Archive for the tag:

Feeds filtern so einfach wie nie

Feeds remixen, filtern, mashuppen (Denglisch galore!) kann man mit Yahoo! pipes alles machen. Das Problem ist nur, dass man für einfache Aufgaben den großen Funktionsumfang von Yahoo! Pipes nicht benötigt. Für viele dürften die Pipes außerdem zu kompliziert zu handhaben sein.

Vor einem reichlichen Jahr hatte ich in einem Artikel Schritt für Schritt erklärt wie man sehr leicht Feeds mit Feedrinse filtern kann. Mit Feedrinse lassen sich die meisten Aufgaben in diesem Feld erledigen. Ich setze es noch heute regelmäßig ein. Es ist geht schnell und ist einfach.

Es geht aber noch einfacher: FiltermyRSS. Kein Account nötig, einfach Feedadresse copy&pasten, Keywords eingeben und festlegen, wo auf die Keywords zu achten ist (Text, Titel oder Kategorie), und schon hat man seinen gefilterten Feed. Einfacher wird’s nicht:

filtermyrss

Nachteil: Man hat nochmal ein bisschen weniger Möglichkeiten als bei Diensten wie Feedrinse: Mit FiltermyRSS kann man nur Keyword-Whitelists anlegen, aber keine Blacklists. Auch nach Autor kann man nicht filtern.

FiltermyRSS

RSS-Tools und der Feedreader

Mit RSS-Feeds kann man sehr viel mehr machen als einfach nur schnöde zu abonnieren:

  • letzte Woche ging Feedbuddy durch die deutschen Blogs (bspsweise hier). Simple, trotzdem recht nette Geschichte: Man lädt seine OPML-Datei mit den exportierten Feeds hoch. Anschließend werden diese mit den Feeds der anderen Nutzer verglichen. Je mehr Übereinstimmungen, desto mehr Buddy, Marke Feed. Einer dieser Webdienste, die förmlich schreien ‘Ich würde mich auch gut auf Facebook machen!’
    Feedbuddyde
  • AideRSS kommt dagegen schon etwas raffinierter daher: Man gibt einen Feed ein, dessen Posts werden analysiert und wieder ausgegeben. Die Posts werden aufgrund diverser Kategorien gewichtet: Kommentare, Diggs, Links auf del.icio.us usw. Im Idealfall bekommt man also die ‘Topposts’ ausgegeben, die man dann wiederrum abonnieren kann.
    Für deutsche Feeds scheint das aber nicht zu funktionieren. Auf der einen Seite würden, klar, yigg und mr-wong mehr Sinn ergeben. Aber auch die Kommentare werden nicht analysiert und einbezogen. Da gibt’s wohl technische Probleme. Schade. Trotzdem interessantes, vielversprechendes Konzept, das man im Auge behalten sollte. Siehe für mehr das Review auf read/write web
    AideRSS
  • Des weiteren empfehle ich zur allgemeinen Lektüre meinen Artikel zum Remixen und Filtern von Feeds

Bei all diesen Tools frage ich mich, warum das noch niemand in einen webbasierten Feedreader eingebaut hat. Es gab da zwar mal der Ansatz eines sozialen Feedreaders, der in Dtl gebaut wird (und dessen Name ich vergessen habe). Aber der war nicht sonderlich überzeugend damals, stand aber auch noch am Anfang seiner Entwicklung.

Anywhoo, ein Feedreader mit eingebauter Filterfunktion der Feeds. Gar einer Funktion, nur die Toppostings eines oder aller Feeds anzuzeigen, wenn man wenig Zeit hat. Und als Sahnehäubchen noch die Möglichkeit auf Grundlage der eigenen Feed-Abonnements, Gleichgesinnte finden zu können.
Das verbunden mit einer vernünftigen Umsetzung der Grundfunktionen und man hätte tatsächlich eine Möglichkeit sich auch gegen Monster wie den GoogleReader zu behaupten.

Falls es etwas in der Richtung gibt oder jemand mir sagen kann, wie der deutsche social Feedreader hieß: bitte in den Kommentaren mitteilen. Danke, sehr liebenswert und so!

[tags]rss, feeds[/tags]

Feeds effizient managen: Pimp my GoogleReader

Dieser Artikel ist Teil 3 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 1:
Wie ich über 300 Feeds lese
Teil 2: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden

 

googlereader-logoZugegeben, die Überschrift zu diesem Artikel ist ziemlich ausgelutscht und nicht sonderlich witzig. Aber mir wollte nichts Besseres einfallen. So, und jetzt Fuchsschwänze raus und an den Monitor gepappt!

 

Grundsätzliches

GoogleReader nutze ich erst seit einigen Monaten. Vorher war ich mit Netvibes allein ganz zufrieden. Aber irgendwann bei 250 Feeds und über 10 Tabs merkte ich, das geht so nicht mehr. Also habe ich mir noch einmal den GoogleReader angeschaut, von dem so viele RSS-Poweruser schwärmen. Und nach einer kurzen Aufwärmphase habe ich nicht mehr zurückgeschaut.

Was ist das Besondere am GoogleReader?

Zunächst mal ist es der einzige mir bekannte Feedreader, bei dem man seine Feeds anhand von Tags und nicht in Ordnern (bzw. Tabs) sortieren kann. Das hat diverse Vorteile. Mehr dazu weiter unten.

Kurzer Einschub: Nicht verwirren lassen, bei GoogleReader bedeuten Ordner und Tags das Gleiche. Mal wird von Tags, mal von Ordnern geredet, das ist leider unnötig verwirrend.

Zum Anderen ist es ein Feedreader, der den eigenen Bedürfnissen sehr leicht angepasst werden kann, da er viele verschiedene Nutzungsweisen unterstützt. Auch dazu gleich mehr.

Nebenbei: Ich bevorzuge außerdem grundsätzlich webbasierte Feedreader gegenüber Desktopprogrammen, da sie mir die Freiheit geben, unabhängig vom Rechner vor mir meine Feeds zu lesen. Überall wo ich Internetzugang habe, habe ich auch Zugang zu meinen Feeds.

 

Umsortieren von Feeds

Allerdings ist nicht alles toll und glänzend beim GoogleReader. In den Kommentaren zu meinem Vielefeedslesen-Artikel wurde ich gefragt, wie man denn bei GoogleReader abonnierte Feeds umsortiert. Noch interessanter wird’s, wenn man einen Tag/Ordner umbenennen will. Das kann da leider etwas kniffelig sein.

Googlereader-feedsettings Feedabos einzeln umzusortieren ist noch relativ einfach. Oben rechts findet man den Button “Feed settings”. Dort kann man unter anderem den Feed umsortieren. Dazu klickt man den Ordner an, in dem man den Feed künftig vorfinden will. Daraufhin wird der Feed zusätzlich in dem neuen Ordner aufgeführt. Wenn man jetzt bei dem Feed in den Feedsettings den alten Ordner löscht, ist der Feed umsortiert.

Mehrere Gruppen von Feeds können auch gleichzeitig umsortiert werden. Dazu analog die im Folgenden erklärte Vorgehensweise nutzen.

 

 

Umbenennen von Tags und Ordnern

Etwas komplizierter wird es, wenn man einen mit Abos gefüllten Ordner/Tag umbenennen will. Dazu geht man ganz oben auf Settings. Hier findet man jetzt alle abonnierten Feeds vor. Will man nun einen Ordner umbenennen, gibt man dessen Name in die Suchmaske ein. Dadurch werden alle Feeds in diesem Ordner angezeigt (Vorsicht: wenn der Ordnername komplett in einem anderen Ordner nochmal vorkommt, werden auch dessen Feeds angezeigt, das Gleiche gilt für Feednamen und URLs. Man sollte also besser kurz über die Liste drüberschauen.).

Jetzt geht man bei einen der Feeds auf den ‘Change Folder’-Button und im Dropdown-Menü auf ‘New Folder’. Dort gibt man den neuen Namen für den Ordner ein.

Anschließend wählt man alle Feeds aus, welche sich im umzubenennenden Ordner befinden (entweder ‘all x subscriptions’ oben links auswählen oder per Hand das Häkchen setzen). Nun geht man auf das Dropdown-Menü ‘more actions..’ oben in der Mitte und wählt den neuen, eben angelegten Tag/Ordner unter ‘add tag..’ aus. Jetzt sind alle ausgewählten Feeds im neuen und im alten Ordner abgelegt.

Um die Feeds aus dem alten Ordner zu entfernen, geht man wieder auf das Dropdown-Menü ‘more actions…’ und scrollt dort bis zum Punkt ‘remove tags’. Dort findet man alle mit den ausgewählten Feeds assoziierten Tags. Den gewünschten Ordner bzw. Tag nun entfernen. Wenn dem Ordner keine Feeds mehr zugeordnet sind, wird er automatisch im GoogleReader nicht mehr angezeigt und ist damit gelöscht.

Googlereader-settings

 

Ja, ich weiß, dass das umständlich ist. Hat man aber einmal die Arbeitsweise dahinter verstanden, gehen auch solche Aufräumarbeiten recht schnell von der Hand. Hat man außerdem einmal sein eigenes System von Feeds zurechtgebastelt, sind solche Arbeiten eher die Seltenheit. Außerdem: Hat man einmal diesen Hindernisparcour absolviert, wird man mit einem sehr effizienten Feedreader belohnt.

 

Ordnerwahnsinn, der River of News und Shortcuts

Als ich hier von 9 und mehr Ordnern sprach, in denen ich meine Feeds einordne, wurde das an mancher Stelle als zu kleinteilig und an anderer Stelle ich sogar als Ordnungsfanatiker bezeichnet (Ha! Wer sowas sagt, hat noch nie das Innere meiner Wohnung erblickt). Ich werde jetzt nochmal etwas näher darauf eingehen, warum ich soviele Ordner nutze.

Zunächst möchte ich aber nochmal darauf hinweisen, dass das hier alles nur Empfehlungen dazu sind, wie man es machen könnte. Jeder muss sein eigenes System finden. Das nebenbei von ganz allein kommt, wenn man viele Feeds liest und etwa Experimentierfreude und den Willen zu ein wenig Effizienz an den Tag legt. Weiter mit den Ordnern:

GoogleReader eröffnet Einem verschiedene Möglichkeiten, seine Feeds zu lesen. Man kann jeden Feed einzeln lesen oder sich alle Artikel eines Ordners oder gar die Artikel aller abonnierten Feeds anzeigen lassen. Man kann zwischen einer Expanded View (Artikelansicht) und einer List View (Artikelüberschriften) wählen. Man kann sich alle Artikel anzeigen lassen, oder nur die ungelesenen.

Ich habe meinen GoogleReader so eingestellt, dass er alle ungelesenen Artikel eines Ordners in der Artikelansicht anzeigt. Bei Start des GoogleReaders werden automatisch die Artikel meines Priorität1-Ordners geladen.

Jeder Ordner fungiert also für mich quasi als großer Monsterfeed. Deswegen habe ich auch soviele Ordner und bin vielleicht ein wenig versessen darauf, die Einordnung der Feeds in den Ordnern aktuell zu halten. Mit der Aktualität der Einordnung steht und fällt die Nützlichkeit meiner Monsterfeeds. Ab und an lese ich allerdings auch einzelne Blogs. Je nach Stimmung eben. Immer öffne ich aber in der Artikelansicht und all unread items.

Jetzt kommt eine der wirklichen Stärken des GoogleReaders zum Tragen: Tastatur-Shortcuts . Ich lese den angezeigten Artikel und wenn ich fertig bin, klicke ich auf ‘j’ und springe damit zum nächsten Artikel. Falls der Artikel über den Monitorplatz hinaus geht, scrolle ich mit der Leertaste runter.

Hier zeigt sich auch an einem schönen, kleinen Beispiel, wie durchdacht der GoogleReader in kleinen Details sein kann: Versucht mal ohne auf die Tastatur zu schauen, mit ‘j’ die im GoogleReader am häufigsten genutzte Taste zu finden. Das ist eine von den zwei blind auffindbaren Tasten auf einer Standardtastatur..

Mittlerweile wurden die Shortcuts ‘j’ für das nächste item und ‘k’ für das vorhergehende auch von vielen anderen Webapplikationen übernommen.

Hier findet man eine übersichtliche (englische) Liste aller Shortcuts. Je nach Nutzungsweise können verschiedene Shortcuts wichtig sein. Die für mich wichtigsten Shortcuts:

  • ‘j’ nächster Artikel, ‘k’ vorhergehender Artikel
  • Leertaste für Scrollen nach unten, Leertaste + Shift für Scrollen nach oben
  • Shift + s um den ausgewählten Artikel im Linkblog zu sharen (gleich dazu mehr)
  • ‘l’ (für label) um den ausgewählten Artikel zu taggen

 

Tagging galore

Und damit sind wir auch schon bei der nächsten großen Stärke des GoogleReaders. Im Gegensatz zu anderen Feedreadern wird hier alles (trotz der verwirrenden Benennungen im Reader selbst) in Tags statt Ordnern organisiert. Wer einen Onlinebookmarking-Dienst wie del.icio.us oder mister-wong nutzt, weiß bereits um die Vorteile von Tags gegenüber Ordnern:

Tags ermöglichen das Verschlagworten in mehreren Dimensionen. Während Ordner im Grunde Tags mit der Beschränkung 1 Tag pro vertaggtes Item sind. Wie kann man das nun bei einem Feedreader nutzen?

Ich hatte im ersten Teil dieser Reihe erklärt, dass ich alle meine Feeds nach Prioritäten geordnet habe. Nun ist diese Einordnung zwar das Wichtigste an meinem System aber wie ich auch dort schon erwähnte nur die halbe Wahrheit. Ich nutze im GoogleReader nämlich auch die Möglichkeit, einige Feeds neben der Priorisierung auch in thematischen Ordnern zu sortieren.

Da zum Beispiel aktuell das Social Network Facebook und dessen Öffnung für Drittanbieter eines der heißesten Themen für mich ist, habe ich Blogs, die sich nur mit Facebook beschäftigen, neben der Einordnung in Prio2 und Prio3 auch in einem separaten Facebookordner eingeordnet. Wenn jetzt zum Beispiel der Facebookserverpark abbrennt oder FB-CEO Mark Zuckerberg in der Nase bohrt, kann ich jeden Aspekt davon sofort im Facebook-Ordner nachlesen. Ist alles aber Business as usual finde ich die Feeds dort, wo ich sie der allgemeinen Priorität nach eingeordnet habe. Ähnlich mache ich das mit den wichtigsten deutschsprachigen Blogs die zum einen mit den ganzen US-Blogs auf die Prio-Ordner verteilt sind, zum anderen in einem extra Ordner auch gesammelt auf mich warten. Die Grenze hier ist wirklich nur die eigene Imagination.

Zusätzlich kann man auch einzelne Artikel taggen, um sie später wiederzufinden zum Beispiel. Ich nutze das Tag ‘l’ (weniger Buchstaben sparen Zeit..) um längere Artikel für späteres Lesen zu speichern, was man aber auch mit starring machen kann (eine Art Favoritensystem). Mit ‘fnn’ tagge ich Dinge, über die ich eventuell auf neunetz.com schreiben werde.

Damit aber nicht genug: Unter Settings -> Tags kann man für jedes Tag ‘private’ (voreingestellt) oder ‘public’ einstellen. Stellt man ein Tag auf public, wird für dieses Tag ein Feed erzeugt, den wiederrum andere wieder abonnieren können. Man kann also so unzählige, spezielle Linkblogs ausgeben.

 

Linkblogs mit GoogleReader shared items

GoogleReader hat aber auch von Haus aus einen eingebauten Linkblog, so dass man nicht über den Umweg der einzelnen Tags gehen muss. Wie bereits beschrieben, werden ausgewählte Artikel mit Shift + s automatisch im Linkblog gespeichert und dort geshart. Das bekannteste Linkblog dürfte, das Linkblog von Robert Scoble sein. Vorsicht, kommt mit unmenschlich hohem Output.

Sowohl die Linkblogs als auch die Tagfeeds geben den in den jeweiligen Feeds befindlichen Content komplett wieder. Im Zweifelsfall also die kompletten Artikel. Das ist sicher nicht unproblematisch in Hinblick auf das Urheberrecht. Da die Artikel auch in diesen Linkblogfeeds aber ganz normal zu den Originalquellen linken, sehe ich für mich persönlich und meine neunetz.com-Artikel da aktuell kein größeres Problem drin.

 

GoogleReader mit Firefox-Addons verbessern

Wenn es eine Regel im Netz gibt, dann diese: Keine Webapplikation ist so gut, dass sie nicht mit Firefox-Addons noch besser werden kann. Und das trifft natürlich auch hier zu.

Better GReader

Das hier schon mal erwähnte Better GReader ist ein Firefox-Addon von Gina Trapani, ihres Zeichens Chefredakteurin des großartigen Lifehackers. Sie hat damit mehrere Greasemonkeyskripte zusammengeführt. Folgendes wurde verbessert:

  • GoogleReader Oberfläche: Es wird mehr Platz für die eigentlichen Artikel geschaffen.
  • Der Vorgang des Abonnierens: Normalerweise zwingt einen Google beim Abonnieren zwischen iGoogle und GReader zu entscheiden. Unnötiger zusätzlicher Klick. Wurde entfernt.
    BetterGreader-abonniertAußerdem wird auf jeder angesurften Seite oben rechts ein Feedicon angezeigt, über das man die Feeds der Seite auswählen und abonnieren kann. Praktisch für Vielabonnierer: Mit einem Häkchen werden schon abonnierte Seiten erkennbar.

 

Fuller Screen

Wenn ich in Feedlesmodus gehe, mutiere ich nicht nur zum eine Taste die ganze Zeit drückenden, leicht verrückt wirkenden Freak. Nein, ich gehe mit Fuller Screen auch in einen richtigen Fullscreenmodus, und nicht in diese abgespeckte Fullscreenmöchtegernvariante, die Firefox von Haus aus mitbringt. Für maximales Lesen mit minimalem Scrollen.

Google Reader Gears Search

Das hier schonmal vorgestellte Google Reader Gears Search ergänzt GoogleReader um eine Suche. Voraussetzung: Man muss Google Gears installiert und mindestens einmal eingesetzt haben.

Navigate anything like Bloglines

Der Autor von Navigate anything like Bloglines weiß zwar wahrscheinlich nicht, dass die Shortcuts vom GoogleReaderteam eingeführt wurden, hat dafür aber was sehr Sinnvolles mit diesem Greasemonkeyskript erstellt: Damit kann man auf Seiten, wie zum Beispiel Foren, mittels ‘j’ und ‘k’ vor- und zurücknavigieren. Klingt für GoogleReader- oder Bloglinesanfänger albern, für Poweruser dieser Reader aber wie eine Offenbarung (in Verbindung mit einem leisen Kichern und einem “Bin ich also nicht der Einzige der auf anderen Seiten versehentlich ‘j’ drückt”-Gemurmel).

 

Weitere Vor- und Nachteile

Pro

Es ist Google. Die Google-Serverpower und die Architektur des GoogleReader allgemein lässt ihn auch mit vielen Feeds noch sehr flüssig agieren. Downtime ist selten, kommt aber vor. So wie diese Woche erst wieder geschehen. Dafür ist GoogleReader der zur Zeit einzige webbasierte Feedreader den man notfalls mit Google Gears auch offline lesen kann. Was Ausfälle angeht, ist man nichtsdestotrotz mit Google auf einer Seite, die sicherer kaum sein könnte.

Contra

Es ist Google. Die Krake, die überall im Netz ist und alles über Einen wissen will. Eine Diskussion dazu würde jetzt hier den Rahmen dieses sowieso schon wieder viel zu langen Artikels sprengen.

Ich für mich aber habe es abgewogen und bin zu dem Schluss gekommen, dass mir das Feedlesen zu wichtig ist, als dass ich den zweitbesten Feedreader verwenden würde. Und der Beste zur Zeit ist nun mal der GoogleReader.

 

Now you

Ich habe versucht, hier alles abzudecken, was ich in Bezug auf den GoogleReader als wichtig empfinde. Habe ich etwas vergessen oder ungerechtfertigt unter den Tisch fallen lassen? Bitte in den Kommentaren ergänzen. Auch mögliche, weitere Kontrapunkte würden mich interessieren.

 

weitere Links zur Nutzung des GoogleReaders

mobile Version von GoogleReader

Deutsch:

aktuelle GoogleReader-News beim Googlewatchblog

Englisch:

Komplette Liste der Shortcuts mit Erklärungen was genau sie bewirken

Lifehacker: Einige noch tiefer gehende Tipps zu Shortcuts usw.

Lifehack.org: 10 Tipps zum Feedmanagement mit GoogleReader. Deckt sich größtenteils mit meinen Tipps.

Schon in Teil 1 verlinkt, hier aber nochmal: Video, in dem Robert Scoble erklärt, wie er mit GoogleReader täglich durch 600 Feeds geht. Kurzfassung: j,j,j,j,j,j,j,j

offizielles GoogleReader-Blog: GoogleReader auf dem Fernseher via Nintendo Wii

Google Reader FAQ

itligenz: Regulating your ‘River of Information’

[tags]rss, GoogleReader, tipps[/tags]

Feeds effizient managen: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden

Dieser Artikel ist Teil 2 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 1: Wie ich über 300 Feeds lese
Teil 3: Pimp my GoogleReader

In den Kommentaren zum Artikel über Feedmanagement kamen wir darauf zu sprechen, dass es doch eigentlich ganz praktisch wäre, wenn man schnell und einfach aus dem Feedreader einzelne Artikel für späteres Lesen oder zum Archivieren bookmarken kann.

Vorausgesetzt man nutzt einen der großen webbasierten Newsreader und als Browser Firefox (was die Mehrzahl der Leser hier tun), kann man direkt aus dem Reader zumindest zum Bookmarkingdienst del.icio.us und zu Ma.gnolia leicht abspeichern. And here is how:

 

Vorgehen

Falls man es noch nicht nutzt, muss man sich zunächst das Greasemonkeyaddon für Firefox von hier installieren. Greasemonkey ist ein Addon mit dem man selbstgeschriebenes Javascript auf Seiten ausführen kann. Nach der Installation startet man Firefox neu. Jetzt kann man den hier angegebenen Links folgen und die jeweiligen Skripte installieren. Fertig.

 

Google Reader

GoogleReader to del.icio.us

Unten rechts nach jedem Artikel wird zusätzlich ein ‘Add to del.icio.us’ Link angezeigt. Die dem Feed bereits zugeteilten Ordner/Tags sind bereits als Tags vorgetragen. Notfalls kann man weitere bzw. neue Tags eintragen.

GoogleReader to Ma.gnolia

Laut Autor eine Portierung des del.icio.us-Skriptes. Mangels Account kann ich das jetzt nicht testen. Wenn Ma.gnolia User anwesend, bitte in den Kommentaren posten ob es funktioniert. Funktioniert. Danke, Carsten.

Netvibes

netvibes to del.icio.us

Nach dem Installieren gibt man den del.icio.us-Namen und den Tag, unter dem man speichern will, an. Anschließend findet man auf Netvibes neben den Überschriften der Artikel das del.icio.us-Zeichen. Ein Klick auf das Logo speichert den Artikel auf del.icio.us.

Die Auswahlmöglichkeiten sind beschränkt, aber dafür bekommt man das Abspeichern mit einem Klick -einfacher und schneller geht’s nicht.

Bloglines

Bloglines to del.icio.us

Fügt laut Autor einen “Post to Del.icio.us”-Link unter jeden Artikel auf Bloglines hinzu. Mangels Bloglines-Account (zumindest finde ich meine Logindaten nicht mehr auf Anhieb) kann ich nicht bestätigen, ob das Skript einwandfrei funktioniert. Ich gehe aber mal von funktionsfähig aus bei über 1300 Installationen des Skripts.

 

Wer jetzt noch ein Wordpress-Blog sein eigen nennt und in die Sidebar auf einfache Weise eine Linkliste zu aktuellen Artikeln von anderen Blogs einbinden will, kann das leicht mit einem Tagfeed und dem WP-RSS-Import-Plugin von Bueltge bewerkstelligen.

Weitere Möglichkeiten, wie man einfach Feedreader und Bookmarking verbinden kann, bitte in den Kommentaren posten.

 

Ausblick

Morgen werde ich noch einmal etwas ausführlicher auf die vielen Möglichkeiten eingehen, die der GoogleReader bietet. Außerdem werde ich ein paar Tipps geben, wie man die Nutzung des GoogleReaders zusätzlich noch verbessern kann.

[tags]GoogleReader, Netvibes, Bloglines, Firefox, rss, tipps[/tags]

Wie ich über 300 Feeds lese

multimonitor
Muss. Alles. Lesen. (Foto: totalAldo )

Dieser Artikel ist Teil 1 von 3 der Reihe “Feeds effizient managen”.
Teil 2: Feedreader und Onlinebookmarking verbinden
Teil 3: Pimp my GoogleReader

Ich habe zur Zeit irgendwas um die 350 Feeds abonniert. Und ich bin noch am Munterweiterabonnieren.

Wenn man bedenkt, dass Robert Basic nach eigener Aussage um die 100 Feeds abonniert hat, kommen einem über 300 Feeds sicher viel vor. Und wenn man dann noch dazu nimmt, dass andere deutsche Topblogger im Büro RSS gar nicht erst benutzen , es gar nur anfassen wenn sie unterwegs sind*, dann fragt man sich wie um Himmelswillen kann jemand soviele Feeds verarbeiten und vor allem warum**.

Das fragt allerdings aber auch nur, wer nicht weiß, dass der berühmte US-Blogger Robert Scoble zum Beispiel über 600 Feeds abonniert hat . Die menschliche Schmerzgrenze liegt also höher als der gemeine Feedkonsument annimmt. Da ist noch Luft nach oben, da sind die Unterschiede zwischen den Feedlesern doch frappierend.

[Knoff-Hoff-Show-Moderator] Nun, warum ist das so? [/Knoff-Hoff-Show-Moderator]

Ganz einfach:
1. Das A und O für ungehemmtes Feedkonsumieren ist ein vernünftiges Feedmanagement und
2. der folgende Gedanke:

Ich muss das nicht alles lesen, wenn ich nicht will.

Aber fangen wir vorn an.

 

Feedmanagement

Es wurde schon an vielen Stellen darüber geschrieben: Ordner. Feeds gehören in verschiedene nach Prioritäten gestaffelte Ordner .

Meine Ordner sehen in etwa wie folgt aus:

  • Prio1: Täglich. Die wichtigsten Blogs. Deckt sich ca. zu 2/3 mit den Blogs, die man rechts in der Blogroll findet.
  • Prio2: Ebenfalls wichtige Blogs. Sind aber keine Mustreads mehr.
  • Prio3: Nicht mehr ganz so wichtige Blogs. Werden trotzdem regelmäßig gelesen.
  • Prio4: Ab jetzt wird nur noch gelesen, wenn ich wirklich Zeit und Muse habe. Hier landen auch Feeds mit hohem Output und dementsprechender oft ungünstiger Signal-Noise-Ratio. Scobles Linkblog zum Beispiel. Auch wenn ich hier oft täglich reinschau, weiß ich, dass ich nichts Wesentliches verpass, wenn ich das mal nicht tu.
  • Das Prinzip dürfte jetzt klar sein. Die Ordner gehen runter bis auf prio9. Zwei spezielle Ordner habe ich zusätzlich noch:
  • ego-search: Diverse Feeds, mit denen ich verfolge wer im Web was über neunetz.com und andere Projekte von mir zu sagen hat. Wie man schnell und einfach ein Monitoring einrichtet, habe ich hier beschrieben.
  • Quarantäne : Neue Feedabos landen in der Regel hier und müssen sich für mindestens 2 oder mehr Wochen bewähren. Da Blogger auch eine Woche mal schwächeln können, sollte man ihnen eine gewisse Bewährungszeit gönnen.

Da ich den Googlereader als Feedreader nutze, habe ich beim Benennen meiner Ordner darauf geachtet, dass die alphabetische Sortierung die Ordner so anordnet, wie ich mir das vorstelle (deshalb die Zahlen 1-9, wer mehr Ordner braucht, kann eine 0 vor die 1 setzen oder nach 9 mit 99 usw. weitermachen).

Googlereader hat einen weiteren Vorteil. Die Ordner fungieren gleichzeitig als Tags. Man kann also den abonnierten Feeds mehrere Tags, =Ordner, zuordnen, wenn man das will. Nützlich ist das zum Beispiel, um einige Feeds gleichzeitig nach Prioritäten _und_ Themen zu ordnen. So habe ich zum Beispiel auch einen Ordner ‘Deutsche Blogs’. Ca. 2/3 der Blogs, die ich lese sind englischsprachig, der übrige deutsche Rest verteilt sich neben ihnen über die verschiedenen Ordner. Will ich nun nur schnell lesen, was in Deutschland los ist, öffne ich diesen Ordner.

Warum ich das so mache: GoogleReader hat großartige Funktionen zum schnellen Feedlesen. Ich öffne oft immer alle ungelesenen Artikel eines Ordners und gehe dann durch die Artikel der Reihenfolge nach. Die hierfür nützlichen Shortcuts und weitere Tips zum GoogleReader findet man bei Lifehacker.

 

Einordnen von Blogs

Welches Blog will ich täglich lesen? Bei Welchem muss ich immer auf dem Laufenden sein?

Diese Fragen sind wichtig beim Einordnen der Blogs. Blogs zu Produktivität zum Beispiel, wie das deutsche imgriff oder die englischsprachigen Blogs lifehack oder Steve Pavlina muss man nicht täglich lesen, ja nicht mal wöchentlich. Es reicht auch, da alle 2 Wochen oder einmal im Monat durchzugehen.

Das ist wichtig: Du stellst Dir Deine Feeds selbst zusammen, Du entscheidest auch wann und ob Du sie liest. Du entscheidest selbst, mit welcher Frequenz Du welchen Feed liest. It’s that simple, really.

 

Nichts ist in Stein gemeißelt

Prinzipiell ist kein Blog im jeweiligen Ordner festgewachsen. Im Gegenteil: Ich verändere permanent die Verteilung je nach aktuellem Gemütszustand und Interessensentwicklung. Auch wenn ein Blog sich zum Schlechten entwickelt, z.B. massiv Off-topic-Postings veröffentlicht, kann es sich sehr schnell nach hinten verschieben. Man muss das Ganze als etwas Organisches sehen, das sich ständig verändert. Es bewegt sich in Abhängigkeit des geposteten Contents und der eigenen Interessenentwicklung.

Wenn man feststellt, dass die Artikel eines Blogs einem über Monate nichts bringen, sollte man auch keine Angst haben es zu löschen. Wenn das Blog wieder gut wird, wird man irgendwann in der Regel sowieso wieder drüber stolpern. Bevor ich aber lösche, verschiebe ich Feeds lieber innerhalb der Ordner. Zum Einen ist die Hemmschwelle hierfür geringer, was schneller zu einer optimaleren Verteilung der Feeds führt. Zum Anderen überlässt man es so nicht dem Zufall, Feeds wiederzufinden, die man schon mal entdeckt hat und die vielleicht nur einen temporären Durchhänger haben.

 

Noch mehr Möglichkeiten den eigenen Feedkonsum zu optimieren

  • Manchmal will man nur einen kleinen Teil von einem Feed lesen auf diesen aber nicht verzichten, der Rest aber nervt. Besonders bei Feeds von großen Newsseiten, die sich dabei gar nichts gedacht haben, kann das nerven. Für solche und andere Spezialfälle bietet es sich an Feeds zu remixen. Wie man Feeds auf einfache Art remixt, habe ich hier ausführlich beschrieben .

  • Nicht jedermanns Sache: Aber ich habe meine Feeds auf zwei Reader aufgeteilt mittlerweile. Bei Googlereader finde ich alle Techblogs. Alles was ich als nützlich und wichtig erachte. Auf Netvibes habe ich alle Blogs, die ich sonst noch so lese. Auf GoogleReader habe ich aktuell 266 Feedabonnements, auf Netvibes um die 100.
    Ich bilde mir ein, mit der Aufteilung Procrastination zu minimieren. Ich Naivling.

 

Feedreadervarianten

Es gibt verschiedene Varianten von Feedreadern. Welche man bevorzugt, ist hauptsächlich Geschmackssache.

Im River of news werden die Nachrichten chronologisch geordnet nach ihrem Veröffentlichungszeitpunkt angezeigt. In der Regel fängt man ‘oben’ bei den jüngsten Artikeln an. Diese Feedreader sind in der Regel klassisch dreigeteilt und erinnern an Emailprogramme. Die bekanntesten Webbasierten sind Bloglines und GoogleReader .

Meine persönliche Meinung ist, dass der GoogleReader der optimale Reader für exzessives Feedkonsumieren ist. Nicht umsonst nutzen wahre Newsfreaks wie Scoble und Gina Trapani von Lifehacker den GoogleReader und empfehlen ihn geradezu religiös weiter.

Seit geraumer Zeit verbreiten sich auch immer mehr grafische Feedreader, die mit speziellen Modulen noch sehr viel mehr können als nur Feeds darzustellen. Ihr Vorteil liegt daneben in einem gewissen Zeitungsfeeling, das sie beim Nutzer verbreiten. Die bekanntesten dürften Netvibes und Pageflakessein.

Eine Übersicht zu Feedreadern hier.

Eine Übersicht zu allem, was auch nur im Entferntesten mit RSS zu tun hat, findet man hier.

 

Und zum Abschluss nochmal, weil’s so wichtig ist:

! Ich muss das nicht alles lesen, wenn ich nicht will. !

‘Mark as read’ ist Dein Freund. Dein geduldiger, nachsichtiger, sehr kluger Freund, der mit Dir zusammen dem ‘x unread items’-Nerd den Stinkefinger zeigt. Und womit? Mit Recht.

Denn vergiss eins nicht: Wenn Du das (Luxus-)Problem hast, beim Feedlesen nicht hinterherzukommen, wenn Du das Wort ‘Informationoverkill’ jedes Jahr erneut zum Wort des Jahres wählen willst, dann liest Du jetzt schon mehr und weißt mehr als 90% der Restbevölkerung. Unabhängig davon, ob Du ab und an es mal schleifen lässt und einfach, you know, rausgehst.

Auch hier kann ich den GoogleReader nur loben. Der zählt unread items nämlich nur bis 100+. Mehr muss man auch nicht wissen und sehen.

Zusätzlich helfen auch Aggregatoren wie Rivva und Blogscout in Deutschland, einen schnellen Überblick über das Geschehen zu behalten. Je nach Interessenlage sind im englischsprachigen Raum Techmeme und seine Schwesterseiten unerlässlich.

Für alles andere gibt’s Google News. (Habe auch von bizarren Augenzeugenberichten gehört, in denen Papiererzeugnisse erwähnt werden. Kann das aber nicht verifizieren.)

 

Slowing down once in a while ain’t the worst idea ever. Zwingt einen ja niemand.

 

weitere Seiten zum effizienten Organisieren des Feedreaders

Robert Scoble erklärt in einem Videointerview, wie er seine 600+ Feeds liest .

imgriff erklärt wie man den RSS-Reader ausmistet und ordnet

 

Willkommen in der Informationsgesellschaft! :)

 

 

—-
*ernsthaft, werden, statt den Newsticker im Auge zu behalten, heute die Nachrichtenagenturen beim Handelsblatt persönlich angerufen? Weil man die Stimmen der Nachrichtenagenturmitarbeiter (stehen in diesem äußerst hinkenden Vergleich für das Design der Seiten) so gern hört?

** Weil ich es kann.

[tags]rss, tipps[/tags]

Feeds remixen - Mumpitzpostings filter ich mir weg

Bäh, Informationoverkill!

Hier beschwert sich jemand (unter Anderem) über Robert Basics Postingfrequenz und Rene von Nerdcore fragt dort, ob er seinen Lesern zur Zeit zu viele Postings in kurzer Zeit zumutet.

Nicht immer, aber manchmal, wenn man sich als Leser von dem einen oder anderen Beitrag in einem Blog belästigt fühlt, den Rest des Blogs aber nicht missen mag, ergibt es Sinn, diesen Feed selbst zu remixen (Und ja, Freunde des legeren Sprachgebrauchs: ergibt, ergibt, ergibt).
Während sich das bei Nerdcore schwierig gestalten würde, kann man leicht bei Basicthinking den Großteil der Offtopicpostings ausfiltern, wenn man das möchte.

Abhilfe

Es gibt mittlerweile einige Dienste, die sich hierfür anbieten. Mit diesen Diensten kann man Feeds auf verschiedene Weisen bearbeiten, filtern oder mit anderen mischen und anschließend wieder ausgeben um sie im Reader zu abonnieren. Über Yahoo! Pipes habe ich hier bereits einmal geschrieben (Janko Röttgers hat über die Pipes auch einen lesenswerten Artikel für die neue De:bug verfasst). Einigen mag dieser äußerst mächtige Dienst zum Bearbeiten von Feeds aber vielleicht zu kompliziert sein. Für solche gibt es auch noch einfachere Dienste. Feedrinse zum Beispiel.

Feedrinse an einem Beispiel

Im Folgenden zeige ich am Beispiel vom BasicThinking-Feed den Einsatz von Feedrinse .

Nachdem man sich einen Account zugelegt hat, importiert man sich den oder die zu filternden Feeds.
Jetzt kann man bei jedem Feed unzählige Filter vergeben. Wörter, die in einem Posting,Tag oder Titel vertreten sein sollen oder Wörter die in besagten Bestandteilen nicht vertreten sein sollen. Man kann hier unzählige Filterkombinationen recht einfach aneinanderreihen. Beim Basicthinkingfeed habe ich zum Beispiel unter anderem folgende Wörter rausgefiltert: night,video und Musik. Weiterhin habe ich die tags ‘Fun’ und ‘humor’ ausgefiltert. Alle Einträge, auf die diese Merkmale zutreffen, erscheinen im gefilterten Feed nicht mehr. Merkt man später, dass doch noch etwas durchrutscht, kann man die Filter später jederzeit anpassen und gegebenenfalls weitere hinzufügen.
Nachdem man mit den Filtern bei den einzelnen Feeds zufrieden ist, speichert man diese ab. Nun erzeugt man aus diesen Feeds sogenannte Channels. Channels sind nichts anderes als von Feedrinse ausgegebene Feeds, welche man dann im Feedreader seines Vertrauens abonnieren kann wie jeden anderen normalen Feed auch. Man kann einen Channel aus einem oder aus bis zu 500 Feeds zusammenstellen. Auch auf Channels kann man noch einmal Filter anwenden.

Anfangs lies ich beide Feeds, den gefilterten und den ungefilterten Basicthinking, nebeneinander her laufen in meinem Newsreader Netvibes und habe sie verglichen. Schnell ist mir da aufgefallen, das es nicht ganz perfekt lief: Das zunächst gefilterte Wort Fun führte zB dazu, dass Posts mit dem Wort ‘Funktion’ aussortiert wurden. Es werden also auch Wortteile ausgefiltert. Da Robert meist Fun als Tag setzt, hab ich dann Fun als Tag ausgefiltert. Anschließend habe ich ruhigen Gewissens den ungefilterten Feed gelöscht.

Nachteile von Feedrinse

Feedrinse ist sehr simpel gehalten und hat im Vergleich zu Yahoo! Pipes einige Einschränkungen. Soweit ich sehen kann, werden keine doppelten Posts aussortiert zum Beispiel. Man kann auch zwar bis zu 500 Feeds eingeben und filtern, aber nur 5 Channels, sprich Feeds, ausgeben. Man kann aber nichtsdestotrotz mit den relativ simplen Tools von Feedrinse eine Menge anstellen.

Basic filtered

Der gefilterte BasicThinking-Feed wäre hier . Wobei ich anmerken muss, hier auch noch Postings mit den Wörtern ’schnackeln’ und ‘bisserl’ rausgefiltert zu haben, weil mir deren exzessiver Gebrauch auf den Keks ging. :D
Für Vollständigkeitsfanatiker also nicht geeignet.

Weitere Remixdienste mit ähnlichen Funktionen

Feedshake: Auf den ersten Blick gleiche Features. Habe ich noch nicht getestet. Es scheint keine Beschränkungen bei der Anzahl der ein- und ausgegebenen Feeds zu geben.

Feedblendr: Aktuell gibt es bei Feedblendr lediglich die Möglichkeit, mehrere Feeds zu einem zusammenzuführen. Account erstellen ist nicht nötig, mit allen Vorteilen (schneller und unkomplizierter) und Nachteilen (später ist der Feed nicht mehr anpassbar) die damit kommen. Eignet sich für Egofeeds aus Technorati- und Googleblogsearchfeeds zum Beispiel.

und wie gesagt: Yahoo! Pipes für alles Denkbare und Undenkbare.

Happy remixing!

Bookmarklet für einfaches Erstellen gefilterter Feeds

Mit dem One Pipe-Bookmarklet für Firefox kann man auf einfachste Weise auf Stichworte gefilterte Feeds der aktuell geöffneten Seite erstellen. Vorausgesetzt natürlich die Seite bietet einen Feed an.

Das Ganze geht folgendermaßen:

  1. Zunächst zieht man den Link zum One Pipe-Bookmarklet auf die Lesezeichenleiste im Browser (wie hier beschrieben).
  2. Will man jetzt einen Feed filtern und abonnieren, geht man auf die entsprechende Seite und klickt auf das Bookmarklet.
  3. Es öffnet sich ein Eingabefeld, auf dem man die entsprechenden Stichwörter, die einen interessieren, eingibt.
  4. Anschließend werden die von der Seite angebotenen Feeds angezeigt (bei Blogs in der Regel die Feeds für Einträge und Kommentare). Man wählt den gewünschten Feed aus.
  5. Es öffnet sich eine grazr-Seite, auf der die neue Feedadresse und die Feedeinträge zur Kontrolle angezeigt werden.
  6. Fertig. Falls das Ergebnis überzeugt, kann man den so erstellten Feed im eigenen Feedreader des Vertrauens abonnieren.

 

Das Bookmarklet heißt übrigens One Pipe weil es im Hintergrund mit Yahoo! Pipes arbeitet.

(via lifehacker)

Tag:[tag]Yahoo Pipes, rss[/tag]

Googlebot gibt Feedabonnentenzahlen weiter und lässt damit einige Feedstatistiken regelrecht explodieren

Nachdem der Googlebot die Abonnentenzahlen weitergibt, können Dienste wie Feedburner nun auch die Anzahl der Feedabonnenten über Google Reader und Googles Personalized Homepage in ihren Feedstatistiken auswerten.

Während in deutschen Landen zum Beispiel bei BasicThinking zwar ein signifikanter Zuwachs zu verzeichnen ist, dieser aber noch im Rahmen liegt, sieht es in den USA teilweise aus wie _der_ feuchte Traum eines Bloggers.
Die Leserzahlen von Problogger.net wachsen (zum Teil) aufgrund diesen Umstands von 11000 auf 18000. Techcrunch wächst gar von vorher ca. 190.000 auf aktuell 261.000 Abonnenten. Und ein Blog über GoogleEarth kann einen Zuwachs von 1200 auf 90.000(!) Abonnenten verzeichnen.

Und was lernen wir daraus? Wieder einmal die Erkenntnis, dass man Google nicht unterschätzen sollte. Und dass es eine raffinierte Marketingstrategie ist, die Abonnentenzahlen erst übermitteln zu lassen, wenn das eigene Produkt relativ gut etabliert ist. Selbst wenn die Zahlen nur halb so hoch gewesen wären, wären die Blogger über den Zuwachs vor Freude im Dreieck gesprungen und hätten natur- und erwartungsgemäß darüber berichtet. Buzz ist unbezahlbar.

Tags:[tag]Google, rss[/tag]

Yahoo! Pipes - RSS-Mashup-Tool für Fortgeschrittene

Seit geraumer Zeit will ich einen Artikel mit einer Übersicht über Tools schreiben, mit denen man RSS-Feeds an eigene Bedürfnisse anpassen kann. Leider habe ich es noch nicht geschafft ihn fertigzustellen. Und jetzt bringt Yahoo! einen Service an den Start, der an Komplexität und Potential alle übrigen, eher consumerausgerichteten, Tools in den Schatten stellt.

Das gestern gestartete Yahoo! Pipes ist nicht nur der erste originelle Service im Yahoo!-Portfolio seit Langem, der nicht aufgekauft sondern selbst entwickelt wurde. Es handelt sich hier auch um ein RSS-Mashup-Tool mit dem mit bisher nicht gekannter Tiefe präzisieren kann, was genau man ausgegeben haben möchte.

Wie genau sieht Yahoo! Pipes nun aus?

Mit Yahoo! Pipes kann man auf einer schicken grafischen Oberfläche den Informationsfluß für den zu erstellenden Feed genau steuern (die Ausgabe ist auch per email oder sms möglich, letzteres bestimmt noch nur in US). Dabei gibt es verschiedene Module, mit denen man den Dateninput, die Reihenfolge, Filter und Ausgabe steuern kann. All das wird als Module dargestellt die man mit virtuellen Kabel verbindet. Als Elektronikmusiker musste ich an modulare Synthesizer denken (oder auch NIs Reaktorsoftware). Die grafische Lösung hilft sehr dabei, komplexe Vorgänge verständlich zu machen.

 

Vorteile und Nachteile

Die Komplexität bringt Vorteile und Nachteile für diesen Service. Denn die Handhabung ist trotz eines guten Interfaces nichts was man mal eben so nebenbei kurz nutzt. Für gewöhnliche Consumer dürfte Yahoo! Pipes deswegen uninteressant sein. Informations-Junkies (schuldig im Sinne der Anklage..), Problogger und Journalisten, kurz alle, die sich intensiv mit Informationsbeschaffung befassen, dürften aber beim Betrachten und Ausprobieren von Yahoo! Pipes Probleme mit feuchten Hosen und erhöhtem Speichelfluß bekommen. Es geht tief genug um ganz spezifische Anforderungen zu erfüllen, ist aber gleichzeitig weniger komplex als ‘richtiges’ Programmieren, da man zum Beispiel auch leicht bestehende Pipes anpassen kann.

Unabhängig der Tatsache, dass es noch recht früh ist, das zu sagen, aber ich denke: Das wird groß. Richtig groß. Und es wird die Art, wie die Netavantgarde das Netz nutzt noch mal ein paar sehr große Schritte nach vorn bringen.

Tim O’Reilly schreibt nicht umsonst:

Yahoo!’s new Pipes service is a milestone in the history of the internet.(..)
While it’s still a bit rough around the edges, it has enormous promise in turning the web into a programmable environment for everyone.(..)
This is something I’ve been waiting nearly ten years for.

(Aktuell (8.2.2007, 18:55Uhr) scheinen die Server dem Ansturm nicht mehr standhalten zu können. Yahoo! Pipes ist vorübergehend nicht zu erreichen.)

weitere darüber berichtende Blogs:
de:bug blog
read/write web
programmable web
Techcrunch
und dutzende weitere

Tags:[tag]Yahoo, Yahoo Pipes, mashups, rss[/tag]

Splashcast- Hosterunabhängige Mediasyndikation und gleichzeitig die spannendste Startupidee seit geraumer Zeit

Am besten beschreibt man Splashcast, wenn man es als einen Multimedia-Syndikation-Player/Service bezeichnet.
Da war es wieder, das böse M-Wort der alten New Economy: Multimedia.

Damals mehr Schall und Rauch als alles Andere, scheinen sich die ehemals leeren Versprechen heute einzulösen. Alles in einen Topf geworfen und Sie dürfen selbst umrühren, werte Damen und Herren. Denn, um es kurz zu machen:

Splashcast ist eine großartige Idee.

Splashcast sagen von sich selbst:

SplashCast is an easy to use, multi-file, mixed media embedable player that can have updates pushed to it by RSS.

How is this different from other services?

Plays multiple items in one player.
Plays more than just video, photos, audio and text are also supported.
Most important: players subscribed to a channel are updated by RSS when new shows are published.

Das heißt, man added schlicht alles Mögliche an Content, seien es Videos, Fotos, Blogtexte oder Audiofiles zu einer sogenannten ‘Show’ hinzu. Diese Show wird dann neben möglichen anderen Shows einem Channel zugeordnet, welcher wiederrum in Playerform, wie man sie von Youtube kennt, auf jede Webseite gepappt werden kannn, auf der Thirdparty-Code erlaubt ist.
Besser noch: Wenn man RSS-Feeds in die Shows aufnimmt, werden die Shows automatisch upgedated. Großartig. Man kann einen solchen Player auch als stets aktuelles Widget in die Blogsidebar zaubern.

Die Reihenfolge der abzuspielenden Contentbausteine kann man nach dem Hinzufügen anschließend noch per drag&drop einfach veränden (Wenn es sich nicht um einen RSS-Feed handelt). Oder man stellt auf Randomize.

Splashcastintroduction-Video

Menschliche Content-Filter und andere Einsatzmöglichkeiten

Unabhängig von den Seiten, auf den die Videos (oder die anderen Formen von Content) gehostet werden, kann man mit Splashcast seinen eigenen TV-Kanal erschaffen. Damit werden User bei der Distribution von jeder denkbaren Form von digitalem Conent zu denselben menschlichen Filtern, wie es bei Texten bereits die Blogger seit geraumer Zeit sind. Die Freiheit für den User ist hier besonders groß, da er nicht an eine Seite gebunden ist. Der Vorteil gegenüber zB einer Alternative, die Youtube einmal anbieten könnte.

Die Einsatzmöglichkeiten für Splashcast sind extrem vielseitig. Ich stelle mir zum Beispiel eine Band auf Tour vor, die quasi ein Multimediaonlinetagebuch damit führen könnte. Bilder von den Konzerten, vielleicht sogar automatisch über Flickrtags importiert, kurze Mitschnitte, niedergeschriebene Eindrücke, und das alles in einem Objekt, das man simpel abspielen kann.

Konflikte mit Videohostern

Können entstehen. Müssen aber nicht. Wenn Seiten wie revver und youtube Ihre Werbeeinnahmen durch eingebettete Spots am Anfang und Ende der Videos erzielen, dürften sie auch kein Problem mit einer weiteren Verbreitungsform haben. Inwieweit das in der Realität so sein wird, wird sich zeigen.

Was ich mir noch wünsche

Ein ‘Advanced-Feature’ für die Random-Abspielweise
bei dem man einstellen kann, inwieweit neue Videos zuerst berücksichtigt und gespielt werden. Vielleicht auch generell eine Gewichtung der einzelnen Videos die bei der automatischen Erstellung de Reihenfolge einbezogen wird.

Bessere Einbindung
Praktisch wäre das Hinzufügen ganzer Playlists, die man mühsam auf Youtube (oder anderen Seiten) erstellt hat. Das geht so zur Zeit noch nicht. Generell muss Splashcast sehr schnell mehr Seiten smooth einbinden. Abhängigkeit von youtube könnte zum Problem werden. Und wie gesagt, gerade die Unabhängigkeit des Syndikationsservice Splashcast gegenüber simplen Hostern ist eine der Stärken der Seite.

Beispielplayer

mit einer kruden Mischung aus großartigen Musicvideos und seltenen Livemitschnitten, die man gehört haben muss um zu wissen, was Musik ist. Gleichzeitig positioniere ich mich damit als offizieller Nachfolger von Viva Zwei. Das ist doch mal was.

Vollbildmodus

Screenshots

 

Splashcast ist ab heute in der PublicBeta-Phase.

(via Techcrunch)

Tags:[tag]rss, splashcast, youtube[/tag]