, äußerst dubios das Ganze.

(via Crunchnotes)

Tags:[tag]mashable, Feedburner, Pageflakes[/tag]