Instagram beliebt bei Modebloggern

Jochen Krisch auf Exciting Commerce:

Die Facebook-Tochter Instagram scheint sich für die Modebranche – jenseits von Pinterest & Co. – zu einer der wichtigsten Plattformen zu etablieren.

Das ist unter anderem auch von Stylight zu hören, die am Wochenende wieder jede Menge Modeblogger(innen) zu Gast hatten, die zum Teil nur bei Instagram aktiv sind.

Das ist wenig überraschend, zeigt aber auch erneut, wie strategisch klug die Übernahme von Instagram durch Facebook war. Instagram wird mehr und mehr als das Facebooks YouTube sichtbar.

Instagram: Nein, wir wollen Eure Fotos nicht verkaufen

Instagram-CEO Kevin Systrom reagiert im Blog auf das Medienecho. Thank you, and we’re listening – Instagram Blog:

Advertising on Instagram From the start, Instagram was created to become a business. Advertising is one of many ways that Instagram can become a self-sustaining business, but not the only one. Our intention in updating the terms was to communicate that we’d like to experiment with innovative advertising that feels appropriate on Instagram. Instead it was interpreted by many that we were going to sell your photos to others without any compensation. This is not true and it is our mistake that this language is confusing. To be clear: it is not our intention to sell your photos. We are working on updated language in the terms to make sure this is clear.

To provide context, we envision a future where both users and brands alike may promote their photos & accounts to increase engagement and to build a more meaningful following. Let’s say a business wanted to promote their account to gain more followers and Instagram was able to feature them in some way. In order to help make a more relevant and useful promotion, it would be helpful to see which of the people you follow also follow this business. In this way, some of the data you produce — like the actions you take (eg, following the account) and your profile photo — might show up if you are following this business.

The language we proposed also raised question about whether your photos can be part of an advertisement. We do not have plans for anything like this and because of that we’re going to remove the language that raised the question. Our main goal is to avoid things like advertising banners you see in other apps that would hurt the Instagram user experience. Instead, we want to create meaningful ways to help you discover new and interesting accounts and content while building a self-sustaining business at the same time.

Zwischen den Zeilen lese ich als eine mögliche Richtung der Werbung auf  Instagram heraus, kontextuelle Werbung anzuzeigen anhand zum Beispiel der Orte an denen Fotos gemacht wurden oder was fotografiert wurde. Auch Promoted Accounts klingen wie ein No-Brainer. Ergibt alles Sinn und ist konsistent mit der Art und Weise der Communitybasis. (Ob man das dann im einzelnen als User mag, ist eine andere Frage.)

Völlig überraschend will Instagram also doch nicht in das Fotoagentur-Geschäft einsteigen. In den Printausgaben der Tageszeitungen vom 19.12. werden viele Artikel zu Instagram erscheinen; allein im Berliner Tagesspiegel stehen drei, mit einem auf der Titelseite. Wenn wir die Antwort darauf nicht bereits wüssten, könnten wir uns nun fragen, wie viele Folgeartikel mit Richtigstellungen online und im Print zu diesem Thema erscheinen werden.

Deutsche Journalisten und das Web am Beispiel Instagram

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Das sind allein die Artikel, die es in den letzten Stunden auf die Startseite von Rivva geschafft haben. Jeder dieser Artikel hat hunderte von Tweets und Facebook-Likes erhalten. Keiner dieser Artikel stellt die Sachlage korrekt dar.

Google News zählt aktuell allein 1.820 Artikel mit den Wörtern “Instagram” und “verkaufen”.

Wird einer der Autoren irgendwann darüber berichten, dass Instagram doch keine Nutzerfotos verkauft? Haben sie sich die Debatten zu anderen ToS-Änderungen angeschaut und darauf hingewiesen, dass die damals beschriebenen Horrorszenarien nicht eingetreten sind, weil dieser Vergleich einen sinnvollen Kontext herstellen würde?  

Denn es passiert immer wieder und die Journalisten, die die Experten sein sollten, die dem im Social Web aufgebrachten Volk erklären, was genau gerade passiert, gehören selbst zu den aufgebrachten Laien.

Die in den meisten Artikeln zur Schau gestellte, hirnrissige Sichtweise auf Webdienste, die tief im Wesen vieler deutscher Journalisten verankert zu sein scheint, informiert die Bürger nicht nur falsch und hat mit gesundem Menschenverstand nichts mehr zu tun, sie ist, glaube ich, auch ein Beweis dafür, warum die Reihen in den Redaktionen beim Thema Leistungsschutzrecht trotz der begleitenden Skandale so geschlossen sind.

Wer sein Wissen über die Internetwirtschaft aus Titelstories im Spiegel und Focus und den Ressorts von Welt bis Süddeutsche bezieht, der bekommt ein erstaunlich einheitliches, verzehrtes Bild: Im Silicon Valley sitzt der amerikanische Feind, der seine Nutzer, diese willfährigen Sklaven, die man vor sich selbst retten muss, ausnutzt, wo es nur geht. Die kalifornischen Datenkraken spähen ihre Nutzer aus und wollen jedes Datenfitzelchen an jeden verkaufen, der sie haben möchte. (Entgegen den deutschen Datenkraken natürlich.) Mit ihrem Erzkapitalismus walzen sie ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Gefangene zu machen über unsere deutschen Unternehmen, die sich doch bemühen, nach Regeln zu spielen, die für die Amis nicht gelten. Die halten sich ja nicht einmal an Gesetze! Google klaut! Die ganze Zeit! Google News nimmt unsere Artikel und macht damit, was es will. Und die anderen sind bestimmt auch nicht besser! Das liest man seit Jahren in jeder Zeitung, also muss es stimmen.

Seit Jahren amüsieren wir uns über oder verzweifeln wahlweise an dieser Berichterstattung. Je renommierter eine Publikation in Deutschland, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in den letzten Jahren sehr viel einseitigen und oft offensichtlich faktisch falschen Quatsch über Internetunternehmen veröffentlicht hat.*

Manche stricken wildeste Verschwörungstheorien, warum das geplante Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse, das doch in den Augen von uns, die sich täglich im Web bewegen, so offensichtlich fehlgeleitet ist, trotzdem von den führenden Presseverlagen und ihren Redaktionen vorangetrieben wird.

Dabei ist die Antwort so einfach wie schrecklich: Die überwiegende Mehrheit der deutschen Journalisten hat ein simples, verzerrtes Bild vom Web und den Unternehmen darin. Dieses Bild ist überwiegend negativ bis maximal skeptisch und zeigt sich jedes Mal, wenn über Webdienste berichtet werden muss. Denn dieses Bild formt natürlich Berichterstattung über und Haltung zu allen Internetthemen.

Die deutsche Presse ist mehrheitlich auch nach Jahren nicht in der Lage, halbwegs objektiv über erfolgreiche, also große, in der Regel aus den USA kommende Webdienste zu berichten. Das lässt sich nur mit Vorurteilen gegenüber der Internet-Branche erklären.

Wenn dank eines Leistungsschutzrechts auf user generated content setzende Plattformen wie Instagram, Tumblr oder Twitter aus Deutschland verschwinden würden, weil sie der Lizenzzahlungspflicht nicht nachkommen wöllten, was wäre dann daran so schlimm? Das deutsche Volk würde damit als Nebeneffekt noch dafür beschützt, sich von diesen Diensten ausbeuten zu lassen. Und überhaupt, sind das nicht sowieso alles Klowände, die unserer Hochkultur eher schaden? Im besten Fall sind es Spielzeuge, auf die wir auch verzichten können, wenn der Preis der Erhalt unserer Presse (und, hoppla, wie passend, unserer Arbeitsplätze) ist.

Was wir viel zu lang in seiner Tragweite vielleicht nicht ernst genug genommen haben, ist eine täglich sichtbare Schere, die wir wie den Wald vor lauter Bäumen nicht wahrhaben wollten:

Die Webfeindlichkeit der meisten deutschen Journalisten, worin auch immer sie begründet sein mag, ist das größte Hindernis für Deutschland als Wirtschaftsstandort als auch als Gesellschaft auf dem Weg in ein 21. Jahrhundert. Diese Webfeindlichkeit ist in den letzten Jahren aufgrund der wirtschaftlichen Probleme der Verlage nicht zurückgegangen.

Das geplante Presseleistungsschutzrecht ist die furchteinflößendste Folge dieser destruktiven Einstellung der deutschen Presse.

Aber wir können die Resultate auch an vielen anderen Stellen sehen.

Etwa daran, dass der Politik auch 2012 das Internet noch mehrheitlich egal war. Oder daran, dass die Rahmenbedingungen für Internetunternehmen von Datenschutz über Button-”Lösung” im E-Commerce bis hin zu Cookie-Gesetzen (auf von Deutschland gesteuerter EU-Ebene) und Abmahnwahn dank Impressumswahn tendenziell eher schlechter statt besser werden. Und man kann es eben auch sehen an der schlicht falschen Berichterstattung en masse, wann immer ein Social-Web-Dienst seine ToS ändert, an die Börse geht oder Microsoft eine Studie veröffentlicht.

Wir haben keine angemessene Berichterstattung über diese Themen, weil die Expertise der damit beauftragten deutschen Journalisten so aussieht, dass sie mehrheitlich glauben, ein Webdienst, der darauf angewiesen ist, dass dessen Nutzer ihre Fotos hochladen, diese Fotos ohne Zustimmung der Nutzer an andere verkaufen wollen würde.

Zur Expertise der jeweiligen Journalisten zählt also nicht einmal grundlegende Logik.

 

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*Es gibt natürlich immer Ausnahmen. Zu diesen zählen wie immer bei diesen Themen die Publikationen des heise-Verlags, welche sich schon immer wohltuend vom Rest der deutschen Presselandschaft abgesetzt haben.

Änderungen der ToS von Instagram sind halb so wild

Jürgen Kuri auf Google+ über die aktuelle Aufregung zu den Änderungen der Terms of Service (ToS) bei Instagram:

Wenn ich das richtig verstehe, hat Instagram aber an den Rechten der User an ihren Bildern gar nix geändert. Es geht lediglich um einen Absatz: http://instagram.com/about/legal/terms/updated/

“Some or all of the Service may be supported by advertising revenue. To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you.”

Da geht es, wenn ich das richtig verstehe, doch lediglich darum, dass Instagram personalisierte Werbung verkaufen will, bei der Anzeigenschalter auf Instagram oder anderen Facebook-Firmen die Daten der Instagram-User benutzen. Davon kann man halten, was man will – aber von “Bilder verkaufen” oder gar “Bilderdienst, der Getty Konkurrenz macht”, wie heute befürchtet, ist da keine Rede…

Die Änderungen betreffen ‘lediglich’ die Möglichkeit für Instagram, die Fotos für personalisierte Werbung innerhalb des Dienstes zu verwenden. Also genau das, was wir mit Likes in gesponserten Feedeinträgen beim Instagrambesitzer Facebook bereits kennen.

 Das muss man nicht mögen. Man kann deswegen aufhören, Instagram zu benutzen.

Aber es gibt darüber hinaus keine finsteren Pläne bei Instagram, mehr mit den Fotos der Nutzer zu machen.

Die aktuelle, hysterisch geführte Debatte ist nicht neu. Immer wenn ein Dienst seine ToS/AGB ändert, führen wir die gleiche Diskussion. Im Mai 2011 war es TwitPic, das seine AGB änderte. Damals schrieb ich:

Ein Dienst, der Usern das Hochladen eigener Inhalte ermöglicht, kann in der Regel auf verschiedensten Geräten abgerufen werden, vielleicht bietet er auch zusätzlich noch eine API (Programmierschnittstelle), die das Verbreiten der Inhalte an andere Dienste erlaubt. Aber auch ohne die API sieht sich der Dienst einem Problem gegenüber: Er muss in einem rechtlichen Rahmen agieren, der immer noch darauf setzt, dass Kopieren teuer ist (und das Kopieren ist streng genommen jeder Abruf der Inhalte auf der Plattform) und die Urheber geschützt werden müssen.

Wir alle sind Urheber und müssen vor jedem Kopiervorgang unserer Werke, den wir nicht genehmigt haben, geschützt werden.

Damit unter diesen archaischen Bedingungen ein Dienst wie TwitPic agieren kann, benötigt er weitreichende Befugnisse.

Damit ein Dienst wie Instagram oder TwitPic seiner Arbeit nachgehen kann, muss er von seinen Nutzern, den Urhebern, alle Rechte einholen, um die hochgeladenen Werke zu verarbeiten. Man muss die ToS immer vor diesem Hintergrund lesen.

Macht man das nicht, sehen die ToS bei Diensten mit User Generated Content immer so aus, als würde zum Beispiel morgen Facebook mit unseren Urlaubsfotos Plakate in den deutschen Großstädten bestücken lassen oder Instagram die klischeehaftesten Sonnenuntergänge an RTL2 verkaufen.

Nichts ist weiter weg von der Wahrheit. Im Mai 2011 schrieb ich:

Ein bisschen gesunder Menschenverstand und die Frage, was ein Unternehmen für sein langfristiges Überleben machen kann und was nicht, reichen in der Regel aus, um AGB-Hysterien zu begegnen.

Instagram-Fotos nicht mehr über Twitter Cards in Twitter integriert

Twitter Loses Ability to Properly Display Instagram Photos – NYTimes.com:

Instagram on Wednesday disabled the ability for Twitter to properly display Instagram photos on its Web site and in its applications. The move escalates tensions between the two companies, which were once friends in the battle against Facebook but have now become direct competitors.

In a status update on Twitter’s Web site, the company said Instagram had disabled its integration with Twitter cards, which are used to display images and content within Twitter messages.

Überhaupt nicht überraschend. Twitter verschließt dem zu Facebook gehörenden Instagram die Möglichkeit, dass Nutzer ihre Twitter-Freunde auf dem Fotodienst finden können. Warum sollte Instagram im Umkehrschluss seinen Dienst tief in Twitter integriert lassen? Besonders, wenn Twitter zusätzlich nun wohl ebenfalls in das Geschäft der mobilen Fotos mit Filtern einsteigen will? (Weil es bei Instagram natürlich um die Filter geht, und auf keinen Fall um die soziale Komponente.)

Warum Twitter diesen Kampf gegen alle verlieren wird: Sie glauben, sie könnten notfalls mit allen konkurrieren, und sie alle, von Instagram bis Tumblr, hätten dank der Größe von Twitter keine andere Wahl, als gute Mine zum bösen Plattformspiel zu machen.

Aber so groß ist der Hebel von Twitter nicht. Je weniger aus Twitter an Wert herauskommen kann, desto unattraktiver wird die Plattform.

Das ist die Gefahr bei einem Schwenk hin zu vertikaler Integration bei Webdiensten, die bei ihrer Plattform auf die Verbindungen nach außen angewiesen sind. Darüber schreibe ich seit der Übernahme des Twitterclients Tweetie durch Twitter im April 2010.

Vertikale Integration ist für Twitter eine weitaus gefährlichere und damit nicht ansatzweise so sichere Strategie als etwa seinerzeit für Microsoft, als man neben dem Betriebsystem auch in den Office-Markt einstieg. Die Plattformdynamiken sind nicht vergleichbar. Unter anderem auch, weil die Markteintrittsbarieren anderer Natur sind.

Bei alldem verlieren kurzfristig natürlich vor allem die Endnutzer.

Time Magazine nutzt erfolgreich Instagram, um über Hurrikan Sandy zu berichten

Das Time Magazine nutzte Instagram, um Fotos von den Folgen des Hurrikans Sandy zu verbreiten.

Forbes:

As the storm closed in on the coast Monday morning, Time’s director of photography, Kira Pollack, rounded up five photographers from the region and gave them access to the magazine’s Instagram feed. The photographers it sought out – Michael Christopher Brown, Benjamin Lowy, Ed Kashi, Andrew Quilty and Stephen Wilkes – are all heavy users of the Facebook-owned social photo platform.

Die Geschwindigkeit (und sicher auch die Größe) von Instagram waren die ausschlaggebenden Gründe für Time:

Using Instagram as the primary outlet for breaking news coverage was an experiment, Pollack says, but one motivated by necessity. “We just thought this is going to be the fastest way we can cover this and it’s the most dirct route,” she says .

Der Erfolg der Aktion spricht für sich:

The resulting collection on Lightbox, Time’s photography blog, was “one of the most popular galleries we’ve ever done,” says Pollack, and it was responsible for 13% of all the site’s traffic during a week when Time.com had its fourth-biggest day ever. Time’s Instagram account attracted 12,000 new followers during a 48-hour period.

Als Instagram im September diesen Jahres 100 Millionen registrierte Nutzer vermeldete, schrieb ich:

Ist Instagram Facebooks YouTube?

Mittlerweile dürfte immer mehr Menschen klar werden, dass Instagram tatsächlich, wie man mittlerweile auch an dem Time-Experiment sehen kann, für Facebook das ist, was YouTube für Google darstellt.

Instagram-Nutzer veröffentlichen 10 Fotos pro Sekunde zu Hurrikan Sandy

Poynter: Instagram users are posting 10 Hurricane Sandy pictures every second:

The total photos posted as of now:

#sandy has more than 244,000 photos
#hurricanesandy has more than 144,000 photos
#frankenstorm has more than 23,000 photos

Wenig überraschend ist Instagram der nächste Webdienst, der die Berichterstattung von Bürgerjournalisten oder von Augenzeugen – je nachdem wie man es betrachtet – quantitativ und qualitativ auf eine neue Ebene hebt. Instagram ist dank Hashtags und Followerprinzip, wie Twitter davor, für diese Aufgabe wie gemacht:

  • Das Followerprinzip unterstützt Öffentlichkeit und Semiöffentlichkeit.
  • Hashtags erlauben eine thematische Selbstorganisation der Nutzerschaft.
  • Verbunden mit einem populären mobilen Dienst, der bereits intensiv täglich auf Smartphones für das Fotografieren und Verbreiten von Fotos verwendet wird, ergeben diese Punkte eine unvermeidbare Situation: Es wäre eine Anomalie gewesen, hätte sich Instagram nicht als Katalysator für die Fotoverbreitung bei Katastrophen und anderen Ereignissen erwiesen.

New Yorker Restaurant ermutigt Instagram-Nutzer, ein visuelles Menü zu erstellen

Springwise:

Knowing that foodies love to share their current meals on the popular photo-sharing service, the restaurant is encouraging customers to document their Comodo visit on the social network. By tagging their photos with #comodonyc, diners create a crowdsourced visual menu of the venue’s offerings. While the restaurant runs the risk of having its dishes publicly criticized, it will be able to gain feedback from comments and ‘like’ numbers. Given the platform’s reputation for artsy photography, the ‘menu’ will also serve to advertise its dishes. 

Das ist clever, weil es kostenfreie Werbung der besten Art ist:

Nur von den Nutzern geschönt, weil diese nur schöne Fotos in ihre Instagram-Streams schicken wollen, sind die Fotos im Idealfall also vorteilhaft aussehend aber trotzdem authentisch.

Eine automatische Integration solcher Fotos in die eigene Website kann man mit solchen Hashtag-Feeds aufgrund der systeminhärenten Spamgefahr allerdings nicht vornehmen.

(Man vergleiche das Vorgehen mit (deutschen) Restaurants, die das Instagramen ihrer Speisen explizit untersagen.)

Instagram hat 100 Millionen registrierte Nutzer

Business Insider: Zuckerberg: ‘Instagram Has 100 Million Registered Users’. Mark Zuckerberg:

“We want to help it grow to hundreds of millions of users. We have no agenda into making them going into our infrastructure. We’re going to do the things we would have done if they were an Open Graph partner, but we’ll be able to prioritize them.”

Ist Instagram Facebooks YouTube?

Facebook Camera: Facebook führt Fotoapp für iOS ein

Snap2f

Facebook veröffentlicht heute eine dedizierte iOS-App, die das Anschauen und Teilen von Fotos im Mittelpunkt hat. Die App heißt kreativerweise Facebook Camera.

Facebok sieht sich als Werkzeug, als Tool, das aus dem Weg gehen will. Die Benennung ergibt also Sinn. Facebooks mobile Chat-App heißt Facebook Messenger. Als Messenger im Oktober 2011 erschien, schrieb ich über die Notwendigkeit bei Facebook, weitere mobile Apps herauszubringen:

Facebook ist bis dato das erste und einzige Social Network, das den Schritt zur nächsten Stufe, zum Infrastrukturanbieter, erfolgreich gegangen ist.

Das führt dann natürlich auch zur Ausweitung des Angebots im mobilen Bereich. So wie Google YouTube, Google Earth und Gmail nicht in eine Gesamtapp packt, wird auch Facebook sich zumindest in (allerdings wenige) strategisch wichtige Kategorien mit dedizierten mobilen Apps vorwagen.

Nach Messaging und Fotos würde ich auf Facebooks Groupon-Konkurrent Social Deals (in Verbindung mit Facebook Orte) als nächste Kategorie mit eigener mobiler Facebook-App tippen.

Fotos sind hiermit als eigene App da. Social Deals existiert nicht mehr.

Die Facebook Camera scheint stark an Instagram angelehnt zu sein, das Facebook jüngst übernommen hat. (So die Übernahme genehmigt wird.)

Interessant ist der Blick hinter die Kulissen bei Facebook auf AllThingsD:

It’d be nice if the main Facebook app could just work this well, but Stoop said that this app was the brainchild of the dedicated Photos team which he spearheads. That means moving faster and breaking — then repairing — things quicker.
“Having separate teams focus on their area of expertise allows us to innovate faster,” Stoop told me. “Which, eventually, helps to integrate features into the main line product.” There’s hope, then, that Facebook’s main app will actually get better.

Jetzt bleibt die Frage, wie Facebook die neue Camera-App und das bald zu Facebook gehörende Instagram parallel betreiben wird. Ich könnte mir vorstellen, dass beide Apps tiefer gehende Cross-Sharing-Funktionen erhalten. Eine Verschmelzung erscheint aktuell nicht praktikabel und auf absehbare Zeit unrealistisch. Aber wissen kann man das nie.

Was haben Google, Facebook, Twitter und Instagram gemeinsam? Open Source als Basis.

Glyn Moody für Computerworld UK:

[..]there are lots of multi-billion dollar turnover companies that are based on open source – Google, Facebook, Twitter etc. – it’s just that they don’t make money off it directly.

Another company that is open source through and through has done rather well recently. Everyone and their dog must know by know that Instagram is being bought by Facebook for $1 billion, but less well known is the fact that the company is built entirely on open source.

Die wirtschaftliche Bedeutung von Open Source, das massgeblich für das kosteneffiziente Betreiben von großen Webdiensten verantwortlich ist, wird oft unterschätzt oder überhaupt nicht beachtet. Tatsächlich wären wir heute nicht ansatzweise wo wir mit dem Netz sind, wenn wir kein starkes Open-Source-Ökosystem hätten.

Ein weiteres Beispiel wie Wohlfahrt entsteht, weil bewusst auf exklusive Rechte und ihre Beschränkungen verzichtet wird.

Instagram hat vor ein paar Monaten vorgestellt, wie die Technik dort aufgesetzt wird:

We run Ubuntu Linux 11.04 (“Natty Narwhal”) on Amazon EC2. We’ve found previous versions of Ubuntu had all sorts of unpredictable freezing episodes on EC2 under high traffic, but Natty has been solid. We’ve only got 3 engineers, and our needs are still evolving, so self-hosting isn’t an option we’ve explored too deeply yet, though is something we may revisit in the future given the unparalleled growth in usage.

(Hervorhebung von mir.)

Glyn Moody:

the key takeaway is this: if you are startup, you would be crazy not to use open source products, probably running them in the cloud for future scalability. Indeed, I suspect that there are very few startups of any kind that would use anything else by now. After all, why pay for costly closed-source infrastructure software when all the high-profile success stories are running open source from top to bottom? Do you really want to bet they’re doing it wrong?

Cloud + Open Source = Voraussetzung für Erfolg.

Facebook kauft Instagram: Gut für Facebook, schlecht für alle anderen

Facebook hat Instagram gekauft für eine Milliarde US-Dollar in Anteilen und Cash.

Für Facebook war es trotz des hohen Preises ein cleverer Schritt: Für ungefähr ein Prozent der eigenen Unternehmensbewertung hat Facebook die aktuell größte Gefahr für das eigene Geschäft ausgeschaltet. Denn spätestens seit dem Androidstart kommt man an Instagram nicht mehr vorbei, wenn es um die Schnittmenge Foto+Social+Mobil geht.

Trotzdem ist der Schritt aus Sicht von Instagram bedauerlich: Instagram war eines der wenigen Startups, das in den letzten Jahren im Social-Bereich gestartet ist und mit einem eigenen Social Graph als Basis die Chance hatte, ein langfristig erfolgreicher selbstständiger Dienst zu werden. Das kann man von nicht sehr vielen Startups behaupten (Foursquare und Pinterest gehören zum Beispiel zu den wenigen anderen Kandidaten).

Mark Zuckerberg schreibt, dass Facebook Instagram in seiner heutigen Form weiterbetreiben und nicht vollkommen in Facebook integrieren wird:

We think the fact that Instagram is connected to other services beyond Facebook is an important part of the experience. We plan on keeping features like the ability to post to other social networks, the ability to not share your Instagrams on Facebook if you want, and the ability to have followers and follow people separately from your friends on Facebook.
These and many other features are important parts of the Instagram experience and we understand that. We will try to learn from Instagram’s experience to build similar features into our other products. At the same time, we will try to help Instagram continue to grow by using Facebook’s strong engineering team and infrastructure.

Das dürfte – ausnahmsweise für Aquisitionsbekanntgaben – kein Lippenbekenntnis sein. Instagrams Vernetzungsgrad ist bereits recht stark. Facebook wäre dumm, wenn es diesen kaputt machen würde, denn die Vernetzung ist der Schutzgraben gegen neue Anbieter in dem Sektor.

Der war auch der Grund für Facebooks berechtigte Angst vor Instagram. Om Malik:

Facebook was scared shitless and knew that for first time in its life it arguably had a competitor that could not only eat its lunch, but also destroy its future prospects. Why? Because Facebook is essentially about photos, and Instagram had found and attacked Facebook’s achilles heel — mobile photo sharing.

Malik weiter:

In other words, if there was any competitor that could give Zuckerberg heartburn, it was Systrom’s posse. They are growing like mad on mobile, and Facebook’s mobile platform (including its app) is mediocre at best. Why? Facebook is not a mobile-first company and they don’t think from the mobile-first perspective. Facebook’s internal ideology is that of a desktop-centric Internet company.

Das vom Web kommende Facebook muss lernen, gute mobile Apps zu bauen. Sie haben einen ersten, extrem wichtigen Schritt in dieser Richtung unternommen.

Ein unabhängiges Instagram wäre für die Weblandschaft besser gewesen. Ein übernommenes Instagram sichert die Vormachtstellung von Facebook im Social-Bereich.

Verteiltes Social Network: Instagram erstellt vollwertige Fotoalben auf Facebook

instagram1.png

Das verteilte Social Network/Social Web existiert bereits in Anfängen und entwickelt sich stetig weiter. Nur sieht es anders aus, als die meisten Netzaktivisten es sich vorstellen.

Ein Beispiel für die Entwicklung liefert der mobile Fotosharingdienst Instagram. Futurebiz:

Instagram hat seine Facebook Verknüpfung optimiert und veröffentlicht nun automatisch alle Instagram Fotos, die auf Facebook geteilt werden, in einem eigenen Album.

Das Album trägt den Namen Instagram und unterscheidet sich sonst nicht von anderen Foto-Alben.

Das Gleiche war vorher bereits mit dem Umweg über den ebenfalls kommerziellen Dienst ifttt möglich, der Dienste miteinander verknüpfbar macht.

Statt selbstgehosteter vernetzter Software auf eigenen Servern sind es Webdienste von Unternehmen, die sich via APIs verknüpfen und so den Anfang für ein verteiltes Social Network legen, für ein wahres Social Web.

Facebook steht mit seiner erfolgreichen Plattform und seiner riesigen Community im Mittelpunkt des entstehenden verteilten Social Webs. Facebook ist der größte Knoten, und wird das auf Jahre bleiben.

Webdienst des Jahres Instagram lehrt uns 2 Lektionen über die neue Appwelt

Instagram

Instagram ist zweifellos der Webdienst des Jahres 2011. Der im September 2010 gestartete Fotosharing-Dienst ist 2011 in der Nutzung förmlich explodiert. Instagram ist der Beweis für die Ankunft des mobilen Webs, das mit seinen neuen Betriebssystemen und Appökonomien nicht so offensichtlich ist wie es manchem erscheinen mag.

Instagram unterscheidet sich massgeblich von herrkömmlichen Webdiensten, wie man sie bisher kennt: Man kann Instagram nur als mobile App benutzen. Und sogar nur auf iOS, also iPhone.

Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen: Bereits 9 Monate nach dem Launch konnte man Instagram getrost als den erfolgreichsten Fotosharingdienst nach Flickr und Facebook bezeichnen:

That’s 150 million photos uploaded to Instagram in just the 9 months since the app launched. For comparison’s sake, it took Flickr nearly two years to hit 100 million total photos on their service. Incredibly, Instagram is now seeing 1.3 million photos uploaded each day — that’s a rate of 15 photos per second.
The service is now well past 7 million users, Instagram co-founder Kevin Systrom tells us. Again, that’s up over 2 million in under 2 months.

Die Geschwindigkeit, mit der der auch von Apple zur iPhone-App des Jahres gekürte Dienst gewachsen ist, ist erstaunlich, aber auch gut geeignet, um ein paar Lektionen aus der Erfolgsgeschichte zu ziehen.

1. Die Ankunft des mobilen Webs:

Manches lässt sich schlicht besser mit einem mobilen Gerät erledigen. Wenn die Kamera eigentlich ein Computer ist, der direkt mit dem Internet verbunden ist, wird das Fotografieren sozialer; es macht mehr Spass. Instagram wird bald den führenden Foto-only-Dienst hinter sich lassen. Spätestens wenn Instagram die Webpräsenz ausbaut, bekommt Flickr ein massives Problem.

Ein vergleichbares Verschieben von webbasierten Diensten hin zu mobilen Appdiensten kann man bei der Verschiebung von Qype/Yelp weg und hin zu Foursquare beobachten.

Welche Aufgaben, die heute von Webdiensten erledigt werden, lassen sich besser als App auf dem Hosentaschencomputer umsetzen? Und welche neuen Funktionen und Dienste lassen sich realisieren, die am Desktop wenig bis keinen Sinn ergeben hätten?

Das sind Fragen die uns 2012 beschäftigen werden, während immer mehr Dienste für das mobile (App-)Web entwickelt und ähnliche Dynamiken wie Instagram entwickeln werden.

2. Mobile Betriebssysteme unterscheiden sich in mehr als den Marktanteilen:

Aussagen, wie diese hier von Martin Weigert, dass man nicht nur für iOS, sondern immer auch für Android und am besten für beide sofort gleichzeitig entwickeln muss,  sind bestenfalls naiv: Wer nur Ressourcen hat, um entweder A oder B zu machen, findet den Ratschlag ‘Du musst A und B machen!’ eher belustigend als erleuchtend.

Im schlimmsten Fall sind solche Aussagen aber schlicht falsch: Würde es tatsächlich nur darum gehen, wie viele Marktanteile ein mobiles OS hat, dann müssten die Foto-Apps für Android oder für beide OS wie etwa picplz das iOS-only-Angebot Instagram längst hinter sich gelassen haben. Haben sie aber nicht. Warum?

Vielleicht weil sich Instagram darauf konzentriert hat, für eine Plattform das bestmögliche Angebot zu liefern. (Und auch nur mit der iPhone-App im Angebot musste Instagram bereits exponentielles Wachstum hinter den Kulissen handhaben, was keine leichte Aufgabe ist.)

Vielleicht spielt der tatsächliche Marktanteil auch gar keine so große Rolle wie gemeinhin angenommen. Immerhin wäre nach reinen Marktanteilen Symbian als das immer noch weltweit größte mobile OS dasjenige, dem die Entwickler aus allen Richtungen zulaufen müssten.

Ein weiterer Beweis dafür, dass Marktanteile allein Entwickler nicht zu überzeugen scheinen: Das größere Android zieht immer weniger Entwickler in seinen Bann, während prozentual immer mehr Entwickler iOS bevorzugen. Venturebeat:

About 73 percent of apps created for the fourth quarter are based on iOS, compared with 27 percent for Android. Three quarters ago, the figures were 63 percent iOS and 37 percent Android.
Over 2011, developer support for Android has declined from a third of titles to a quarter of them.

Gründe dafür kann es reichlich geben:

  • Wer Apps verkaufen will, hat es im iOS-System dank vertikaler Integration einfacher, weil diese die Transaktionskosten senkt. (Deswegen hat Amazon mit seinem eigenen Appstore gute Chancen innerhalb Android-Ökosystem.) Die Unterschiede können enorm sein. Instapaper wird aus diesem Grund nicht als Android-App angeboten.
  • Viele Entwickler dürften iPhones benutzen und deswegen bevorzugt für diese Plattform entwickeln wollen.
  • Entwicklung für Android und iOS unterscheidet sich drastisch. Vielleicht sind die Entwicklertools für Android einfach nicht ansprechend genug? (Oder zu schwer zu erlernen. etc.)
  • Androids Fragmentierung erschwert die Koordinierung der Entwicklung.
  • Man kann exponentielles Wachstum auch auf nur einer Plattform erleben, wenn man seine Kräfte bündelt und diese Entwicklung irgendwann als Sprungbrett benutzen, wie es Instagram macht, das eine eigene Android-App jetzt in Entwicklung hat.

Fazit: Android hat die Verbreitung auf seiner Seite, aber die hat Symbian auch. Viele verschiedene Gründe können gegen die Entwicklung sprechen. Viele sprechen auch dafür. (Wer maximale Reichweite will und die Ressourcen hat, für den ist es ein No-Brainer.) Auf keinen Fall ist es aber so einfach, dass man für das größte mobile OS entwickeln muss, um erfolgreich einen mobilen Webdienst aufbauen zu können.

Auf jeden Fall dürfen wir uns 2012 darauf freuen, noch mehr gut gemeinte, aber irreführende Ratschläge zu mobilen Apps zu lesen. Denn so offensichtlich, wie vieles erscheint, ist es am Ende dann doch nicht. Die 2011er Erfolgsgeschichte Instagram ist dafür der beste Beweis.

Last not least möchte ich auch noch einmal auf die Informationsarchitektur von Instagram hinweisen, die ich bereits im Oktober 2010 beschrieben hatte. Man findet in Instagram wichtige Elemente die, nicht nur aber auch besonders, bei mobilen Apps zunehmend zum Tragen kommen.

Die 4 Moment-Apps

Momentapps

Auf dem ZDF-Blog Hyperland habe ich vor ein paar Tagen über – ich habe sie mal so genannt – Moment-Apps geschrieben. Mobile Apps, die darauf ausgelegt sind, ein bestimmtes Element, also ein eben gehörtes Lied oder eine gerade gelesene Buchseite, bestmöglichst festhalten und online verbreiten zu können:

Die kleinteiligere Arbeitsteilung, die bei mobilen Apps beobachtbar ist, ist faszinierend. Plattformprovider wie Facebook oder Google (oder, Gott bewahre, Apple) können diese Angebote in der Regel nicht einfach erfolgreich imitieren und integrieren. Dafür sind sie, wenn sie richtig umgesetzt sind, zu gut auf ihre jeweilige Zielgruppe zugeschnitten.

Ähnliche Angebote großer Plattformprovider, die aber generischer bleiben (müssen), können den kleinen Anbietern ganz im Gegenteil eher noch helfen. Abgesehen davon dürfte eine vertikale Integration in den meisten Fällen wenig Sinn ergeben. Hier steckt noch viel Marktpotential für Appentwickler.

Nutzerzahlen: Instagram und CityVille vs. Diaspora

Die Foto-Sharing-App Instagram hat nach zwei Monaten eine Million registrierte Nutzer erreicht.

Der FarmVille-Nachfolger CityVille von Zynga hat es in weniger als einen Monat dank Facebook-Plattform von Null auf über 80 Millionen aktive Nutzer geschafft.

Wie viele Nutzer hat eigentlich der vermeintliche Facebook-Killer Diaspora mittlerweile?

Twitter für Fotos: Instagram zeigt das neue Startup-Pattern auf

instagramInstagram ist ein neuer viel versprechender Fotosharing-Dienst, der sich zunächst in Form einer iPhone-App manifestiert.

Anders als konkurrierende Angebote wie flickr konzentriert sich Instagram auf die soziale Komponente, Momentaufnahmen und die Darstellung der Fotos im Stream.

Zusätzlich gibt Instagram seinen Usern noch einige Filter-Presets an die Hand, um die Fotos mit wenigen Klicks aufzuhübschen.

TechCrunch über Instagram:

To do that, it actually involved quite a bit of math. Each of their filters mean doing math on every single pixel, Systrom noted. Currently, Instagram has 11 such filters, with more on the way. These filters range from Apollo (sort of moon-like) to Nashville (an orange/sepia tinge) to Gotham (dark). They can make even the most bland photo look interesting.

Der zentrale Fotostream erinnert in seiner Aufmachung stark an Twitter oder Facebooks Newsfeed:

Once you take a picture and apply a filter (there’s also an option not to), the photo is shared into your Instagram Feed. From here, your friends on the site can “like” or comment on it. But another key to Instagram is that it’s just as easy to share these photos to other social networks — like Twitter, Facebook, and Flickr.

instagram-beispiel

Instagram ist durch die Konzentration auf den Stream mehr auf Sharing als auf Archivierung ausgelegt, wie auch Lifehacker feststellt:

[..]instead of something like Flickr, which acts as a repository for your photo collection, Instagram is an app from which you share the random photos you snap on your phone from day to day.

Om Malik sieht vor allem Potential durch die Konzentrierung auf den mobilen Einsatz:

Om says he bets that there’s an open opportunity to build a photo-sharing service that’s “designed from the ground up from the perspective of a mobile user” with “a more immersive, two-way service” as compared to the desktop.

Instagram zeigt uns darüber hinaus aber noch mehr:

Das Social-Startup-Pattern

Anhand (nicht nur aber beispielhaft besonders gut) von Instagram kann man ein neues Pattern beobachten, nach dem immer mehr Startups aufgebaut sind, so etwa ortsbasierte Dienste wie Foursquare, das immer beliebter werdende Quora, Shopping-Twitter Hollrr oder Blippy und weitere Startups wie etwa Piick.

Sie alle vereinen Merkmale, die man von Twitter und Facebooks Newsfeed kennt. (Facebook wiederum bediente sich seinerzeit intensiv beim später aufgekauften FriendFeed.)

Die Hauptmerkmale sind:

  1. Follower-Prinzip: Twitter hat das Abonnieren von Personen, das ich unter dem Begriff Follower-Prinzip zusammenfasse, populär gemacht. (Persönliche Abos waren auch vorher bereits etwa mit Blogs und RSS möglich.)
    Das Follower-Prinzip erlaubt asymmetrische Verknüpfungen, weil es kein reziprokes Hinzufügen voraussetzt. Im Gegensatz dazu arbeitet Facebook etwa mit symmetrischen Verbindungen. Beide Ansätze haben Vor- und Nachteile bzw. führen zu unterschiedlichen Nutzungszenarien. Instagram ist per default auf Asymmetrie eingestellt, kann aber auf ‘privat’ und damit auf symmetrische Verbindungen umgestellt werden. (Twitter bietet auf diese Weise ebenfalls beide Ansätze an.)
  2. Stream: Angezeigt werden chronologisch sortiert die Items derer, denen man folgt. Der Stream ist die Hauptanzeigeart.
  3. Ein-Klick-Geste und Kommentare: Die Stream-Items sind von den Followern oder Freunden, also den Kontakten, kommentierbar. Außerdem können sie mit der mittlerweile obligatorischen Ein-Klick-Geste belohnt werden: Like, Favorite, Love, etc. (Selbige bietet dann noch einmal die üblichen Möglichkeiten zur Neusortierung der Items auf diversen Ebenen.) Die Ein-Klick-Gesten und Kommentare werden im Stream bei den zugehörigen Items angezeigt und sind wiederrum für alle Kontakte des Item-Produzenten sichtbar.
  4. Share-Anknüpfung: Heute neu an den Start gehende Startups bringen für maximale Viralität die Möglichkeit mit, Links zu den Items mindestens an Facebook und Twitter zu schicken, wenn man das möchte. In der Regel sind das Per-Item-Optionen.

There you go. Das ist die aktuelle Grundausstattung von Webstartups, die man unter Social Media einordnen würde, wenn man den Begriff heute noch benutzen könnte.