Netzneutralität

Netzneutralität im Podcast: Drosselt die Telekom auch den Online-Handel?

05.05.2013

In der neuen Ausgabe von Exchanges sprechen wir die erste halbe Stunde darüber, warum der Niedergang der Netzneutralität schlecht für alle kleinen Onlinehändler, Blogs etc. sein würde.

Exciting Commerce: Exchanges #8: Drosselt die Telekom auch den Online-Handel?:

In der aktuellen Ausgabe der Exchanges Podcastreihe sprechen Jochen Krisch und Marcel Weiß über die Drosselungspläne der Telekom bei DSL-Anschlüssen und was das damit verbundene, von der Telekom vorangetriebene Ende der Netzneutralität für den Onlinehandel mittelfristig bedeuten kann, besonders für Händler, die nicht Amazon oder Zalando sind.

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“Drosselung” bei Telekom-Anschlüssen meint Reduzierung auf im besten Fall 2,4% der Geschwindigkeit

23.04.2013

Sven Dietrich rechnet die künftige ‘Drosselung’ neuer Telekom-Verträge für ‘DSL’ auf pop64.de durch:

Ich kaufe 16.000 Kbit Internet und plötzlich habe ich nur noch 384 Kbit.

Mein gekauftes Produkt kann dann nur noch bei

Bei 16 Mbit/s: 75 GB nur noch 2,4% der Geschwindigkeit.

Bei 50 Mbit/s: 200 GB nur 0,77% der Geschwindigkeit.

Bei 100 Mbit/s: 300 GB nur 0,38% der Geschwindigkeit.

Bei 200 Mbit/s: 400 GB nur 0,19% der Geschwindigkeit.

Man sieht hier sehr schön: Das ist keine Drosselung, das ist kaputt.

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Telekom enteignen oder stark regulieren

23.04.2013

Christopher Lauer von den Piraten über die gestrige Nachricht, die Telekom führt eine Drosselung bei künftigen DSL-Verträgen ein und macht eine Ausnahme bei eigenen Angeboten:

Die privatwirtschaftlich organisierte Deutsche Telekom erbt vom ehemaligen Staatsunternehmen Deutsche Post das durch Steuergelder finanzierte Telefon- und Glasfasernetz. Das baut die Telekom nicht aus. Der Bedarf an breitbandigem Internet steigt aber. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Das Netz ausbauen oder den Mangel verwalten und zum Geschäftsmodell machen. Die Telekom hat sich für letzteres entschieden. Während uns Länder wie Südkorea bei der Geschwindigkeit längst abgehängt haben legt die Telekom für Deutschland den Rückwärtsgang ein.

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Telekom beendet Festnetzflatrates für Neuverträge und Netzneutralität

22.04.2013

Markus Beckedahl auf netzpolitik.org über die heutige Ankündigung der Telekom:

Neuverträge werden ab dem 2. Mai mit einer Drosselung bei bestimmten Volumina verkauft. Bei den üblichen DSL-Verträgen mit “bis zu” 16 Mbit/s wird ab 75 GB auf sechsfache ISDN-Geschwindigkeit gedrosselt, bei “bis zu”50 MBit/s ab 200 GB. Mit der gedrosselten Geschwindigkeit von 384 Kbit/s ist Internet nur noch anstrengend. 75 GB sind übrigens weniger als 10 Filme in HD schauen an Datendurchsatz benötigen, d.h. bei der Deutschen Telekom kann man im Standardtarif nur an jedem dritten Tag einen HD-Film bei der Konkurrenz anschauen.

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Spotifys europäischer Marsch gegen die Netzneutralität

24.01.2013

Als Ende Sommer 2012 Spotify eine Kooperation mit der Deutschen Telekom bekanntgab, in der ein Tarif vorgestellt wurde, bei dem das mobile Streaming über Spotify komplett inklusive ist, schrieb Jens Best:

Welche Daten über das Web transportiert werden, geht den Provider nichts an. Netzneutralität bedeutet, dass es deine Sache ist, ob du Texte, Musik, Video etc. mit einer Plattform oder mit Freunden austauschst. Die diskriminierungsfreie Übertragung aller Datenpakete unabhängig von Herkunft oder Ziel, Form oder Inhalt. Dies ist eine der wesentlichen Grundlagen für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Innovationskraft des Webs.

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Wikipedia unterstützt Verletzung der Netzneutralität

26.01.2012

So beginnt die Erosion der Netzneutralitätheise online:

In den kommenden Monaten schaltet der Mobilfunknetzbetreiber Orange in insgesamt 20 Ländern den Zugriff auf die mobilen Wikipedia-Seiten frei. Beim Abruf der Seiten fallen dann keine Datenübertragungskosten an.

Einzelnen Sites einen kostenfreien Zugriff zu erlauben, ist genau so eine Verletzung von Netzneutralität, wie für den Zugang zu trafficintensiven Sites, wie YouTube etwa, mehr zu Geld zu verlangen. Leider beschränkt man sich bei der Beschreibung von Netzneutralität immer auf letzteres Beispiel.

Der Mobilfunknetzanbieter Orange macht die mobile Wikipedia natürlich nicht aus Eigennutz kostenfrei:

Der Schritt ist nicht uneigennützig: “Die große Mehrheit unserer Kunden in Afrika nutzt Prepaid-Verträge und setzt SIM-Karten verschiedener Anbieter ein”, erklärt Orange-Sprecher Yann Kandelman.

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Bedeutung der Netzneutralität am Beispiel des elektrischen Stroms

12.07.2011

Kristian Köhntopps Analogie zur Netzneutralität macht zu Recht die Runde durch Blogs und Twitter:

Wie wäre es also, wenn eine Stromfirma Preise unterschiedlich festlegen könnte, je nachdem, was man mit dem gezogenen Strom macht. Kilowattstunden für den Betrieb von Fernsehern und Rechnern zum Beispiel könnte man teurer bepreisen als sagen wir Kilowattstunden zum Kochen oder zur Bereitung von Essen.

Irrsinn? Noch ja.

Andererseits ist es genau das, was man am Ende bekommt, wenn man sich nicht darum kümmert, die Netzneutralität zu erhalten.

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Die Regulierung der Netzneutralität ist so wichtig wie die der Finanzmärkte

31.05.2011

Eine bemerkenswerte, zumindest mir neue, Argumentation in der Netzneutralitätsdebatte ist die Aussage, Netzneutralität würde zwar von Bürgerrechtlern gefordert, aber ökonomisch begründbar sei sie nicht.

In einem aktuellen SZ-Artikel heißt es etwa:

Dauerhaften Rechtsfrieden an der Netzneutralitätsfront würde eine solche Lösung aber kaum sichern können. Das liegt daran, dass in Wahrheit zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen von Netzneutralität aufeinanderprallen, nämlich eine ökonomisch-wettbewerbsrechtliche und eine bürgerrechtliche.

Die Dichotomie ist das angeblich ökonomisch-wettbewerbsrechtlich sinnvolle Aufheben der Netzneutralität gegen die nur bürgerrechtlich begründbare Netzneutralität.

So einfach ist es nicht.…

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“Gegen Datenrassismus” statt “Pro Netzneutralität”

30.03.2011

Sascha Lobo über das deutschsprachige Internet..:

Das deutschsprachige Internet ist nicht links, es ist nicht progressiv, es ist nicht revolutionär – es ist dagegen. Das Netz hat sich zu einer dauerstampfenden Empörungsmaschine entwickelt, Neinsagen ist sexy, Neinschreien noch sexier. Positiv scheinendes Engagement muss unter Ironieverdacht gestellt werden, “Und alle so: Yeaahh!”.

..und seinen daran anschließenden Vorschlag einer diskursstrategischen Labelkorrektur zum Thema Netzneutralität:

Kurzfristig sollte man eventuell aus dem unaufhaltsamen Siegeszug des Dagegen im Web lernen und statt “Pro Netzneutralität” eine Bewegung “Gegen Datenrassismus” ins Leben rufen.

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Netzneutralität ist kein Wunschkonzert

16.08.2010

Ein zunehmendes Problem in der jetzt durch Google und Verizon entfachten Netzneutralitäts-Debatte, die praktisch sofort nach Europa schwappte und hierzulande zumindest in den Blogs jetzt verstärkt diskutiert wird, ist die schwammige Definition, die von einigen Diskutanten je nachdem umgeformt wird, was einem gerade noch so am aktuellen Web stört.

Anfang Juni versuchte Skype-Nutzer Martin Weigert auf netzwertig.com seinem Unmut über die neue Konzeption des mobilen Skype-Angebots, die auf simple Preisdifferenzierung setzte, mit der falschen Klassifizierung eines Bruchs der Netzneutralität eine größere Tragweite zu geben.…

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Warum Google bei mobiler Netzneutralität klein beigegeben hat

11.08.2010

Nach den gestrigen Hinweisen zu Texten über die Google-Verizon-Bekanntgabe muss ich heute noch auf die mit Abstand beste Analyse zum Thema hinweisen:

Why Google Became A Carrier-Humping, Net Neutrality Surrender Monkey

Ryan Singel hat für das Wired-Blog Epicenter die strategischen Zusammenhänge und damit die Motive von Google sehr gut analysiert. Eine Zusammenfassung:

Mobilfunk in den USA: In den USA sieht die Situation im Mobilfunk so aus, wie man sie hierzulande nur von einzelnen Mobiltelefonen wie dem iPhone kennt. Wer Mobiltelefon XY will, muss zum Netzanbieter gehen, der dieses Gerät exklusiv anbietet.…

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Facebook Zero verletzt Netzneutralität

20.05.2010

Interessanter Einwurf von Simon Nickel auf Twitter bezüglich Facebook Zero, der mobilen Facebook-Variante, die in einigen Ländern über die Netze der beteiligten Partner mobil ohne Datenkosten genutzt werden:

Ist das nicht auch Netzneutralität aufheben? Nur halt in andersrum?

Stimmt. Ist es.

Wikipedia definiert Netzneutralität wie folgt:

Netzneutralität ist eine Bezeichnung für die neutrale Datenübermittlung im Internet. Sie bedeutet, dass Zugangsanbieter (access provider) Datenpakete von und an ihre Kunden unverändert und gleichberechtigt übertragen, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.

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Die Bedeutung von Netzneutralität

28.04.2010

Sehr lesenswerter Artikel über Netzneutralität in der FAZ von Holger Schmidt, der mit einem drastischen und anschaulichen Beispiel einer Welt ohne Netzneutralität einsteigt:

Wer im Internet ausschließlich Seiten wie Amazon und Ebay aufsucht, zahlt 20 Euro im Monat. Für Facebook-Besuche verlangt der DSL-Anbieter 5 Euro extra. Der Besuch von Youtube ist untersagt, weil das Datenvolumen zu hoch ist. Die Apple-Nutzung ist ebenfalls verboten, da der Netzbetreiber einen eigenen Musikdienst betreibt, ebenso wie die Nutzung von Skype, weil damit das Telefongeschäft des Netzbetreibers kannibalisiert wird.

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Angriff auf Netzneutralität: Telekom will, dass Google zahlt

22.03.2010

Das Manager-Magazin berichtet:

Telekom-Chef René Obermann wagt den Konflikt mit Google: Künftig sollen Anbieter datenintensiver Internetinhalte Gebühren für die Nutzung der Telekom-Netze zahlen, fordete der Manager auf dem Investorentag des Bonner Unternehmens.

Wie bereits seit längerem von vielen vermutet, kommt das Thema Netzneutralität jetzt auf die deutsche Tagesordnung. Es war wirklich nur eine Frage der Zeit.

Man darf gespannt sein, wie schlecht die Berichterstattung in den deutschen googleverachtenden Medien ausfallen wird, wenn Netzneutralität immer mit “Google soll zahlen” verbunden sein wird.…

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